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Thema: Warum wird der Keimweizen immer sauer?

  1. #1

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    Warum wird der Keimweizen immer sauer?

    Hey Leute, ich habe jetzt immer wieder versucht Weizen keimen zu lassen. Er wird aber jedes mal sauer (riecht sauer und schäumt). Erst hab ich ihn immer einen Tag in frischem Wasser quellen lassen und dann auf Plastikkisten gekeimt. Das hat ein paar mal funktioniert, aber jetzt nicht mehr.
    Was mache ich falsch?

  2. #2
    Avatar von Bohus-Dal
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    Ich kann nur sagen, wie ich es mache. Früher wollte er mir immer verschimmeln, jetzt nicht mehr. Ich mache einen Schuß Apfelessig ans Einweichwasser und bedecke den Weizen ganz. Dann kommt er zum Abspülen in ein Sieb und bleibt dann auch darin, man kann das Sieb auf einen tiefen Teller stellen, aber die unten geschlossene Schüssel hat bei mir nicht funktioniert. 3x am Tag gründlich spülen, man kann ggf. zwischendurch auch noch mal durchschütteln.

    Man soll wohl auch nur 6 Stunden einweichen, aber früher habe ich länger eingeweicht und vergesse es öfter, konnte keinen Unterschied bemerken.

    Fermentierter Weizen keimt ja nicht mehr, evt. fängt er an zu fermentieren, wenn man ihn zu lange einweicht, und wenn er dann mit der Luft in Berührung kommt, wird er schlecht.
    Grünlegemixe 1,9; Dals-Pärlhöna 0,2; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Marans 0,1; Warzenente 1,2,1; Katze 2,0

  3. #3
    Avatar von melachi
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    ich quelle etwa sechs Stunden, wenn ich ihn zwölf Stunden stehn lasse, dann keimt er anschließend langsamer. Danach wird bis zum Verbrauch zweimal täglich gründlich durch ein Sieb gespült. Da ich keine großen Mengen keime, hab ich den Weizen in Einmachgläsern aus Glas stehen. Wenn da mal was drin schlecht wird, kann man sie auskochen.

    Teste auch mal verschiedene Weizenquellen durch. Bei mir war im Futterweizen und auch im Weizen aus einer benachbarten Mühle einfach zuviel Bruch drin, beim Mühlenweizen auch viel Mehlstaub, das fing dann schnell an zu gären. Am besten funktioniert Weizen mit kaum Bruch, der auch sonst sehr sauber ist, also wenig Staub enthält.

  4. #4

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    Wenn die Fermentation so schnell losgeht steht er zu warm und/oder es sind genug Bakterien in der Umgebung die das begünstigen.
    Ich hab kein Problem damit und der Weizen auch nicht, wenn es ganz leicht anfängt, ich spül ihn ab und er keimt weiter.
    Fermentierte Körner sind für Hühner auch gesund, also verfüttern kann man die immer.

    Ich weiche einen kompletten Tag in Wasser (bedeckt) an einem kühlen, möglichst dunklen Ort ein. Dann in ein Sieb, kurz abspülen und in ein sauberes großes Gurkenglas füllen. Deckel nur aufgelegt und wieder zurück an den Ort, am nächsten oder spätestens übernächstenTag wird der gekeimte Weizen dann verfüttert.
    Geändert von Dorintia (13.09.2019 um 17:56 Uhr)
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  5. #5
    Avatar von Haitu
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    Auch ich kann dir nur zeigen wie ich es mache.
    Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom, dies ist meiner.

    Ich lasse jeden Tag 600gr Körner keimen die in einem Einmachglas einen Tag eingeweicht werden.
    Wenn ich mehr keimen lassen will muss ich ein zweites Glas dazu nehmen.

    Keimglas.jpg
    Die fertig eingeweichten Körner werden in ein Küchensieb gegeben und gründlich durchgespült, abtropfen lassen und dann stelle ich das Sieb noch in einen mit einem Küchentuch bedeckten kleinen Eimer hinein damit noch mehr Wasser entfernt wird.

    Sieb abtropfen.jpg Sieb entwässern.jpg

    Dies sind die Keimkästen.

    Von links nach rechts: Leerer Kasten vom Vortag der bis zur Nutzung ausgetrocknet ist.
    Der neue Ansatz, den Deckel etwas offen lassen, sonst wird es muffig.

    Der zweite Tag. Die Körner im Kasten belassen aber gut durcharbeiten (das verteilt zum einen die Feuchtigkeit und verhindert zum anderen, dass sich die wachsenden Wurzeln miteinander verfilzen), ich nehme dazu einen Pfannenwender. Jetzt Deckel schließen. Das verhindert ein weiteres trocknen der Körner. Die Körner haben noch genügend Feuchte um weiter zu keimen aber zu wenig dass sich Schimmel bildet.

    Der dritte Tag. Morgen ist Ernte.

    Keimkiste m. Deckel.jpg
    Keimkiste o. Deckel.jpg

    Wenn ich mehr als die 600gr keimen lassen möchte, dann muss ich beim Ansatz den Deckel etwas mehr geöffnet lassen.
    Gruß aus der Vulkaneifel

  6. #6

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    Ach und ich schüttele - wenn ich dazu komme - den Weizen schonmal durch und sprühe bei Bedarf etwas Wasser ins Glas.
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  7. #7
    Avatar von PPP
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    Ich habe 4 transparente Kisten vom Schweden mit Deckel.

    Kiste 1 : gewaschener Weizen in Wasser bedeckt.

    24. Std später: 2. Kiste ansetzen; Kiste 1. wird gesiebt, Weizen gespült und wieder (feucht/abgetropft) in die Kiste verschlossen.

    3. Tag: 3. Kiste ansetzen, Weizen aus 1. Kiste waschen, abtropfen lassen, wider in verschlossener Kiste. Kiste 2 genauso.

    4. Tag....

    Kiste 1 ist erntetreif/gekeimt und wird verfüttert.... Ich setzte darin neu an, usw...

    Das rotiert quasi... Super einfach macht Null Arbeit. Steht in der Küche auf den Boden an der Fenstertüre. Hat Licht und moderate Temperatur. Noch ist nie etwas verschimmelt...

    Menge für ca 20 Tiere: ca. 500g/ Tag...(ist ja nur ein Zusatzleckerlie hier).

    @Haitu: von dir kam die Idee. Danke.
    Alles gut,....das Nati

    Ich verpasse alle Tage meines Lebens, wenn ich heute nur an morgen denke!
    (Clara Louise)

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