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Thema: Vererbung isabell-perlgrau gebändert mit rot

  1. #1

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    Vererbung isabell-perlgrau gebändert mit rot

    Hallo zusammen,

    hat von Euch jemand eine Idee, was für Farben in dieser Kombination schlüpfen könnten? Beim Farbkalkulator bin ich schon wegen der weißen Schwanzfedern meines roten Hahnes gescheitert.

    Ich füge noch ein Bild der beiden an. Über Ideen würde ich mich freuen .
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    Liebe Grüße

    Jassi

  2. #2

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    So, habe nochmal mit der Züchterin des Hahns gesprochen. Er ist Lohmann (daher die weißen Schwanzfedern) x gelbem Cochinhahn.

    Kann man da irgendetwas zur möglichen Farbverteilung sagen?
    Liebe Grüße

    Jassi

  3. #3
    Avatar von Okina75
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    In jedem Fall wird in der Nachzucht kein perlgrau- isabell fallen, und das lässt sich auch nicht mit kräftigem Rot kombinieren, weil das Lavender- Gen (Lavender Araucana sind nix anderes als perlgraue Araucana, was aber natürlich nicht halb so besonders klingt) sowohl Eu(=dunkler Farbstoff)melanin als auch Phäo(alle roten/ gelben Farbstoffe)melanin beeinflusst.

    Ziehst Du aus den Tieren nach, werden wahrscheinlich alle plusminus rot- weiß bzw. dunkel- rot, und würdest Du aus denen nachziehen, würden auch mal wieder perlgraue und perlgrau- isabelle fallen. Aber leider keine Kombis.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  4. #4
    Avatar von melachi
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    Ein bischen Material zum spielen mit dem Kalkulator

    lav (perlgrau) ist rezessiv, davon siehst du schon mal nichts in der F1

    Da der Hahn Lohmann Braun im Hintergrund hat, ist er einfaktorig dominant weiß, also I / I+ . Bedeutet, das die Hälfte seiner Nachkommen ebenfalls einfaktorig dominant weiß ist.

    Welches E-Allel beim Hahn vorliegt ist schwer zu sagen. Außer E und E^R kommt alles in Frage, e+ aber eher unwahrscheinlich. Da die Lohmann brown Rhodeländer Blut haben, könnte weizenfarbig dabei sein, bei den Cochin finde ich keine Referenzen, aber da ist neben weizenfarbig auch wildbraun e^b möglich, weil das bei einigen gelben Farbschlägen vorhanden ist. Nach der Färbung des Hahns ist auf jeden Fall auch ein Columbiafaktor dabei, Co oder Db.

    Die Henne ist im Prinzip rebhuhnfarbig gebändert, mit dem Lavender-Gen zusätzlich. Sie bringt also die Bänderung mit, das ist das Patterngen Pg. Da es besonders gut auf wildbraun e^b kommt (keine Lachsbrust, also viel Eumelanin für eine schöne Brustzeichnung), wird sie auf jeden Fall e^b einbringen.


    Ich würde in erster Näherung erwarten, das eine Hälfte rotschwarz- oder gelbschwarz-columbia-artige Tiere fallen, die andere Hälfte zeigt überall da, wo die erste Hälfte schwarz zeigt, weiß.

    Es kann aber auch sein, das die Tiere eine Zeichnung a la Brakel zeigen, das ist dann die kombinierte Wirkung von Pg und Db. Die Zeichnung dann wiederum in schwarz oder weiß. Das könnte recht geil aussehen

    In der F2 kommt dann das perlgrau wieder raus.


    tsss... Okina war schneller
    Geändert von melachi (20.03.2020 um 18:17 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Okina75
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    Aber wie stets nicht so super ausführlich wie unser Genetik- Crack !
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  6. #6

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    Dankeschön! Ihr seid super . Jetzt bin ich erst recht gespannt!
    Ich freu mich immer noch total, dass die Züchterin die Elterntiere noch zuordnen konnte und dass ein Elternteil meines Hahn eine gute Legeleistung vererbt, so besteht ja ein bisschen Hoffnung, dass vielleicht auch die ein oder andere Tochter von ihm gut legt. *freuhoff*
    Liebe Grüße

    Jassi

  7. #7

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    So, die kleinen Scheisserchen sind ja nun geschlüpft. Und so sehen sie aus:

    Duplo:
    20200415_135948_compress71.jpg

    Es hat einen leichten Streifen auf Kopf und Rücken und offenbar eine Gefiederbremse. Dean hat bei der Aufzucht keine Gefiederbremse gezeigt. Das heisst, er trägt sie einfaktorig, richtig?

    Und hier Nr. 2, Pompom:
    20200415_135235_compress6.jpg

    Ein komplett gelbes Küken.

    Kann man an der derzeitigen Flügelfärbung ablesen, welche Gene Dean in sich trägt? M.E. sieht es weizenfarbig aus. Oder kann man das so früh noch nicht sagen?

    Hmpf. Irgendwie bekomme ich die Fotos nicht richtig herum eingestellt. Auf meinem Handy haben sie die richtige Ausrichtung.
    Liebe Grüße

    Jassi

  8. #8

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    Und auch noch spannend bezüglich der genetischen Zusammensetzung von Dean: mit einer silberhalsigen Kraienkopphenne hat er ein gelbes Küken produziert, welches bisher reinweisse Flügelchen bekommt... wie passt das ins Bild?!
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    Liebe Grüße

    Jassi

  9. #9
    Avatar von melachi
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    die asiatische Gefiederbremse zeigt sich auch einfaktorig, aber nicht so massiv wie zweifaktorig. Weist du, ob die Brahma-Henne als Küken eine Gefiederbremse hatte?

    sieht nach weizenfarbig aus bei den Küken. Die E-Allele werden mit absteigender Dominanz folgendermaßen gereiht: E (schwarz) - E^R (birken) - e^Wh (weizenfarbig) - e^b (wildbraun, keine Lachsbrust bei Hennen) - e+ (bankiva-Färbung, also Wildtyp, Hennen mit Lachsbrust). Weizenfarbig ist also dominant über den anderen nicht-schwarzen Basisfarben und schlägt auch mischerbig durch. Da ist also tatsächlich weizenfarbig im Hintergrund des Hahns. Die dünne Rückenzeichnung kommt auch bei reinerbig weizenfarbigen Küken manchmal vor, kann aber auch vom e^b aus der Henne kommen.

    Das gelbe Küken aus der silberfaktorigen Henne könnte silber-weizenfarbig sein, allerdings sollte man, da der Silberfaktor als geschlechtsgebundenes Merkmal von der Henne nur an die Söhne vererbt wird, jetzt eigentlich schon etwas hähnchen-typische dunkle Einlagerungen in den Flügelfederchen sehen, so wie bei den beiden anderen Küken. Die nächste Möglichkeit: ein goldweizenfarbiges Hennchen, da bei den weizenfarbigen Hennen die Flügelfederchen erstmal hell sind. Die dritte Möglichkeit ist, das es einfach das dominant weiß des Vaters geerbt hat. Aus statistischen Gründen würde sich die letzte Variante anbieten

  10. #10

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    Danke für die informative Antwort .

    Ich hab die Brahmahenne mit ca 10 Wochen bekommen, da war sie normal befiedert. Keine Ahnung, ob sie als Küken die Gefiederbremse gezeigt hat. Sieht die Ausprägung der Gefierbremse für Dich ein- oder zweifaktorig aus?

    Zum dominant weiss: wenn der Hahn einfaktorig dominant weiß ist, es aber phänotypisch gar nicht zeigt, müsste dann die Henne nicht auch weiss beitragen, damit das Küken weiss wird? Eine reinrassige silberhalsige Kraienkopphenne dürfte doch genetisch gar kein weiss tragen, oder? *grübel*
    Liebe Grüße

    Jassi

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