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Thema: Wer ist schuld dass sie nicht (gut) legen?

  1. #21
    Avatar von LittleSwan
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    genau, und Proteingehalt etwas puschen.

    Und unbedingt mal Fotos hier einstellen

  2. #22

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    Eine ordentlich funktionierende Personenwaage vorausgesetzt funktioniert das mit Differenzwiegen schon gut. Ich rationier meinen Orpis auch das Futter. Damit es ihnen und mir nicht so schwer fällt, weiche ich das geschrotete Alleinfutter ein. Eine zuletzt geschlachtete 10 Monate alte Henne hatte definitiv zu viel Fett. Bisher habe ich nicht gemerkt das sich das negativ auf die Legeleistung auswirkt.
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  3. #23

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    Zitat Zitat von hein Beitrag anzeigen
    ... man muss mal berechnen, 1 Kilo Kartoffeln, das sind 100g pro Tier und das ist schon über 50% der Tagesmenge. Und diese Menge sind Kohlenhydrate pur
    Ok, ich habe das interessehalber und um die Ehre der Oma zu retten, mal etwas durchgerechnet: 100 g Kartoffeln enthalten 326 KJ Energie. Eine Legehenne braucht nach diesen Angaben S. 9 1452 kJ am Tag, wenn sie 1900 g wiegt. Demnach würde man mit 100 g Kartoffeln 22.5% ihres Energiebedarfs decken. Wenn Amrocks aber 3 kg wiegen sollen, ist diese Energiemenge zu gering, da Amrocks ja somit 58% schwerer sein dürfen, als das in der Quelle zugrundegelegte Legehuhn. Würde man grosszügig mal von einer erlaubten Energiemenge von 2300 kJ pro Tag ausgehen, so wären in der 100 g Kartoffelportion nur ca. 14% der Tagesenergiemenge. Oder anders ausgedrückt: eine 3 kg Henne müsste ca. 700 g Kartoffeln essen, um ihren Energiebedarf damit zu decken.
    Da Kartoffeln neben rund 80% Wasser, 16% Kohlenhydrate, 2% Protein, 2% Ballaststoffe und quasi kein Fett enthalten, kann man über den Daumen gepeilt sagen, dass Kartoffeln nur rund 10% Protein in ihrer Trockenmasse (20% des Frischgewichts) enthalten. Wenn man auf die für Legehennen manchmal empfohlenen 17% Rohprotein kommen will, muss man also noch ein Proteinfutter hinzugeben. Da nur 100 g frische Kartoffeln pro Huhn gefüttert wurden, wäre dafür also noch ausreichend Spielraum. Frischer Magerquark enthält z.B. 11% Eiweiss und 84% Wasser. Angenommen die Oma macht sich nun mit 1000 g Kartoffeln (mit 20 g Protein in 200 g Trockenmasse) und 200 g Magerquark (mit 21 g Protein in 32 g Trockenmasse) beliebt, so würde sie bei deinen Legehennen ein Futter mit 41 g Protein in 232 g Trockenmasse, also 17-18% Rohprotein füttern. Pro Vogel wären das dann also 100 g Kartoffeln und 20 g Magerquark mit einer Energie von 326 kJ + 51.4 kJ = 377.4 kJ oder bezogen auf die 2300 kJ Engergiebedarf rund 16%.

    Der langen Rede Kurzer Sinn:
    Ein paar Kartoffeln müssten, zusammen mit z.B. Magerquark im Verhältnis 10:2 gemischt, durchaus als Bestandteil einer Legehennenfütterung akzeptabel sein.

    LG Oliver
    Geändert von Oliver S. (25.04.2019 um 15:10 Uhr)

  4. #24
    Avatar von Dylan
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    Die Bezeichnung "gute Legeleistung" liegt ganz im Auge des Betrachters. Große, schwere Hühner legen in der Regel weniger, als leichtere Legehuhnrassen. Fütterungstips hast du hier genug erhalten; den Bestand verjüngen ist eine weitere Maßnahme, bedeutet aber, dass man bei den Althennen aussortieren muss, um eine zu hohe Besatzdichte zu vermeiden. Das kann nicht jeder.
    Bei mir gibts das Futter nur rationiert, solange das Weichfutter mit dem Legemehl nicht aufgefressen ist, gibts gar keine Körner.
    Ich füttere übrigens auch reichlich eingeweichtes Brot, Kartoffeln und Essensreste. Das wird mit Legemehl und Futterkalk gemischt, aber dann gibts eben auch keine Körner, sonst sind wir wieder bei zu wenig Eiweiß.

    Die Hühner legen damit supergut, ich habe auch im Winter täglich Eier.
    Von 25 Hennen waren es im Schnitt 10 Eier täglich im Winter, jetzt sind es 15 - 19 Eier täglich.
    Geändert von Dylan (25.04.2019 um 15:16 Uhr)

  5. #25
    Avatar von eierdieb65
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    210 ist keine reine Zahl, im Auge des Betrachters, oder?
    Das ist nämlich die Jahres"leistung", laut Standard.

    lg
    Willi
    Leben ist tödlich, hören sie sofort damit auf.

  6. #26

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    Deswegen sollte Huhn aber nicht 300 Gramm Futtermenge aufnehmen müssen.... nur jetzt so angenommen, nicht belastbar durchgerechnet.
    Die 100 Gramm waren ja auf die Menge bezogen.
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  7. #27

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    Zitat Zitat von Oliver S. Beitrag anzeigen
    Ok, ich habe das interessehalber und um die Ehre der Oma zu retten, mal etwas durchgerechnet: 100 g Kartoffeln enthalten 326 KJ Energie. Eine Legehenne braucht nach diesen Angaben S. 9 1452 kJ am Tag, wenn sie 1900 g wiegt. Demnach würde man mit 100 g Kartoffeln 22.5% ihres Energiebedarfs decken. Wenn Amrocks aber 3 kg wiegen sollen, ist diese Energiemenge zu gering, da Amrocks ja somit 58% schwerer sein dürfen, als das in der Quelle zugrundegelegte Legehuhn. Würde man grosszügig mal von einer erlaubten Energiemenge von 2300 kJ pro Tag ausgehen, so wären in der 100 g Kartoffelportion nur ca. 14% der Tagesenergiemenge. Oder anders ausgedrückt: eine 3 kg Henne müsste ca. 700 g Kartoffeln essen, um ihren Energiebedarf damit zu decken.
    Da Kartoffeln neben rund 80% Wasser, 16% Kohlenhydrate, 2% Protein, 2% Ballaststoffe und quasi kein Fett enthalten, kann man über den Daumen gepeilt sagen, dass Kartoffeln nur rund 10% Protein in ihrer Trockenmasse (20% des Frischgewichts) enthalten. Wenn man auf die für Legehennen manchmal empfohlenen 17% Rohprotein kommen will, muss man also noch ein Proteinfutter hinzugeben. Da nur 100 g frische Kartoffeln pro Huhn gefüttert wurden, wäre dafür also noch ausreichend Spielraum. Frischer Magerquark enthält z.B. 11% Eiweiss und 84% Wasser. Angenommen die Oma macht sich nun mit 1000 g Kartoffeln (mit 20 g Protein in 200 g Trockenmasse) und 200 g Magerquark (mit 21 g Protein in 32 g Trockenmasse) beliebt, so würde sie bei deinen Legehennen ein Futter mit 41 g Protein in 232 g Trockenmasse, also 17-18% Rohprotein füttern. Pro Vogel wären das dann also 100 g Kartoffeln und 20 g Magerquark mit einer Energie von 326 kJ + 51.4 kJ = 377.4 kJ oder bezogen auf die 2300 kJ Engergiebedarf rund 16%.

    Der langen Rede Kurzer Sinn:
    Ein paar Kartoffeln müssten, zusammen mit z.B. Magerquark im Verhältnis 10:2 gemischt, durchaus als Bestandteil einer Legehennenfütterung akzeptabel sein.

    LG Oliver
    Für Weissbrot könnte man analog überlegen:

    Macht sich deine Frau mit 1000 g Weissbrot (mit 85 g Protein in 600 g Trockenmasse) und 250 g Magerquark (mit 26 g Protein in 43 g Trockenmasse) beliebt, so würde sie bei deinen Legehennen ein Futter mit 111 g Protein in 643 g Trockenmasse, also ebenfalls rund 17% Rohprotein füttern. Pro Vogel wären das dann allerdings 100 g frisches Weissbrot und 25 g Magerquark mit einer Energie von 1030 kJ + 64 kJ = 1094 kJ oder bezogen auf die 2300 kJ Engergiebedarf rund 48 %.

    Weissbrot und Magerquark müsste man also im Verhältnis 10 : 2.5 mischen damit die Hennen nicht zu wenig Protein bekommen.

    (Zu berücksichtigen wäre natürlich, dass hier mit frischem Weißbrot gerechnet wurde. Dieses enthält noch 40% Wasser. Nimmt man Trockenes Weißbrot, sollte man zuerst das Wasser wieder ergänzen, dann wiegen und danach die entsprechende Masse Quark hinzufügen.)

    LG Oliver
    Geändert von Oliver S. (25.04.2019 um 15:33 Uhr)

  8. #28
    Avatar von Dylan
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    1. Ich habe keine Frau, sondern einen Mann. Nicht durch den Nicknamen durcheinander bringen lassen.
    2. Mir wird von zuvielen Zahlen leicht schwindelig, deshalb lasse ich das mit dem Rechnen.
    Ich nehme einfach eine halbe Schüssel mit gesammelten Essensresten oder altem Brot von der Verwandtschaft, das wird eingeweicht, dann kommt ein großer Becher Legemehl und etwas Futterkalk drauf, fertig. Und das muss aufgefressen sein, bevor es am Nachmittag Körner gibt.
    3. Am Ergebnis sehe ich, ob die Fütterung passt. Viele glattschalige Eier, agile, nicht verfettete Hühner- das reicht mir vollkommen.
    4. Meine weitere Eiweißquelle für die Hühner kann ich nicht steuern und NOCH SCHLECHTER berechnen. Sie laufen ziemlich viel in der Wiese und fressen Insekten und Gewürm.
    5. Quark gibts nur im Winter ab und an, wenn nix rumfliegt oder krabbelt.

  9. #29
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Oliver S. Beitrag anzeigen
    Weissbrot und Magerquark müsste man also im Verhältnis 10 : 2.5 mischen damit die Hennen nicht zu wenig Protein bekommen.
    Was aber nicht viel nützt, weil in dieser Mischung die limitierenden Aminosäuren Lysin und Methionin völlig unterrepräsentiert sind. Das Ergebnis wäre ein Nachlassen der Legeleistung.

    Liebe Grüße

    Frank
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,18 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  10. #30

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    Zitat Zitat von zfranky Beitrag anzeigen
    Was aber nicht viel nützt, weil in dieser Mischung die limitierenden Aminosäuren Lysin und Methionin völlig unterrepräsentiert sind. Das Ergebnis wäre ein Nachlassen der Legeleistung.

    Liebe Grüße

    Frank
    Ok, Lysin und Methionin könnte man auch noch berücksichtigen. Aber es sollte hier ja kein Rezept für ein Alleinfutter für maximale Legeleistung entwickelt werden. Regenwürmer sind, glaube ich, ganz besonders lysin- und methioninreich. Vielleicht regelt der Freilauf diesen Bedarf ja dann ganz von allein noch etwas nach.
    LG Oliver
    Geändert von Oliver S. (25.04.2019 um 16:00 Uhr)

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