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Thema: Verrückte Sperber-Henne

  1. #1
    Avatar von Knallerbse
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    Verrückte Sperber-Henne

    Hallöchen, ich bin neu hier und habe ein paar Fragen zu meiner Sperber Henne.
    Wir haben sie vor drei Wochen zusammen mit drei anderen Hybridinnen auf einem Bauernmarkt gekauft.
    Alle anderen Hühner sind unauffällig. Aber die Sperberhenne ist ein wenig "verrückt".
    Sie ist extrem ungehobelt und frech, pickt einem in Zehen und Finger, ist extrem verfressen, sie wandert im Auslauf immer hin und her, weil sie raus möchte (wie ein Zootiger mit Lagerkoller) und gestern ist sie auf Wanderschaft gegangen und hat unsere Nachbarn eine Straße weiter besucht.
    Die übrigen Hennen sind froh mit dem was sie haben. Aber unsere Trudi möchte immer von allem "mehr". Mehr Futter, mehr Auslauf, mehr sehen...
    Hat das was mit der Rasse zu tun oder ist das eine Charaktereigenschaft, die quasi jedes Huhn haben kann?
    Und meint ihr, dieses stereotype Hin und Her laufen vor der Gehegetür ist eine Verhaltensstörung? Sie macht das zum Glück nicht permanent, aber sehr häufig.

  2. #2
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Herzlich willkommen im Hüfo

    Tja da hast Du zwar ein heftiges aber durchaus typisches Exemplar einer Blausperber-Henne erwischt. Bei mir waren die auch immer so.

    Die ersten beim Fressen, die besten Mäusejäger, immer sehr ranghoch und krankhaft naseweisig.
    Klar gibt es individuelle Unterschiede bei den Hühnern- die haben wie alle Lebewesen sehr unterschiedliche Charaktere.

    Wenn sie weiß, dass es durch die Tür rausgeht und von dort die Leckerchen kommen, dann geht sie dort Patrouille. Nur nix verpassen.

    Wie sind die Hühner untergebracht? Streu mal ein paar Mehlwürmer, Körner, Haferflocken in die Wiese. Dann muss sie sich die Leckerchen zusammensuchen und hat was besseres zu tun.
    Die Frau Werwolf sagt: "With me ist not good cherry eating."

  3. #3
    Avatar von Knallerbse
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    Oh, danke, das beruhigt mich zu wissen!
    Dann scheint dieses Verhalten ja tatsächlich Rassetypisch zu sein. Du beschreibst meine Henne jedenfalls sehr gut, sie muss wirklich immer und überall die erste sein und setzt sich um jeden Preis durch, wenn sie etwas will. Und dieses Patrouillieren erklärt ja dann auch das Hin und Her gerenne vor dem Gehegetor. Immerhin weiß ich jetzt, warum sie das macht und dass sie keinen Dachschaden hat

    Wenn wir nicht zu Hause sind bzw. keine Zeit haben, die Hühner im Auge zu behalten, dann sind sie in ihrem Auslauf. Ansonsten dürfen sie sich frei auf dem Grundstück bewegen, was ihnen natürlich viieeel mehr Freude bereitet als im eingezäunten Bereich bleiben zu müssen. Wobei die anderen das wie gesagt ganz gut akzeptieren können, nur Trudi macht dann Randale

  4. #4
    Huhnicorn Avatar von Findelhuhn
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    Neigierig, furchtlos, naseweis und verfressen sind die besten Voraussetzungen für's Lernen.
    Ich hatte auch mal so ein Exemplar. Sie war zahm, beinahe schon anhänglich, und für Leckerlis tat sie sowieso fast alles. Das war ein Riesenspaß!
    Ça roule ma poule!

  5. #5
    Avatar von Knallerbse
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    Jetzt brauche ich doch nochmal Hilfe wegen unserer Trudi (Sperber).
    Sie akzeptiert es nicht, eingesperrt zu werden. Sobald die Hühner in den Auslauf müssen und nicht mehr frei auf dem Grundstück herum laufen dürfen, dreht sie komplett durch. Die anderen schimpfen zwar auch und lassen mich ihren Unmut merken. Aber sie kommen dann auch wieder zur Ruhe und suchen sich eine Beschäftigung.
    Trudi rennt wie verrückt hin und her und knallt mit dem Schnabel gegen das Gitter. Das ist kein einfaches Patroullieren mehr. Sie wird dabei so dusselig im Kopf, dass sie gar nicht mehr aus dem Stall/Auslauf heraus findet, wenn ich die Hühner wieder in den Garten lasse.
    Heute musste mal richtig ordentlich gegen den Zaun klopfen, damit sie sich erschreckt und aus ihrer Stereotypie heraus kommt.

    Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen...
    Ich wollte, dass die Hühner es gut haben bei mir. Habe sie immer frei laufen lassen. Aber da die Damen mittlerweile täglich Ausflüge in die Nachbarschaft unternommen haben, was einerseits gefährlich ist aufgrund der Straße vor unserem Haus und andererseits nicht gerade für große Freude bei den Nachbarn gesorgt hat, muss ich sie jetzt wieder öfter in den Auslauf sperren.

    Jetzt fühle ich mich schlecht, weil ich den Hühnern anfangs vielleicht etwas zu viele Freiheiten gegönnt habe und sie ihnen jetzt wieder nehmen muss. Damit kommen sie nicht klar.
    Und bei Trudi weiß ich gar nicht, wie ich mit dieser Verhaltensstörung umgehen soll.
    Kennt das hier jemand? Hat noch wer so anspruchsvolle Hühner bzw. ein ähnliches Problem mit auffälligem Verhalten bei Gefangenschaft?

    Noch kurz vorweg: Der Auslauf ist 15 bis 20 qm groß und bietet ausreichend Platz zum scharren, Sandbaden, verstecken und Gras fressen. Langweile dürfte "normalerweise" nicht aufkommen

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  6. #6

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    Wie verhalten sich die anderen 3 Hennen ihr gegenüber?
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  7. #7
    Avatar von Knallerbse
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    Trudi ist eine der beiden ranghöchsten Hennen. Sie hat meist das Sagen, gibt gerne den Ton an, ist die erste am Futternapf und wird von allen anderen Hennen respektiert. Sie ist oft die Anführerin, aber ohne böse zu den anderen Hennen zu sein. Sie verstehen sich alle prächtig.

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  8. #8
    Avatar von melachi
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    legen die Hennen bereits? Könnte es sein, das die Sperberhenne so dringend weg muß, weil sie irgendwo ein wildes Nest hat?

    Ansonsten ist 20 qm natürlich nicht viel Platz, vor allem, wenn man weiß, das es da draußen eine Welt mit viel tollem Futter gibt. Es wäre gut, wenn du den Dauerauslauf vergrößern könntest.

    Es gibt allerdings einfach Rassen, aber auch einzelne Tiere, die einen großen Freiheitsdrang haben. Ich hatte selber ein Trio Brabanter Zwerg-Bauernhühner, die trotz 1500 qm Freilauf nur zum Schlafen, Eierlegen und zu den Fütterungszeiten auf dem Grundstück anzutreffen waren. Sie saßen, kaum war die Stalltür offen, auf den Zaunpfostenn oder dem Stalldach und baldoverten aus, bei welchem Nachbarn sie ihre Rundtour starten sollten. Da das auf Dauer nicht gut ging, habe ich sie glücklicherweise auf einen Bauernhof in freier Lage vermitteln können. Ihr Verhalten haben sie nicht geändert, aber dort können sie weder Nachbars Kompost oder die frisch zusammengeharkten Laubhaufen zerfleddern, noch Nachbars frisch gesäte Gemüsebeete oder seine Blumentöpfe auf der Terrasse umgraben. Das hat mir sehr leid getan, denn das waren die gewitztesten, fröhlichsten und charmantesten Hühner, die ich je hatte. Aber nur was für Nachbarn mit viel Humor, oder eben keine Nachbarn

  9. #9
    Avatar von Knallerbse
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    Unsere Nachbarn gehören eher der Kategorie Spießer an. Da werden die Buchsbäume immer schön akkurat mit der Heckenschere zurecht gestutzt und das Unkraut mit dem Küchenmesser aus den Verbundsteinen gekratzt.
    Hühner will da niemand auf dem Grundstück haben

    Ja, unsere Trudi legt bereits und hat auch ein wildes Nest bei uns im Garten, wo sie am liebsten ihre Eier ablegt.
    Aber auch dann, wenn sie ihre Legerei im Garten beendet hat, macht sie dieses Theater im Auslauf.
    Das habe ich schon getestet.

    Ich schätze, sie hat tatsächlich einen seeehr ausgeprägten Freiheitsdrang.
    Wir besteln gerade an zusätzlichen Möglichkeiten der Beschäftigung.
    Vielleicht fruchtet ja was davon und kann sie ein bisschen ablenken. Habe mir ein paar Ideen zusammen gesucht:
    Hühnerschaukel, Spiegel im Auslauf, Xylophon aufhängen, Futter an Schnüren aufhängen, einen Futterball....

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  10. #10
    Avatar von Saatkrähe
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    Generation: Führerschein auf Käfer
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    Das wird alles nicht helfen. Könnt Ihr den Auslauf auf 200 m² erweitern ? Das wäre immerhin ein Versuch, der den Streß lindern könnte. 20 m² sind eigentlich gar nichts.
    LG, Saatkrähe

    Die übliche Bildung ist von niederem Wert, wenn die Herzensbildung fehlt.

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