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Thema: Bewuchs des Auslaufes

  1. #51
    Avatar von Dylan
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    Ich stelle hier mal ein paar Bilder von dem Hühnerauslauf rein, das passt hier besser, als in die Gartenbilder. Wir hatten - und haben - dieses Jahr mal wieder mit extremer Trockenheit zu kämpfen. Ab März fast keine Niederschläge mehr, im April 4,5 Liter, im Mai bisher 18 Liter. Mehr nicht.
    Damit die Hühner ihren Auslauf nicht komplett vernichten, habe ich folgende Maßnahmen ergriffen:
    1. Reduktion der Hühnerschar - aktuell laufen nur noch 11 Legehennen, der Rest sind Glucken
    2. Absperrung des Bereichs, der sich erholen muss. Die Hühner durften sich nur noch im Bereich um den Stall aufhalten, dort ist der Boden so verdichtet, dass sowieso nichts mehr wächst.

    Der vordere Bereich: Mit Büschen bepflanzt, aber der Boden ist nicht zu retten. Die Hühner haben sich aber gerne unter den Büschen aufgehalten und sich dort ihre Staubbäder angelegt. Die Hainbuche wurde natürlich unten abgefressen, aber sie ist stark genug, um den Verlust der unteren Blätter auszuhalten. Viele andere kleinere Büsche und Sträucher musste ich noch mit einem Zaun schützen.
    Vergleichsbilder:
    März 2020
    Vergleichsbild vom März:



    Und dann im Mai:


    Hier sieht man, dass der Boden nur noch trocken ist.





    Der Mittelteil: Dort wächst vorwiegend Giersch, den ich irgendwann mit dem Rasenmäher kürze. Daneben wächst dort noch Schwarznessel und Brennessel. Da die Schwarznessel bei den Insekten recht begehrt ist, lasse ich sie überall wachsen. Die Laufwege habe ich zwar neu eingesäht, aber da es nicht regnen wollte, wuchs auch nichts an. März 2020


    Hier sieht man, dass die Laufwege kahl geblieben sind.
    Mai 2020


    Derselbe Mittelteil mit Blick auf den abgetrennten Teil, also in die andere Richtung fotografiert. Die Hühner haben nur den rechten Teil, durch den Hühnertunnel gelangen sie in ihren Auslauf. Der linke Bereich gehört den Glucken.
    März


    Mai: Den Giersch habe ich schon das erste Mal gemäht.


    Und jetzt der obere Bereich, von dem ich mich jedes Jahr frage, ob der sich wirklich wieder erholen wird. Gras wächst so gut wie keines mehr, dazu ist der Boden schon zu mitgenommen. Auch dort habe ich nachgesäht, aber es war ja definitiv zu trocken. An manchen Flächen wuchs auch etwas nach, aber das hat wegen der Hühner, die jetzt wieder drauf sind, wenig Chancen.
    Was überlebt, ist Spitzwegerich, Breitwegerich, Brennesseln und andere Kräuter, die ich jetzt nicht benennen kann. Die sind sehr robust und die Hühner werden sie bis zum Herbst nicht tot kriegen. Fast unsichtbar sind die Sträucher und Bäume, die ich zwischen die Obstbäume gepflanzt habe. Den Altholzbestand lassen wir gerne stehen, im toten Apfelbaumstamm brüten zur Zeit Amseln.
    Unter der Hainbuchenhecke links haben die Hühner bis oben hin ihre Lieblingsplätze.
    März 2020


    Und im Mai sieht das immer ganz anders aus. Erst vorgestern durften die Hühner wieder in diesen Auslauf. Seitdem vernichten sie eifrigst die Flächen mit dem zarten, jungen Gras. Egal.

  2. #52

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    Zitat Zitat von Dylan Beitrag anzeigen
    Rainer, was machst du blos, wenn du bei deinen Hühnern alles perfekt gebaut hast?
    Nicht dass dir dann langweilig wird.

    Abgesehen davon haben die Damen ganz schön viele Freiheiten bei dir. Ich hoffe doch, dass sie dir ihre Dankbarkeit ausdrücken und du zumindest eine selbstgemalte Muttertagskarte von ihnen bekommen hast!

    @Dylan, wenn ich Deine Bilder so sehe, dann müsste ich eigentlich zu Dir kommen.
    Denn da würde es mir für eine längere Zeit, mit Sicherheit nicht langweilig.

    Und danach bekommst Du vor lauter Dankbarkeit, von Deinen Hühnern vielleicht auch eine selbstgemalte Karte.
    Gruss Rainer

    "Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  3. #53
    Avatar von Okina75
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    Eine quasi 1:1 Leidensgenossin, wie "schön"... Wieviele Hennen waren es denn vorher, Dylan?

    Bei uns hörte es Mitte März (nach 200 % der üblichen Niederschläge im Februar) schlagartig zu regnen auf, und dann kam trotz mehrmaliger Ankündigung für die nächsten sechs Wochen kein einziger Tropfen mehr. Da regnete es dann gleich eine Woche, danach wurde das Wetter dann nur noch sch...ße, aber ohne Regen dabei. Bis vorgestern, wo es dann mal wieder regnete, aber dies nur höchst lokal. Bei mir an der Arbeit gab es einen 10 Minuten- Wolkenbruch, wo man allein beim rumlaufen hätte ertrinken können, acht Kilometer weiter zuhause nicht ein Tropfen. Und erst recht nicht noch 4 km weiter an der Sieg.
    Dort war ich gestern, es hatte seit dem Vortag leicht geregnet, und es war nur die dem Boden aufliegende Mullschicht feucht genug, dass ein paar sicherlich dem Hungertod nahe Schnirkel- und Weinbergschnecken mal wieder Futter fassen konnten. Ich habe mir dort, und das ist ein Flusstal!, eine nette Nachtviole ausgegraben, und der Boden war mit einem Wort knochentrocken, und das mindestens 15 cm. Was schon leicht erschütternd ist, weil wir hier noch keinen Tag über 25 Grad hatten, und wenn, dann nur einzeln als Peaks inmitten des dies Jahr scheinbar üblichen 12- 17 Grad- Regimes. Mauersegler habe ich, by the way, die ersten erst am letzten Freitag gesehen. Nicht wie sonst immer Anfang Mai- schien so lange noch nicht zu passen, und weil die nun in zwei Monaten schon wieder abhauen, fragt sich, ob die dies Jahr überhaupt hier brüten werden. Und bis Mitte Juni soll diese Klapperei mit nur selten über 19 Grad noch mindestens weitergehen. Auch ohne Niederschläge.
    Es fehlt mithin zwar die dauerhafte Hitze der letzten beiden Sommer, aber dafür ist es dauerwindig. Und so verdunstet die Feuchtigkeit sogar noch schneller als bei Dauertemperaturen jenseits der 25- 35 Grad, weil die Pflanzen gegen die Hitzeverdunstung immerhin ihre Spaltöffnungen schließen können. Auch da ist irgendwann das Ende erreicht, wenn sie nachts keine Feuchtigkeit nachziehen können, aber gegen den ständig ziehenden Wind können sie nicht viel machen. Und können ebenfalls nachts nichts nachziehen. Ganz üble Sache!

    Was die Hühner angeht, so wächst auf meinen knapp 1200 Hühner- m² kein Hälmchen Gras mehr. Das vorher sieben Jahre nicht nur mit denen bestens ko- existierte, sondern auch bis zu 4x im Jahr gemäht werden musste. Dann kamen die Sommer 2018 (der ging wegen genug Feuchtigkeit im Boden noch) und 2019 (wo bis ins Frühjahr noch Gras existierte), wo es ab Mai dann zuende war.
    Jetzt wächst nur noch, was die Hühner nicht fressen, im Verbund mit der Trockenheit haben sie nicht nur vorher verlässlich prächtig gedeihende 60 m² Giersch gekillt, sondern auch (durch Knollenfraß in nur einem, dem vergangenen, Winter) drei Viertel meiner in fünf Jahren unangetastet auf etwa 50 m² angewachsene, undurchdringlich dichte Topinamburkolonie. Und von dem kommenden fressen sie nun auch noch das Laub ab.
    Die rupfen jedes kleine Grünchen, was sich aus dem Boden wagt und genießbar ist. Sogar Sachen, die die früher nie angekuckt haben. Frauenmantel wurde nie angekuckt, und ist jetzt kahlrasiert, dauerhaft. Ich habe sogar den Verdacht, dass die den Fingerhut gefressen haben, obwohl sie den meines Erachtens nach nur zu Tode gekratzt haben. Meine Kohldistelansiedlung ist platt, meinen Nutzgarten musste ich nun doch mal abzäunen, weil dort sonst auch alles platt gemacht worden wäre, die haben nämlich schon angefangen, an offen stehenden Bohnensämlingen rumzuzuppeln, was sie sonst auch nie gemacht haben.
    In den Pflasterritzen des Hofes wächst kein Krümelchen mehr, die bis 2018 noch verlässlich von Breitwegerich, Einjährigem Rispengras, Vogelknöterich und derlei Pflastergesellschaft mehr besiedelt waren. Sie lassen ausschließlich das in Ruhe, was beim Fressen wirklich weh tut, wie Brennnesseln und Disteln, oder was wirklich ungesund ist, wie Holunderlaub, Efeulaub, Jakobs- Kreuzkraut oder Zaunwinde. Die geht immerhin dank der Trockenheit auch stark zurück, genau wie das Klettenlabkraut. Und es bleibt auch nur das über, was Hühner sowieso nicht fressen, Strauch- und Baumlaub.

    Es ist ein einziger Riesenschlamassel, und haben sie sich früher nie dafür interessiert, zerfleischen die jetzt einen zB Löwenzahn, den ich gestern ausgegraben und reingeworfen haben, in Sekunden. Stelle ich außerhalb gezogene Junggehölze zu den Hühnern rein, wo immer irgendwelches Gras etc. dabei keimt, ist das am selben Abend chirurgisch präzise auf Erdhöhe abgeweidet. Keine Ahnung mehr, wer hier im Forum diese gewagte These aufgestellt hat, dass Grasbewuchs für Hühner ja vollkommen irrelevant und eigentlich auch völlig unnatürlich ist, weil das ja Waldbodenbewohner sind, aber das ist mit einem Wort vollkommener Blödsinn. Sorry, wenn ich das so deutlich sage. Waldbodenpflanzen fressen sie gerade NICHT, und davon habe ich eine Menge, weil das Grundstück großteils diesem Habitat entspricht und ich naturnah gestalte. Gras aber jederzeit in beliebiger Menge...
    Ich habe wegen dieser Umstände dies Jahr nur eine Brut gemacht (und schon in den Vorjahren nur die Hälfte von vorher gezogen), und bin inzwischen fast froh, dass da wegen widriger Umstände aus 10 Eiern von sieben möglichen nur drei Küken wirklich überlebt haben. Und werde da wohl nicht umhin kommen, nun in der bevorstehenden und schon beginnenden sommerlichen Legepause mal ganz kräftig den Rotstift anzusetzen- ich fürchte, nicht abwarten zu können, bis meine kopfstärkeren ältesten zwei bis drei Jahrgänge von selber den Hut nehmen.
    Die Jahrgänge '14- '17 enthalten 10 Hennen. Wären diese, bzw. wären generell 10 weg, hätte ich noch 11 Hennen... Es graust mich, mir wird fast schwindlig bei dem Gedanken, aber ich werde dem Gelände und der besseren Grün- Versorgungsgrundlage der anderen zuliebe wohl sehr hart zu Werke gehen müssen...

    Und das wie gesagt demnächst, da gestern bereits von den 21 Hennen (freilich vier davon Glucken) nur noch fünf Eier kamen. Und ich dies Jahr auch lange nicht so einen hohen Ei- Peak hatte wie sonst. Mega, mega Schiete, und soviel dann zu der Theorie, dass 10 m² für ein Huhn reichen würden...
    Stellt man keine großen Ansprüche, ist das natürlich vollkommen richtig. Wer auf kahle braune Steppe steht, da passt das. In Jahren mit normalen Niederschlägen sind auch 50 m² pro Huhn überreichlichm da würden pro Huhn sicher 25 m² reichen, um noch dauerhaft Gras- und Kräuterbewuchs zu haben. Fest steht aber felsenfest, dass selbst über 50 m² in Dürrejahren wie den beiden vergangenen und auch diesem Sommer nicht entfernt ausreichen, um das übliche und erforderliche Grün zu gewährleisten.
    Man muss sich vor allem mal vor Augen halten, was genau fehlt. Es sind nicht nur die Niederschläge in der wärmeren Jahreszeit. Sondern ganz, ganz massiv auch die winterlichen Schneefälle. Das große Problem ist: Es fällt in großen Teilen schlicht keiner mehr!
    Gar nicht weit von hier, im hohen Westerwald, Kirburg, nur etwa 30 km entfernt, war einst Skisportgebiet. Da sind früher die Leute in Urlaub hingefahren, um Ski zu laufen... Es stehen noch die Lifte, es bestehen noch die Abfahrtpisten. Und was ist heutzutage? Auf der Fuchskaute, quasi höchster Berg des Westerwalds und früher mit Schnee bedeckt von Oktober bis März, lag im vergangenen Winter bestenfalls im Windschatten der Straßengräben etc. ein leichter Schleier verwehten Schnees, der kaum drei Tage hielt... Wo früher nach Dezimetern gezählt wurde, geht das heute eher im Millimeterbereich, und das nur in irgendwelchen Windschatten von Straßengräben oder Bäumen...
    Und mit dem Schnee fehlt das ganz entscheidende!
    Regen fällt, versickert, reichert den Boden an, Überschüsse laufen schnell ab, weil zuviel auf zu kurze Zeit. Oder ist potentiell ohnehin im Defizit, weil zu unzuverlässig in Verteilung, Menge und Stärke. Schnee dagegen sammelt sich eigentlich den ganzen Winter über an, und taut dann im Frühling über Tage oder Wochen langsam ab, versorgt den Boden also viel milder und gleichmäßiger mit viel mehr Feuchtigkeit, die für die Vegetation auch bedeutend besser nutzbar ist, da viel gemächlicher, gleichmäßiger und dosierter kommend. Und das ist es, was fehlt. Bundesweit.
    Es ist relativ erschütternd, dass man in den 60er und 70er Jahren in den Hohen Westerwald noch zum Skiurlaub gefahren ist, und im Verlauf quasi unser aller Lebensspanne kann man da heute auf Quadratkilometer mit Mühe noch fünf nasse Schneebälle zusammen kratzen...

    Endfazit: Man wird nicht umhin kommen, seine Tierzahl stark zu reduzieren, denn bei deren Heißhunger auf Grün fangen die ansonsten an, auch Sachen zu fressen, die sie sonst ignorieren, und bei allem Waldvogeltum- es sieht schlicht Sch...ße aus, wenn die Hühner auf komplett kahler, brauner Steppe rumrennen. Ich weiß, dass das nicht so sein MUSS, also sehe ich keine Argumente dafür. Man kann ja auch nicht weiterhin seine 200 Kühe behalten, wenn die Fläche nur noch Futter für 80- 100 hergibt.
    Unser letzter großer Landwirt in der Gemeinde hat jetzt aufgehört. Der hatte eine Färsenaufzucht, im Schnitt 200 Stück Vieh, für deren Silagefütterung und Weide er gut und gerne 2 km² Fläche brauchte. Die Pferdeleute stehen schon Schlange und lecken sich die Finger, es dürfte hier inzwischen fast mehr Pferde als Leute in der Gemeinde geben, und für die Natur ist das auch gut (quasi keine Güllebelastung mehr), aber das verdeutlicht die Dimensionen so ein bisschen. Tiere haben ihre Grundbedürfnisse, nicht nur Rinder und Pferde, sondern auch Geflügel.
    Und sind die nicht mehr erfüllbar, kann man leider über Bewuchs im Auslauf bzw. dessen Anpassung und Umgestaltung soviel diskutieren wie man mag, aber dann wird man sich den vorherrschenden Umständen beugen müssen. Und seine Tierzahl so anpassen, dass die bisherige Vegetation entweder gewahrt bleibt, oder zumindest in Etappen wieder hergestellt werden kann.
    Letzteres kann sie bei mir mit nur 21 Hennen (ingesamt 25 mit Küken und Hahn) auf knapp 1200 m², wo andere Leute ohne weiteres 120 Hühner draufhauen würden, unter keinen Umständen mehr, denn sperre ich zur Neuanlage ab, haben sie die darauf in Wochen herangezogene neue Grasnarbe schneller wieder vernichtet, als sie im dann neu abgesperrten Teil nachwachsen kann.
    Zumal man um die 900 m² Grünfläche heute auch nicht mehr ohne weiteres täglich mit dem Gartenschlauch bedient. Nur um das gewonnene Grün dann im Verlaufe des restlichen Jahres dann doch wieder sicher zu verlieren, denn wässert man nicht mehr, geht der Spuk von vorne los. Da hilft dann auch kein Brunnen mehr, der bei dem Niederschlagsdefizit auch irgendwann nicht mehr voll wird.
    Auch trockenheitsresistente Gräser bringen es nicht, eine unterteilte Flächen macht die Sache noch schlimmer. Teile ich auf 300 m²- Stücke ab, mögen die anderen weniger Beweidungsdruck haben, werden aber bei Umwechseln umso heißhungriger abgefressen. Damit sie sich wieder schnell erholen, muss ich wässern. Tue ich das nicht, bleibt es unbeweidet zwar am Leben, wird aber immer dünner und wird immer mehr durch Stauden und Kräuter ersetzt. Welche kaum beweidungs- und belastungsfest sind und Lücken in den Bestand bringen. Diese verdichten und erodieren, Brennnesseln und anderer 0815- Quark siedelt sich an, und man hat dasselbe wie im ununterteilten Auslauf.
    Zumal in meinem Fall 25 Tiere auf 300 m² absolut nicht mein Bestreben in der Hühnerhaltung sind. Käme dem Ideal von 10 m² pro Tier sehr nahe, aber ist für mich persönlich ein absolutes NoGo. Also bleibt, wiederholt festzustellen, nur eins: Tierzahl reduzieren.

    Das ist mega-, mega-, megaschiete, weil einem ja jedes einzelne seiner Tiere was bedeutet (sonst ließe man die ja nicht mehr als zwei Jahre laufen), und es ist megahart, da jetzt eiskalt zu sagen "Du", "Du", "Du", obwohl sie alle im Durchschnitt ihr gutes Soll erbringen, aber da wird man jetzt wohl ganz kräftig durchmüssen... Sonst ist es wieder der berühmte Egoismus, den ich so gern kritisiere. Wo dann alle Tiere und die Vegetation drunter leiden müssen, weil ICH keines meiner Schnullis hergeben will... Sicher, es standen schon viel mehr Menschen vor noch viel härteren Einschnitten, aus den Erfordernissen bedingt, teils ging es da um ganze Existenzen und daher ist unsere Hühnerreduktion- Erfordernis jammern auf ziemlich hohem Niveau. Aber besser macht das die Sache trotzdem nicht. Unser Färsenaufzieher ist zwar im Rentenalter, aber sein Sohn hätte das weiter machen können. Der sah indes wohl auch keine wirtschaftliche Zukunft, und das war es dann.
    Er war in einer Erzeugergemeinschaft von vier Bauern, wovon einer die Milchviehhaltung hatte, und die anderen das Futter anbauten (Mais etc.) Und der Milchbetrieb wollte sich die Färsen dann eben selber aufziehen. Aber bislang hat sich da nichts getan, und der Hof ist auch lange nicht auf dem Höhepunkt seiner Kapazität. Futter wächst auch nur noch schlecht, Mais war 2019 ein Totalausfall, Raps nur halb so groß- ich glaube, da wird womöglich bald noch mehr aufgegeben als nur die Färsenaufzucht. Das führt wieder zu weiteren Fragen, aber das führt hier doch zu weit.
    Fazit ist: Die Tiere müssen weniger werden, denn wenn etwas sieben Jahre allerbestens und teils noch stärker besetzt 1a und problemlos klappt (2014 hatte ích mit Nachzucht teils über 40 Tiere auf der Fläche), dann aber binnen zwei Jahren ('18/ '19), eigentlich sogar nur anderthalb, sowas von tierisch in den Keller rauscht, dann führt da kein Weg dran vorbei. Ich befürchte, mit dieser bitteren Pille müssen sich hier nicht nur Dylan und meinereiner auseinander setzen, sondern auch noch andere, die bislang problemlos auch viele Tiere durchbrachten.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  4. #54
    Avatar von Dylan
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    Ich mache mir da mittlerweile keinen Kopf mehr und handle einfach.

    Wenn sich der große Auslauf erholen muss, wird er ohne viel Federlesens gesperrt, dann müssen sich die Hühner eben in ihrem kleinen Auslauf ohne Gras einschränken. Gerade in der empfindlichen Zeit von März bis Mai hat sich die Sperrung aufgrund der extremen Trockenheit sehr bewährt. Ich werde es beibehalten, die Hühner bleiben dann einfach ohne Wiese. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass es für die Hühner ein Problem war. Sie bekamen immer frischen Rasenschnitt, das muss dann reichen, man kann nicht alles im Leben haben - nicht mal als Huhn bei mir.

    Und das Ergebnis ist selbst für mich erstaunlich: Die Natur holt sich schon ihren Boden zurück, wenn man sie lässt und das Federvieh nicht jedes frische Pflänzchen killen darf.

    Tja, und wer soviel junge Hühner nachzieht wie ich, muss sich zwangsläufig auch wieder von Hühner trennen. Fällt mir zugegebenermaßen nicht immer einfach, aber ich bin es den Hühnern schuldig, die hier rumlaufen, keinen Überbesatz zu produzieren.

    Es summt und brummt im Auslauf wie blöd, weil ich bewußt alle Taubnesseln stehen lasse. Das lieben die Hummeln sehr.
    Die Hühner haben sich schon wieder ihre Löcher und Staubbäder unter der Hecke angelegt, aber mit dem hohen Bewuchs kämpfen sie ganz schön.. harharhar. Der lässt sich nicht so einfach wegkratzen. Sie arbeiten zwar daran, schaffen es aber nicht.


    Hier hatte ich eine Lilie übrig - passt gut in den Auslauf und wird als Nahrung vom Federvieh verschmäht.

  5. #55

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    Hallo Auslaufbauer��
    Meine feste Voliere grenzt an eine tujahecke.
    Gehen eure Hühner da Ran oder verschmähen sie das giftige Zeugs?
    Spätestens wenn die Küken groß sind sollen sie eh frei laufen, aber bis dahin sollten sie in dem gesicherten Auslauf bleiben, der dann auch wahrscheinlich sehr schnell nichts grünes mehr zu bieten haben wird....

  6. #56
    Avatar von Okina75
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    Thuja haben nur die Gäule der ehemaligen Nachbarin abrasiert, in ihrem graslosen Auslauf. Die Hühner gehen da zumindest bei mir nicht dran.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  7. #57
    Avatar von Schnappi66
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    Und jetzt hat die Nachbarin wohl keine Huftiere mehr? Oder eine neue Herde? Denn die Thujen sind nicht nur für Hühner giftig. Arme Tiere.
    liebe Grüße
    Carmen

  8. #58
    Avatar von Okina75
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    Die Pferde haben es vertragen- sind aber bereits seit Jahren weg, weil eben jene Nachbarin verstarb.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  9. #59

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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Die Pferde haben es vertragen- sind aber bereits seit Jahren weg, weil eben jene Nachbarin verstarb.
    Hat sie auch von der Thuja probiert?

  10. #60
    Avatar von Okina75
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    Hätte mich nicht gewundert, ist ja nun aber auch egal. Hühner lassen sie auf jeden Fall in Ruhe. Bzw. zuppeln vielleicht mal was ab, fressen es aber nicht.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

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