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Thema: Eine Frage der Haltung/Aufzuchtsbericht

  1. #181
    Avatar von Luci
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    Mir geht es in erster Linie ja nicht um die gemeinsame Haltung von Hühnern und Puten, sondern um die Kunstbrut.

    Und diese ist für mich aus persönlichen und mittlerweile auch beruflichen Gründen keine Möglichkeit.

    Klar sterben in der Natur auch Tiere, bei Hühnern auch. Dennoch ist es sehr problemlos möglich meine Hühner natürlich zu vermehren.

    Was ich für die Alternative halte?
    Genau das Gleiche wie bei jeder anderen "verzüchteten" Tierart/Rasse auch.
    Die (wenigen) gesunden, widerstandsfähigen und vitalen Tiere zur Weiterzucht nutzen.
    Wie sonst recht rabiat nach Farben o.ä. selektiert wird, kann man das auch auf Gesundheit machen.
    Es würde nicht lange dauern und es wären wesentlich robustere Tiere da.

  2. #182
    Putenflüsterer Avatar von Stallknecht
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    Liebe Luci,

    wir schreiben hier im Putenunterforum ! Puten kannst du nicht so ganz leicht mit Hühnern vergleichen. Hühner können durchaus die SKK haben, aber sie sterben eben nicht wie die Fliegen daran !

    Ich glaube das hier solltest du dir mal zu Gemüte führen :

    https://www.qgv.at/index.php/geflueg...eues-merkblatt

    Wobei ein Wechselauslauf auch nur eine Lachnummer ist, denn Schnecken, Würmer usw. bewegen sich ja auch und selbst bei einem Gelände ohne Geflügel überleben die Erreger locker 10 Jahre im Boden.
    Von ständiger Entwurmung (Giftcoctail) halte ich nichts, ich habe zudem noch nie entwurmt. Meine bekommen aber jeden Tag Apfelessig ins Trinkwasser und Oregano ist in meinem Futter auch enthalten.

    Meine Puten gelten zudem als einzige Puten (laut Putenatlas) als resistent gegen nahezu jede Krankheit und ich habe auch noch nie eine Pute durch SKK verloren, aber ich bin eben bei den Küken auch sehr vorsichtig und fordere mein Glück nicht unnütz heraus.

    Da es sehr sinnig ist die Putenkükis mit den Hühnerkükis zusammen aufwachsen zu lassen, mache ich eben auch bei den Hühnernkükis die Kunstbrut. Viele Austellungszüchter haben gar keine andere Wahl als mittels der Kunstbrut die Kükis zu ziehen. Ich wurde schon mehrfach aufgefordert meine schönen Tiere auszustellen, das aber werde ich nicht tun. An der Kunstbrut halte ich aber dennoch fest, einfach weil es so bisher super funktioniert hat. Das erspart den Tieren im Falle eines selbst provoziertem ausbruches unnötige Schmerzen und Leid, also wenn sie durch die Trennung besser geschützt sind. Im obigen verlinktem Merkblatt steht es sogar explizit drin, ein Einfahren von Fahrzeugen sollte generell bis zur 12. Lebenswoche vermieden werden ! Küken die frei herum laufen können, tun sich nichts, weil sie ja auch draussen wären.

    Ich kenne Züchter die schon enorme Verluste hatten, auch welche die schon zig Putensorten zum Test hatten und immer wieder hohe Verluste ertragen mussten, bis sie die Putenzucht irgendwann aufgaben. Ich kenne aber auch welche, die das nun auch so machen wie ich und siehe da, fast alle Tiere überleben und SKK ist kein Thema mehr.

    Du kannst die Tiere auch nicht abhärten oder anders robuster bekommen, das gelingt also auch nur bedingt und lohnt sich nicht wirklich. Im Prinzip ist es immer nur eine Frage des kontaminationsgehaltes im Auslauf. Krabbeln dir also viele Regenwürmer von Nachbarn rüber, kann sich alles schon wieder ändern.
    "Das Niveau eines Landes und dessen moralische Werte
    können an der Weise, wie ihre Tiere behandelt werden,
    gemessen werden.“
    ( Mahatma Gandhi )

  3. #183

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    Hallo an die Puten-Fan's

    für einen Freund habe ich 6 Eier (Cröllwitzer) in den Brüter gelegt, am 11./12.05. sind 5 Putis geschlüpft. Ein Puti hatte ordentlich Startprobleme das musste ich 3 Tage am Körper tragen, danach hat alles gut funktioniert. Geplant war, dass die Puten nach dem Urlaub vom Freund, also Mitte Juni abgeholt werden.

    Das ist nicht passiert, denn plötzlich war der Platz bei ihm knapp und überhaupt und sowieso ....

    Den Versuch die Küken zusammen anderweitig zu platzieren sind an meinen Haltungsansprüchen gescheitert.

    Ich muss dazu sagen, dass hier in der Gegend sehr viele Höfe, Enten, Hühner, Puten alles zusammen laufen lassen und mir auf nachfrage jeder versichert hat, dass das überhaupt kein Problem wäre.

    Ich war hin und her gerissen, Cröllwitzerputen sind nicht schön, das ist mein Empfinden, aber ihr Verhalten, mir gegenüber, den Hunden und das Verhalten untereinander ist so einmalig toll und spannend, dass ich dann beschlossen habe sie zu behalten.

    Am 17.07. ist mir dann ein Tier aufgefallen, blass, und ganz schwach und als erstes Panik, SKK, bis dahin fand ich keinen auffallenden Durchfall. Am 18.07. fand ich dann schwefelgelben Durchfall, das Tier lag bereits im sterben und mir war klar, dass es im schlimmsten Fall unbehandelt alle betreffen wird.

    Am 19.07. bekam ich dann ein Mittel welches hervorragend geholfen hat, 4 Tage bangen, dann ging es steil nach oben.
    Die letzten 2 Tage sind sie irre gewachsen, sie rennen, sie fliegen und sie sind wieder laut.

    Mit 13 Wochen sind sie sicher noch nicht über den Berg und da kommen jetzt meine Fragen bezüglich der Haltung für die Zukunft.
    Wenn ich richtig liege sind es 1/3 (das Sorgenkind beim Schlupf ist etwas zurück geblieben in der Entwicklung, da bin ich mir nicht sicher, das Puti könnte auch ein Puter sein, dann wären es 2/2).

    Geplant war die Puten auf ein 2 mtr. eingezäuntes (mit Strom) Areal von ca. 1000 qm leben zu lassen. Auf diesem Gelände ist ein See mit ca. 250 qm. alter Baumbestand, ganz ganz viel Brenneseln und Gras und ein Unterstand den wir für die Entenaufzucht nutzen. Auf dem Areal leben im Frühling/Sommer die gesamte Entennachzucht über den Winter aber nur 1/6 Enten evtl. auch mal 2/6.

    In wie weit muss ich den Unterstand wetterfest (Zugluft/Kälte) machen, bis jetzt sind sie im gemauerten Stall, den brauche ich aber für die Hühner.

    Dann noch zu der durchlaufenen SKK, sind die Tiere weiterhin anfällig?

    Baut sich eine Immunität bei den Nachkommen auf oder ist das jetzt ein dauerhaftes Risiko?

    Entwurmung, wann und mit was?

    Ergänzen möchte ich noch, dass die Puten eine Woche vor Ausbruch der Krankheit gegen ND geimpft wurden. Ob es hierzu einen Zusammenhang gibt weiß ich nicht.

    Einen Puten-, Hühner-, Enten-Gruß
    Birgit

  4. #184

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    Zitat Zitat von Birgit K Beitrag anzeigen
    Hallo an die Puten-Fan's


    Baut sich eine Immunität bei den Nachkommen auf oder ist das jetzt ein dauerhaftes Risiko?

    Entwurmung, wann und mit was?

    Ergänzen möchte ich noch, dass die Puten eine Woche vor Ausbruch der Krankheit gegen ND geimpft wurden. Ob es hierzu einen Zusammenhang gibt weiß ich nicht.

    Einen Puten-, Hühner-, Enten-Gruß
    Birgit
    Nein, eine Resistenz bauen sie dagegen nicht auf.
    Die großen Geflügelhersteller haben schon vor vielen Jahren versucht, resistente Linien zu züchten. Damit sind sie aber alle gescheitert. Puten sind von ihrer Physiologie viel anfälliger und ihre Immunantwort erfolgt viel zu spät.
    Entwurmen ist der einzig legale weg, um einer Infektion vorzubeugen.

  5. #185

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    Zitat Zitat von mshock Beitrag anzeigen
    Entwurmen ist der einzig legale weg, um einer Infektion vorzubeugen.
    Und welches Mittel wird aktuell bei Puten empfohlen?

    Meine Sorge gilt auch den aktuellen Puten, können die nochmals an SKK erkranken? Muss ich also ständig mit der Sorge leben?

  6. #186

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    Zitat Zitat von Birgit K Beitrag anzeigen
    Und welches Mittel wird aktuell bei Puten empfohlen?

    Meine Sorge gilt auch den aktuellen Puten, können die nochmals an SKK erkranken? Muss ich also ständig mit der Sorge leben?
    Flubendazol z.B.
    Grundsätzlich können sie wieder daran erkranken. Kommt auf den Erregerdruck an.
    Entwurmen hilft halt, diesen etwas zu verringern.

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