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Thema: Warzenente mit Wucherung am Fuß

  1. #1

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    Fragezeichen Warzenente mit Wucherung am Fuß

    Hallo,
    ich habe letztes Jahr einen Warzenentenerpel auf einem Tiermarkt gekauft. Als ich den Erpel auf die Wiese gesetzt habe, ist mir aufgefallen, das er ganz komisch lief bzw. fast gar nicht laufen konnte. Ich habe nachgeschaut und festgestellt, dass das Tier große Knubbel unter beiden Füßen hatte.
    Foto 1+2 (bei Ankunft)

    Ich habe erst an Ballenabszesse wegen Haltung auf falschem Untergrund gedacht. Daher habe ich erst mal beide Füße gründlich gewaschen. Foto 3+4

    Verwundert habe ich den Verkäufer angeschrieben. Keine Erklärung. Ich könnte ein anderes Tier oder mein Geld zurück bekommen. So lange hat der Erpel aber nicht durchgehalten. Ein paar Tage später lag er plötzlich tot auf der Wiese. Am Abend vorher hatte er noch eine Ente getreten. Der Erpel saß in der Zeit bei mir auf weichem Rollrasen und hat ein Weibchen zur Gesellschaft bekommen.

    Aus Neugier habe ich einen Fuß geöffnet. Foto 5+6
    Alles war steinhart und fühlte sich verknöchert an. Die dunkle Haut außen war wie Hornhaut.

    Ich schildere diesen alten Fall, da ich jetzt plötzlich zwei Erpel aus dem letzten Jahr mit dem gleichen Problem habe. Zwar noch klein, aber definitiv entwickelt es sich in diese Richtung. Die Erpel haben die gleiche Mutter aber wahrscheinlich zwei unterschiedliche Väter. Mit dem gekauften Erpel sind sie nicht verwandt, noch hatten sie Kontakt zueinander. Ich halte auf Gras und habe keinen Kies im Auslauf. Es sind große Erpel, aber nicht übermäßig übergewichtig.

    Mein Tierarzt ist ratlos. Bekannter rät Topf.

    Hat jemand Erfahrung mit so etwas?

    Foto1.jpgFoto2.jpgFoto3.jpgFoto4.jpgFoto5.jpgFoto6.jpg

  2. #2

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    Ich habe so etwas noch nie gesehen. Hätte aber auch an Pododermatitis oder so gedacht. Schau doch mal, ob es in deiner Nähe einen Tierarzt gibt, der sich gut mit Geflügel auskennt. Es sieht schon schlimm aus und vielleicht kann man bei den anderen Enten noch was machen?

  3. #3

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    Danke, mit dem Fachbegriff konnte ich was anfangen.

    Scheint wirklich selten zu sein bzw. wird selten behandelt. OP unter Vollnarkose ist nötig. Wenn man denn einen Tierarzt findet, der es überhaupt macht. Ich habe nur einen Bericht aus den USA zur Behandlung gefunden.
    Der letzte "Vogelspezialist" hat mir von der Behandlung von Entenfüßen grundsätzlich abgeraten. Würde sich zu oft entzünden. Gerade bei großen 7 kg Tieren.

    Ich war ehrlich gesagt verwundert, dass es gerade bei zwei Erpeln aus dem gleichen Gelege, fast zeitgleich aufgetreten ist. Hatte schon befürchtet es sei irgendwie erblich bedingt.

  4. #4

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    Ja, das ist Pododermatitis, ein Sohlenballenabszess, auch bumble foot genannt.
    Das muss furchtbar schmerzhaft gewesen sein. Der arme Erpel.

    Unbedingt von einem vogelkundigen TA behandeln lassen. In leichteren Fällen reicht ein Antibiotikum.
    In schweren Fällen muss es chirurgisch ausgeräumt werden.
    Ich wohne im Raum Wiesbaden und kenne hier 2 gute vogelkundige TA, die das auch operieren würden.
    Ganz wichtig ist auch das Hygienemanagement im Stall, denn da sind immer auch Bakterien beteiligt.

    Berichte doch mal, wie es weiter geht....... alles Gute und Grüße Petra

  5. #5

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    Die Erpel leben ganzjährig auf der Wiese. Mit Stall brauch ich denen nicht zu kommen.

    Bei einem Ballenabszess ist doch Eiter im Fuß. Das ist kein Eiter. Das Gewebe ist hart wie Kochen. Bei dem verstorbenen Tier habe ich eine Astschere zum Öffnen benötigt.

  6. #6

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    Ich würde die Tiere schlachten.

  7. #7

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    Nein, bei diesen Sohlenballenabszessen, ist in der Regel kein Eiter zu finden, sondern starke bakterielle Entzündungen im inneren Fuß und außen ist diese schwarze Hyperkeratose/Epithelnekrose zu sehen.
    Wollte ein Foto aus einem Fachbuch hochladen, aber bei mir klappt das nie, es kommt immer die Meldung die Datei sei zu groß. Was muss ich tun wenn die Datei (1 Foto) zu groß ist?

    Auf jeden Fall wird für leichte Fälle Braunovidon Salbe und/oder Vitamin E haltige Salbe empfohlen.
    Auch Antibiotika muss meist verabreicht werden. Schwere Fälle müssen operiert werden.

  8. #8

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    Wenn die Auflösung gut sein soll, kannst du es mit Hilfe von picr.de hier einstellen.
    Ansonsten müsstest du mit Hilfe von paint o.a. auf 200 kb verkleinern.
    0.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt
    1.14 Große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt(Schlupftag 18.05.2019)
    suche Hahn weiß-goldgesäumt-kein splash, nicht von blau-goldgesäumten Elterntieren

  9. #9

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    Danke für die Antworten.

    @leo94: Gerne das Foto direkt an mich senden. Z. B. als Link zu einer Cloud. Ich habe auch ziemlich ausprobieren müssen, um die Bilder von 2 MB auf unter 200 kb zu bekommen.

    Weiß jemand wie viel so eine OP ungefähr kostet? Würde man beide Füße gleichzeitig machen oder eher einen nach dem anderen? Wie lange dauert die Heilung?

    Warzenentenerpel sind leider nicht die Besten Patienten. Daher überlege ich, ob eine OP überhaupt Sinn macht. Meine Erpel haben in der Vergangenheit jede Art von Bandage oder ähnliches IMMER abgemacht. Angefasst werden möchten sie auch nicht. Die Nachversorgung wird wohl nur sehr schwer zu leisten sein.

    Könnte genetisch ein Zusammenhang bestehen? Also im Sinne einer Anfälligkeit für Sohlenballenabszesse. Ich bin immer noch sehr verwundert, dass es Geschwister fast zeitgleich an BEIDEN Füßen bekommen haben. Meine anderen Erpel haben nichts. Aktuell möchte ich noch Bruteier sammeln. Wäre also gut zu wissen, ob ich die Mutter oder die beiden Erpel besser ausschließen sollte.

  10. #10

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    Auf jeden Fall die Tiere von der Zucht ausschließen!

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