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Thema: Italiener, Brahma, Bresse, Reichshuhn oder Hybriden

  1. #1
    Avatar von Rhapsodie
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    Italiener, Brahma, Bresse, Reichshuhn oder Hybriden

    Hallo,

    ich komme aus Franken (Bayern) und habe zwei Hühnerställe.

    Einmal Chabo (15 Damen ohne Hahn), die mein Haupteierlieferant und meine Brutmaschinen sind.

    Und dann habe ich 3 Italiener (1,2) und 2 Brahma (0,2).

    Jetzt ist es so, dass ich mit den Chabo absolut zufrieden bin, allerdings sind diese hyperaktiven kleinen Monster nur schwer im Stall zu halten und nachdem mein Hahn sich mit einem Bussard angelegt hat (und verloren hat), haben sie jetzt einen kleineren, einzäunten Auslauf von 70 qm, der rundum Raubtiersicher ist. Holz, Volierendraht und Strom wegen dem Fuchs. Sie fressen verhältnismäßig wenig, sind mit normalem Baywa-Standardfutter zufrieden und legen konstant, sogar im Winter (natürlich weniger). Meine Chabo sind alle von 2011 und legen fast genauso gut wie am Anfang.


    Meine Italiener sind von 2015 und legen kaum noch, die haben 2015, 2016 und 2017 so viel gelegt, dass wir die Eier nur noch verschenkt haben und dieses Jahr ist kaum noch was da. Und sie wirken alt.

    Meine Brahma sind ja so etwas von unrentabel, fressen mir die Haare vom Kopf und legen einmal die Woche ein Ei, manchmal zwei - auch die sind von 2015. Aber bildhübsch natürlich.


    Ich würde gerne bei den Italienern bleiben, da mir die großen, weißen Eier so gefallen und bei uns in der Nähe ist in Triesdorf auch eine Landwirtschaftliche Lehranstalt, wo man die Nachzucht kaufen kann (auch Küken, Bruteier.

    Meine Chabo sitzen im Moment auf Italiener-Eiern und ich hoffe, da sind 2-3 Hennen dann dabei und ich habe Nachwuchs.

    Ich habe genug Platz und hätte gerne noch einen weiteren Stamm, allerdings wäre mir etwas Ähnliches wie meine Chabo recht:

    Langlebig, legen konstant und mittelmäßig, aber lange

    Bruttrieb muss nicht vorhanden sein, die Chabo sind glücklich, wenn sie brüten dürfen.

    Hat jemand Erfahrung mit den obigen Rassen in Verbindung mit Italienern? Mein Hahn ist mit anderen Hähnen aufgewachsen und ganz brav, ich habe noch zwei Laufentenerpel (beides Witwer, die bei uns eingezogen sind, damit sie nicht in den Topf kommen) und auch mit denen kommt er klar.

    Hybriden lehne ich eigentlich moralisch ab, aber eine Freundin von mir kauft immer welche vom Markt und die hat immer Eier, die Hennen werden aber nicht so alt, dafür muss sie keine 3-5 Jahre ihre Rentner durchfüttern.

    Ich bin sehr tierlieb, und wer mir jahrelang gute Eier gelegt hat, soll bis zum Tod bei uns bleiben, aber dass sich die Italiener so verbrauchen ist echt nicht toll.

  2. #2
    Moderator Avatar von sil
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    Legehybriden verbrauchen sich in der Mehrheit ähnlich zügig wie deine Italiener. Möglicherweise noch zügiger. Eine möglichst lange "Nutzungsdauer" ist in der auf möglichst hohe Legeleistung im ersten Jahr ausgerichteten Hühnerzucht kein maßgebliches Kriterium. Möglicherweise wird das dann das "Problem" bei den Italienern aus Triesdorf sein.
    Ich verstehe dich so, daß Du nicht aktiv ein Hühnerleben beeinden willst/kannst?
    Hoffst Du darauf, daß Hybriden schneller tot umfallen?
    Sorry, wenn das provokativ klingt, das ist nicht die Absicht hinter meiner Frage.

    Grundsätzlich ist meine Erfahrung, daß viele Rassehühner und auch fast alle Mixe so wie deine Chabo mittel bis mäßig über viele Jahre legen.
    Ich kann unter anderem von Zwergwyandotten, Araucana, Marans und dem Schweizer Huhn sagen, daß beinahe alle Hennen dieser Rassen, die ich bisher hatte, und alle Mixe daraus, über viele Jahre gesund geblieben sind und auch gelegt haben.
    Andere haben mit anderen Rassen sicher ähnliche Erfahrungen gemacht - und andere ganz andere Erfahrungen. Es kommt auch auf die Herkunft der Hühner an, die Schwerpunkte, die der Züchter setzt, von dem man die Tiere bekommt. Und die eigene Haltung und Fütterung spielt sicher auch eine Rolle.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  3. #3
    Kükendompteuse Avatar von mistkratzerli
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    Zitat Zitat von Rhapsodie Beitrag anzeigen

    Hat jemand Erfahrung mit den obigen Rassen in Verbindung mit Italienern?
    Hallo Rhapsodie. Ich halte vor allem Brahma und habe noch diverse andere Rassen mitlaufen. Mit Italienern kenne ich mich nicht aus (nur mit den Menschen). Meine Brahma sind mit zunehmendem Alter auch nicht mehr sehr legefreudig, bei mir dürfen sie in der Regel auch so lange leben, bis sie tot umfallen. Aber ich kann dir für deine Bedürfnisse Bresse empfehlen. Legen gut, sind sehr robust, unkompliziert, wetterfest, geländegängig. Bei mir hat in all den Jahren noch nie eine Bresse gegluckt, komischerweise. Meine älteste Bresse wurde sechs Jahre alt, ein Fuchs hat sie leider gehimmelt.

    Wenn ich das richtig verstehe, dann leben deine 15 Chabo abgetrennt von den Grossen? Die Chabo sind im 70m2-Auslauf und die anderen rennen frei herum? Ich frage bloß, weil Bresse an beengten Platzverhältnissen keine Freude haben würden...
    Herzliche Grüsse aus dem Südschwarzwald! https://www.schwarzwaldhuhn.de Ich halte vor allem große Brahma, daneben wuseln noch diverse Hennen anderer Großrassen herum.

  4. #4
    Avatar von Rhapsodie
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    Danke für die Antworten.

    Ja, es ist so, dass ich nur überzählige Hähne schlachte und Hennen, die nicht mehr legen, behalte. Ich möchte das auch so bei beibehalten.

    Ich hatte eine Reichshuhn Henne, die dieses Jahr mit 8,5 starb und sie legte noch letztes Jahr, zwar sehr wenig, aber sie war nicht nur Rentner. Hört sich nicht sehr tierlieb an, ich weiß, aber ich mag es halt lieber, wenn's mit 6-7 bergab geht, statt mit 3, ich hänge halt auch an den Tieren.

    Ein Reichshuhn Züchter kenne ich, aber die Hähne sind wie mein Italiener sehr kraehfreudig und Eros kräht im Moment ab kurz vor Vier.

    Die Chabo sind eingesperrt auf 70 qm plus große Gartenhütte. Die grossen haben ca 4-500 qm plus Gartenhütte, auch mit Strom, so dass sie immer raus können.

    Im Herbst und Winter dürfen sie noch raus tagsüber, stundenweise, aber im Frühjahr und Sommer müssen sie drin bleiben, sonst fressen sie mir meine Gemüse Setzlinge...

    Also drin im Auslauf, nicht im Stall.

  5. #5
    Avatar von Rhapsodie
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    Draußen haben sie freies Feld, aber entweder sind sie mit dem Misthaufen beschäftigt, oder zerstören meine beete.

  6. #6
    Avatar von LittleSwan
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    Beete kann man schützen ...

  7. #7
    Avatar von Rhapsodie
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    Ja, Little Swan, aber ich mag meinen Ziergarten als ZIERgarten/Gemüsegarten und sie scharren wirklich alles rum. Laufwege etc. und ich muss schon viel wegen den Gänsen einzäunen, und nein, meine Rosen hinter einem 2 m Maschendrahtzaun zu verstecken entspricht nicht meinem Verständnis von Gartenlust. Meine Hühner haben genug Platz, derzeit sind es auf knapp 500 qm 5 Hühner, also bitte... Selbst wenn ich nochmal 5 weitere habe (was mein Plan ist), dann hat jedes Tier 50 qm dauerhaft zur Verfügung, 24 h am Tag, kann rein und raus wie es will. Nein, "zu wenig Platz" habe ich nicht.

  8. #8
    Avatar von Galla
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    Jaja.....das kenne die ich. Man hat die Biester schon lieb, aber sie können auch eine beachtliche 'Garten-Umgestaltungsenergie" zeigen.


    Ich halte Zwergreichshühner und bin von deren Legeleistung sehr angetan.

    Zutraulich, ruhig und das Entglucken geht recht einfach.

  9. #9
    Avatar von Rhapsodie
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    Zitat Zitat von Galla Beitrag anzeigen
    Jaja.....das kenne die ich. Man hat die Biester schon lieb, aber sie können auch eine beachtliche 'Garten-Umgestaltungsenergie" zeigen.


    Ich halte Zwergreichshühner und bin von deren Legeleistung sehr angetan.

    Zutraulich, ruhig und das Entglucken geht recht einfach.
    Und sie haben auch noch nichts davon gehört, dass Blumenzwiebeln etc. giftig sind.

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