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Thema: Vogelgrippe 2018 was kommt auf uns zu

  1. #71
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    @zw.lachs:

    Du hast natürlich, wie auch einige andere, besonders viel Zeit und Herzblut in die Petition gesteckt. Ich möchte Deinen unzähligen, in die Sache investierten, Stunden auch wirklich nicht mit Undank begegnen.

    Aber ich halte den Text für so weichgespült, dass er schon nichtssagend ist, bevor er den Bundestag überhaupt erreicht.
    Wenn das unsere Maximalforderungen sind, die oben ankommen, dann sehe ich die Sache einfach mit gemischten Gefühlen...

    Trotzdem danke nochmal und einen schönen Sonntag,

    Markus
    4.29.31 Altsteirer

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  2. #72
    Avatar von metasequoia55
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    ich entnehme daraus erst mal, dass das vorrangige ziel, nämlich die überprüfung der geltenden geflügelpestVO vom landtag sachsen befürwortet und damit im bundestag zur diskussion gestellt wird.
    nach vorlage im bundestag wird die drucksache einer entsprechenden fachkommision zur inhaltlichen bewertung vorgelegt werden, worauf mit sicherheit weitere diskussionen folgen.
    dass durch die geltende geflpestVO die rassegeflügelzüchter übermäßigen problemen ausgestezt waren wird ja eindeutig angesprochen und kritisiert (und damit profitieren auch die hobbyhalter).
    zum einen wird deutlich darauf verwiesen, dass es durch die aufstallung zu: gravierenden Einschränkungen für viele Geflügelhaltungen im Freistaat Sachsen gekommen ist, zum anderen wird ebenfalls deutlich angesprochen, dass handlungsbedarf besteht: In der Nachbetrachtung des epidemiologischen Verlaufs der Seuchenzüge der Jahre
    2005/2006 und 2016/2017 zeigt sich jedoch weitergehender wissenschaftlicher Forschungs und Auswertungsbedarf hinsichtlich der Ursachen bzw. Übertragungswege bzw. der Festlegung praktikabler Schlussfolgerungen für die Seuchenprophylaxe.
    , welcher ja bislang vom FLI geflissentlich ignoriert wurde.
    @altsteirer: ich glaube nicht, dass mit dem satz: Insofern war das Aussprechen einer landesweiten Stallpflicht in Sachsen als vorsorgliche und konsequente Maßnahme gegen die Ein- oder Verschleppung der Geflügelpest in heimische Haus und Nutzgeflügelbestände zunächst nachvollziehbar." die aufstallung als gegenmaßnahme gutgeheißen werden sollte. es handelt sich hierbei wohl eher um eine feststellung von tatsachen...es war ZUNÄCHST nachvollziehbar.
    denn im nächsten absatz heißt es: Die epidemiologische Lage indes verlief sehr dynamisch und entwickelte sich konstant weiter. soll heißen: es kam anders als man sich vorgestellt hatte, die maßnahmen waren für die katz.
    dass es möglich ist, mit der überstellung der petition seitens des sächsischen landtages an den bundestag, bereits eine gesetzesvorlage zu liefern, ist wohl illusorisch. das politische parkett ist rutschig und jede fraktion muss wohl auch auf eine formulierung ihrer forderungen und anregungen achten, um ihr anliegen überhaupt ins gespräch zu bekommen.
    natürlich wäre mir persönlich auch ein kanonenschuss, der die geflpestVO auf einen schlag ändert, lieber gewesen, aber politik ist nun mal die gangart der kleinen schritte und langsamen änderungen. und im prinzip können wir es doch schon als erfolg verbuchen, dass sich übehaupt eine fraktion unserer sorgen annimmt und unsere wünsche unterstützt.
    für uns ergibt sich daraus meiner ansicht nach die verpflichtung, jetzt nicht die hände in den schoß zu legen und abzuwarten was andere für uns tun, sondern auf politischer ebene ständig zu bohren und nachzuhaken.
    Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Faden darin. Was immer er ihm antut, tut er sich selbst an.
    Chief Seattle

  3. #73

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    Zitat Zitat von ***altsteirer*** Beitrag anzeigen
    Andererseits ist es ja nunmal so, dass ein Gutachten auf EU Ebene und auch die Erklärungen hierzulande sich eindeutig auf den Wildvogel als größten Vektor eingeschossen haben.
    Dagegen wird auf kurze Sicht kein ankommen sein. Insofern hätte ich das hier:
    Sollte es weiter bei "den Wildvögeln" als Hauptvektor bleiben, müssen sie erst einmal nachvollziehbar erklären, wie das mit der Verbreitung von H7 oder H9N2 durch Wildvögel funktionieren soll. Wenn man diese Frage laut und oft genug stellt, wird man sie nicht ignorieren können.

    Da andernorts Vollgenomanalysen durchgeführt werden, hat man hierzulande auch damit begonnen. Und die zeigen nunmal, dass Sekundärinfektionen in der Geflügelwirtschaft eher die Regel als die Ausnahme sind. Das liest man auch zunehmend in den Veröffentlichungen des FLI´s, auch wenn es dort (noch?) nicht in entsprechender Gebühr betont wird.

    Ich denke, man sollte also mal vorsichtig optimistisch sein. Und wenn nicht, bieten die Veröffentlichungen von EFSA und FLI genügend Argumente (andere natürlich auch), die Wildvogelhypothese in Frage zu stellen.
    Wenn das Ganze dann wieder über Presse und Politik erfolgt, wird es zumindest langfristig Erfolg haben, da bin ich überzeugt. Spätestens, wenn der Masse der Rassegeflügelzüchtern klar ist, wo die Schwerpunkte der HPAI-Problematik wirklich liegen.

    Grüße
    b5irin

  4. #74
    Avatar von metasequoia55
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    ...und deshalb braucht es weiterer und permanenter aufklärung. jeder verbraucher, rassegeflügelzüchter, hobbygeflügelhalter und opa franz von nebenan, der künftig seine eier und sein fleisch nicht mehr unkritisch und unter dem aspekt billig aus der tiefkühltruhe zieht, sondern die haltungsbedingungen hinterfagt, ist ein weiterer unterstützer für die sache. wandel braucht nun mal (leider) zeit, auch wenn wir die wahrscheinlich nicht unendlich haben....
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  5. #75

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    Zitat Zitat von metasequoia55 Beitrag anzeigen
    wandel braucht nun mal (leider) zeit, auch wenn wir die wahrscheinlich nicht unendlich haben....
    Wenn in unserem südöstlichsten Bundesland eine Ente mit HPAI H5N6 gefunden wird, ohne dass gleich landesweit die Stallpflicht ausgerufen wird, dann wandelt es vielleicht bereits ein bisschen .....

  6. #76
    Avatar von Huhnihunde
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    Zitat Zitat von b5irin Beitrag anzeigen
    Sollte es weiter bei "den Wildvögeln" als Hauptvektor bleiben, müssen sie erst einmal nachvollziehbar erklären, wie das mit der Verbreitung von H7 oder H9N2 durch Wildvögel funktionieren soll. Wenn man diese Frage laut und oft genug stellt, wird man sie nicht ignorieren können.
    In England scheinen die Wissenschaftler eher unbeeinflusst von der Geflügelwirtschaft agieren zu können.
    Diese Untersuchung beschäftigt sich damit wie einzelne Virusvarianten die Artenschranke vom Vogel zum Säugetier/Mensch überwinden. Hintergrund ist eine befürchtete Pandemie, da bekannt ist, dass die Virusvariante H7N9 bei engem Kontakt und unzureichenden hygienischen Bedingungen von Geflügel auf den Menschen übertragbar ist. Hier wurde bei 1500 gemeldeten Humanfällen bis 2013 eine Mortalität von 40% festgestellt. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

    Bei H9N2 kam es sehr schnell zu einer Übertragung auf Mäuse, so dass auch Mäuse das Virus verbreiten können.
    Da H9N2 fähig ist genetisches Material an H7N9 anzukoppeln, wäre es denkbar, dass über einige Zwischenschritte eine Infektion von Säugetieren mit H7N9 stattfindet und die Virusverbreitung auf den Menschen nicht nur an einen engen Kontakt mit Geflügel gebunden ist.
    Welche Gensequenz es H9N2 ermöglicht so schnell auf Mäuse überzuspringen ist noch nicht bekannt.
    So wie ich den Bericht verstehe, scheint der Viruseintrag über Wildvögel schnelle Verbreitung und Mutation keine Rolle zu spielen.

    http://www.poultryworld.net/Health/A...umans-243947E/

    In Hessen hat man jetzt ein Lager mit "Seuchenequippment" eingerichtet:

    http://m.faz.net/aktuell/rhein-main/...-15423555.html
    Zitronenfalter falten keine Zitronen

  7. #77
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    Zitat Zitat von b5irin Beitrag anzeigen
    Wenn in unserem südöstlichsten Bundesland eine Ente mit HPAI H5N6 gefunden wird, ohne dass gleich landesweit die Stallpflicht ausgerufen wird, dann wandelt es vielleicht bereits ein bisschen .....
    Oder es liegt daran, dass dieses Jahr mit der ASP eine andere "Sau" durch's Dorf getrieben wird. Dass sie dieses Jahr nämlich viel klüger wären, als letztes Jahr glaube ich kaum.

    Wenn man diese Frage laut und oft genug stellt, wird man sie nicht ignorieren können.
    Ich hoffe es sehr! Bislang schlagen "sie" sich ja wacker.

    Liebe Grüße, Markus
    4.29.31 Altsteirer

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  8. #78
    Avatar von Nicolina
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    Zur Info:
    Ich bekam von zw.lachs im Oktober die offizielle Info, dass die Petition im Bundestag angekommen ist - ohne diese hätte ich auch nicht dazu hier oder bei fb geschrieben.

    Zitat Zitat von zw.lachs Beitrag anzeigen
    Ohne dies alles wie es gelaufen ist wäre die Petition nie im Bundestag angekommen und wäre im Nirgendwo verschwunden.
    Das empfinde ich als frech. Denn ich hatte eine andere Adresse in Bayern über die die Petition an den Bundestag eingereicht hätte werden können, aber du wolltest diese mittels deiner politischen Kontakte unbedingt übernehmen.
    (Und dass du selbst mich erst vorgestern über den anderen Verlauf der "Dinge" informiert hast, ist auch wieder so ein Ding..)
    dennoch - nun ist sie ja da wo sie hin sollte ...
    Geändert von zfranky (04.02.2018 um 22:56 Uhr) Grund: Zitatreparatur
    Liebe Grüße – Nic und die bunte Truppe.

  9. #79

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    @Huhnihunde

    Das humanpathogene H7N9 basiert größtenteils auf H9N2:
    https://www.cdc.gov/flu/pdf/avianflu...nt-diagram.pdf

    Da H9N2 seit Jahren in der deutschen Geflügelwirtschaft sehr verbreitet ist, kann nicht ausgeschlossen werden (die Formulierung kann nicht nur das FLI), dass auch hierzulande in der Intensivgeflügelhaltung Virus-Varianten entstehen, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben.

    Sobald die Politik das begriffen hat, wird sie die Anfälligkeit der Intensivgeflügelhaltung für HPAI ernster nehmen.

  10. #80
    Avatar von Huhnihunde
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    Zitat Zitat von b5irin Beitrag anzeigen
    @Huhnihunde

    Das humanpathogene H7N9 basiert größtenteils auf H9N2:
    https://www.cdc.gov/flu/pdf/avianflu...nt-diagram.pdf

    Da H9N2 seit Jahren in der deutschen Geflügelwirtschaft sehr verbreitet ist, kann nicht ausgeschlossen werden (die Formulierung kann nicht nur das FLI), dass auch hierzulande in der Intensivgeflügelhaltung Virus-Varianten entstehen, die dem Menschen gefährlich werden können. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gegeben.

    Sobald die Politik das begriffen hat, wird sie die Anfälligkeit der Intensivgeflügelhaltung für HPAI ernster nehmen.
    Das denke ich auch.

    Die Diskussion um Vogelgrippe dürfte in der Boulevardpresse schon bald wieder losgehen nachdem diese Meldung aus England heute Nacht rauskam:
    Bei sieben Schwänen die zu der 70 köpfige Herde der Königlichen Schwanenhaltung auf Windsor gehören wird ein Ausbruch der Aviären Influenza vermutet.

    http://www.dailymail.co.uk/news/arti...s-Windsor.html
    Zitronenfalter falten keine Zitronen

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