Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 35

Thema: Vogelgrippe 2019, was kommt auf uns zu

  1. #1

    Registriert seit
    26.11.2014
    Ort
    am Harz
    PLZ
    38315
    Beiträge
    1.695

    Vogelgrippe 2019, was kommt auf uns zu

    Heute teilte das koreanische Ministerium für Landwirtschaft mit, das es neue Regelungen für Geflügelhaltungen geben wird. In Regionen, die besonders AI gefährdet sind soll die Geflügelhaltung (poultry breeding) verboten werden. Weiterhin sollen neue gewerbliche Farmen innerhalb von 500 m zu bestehenden Farmen nicht mehr zugelassen werden. Farmer die gegen Regeln verstoßen und dadurch einen Ausbruch verursachen verlieren ihre Tierhaltungsgenehmigung. In wieweit Regeln auch für private Halter gelten sollen, ist nicht klar erkennbar.
    http://www.koreaherald.com/view.php?ud=20190102000322

    Die Jahresbilanz in Taiwan meldet insgesamt 62 Ausbrüche. Der letzte Ausbruch des Jahres betrifft 100 Puten, bei denen H5N2 festgestellt wurde.
    https://www.taiwannews.com.tw/en/news/3608213


    In Indien hat sich H5N1 weiter ausgebreitet. Nach dem Bundesstaat Odisha ist nun auch in Bihar H5N1 aufgetaucht.

    In Indien wurde am 22.12.ein weiterer Ausbruch gemeldet. In vier Dörfern im Nundesstaat Bihar, ca. 640 km nördlich der letzten Meldungen, wurde nun H5N1 diagnostiziert, nachdem mehrere Tiere verstorben sind. Das Geflügel in den 4 Dörfern wird nun gekeult.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67195796.cms

    Drei Tage später, kommt aus Bihar dann die Meldung, dass nach dem Fund von H5N1 in Proben von sechs toten Pfauen im Zoo von Patna, selbiger nun geschlossen wurde.
    https://www.indiatoday.in/india/stor...006-2018-12-25

    Die aktuell letzzte Meldung vom 30.12. meldet zwei weitere tote Tiere im Zoo von Patna in benachbarten Gehegen.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67305051.cms

    Im Bundesstaat Odisha meinte man zeitgleich, dass die AI außer Kontrolle gerät (oder vielmehr die Bekämpfung derselben). Nachdem zunächst angekündigt wurde, das im 1 km Umkreis um die bekannten Ausbruchsorte gekeult wird, beschweren sich jetzt Dorfbewohner darüber, das ohne Vorankündigung auch an weiter eintfernten Orten gekeult wird. Die Verstärkung der Keulungen sorgt für Panic in den umliegenden Dörfern. Bisher sollen ca. 12.000 Tiere getötet wurden sein.
    https://odishatv.in/odisha/bird-flu-...in-puri-341203

    Und hier noch ein Highlight der Vogelschmuggelei. Am JFK Airport wurden Vögel in Haarrollern versteckt gefunden. Ist vielleicht sehr speziell, aber was rutscht eigentlich an deutschen Flughäfen alles durch?
    https://www.thetravel.com/jfk-airpor...ng-live-birds/
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,13,9 Altsteirer; 0,0,12 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,2 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,9 Aylesbury Enten; 3,6 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

  2. #2

    Registriert seit
    14.10.2016
    PLZ
    56***
    Beiträge
    6.084
    Vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz uns mit Informationen über das "Weltgeschehen" zu versorgen.
    1.4 große Orpington in gelb-schwarz-gesäumt (2017), 3 Orpington-Hennen (Schlupftag 29.06.2018 )
    18.05.2019 Schlupftag: 32 kleine große Wyandotten in schwarz-goldgesäumt und spalterbig aus blau-goldgesäumt

  3. #3

    Registriert seit
    26.11.2014
    Ort
    am Harz
    PLZ
    38315
    Beiträge
    1.695
    Themenstarter
    04.01.

    In China wird aus der Provinz Guangdong ein neuer Fall von H9N2 bei Menschen gemeldet. Es ist der insgesamt 6 Fall von H9N2 im Jahr 2018. Eine Frau aus Shenzhen wurde am 25.12. ins Krankenhaus eingeliefert. Zur Erinnerung H9N2 gilt als Kandidat für eine Pandemie und war an der Entstehung der aktuellen H5 HPAI Stämme beteiligt. Der in Asien und Afrika grassierende Virusstamm ist aber nicht identisch mit dem in Europa bekannten.
    http://afludiary.blogspot.com/2019/0...rts-human.html

    In Indien wirkt sich der H5N1 Virus weiter aus. Im Patna Zoo sollen bis jetzt 200 Tiere gestorben (oder gekeult?) sein. In anderen Gebieten im Bundesstaat Bihar soll im Umkreis, um bekannte Ausbruchsorte, alles Geflügel gekeult werden, es ist von ca. 15.000 Tieren die Rede.
    https://www.hindustantimes.com/patna...vCy7YrLGO.html

    Weiterhin werden in Bihar wiederholt tote Krähen gefunden. Allerdings ist hier bei vielen Tieren die Todesursache nicht klar und die zuständige Behörde vermutet eher Pestizidvergiftung.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67371432.cms

    07.01.

    Das aktuelle Radar Bulletin für Dezember ist da. Schwerpunkt ASP und Blauzungenkrankheit.

    Der Abschnitt über AI ist sehr kurz, enthält aber eine schöne Formulierung über den Grund der Abzenz der AI in Deutschland. Man vermutet, dass die verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen, an die sich ja jetzt alle halten, dafür sorgen könnten, dass es bisher keine Ausbrüche gab.
    Wenn man jetzt böse ist, könnte man das so lesen, dass auch die ganzen Wildvögel 2016/17 Opfer schlechter Biosicherheitsmaßnahmen sind, denn auch Wildvögel hat man ja bisher eher nicht AI positiv gefunden. Und weil ich ein böser Mensch bin und Ingo diesen Punkt selbstverständlich nicht einfach so kampflos überlasse weise ich darauf hin, dass ebenso gut, die noch wirksame Immunisierung der Wildvogelpopulation, nach der Durchseuchung (FLI Slang, nicht meiner) von 2016/17 wirksam gegen eine Ausbreitung wirkt. Oder es sind zur Abwechlung keine AI verseuchten Transporte aus China abgegangen oder die Impfkampagne in China wirkt (noch) und verhindert einen Eintrag in die Zugvogelpopulation. Oder, oder...
    https://www.openagrar.de/servlets/MC...effentlich.pdf

    Ein neuerAusbruch von H5N1 in Südvietnam. Hier sind eine unbekannte Anzahl von Hühnern betroffen.
    http://www.xinhuanet.com/english/201..._137725710.htm

    Noch einmal bekannte Infos aus Indien. Hier allerdings mit einem hübschen Bild zur Biosicherheit bei Geflügeltransprten in Indien garniert.
    https://www.dnaindia.com/india/repor...-scare-2705045

    Und tatsächlich mal etwas neues aus Deutschland, genauer aus Oldenburg. Die Kreiszeitung berichtet über das Resümee des Veterinäramtes. Hierunter die Mitteilung, dass eine FLI Doktorantin ihre Doktorarbeit über die möglichen Ausbruchsgründe 2016/17 in der Region schreibt.
    https://www.kreiszeitung.de/lokales/...-11042616.html
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,13,9 Altsteirer; 0,0,12 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,2 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,9 Aylesbury Enten; 3,6 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

  4. #4
    Avatar von Okina75
    Registriert seit
    28.03.2010
    PLZ
    5...
    Beiträge
    16.012
    Wie kann es sein, dass 2018 alles an auch Wildvögeln negativ getestet wurde, wenn die das pro forma aus Sibirien mitbringen? Ein Jahr mal ja, ein Jahr mal nicht, obwohl der Papst in (Süd)(ost)asien noch immer im Kettenhemd steppt, die angebliche Infektionskette über Zugvögel also nach wie vor besteht?
    Sibirische Gänse etc. überwintern auch dies Jahr je nach Herkunft in Ostasien oder Europa, und sind im letzten Frühling auch von dort aus wieder nach Sibirien zurück geflogen... Spätestens jetzt sollte auch dem letzten dämmern, dass diese Infektionsquelle ausgeschlossen werden kann, ja muss!
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  5. #5

    Registriert seit
    09.12.2015
    PLZ
    72
    Beiträge
    95
    Zitat Zitat von Warnehof Beitrag anzeigen
    Und weil ich ein böser Mensch bin und Ingo diesen Punkt selbstverständlich nicht einfach so kampflos überlasse weise ich darauf hin, dass ebenso gut, die noch wirksame Immunisierung der Wildvogelpopulation, nach der Durchseuchung (FLI Slang, nicht meiner) von 2016/17 wirksam gegen eine Ausbreitung wirkt.
    Ich glaube nicht, dass in nennenswertem Umfang eine Immunität bei den Wildvögeln vorliegt. Diese „Spitze-des-Eisberges“-FLI-Story wurde zwar oft behauptet, aber nie mit Daten belegt. Zum Aufbau einer adaptiven Immunität braucht es Zeit. Die hat ein Vogel nicht, wenn er bei einem hochpathogenen Erreger in ein paar Tagen hinüber ist. Und wo sollten weiterhin die diesjährig geschlüpften Tiere eine solche Immunität erworben haben?

    Das FLI hat doch in einem seiner Radarbulletins selbst geschrieben (ob denen klar war, was sie damit einräumen?), dass 2014/15 in den USA HPAI in der Wildvogelpopulation erst dann verschwand, als man es effektiv in den Intensivhaltungen bekämpft/ausgerottet hatte.

    Ohne ständigen „Nachschub“ läuft sich ein hochpathogener Erreger unter Bedingungen (v. a. Dichte und Anzahl), wie sie in Wildvogelpopulationen oder Kleinhaltungen vorliegen, sehr schnell tot. Wenn natürlich tausende genetisch gleiche Tiere, die sowieso gesundheitlich schon angeschlagen sind, auf engstem Raum sitzen, sind das beste Bedingungen auch für einen hochpathogenen Erreger. In England wurde H5N8 erst nach Wochen in einer Intensivhaltung erkannt. Was es in der Zeit an Austrägen gab, kann man sich vorstellen, wenn man die beiden Arbeiten dazu (eine USA, eine Frankreich) gelesen hat.

    Wie ich schon schrieb ist H9N2 das Maß der Wirksamkeit der BSM. Der Tiergesundheitsbericht 2018 wird zeigen, ob die BSM in D die Verbreitung von AIV stoppen können. Wenn natürlich wie in den letzten Jahren wieder Dutzende Haltungen Probleme mit H9N2 haben, ist das garantiert kein Beleg für die Wirksamkeit der BSM.

    Erstaunlich finde ich es, dass es nicht ein Wildvogel dieses Jahr von Norditalien oder Bulgarien, wo H5N8 noch präsent war/ist nach Deutschland geflogen ist und uns etwas mitgebracht hat. Vermutlich können das nach FLI-Sicht die aus Sibirien besser.

    Wir haben keinen Grund zu kämpfen. Mittlerweile hast Du die genannte wissenschaftliche Literatur gelesen und wir glauben beide daran, was wissenschaftlich gut belegt ist und alle Wissenschaftler in Europa außerhalb jener kleinen Ostseeinsel glauben oder besser einräumen: die Entstehung von HPAI aus LPAI in der Massengeflügelhaltung in 95% aller Fälle seit 1959. Und dann noch daran, dass Großhaltungen häufiger betroffen sind und die Geflügelwirtschaft im Gegensatz zu Wildvögeln und Kleinhaltungen den größten Anteil an der Ausbreitung von HPAI hat. Auch das ist beides mehr als ausreichen belegt.

    Viel Spaß beim Schippen
    b5irin

  6. #6

    Registriert seit
    26.11.2014
    Ort
    am Harz
    PLZ
    38315
    Beiträge
    1.695
    Themenstarter
    Es bleibt weiterhin ruhig. Nur die zu erwartenden weiteren Meldungen aus Indien wegen H5N1 und eine Meldung aus Korea.

    08.01.
    Da es sonst so ruhig ist und hoffentlich auch so bleibt, gibt das die Möglichkeit etwas detailierter über den Verlauf in Indien zu berichten. Es werden in Bihar weiterhin tote Krähen gefunden. Ob diese wirklich an H5N1 gestorben sind, ist noch unklar. Die Analysen scheinen laut dem Artikel doch länger zu dauern, als wir es aus Deutschland gewohnt sind.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67426141.cms

    09.01.
    MOTS. In Bihar wurden in Proben von Hausgeflügel wiederum H5N1 festgestellt. Man keult dörferweise.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67506251.cms

    10.01.
    In Korea wurde an der Ostküste Fäzes mit H7N7 ?PAI bei Routinekontrollen gefunden. Die Analyse auf L bzw. H läuft derzeit.
    https://en.yna.co.kr/view/AEN20190110004000320

    Hier noch eine Meldung aus Nordindien, nicht direkt zum Thema aber...
    Indien scheint eine Möglichkeit gefunden zu haben, wir man Zugvögel (die ja rein theoretisch AI-V mitbringen könnten) zu vertreiben. Luftverschmutzung...
    In Kanpur beobachten Voegelfreunde, das einige Zugvogelarten aus dm Himmalya, nach nur wenigen Tagen aus ihren angestammten Überwinterungsgebieten wieder abfliegen. In ihren Sommerquatieren, sind sie saubere Luft gewohnt und kommen mit dem Dreck in den indischen Städten nicht zurecht. Also Leute, wenn ihr Eure Hühner liebt, pustet Feinstaub und Nox in die Luft .[Satire aus]
    https://www.hindustantimes.com/luckn...NowylepuO.html

    13.01.
    Der Patna Zoo könnte demnächst wieder für das Publikum geöffnet werden. Morgen werden neue Proben gezogen und zur Prüfung gegeben. Dieses ist die zweite Beprobung, sollte kein positives Ergebnis herauskommen, kann entschieden werden den Zoo wieder zu öffnen.
    https://timesofindia.indiatimes.com/...w/67505217.cms

    14.01.
    Am Montag kam die Meldung, das am 11.01. an zwei Orten in Patna wieder tote Krähen gefunden wurden. Diese werden nun untersucht.
    http://www.newindianexpress.com/nati...a-1924914.html
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,13,9 Altsteirer; 0,0,12 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,2 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,9 Aylesbury Enten; 3,6 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

  7. #7
    Avatar von Okina75
    Registriert seit
    28.03.2010
    PLZ
    5...
    Beiträge
    16.012
    Ist bekannt, wie die betroffenen indischen Kleinhalter reagieren?
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  8. #8
    Hühnerparadies Avatar von Schnickchen
    Registriert seit
    29.02.2016
    PLZ
    25436
    Land
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    892
    Frau Prof. Dr. Reiß gibt wieder Vorträge. Es geht im Allgemeinen um Infektionen, aber im Speziellen auch besonders um Vogelgrippe. Ich habe einen solchen Vortrag im letzten Jahr besucht.
    Der Vortrag ist sehr informativ und zeigt auf wie irrsinnig die Maßnahmen sind, die von den Politikern veranlasst werden, um diese "Seuche" bei Ausbruch einzudämmen.

    Da macht es Sinn, dass gerade Politiker sich entsprechendes Wissen aneignen, um bei der oder den nächsten Vogelgrippewelle(n) sinnvoll zu handeln.

    Ich habe bereits im letzten Jahr viele Politiker angeschrieben und gebeten, die Vorträge von Frau Reiß zu besuchen, aber es wäre doch toll, wenn Politiker und Landräte von vielen, vielen Hüfo-Usern aufgefordert werden, sich auf dem Gebiet Vogelgrippe kundig zu machen, dass macht bestimmt mehr Eindruck, als nur ein oder zwei Mails.

    Die Termine sind:
    04.02.19 Kiel
    07.02.19 Flensburg
    21.02.19 Trappenkamp
    13.03.19 Ratzeburg
    14.05.19 Niebüll
    13.06.19 Altenholz
    13.11.19 Kronshagen
    14.11.19 Eckernförde

    Anmeldug erfolgt hier:
    Schleswig-Holsteinische
    Universitäts-Gesellschaft e. V.
    Antje Dockhorn
    Geschäftsstelle
    Tel. 0431/880-2132
    Fax 0431/880-1388
    E-Mail:geschaeftsstelle@shug.uni-kiel.de

    Und hier nochmal der Link zu den Terminen:

    http://www.kulturgesellschaft.homepa...dvortrage.html
    Viele Grüße Schnickchen!

    0,3 Araucana; 0,3 Marans; 1,11 Mixe; 0,1 Dt. Sperber; 0,1 Barnevelder; 0,2 Blumenhühner; 0,1 Orpi; 14,10 Junghühner- Wo ein Wille ist, ist ein Huhn!

  9. #9

    Registriert seit
    26.11.2014
    Ort
    am Harz
    PLZ
    38315
    Beiträge
    1.695
    Themenstarter
    Heimlich, still und leise, hat sich H5N2 HPAI bereits am 11.01. in Russland wieder offiziell zurückgemeldet. Ich bin heute auf eine Meldung aus den vereinigten arabischen Emiraten gefunden, diese verbieten den Import von Geflügelfleisch aus Russland. In den englischsprachigen News war sonst nichts weiter zum Thema zu finden, von den deutschen ganz zu schweigen. OIE schweigt (noch) Die russischsprachigen Medien sind da etwas auskunftsfreudiger. Was also ist passiert?

    Es gab zunächst 5.500 tote Puten, bei denen der Verdacht auf aviäre Influenza aufkam. Erste Meldungen sprachen von etwas untypischen pathologischen Befunden. Aber am 11.01. würde AI bestätigt. Das alles spielt sich im (uns nicht unbekannten) Rostovkaya Bezirk ab. Und nach der Meldung aus den VAE handelt es sich um H5N2 HPAI. Beides kennen wir ja bereits, allerdings nicht in Kombination. H5N2 war bisher im Moskovskaya Bezirk kräftig am Werk. Ob hier ein neuer Stamm am Werk ist oder eine Verwandtschaft zu dem moskauer Stamm vorhanden ist, werden wir vielleicht noch erfahren.

    Und im Rostovskaya Bezirk tummelt sich ja Eurodon, als ehemals größter Putenproduzent Russlands. Daher überrascht es vielleicht nicht, dass der betroffene Elterntierbetrieb zu Ursdon gehört, welcher wiederum zum Firmenverbund von Eurodon gehört. Ursdon besitzt 4 Standorte mit jeweils 7 Ställen für die Elterntierherden welche insgesamt 70.000 Tiere umfassen. 3 Ställe an einem der Standorte ist betroffen. Die Produktionsbetriebe der Eurodon und Süd-Eurodon genannten Firmen sind (bisher?) nicht betroffen.

    Das ist jetzt also das vierte Mal, dass Eurodon getroffen wird. Bereits in der Vergangenheit hatte ich darüber spekuliert, ob es um einen Machtkampf unter Oligarchen geht oder ob es Pech (oder Schlamperei) ist. Jedenfalls ist der Gründer des Konzerns im November geschasst wurden und man ist nun auf der Suche nach einem Investor, da der ganze Konzern durch die letzten Ausbrüche hochverschuldet ist. Bereits am 08.01. wurde gemeldet, dass Eurodon plant den konzerneigenen Schlachtbetriebe wieder zu eröffnen. Dieser war geschlossen wurden, da die Putenproduktion ruhte, seit November sind wieder Puten in Produktion. Auch die Elterntierherde scheint erst seit November wieder aufgebaut wurden sein. Und nun erwischt es ausgerechnet einen Teil der Elterntierherde, ist das wirklich Zufall?

    Gut hier erst mal die relevanten links.
    https://www.arabianbusiness.com/poli...d-flu-outbreak
    https://1prime.ru/consumer_markets/2...829596888.html
    https://www.vedomosti.ru/business/ar...01/10/791163-v
    https://www.vesti.ru/doc.html?id=3103672
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,13,9 Altsteirer; 0,0,12 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,2 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,9 Aylesbury Enten; 3,6 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

  10. #10

    Registriert seit
    26.11.2014
    Ort
    am Harz
    PLZ
    38315
    Beiträge
    1.695
    Themenstarter
    Noch mal etwas erfreulicheres

    15.01.
    In Hong Kong hat ein Forscherteam vermeldet einen neuen Wirkstoff gegen Virenerkrankungen gefunden zu haben. Der Wirkstoff heißt AM-580 und verhindert, dass Viren auf bestimmte Stoffe in den von Ihnen befallenen Zellen zugreifen können. Damit können sich die Viren nicht replizieren. Die Forschung an diesem Stoff steht noch ziemlich am Anfang, aber es wird (mal wieder) ein Durchbruch im Kampf gegen viral Erkrankungen wie AI, Mers oder Sars erhofft.
    https://www.dailymail.co.uk/health/a...akthrough.html
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,13,9 Altsteirer; 0,0,12 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,2 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,9 Aylesbury Enten; 3,6 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Vogelgrippe 2018 was kommt auf uns zu
    Von Huhnihunde im Forum Vogelgrippe (Geflügelpest - Aviäre Influenza)
    Antworten: 460
    Letzter Beitrag: 09.02.2019, 14:13
  2. Vogelgrippe 2017- was kommt auf uns zu
    Von Nicolina im Forum Vogelgrippe (Geflügelpest - Aviäre Influenza)
    Antworten: 525
    Letzter Beitrag: 12.01.2018, 07:55
  3. Vogelgrippe 2018 was kommt auf uns zu
    Von Huhnihunde im Forum Ansteckende Krankheiten
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 12.01.2018, 05:07
  4. Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 11.12.2016, 22:49

Lesezeichen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •