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Thema: Füttern ohne Legefutter?

  1. #21
    Avatar von mm66
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    Zitat Zitat von hirsch Beitrag anzeigen
    Ich weis nicht ob das nur mir so geht, aber wenn ich die Beiträge zu diesem Thema so durchlese, so bin ich hinterher nicht wirklich schlauer als zuvor. Und das ist beileibe nicht das erste mal, wo ich das bei dem großen Thema "Fütterung" hier feststelle.

    Das darf jetzt nicht falsch verstanden werden und es steckt auch keinesfalls eine böses Absicht dahinter, aber für einen Anfänger ist es aus der Vielzahl der individuellen Meinungen, gerade bei diesem Thema, all derer die gut gemeint helfen wollen, schier unmöglich das für ihn richtige heraus zu finden.
    Ja, das Thema ist sehr komplex und jeder Futteranbieter und jeder Hühnerhalter hat dazu noch mal seine eigene Meinung.

    Aber wenn man gesunde Hühner mit ausreichender Versorgung haben will, sollte man sich entweder informieren oder man muss sich auf den Futtermittelhersteller verlassen.

    Fütterung ist eine Wissenschaft für sich.
    Knackpunkt ist meist das Eiweiß; sprich Protein im Futter. Es sollte eine gewisse Grenze auf Dauer nicht unterschreiten.
    Wenn man nur Körner füttert und keinen absoluten Auslauf mit reichlich Getier anbieten kann, so wird sich früher oder später ein Proteinmangel einschleichen.

    Es gibt die unterschiedlichsten Weisen um dies zu umgehen.
    Kartoffeleiweiß, Leguminosen, Fleisch, Blutmehl, Eiprodukte, Mehlwürmer, Weißklee und viele Proteinlieferanten werden ausprobiert und zugefüttert. Früher sah man in den Futtersäcken getrockneten Fisch und Krabbentierchen um genau diesem Problem zu entgehen. Da das heute nicht mehr der Fall ist, muss man schon darauf achten, dass das verwertbare Protein nicht zu gering ausfällt. Gleichzeitig darf der Fettgehalt nicht zu hoch sein und darin liegt oft der Krux.
    Viele Proteinträger enthalten auch viel Fett z.B. Mehlwürmer oder Sonnenblumenkerne.

    Also klügelt man sich eine Mischung aus und dann ... fressen sie es (manchmal) nicht!

    Dann probiert man hin und her, versucht unterschiedliche Fütterungsweisen und irgendwann hat man dann endlich seine Fütterung optimiert. (Bis der Futtermittellieferant genau diese Komponenten dann aus seinem Verkaufsprogramm nimmt. Dann fängt man wieder von vorne an.)

    Deshalb kann es keine allgemeingültige Empfehlung an Neueinsteiger geben, es gibt nur ungefähre Richtwerte. So gibt es allein schon für den Proteingehalt im Futter Angaben von 11-25% Rohprotein. In dieser Spanne kann schon ein gewaltiger Unterschied liegen. Getreide allein liegt oft am unteren Rand dieser Angabe, manchmal drunter. Und Tiere die auf Dauer mit nur 11 % Protein gefüttert werden, werden oft nicht sehr alt.
    Meist sind im Industriefutter 17 oder 18% Rohprotein. Im Elterntierfutter meist 13 % Rohprotein. So beeinflusst auch noch der Zeitpunkt und der Zustand von Auslauf, Tier und Nutzung den Futterbedarf. Deshalb kommen so viele Hühnerhalter zu so unterschiedlichen Auffassungen bezüglich des Futterbedarfes.

    Da hilft nur schlau machen, das Forum ist dafür die beste Quelle, auf die ihr stoßen konntet. Auch wenn sich hier manchmal gestritten wird, so sind hier doch die meisten frei verfügbaren Informationen und Erfahrungswerte veröffentlicht.
    Weizenfarbige Araucana

  2. #22

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    Hein, warum soll dieses Körnerfutter nicht ausreichen? Immerhin hat es 17,5% Rohprotein. Ich finde das verlinkte Futter sehr gut.

    Ich bin aber nicht so die Fachfrau in Sachen Futter. Und mache da auch keine Wissenschaft draus. Meine haben im Futterautomaten zur freien Verfügung Legepellets (Mifuma), damit können sie jederzeit ergänzen. Wird immer weniger angenommen. Dazu gibt es früh und abends eine eigene Mischung aus je einem Teil Sonnenblumenkerne, Mais, Wildvogelfutter, gequetschtem Hafer und Weizen. Mittags Weichfutter (Proteinreich) und etwas Weizen mit Mais. Einen großen Auslauf mit noch Grün, Küchenabfälle aus mehreren Haushalten, was halt so über den Zaun fliegt und die von uns selbst. Da sind sie immer ganz fix, sie lieben die Vielfalt von Kartoffelbrei mit Würstchen und den nächsten Tag Eintopf oder Büttergemüse mit Schwammerlbrühe, manchmal noch mit Fleischreste und Kartoffeln etc. Ich quetsche ihnen Knochen, einmal die Woche gibt es durch den Wolf gelassenes Fett ins Weichfutter, ein andermal zusätzlich Blut, was halt so anfällt. Immer mit rein kommt da Bierhefe, D3Tropfen und Quark. Und einmal ám Tag geraspelte Möhren mit Kokosöl. Ob das so passt weis ich nicht, aber die Schalenqualität der Eier ist Top und alle Tiere sind sehr gesund. Auch die etwas älteren.

    Durch die Fütterung neben den Pellets brauchen sie immer weniger aus dem Automaten. Wenn sie die Körnermischung gerne fressen würde ich es weiter geben und anderes Futter weiter langsam ausbauen. Auch wenn der Preis von deinem Futter ganz schön derbe ist, bei deiner Anzahl Hennen würde ich das auch gerne füttern. Meines ist nicht so hochwertig.

  3. #23

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    Zitat Zitat von Dorintia Beitrag anzeigen
    Wenn du ihnen nur das Legemehl gibst oder Pellets würden sie die schon fressen, alles eine Frage der Gewöhnung.
    Küchenreste und 150qm Auslauf bei der Hühnerzahl kann ich in deiner Argumentation nicht nachvollziehen.
    Ein Futter mit Hauptbestandteil Mais gäbe es bei mir nicht, eben wegen dem Mais. Im Futter muss auf jeden Fall genug Kalzium drin sein und die anderen wichtigen Bestandteile, damit die Hühner die Eier zusammenbauen können, vor allem Vielleger wie Hybriden. In einem Alleinfutter für Legehennen ist eben alles drin, du findest aber sicher auch gutes Futter wenn du Ergänzungsfutter + Körnerfutter füttern willst (die Mengen- Empfehlungen stehen im allgemeinen drauf).
    Ich fand meine Antwort auf die Frage "ob denn die Hühner überhaupt was anderes bräuchten, schließlich haben sie doch 150 qm und Küchenreste"... schon ziemlich konkret.
    Ich kann dem Fragesteller doch nicht vorschreiben was er nun genau füttern soll und ich bin auch nicht gewillt genehme Futterquellen rauszusuchen. Und was soll man schreiben wenn direkt mit "verwöhnten" (ist jetzt etwas überspitzt, sorry, meine fräßen auch nur Körner wenn sie könnten) Hühnern argumentiert wird?
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  4. #24

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    Zitat Zitat von Elli Beitrag anzeigen
    Hein, warum soll dieses Körnerfutter nicht ausreichen? Immerhin hat es 17,5% Rohprotein. Ich finde das verlinkte Futter sehr gut.
    .....
    Das soll aber eben nicht weiter gefüttert werden.....
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  5. #25

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    Ja, Ausschleichen ist aber doch fast das gleiche, wie nicht mehr füttern. Es ging um den Preis, der ja auch gesalzen hoch ist. Der veringert sich um einiges, wenn anderes Futter mit aufgenommen wird. Und man hat trotzdem noch ein sehr gutes Futter.

    Meine haben die Pellets auch wie verrückt gefressen. Waren auch je Sack mit Versand 20€, das juckt mich jetzt nicht mehr, weil ich trotz der über 50 Hennen und 6 Hähne damit lange hinkomme.

  6. #26
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von Elli Beitrag anzeigen
    .............
    Meine haben die Pellets auch wie verrückt gefressen. Waren auch je Sack mit Versand 20€, das juckt mich jetzt nicht mehr, weil ich trotz der über 50 Hennen und 6 Hähne damit lange hinkomme.
    Das Problem ist aber doch, das die Hühner bei Xarel123 keine Pellets und kein Mehl fressen und darum hat er doch auch seine Frage gestellt.

    Da interessiert es doch niemand ob deine Hühner Pellets wie Verrückt fressen - meine fressen auch Pellets und Mehl wie verrückt - weil sie es kennen.

    Übrigens, bei 56 Hühner dürfte auch ein Sack Hühnerfutter nicht sehr lange reichen! (sorry, ist nicht bös gemeint) - nur wer das liest, der wundert sich natürlich, wenn bei Ihm ein Sack Hühnerfutter, bei 56 Hühner, keine Woche reichen. Denn wer nur fertiges Hühnerfutter füttert, da dürfte so ein Sack bei 56 Hühner höchstens 3-4 Tg. lang reichen
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

    Gepaart mit einer grünen Lust an der Deindustrialisierung,
    die letztlich in den ökonomischen Niedergang mündet.“



  7. #27

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    Das Futter aus Österreich (Körnermischung) ist super, aber ein Sack kostet halt gut 30 Euro.
    Bei 14 Hennen (weiss gar nicht genau wie viele gerade) brauche ich halt jeden Monat einen Sack und der wird per Hermes von Österreich hier hergeschickt. Irgendwie auch nicht so optimal.

    Bisschen mische ich noch Weizen unter. Haben noch 6 Seramas (am 21. vielleicht 12 Küken mehr) und 13Wachteln. Da geht einiges weg an Futter. 30 Minuten entfernt ist Meika von uns aus, die auch Biofutter machen. Da könnte ich dann gleich mal 200 kg oder so holen. Da "Großmenge" und kein Versand vermutlich einiges günstiger. Leider haben die so Alleinfutter nur als Mehl oder Pellets. So Kornmischung besteht bei Meika nur aus Weizen, Mais und Austerschale. Da sind die anderen Vitamine/Mineralstoffe etc nicht drin leider.
    Das mit den Pellets müsste ich halt ausprobieren nach der "Friss oder stirb Methode".
    Bis jetzt bleibt das Mehl immer übrig. Die holen die Körner besser raus als ein Sieb ;-)
    Selbst als "Hühner-Bircher- Müsli" sagen die, "nein Danke" wir warten auf Körner ;-)

    Ich suche halt nach einer Alternative, wie ich zu einem guten Preis an ein gutes Biofutter komme. Muss ja nicht das billigste sein, aber wenns einen günstigeren Weg gäbe, wär das halt auf Dauer nicht schlecht.
    Geändert von Xare123 (18.03.2019 um 17:22 Uhr)

  8. #28
    Moderator Avatar von sil
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    Zitat Zitat von Xare123 Beitrag anzeigen

    Ich suche halt nach einer Alternative, wie ich zu einem guten Preis an ein gutes Biofutter komme. Muss ja nicht das billigste sein, aber wenns einen günstigeren Weg gäbe, wär das halt auf Dauer nicht schlecht.
    Dorintia hat es ja schon auf den Punkt gebracht: Das Problem ist, daß deine Damen ganz schön verwöhnt sind und dich schon gut erzogen haben.
    Versuche es doch einfach. Im Zweifel hast Du einen Sack Pellets herumstehen.
    Ich denke aber, Du brauchst bloß einen etwas längeren Atem als deine Hühner.
    Ich würde mir als erstes mal Zeit nehmen und anstatt Futter ad libitum hinzustellen, etwa fünfmal am Tag quasi aus der Hand soviel Futter anbieten, wie auf 5 bis 10 Minuten aufgefuttert wird. So entwickelt sich ein Gefühl für die tägliche Menge. Nach einigen Tagen könnte das bisherige Futter mit dem neuen Körnermix und einer kleinen Menge der neuen Pellets vermischt werden, aber weiterhin nur soviel, wie gleich aufgepickt wird. Bleibt etwas liegen, haben sie erst mal genug. Vielleicht werden die Damen dich für ganz schön unverschämt halten und auch mal "Hunger!" schreien, aber da müssen sie halt durch. Irgendwann werden sie verstehen, daß eben gegessen werden muß. was auf den Tisch kommt und irgendwann werden sie vergessen haben, daß sie keine Pellets mögen. Verhungern werden sie nicht, einen irreparablen Schaden durch eine möglicherweise kurzfristige Unterversorgung wegen ihrer Mäkeligkeit werden sie eher auch nicht davontragen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  9. #29

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    Ok Danke. Ich werds mal probieren, wenn das aktuelle Futter leer ist. Die Pellets wären super, weil:
    1. In Bioqualität
    2. selbst abholbar
    3. Kein "Mehl" übrig bleibt
    4. günstiger, wenn man es in größerer Menge abholt

    Das wäre dann das Futter:

    https://www.meika-biofutter.de/390-2/legekorn-l1-pelletiert/
    Geändert von Xare123 (18.03.2019 um 19:21 Uhr)

  10. #30

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    Den Fütterungshinweis hast du gelesen?
    Bitte wirklich nur die angegebene Menge pro Huhn nachmittags in den Auslauf streuen, ansonsten die Pellets halt hinstellen. In der Umgewöhnungszeit noch keine Körner zufüttern.
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

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