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Thema: Hilfe - Hahn greift dauernd an

  1. #41
    Moderator Avatar von zfranky
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    hmmm... ich schiebe, packe um, scheuche schon mal...
    Ich geh eigentlich robust mit meinen Tieren um, auch mit den Hähnen. Die sind ja alle wie Kletten..man kann ja nix im Garten oder Stall machen, ohne dass man beobachtet, kontrolliert und kommentiert wird, insbesondere von den Hähnen. Gerade weil alle zutraulich sind und keine Angst vor mir haben.

    Aber den Hahn einzufangen, um ihn zu "streicheln" wird wenig vertrauensfördernd sein. Wie hat er den reagiert, wenn du ihn weggeschoben hast? War er dann entspannt? Ich glaube persönlich nicht, dass so ein Angriff plötzlich und aus dem Nichts heraus kommt.
    **Es gibt keine Schlummertaste an einem Huhn, das Frühstück will...**

    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,20 New Hampshire dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  2. #42
    (geschmacklos) Avatar von Kamillentee
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    Es bringt nichts, mit den Hähnen zu kämpfen. Die werden davon vielleicht verletzt, aber nicht friedlich, wer glaubt denn so was?
    Also ich nicht mehr ...
    Um so mehr wird der Hahn den Menschen als Gefahr ansehen.
    Geändert von Kamillentee (16.04.2018 um 23:24 Uhr)
    Futter macht Freunde.

  3. #43
    Putenflüsterer Avatar von Stallknecht
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    Zitat Zitat von Lavinia34 Beitrag anzeigen
    Huch, da hab ich wohl Mist kopiert
    Ich habe den Hahn vorher immer mal weggeschoben, wenn er im Weg stand und auch mal gestreichelt, das war alles kein Problem.
    Der erste Angriff von ihm war im Stall beim Futter auffüllen, als ich mich gebückt habe - und der ging sofort auf den Kopf. Vorher habe ich nie etwas bemerkt und hab mit sowas auch nicht gerechnet und war sehr erschrocken. Meinem Mann hab ich das dann auch erzählt und er hat ihn dann gleich im Freilauf "getestet" und beim Angriffsversuch sofort mit dem Fuß nach ihm getreten, dass er sich fast überschlagen hat. Getroffen hatte der Hahn meinen Mann nicht - weil der hatte schon damit gerechnet. Ihm geht der Hahn jetzt mehr oder weniger aus dem Weg, wobei der sich auch kaum bei den Hühner aufhielt und hält, das war bisher immer meine Sache.
    Mich hatte er mit seinen ersten Angriffen getroffen und ich bin zurückgewichen, weil ich erstens nicht damit gerechnet habe und es außerdem echt weg getan hat. Vielleicht hat er nun gegen mich schon mal gewonnen?
    Ich kann mir den Hahn schon mit dem Besen wegjhelten, aber nach ihm greifen und sogar hochnehmen, das schaff ich sicher nicht. Mein Mann meinte schn, er nimmt ihn und gibt ihn mir zum Streicheln, aber das bringt wahrscheinlich nichts?
    Also wenn ich das so lese wird mich echt schlecht ! Hehe das sind schlaue Lebewesen, die werden aber so behandelt niemals zahm ! Ein Besen ist ein nogo für mich, auch das Wegtreten würde ich niemals tun. Damals am Anfang sagte mir mal einer bei einem frechen Hahn, jage ihn mit dem Besen 10 Minuten durch das Gelände, das hilft ! DENKSTE !
    Es wurde nur schlimmer.

    Ich habe aktuell 12 Hähne und entgegen der Meinung vieler, laufen 10 davon zusammen in einer Herde, selbst jetzt in der Brutzeit und das ohne Streitigkeiten ! Sie sind auch nur bedingt zusammen aufgewachen, einige davon kamen also neu dazu. Und ja, es geht ! Meine Hähne fressen mir alle aus der Hand, ich steige über sie drüber weg, wenn sie im Weg stehen, da passiert nichts ! Manche ihrer Ahnen waren aber auch mal anders drauf, da fehlte mir noch das Feingefühl, wir sprachen da noch nicht die selbe Sprache und sie waren angriffslustig und verrückte Wilde. Es liegt also wirklich nicht an den Genen, man kann jeden Hahn zahm bekommen.

    Aktuell habe ich einen Hahn in der Truppe, der war als Küken immer schon bei mir, der war flinker als alle anderen Kükis und als er älter wurde sah er echt hässlich aus. So schwarz und etwas grau am Hals, wie so ein alter Rabe und frech war er, er kam angedüst, pickte zu und rannte wie der Teufel wieder weg. Je grösser dass er wurde, desto schöner wurde er, er entwickelte sich aber nicht gerade sehr positiv, denn das sinnlose beissen blieb erhalten. Er greift sehr gerne mal hinterlistig andere Hähne an und rennt weg, klar, dass sie ihn dann jagen !

    Jetzt ist er in dem Alter wo er anfängt zu treten, sein Vater ist der Oberboss von allen Hähnen, ein wunderbarer Hahn, bildschön und stolz, er passt auf und beschützt seine Hennen, toleriert aber eben auch andere Hähne. Er ist auch der einzige Hahn der mit seinen Hennen auf die Stange geht, während alle anderen Hähne noch draussen herum flitzen.
    Dieser Hahn nimmt es auch neben meinem tollen Cou Nu Hahn mit vielen Puten auf, greift bei Streit mit anderen Hähnen auch mal ein und verjagd erfolgreich die Puten !
    Der besagte Junghahn, also sein Sohn, mancht mir Ärger, habe schon einige Wunden von ihm bekommen. Ich habe ihn nun so weit, dass er nicht mehr immer auf Angriff geht, aber klar habe ich etwas Angst die Eier zu holen, denn er meint er muss die Eier alle beschützen. Greifst du also in das Nest, kommt er angedüst und pickt sofort zu. Danach rennt er in ein Nest und kratzt / scharrt da drin herum.

    Nun könnte ich sagen, weg damit, habe ja genug andere Hähne ! Aber dieser Hahn wird dort nicht landen, der wird zur Zucht eingesetzt werden, weil er einmalig schön ist. Im Gegensatz zu seinem schönen Vater ist er nämlich nochmals schöner, er bekommt goldene Federn !

    Er hat gelernt mir aus der Hand zu fressen, nicht wild rein zu picken sondern sachte den Maiskorn zu nehmen. Er hat auch gelernt, dass er wenn er angreifen will einen Maiskorn auf den Boden bekommt, er dann natürlich danach pickt und ich ihn dabei hoch nehmen werde, dann wird er ca. 5 Minuten lang gestreichelt und ich setze ihn draussen auf einem Baumstamm hoch ab. Dort bekommt er wieder ein Korn, ich kann ihn weiter streicheln, er jammert dann auch nicht mehr, er bekommt also Futter als Belohnung. Ich bin heute soweit, dass ich wieder in jedes Nest fassen kann um mir die Eier zu holen, nur das Nest in dem er oft liegt, da muss ich aufpassen ! Aber seitdem ich weiss, dass ich nur schnell sein muss, habe ich keine Angst mehr und siehe da, er kommt und schaut, angreifen tut er nicht mehr. Läuft er mir über den Weg, bekommt er ein Maiskorn, jedes mal ! Er ist deutlich ruhiger geworden, greift nur noch selten an und wenn, dann weil ich direkt vor ihm stehe und er meint, dass er meinen Schuh attackieren muss, wenn ich nach vorne gehen will, er weicht also noch nicht aus und zwickt dann in die Hose. Ich will ja nicht, dass er zu fett wird, aber würde er auch dann ein Maiskorn bekommen, wären diese Angriffe sicherlich auch vorbei.

    Dieser Extremhahn ist in meinen Augen ein sehr gutes Beispiel dafür, das man jeden Hahn sehr wohl zahm bekommen kann. Klar, es ist viel einfacher ihn nach Sibirien zu schicken, aber so ein Verhalten hat ja oftmals auch Ursachen und somit werden Nachfolgehähne ggfs. auch genau so zu Problemhähnen werden.

    Also Lavinia versucht es mal mit Futter und Geduld und nicht mit Machtspielen in Form von Tritten oder sonstigen Besenspielchen. Meine Hähne Krähen vor Freude wenn sie mich sehen und einer meiner Hähne, der kommt immer ganz nahe zu mir, der kräht so laut und toll es nur geht, weil er genau weiss, dass er dafür auch ein Maiskorn bekommt. Haben meine Hähne zudem mal etwas Stress mit den Puten, dann kommen sie Hilfe suchend zu mir gerannt. Sie wissen, dass ich ihr Freund bin und das ist das Beste was man als Hühnerhalter erreichen kann.
    Geändert von Stallknecht (17.04.2018 um 02:12 Uhr)
    "Das Niveau eines Landes und dessen moralische Werte
    können an der Weise, wie ihre Tiere behandelt werden,
    gemessen werden.“
    ( Mahatma Gandhi )

  4. #44

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    Der Hahn war immer entspannt, als ich ihn weggeschoben habe. Langsam und behäbig trottete er einen Schritt zur Seite, aber das war nie Flucht - einfach ähnlich wie bei den Hennen, nur bei ihm viel ruhiger und gelassener.
    Es ist eben auch mein erster Hahn und deswegen bin ich auch so unsicher

  5. #45
    Moderator Avatar von sil
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    Meiner Meinung nach ist ein angriffslustiger Hahn das Ergebnis einer Kombination aus Charakter und Verhalten des Hahnes und Reaktion des Menschen darauf.
    Es gibt Menschen, die senden anscheinend Signale aus, die einen Hahn extrem reizen können.
    Und es gibt einfach Hähne, die eine sehr niedrige Toleranzschwelle haben. Trifft so ein Kandidat auf einen Halter, der die ersten Zeichen nicht deuten kann und/oder (unbewußt) bestimmte Grenzen überschreitet oder für den Hahn widersprüchliche Signale aussendet, kommt es irgendwann zum Angriff. Spätestens jetzt wäre es nötig, richtig zu reagieren, aber zum einen wissen viele gar nicht, was in so einer Situation richtig wäre, zum anderen führen Erschrecken und Schock meistens dazu, das bisherige eigene (falsche) Verhalten zu verstärken und den Hahn in seinem zu bestätigen. Heraus kommt Stress für den Halter und Stress für den Hahn, denn daß es dem Spaß macht, immer und immer wieder einen aus seiner Sicht unerwünschten und eigentlich überlegenen Eindringling anzugreifen, kann ich mir kaum vorstellen.
    Es gibt tatsächlich Hähne, die mit jeder Art Mensch gut klar kommen, so wie es Menschen gibt, die mit jeder Art Hahn gut klar kommen.
    Ich denke nicht, daß es sinnvoll ist, bei einem schon im Clinch sich befindenden Hahn/Halter-Gespann irgendeine Art von Therapie zu versuchen, weil den allermeisten Haltern das konkrete Wissen fehlt um ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen und zu ändern. Meist wird es nur schlimmer, mit zunehmendem Stress für beide Seiten.
    Ein schneller Tod für den Hahn ist nur aus menschlicher Sicht manchmal die schlechteste aller Lösungen.
    Ich persönlich würde lieber einem freundlicheren Charakter die Chance auf ein langes Hahnenleben gönnen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  6. #46
    Avatar von Bohus-Dal
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    Sag mal - geht es dem Hahn gut? Wenn ich das so lese, wie plötzlich das kam und wie normal er vorher war... Sowas kann schon auch mal von Schmerzen oder Krankheit kommen. Hühner sind sehr gut darin, das zu verbergen. Ich denke, es ist wahrscheinlicher, daß es an einer Kombination aus seinen Genen und menschlichem Verhalten liegt (zurückweichen war keine gute Idee!), aber man kann seine Gesundheit ja mal im Hinterkopf behalten.

    Ich an Deiner Stelle würde tauschen. So kannst Du dem netten Cochinhahn das Leben retten, wenn er sonst geschlachtet würde.
    Grünlegemixe 1,9,5; Dals-Pärlhöna 0,3; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Hedemora 0,1; Marans 0,1; Warzenente 1,2; Katze 2,0

  7. #47

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    Ich gebe mal einen "Endbericht":
    Ich habe mich nun doch mal getraut, mir den Hahn zu schnappen und ihn zu streicheln, wobei mir beim ersten Mal der Zufall zu Hilfe gekommen ist, da er sich beim Rauslassen während dem Angriff im Hühnerzaun verheddert hat und ich ihn so greifen konnte. Ich hab ihn nach der Empfehlung von Rocco zu Boden gedrückt, gestreichelt und ihm gut zugeredet, solange, bis er sich nicht mehr gewehrt hat, erst dann hab ich ihn wieder laufen gelassen. Die Tage darauf hat er mich gemieden aber immer beobachtet. Der nächste Angriff kam 3 Tage später - ich hab ihm ein Korn zugeworfen und ihn mit dem Besen (den ich ja immer noch bei mir hatte) zu Boden gedrückt, und wieder das selbe Spiel ... der Hahn beobachtete mich die Tage später immer genau, ließ mich nie aus den Augen - ich ihn aber auch nicht, außerdem hatte ich immer noch den Besen dabei. Zwischendurch beobachtete ich immer, dass er Steinchen aufhob, wenn ich in der Nähe war, sich groß machte und mit den Flügel schlug und krähte. Dann war ein paar Tage Ruhe, einmal dachte ich, er wollte mich angreifen, war mir aber nicht sicher - ich ihn wieder geschnappt und gestreichelt. Aber das Misstrauen seinerseits blieb. Meine Angst ist aber seitdem nicht mehr so groß und seit drei Tagen gehe ich auch wieder ohne Besen zu den Hühnern. Leider hat er mich heute schon wieder angegriffen -für mich ohne Grund - ich bin nur an ihm vorbeigegangen. Ich habs echt versucht, weil ich den Hahn nicht so schnell aufgeben wollte, aber er sieht mich ständig als Gefahr und wir werden wohl keine Freunde mehr werden - am Wochenende kommt er nun doch weg, ich hab keine Energie mehr :-(

  8. #48
    Avatar von Okina75
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    Man könnte sich ja viel Ärger ersparen und gleich auf die Leute hören, die genau dasselbe selber teils schon etliche Male durch haben *nur mal erwähnen will* ...
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  9. #49
    Putenflüsterer Avatar von Stallknecht
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    Das sehe ich aber anders ! Ich hatte ja auch so ein Beisserchen, der immer meinte die Eier bewachen zu müssen und damit sind wir komplett durch. Er macht auch nichts mehr, auch dann nicht wenn ich an ihm vorbei gehe. Ab und an hat er so kleine Ausfranser, wo er meinen Fuss noch angeht oder mal sachte in die Hose packt, das ist aber sehr selten geworden. Immer wenn er das versucht bzw. so reagiert, bekommt er sofort einen Maiskorn ! Futter bewirkt oftmals Wunder !

    Ich hatte ihn gestern auch mal in einer anderen Voliere, der Hahn da drin ging arg auf ihn los, er flüchtete auf die Stange. Ich nahm ihn runter und streichelte ihn, dann gab es erneut einen Maiskorn. Das Spielchen haben wir 4 mal gemacht, dann erst war klar, dass die beiden Hähne leider nicht zusammen laufen können. Ich liess ihn dann wieder raus, dann passierte das was ich schon erwartet hatte, die Puter gingen ihn an und ich rettete ihn kurz danach, seitdem ist er verändert ! Heute war er oft im meiner Nähe, das machen einige meiner Hähne so, sie wissen wo sie Schutz vor den Putern bekommen wenn die mal wilde Sau spielen wollen und damit bin ich der Retter und kein Feind mehr. Fazit : Die Erziehung ist nun fast abgeschlossen und aus einem unberechenbaren Hahn wurde ein frommes Kerlchen. Es geht also durchaus !
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    ( Mahatma Gandhi )

  10. #50

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    Ich hätte mir auch bei meinem Hahn gewünscht, dass das klappt. Das mit dem Futter hinwerfen hab ich auch versucht, bevor ich ihn gestreichelt habe. Und einen Puter hab ich auch, wobei der Hahn auch diesen quer durchs Gelände jagt und der nicht mal ans Fressen darf, wenn der Hahn in der Nähe ist.

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