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Thema: IBC-Container als Hühnerstall?

  1. #1

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    Fragezeichen IBC-Container als Hühnerstall?

    Hallo Zusammen,

    ich habe auf Youtube gesehen wie jemand aus einem IBC-Container einen Hühnerstall gebaut hat.
    Ich muss zugeben sauberer/ Besser kann man das schon machen jedoch fand ich die Idee an sich nicht schlecht.
    Er scheint gut zureinigen und man hat schon einiges an Milben verstecken weg da Plastik wände.
    Modifizierbar ohne ende finde ich.

    Was meint ihr dazu?Vor und nachteile?

    Habe noch einen vom Vorbesitzer im Garten stehen und wäre toll zum upcyceln.

    Hier mal der link dazu
    https://www.youtube.com/watch?v=D9yK4roJBP4

    Liebe Grüße Dennis

  2. #2
    Moderator Avatar von sil
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    Eigene Erfahrungen mit Plastik als Stallhülle habe ich nicht, Rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Da gibt es einiges, was mich davon und speziell von so einem Container, abhalten würde.
    Das Problem der Lüftung beispielsweise, wie könnte das funktionierend umgesetzt werden ohne daß die Bewohner/innen dann Zugluft ausgesetzt sind? Dann könnte ich mir vorstellen, daß so ein Plastikkasten sich bei Sonneneinstrahlung stark aufheizen könnte, daß sich Kondenswasser bildet, daß es bei starken Außentemperaturschwankungen nicht ausgleichend wirken kann - nur mal so als Stichworte. Ob es so sein wird weiß ich, wie schon geschrieben, nicht. Auch das Anbringen der Inneneinrichtung stelle ich mir eher als akrobatische Übung vor, ebenso das Reinigen oder das Herausfangen eines Huhns.
    Grundsätzlich würde ich selber immer Ställe bevorzugen, in denen ich als Mensch mich mit Ellbogenfreiheit aufhalten und werkeln kann.
    Es gibt sicher sehr viel sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten für so einen Container, ihn als Hühnerstall zu nutzen wäre für mich jetzt so gar keine Option.
    Geändert von sil (03.11.2019 um 07:55 Uhr)
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  3. #3
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    Genauso sehe ich das auch, gerade bei diesem nasskalten Wetter ist das eine einzige Kondeswasserschwitzmüffelbude. Für den Aufenthalt von lebenden Tieren sollte ein gewisses Mindestmaß an Luftraumvolumen vorhanden sein und die Lüftungsvorrichtung in einiger Entfernung zu den Tieren montiert sein, sonst stehen die Tiere unter permanentem Durchzug und schlimmer dabei noch wenn die Tiere durchnässt sind. Als Staubbadkiste eher geeignet. Einer Plastikkiste als Stall für Tiere kann ich grundsätzlich nichts Positives abgewinnen.

  4. #4

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    Und Milben werden genauso viele vorhanden sein...wegen Inneneinrichtung alleine schon.
    Und Bekämpfung auf Grund der beengten Verhältnissen erst recht.
    Ich kann so einem Stall nichts positives abgewinnen...nicht mal die Reinigung.

  5. #5

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    Zitat Zitat von nero2010 Beitrag anzeigen
    Und Milben werden genauso viele vorhanden sein...wegen Inneneinrichtung alleine schon.
    Und Bekämpfung auf Grund der beengten Verhältnissen erst recht.
    Ich kann so einem Stall nichts positives abgewinnen...nicht mal die Reinigung.
    .....wie schon mal jemand in einem anderen Thread so treffend erwähnte, werden die Milben wohl im Kondenswasser ersauffen. ☺☺

    Mal im Ernst, ich kann dem auch nichts abgewinnen. SIL hat es ja schon auf den Punkt gebracht und wie es aussieht, ist der zeitlich Aufwand auch nicht gerade gering. Da kann man sich gleich einen ordentlichen Stall bauen.
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  6. #6
    Federviehfieber *-* Avatar von julia.h
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    Ich könnte es mir evtl als Sommerstall für Glucken vorstellen... aber ganzjährig - da würde ich auch eher von absehen. Dann lieber ein kleines Gartenhaus.
    LG Julia und Federvieh
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  7. #7
    Avatar von LadyDzuranya
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    Fast die gleiche Diskussion wie beim Omlet Cube. "Kann alles nix sein, weil ichs mir nicht vorstellen kann" ist die Quintessenz der Aussagen.
    Als reiner Schlafstall für wenige Hennen geht das bestimmt. Und wenn du feststellst, dass du nicht damit klar kommst, kannst du ihn immernoch ersetzen. Mit der Lüftung wird es glaube ich kein Problem geben, bei den vielen Schlitzen. So wie im Video hätte ich aber Sorge, dass ein Marder o.ä. nachts durch die Klappe der Nester kommt. Da evtl die Seiten Teile vom Nest schräg nach oben und nicht gerade abschneiden, damit keine Lücke zum Deckel entsteht.
    Berichte gerne weiter, wenn du es in Angriff nimmst.
    Ich wollte es für meine Kükis machen, bis sie zu den alten durften. Kam aber aus diversen Gründen nie dazu...

    0,5 Schwedisches Blumenhuhn, 0,4 Bielefelder Kennhuhn, 0,2 Araucana, 0,1 Sussex, 0,1 Marans, 1,1 Lachshuhn und 1 Hänschen
    0,5 Schwedische Blumenhühner, 0,3 Bielefelder Kennhuhn, 0,2 Araucana, 0,1 Sussex, 0,1 Marans, 1,1 deutsches Lachshuhn und 1 Hans

  8. #8
    Moderator Avatar von sil
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    [QUOTE=LadyDzuranya;1848711]Fast die gleiche Diskussion wie beim Omlet Cube. "Kann alles nix sein, weil ichs mir nicht vorstellen kann" ist die Quintessenz der Aussagen. /QUOTE]

    Beim Omlet kann ich mir beinahe noch vorstellen, daß er als Stall funktioniert, denn immerhin ist er als solcher entwickelt worden. Ich habe auch mit dem Omlet keinerlei Erfahrung, setze aber da auch voraus, daß da weit mehr an Tüftelei und Planung gerade auch in Bezug aufs Stallklima und auf die Händelbarkeit drinsteckt als in der Idee, mal eben in einen Plastikcontainer ein paar Löcher zu schneiden und ein paar Sitzstangen einzubauen.
    Klar kann auch letzteres funktionieren, und klar werden die Hennen, wenn sie ihn mal als Stall akzeptiert haben, auch darin übernachten, aber für mich bleibt trotzdem rein von der Beschreibung her ein ungutes Gefühl.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  9. #9

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    Ich habe mir die Videos angeschaut und habe immer wieder Vergleiche gezogen zu den Cubes, die ich habe.
    ich habe einige Punkte, die ich zu bedenken geben möchte.
    - das sauber machen. Der Vorteil des Cube sind die Kotschubladen, die man einfach nach hinten rauszieht und auskippt. Der IBC-Container hat ja den Auslasshahn, ich stelle mir vor, dass geplant ist, den Stall auszuspritzen und dann alles ablaufen zu lassen. Aber zum einen ist der Hahn nicht bodeneben, d.h. Du wirst immer Restflüssigkeit haben, die Du dann mit dem Lappen aufnimmst? Abgesehen davon müsstest Du vorher die Einstreu komplett rausholen, damit der Hahn nicht verstopft. D.h. früher oder später wirst Du mit dem Oberkörper im engen Stall hängen und versuchen, die Reste raus zu holen bzw. die Restflüssigkeit aufzunehmen. Ich stelle mir das sehr unbequem und unpraktisch vor. Ich finde den neuen Cube schon total doof, wenn ich ein Huhn rausnehmen will und das verkriecht sich dann im Winkel neben der Tür hinter allen anderen, dann taucht man mit der Nase schon recht tief in den Hühnerdunst.
    - Das Untergestell, die Sitzstangen, die Legenester, die Tür inklusive aller Befestigungen baust Du ja sowieso aus Holz. Ein IBC Container kostet ja gebraucht schon seine 50€. Für diesen Preis könntest Du Dir sicher die entsprechenden Platten zurechtschneiden und einen konventionellen Holzstall gleicher Größe bauen, der dann aber durch eine entsprechende Bauweise innen besser zugänglich ist.

    - Der Platz in so einem kleinen Stall wird schnell zu eng, da muss nur mal jemand sagen "juhuuu, Küken" und schon baust Du den nächsten Stall.
    - Die Sitzstangen in dem Video sollten auf jeden Fall noch deutlich abgerundet werden
    - Du wirst vermutlich große Schwierigkeiten haben, einen der handelsüblichen elektronischen Türöffner zu befestigen. Überlege Dir, ob Du nicht doch irgendwann mal im Urlaub bist, spät abends wieder kommst, zu ungünstigen Zeiten arbeiten musst, ausschlafen willst,... Du wirst die Tür so wie sie ist immer von Hand öffnen und schließen müssen.
    - ich hätte auch Angst, dass die Box mit den Legenestern ein Einfallstor für Waschbär, Fuchs und Co. ist.
    - Gerade in der Winterzeit, wenn die Tage sehr kurz werden und Du gerne eine zusätzliche Beleuchtung einrichten würdest, damit die Hühner länger fressen können (hattest Du irgendwo geschrieben, dass Du Hybriden halten möchtest, oder war das der im Video?)- dann kannst Du das im IBC-Container nicht verwirklichen, dafür ist er zu klein. Denn entweder werfen die Hühner im Gedränge die Schüssel um oder kacken nachts rein. Außerdem lockst Du, wenn Du das Futter über nacht drin lässt, die Ratten an, und die haben durch die Bauweise genügend Löcher, durch die sie passen, die Hühner aber u.U. gegen die Ratten keine Chance.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Wände im Winter durch die Eigenwärme/Feuchtigkeit der Hühner nass werden (der Cube ist isoliert, da passiert das nach meiner Beobachtung nicht). Damit sind dann Erkältungskrankheiten vorprogrammiert.
    - Sobald Du auch nur ein Huhn hast, das abends im Eingang sitzt und die anderen weg hackt, können diese nicht mehr in den Stall. Bei einem normalen Stall würde dieses Huhn irgendwann auf die Stange fliegen und der Weg für die anderen ist frei.

    Das ist erst mal alles, was mir im ersten Durchgang dazu einfällt.
    Viele der Gründe, die ich Dir gegen den IBC-Container genannt habe, haben dazu geführt, dass ich meine Omletställe nur noch als Kücken/Gluckenstall nutze und die anderen Hühner im Gartenhaus untergebracht habe.

    Viele Grüße,
    Sabine
    1.2 große Dresdner, 1 Dorking, 1 Dorking-Mix, 4 Mechelner, 3 Bresse gauloises
    Also insgesamt 1.11 Hühner, dazu 1.0 Spitz und 0.1 Katze

  10. #10

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    Wir haben ja eine Plastik-Cargo-Box zu einem Stall (Glucken-, Küken-, Separierungsstall) mit Strom, elektr. Türöffner, Licht, Zwangsentlüftung, Tür mit Gitteröffnung, Sitzstangen, Siebdruck-Bodenplatte "ausgebaut".
    Ich gab an der Voliere direkt 2 IBC für das Dachwasser stehen, kann also gut vergleichen.
    Die Cargo-Bix hat auf jeden Fall Defizite, einen IBC könnt ich mir nicht vorstellen.
    1 Hahn: Zwergwyandotte gold weißgesäumt und 10 Große Wyandottenmädels von schwarz goldgesäumten und spalterbig blau-goldgesäumten Eltern (Schlupftag 18.05.2019) + 1 Gsg-Orpingtondame aus 2017 + 11 Küken vom 09.05.2020 + je 3 Grün- und Rotlegerinnen

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