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Thema: Hahn liegt im sterben! Hilfe!!!

  1. #11
    Avatar von zickenhuhn
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    Es kommt immer auf die Situation an.Nicht jedes Huhn/Hahn das am sterben ist,quält sich.Die themenstellerin wusste nicht wie alt das Tier ist,daher kann es auch sein,das er sein Leben gelebt hat.Ich habe einige alte (7,8jährige) Hühner die sich verabschieden,und nicht jedes Tier „erlöse“ ich,sondern lass sie in Ruhe gehen.Ich finde das humaner gegen über dem Tier,denn das greifen zum erlösen,stört das Tier im Sterbeprozess und macht dem Tier nochmals Stress.Und selbst ein Laie sieht ob ein Tier sich quält oder ganz ruhig rüber geht.Aber trotzdem oder eben drum,sollte jeder erlösen können.
    Wenn man die Tiere auf jeden Fall noch verwerten möchte,dann gilt das natürlich noch mehr.
    Geändert von zickenhuhn (08.02.2020 um 19:47 Uhr)

  2. #12
    Osterwichtelfee Avatar von anna.u
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    Ich bin da ganz bei dir, Zickenhuhn.
    Und der Hinweis, dass man durch schnelles Schlachten noch ein schönes Essen gehabt hätte, ist bei dieser Fragestellung hier meiner Meinung nach völlig daneben....
    Ich schlachte nicht ( brüte also auch nicht), aber das Erlösen hab ich " gelernt" und leider auch schon machen müssen. Sollte man unbedingt können.
    Aber man muss ein Tier auch sterben lassen können.
    lg Anna

  3. #13
    Avatar von KerstinU
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    Danke Anna und Zickenhuhn . Bei mir sind schon einige Hühner einfach gestorben. Drei wurden von ihrem Leiden erlöst, zwar nicht von mir, weil ich es nicht kann aber es wurde geregelt. Ein Huhn wurde eingeschläfert. Ich finde es auch nicht in Ordnung, dass einem ständig gesagt wird, das Tier zu erlösen. Dadurch hatte ich und vielleicht geht es auch anderen Neulingen so, ständig das Gefühl, dass ich meine Tiere leiden lasse, weil es nicht erlöst wird sondern einfach sterben darf. Nicht jeder leidet , wenn er stirbt. Diese Hühner fallen in einen Dämmerschlaf und ihr Herz hört auf zu schlagen. Das ist ein Sterbeprozess, den ich öfters erlebt habe und der gehört für mich zum Leben. Jeder hat doch mehr oder weniger ein Gefühl für seine Tiere und erkennt selbst, ob das Tier leidet oder nicht. Es tut mir leid für deinen Hahn
    LG Kerstin ( ehemalige Miss Puff )

  4. #14
    Moderator Avatar von zfranky
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    So sehr wie ich gegen langes rumexperimentieren bin.. aber ich habe selber schon die Erfahrung gemacht, dass Hühner, die für mich im Sterben lagen, es doch noch gepackt haben.

    Ausgerechnet meine Lieblingshenne ging letztes Jahr aufgrund eines Atemwegsinfekt trotz Antibiose nach einem Aufschrei in Seitenlage und schnappte mit offenem Schnabel nach Luft. Ich hab dann schnell ein anderes AB verabreicht, war mir aber sicher, dass sie es nicht packen würde und hab mich so gesetzt/gelegt, dass sie in meinem Schatten lag (war ein sonniger Tag) und wollte ihr beim Sterben Beistand geben. Und siehe da.. nach 30 min hockte sie sich hin. Nach weiteren 60 min ging sie wackelig und sehr langsam zurück in die Voliere. Ich hab ihr Wasser geben und saß insgesamt 5 Stunden neben ihr, bis mir klar war, die Krise ist vorbei..
    Ich hab flugs für alle das Antibiotikum umgestellt, ich hab alle durchgekriegt.

    Die Henne lebt heute immer noch und ist quietsch fidel.

    Ohne Diagnose und bei akutem Auftreten einer Erkrankung muss man mit der Empfehlung "Erlösen" vorsichtig sein.

    Und nicht jeder will sein Huhn essen. Es gibt auch bei mir Hühner, die ich nie essen würde. Obwohl ich züchte und schlachte.

    Liebe Grüße

    Frank
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,17 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  5. #15
    Avatar von Crazynaddl
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    Ja Frank genauso sehe ich’s auch. Hab gerade eine fast tote Henne aufgepäppelt. Sie wäre halt gestorben wenn ich es nicht versucht hätte. Diese hätte ich auch nicht essen wollen.
    Als Anfänger hätte ich das sicher nicht hinbekommen. Und es kommt auch hier vor, das ein Tier stirbt und ich habe keine Anzeichen bemerkt. Glücklicherweise höchst selten.
    Ich würde jedenfalls immer gleich versuchen zu päppeln ( aber auch erst mit der Erfahrung die ich habe) und ansonsten ist man ohne Tierarzt, oder tieferes Wissen über Hühner, aufgeschmissen.
    LG Nadja
    1,8 schwedische Blumenhühner, 0,1 Marans, 0,3 Mixe, 0,2 Orpington, 0,1 lavender Araucana, 0,1 deutsches Lachshuhn, 0,1 Mechelner, 0,1 Vorwerk, 0,1 New Hampshire, 0,4 Barnevelder

  6. #16
    Moderator Avatar von sil
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    Weil ich es war, die als erste das Wort "erlösen" hier reingesetzt hat:
    Es gibt meist mehr als eine Option, ob man das Richtige und im Sinne des Tieres (und sich selbst) das Beste getan hat, stellt sich meist, wenn überhaupt, erst hinterher heraus.
    Zum Päppeln von Tieren, die man nicht aufgeben will, braucht es Erfahrung, ein Minimum an Sachverstand, und die Bereitschaft, Zeit auf zu wenden, Umstände in Kauf zu nehmen und auch die Fähigkeit, ehrlich und sachlich zu reflektieren.
    Zum sterben lassen eines Huhns braucht es eine gewisse Sicherheit im Einschätzen der Situation.
    Zum Erlösen aus einem Zustand, den man letztendlich als aussichtslos und quälend für das Tier ansieht, braucht es Mut.
    Aber erst einmal muß man zumindest versuchen, die Situation so sachlich wie möglich einzuschätzen, und wenn man das nicht kann, zügig fachliche Hilfe zu suchen. Ferndiagnosen und Fernanleitungen können auch gewaltig schiefgehen und führen oft genug zu einem langen zu Tode pflegen. Da ist erlösen zwar eine drastische Maßnahme, aber eine, die dem Tier im Zweifel viel zusätzliches Leid erspart.
    Beim Lesen des Eingangsposts hatte ich wenig Hoffnung für den Hahn, und die Maßnahmen der Themenstarterin waren zwar gut gemeint, entsprangen aber deutlich ihrer Hilf- und Ratlosigkeit und bedeuteten für den Hahn nach meiner Einschätzung eine zusätzliche Belastung. In so einem Fall Ratschläge zum Päppeln zu geben, erschien mir nicht angebracht. Da kann man meiner Meinung nach nur dazu raten, den Hahn so schnell als möglich entweder einem Tierarzt vorzustellen oder eben eine finale Lösung ins Auge zu fassen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  7. #17
    Avatar von Hühnermamma
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    Auch wenn ich dafür gesteinigt werde, entscheide ich von Fall zu Fall, ob ich ein Tier erlösen lasse oder es in natürlich sterben darf. Und zwar in der Gruppe und in aller Ruhe. Nix separieren. Aber das geschieht in der Regel bei sehr alten Hühnern, bei denen ich sicher bin, dass die Lebensuhr abgelaufen ist. Ist eine Krankheit im Spiel und das Alter passt nicht kommt der TA ins Spiel.

  8. #18
    Avatar von Susanne
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    Zitat Zitat von Gallo Blanco Beitrag anzeigen
    ...
    Erlösen MUSS man lernen, wenn man Hühner hat.

    ...

    LG Stefan
    Das möchte ich so nicht stehen lassen. Ich hatte in meinen ganzen Jahren der Hühnerhaltung noch nie die Situation, wo ich dachte, ich muss jetzt sofort ein Huhn jetzt erlösen (und ich halte seit 1999 Hühner). Allerdings musste ich schon öfters ein Schmerzmittel für ein Tier verwenden.

    Mal als keines Beispiel: Ich hatte früher immer wieder mal Hennen, die durch ein Windei geplagt wurden, das sie nicht rausbekommen haben. Die wirken in diesem Moment totkrank und es ist sicherlich auch kein Spaß für so eine Henne, in diesem Moment plagt sie das sehr. Das sieht und merkt man deutlich. Ist dann das Windei draußen, wirkt sie plötzlich wieder, als sei nie was gewesen. Mittlerweile weiß ich, was ich selbst tun kann, um ihr Erleicherung zu schaffen, ich kann das auch eigenständig diagnostizieren und weiß dann auch, dass für dieses spezielle Tier ein Hormonchip (dazu muss ich dann aber zum TA) dauerhaft Erleichterung bringt. Solche Hennen haben dann noch lange ein schönes Leben vor sich. Ein Erlösen hätte in jedem Fall ein Ende des Lebens bedeutet.

    Im Laufe eines langen Hühnerlebens kommen immer wieder mal Situationen vor, die unangenehm und schmerzhaft für ein Tier sind. Man denke da auch an Verletzungen und Brüche. Diese Schmerzen kann man aber durch Schmerzmittel lindern und wenn danach Aussicht auf Heilung besteht, kann man meines Erachtens eine Behandlung durchführen lassen.

    Ganz oft weiß man als Halter nicht sofort, was dem Tier fehlt, selbst ein erfahrener TA braucht da Zeit für eine Diagnose.

    Ich denke, dass oft auch Tiere erlöst werden, ohne dass wirklich klar ist, was das Tier hatte und wie die Behandlungschancen aussehen. Das darf man auch so machen, wenn die Tiere eh hauptsächlich dazu dienen, für menschliche Nahrung zu sorgen (bei vielen Behandlungen muss man ja auch die Eier verwerfen). Und dann ist es letztendlich egal, ob man dann dieses eine Tiere etwas früher oder später schlachtet. Sich dann aber moralisch über andere zu erheben und von erlösen zu sprechen, ist meiner Meinung nach unlauter.

    Die Notschlachtung ist eine Methode, dem Tier Leid zu ersparen, sie ist aber nicht die einzige. Und selbst wenn überhaupt nichts mehr zu machen ist, mittlerweile gibt es überall die Möglichkeit, einen tierärztlichen Notdienst aufzusuchen, der dann ggf. das Tier einschläfert.

    Wer will denn wirklich ein zum Beispiel 10 Jahre altes Suppenhuhn (mit unklarem Krankheitsbild) essen? Und wer weiß denn überhaupt noch, wie man so ein Tier zubereiten sollte, um es einigermaßen schmackhaft zu bekommen? Insofern muss man sich dann also auch nicht vorwerfen lassen, wertvolle Lebensmittel zu verschwenden.

  9. #19
    Avatar von eierdieb65
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    Zitat Zitat von Susanne Beitrag anzeigen
    Das möchte ich so nicht stehen lassen.

    Wer will denn wirklich ein zum Beispiel 10 Jahre altes Suppenhuhn (mit unklarem Krankheitsbild) essen? Und wer weiß denn überhaupt noch, wie man so ein Tier zubereiten sollte, um es einigermaßen schmackhaft zu bekommen? Insofern muss man sich dann also auch nicht vorwerfen lassen, wertvolle Lebensmittel zu verschwenden.
    Ich zum Beispiel.
    Ich hätte auch den unbekannt alten Hahn, nach seinem Tod (nicht nachgeholfen) noch gegessen.
    Im Winter gestorben ist ja fast ideal.
    Im August, mit 40 Grad, muss man schon vorsichtiger sein.
    Wenn man Lebensmittel verschwendet, muss man sich, meiner Meinung nach, schon einen Vorwurf machen.

    LG
    Willi
    Geändert von eierdieb65 (09.02.2020 um 09:24 Uhr)
    Leben ist tödlich, hören sie sofort damit auf.

  10. #20
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von eierdieb65 Beitrag anzeigen
    Wenn man Lebensmittel verschwendet, muss man sich, meiner Meinung nach, schon einen Vorwurf machen.

    LG
    Willi
    Was allerdings voraussetzt, dass das Huhn als Lebensmittel gesehen wird. Das tut halt nicht jeder.
    Du isst ja auch nicht deine Hunde. Nicht dass ich dich da jetzt auf Ideen bringe...
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

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