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Thema: Bruteiverkauf wieviel Verdienst ist erlaubt

  1. #11
    Avatar von Okina75
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    Der Mann einer meiner Eierkundschaften IST Finanzbeamter, und als ich mal eine flapsige, suggestiv- informative Bemerkung in der Richtung verlor, verdrehte der nur die Augen und winkte ab. Obwohl seine Frau/ sie bis zu 60 Eier im Monat nehmen, eine zeit- und ortgleich weitere Kundschaft auch bis zu 40 im Monat nimmt, sowie je nach Bedarf noch zwei weitere zeit- und ortgleiche Kundschaften je bis zu 30 Eier im Monat nehmen. Zu jeweis 2,50 €/ 10 Eier.

    Und wenn ein leibhaftiger Finanzbeamter so tut... Gut, sind Speise- Eier und keine Bruteier, aber trotzdem. Ich weiß, dass Du ein korrekter Mensch bist, Anni, aber mal ehrlich: Wen interessiert es denn, wieviele, und ob überhaupt, Bruteier Du verkaufst?

    Das kann natürlich auch wieder je nach Bundesland oder gar kommunal variieren, aber mein Bildungsstand zur Sache ist, dass Du im Jahr nicht über 2000 € Einnahmen kommen darfst, darunter ist alles pillepalle/ ok/ steuerfrei/ gewerbefrei gestattet. Und um DAS mit Eiern, egal welchen, als Hobbyhalter zu erreichen, ähäm *räusper*.
    Geändert von Okina75 (23.05.2019 um 09:37 Uhr)
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  2. #12

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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Das kann natürlich auch wieder je nach Bundesland oder gar kommunal variieren
    Das kann auch schon in einer Behörde von Zimmer zu Zimmer variieren. Jeder (Finanz-)Beamte hat einen Ermessensspielraum, die einen schöpfen den voll aus, andere übersehen dann auch gern mal was.

  3. #13
    Grottenolm
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Das kann natürlich auch wieder je nach Bundesland oder gar kommunal variieren, aber mein Bildungsstand zur Sache ist, dass Du im Jahr nicht über 2000 € Einnahmen kommen darfst, darunter ist alles pillepalle/ ok/ steuerfrei/ gewerbefrei gestattet. Und um DAS mit Eiern, egal welchen, als Hobbyhalter zu erreichen, ähäm *räusper*.
    Das ist nicht richtig. Zum einen gelten die Einkommensteuergesetze bundesweit einheitlich, zum anderen gibt es eine Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte und die liegt bei 600 Euro/Jahr. Freigrenze heißt, bis 600 Euro frei, bei 601 Euro würde alles steuerpflichtig. Natürlich würden dann die Kosten der Hühnerhaltung abgezogen, also käme sowieso nichts raus.

    Bei der Gewerbesteuer liegt der Freibetrag bei 24.500 Euro/Jahr.
    LG Mietze
    Bunt gemischte Hennentruppe: Orpington, Blumenhühner, Sundheimer, Bielefelder Kennhuhn, Mixe aus was weiß ich nicht und Chef der Mädels ist ein Blumenhahn

  4. #14

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    Keine Angst. Du kommst NIE über die Freigrenze.
    Dann wärst du gewerblich und könntest den Stall (über mehrere Jahre), das Futter, die Grundsteuer, den Strom, den Tierarzt, Stallkleidung, Desinfektionsmittel, das Internet, ein Büro, manch Autokilometer, manch Restaurantbesuch... steuerlich absetzen.

    DAS will kein Finanzamt.
    Deshalb ist Hühnerhaltung in Ö, egal wie erfolgreich man seine Produkte vermarktet, bis 250 Hühner ein "Hobby" laut Steuer.

    lg
    Willi
    Geändert von eierdieb65 (23.05.2019 um 11:32 Uhr)
    Leben ist tödlich, hören sie sofort damit auf.

  5. #15
    Avatar von Anni Huhn
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    Danke für Eure Beiträge. Ich hatte mir halt Gedanken gemacht da der liebe Nachbar ja schon stunk gemacht hat, und Ebay auch nicht gerade von netten Leuten strotzt. Aber zwischenzeitlich sammel ich alle Belege damit ich Einnahmen und Kosten vorweisen kann. Der Bruteierverkauf läuft sehr gut, und obwohl ich zwischenzeilich günstige Mixeier verkaufe um meine Tiere nicht trennen zu müssen, bin ich jetzt den ersten Monat nicht im Minus mit meiner Hühnerzucht. Gewinn gibt es nicht weil sofort alles wieder investiert wird. Wenn ich denke was ich für die Tucken die letzten Jahre ausgegeben hab, da hätte ich mir schon einige Urlaube von leisten können.

  6. #16
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von Kamikaze2001 Beitrag anzeigen
    Anschwärzen kann dich ein Mitbewerber/Konkurrent aus der Umgebung natürlich immer, aber bei der Anzahl sollte dir das Finanzamt keine Schwierigkeiten machen.
    Ohne Garantie: Ich würde vermuten, selbst wenn du 50 Verkäufe im Monat hättest und irgendwie belegen kannst das du damit keinen Gewinn, sondern eher noch ein Minus machst, dann würde sich das Finanzamt dafür auch nicht interessieren.
    Wenn Du 50 Verkäufe tätigs und dabei 1000 € gewinn machst, denn kommt dir fas FA sicherlich...........

    Du kannst tausende Verkäufe machen und das FA sagt nichts, wenn Du keinen Gewinn machst. Falls dir bei den Verkäufen, das FA aber dennoch mal auf die Pelle......... denn verlangt es ab dem Zeitpunkt eine Buchführung und wenn Du dann Gewinn machst, denn musst Du diesen natürlich versteuern. Gewinn heisst - Einnahmen minus die GANZEN Ausgaben und wenn dann etwas übrig bleibt, denn musst Du das versteuern.

    Und bei der Gewerbeanmeldung sieht es so aus - machst Du gelegentlich oder machst Du z. B. jetzt einige Verkäufe von Bruteiern, denn ist das vollkommen ok. Denn sonst müsste ja jeder verkauf bei Ebay gewerblich angemeldet werden.

    Verkaufst du allerdings sehr regelmässig und sehr oft, denn kann es schon ins gewerbliche gehen - besonders, wenn Du dabei Gewinn machst.

    Nur ohne Gewinn, da hat keiner ein Interesse
    Es ist einfacher die Menschen zu belügen,
    als ihnen klar zu machen, das sie belogen werden
    (Mark Twain)

  7. #17

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    Zitat Zitat von hein Beitrag anzeigen
    Nur ohne Gewinn, da hat keiner ein Interesse
    Darum geht es ja auch (erstmal) gar nicht.
    Diese "50 Verkäufe Regel" gibt es halt und dann schaut das FA halt mal genauer hin, vor allem wenn die von jemand anderem den Tipp bekommen. Selbst wenn man keine Gewinne erwirtschaftet hat, es ist ja dennoch erstmal mit Arbeit verbunden und somit lästig sich dann da zu rechtfertigen.

  8. #18
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von Kamikaze2001 Beitrag anzeigen
    ..............
    Diese "50 Verkäufe Regel" gibt es halt und dann schaut das FA halt mal genauer hin, ..........n.
    Wo gibt die denn?
    Es ist einfacher die Menschen zu belügen,
    als ihnen klar zu machen, das sie belogen werden
    (Mark Twain)

  9. #19

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    Zitat Zitat von hein Beitrag anzeigen
    Wo gibt die denn?
    Einfach mal nach suchen...
    http://bfy.tw/Nna2

    Eine genau Anzahl gibt es nicht bzw. ist dann Auslegungssache eines Richters, aber durch diverse Urteile hat man einfach mal die Zahl 50 genommen.
    Genauer heißt es im BGH-Urteil
    „Ob ein Anbieter von Waren auf einer Internetplattform im geschäftlichen Verkehr oder im privaten Bereich handelt, ist auf Grund einer Gesamtschau der relevanten Umstände zu beurteilen. Dazu können wiederholte, gleichartige Angebote gegebenenfalls auch von neuen Gegenständen, Angebote erst kurz zuvor erworbener Waren, eine ansonsten gewerbliche Tätigkeit des Anbieters, häufige sog. Feedbacks und Verkaufsaktivitäten für Dritte rechnen.“

  10. #20
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von Kamikaze2001 Beitrag anzeigen
    Einfach mal nach suchen...
    http://bfy.tw/Nna2

    Eine genau Anzahl gibt es nicht bzw. ist dann Auslegungssache eines Richters, aber durch diverse Urteile hat man einfach mal die Zahl 50 genommen.
    Genauer heißt es im BGH-Urteil
    „Ob ein Anbieter von Waren auf einer Internetplattform im geschäftlichen Verkehr oder im privaten Bereich handelt, ist auf Grund einer Gesamtschau der relevanten Umstände zu beurteilen. Dazu können wiederholte, gleichartige Angebote gegebenenfalls auch von neuen Gegenständen, Angebote erst kurz zuvor erworbener Waren, eine ansonsten gewerbliche Tätigkeit des Anbieters, häufige sog. Feedbacks und Verkaufsaktivitäten für Dritte rechnen.“
    Gesucht und gleich die richtige Aussagen gefunden

    https://verkaeuferportal.ebay.de/ab-...her-verkaeufer
    Geändert von sil (24.05.2019 um 08:24 Uhr) Grund: Bitte bei Zitaten Forumsregeln beachten.
    Es ist einfacher die Menschen zu belügen,
    als ihnen klar zu machen, das sie belogen werden
    (Mark Twain)

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