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Thema: Schlanke hühner

  1. #11

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    Also gerade die mechelner sind ja doch eher Fleischhühner. Der fleischansatz ist auch immer ganz beachtlich finde ich, dafür dass ich die Hähne meist schon mit 6 Monaten schlachte. Mir ist eben aufgefallen, dass sie wirklich kein unterhautfettgewebe haben...

  2. #12

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    Die Friesen Glucken so ca nach jedem 10. Ei, daher legen die etwas weniger, von den mechelnern bekomme ich seit Februar im Schnitt 5 Eier die Woche.

  3. #13
    Avatar von Okina75
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    Naja, Eier sind ja gut, für Mechelner und die Friesen als Rassehühner.

    Meine Idee wäre, Du machst aus dem All Mash ein Feuchtfutter. Mischst da noch 100%ige Bierhefe dazu, die ohnehin nicht schadet und die Gesundheit und Fitness auf vielerlei Weise unterstützt, sowie eventuell, auch wenn es teils bärig stinkt, Hämoglobinpulver aus dem Angelbedarf.
    Mit diesen beiden Komponenten bringst Du das Futter/ die energieausbeite bei Deinen (den meinen sehr ähnlichen) Bedingungen auf etwa 18 % Protein, was genau richtig ist, mehr (bis 22 %) schadet auch nicht. Ich habe früher beides täglich zugemischt, seit geraumer Zeit aber nur noch abwechselnd. Die Bierhefe alle zwei Tage ca. 50 g auf aktuell 21 Alttiere und 17 Jungtiere, das Blutmehl nur noch zwei- bis dreimal die Woche, weil schnell wachsende Junghähne großer Rassen damit dann doch etwas ZU gut versorgt sind und zu schnell wachsen. Daher mäßige ich mich damit, gehe nach dem ja sichtbaren Appetit der Hühner, und fahre damit letztlich so gut, dass gestern meine 20 Hennen (1 davon führt noch) das erste Mal überhaupt im JULI 16 Eier legten, wie auch dieses Jahr erstmals SO viel...
    Sonst habe ich dieses Jahresmaximum im März/ April, aber noch nie im Juli, vor allem nachdem die Mädels zwischenzeitlich kurz auf 2- 5 Eier am Tag runter waren.

    Aber auch fleischig sind die Schlachtkörper immer, und von daher würde ich Dir das auch ans Herz legen. Einzelne Hennen und auch Junghähne setzen dabei durchaus mal Fett an, aber das macht ja nicht so viel, und in dem Falle richtet man am besten mehrere Futterstellen ein (in meinem Fall vier), damit nicht die paar gierigsten/ ranghöchsten Tanten sich den ganzen Mais und das ganze gehaltvolle Zeug reinziehen und verfetten (war vor allem bei meinen damaligen Niederrheinern, auch eine große Zweinutzungsrasse, schlimm), während die anderen sich mit dem Rest begnügen müssen. Mit vielen Futterstellen kriegen so ziemlich alle gleichmäßig was ab, und dann klappt es eigentlich auch mit den Schlachtkörpern. Wobei ich Fett nun nicht als das NonPlusUltra ansehen würde, und mehr davon nur bei älteren Hennen gut finde- weil 's halt die geilste Suppe gibt (neulich 'ne vierjährige Henne gesuppt- habe mich wieder mal beinahe zu Tode gefuttert- schade, dass die Henne kein Kilo wog ). Bei jüngeren Tieren/ Hähnen würde ich es eher auf Muskeln anlegen, und da ist dann eben Protein wichtig. Und weil Hühner ja Allesfresser sind, auch tierisches.

    Mehlwürmer haben vor allem Fett und Phosphor. Um Protein reinzukriegen, würde ich die eher nicht empfehlen, weil man da Mengen bräuchte, dass man schier arm würde...

    PS:
    Ich sehe gerade- nur das Deuka All Mash für Küken hat 18,5 % Protein, und das ist bereits für Küken viel zu wenig, die ohne weiteres 22 % vertragen und auch brauchen. Das für erwachsene Tiere hat sogar nur 15 % Protein, was die Sachlage noch viel magerer macht, dann haben die Tiere allein aus dem Futter keine 13 % Protein, und das ist VIEL zu wenig.
    Geh' mal zum Raiffeisen und kaufe da Golddott Geflügelglück (ist zudem ohne Gentechnik), das hat 19 % Protein. Dazu ein Taubenfutter (Eco von Paloma nehme ich) und einen Sack Golddott Zentrakorn, und die Tiere haben eine gute Grundversorgung, die noch durch die oben erwähnten Sachen aufgepeppt werden kann.
    Erkältungen/ kranke Tiere hatte ich übrigens bei den erwachsenen Tieren seit Jahren nicht mehr (außer ältliche).
    Geändert von Okina75 (05.07.2019 um 14:37 Uhr)
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  4. #14

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    Oh vielen dank für die ausführlichen Ratschläge. Sowas blödes, hatte irgendwie gedacht wenn ich so was wie all mash kaufe muss da alles richtige drin sein.. Dann ist es wohl so wie beim hundefutter, das enthält ja gerne auch nur Schrott.. hätte ich drauf kommen können. Ich werde mich also mal neu eindecken. Kann ich das Futter einfach radikal umstellen, falls ich dieses golddott finde? Bierhefe habe ich sogar noch da 🙂

  5. #15
    Avatar von Okina75
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    Ist nicht unbedingt Schrott drin, nur zu wenig Gehalt, bzw. gerade genug, um eine Leistung über eine durchschnittliche Zeit zu gewährleisten.

    Der Handel will aber vor allem eines- verkaufen. Und ist ein Futter unterwertig, fressen die Tiere mehr, um auf ihren Bedarf zu kommen = höhere Umsätze.
    Dadurch verfetten sie dann auch schneller, weil in den günstigeren Futtern teils VIEL zu viel Mais drin ist (bis zu 48 %, obwohl es nicht mehr als insgesamt 20- 25 % sein sollten), wodurch die Tiere mit anderthalb Jahren dann merkbar weniger legen, was auch gleich noch Umsatz durch neue Hennen generiert (alá man "muss" die Hennen alle anderthalb Jahre austauschen, wenn man immer gut Eier will... 'Nen Pustekuchen muss man, wenn man ausgewogen füttert ^^!).

    So die einfache Rechnung, wie ich sie mir zusammen klamüsere.
    Sonst kann man Restmengen einfach unter das neue Futter mischen, bis das alte leer ist.
    Geändert von Okina75 (06.07.2019 um 14:11 Uhr)
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  6. #16

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    Ein Alleinfutter ist kein Schrott.
    Und man kann das gut mit hochwertigem Weichfutter aufwerten, logischerweise nicht nur mit Körnern oder Gemüseresten.
    Du hast mit dem Futter einfach falsch gefüttert, das kannst du nicht aufs Futter schieben.
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  7. #17
    Avatar von Okina75
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    Och doch, kann man, würde ich in dem Fall sagen. Ein Alleinfutter mit 15 % Protein ist ein Witz, nicht mehr und nicht weniger. Mindestens 17,5- 18 nur im Alleinfutter MÜSSEN es sein, wenn man vernünftige Leistung, Gesundheit (woran es bei diesen hier ja teils mangelte...) und Vitalität von den Tieren erwartet. Und da ist es egal, ob das Hybriden oder Rasstiere/ Mixe sind. Sie alle sind Hühner und haben feste Grundbedürfnisse.
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  8. #18

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    MMn ist es nicht egal. Ich kann meine Hühner problemlos mit den regionalen Alleinfutter mit 15% füttern, ich streck das aber auch nicht mit Körnern, Salat oder ähnlichem.
    Ich habe, als es noch kälter war, sogar das Futter rationiert weil meine Hühner eben zu dick waren als es ihnen unbegrenzt zur Verfügung stand und dabei enthält mein Futter als Hauptbestandteil keinen Mais.
    Ich werte das Alleinfutter lieber mit tierischen Proteinen auf. Für meine Orpingtons reichen die 15% zum Eierlegen dicke, Hybriden würde ich das auch nicht geben und weil eben auch die Rassen unterschiedliche Grundbedürfnisse haben, kann und sollte man genauer gucken.
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  9. #19

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    Ja ich denke Futter ist wohl auch stark von Rasse, eigenen Bedürfnissen und vllt auch auslaufsituation abhängig, und sicher zum Teil auch Glaubensfrage. Aber mit euren Hinweisen, weiss ich auf jeden Fall etwas anzufangen, ich werde das Futter umstellen und auch genauer hinschauen, was ich zufüttere. Und dann bin ich auf die nächste Schlachtung zu sankt Martin mal gespannt 🙂 dann startet ja die hühnersuppensaison...

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