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Thema: Henne wird blutig gepickt, was tun, Vergesellschaftung

  1. #1
    Avatar von Piggy
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    Henne wird blutig gepickt, was tun, Vergesellschaftung

    Hallo,
    als Neuling wollte ich jetzt nach langem "Mitlesen" im Forum auch mal selbst eine bzw. mehrere Fragen stellen. Die Erfahrenen unter euch werden wahrscheinlich die Augen verdrehen....

    Wir haben vor ca. einem dreiviertel Jahr 5 ausrangierte Hybridhennen übernommen. Nach einigen Wochen haben wir außerdem einen Hahn geschenkt bekommen, wohl noch relativ jung, kein Jahr alt. Erst mal ging alles gut. Im Frühjahr fing der Hahn an, meinen Mann und mich anzugreifen. Es fing langsam an und wurde immer schlimmer, bis er uns sogar von hinten angriff. Übel. Wir trauten uns nur noch zu zweit und "bewaffnet" ins Gehege. Außerdem attackierte er mit einem Mal die rangniedrigste Henne aufs übelste, woraufhin sich alle anderen Hennen auch auf sie stürzten. Lange Rede, kurzer Sinn, nach einiger Recherche, auch hier im Forum, mithilfe eines erfahrenen Bekannten trat der Hahn die Reise nach Sibirien an (wobei wir ihn nicht essen konnten, wir sind Kuschelhuhnhalter).

    Das rangniedrigste Huhn , Jaqueline, haben wir erst mal separiert. Wir haben einen abgetrennten Bereich im Stall und haben auch im Freilauf etwas abgetrennt. Es schien sie auch nicht zu stören. Sie ist munter, gesund, frisst gut, nur legt sie zur Zeit nicht ( was uns egal ist). Heute ist sie aber durch den Weidezaun ins Freigehege der anderen geraten. Die haben ihr den ganzen Hintern blutig gepickt.

    Was nun? Im Forum habe ich gelesen, man soll die Aggressoren separieren. Aber das sind wohl alle anderen...

    Das Opfer schlachten kommt für uns überhaupt nicht in Frage, sorry...

    Außerdem wollten wir unseren Hühnerbestand mal um 2-3 Tiere aufstocken. Wie sollen wir das denn bloß machen? Wir haben jetzt Angst, dass die "Aggrohühner" uns jeden Neuzugang in der Luft zerreißen....

    Dass Hybriden nichts für Anfänger sind, haben wir nun schon mitbekommen. Aber auch die restlichen 4 Weiber wollen wir nicht schlachten. Das mit dem Hahn hat uns schon total geschafft. Was meint ihr? Neue Hühner ja oder nein? Wie gehen wir die Vergesellschaftung an? Sollen wir die zu Jaqueline ( dem Hackhuhn) setzen? Muss Jaqueline für alle Zeiten extra sitzen? Ist so ein Verhalten für Hybriden typisch? Welche Rasse würdet ihr für neue Hennen empfehlen (Eierlegen ist toll, essen tun wir sie eh nicht)?

    Fragen über Fragen...

    Dankeschön!

  2. #2

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    Hallo und Willkommen,

    warum denn den Hintern? Was hatte sie da?
    Das Hühner ein "Neues" nicht sofort freudig aufnehmen ist doch normal, aber das sieht man eher am Kamm.
    Vielleicht macht ihr, wenn auch unbewusst, einiges falsch beim Umgang mit den Hühnern.
    Wie alt sind die Hennen jetzt und was für Futter bekommen sie?
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  3. #3
    Avatar von Dylan
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    Hallo Piggy, wenn ein Huhn eine blutende Wunde hat, picken die anderen gerne daran herum. Das ist nicht ungewöhnlich, auch wenn es uns grausam erscheint. Von daher ist das separieren schon mal der richtige Ansatz, bis das alles verheilt ist.
    Allerdings frage ich mich auch, was ihr füttert. Wenn Hybriden nicht genug Eiweiß bekommen, können sie aus Not wirklich zu Kannibalen werden, ich übertreibe nicht, im Bekanntenkreis schon erlebt. Bist du sicher, daß eurer Fütterung stimmt?

  4. #4
    Avatar von Piggy
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    Hallo,

    wir füttern ein Bio-Legemehl aus dem Zoofachhandel, dazu täglich einen Napf mit Gemüse, Quark o.ä. und Fleisch aus der Dose (100 %- Fleisch für Hunde). Natürlich steht immer Grit zur Verfügung, außerdem gibt es Grünzeug und getrockenete Mehlwürmer als Leckerli.
    Die Kleine war vorher vollkommen unverletzt. Die anderen haben ihm am hinteren Rücken die Federn ausgepickt, wodurch es großflächig geblutet hat.

  5. #5
    Moderator Avatar von SalomeM
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    Die Erkenntnisse gehen seit längerem in die Richtung, dass Hühner, die gerne an Wunden rumpicken, an Salzmangel leiden. Besonders bei Legehennen kommt dies regelmäßig vor.

    Nachzulesen unter anderem hier, etwas weiter runterscrollen unter „Salzmangel“:

    https://www.dgs-magazin.de/Legehenne...UlEPTQ3Mg.html

    Ich finde den Thread gerade nicht, es gibt aber eine Userin, die bietet ab und an Wasser mit Salz an (zusätzlich zum Napf mit normalem Wasser) und hat damit gute Erfahrungen.

    Zu Deiner Situation: ich würde die Wunde abheilen lassen. Dann 1-2 neue Hennen besorgen, die sich im besten Fall nicht kennen. Ansonsten hast Du wieder das Probiem: 2 Freundinnen gegen Jaqueline. Wenn sich die 3 Hennen nach paar Tagen vertragen, lässt Du sie zu den anderen 4.

  6. #6
    Avatar von Piggy
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    Ok, danke. Von Salzmangel habe ich ja noch nie etwas gehört.

    Die Idee, die neuen Hennen erst mal zu Jaqueline zu lassen und dann alle zusammen zu den anderen Hennen, hatte ich auch schon. Habe natürlich Schiss, aber einen Versuch wäre es dann wohl wert. Erst mal abheilen lassen. Sie ist schon wieder ganz munter. Hühner scheinen ja echt hart im Nehmen zu sein....

  7. #7

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    Ja, aber genauso gut sind sie im Verstecken von Auffälligkeiten. Wenn man dann mal merkt das Huhn etwas hat, ist es oft schon höchste Eisenbahn.
    Deshalb immer gut beobachten.
    Aber bitte jetzt nicht die "Aggrohühner" zu kurz kommen lassen und nur noch das eine Huhn betüdeln, man verfällt ja gern in so menschliche Sicht- und Handlungsweisen, die aber nicht unbedingt huhngerecht sind.

    Hast du ein Wundspray? Gut möglich das auch das Huhn selbst sich an den verschorfenden Stellen rumpickt.
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  8. #8
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Das antibiotische Blauspray vom Tierarzt ist für solche Fälle immer in meiner Hühnerapotheke. (Nicht das normale zur Flächendesinfektion nehmen.) Das deckt die Wunde ab und schmeckt sehr bitter, was Hühner nicht mögen. Durch die blaue Farbe sieht es auch nicht mehr nach Wunde aus, dann picken sie nicht mehr dran rum.

    Alles Gute für Deine Henne. Das wird schon werden, so wie Salome es beschrieben hat würde ich es auch machen.
    Die Frau Werwolf sagt: "With me ist not good cherry eating."

  9. #9
    Avatar von Piggy
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    Hi,

    der Popo von Jaqueline ist schon blau, wir haben nämlich das Blauspray vom TA im Haus. Und jepp, wir betüddeln auch die anderen selbstverständlich weiter, bei uns wird jedes Tier betüddelt ;-)

    Vielen Dank für eure Tipps!

    VG Piggy

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