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Thema: Welche Rasse ist die Richtige für mich ?

  1. #11
    Avatar von melachi
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    Wenn du keine Industriehähnchen haben möchtest, sondern langsam gewachsendes Hähnchenfleisch, dann kommen für dich statt Masthybriden sogenannte Zweinutzungsrassen in Frage, wie Anschie bereits angesprochen hat. Bresse, Mechelner, Sulmtaler und viele andere mehr (siehe auch die bereits erwähnten Rassen). Das Fleisch dieser Rassen gilt als Delikatesse, aber da die Tiere sich bewegen und festes Muskelfleisch ausbilden, benötigen sie entsprechende Garmethoden.

    Natürlich sind sie nicht in 5 Wochen schlachtreif wie Masthybriden, sondern brauchen je nach Rasse 16, 20 oder noch deutlich mehr Wochen (Mechelner), bis aus einem schlacksigen Junghahn ein 'fetter' Braten wird (obwohl die Junghähnchen auch schon lecker sind, halt weniger Fleisch dran ). Ein schlachtreifer Mechelner Hahn bringt allerdings auch locker das doppelte auf den Teller, verglichen zum Discounterhähnchen. Natürlich belasten diese Rassen dann auch die Ausläufe entsprechend. Bei den großen Mechelnern beispielsweise rechnet man mindestens 25 qm pro ausgewachsenem Tier, damit die Grasnarbe überlebt. Nicht zu verachten auch die Bodenverdichtung und der Keimdruck in beengten Verhältnissen. Sonst hast du schneller wieder Antibiotika-Fleisch auf dem Teller als die lieb ist.

    Die Hennen der Zweinutzungsrassen legen in der Regel auch eine gute Anzahl Eier, können natürlich nicht mit den Leistungshybriden mithalten, die legen dafür auch an der Grenze des Machbaren und es ist schwierig, gleichzeitig genug Nährstoffe UND genug Kalk in sie hineinzubekommen. Alternativ zu Zweinutzungshennen kannst du natürlich auch Hennen von Legerassen halten, die in der Regel zwar nicht mehr Eier legen, aber aufgrund ihres geringeren Gewichts weniger Futter verbrauchen als Wuchtbrummen wie beispielsweise Mechelner. Hennen der Legerassen sind in der Regel eifrige Futtersucher, die gerne große Ausläufe nutzen und viel nach Insekten und Würmern scharren. Auch das macht sich in kleinen Ausläufen schnell bemerkbar.

  2. #12
    Avatar von mistkratzerli
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    Ich halte grosse Brahma für die Liebhaberei und Bresse als zuverlässige Legerinnen und Fleischlieferanten. Ich kann Bresse nur empfehlen. Wie bereits geschrieben, muss man mit solchen durchtrainierten Sporthühnern in der Küche anders umgehen, als mit Discounterhühnern. Als Koch beherrscht Du ja sicher 15+ Garmethoden, sollte also kein Problem sein . Aus dem Burgund/der Bresse gibt es zig traditionelle Bressehuhn-Rezepte als Anhaltspunkt.

    Viel Erfolg beim Hühnerhofaufbau!

    Gesendet von meinem K9 mit Tapatalk
    Herzliche Grüsse aus dem Südschwarzwald! https://gluckenglueck.wordpress.com Ich halte vor allem große Brahma, daneben wuseln noch diverse Hennen anderer Großrassen herum.

  3. #13

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    Hallo Angie,
    das ist ein toiller Tipp ! Die Sundheimer Hühner sind auch gute Winterleger, und sehen auch sehr hübsch aus.
    Wie alt wird denn so ein Sundheimer Huhn, bis es geschlachtet wird?
    Ich habe gelesen, dass es sich dabei um eine seltene und im Bestand gefährdete Rasse handelt.
    Bekommt man die überhaupt?
    Grüße
    Martin

  4. #14
    Avatar von Dylan
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    Hallo Martin,
    ich habe hier auch eine Mischung von schwereren Zweinutzungshühnern und leichteren Legehühnern rumlaufen. Sie laufen bei mir zusammen als Gruppe.
    Wenn du wirklich Masthähnchen kaufen willst, dann musst du halt zusehen, dass du rechtzeitig schlachtest, wenn du zu lange damit wartest, wird das Not und Elend. Wir haben in meiner Kindheit immer mal wieder welche als Küken gekauft, die wurden aber getrennt von den Hühnern aufgezogen. Zusammen ist schlecht, weil die Küken einem fremden Keimklima ggf. nicht gewachsen sind. Hühner entwickeln ihr eigenes Keimklima, damit kommen Neuankömmlinge nicht immer zurecht. Darum würde ich die eher getrennt halten.

    Wenn du das ganze Jahr über Eier haben willst, musst du überlegen, ob Rassehühner oder Legehybriden willst.
    Rassehühner halten länger, machen aber oft eine Legepause im Winter.
    Legehybriden legen das ganze Jahr über durch, sind aber körperlich mit ca. 2 - 3 Jahren am Ende. Wir haben früher unsere Legehybriden immer rechtzeitig als ganze Gruppe mit 3 Jahren ausgetauscht, bevor die Krankheiten kamen. Wer Hühner weniger als Liebhaberei, sondern mehr aus wirtschaftlichen Aspekten halten will, legt sich Hybriden zu. Deswegen gibt es beinahe nur noch Hybriden zu kaufen, fast keine Rassehühner mehr.

    Ich bin umgestiegen von Hybriden auf Rassehühner. Bei mir laufen nur noch Rassehühner, Rassemixe und ganz wenig Hybridmixe herum.
    Die Truppe legt super und die Hühner sehen auch noch toll aus.
    Wegen der Legepause im Winter lasse ich jedes Jahr ein paar Hühner brüten. Die ausgeschlüpften Junghennen, die vor dem Winter das Legen anfangen, legen dann den Winter über durch, so komme ich problemlos durch die eierarme Zeit von Oktober bis Dezember.
    Leichte Legehuhnrassen legen meistens besser als die schweren Zweinutzungsrassen. Dafür ist an den Zweinutzungsrassen mehr Fleisch dran. Was du dir letztendlich anschaffst, musst du entscheiden.

    Den Auslauf werden sie dir bald in eine Mondlandschaft verwandeln, man kann getrennte Wechselausläufe machen, oder bestimmte Bereiche absperren. Als weitere Möglichkeit gibt man den Hühnern das Gras einfach als Grünschnitt - jeden Tag eine Ladung vom Rasenmäher, finden sie auch Klasse.

  5. #15

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    Auch ich habe mich bewusst für Zweinutzungshühner mit Schlachten entschieden und auch für eine größere Rasse damit sich der Aufwand lohnt.
    Wir sind auch zu viert, aber wir brauchen auch nicht jede Woche Huhn. Einen 3,5 kg Hahn gibt es bei uns z.B. zu Weihnachten statt Gans. Wir mögen das dunklere Fleisch und den herzhafteren Geschmack der langsamer gewachsenen Hühner/Hähne sehr.
    Gartechnisch muss man sich umstellen, aber Low and Slow oder Sou Vide sollte dir nicht fremd sein.
    Aber mal eben schnell was auftauen und durch die Pfanne schubsen funktioniert meist nicht.
    1 Hahn: Zwergwyandotte gold weißgesäumt und 11 Große Wyandottenmädels von schwarz goldgesäumten und spalterbig blau-goldgesäumten Eltern (Schlupftag 18.05.2019) + 2 Gsg-Orpingtondamen aus 2017 + 16 Küken vom 09.05.2020 - RIP kleines Krähchen

  6. #16
    Moderator Avatar von sil
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    Du hast ja schon viele Antworten bekommen.
    Ich sehe dein Problem, bzw ein Teil davon, eigentlich an anderer Stelle.
    Jederzeit verfügbar in irgendeiner gewünschten Stückzahl, demnach also halbwegs olanbar in Leistung und zeitlichem Management, sind eigentlich nur Hybriden, also Industriehühner. Egal ob es um Lege- oder Masthühner geht.
    Deren Eier, auch wenn sie hobbymäßig gehalten werden, schmecken auch nicht anders als Eier aus irgendeiner gewerblichen Freilandhaltung. Und Masthybriden aufzuziehen bringt geschmacklich und auch ethisch keinerlei Vorteil.
    Bei Enten ist es nicht wesentlich anders.

    Außerdem bist, Du, wenn Du selber nicht nachziehen willst. darauf angewiesen, daß dich jemand anderer mit "Nachschub" an Hähnchen zur Mast und Junghennen zum Eierlegen versorgt. Einen Züchter irgendeiner Wunschrasse in erreichbarer Nähe zu finden, der dann auch die gewünschte Anzahl an Tieren zum Abgeben hat, ist zwar nicht unbedingt unmöglich, kann aber sehr frustrierend werden. Für diejenigen Halter, die sich damit nicht ärgern wollen, sind die Verkäufer von "Industriehühnern" die ersten Anlaufstellen, weil leicht zu finden und zuverlässig liefernd.

    Jegliche Rassehühner brauchen plus/minus ein halbes Jahr bis zur Legereife, bzw bis zur Schlachtreife, manche, besonders schwererer Rassen, wollen noch mehr Zeit. Bis dahin sind die Hähne aber schon lange in Krähstimmung gekommen, haben angefangen, sich für Hennen zu interessieren und wollen ihre erwachte Sexualität ausleben. Bei Industriemasthybriden hat man dieses Problem zwar nicht, weil sie ihr Schlachtgewicht bereits im alter von wenigen Wochen, also noch lange vor der Geschlechtsreife, erreichen, da sie aber nicht für eine Haltung im Freiland erschaffen wurden, haben sie auch nichts davon, wenn man ihnen einen Obstgarten zur Verfügung stellt. Sie brauchen eine immer volle Futterschüssel in Schnabelnähe und empfinden den Zwang, sich zu bewegen, als Stress.
    Hähne, die langsamer wachsen, sich einen Teil ihres Futters selber suchen, haben dafür ein weitaus besseres Fleisch.

    Wenn Du wirklich weg willst vom Industriehuhn, dann rate auch ich dazu, mit einem kleinen Stamm einer Zweinutzungsrasse zu beginnen, dir jedes Jahr ein paar Küken nach zu ziehen, und die jungen Hähne und älteren Hennen jeweils zu schlachten. Nach und nach kannst Du die Hühnerzahl dann an anpassen an deine Gegebenheiten. Nebenbei könntest Du auch darüber nachdenken, dir ein Paar Rasseenten zu halten, auch da regelmäßig Nachzucht zu ziehen, und im Herbst dann die Jungtiere der Küche zuzuführen.
    Enten können um die 100 Eier im Jahr legen, Enteneier sind nicht weniger schmackhaft als Hühnereier, und eine selbst aufgezogene (Rasse-)ente ist geschmacklich nicht zu vergleichen mit einer Mularde aus dem Supermarkt.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  7. #17
    Avatar von LittleSwan
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    @Sil, das hast du wirklich schön geschrieben!

  8. #18
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    Zitat Zitat von Martin 1974 Beitrag anzeigen
    Mein Gedanke war auch eher dauerhaft 10 eierlegende Hühner zu halten.
    Willst du auch Eier verkaufen?
    Wenn nein, sind 10 Hühner für den Eigenbedarf an Eiern schon recht viel.

    Ich habe im Moment 8 adulte Hennen (eine davon gluckt) und 3 junge die bald anfangen, plus Hahn.
    Das ist schon eine Menge und für 2 Personen schon zuviel.
    Ideal wäre für mich 7 Hennen plus Hahn.

    Und diese Riesenmenge an gewünschten Masthühnern halte ich auch für überzogen,
    es sei denn ihr seid ein 10-Personen-Haushalt.

    Nachtrag:
    Die richtige Rasse?
    Nun ich bin heute noch am suchen, hatte schon einige Rassen hier rumlaufen.
    Am liebsten ist es mir, wenn ich verschiedene Rassen habe und diese dann bunt durcheinander kreuze.
    Das gibt in meinen Augen die robustesten Hühner.

    LG Stefan
    Geändert von Gallo Blanco (11.03.2020 um 13:16 Uhr) Grund: Nachtrag

  9. #19

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    Wir sind derzeit 7 Leute und haben 7 Damen und Frederick, gelegentlich wirds eng mit den Eiern, besonders in den Ferien Er müsste zu viert mit dieser Anzahl durchkommen aber 10 sind zuviel. Außer er will sie noch verkaufen.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Anschie Beitrag anzeigen
    Wir sind derzeit 7 Leute und haben 7 Damen und Frederick, gelegentlich wirds eng mit den Eiern, besonders in den Ferien
    Tja da solltet ihr mal aufrüsten.
    Vielleicht gluckt ja eine und ruckzuck mal einige BE druntergelegt und das Problem ist in einem halben Jahr Geschichte.

    LG Stefan

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