Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 43

Thema: Was tun, wenn ich eine brütende Laufi-Ente habe?

  1. #1
    Avatar von PPP
    Registriert seit
    02.08.2015
    PLZ
    5.....
    Beiträge
    8.359

    Was tun, wenn ich eine brütende Laufi-Ente habe?

    Vielleicht können wir hier im Faden ein paar Infos sammeln? Für Hühner gibt es das ja schon. Für Enten gibt es zahlreiche angefangene Themen, die aber irgendwie mittendrin aufhörten, so dass nicht alle Infos zu finden sind.

    Ich habe meine "verschollene" Laufi-Ente gefunden. Auf mindestens 7 Eiern! Ich weiss nicht wie lange sie schon brütet, denn bewusst vermisst, habe ich sie erst seit 2 Tagen. Ihre Eier sammle ich i.d. R. täglich ein, aber sie ist ja schon 4 Jahre alt und hört für gewöhnlich immer im August auf zu legen. Ich dachte "ok...dieses Jahr halt etwas früher - hat ja auch später als sonst angefangen." Jetzt war sie gestern Abend urplötzlich wieder auf dem Teich und meine Hündin spürte das Nest auf. Leider war ich nicht schnell genug und sie schnappte sich ein Ei, beschädigte es und ich sah, dass es blutig war.

    Eigentlich waren mir das Laufi-Pärchen genug. Lebendige Eier entsorgen will ich jetzt aber nun auch nicht.


    Und jetzt zu meinen Fragen:

    1. Schieren!
    Geht bestimmt so wie bei Hühnern auch, oder? Lebendige drin lassen, leere raus?


    2. wildes Brüten!
    Gefällt mir irgendwie nicht. Das Nest ist vor Räubern nicht geschützt. Meine Laufis schlafen seit Jahren nicht mehr im Stall (haben sie nie gerne gemacht). Seitdem wir den Teich haben, nächtigen sie im Wasser. Genau DAS tut Pepita jetzt aber nicht. Sie schläft auf den Eiern - und das ist mir zu riskant.


    Wie soll ich das Nest umsetzen? Nimmt sie es dann auch an? Einfach so in den Entenstall? Tagsüber offen lassen, abends schließen?


    3.Nach dem Schlupf!
    Ich habe gestern gelesen, dass man den Erpel unbedingt von der Mama mit Entenküken trennen muss, weil er sie sonst töten würde. ...das hat mich, ehrlich gesagt, etwas "schockiert". Das habe ich nicht gewusst. Stimmt das? Wenn ja: wie lange?

    4. Futter!
    Welches Futter muss ich für die Kleinen unbedingt besorgen? (Bisher haben die Laufis ganz normales Hühner-Allein-Futter bekommen - in meinem Fall Mifuma Premium Legekorn und haben nie Probleme gehabt). Geht das Kükenfutter für Hühnerküken oder muss das speziell für Wassergeflügel sein? Was kann ich noch als Futter für die Kleinen anbieten?

    5. Schwimmen!
    Teich ist zu gefährlich für die Kleinen, weil es nicht flach genug abfällt. Was würdet ihr zum "Schwimmenlernen" hinstellen? Ist das für die Mutter in der Zeit dann auch genug Wasser?

    Momentan fallen mir keine Fragen mehr ein. Ich hoffe sehr, ihr könnt mir helfen.

    Alles gut,....das Nati

    Ich verpasse alle Tage meines Lebens, wenn ich heute nur an morgen denke!
    (Clara Louise)

  2. #2

    Registriert seit
    09.01.2017
    Land
    Niederösterreich
    Beiträge
    803
    Hab keine Laufis - nur Warzis. Manches trifft aber auch hier zu, denke ich:

    Schieren: gib einfach "Schieren" und "Bilder" ein. WWW bietet ziemlich viel.

    Nest umsetzen: Meistens sind sie dann sehr irritiert und hören auf zu brüten

    Erpel sind sehr verschieden. Zuerst mal beobachten, dann entscheiden, würde ich sagen.

    Nest schützen: Ev. mit Drahtverhau oder einer Art Kaninchengehegeoberteil? Dann müsste die Ente sich mit ihren "Ausgeh-Zeiten" nach dir richten, und wann Du das Teil entfernst.

    Aufzuchtfutter / "Kükenstarter" ist für Hühner und Enten ok.
    Wenn es das bei euch nicht gibt, würde ich Hafermark, Haferflocken, Hirseflocken, Hirse füttern. Alles, was nicht zu groß ist. Und sehr kleingeschnittenen Löwenzahn dazu, manchmal Ei in Wasser kochen, und alles natürlich als Brei.

    Baden: Große Blumenuntertasse ist gut, für den Anfang.
    Steg-in-den-Teich: Ziemlich unsicher, ob die Küken ihn bemerken und nützen.
    Wenn sie alles gut überstanden haben und dann doch in den Teich dürfen, bitte in der ersten Zeit beobachten, wie sie raus- und reingehn.

    Und jetzt: Großes Mutterglück!

  3. #3
    Avatar von KaosEnte
    Registriert seit
    12.05.2015
    Ort
    LKR LA
    PLZ
    840..
    Land
    Niederbayern
    Beiträge
    979
    bei mir haben sowohl Laufis (2x auf 6 oder 7 Jahre) und Frau Warzi (jedes Jahr 1mal) gebrütet.

    Mir wurde auf Anfragen von einer userin vom Forum empfohlen, die Enteneier ein paar Tage später zu schieren, als Hühnereier. Hängt mit der verlängerten Brutdauer zusammen.
    Ich schieren um den 11./12. Tag.

    Als das Laufipaar noch alleine war, saß der Laufierpel meist in der Nähe. Mindestabstand zur Ente mind. 2 Meter. Kam er näher, gabs lautes Geschimpfe.
    Inzwischen sind mehrer Enten hier und dann laufen die Erpel zusammen allein durchs Gelände.
    Jetzt wnn gebrütet wird und einer der Erpel zu nahe kommt, gibts Prügel. Nach dem Schlupf haben die Enten die Erpel mit geziehlten Schnabelhieben "in die Wüste geschickt". Nach ca. 4 Wochen dulden die Enten sie. Allerdings sind meine Erpel da meist schon im Schlichtkleid und keine der Enten wird bedrängt.
    Also würde ich auch zu abwarten raten.

    Füttern tat und tu ich wie warzitante.

    Wir haben keinen "richtigen" Teich nur Bottiche, da kommen Steine bis knapp unter Wasseroberkante rein.
    Aber aus Erfahrung tät ich dir raten, dass du einen Kescher bereit legst, wenn die Entchen nicht selber raus können.
    Und die Entenmama im Auge behalten. Unsere sind recht zahm, aber wenn ich eines der Entlein rausgefischt habe, sind die wie Furien um mich rum und hätten sicher sehr gerne die Gelegenheit bekommen und gezwickt.
    in unserem Garten leben LaufentenMixErpel Kalle,
    Frau Warzi Heidi mit ihrem Ungarn Ludwig und 7Liewerl,
    LaufiWarzenMix Socke mit 2 AdoptivLiewerln, 1RounenClair, 1Pommernentchen

  4. #4
    Avatar von PPP
    Registriert seit
    02.08.2015
    PLZ
    5.....
    Beiträge
    8.359
    Themenstarter
    Danke für die Infos Warzitante. Gut...Schieren kann ich. Denke, es sieht (wenn es lebt) so aus wie bei Hühnereiern. Da bekomme ich hin

    Das Nest ist in einem quasi leeren Thermokomposter. Das steht seit geraumer Zeit (weil entleert und umgesetzt) in der hintersten Grundstücksecke. Hinten ist wohl die untere Klappe abgefallen (anders wäre sie da nie reingekommen). Das ist einfach zu ungeschützt. Und mit Draht kann ich nicht viel machen. Das Ding ist einfach nicht raubsicher zu bekommen. Besonders gegen Räuber von unten (untergraben um reinzukommen). Ich bin schon froh, dass ich da noch nix reingeworfen habe (nicht auszudenken - auf Ente und Nest). Vielleicht hat ja noch jemand Tipps zum Umsetzen (im Dunkeln, wie bei Hühnern? Ob das was bringt?)

    Im "Buch zur Ente" von Klaus habe ich gelesen, dass Erpel nicht leicht einzuschätzen sind. Anfangs sind die lieb und nett zu den Küken...und Tage später (wenn man sich "sicher" ist, dass er denen nix tut) findet man tote Küken im Gehege wenn man heim kommt. Das macht mir schon etwas Angst.

    Ok Futter hab ich da/kann ich kurzfristig besorgen.


    Ok. Wahrscheinlich werde ich (wenn ich umsetze) die Ente mit Gehege in die Gartenseite ohne Teich bringen. Dort kann sie tagsüber offen brüten, nachts schließ ich ab. Zum Baden hat sie für sich alleine erst eine Muschel...für die Kinder später dann so Untersetzer und wir werden dann langsam größer. Die Enten können alleine die Gartenseite nicht wechseln. Der Zaun ist dicht und zu hoch für die Laufis.


    Bitte, falls euch was einffällt was ich noch beachten muss / andere Ideen habt...immer her damit. Das ist jetzt für mich totales Neuland.
    Alles gut,....das Nati

    Ich verpasse alle Tage meines Lebens, wenn ich heute nur an morgen denke!
    (Clara Louise)

  5. #5
    Avatar von KaosEnte
    Registriert seit
    12.05.2015
    Ort
    LKR LA
    PLZ
    840..
    Land
    Niederbayern
    Beiträge
    979
    wenn du die Ente umsetzt, musst du aber damit rechnen, dass sie zu brüten aufhört. Enten sind da viel eigener als Hühner.
    in unserem Garten leben LaufentenMixErpel Kalle,
    Frau Warzi Heidi mit ihrem Ungarn Ludwig und 7Liewerl,
    LaufiWarzenMix Socke mit 2 AdoptivLiewerln, 1RounenClair, 1Pommernentchen

  6. #6
    Moderator Avatar von sil
    Registriert seit
    27.12.2007
    PLZ
    94
    Land
    Bayern
    Beiträge
    5.963
    Nötige wurde ja bereits gesagt, also:
    Nest umsetzen funktioniert bei Enten meist nicht. Und aufpassen, selbst sonst ruhige und handsame Entendamen können zu Furien mutieren, wenn sie meinen, Nest oder Küken verteidigen zu müssen. Zu viele Störungen vertragen sie meist auch nicht, sie geben ein Nest oft schnell auf. Wenn umsetzen, dann unmittelbar nach dem Schlupf, wenn die Kleinen noch ganz unbedarft sind und aus dem Nest geklaubt werden können. Wenn die Küken erst mal gelernt haben, im Wasser Schutz zu suchen, wird es schnell extrem stressig für alle Beteiligten.
    (Übrigens, wenn sie auf dem Teich bisher verschont geblieben sind, dürfte es neben dem Teich auch nicht gefährlicher sein - Füchse können schwimmen und Marder sind noch unterwegs, wenn die Enten frühmorgens auf Tour gehen)
    Schieren wie bei Hühnereiern, aber lieber ein paar Tage länger damit warten.
    Normaler Kükenstarter ohne Coc-Zusatz für Entenküken.
    Auf den Erpel achten, der kann bei kleinen Küken noch relativ neutral sein und bei vierwöchigen, wenn sich die Geschlechter solangsam zeigen, dann plötzlich rabiat werden.
    Den Hund vom Gelege fernhalten
    Und, falls noch nicht passiert, selber ein paarmal tief durchatmen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  7. #7

    Registriert seit
    09.01.2017
    Land
    Niederösterreich
    Beiträge
    803
    Sicherheit: Ich wohne zwar ziemlich IM Dorf, hab aber jahrelang die Enten nachts eingesperrt. Seit ~ 2 Jahren, wenn's im Sommer sehr heiß ist, lasse ich sie im Freien. Die genießen das! Nur, ich bin halt Nachtmensch (mit Mittagsschlaf-must) und geh immer wieder raus, Teichwasser rauskübeln und mitm Schlauch frisches rein, oder einfach hinsetzen und Himmel und Enten betrachten. Also, Mensch als Marderschreck.

  8. #8
    Avatar von PPP
    Registriert seit
    02.08.2015
    PLZ
    5.....
    Beiträge
    8.359
    Themenstarter
    Zitat Zitat von sil Beitrag anzeigen
    Nötige wurde ja bereits gesagt, also:
    Nest umsetzen funktioniert bei Enten meist nicht. Und aufpassen, selbst sonst ruhige und handsame Entendamen können zu Furien mutieren, wenn sie meinen, Nest oder Küken verteidigen zu müssen. Zu viele Störungen vertragen sie meist auch nicht, sie geben ein Nest oft schnell auf. Wenn umsetzen, dann unmittelbar nach dem Schlupf, wenn die Kleinen noch ganz unbedarft sind und aus dem Nest geklaubt werden können. Wenn die Küken erst mal gelernt haben, im Wasser Schutz zu suchen, wird es schnell extrem stressig für alle Beteiligten.
    (Übrigens, wenn sie auf dem Teich bisher verschont geblieben sind, dürfte es neben dem Teich auch nicht gefährlicher sein - Füchse können schwimmen und Marder sind noch unterwegs, wenn die Enten frühmorgens auf Tour gehen)
    Schieren wie bei Hühnereiern, aber lieber ein paar Tage länger damit warten.
    Normaler Kükenstarter ohne Coc-Zusatz für Entenküken.
    Auf den Erpel achten, der kann bei kleinen Küken noch relativ neutral sein und bei vierwöchigen, wenn sich die Geschlechter solangsam zeigen, dann plötzlich rabiat werden.
    Den Hund vom Gelege fernhalten
    Und, falls noch nicht passiert, selber ein paarmal tief durchatmen.

    Der Hund kommt da normalerweise nicht hin (die Gartenseite ist abgesperrt und eigentlich NUR für die Federtiere). Ich habe sie ja bewusst suchen lassen, weil ich selber ja nix fand. Schieren würde ich nur machen um evtl. leere Eier auszusortieren und sie die anderen besser bebrüten kann. Aber so wie es aussieht, kann sie wirklich alle abdecken. (ich lasse es einfach, wenn das ok ist?). Lach...nein Sil...ich bin ruhig. Ich will nur wissen was ich auf keinen Fall vergessen darf..was wichtig ist. Da ich keinen Nachwuchs im Planung hatte, habe ich mich nie mit der Materie befasst. Das Kapitel im Buch hab ich nur überflogen, quasi. Aber da steht halt eben auch nicht so viel an Info.

    Zitat Zitat von warzitante Beitrag anzeigen
    Sicherheit: Ich wohne zwar ziemlich IM Dorf, hab aber jahrelang die Enten nachts eingesperrt. Seit ~ 2 Jahren, wenn's im Sommer sehr heiß ist, lasse ich sie im Freien. Die genießen das! Nur, ich bin halt Nachtmensch (mit Mittagsschlaf-must) und geh immer wieder raus, Teichwasser rauskübeln und mitm Schlauch frisches rein, oder einfach hinsetzen und Himmel und Enten betrachten. Also, Mensch als Marderschreck.

    Hehe….das liest sich nett. Aber leider ist das bei mir nicht möglich. Ich muss schon nachts schlafen. Tagsüber geht das bei mir nicht.

    Zitat Zitat von KaosEnte Beitrag anzeigen
    wenn du die Ente umsetzt, musst du aber damit rechnen, dass sie zu brüten aufhört. Enten sind da viel eigener als Hühner.
    Gut. Dann lass ich sie da zu Ende brüten wo sie ist.


    Also den Erpel nicht separieren? würdet ihr das so machen?
    Alles gut,....das Nati

    Ich verpasse alle Tage meines Lebens, wenn ich heute nur an morgen denke!
    (Clara Louise)

  9. #9
    Avatar von Hühnermamma
    Registriert seit
    14.03.2008
    Ort
    Rems-Murr-Kreis
    PLZ
    736..
    Land
    Schwaben...
    Beiträge
    7.699
    Den Erpel würde ich auf jeden Fall absperren.
    Hast Du einen Pavillon? Hab bei meinen Enten einen Kinderpavillon zum Gehege umfunktioniert:
    https://www.huehner-info.de/forum/sh...a-ist-Entenoma

  10. #10
    Avatar von PPP
    Registriert seit
    02.08.2015
    PLZ
    5.....
    Beiträge
    8.359
    Themenstarter
    Danke für den Link hühnermamma. Werde ich heute Abend alles durchlesen. Durch dich kann ich aber eben auf die Idee (Stichwort Pavillon) mein ehemaliges laufigehege in dem ich damals die 3 laufiküken hatte wieder aufzustellen. Darin sind sie geschützt. Ich werde es an das Entenhaus stellen. Danke für die Idee.

    OK. Erpel bleibt auf der anderen Gartenseite mit dem Teich (der muss ja auch baden können).

    Eine Sandmuschel ist zuviel für die kleinen, oder? Auch wenn sie durch Stufen rein und raus können?(ich habe gerade so gar keine Vorstellung von der Größe eines Entenkükens)
    Alles gut,....das Nati

    Ich verpasse alle Tage meines Lebens, wenn ich heute nur an morgen denke!
    (Clara Louise)

Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Anleitung: Was mache ich wenn ich eine Glucke habe?
    Von SetsukoAi im Forum Naturbrut
    Antworten: 368
    Letzter Beitrag: 04.07.2019, 17:44
  2. Brütende Ente gerettet - Bitte um Hilfe!
    Von Emmchen1711 im Forum Enten
    Antworten: 184
    Letzter Beitrag: 06.06.2018, 21:29
  3. Brütende Ente aufgestanden
    Von ruby64 im Forum Enten
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 04.07.2017, 21:57
  4. Meine Laufi Ente Daisy brütet was nun?
    Von Man1978 im Forum Enten
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 25.06.2013, 16:01
  5. Laufi-Ente extrem laut
    Von tjana im Forum Enten
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 27.08.2008, 19:50

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •