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Thema: Vogelmilbe nimmt Überhand

  1. #1
    Avatar von TenshiJanina
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    Vogelmilbe nimmt Überhand

    Hallo zusammen,

    ich glaube, dieses Thema ist so alt wie die Hühnerhaltung selbst. Aber vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp, anders als "abbrennen und neubauen".

    Dieses Jahr sind die Milben irgendwie nicht in den Griff zu bekommen. Leider ist unser Stall aus Holz, es gibt diverse Ritzen und eine Dämmschicht in den Wänden. Die Nester und die Einstreu werden von mir regelmäßig mit Kieselgur bestäubt, ich habe Öl auf sämtlichen Sitzstangen probiert, Bird Protect auf die Hühner, Kieselgur im Sandbad, spezielles Legemehl gegen Milben und was ich an Milben sehe wird abgeflämmt. Samstag hab ich die Nester neu gemacht, Montag wimmelte es beim Eiersammeln auf meinen Händen. Egal was ich anfasse, überall sind Milben. Ich mag langsam nicht mehr in den Stall gehen und für die Huhns muss es noch viel schlimmer sein. Eigentlich ... soll längst ein neuer Stall auf einem anderen Grundstück stehen. Tatsächlich macht uns das Leben im Moment einen Strich durch die Rechnung, ob das dieses Jahr noch etwas wird, weiß ich nicht. Bis dahin muss ich jedenfalls mit dem aktuellen Stall noch zurecht kommen.

    Ideen? Meinetwegen auch irgendetwas für ins Huhn, das die Eier ungenießbar macht, denn zur Zeit haben wir sowieso einen nicht identifizierten Eierfresser und eine Glucke, die innerhalb von drei Tagen sechzehn Eier auf drei reduziert hat.

    Entnervte Grüße von
    Janina, der während sie das hier tippt eine Milbe übers Gesicht läuft
    0.5 Dorking, 0.1 Araucana-Marans, 1.4 Hedemorahöna 2.2 Deutsche Widderkaninchen, 1.1 Blaue Wienerkaninchen, 1.0 Zwerg-Widderkaninchen, 0.1 Berger des Pyrénées, 0.0.2 Steppenschildkröten

  2. #2

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  3. #3

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    auweia, in so einer Situation war ich auch schon mal ....ich musste den Holzbretterstall damals auch abreissen und einen neuen bauen.

    was meint der geheimnissvolle nero2010

  4. #4
    Avatar von Widdy
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    Auch auch war schon in dieser Situation und versuchte täglich meine stundenlangen Meisterstücke.

    Es klingt schon fast überheblich, wenn ich mich heute in Sachen Milben beruhigt zurücklehnen kann und keine mehr im Stall habe.

    Mikrogur - Microgur - Microgur. Nass besprüht und in 360 ° Richtungen im ganzen Stall verteilt. Decke, Wände, Mobiliar, Stangen, auf Huhn. Es muss alles weiss sein !!! (na ja, die Huhns einfach ein bisschen mit trockenem Microgur von Hand einstäuben).
    Alles Einstreu raus und dann täglich weniger von den Milbenviechern zählen.
    Und in etwa 2 Wochen ist Ruhe. Dann kannst Dich zurücklehnen.

    Ganz ehrlich, es ist so. Ich habe ursprüngl. auch zu den Kritikern gehört.

    Stell das Gift weit weg und den Abflammer zur Seite.
    Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht. Georg Bernard Shaw 1856-1950.

  5. #5
    Avatar von Gitti
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    So ähnlich war es bei mir auch schon mal vor Jahren........ einfach furchtbar.

    Stall komplett ausräumen, was ersetzbar ist verbrennen (Streu, Sitzstangen, Nistmaterial usw), Stall ausflämmen...... Schraubenköpfe und sowas nicht vergessen! Stall ein paar Tage möglichst kahl lassen (erstmal keine Einstreu u.äh), in die Nester massig Kieselgur streuen und täglich Nesteinstreu tauschen.
    Microgur scheint eine super Möglichkeit zu sein, den Stall gegen Milben zu wappnen - ich habe nur Kieselgur, was ich per umgedrehtem Staubsauger und / oder alter Spüliflasche in sämtliche Ritzen und Ecken verteile. Das staubt mächtig, bringt aber echten Erfolg.

    Nach ein paar Tagen solltest du einen massiven Rückgang des Befalls bemerken, kannst dann nochmal ausflämmen, einstauben und dann den Stall wieder "richtig" einräumen/einrichten.

    Seitdem hier etwa einmal jährlich nach einem üblichen Hühnerstallputztag groß rumgestaubt wird und auch zwischendurch die Spüliflasche (mit Kieselgur gefüllt) ein paar Puster in Ecken und Nester verteilt........ seitdem habe ich null Problemo mit Milben (trotz altem Stall mit aussen Paneele, innen Platten und dazwischen unbekannte Dämmung)

    Drück dir die Daumen!
    LG - Gitti mit Konstantin (Seidi-Barnevelder 2012), Ilse (Chabomix? 2010), Esmeralda (Araucanamix 2011), Uschi (Wilder Mix 2014), Ida (Zw.Bielefelder 2017), Dotti (Zw.Wyandotte 2017), Babette + Bärbel (Zw.Lachse 2018 )

  6. #6

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    Ich habe auch einen alten, großen Holzstall mit unendlich vielen Ritzen und auch doppelter Wand. Der Stall ist schon baufällig. Trotzdem kann ich kaum mal noch Milben finden. Wo ich ihn übernommen hatte quollen Berge von Milben unter den Sitzstangen hervor und der Mittelpfeiler war von Massen Milben übersäht inkl. der Decke rundherum. Erstmal habe ich Brandkalk angerührt und auf die schlimmen Stellen verstrichen. Brandkalk ist sehr stark basisch. Jetzt mache ich Holzasche unter die Sitzstangen bzw. deren Auflagen und auf das Kotbrett sowie in die Legenester. Diese Asche ist auch stark basisch. Auch in die Bodeneinstreu kommt jeweils die Hälfte Späne und die Hälfte Holzasche. Das reduziert auch Verwurmung. Ab und an mach ich Rapsöl unter die Sitzstangen, meine gehen rauszunehmen. Gibt dann eine Pampe, die ich wieder rauskratzen muss und neu mit Holzasche anfange. Diverse Stellen pinsel ich auch mit Rapsöl ab. Habe aber auch schon mit Balistol gearbeitet, ist mir aber zu teuer geworden bei dem großenh Stall.

    Der Stall ist uralt und soll eh weg, da fiel es mir leicht, darin so mit doch eher optisch unschönen Substanzen zu arbeiten. Dieses Jahr habe ich noch keine Milben unter den Sitzstangen oder deren Auflagen gefunden. Wenn der neue Stall fertig ist werde ich auf die Sauerei mit Öl in die Asche pinseln probehalber verzichten. Und dann mal schauen, wie es funktioniert. Auch der neue Stall wird zahlreiche Ritzen haben rein Bauartbedingt.

    Der Nachteil der Asche auf dem Kotbrett und auch so ist, das sie sehr staubt. Wenn eine Henne das Gleichgewicht auf der Stange verliert und mit ihren Flügeln die Asche aufwirbelt bin ich erstmal draußen aus dem Stall.

    Dennoch für uns eine gute Lösung, effizient, ausgesprochen kostengünstig, die Holzasche fällt an.

    Eine andere Erfahrung hatte ich im Laufentenstall. Der war aus Brettern gebaut, also auch mit Ritzen. Ich hatte damals 2 Enten verloren, die mir einfach matt geworden sind und eingegangen sind. Beim Misten hatte ich schon so kleine, sich bewegende Punkte entdeckt, Konnte diese aber nicht zuordnen. Später dann war keine Ente mehr matt geworden. Dafür habe ich beim Misten unzählige Ohrenkriecher entdeckt. Die kleinen sich bewegenden Punkte gab es nicht mehr. Ich denke, da hat sich das natürliche Gleichgewicht eingestellt.

    Im alten Hühnerstall wurde regelmäßig irgendwelches chemisches Zeug gegen Milben verwendet. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, was da alles reingekommen ist. Mein Schwiegerpa konnte da manchmal sehr großzügig sein und auch gut umwidmen. Dort habe ich auch noch nie einen Ohrenkriecher gesehen. Das alles macht mich nachdenklich, und ich bin mir nicht sicher, ob mein Weg der richtige ist. Ich habe zwar sehr guten Erfolg damit, aber lässt die Holzasche und das Öl auch Nützlinge überleben? Kann sich so ein natürliches Klima einstellen von Milben und deren Feinden?

  7. #7
    Avatar von Crazynaddl
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    Die besten Tips für den Stall hast du schon bekommen.
    Bei den Tieren selbst hilft nur unzugelassene Chemie und Kieselgur. Alle deine Hühner darin baden. Wanne fertig machen, Huhn reinsetzen und das Kieselgur auf dem ganzen Huhn einarbeiten. ( außer Gesicht) Die Milben sterben sofort und das Kieselgur bleibt auch mindestens eine Woche auf dem Huhn.
    Dann gleichzeitig den Stall frisch machen.
    Viel Erfolg. ��
    LG Nadja
    2,9 schwedische Blumenhühner, 0,1 Marans, 0,3 Mixe, 0,2 Orpington, 0,2 lavender Araucana, 0,1 deutsches Lachshuhn, 0,1 Mechelner, 0,1 Vorwerk, 0,1 New Hampshire

  8. #8
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von sabs10 Beitrag anzeigen
    was meint der geheimnissvolle nero2010
    Gute Frage..
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,18 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  9. #9
    Avatar von sternenstaub
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    Wird wohl kaum einen geben, der nicht schon seine wahre Freude mit den Biestern hatte. Ich auch. Hab auch einen reinem Holzstall mit Dämmung.
    Geholfen hat hier: Stallwände regelmäßig kalken, dicke, staubige Einstreu (mit Erde drin), Mikrogur unter die Stangen sprühen und Holzasche in die Streu, die Nester und auf das Kotbrett verteilen.
    Ganz weg sind sie nicht, aber die kleine Menge, die ab und an mal da ist, kann ich sehr gut in Schach halten, so dass die Huhns keine Probleme haben. Durch die Wildvögel kommen halt immer mal wieder Milben.
    Gruß sternenstaub

    Zeit ist Geld. Aber was nützt Geld, wenn man keine Zeit (mehr) hat?

  10. #10
    Avatar von Zwiehuhn_Neuling
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    Von Anfang an DL,

    noch nie Probleme im Holzstall aus Nut- und Federbrettern.
    Immer wieder den DL auffüllen und auch mal Asche und Kalk (beides selten!) mit rein.

    Gruß Johannes
    3.12 Altsteirer
    In eigener Mission: Wer hat Kontakt zu Allnatura - brauche einen Kontakt wegen neuer Idee (am Besten Versuchsküche)

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