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Thema: Hahn attackiert Küken

  1. #1
    Avatar von Lieselott
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    Hahn attackiert Küken

    Hallo an alle,
    ich habe schon wieder eine Frage.

    Zur Ausgangssituation:

    Ich habe zwei Dresdner Hühner und einen Amrock-Hahn (5-6 Monate). Dieser war (im Doppelpack) als Henne gekauft, entwickelte sich aber anders als gedacht , und das zweite "Küken" lag vor einigen Wochen tot im Stall. War auch ein Hahn wie ich mittlerweile weiß.

    Eine der Hennen führt gerade 10 Küken (2,5 Wochen alt). Diese hatte ich über die kalten Tage im Gluckenstall mit Auslauf näher am Haus untergebracht, und vorgestern wieder auf das Hühnergelände gebracht (also Stall, separaten Auslauf, darin die Henne mit den Küken. Darum herum auf 200m2 der Hahn und die zweite Dresdner Henne. Zwei Tage konnten sich die Alt- und Neubürger durchs Gitter des Gluckenstalls beschnuppern. Der Hahn hat sich fast den ganzen Tag mehr oder weniger am Kükengitter aufgehalten, wenn ich die Kleinen gefüttert habe war er sehr aufgeregt und wäre wohl am liebsten durchs Gitter geklettert.

    Heute morgen ist mir die Glucke durch das geöffnete Dach entfleucht, hat von dem Hahn ordentlich eins auf den Deckel gekriegt und ist dann postwendend wieder zu ihren Küken ins Gehege zurück gekehrt.

    Heute nachmittag habe ich den Kükenauslauf zum ersten Mal aufgemacht, damit alle Freigang haben. Die Henne hat die Gelegenheit gleich genutzt und alle nach draußen geführt.
    Nun hat der Hahn die Henne, die er morgens noch so intensiv zurecht gestutzt hat, größtenteils in Ruhe gelassen. Aber die Küken nicht.
    Sobald eines nur in seine Nähe kommt hackt er, so dass es ordentlich Geschimpfe und Gejammer gibt. Die Kleinen flüchten nun, sobald er ihnen zu nahe kommt. Die Henne lockt ihre Küken immer weg von ihm bzw hält möglichst viel Abstand, der Hahn kommt allerdings immer wieder hinterher. Sobald ein Küken im Weg ist... Zack. Hack. Dann läuft er dem Küken zwei, drei Schritte hinterher, welches laut schreiend wegrennt. Dann macht er etwas anderes, will also nicht zwangsläufig zur Henne.

    Vom Futter werden sie konsequent vertrieben, erst als ich die vierte Futterstelle eingerichtet hatte, kamen die Kleinen auch mal zum Fressen. Sobald Emma aber anfängt, ihre Küken zu locken, geht der Hahn dazu und vertreibt alle.

    Emma ist die rangniedere, aber es sind ja nur zwei. Die beiden Hennen untereinander verstehen sich sehr gut. Seit Emma auf den Eiern saß und nicht mehr täglich sichtbar war, war der Hahn ihr gegenüber extrem grob wenn sie sich draußen gezeigt hat.

    Nun habe ich über die Suche einige wenige Threads gefunden. Ich habe den Eindruck, dass ein "guter" Hahn die Küken (mit) führen würde, Futter zeigen,...
    Erst wenn aus den Küken Junghühner werden, werden sie entsprechend zurecht gewiesen.
    Und dass ein Hahn, der sich so benimmt, ein Fall für den Kochtopf wäre.

    Als der Hahn noch als Henne galt, habe ich mich schon über dieses aggressive "Huhn" geärgert (nur gegenüber anderen Hühnern) und mich gefragt, ob ich es überhaupt in der Herde behalten will. Als ich dann wusste (mit Eurer Hilfe, und weil "sie" auf einmal krähte statt Eier zu legen), dass es doch ein Hahn ist, habe ich "sie" dh ihn mit anderen Augen gesehen.
    Aber nun zeigt er sich wieder von einer sehr fragwürdigen Seite.
    Oder doch nicht?

    Ich muss es glaube ich noch einmal von fachkundiger Seite bestätigt bekommen. Trotz allem mag ich dieses Hähnchen sehr, und das Schlachten würde mir nicht leicht fallen.

    Also:
    ist ein Hahn, der 2,5 Wochen alte Küken angreift, ein Fall für den Kochtopf?

    Ist wieder mal recht lang geworden.
    Vielen Dank schon einmal fürs Lesen und Eure Hilfe.

    Lieselott
    1.2 große Dresdner, 1 Dorking, 1 Dorking-Mix, 3 Mechelner, 3 Bresse gauloises
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  2. #2
    Avatar von Landhahn
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    Bei mir käme er direkt in den Kochtopf.Es gibt genug Hähne, auch friedliche.
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  3. #3
    Avatar von Wurli
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    Hatte auch so nen Hahn der mit einige Küken gekostet hat bis ich ihn gekostet habe...
    So was geht leider gar nicht!
    Mehr aus Wachtelhausen, dem Land der Riesin und Giftzwerge https://manu-s-wachtelei.blogspot.co.at/ und https://hansberg-angora.blogspot.com

  4. #4

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    Also meine Hähne waren immer nett bzw.neugierig bis relativ gleichgültig gegenüber
    so kleinen Küken. Mag natürlich auch daran liegen, dass er sonst nur die eine Henne hat
    aber wie lange willst/kannst du warten?
    Ich würde mich trennen, zumal die Küken ja auch nicht nur Hennen sein werden,
    vielleicht ist da ein netter Hahn dabei.
    Geändert von Anke P (07.03.2018 um 07:30 Uhr)
    liebe Grüße,
    Anke, Hahn Sam und allerhand alle möglichen Hühnermädels

  5. #5
    genannt Kokido Avatar von Huhn von den Hühnern
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    Ich habe jedes Mal 3 Hähne mit jüngeren Küken (mit glucke) laufen und kenne so ein Verhalten nicht. Der jüngste Hahn wollte zwar einmal auf die Glucke,bekam gewaltig was auf den hut, seitdem ist Ruhe.
    Ein Junghahn kann unsicher sein, ob das sein Verhalten rechtfertig... die Angriffe wie oft, wie heftig, mit Tötungsabsicht... die Küken sind mehrfach gefährdet, die Unruhe (leben in Angst), können von der Glucke getrennt werden (da in Panik alle weglaufen), kommen nicht zum fressen... der Hahn hätte bei mir die hellrote Karte und ich würde die Gruppen nicht ohne Aufsicht auslassen... ggf. Mußt Du eine Entscheidung gegen den Hahn treffen, wenn es sich nicht bessert....
    Kokido von den Hühnern
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  6. #6
    Avatar von Mara1
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    So ein Hack auf den Kopf kann ein Küken umbringen. Bei mir käme er in den Kochtopf. Wenn du das nicht willst würde ich die Küken noch eine ganze Weile von ihm getrennt halten. Bis sie so gross sind, daß sie auch mal einen Hacker wegstecken können ohne ernsthaften Schaden zu nehmen.

    Was meinen die anderen, kann es sein, daß der Hahn sein Verhalten gegenüber den Küken noch ändert? Oder ist das dann auch bei künftigen Küken wieder so, daß er sie hackt? Er ist noch jung, kann es sein, daß sich das noch bessert?

    2 Hennen für einen Hahn ist natürlich zu wenig, wenn du ihn behalten willst sollten es ein paar Hennen mehr werden.

    Bei mir ist das Verhalten gegenüber den Hennen immer ein Auswahlkriterium. Ein Hahn der dauernd grob mit den Hennen ist kriegt ein Ticket nach Sibiristan. Es gibt genug nette Hähne, so einen Grobian muß man seinen Hennen nicht antun.

    Grüße
    Mara

  7. #7
    Avatar von Sterni2
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    Ich denke auch dass er auf jeden Fall mit einer Henne nicht ausgelastet ist. - Und grad die Schwächere würde er gern wieder haben weil er auf die mehrmals in der Stunde gehen kann .... - Für mich wär die Frage, ob er sich anders verhalten würde, wenn er genug Hennen hätte. - Solange warten bis die Küken groß genug sind, würde ich nicht. - Vor allem auch für die eine Henne nicht ....
    Vielleicht findest Du einen Platz für ihn wo er genug Hennen hat? Wenn das möglich wäre, würde ich ihm schon diese Chance geben.

  8. #8
    Avatar von Lieselott
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    Vielen Dank für die Antworten, auch wenn es schade ist, dass Ihr mir bestätigt, was ich eigentlich schon vermutet habe. Dass das Geschlechterverhältnis nicht so bleiben kann, ist mir schon klar. Geplant war es ja anders. Bei meinen derzeitigen Küken sind sieben Hennen dabei. Die kann ich gerade so behalten, ohne dass ich anbauen muss.

    Vorerst halte ich ihn tagsüber hinter Gittern und nachmittags darf er dann den Auslauf haben und Emma und die Küken werden abgetrennt. Ich werde mal sehen, ob sich zeitnah ein Käufer findet, aber auch nicht zu lange warten, da er jetzt den größten Teil des Tages auf 4m2 laufen muss.

    Mir ist es zu gefährlich, dass er eines der Küken tötet, und so schnell, dass ich im Ernstfall dazwischen gehen könnte, bin ich auch dann nicht, wenn ich den ganzen Tag im Auslauf verbringe. Letztendlich reicht ja ein gut gezielter Schnabelhieb aus.
    1.2 große Dresdner, 1 Dorking, 1 Dorking-Mix, 3 Mechelner, 3 Bresse gauloises
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  9. #9

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    Ich bin aber auch der Meinung das der Hahn da wahrscheinlich am wenigsten für kann, ist noch total jung, unerfahren, dann trennst du die Glucke auch noch komplett ab, er hat nur eine Henne, wird also auch nicht von anderen Hennen "zurecht gestutzt". Seine Kinder werden es ja wahrscheinlich nicht sein oder?
    Deine ganze Konstellation hat imho dazu beigetragen das er sich (leider) nicht anders benimmt.
    Du kannst auch Glucke und Küken noch länger abgetrennt lassen, ich habe meine Küken ohne Glucke erst mit 10 Wochen zu den schon vorhandenen Hybridhennen gelassen - vorher waren sie in ihrem Gehege im Auslauf der anderen. Da waren die Orpington schon so groß wie die Hybriden und trotzdem gab es zu Anfang ganz oft einen auf die Mütze und vertrieben wurden sie ständig.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.2021), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.2021), 2 Grün- und 3 Rotleger

  10. #10
    Avatar von Wurli
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    Manche Hähne sind einfach so...

    Falco war auch schon 4; hatte reichlich Hennen trotzdem ging erlaufend auf die Küken los.
    Die Seidis sind zwar gute Glucken, aber leider viel zu nett!
    Bei meiner Buschhenne hätte er die kürzeren gezogen; aber die Seidi hatte keine Chance ihre Küken zu verteidigen.
    Bis dann eins tot war und ein anderes erlöst werden musste
    Mehr aus Wachtelhausen, dem Land der Riesin und Giftzwerge https://manu-s-wachtelei.blogspot.co.at/ und https://hansberg-angora.blogspot.com

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