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Thema: Zufall oder Ansteckung?

  1. #1

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    Zufall oder Ansteckung?

    Hallo zusammen, ich besitze eine bunte Truppe von 11 Hühnern unterschiedlichen Alters, Rassen, Größe (von 500 g bis 2,5 kg). Anfang März zeigte eine Henne von 2017, Araucana Rosalie, rasselnde Atemgeräusche, ansonsten schien sie aber relativ fit, lief rum, fraß, etwas ruhiger als sonst. Sie erhielt erst eine Woche Doxyderma (außerdem Hustentee, Vitamine, Bisolvon,die ganze Palette...), darunter wurde es nicht besser, nicht schlechter, dann nach Abstrich Baytril, auch eine Woche, auch darunter unverändert. Nach dieser Woche Absetzversuch wegen Erfolglosigkeit, dadurch wurde es schlechter, Huhn fraß weniger, daher nochmal 3 Tage Baytril, es wurde wieder wie vorher. Nach den drei Tagen wollte ich wieder mit ihr zum Tierarzt (sie schien recht lebendig, fraß, lief sogar etwas weg, als ich sie einfangen wollte war aber nicht aufgeregt, sie war sehr zahm). Auf dem Weg zum Tierarzt verstarb sie plötzlich. Alle anderen Hühner waren ohne Symptome. Ca. Anfang/Mitte Mai zeigte meine 6-jährige Chefhenne Emma (Marans) Symptome, erst ein paar Tage langsamer beim Fressen, ich dachte, sie wird langsam alt. Dann traf sie das Futter nicht mehr richtig, hatte ein dickes Auge -->Tierarzt (dauerte leider ein paar Tage, da mein Tierarzt von heute auf morgen keine Hühner mehr behandelt und ich einen anderen suchen musste, dort auch Fieber, Atemgeräusche, sehr viel Schleim aus dem Auge --> eine Woche Baytril und Bisolvon plus Tee, etc., darunter keine wirkliche Änderung, gegen Ende eher schlechter, sie verlor die Farbe, bekam auch blaue Kammspitzen, hat aber in der Woche z. B. nicht abgenommen --> wieder Tierarzt, Labor wg. Mykoplasmen und schon mal Erythromycin. Darunter erstmal deutliche Besserung, sie bekam wieder Farbe, gackerte mehr, fraß, v.a. ihre geliebten Haferflocken... Dann stagnierte es aber, nach 5 Tagen eher wieder etwas blasser. Da schönes Wetter setzte ich sie raus, sie konnte wählen zwischen Sonne und Schatten, hatte Futter und Wasser in Schnabelnähe. Sie wählte Sonne, schien soweit ganz ok, klar, krank aber sie fraß mit Appetit, schaute sich um etc. Abends setzte ich sie wieder rein, halbe Stunde später tot. Mykoplasmen waren dann negativ.
    Gestern fiel mir auf dass beim Füttern zwei meiner anderen Hühner (Laurentia und Jaqueline, Blumenhuhn und Marans-Mix, beide von 2018 ) geniest haben. Jede nur ein Mal im Zeitraum von einer halben Stunde etwa, kein dickes Gesicht, benehmen sich völlig normal, fressen, frech, sehen gut aus, pralle rote Kämme ... normalerweise hätte ich mir daher noch nicht viel gedacht, vielleicht auch verschluckt beim gierigen Fressen o. ä. Jetzt habe ich natürlich Angst, dass ich etwas Ansteckendes im Bestand habe und das jetzt so weiter geht . Auf der anderen Seite, von Anfang März bis ca. Anfang Mai wäre ja eine recht lange Inkubationszeit. Emma war dann seit Anfang/Mitte Mai separiert, außerdem müssten die jetzigen Hennen ja auch eigentlich schon seit März mit dem Erreger in Kontakt gewesen sein und jetzt ist ja Anfang Juni. Dann wieder denke ich, die beiden Verläufe waren doch schon vergleichbar und jetzt dann auch wieder nicht sooo lang auseinander.
    Was würdet ihr tun? Ich habe gebe schon zusätzlich Thymian/Salbei/Isländisch Moss-Tee und Vitamine (Oreganoöl sowieso immer). Zudem habe ich eine zusätzliche Lüftung in die Stalltür gemacht, falls es an zu wenig Frischluft liegen sollte. Ich könnte Donnerstag mal mit einer zum Tierarzt nochmal Abstrich machen lassen. Sollte jetzt wieder ein Tier versterben, werde ich es einschicken lassen, aber ich hänge an jeder einzelnen und würde das natürlich gerne verhindern...
    Geändert von sil (05.06.2019 um 08:57 Uhr) Grund: Tippfehler in Überschrift ausgebessert

  2. #2
    Avatar von Gitti
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    Leider bin ich da kein Profi und frage meist selbst um Hilfe - aber wann hast du das letzte Mal entwurmt? Kotprobe abgegeben? Mir fielen Lungenwürmer ein, hatte eine Bekannte letztens massiven Befall bei ihren Hühnern und die zeigten ebenfalls Husten und eine Art Schnupfensymptome, dazu vereinzelt Atemnot, Blaufärbung.
    Nur so eine Idee.........

    Ansonsten tut es mir furchtbar leid und ich hoffe, daß du der Ursache bald auf die Spur kommst.
    LG - Gitti mit Konstantin (Seidi-Barnevelder 2012), Ilse (Chabomix? 2010), Esmeralda (Araucanamix 2011), Uschi (Wilder Mix 2014), Ida (Zw.Bielefelder 2017), Dotti (Zw.Wyandotte 2017), Babette + Bärbel (Zw.Lachse 2018 )

  3. #3
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Ich habe jetzt keine zündende Idee, was es sein könnte.
    Ich würde tippen, dass es ein Mix aus alter, Krankheit, keimen und schwachem Immunsystem war.
    einen direkten Zusammenhang würde ich nicht sehen.
    Es ist leider immer so : es kommt wenn, dann alles zusammen.
    dennoch solltest du dir deinen Stall nochmal genauer anschauen. Warum haben die Hühner das gerotze bekommen? War das Wetter bescheiden? Fenster plötzlich geöffnet / geschlossen? Nasseeund Kälteeinbruch?
    ein Abstrich wäre nicht schlecht, meiner Erfahrung nach bringt er leider ganz oft nix.
    Ich hatte schon häufiger Hühner (krank und auch gesund) hergenommen, um Abstriche zu nehmen. Diese waren häufig unauffällig.
    Das einschicken eines Toten Tieres wäre bei mir ab dem 2. Allerdings auch angesagt.

    Irritieren tut mich, dass erst getestet und dann baytril gegeben wird und dieses nicht anschlägt (löblich, dass vorher getestet wird).
    eigentlich müsste doch beim test die Wirksamkeit nachgewiesen werden.
    3 Worte, die mich schwach machen: Wir überbacken das!


    2,12 Blumenhühner; 0,4Brahma; 0,3 Busch-Mixe; 0,7 Blum-Bra-Pington

  4. #4
    mit Hühnerwahnsinn Avatar von Gackelei
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    Zitat Zitat von Vinny Beitrag anzeigen

    Irritieren tut mich, dass erst getestet und dann baytril gegeben wird und dieses nicht anschlägt (löblich, dass vorher getestet wird).
    eigentlich müsste doch beim test die Wirksamkeit nachgewiesen werden.
    Das hat mich auch irritiert.
    Also entweder sind das Lungenwürmer und es kommt dann gern noch was dazu, oder es ist etwas wo Baytril nicht hilft und ich finde, dass das bei den meisten Hühnerkrankheiten nix bringt.
    Beim normalen Hühnerschnupfen (nicht die Mykos) z.B. hilft es nicht, da muss eher was Richtung Doxycycline gegeben werden.
    Was ja aber im Labortest rausgekommen sein müsste.

  5. #5
    Avatar von Bohus-Dal
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    Könnte es ein Virus sein, ILT z.B., und die Bakteriensachen, gegen die mit Antibiotika behandelt wurde, hatten sich vielleicht nur obendrauf gesetzt? Es sterben ja nicht alle Tiere an sowas, alle zeigen auch keine Symptome, man kann es unentdeckt schon länger haben, und wenn dann irgendwas ist, bricht es bei einzelnen geschwächten Tieren aus. ILT ist wohl manchmal nicht so leicht zu finden, wobei bei einem akut kranken Tier hätte man es doch finden müssen? Oder wurde nur untersucht, welche Bakterien/welches Antibiotikum?
    Grünlegemixe 1,9; Dals-Pärlhöna 0,2; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Marans 0,1; Warzenente 1,2,1; Katze 2,0

  6. #6

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    Themenstarter
    danke für Eure Antworten.
    Also was genau bei den Abstrichen untersucht wurde, kann ich nicht sagen, ich weiß nur die Aussage beim ersten, dass etwas gewachsen ist, gegen das das Baytril helfen müsste (also ganz offensichtlich mehr als eine Ursache, da das Baytril es nicht gerichtet hat). Beim zweiten weiß ich nur, dass Mykoplasmen negativ war, denn ich hatte hier explizit gebeten, darauf zu testen. Der reichliche Schleim aus dem Auge bei Emma war weißlich, was ja auf bakterielle Ursache hindeutet, aber blieb es auch, trotz der verschiedenen Antibiotika. Wie jetzt das Wetter genau zu der Zeit war, weiß ich nicht mehr, ich meine aber, relativ normales Frühlingswetter (also schon noch kalt, aber Extreme sind mir jetzt nicht erinnerlich). Bei Emma kam sicher das Alter dazu, obwohl sie eigentlich bisher immer fit war und Anfang des Jahres sogar noch fast jede Woche 1-2 Eier gelegt hat. Warum jetzt aber gerade die Einjährigen reagieren sollten, fände ich seltsam, die sind vor einem Jahr als Eintagsküken zu mir gekommen und haben sich prächtig entwickelt, wirken wie gesagt bis auf das Niesen auch jetzt noch wie das blühende Leben. Warum sie geschwächter sein sollten als z.B. die Hennen von 2015, kann ich nicht erkennen
    Entwurmen ist nochmal ein guter Hinweis, das ist mittlerweile schon wieder ein paar Monate her. Oder könnte das ggf. angeschlagenen Tieren, die klinisch noch nicht so auffallen, den Rest geben und ich sollte erstmal lieber eine Kotprobe untersuchen lassen, ob es das überhaupt ist?

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