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Thema: Was ist das für eine Taube?

  1. #1
    Avatar von Magduci
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    Was ist das für eine Taube?

    Im Urlaub an der kroatischen Küste begegnete uns diese Art von Tabe mehrmals. Eher ein Täubchen, da nur halb so groß wie die Stadttauben.

    Die was soooo süß! Kam an den Strand und suchte nach essbaren Krümmelchen, die die Urlauber eventuell verstreut hatten. Die war gar nicht ängstlich und kam ganz nahe heran. Fluchtabstand beim stehenden Menschen ca. 2m, beim Sitzendem ca. 1m und beim Liegenden an den Füßen etwa 30 cm. Die war gar nicht blöd. Hingeworfene Bröckchen wurden sehr gerne angenommen und belagerte uns, so lange wir noch was zum Essen da hatten. Sie kamen immer nur einzeln, nicht gesellig. Wir haben mehrere Exemplare angetroffen aber immer nur einen an jedem Strand.

    Die schönsten waren die Schwanzfedern, die konnte ich leider nicht fotografieren. Sie wurden aufgefächert beim Ab und Anflug. Die Oberseite war schwarz und jeder einzelne Feder hatte einen weißen Fleck in Tropfenform am Federende. Aufgefächert sahen sie wie kleine tropfenförmigen Perlen, wie auf eine Kette aufgereicht, aus. Die Unterseite war genau umgekehrt. Weiß mit schwarzen Tropfenpunkten. So faszinieren schön!

    IMG_0252.JPGIMG_0250.JPG

    Die Farben kommen leider nicht so schön rüber. Sie hat einen rosenen Hals und ganz rote Augenringe und Füßchen, nicht so blass. Am Flügelchen glitzerte das hellbraune eher golden.

    VG
    Magda
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  2. #2
    Avatar von Yokojo
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    Ein Turteltäubchen

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  3. #3
    Avatar von Magduci
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    Vielen Dank Yokojo!

    Ich Dussel, dachte Turteltauben wären Liebespaare oder Märchenvögel.
    Aber die gibt es wirklich in Echt, habe solch schöne Tauben noch nie gesehen bisher.

    LG
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  4. #4
    Avatar von Lupus
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    Tuteltaube Streptopelia turtur, Vogel des Jahres 2020

    Die Turteltaube Streptopelia turtur wurde jetzt mit Recht zum Vogel des Jahres 2020 vom NABU https://www.nabu.de/tiere-und-pflanz...ube/index.html
    "gekürt".
    Aufgrund nachfolgender Bitte einer naturkundlichen Einrichtung suche ich einen Frost-Balg (aus Nachzucht in menschlicher Obhut) dieser Taube zum Präparieren oder auch ein fertiges Präparat. Diesbezügliche Bezugsquellenhinweise sehe ich per PN gerne und dankend entgegen.

    Lieber Herr

    vor mir auf dem Schreibtisch steht schon einige Zeit Ihre Urlaubskarte von der Insel Ischia. Inzwischen sind sie ja längst wieder zu Hause – nachdem Sie hoffentlich auch ohne Regentage noch die ersehnte intensivere Bekanntschaft mit der Mollusken-Fauna ihrer Urlaubsinsel machen konnten!

    Nach ihrer diesbezüglichen Ankündigung sind wir alle schon sehr gespannt, welche Objekte Sie uns demnächst zugedacht haben. Das Öffnen der Pakete von Ihnen ist immer ein kleines Institutsereignis…

    Ich habe dieses Mal aber auch eine Bitte an Sie. Wir präsentieren im Eingangsbereich unseres Hauses schon länger ein „Tier des Jahres“ als Dermoplastik mit einem Steckbrief. Im kommenden Jahr ist nun die Turteltaube „Vogel des Jahres 2020“, und wir haben in diesem Zusammenhang gemerkt, dass wir derzeit keine Turteltaube als Dermoplastik in der Sammlung haben. Es gibt aktuell ein Ei, und es existieren Aufzeichnungen, dass ein Präparat einer Turteltaube vor 1935 Bestandteil der Sammlung war. Seitdem wird dieses aber als Verlust geführt.

    Meine Frage an Sie ist, ob Sie uns ein Turteltauben-Präparat besorgen und/oder anfertigen lassen könnten. Einerseits möchten wir unseren Besuchern natürlich gerne den „Vogel des Jahres 2020“ zeigen, andererseits würde die wunderbare Taubengruppe, die wir u.a. durch Ihre Unterstützung inzwischen präsentieren können, dadurch perfekt ergänzt werden. Selbstverständlich würde der Förderverein für die Kosten aufkommen. In jedem Fall schon im Voraus vielen Dank für Ihre Mühe!

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau in den nächsten Wochen viele goldene Herbsttage, in denen Sie noch etwas Sonne und Licht genießen und Haus und Hof auf den Winter vorbereiten können.
    Bleiben Sie gesund und seien Sie herzlichst gegrüßt.....
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    Geändert von Lupus (26.10.2019 um 06:53 Uhr)

  5. #5
    Avatar von Lupus
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    Die Turteltaube – Verliebter Veganer im Fadenkreuz

    Streptopelia turtur – die Turteltaube

    Als Vogel des Jahres 2020 wurde die Turteltaube, eine seltene, kleine und recht ansehnliche Taube ausgewählt. Sie gilt – wie alle Tauben – nicht nur als Symbol für Frieden, zusätzlich ist sie auch der Inbegriff für das Verliebt-Sein. Da wundert man sich schon, dass der deutschland- und weltweit starke Rückgang zu einem erheblichen Teil auf heftige Bejagung zurückzuführen ist.

    Die Turteltaube ist deutlich kleiner als die viel häufiger vorkommenden Haus- oder Ringeltauben. Ihr „edel“ wirkendes Gefieder changiert in taubentypischem Blaugrau bis Rot und Gold. Ein sog. Geschlechtsdiphormismus ist kaum zu erkennen, Männchen und Weibchen sehen also fast gleich aus: Gender Mainstreaming im Tierreich. Der wohlklingende Gesang lässt sich als schnurrendes Gurren, wahlweise auch als gurrendes Schnurren oder einfach mit „turr-turr“ umschreiben.

    Die Turteltaube ist Veganer, fast Frutarier, aber nicht sehr streng. Pommes- und Pressfleischbrösel – wie bei ihren städtischen Verwandten – kommen ihr trotzdem nicht in den Kropf. Gerne pickt sie am Boden Samen von Wildkräutern und Gehölzen.
    Am liebsten Samen von Ackerwildkräutern wie dem Erdrauch. Damit brachte sie den Ackerbauern einst einen deutlichen Nutzen bei der „Unkrautbekämpfung“.
    In unseren heutigen intensiv genutzten Feldlandschaften kann sie kaum noch genügend Wildkrautsamen finden, wodurch sich ihr Nahrungsanteil an landwirtschaftlichen Sämereien wie Sonnenblumenkerne, Raps- und Weizenkörnern stark erhöht hat.

    Beobachten lässt sich gelegentlich der elegante Balzflug, der auch schon mal außerhalb vom späteren Brutplatz vorgeführt wird. Was die Turteltaube aber besonders hervorhebt, ist ihr „zärtlicher“ Umgang untereinander, der uns seit jeher an das Verhalten verliebter, menschlicher Paare erinnert – eben das Turteln.
    Von Mai bis Juli brütet sie ein- bis zweimal und legt je zwei Eier in ein kleines Baumnest. Wenn die Küken nach rund zwei Wochen schlüpfen, halten sie sich bis zum Flüggewerden noch in den umliegenden Baumkronen auf. Man nennt das allgemein die Ästlingsphase.

    In den Herbst- und Wintermonaten sucht man die Turteltaube bei uns vergebens. Auch sie zählt zu den Zugvögeln und ist frühestens Ende April bis maximal Anfang Oktober im Bergischen Land anzutreffen. Ab September sammeln sie sich in Schwärmen und ziehen
    viele tausend Kilometer bis südlich der Sahara. Damit gelten sie als sogenannte Langstreckenzieher.

    Von Russland bis zum Mittelmeer, wo sie noch am häufigsten vorkommt, erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet. Dabei ist sie vor allem im wärmebegünstigten Tiefland und nur selten in wald- oder gebirgsreichen Regionen anzutreffen. Deutschland beherbergt noch ca. 12.000 bis 22.000 Brutpaare. Das Bergische Land gehört somit topografisch bedingt nicht zu den Lieblingsorten der Turteltaube. Dennoch konnten in den 1980er bis zum Anfang der 1990er Jahre zahlreiche Brutzeitbeobachtungen in Rösrath, Overath-Untereschbach, Lindlar, Kürten, der Dhünntalsperre und Wipperfürth gemeldet werden. Ab den 1990er bis in die Mitte der 2000er Jahre gab es in den Frühjahr- und Sommermonaten noch gelegentliche Nachweise von Turteltauben in Hückeswagen, Wiehl, Nümbrecht, Ruppichteroth, Overath, Rösrath und der Wahner Heide, dem einzigen regionalen Verbreitungsschwerpunkt, in dem bis zu 25 Brutpaare gezählt wurden.
    Ab den 2010er Jahren kamen nur noch Meldungen aus der Wahner Heide und unregelmäßigen Sichtungen von angrenzenden Flächen bei Rösrath, die auch heute noch bestehen. Im Jahr 2019 konnte zudem wieder eine Turteltaube bei der Futtersuche in Radevormwald nachgewiesen werden. Es bleibt zu hoffen, dass sie uns im Bergischen Land irgendwann wieder häufiger besuchen wird.

    Die Turteltaube steht in Deutschland auf der Roten Liste. Auch global gilt sie als sehr gefährdet. Dies veranlasste die EU im Mai 2018, einen speziellen Aktionsplan zu starten. Traurig ist, dass von den Mitgliedstaaten bisher noch keiner die Sofort-Agrar-Umweltmaßnahmen in die Wege geleitet hat.
    In einem 2019 gestarteten Projekt sollten Zugrouten und Rastplätze der Turteltauben erfasst werden, um mehr über den gefahrvollen Zug zu erfahren und daraus weitere Schutzmaßnahmen ableiten zu können. Denn neben den Gefahren durch Kollision mit unserer Infrastruktur oder Erschöpfung durch Unterernährung ist die Bejagung ein enormes Problem:
    In zehn EU-Staaten besteht eine Jagderlaubnis für die Art. Jährlich werden 1.400.000 bis 2.000.000 Turteltauben erschossen – zum Spaß oder als billiger Snack. Die größte Gefahr bildet der Zwischenstopp auf der für die Rast beim Flug über das Mittelmeer ideal gelegenen Insel Malta, wo bereits viele der der ca. 10.000 dortigen Vogeljäger auf die Ankunft der Friedens- und Liebessymbole warten.
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