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Thema: Naturbrut vs. Kunstbrut

  1. #1
    Babbischer Babbsagg Avatar von Gallo Blanco
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    Naturbrut vs. Kunstbrut

    Falls das Thema falsch platziert ist, bitte entsprechend umplatzieren.

    Meine Erfahrung dazu.

    Zur Sache, ich habe 16 BE bestellt und per Versand mir zusenden lassen.
    7 unter die Glucke, den Rest in den Janoel 12 gepackt.

    2 waren nicht befruchtet, nachdem ich am 8. Tag geschaut habe.
    Unter der Glucke, alles bestens, im BA zwei aussortiert.

    Am 15. Tag nochmal geschiert, eins unter der Glucke war nichts, also entsorgt und im BA waren schon 3 nichts mehr, als weg damit.
    Ein BE aus dem BA genommen und unter die Glucke damit.

    Unter der Glucke sind dann alle pünktlichst geschlüpft.
    Im BA waren dann 3 BE angepickt, aber es dauerte ewig, wesentlich länger als unter der Glucke.
    Als Platz war, habe ich die 3 angepickten BE unter die Glucke gepackt, 2 waren heute Nacht noch geschlüpft.

    Im Moment ist noch ein Küken im BA, sehr schwächlich das Kleine.
    Da die Glucke jetzt führt, musste ich es wieder in den BA legen.

    Mein Resumee:
    Kunstbrut kommt mir nicht mehr ins Haus, es ist grausam wenn man sieht, wie lange sich so ein Küken quält bis es endlich geschlüpft ist.

    Bei Naturbrut geht das alles viel reibungsloser und einfacher, zumindest bei mir.

    Hoffentlich erholt sich das Küken noch bis heute Abend, wenn dem so ist, kommt es des nachts zu den anderen, wenn es weiter schwächelt muss ich es erlösen.

    Scheissgefühl im Moment für mich.

    LG Stefan
    Ich habe keinen Lifestyle, ich lebe, das reicht mir.

  2. #2
    Avatar von diane
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    du kannst nicht einfach irgendeinen Billigbrüter und irgendeine Glucke hernehmen, um Kunstbrut zu verdammen.
    Es gibt ebenso gute Hennen wie schlechte, ebenso gibt es gute Brutmaschinen und schlechte.

    Ich brüte seit 10 Jahren beides und muss sagen, die Kunstbrut ist deutlich ergebnisreicher mit gesunden Küken, vorausgesetzt, ich habe einen guten Brüter. Im Schnitt habe ich bei eigenen Eiern dort etwa 95% gesunden Schlupf, bei Fremdeiern variiert es stark durch den Versand oder ungesunde Elterntiere.

    Bei Naturbrut gibt es zwischen 0% und 100% ALLES. Es gibt bei mir wilde Glucken, die irgendwann ankommen mit 12 Küken, im versteckten Nest liegen noch 6 Eier. Oder eine gesetzte Glucke steht nach 17 Tagen auf und hat keine Lust mehr. Hätte ich keinen Brüter, wären alle Küken im Ei tot. Es gibt Glucken, die zertrampeln Eier oder fressen sie. Das passiert in Kunstbrut nicht.

    Es gibt bei Naturbrut die gesamte Bandbreite. In Kunstbrut, mit einem vernünftigen Brüter, kann man vieles schon mal ausschließen.
    Ems, Bolle, Fritte, Mister X, Konrad, Kojak, 10,24 Isis, 1,1 Laufis 0,1 Orpi-Enten, 2,28 Wachteln

  3. #3
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Ich sehe es ganz genauso wie diane. Ich habe bei Kunstbrut deutlich höhere Kükenzahlen. Totalausfälle noch nie - bei Glucken schon.

    Man weiß ja nie, wie z.B.eine Erst-Glucke so drauf ist. Beim Brüter weiß ich das genau. Stelle ich alles richtig ein und halte mich an die Anleitung, kommen Küken raus. Bei so mancher Glucke nur zermatschte Eier und/oder tote Küken.

    Ich finde den Kompromiss, Brüten in der Maschine und Aufzucht der Küken durch eine gute Glucke perfekt.
    Die Frau Werwolf sagt: "Des g'hööööööört so !!!

  4. #4
    Avatar von ptrludwig
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    In meiner Anfangzeit als Geflügelzüchter vor nunmehr 60 Jahren gab es noch die Bezeichnung kunstbrutfest, es gab einige Rassen die für die Kunstbrut nicht geeignet waren. Damals bekam ich von meiner Tante 2 Brutapparate geschenkt, in den ersten wurden 40 Enteneier gelegt, vom eigenen Stamm, geschlüpft ist ein Küken, was die nächsten 24 Stunden nicht überlebt hat. Ich denke heute sind die Brutapparate moderner, sind den natürlichen Bedingungen aber auch nur nachempfunden.
    Wenn Dir jemand sagt: Das geht nicht! Denke immer daran: Das sind seine Grenzen, nicht Deine.

  5. #5
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von diane Beitrag anzeigen
    du kannst nicht einfach irgendeinen Billigbrüter und irgendeine Glucke hernehmen, um Kunstbrut zu verdammen.
    Es gibt ebenso gute Hennen wie schlechte, ebenso gibt es gute Brutmaschinen und schlechte. ........
    Und es gibt bei der Brutmaschine eine optimale und eine nicht sooo optimale Bedienung bzw. Einstellung.

    Und wenn Du jetzt mal 10 oder 20 Jahre lang immer jährlich BEIDES ausprobierst und damit brütest, denn wirst Du jährlich unterschiedliche Erfahrungen damit machen.

    Denn oft hat eine Glucke Vorteile und oft hat die Kunstbrut Vorteile. Pauschal kannst Du nichts davon verdammen oder in den Vordergrund stellen
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

    Gepaart mit einer grünen Lust an der Deindustrialisierung,
    die letztlich in den ökonomischen Niedergang mündet.“



  6. #6
    Avatar von diane
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    @ptrludwig: Ich brütete dieses Jahr zum 1. Mal Eier von Sachsenenten. Ich hatte Eier angeboten bekommen zum Essen und gab sie in den Brüter. Aus Neugierde und weil ich mich über die Rasse belesen hatte. Sie gelten als "kunstbrutfest". Es war unglaublich. Ich bekam 19 Küken aus 20 Eiern Danach kaufte ich nochmal Eier dieser Enten, vom gleichen Halter. Diesmal waren 2 Eier unbefruchtet, es schlüpften 23 Küken, kerngesund. Ich brüte auch Wachteln, die als sehr heikel gelten. In der Regel habe ich von meinen eigenen Wachteln einen Schlupf von über 95%. Alles gesunde Küken, ich helfe nicht aus dem Ei.
    Zudem mache ich Lohnbrut diverser Mixe und Rassen. Ich konnte bisher keinen Unterschied in den Rassen feststellen. Schlechten Schlupf kenne ich nicht. Missbildungen allerdings schon bei Lohnbrut. Diverses, nicht schönes... Es waren immer Küken von Rassen, die grad "in Mode" sind. Von irgendwelchen ebay-Verkäufern, vermutlich hinterhofgezogen.

    Die Herkunft, Aufzucht und Fütterung der Elterntiere spielt meiner Meinung nach eine sehr große Rolle. Und wenn Kunstbrut, dann ein ordentlicher Brüter, der trotzdem gewissenhaft überprüft werden muss während der gesamten Brut.
    Ems, Bolle, Fritte, Mister X, Konrad, Kojak, 10,24 Isis, 1,1 Laufis 0,1 Orpi-Enten, 2,28 Wachteln

  7. #7
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von ptrludwig Beitrag anzeigen
    In meiner Anfangzeit als Geflügelzüchter vor nunmehr 60 Jahren gab es noch die Bezeichnung kunstbrutfest, es gab einige Rassen die für die Kunstbrut nicht geeignet waren. Damals bekam ich von meiner Tante 2 Brutapparate geschenkt, in den ersten wurden 40 Enteneier gelegt, vom eigenen Stamm, geschlüpft ist ein Küken, was die nächsten 24 Stunden nicht überlebt hat. Ich denke heute sind die Brutapparate moderner, sind den natürlichen Bedingungen aber auch nur nachempfunden.
    Auch das kannst Du nicht pauschal so sagen - ich kenne noch einen Brüter, der wurde mit Petroleum geheisst - ein super Gerät mit super Ergebnisse - nur das Problem war, man musste ihn 100%tig bedienen können - die heutigen modernen Brutgeräte sind was für (sorry, lieb gemeint) Idioten - man muss ja nur den richtigen Knopf drücken und den Stecker in die Steckdose stecken und schon kann man nichts falsch machen. das ging natürlich mit den alten Geräten nicht
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

    Gepaart mit einer grünen Lust an der Deindustrialisierung,
    die letztlich in den ökonomischen Niedergang mündet.“



  8. #8
    Babbischer Babbsagg Avatar von Gallo Blanco
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    Mit Glucken hatte ich noch nie Probleme.
    Selbst bei "Ersttäterinnen", fast immer 100% Schlupfrate, höchstens mal ein unbefruchtetes Ei.
    Mein BA wird hier bei vielen hier genutzt und wohl auch mit guten Ergebnissen.
    Ich hatte mich an sämtliche Tipps gehalten und das Ergebnis war frustrierend.
    Ich könnte alles zusammenhauen.

    Mein Küken habe ich soeben erlösen müssen, was ne Sche***, mir bricht das immer das Herz.

    Das war für mich die letzte Kunstbrut. Definitiv.
    Der BA kommt nur noch dann zum Einsatz, wenn mal irgendwann, was mit der Glucke passiert oder ein Nachzügler dabei sein sollte.

    Wie sagte schon Charles Darwin:
    "Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"!
    Den Brutapparat zähle ich dazu.

    LG Stefan
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  9. #9
    Moderator Avatar von Kleinfastenrather
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    Hi,
    ich denke eine gute Glucke einer nicht zu großen Rasse mit nicht zu vielen Eiern bei gutem Nestklima (nicht zu trocken/nass) die alleine sitzt und ihrem ob gut macht ist mit einer Brutmaschine nicht zu überbieten.

    Nicht was die "Bebrütungsqualität" betrifft und dazu ist sie kostengünstiger.

    Wenn die Henne aber nicht ganz so zuverlässig ist, ist eine gute Brutmaschine zuverlässiger.

    Auch wenn man aber mehr als 10 Küken will und unabhängig von der Brutwillligkeit der Hennen sein möchte. Es empfiehlt sich außerdem bei jeder Naturbrut für Notfälle eine Brutmaschine oder auch Ersatzhenne griffbereit zu haben.

    Wenn ich die Glucke grade nicht versetzten kann, sie zu groß/tollpatschig/etc. für die Eier ist oder ein paar andere Probleme auftreten können mache ich es wie oben schon geschrieben auch gerne so das ich die Eier in der Brutmaschine (vor-)brüte und die Küken dann der Glucke unterschiebe.

    Es ist immer situationsabhängig was man braucht. Ein kleiner Billigbrüter ist meistens schlechter geeignet als eine Glucke, ein (größerer) guter Brüter ist je nach Situation aber besser als eine Henne.

    Das ist vielleicht etwas OT:
    Je nachdem welches System man fährt, also z.B. im Frühjahr eine große Brut für Ausstellungen macht oder auf bestimmte Eigenschaften/Dinge selektieren will, sodass man viele Tiere gleichzeitig bearbeiten/umsetzten/beringen/aussortieren/Ausstellen/schlachten/verkaufen kann. Oder so wie ich momentan übers Jahr kleine Bruten zur "Arterhaltung" stattfinden lässt. Braucht man halt verschiedene Dinge/eine Brutmaschine oder keine (große).

    Ich würde nächstes Jahr gerne die Brutmaschine mit 90 Eiern vollpacken und loslegen. Da ich aber nicht zuhause bin und nicht die Möglichkeit habe so viele Hühner versorgen zu lassen gibt es halt übers Jahr ein paar Glucken die weder viel Zeit noch Geld kosten und zuverlässig brüten und führen.

    LG Thorben
    Nein! - Doch! - Ohh!

  10. #10
    Avatar von legaspi96
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    Wie sagte schon Charles Darwin:
    "Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"!
    Den Brutapparat zähle ich dazu.
    Ich auch.
    Vielleicht schlüpft im Brutautomaten manchmal mehr aber die Küken sind und bleiben strohdoof und anfälliger im Gegensatz zu denen die von der Glucke aufgezogen werden.
    Grüße
    Monika
    Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.


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