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Thema: Vogelgrippe 2018 was kommt auf uns zu

  1. #51

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    Es gibt eine Studie zum Ausbruch in Biddinghuizen. Wurde frisch vom CDC als Vorab veröffentlicht.
    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/24/4/17-2124_article

    stehen ein paar sehr interessante Details drin.

    Der Ausbruch erfolgte in Stall 1 bei 5 wöchigen Enten und nicht bei den frisch eingesetzten in Stall 2. Das Verlustdiagramm zeigt eine erhöhte Sterblichkeit in Stall 1 direkt nach dem Einsetzen. Wohl "Transportverluste" und normal, jedenfalls wird das nicht weiter betrachtet. Was aber putzig ist, die Küken in Stall 2 wurden angeblich erst am 7.Dez eingesetzt, also zum Zeitpunkt der Feststellung.

    Und dann noch die (berechnete) Vermutung, das der Virus bereits 2015 in Sibirien entstanden ist:

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    Das N6-Gensegment ist verwandt mit dem von HPAI H5N6-Viren in Griechenland, Japan und Taiwan, für die ein gemeinsamer Vorfahr um den November 2015 geschätzt wurde. Darüber hinaus unterscheidet sich das H5N6-Virus in den Niederlanden von dem in Griechenland durch die PA und PB2-Gensegmente. Dies deutet darauf hin, dass das H5N6-Virus in den Niederlanden nicht durch die fortgesetzte Verbreitung des Virus in Griechenland (oder Europa) im Februar 2017 entstanden ist, sondern wahrscheinlich eine separate Einführung im Zusammenhang mit der Migration von Wildvögeln im Herbst 2017 darstellt Sie kam in Brutgebieten in Sibirien vor, wo sich eine große Anzahl wilder Vögel ansammelt, und das Virus könnte sich durch Langstreckenflüge infizierter Zugvögel verbreitet haben.
    Als Beweis für den Wildvogeleintrag werden wie gewohnt die naheliegenden Rastplätze für Zugvögel aufgeführt. Daneben natürlich auch die tot gefundenen Schwäne und Taucher am Veluwemeer, wobei diese wieder einmal nach dem Ausbruch und der Keulung des Betriebes gefunden wurden. Womit sich (mal wieder) die Frage nach Ursache und Wirkung stellt.

    Alles in allem sehr interessant, solch kurzfristige Analysen würde ich mir in Deutschland auch wünschen.
    Herzliche Grüße vom Warnehof

    2,17,3 Altsteirer; 1,5,21 Sulmtaler; 0,2 Italiener; 0,1 Sachsenhuhn; 1,1 Sundheimer; 0,2 Mixe, 3,8 Aylesbury Enten; 3,7 Laufies, 0,2 Moschusenten, 1,1 Diepholzer

  2. #52
    Avatar von Huhnihunde
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    Zitat Zitat von Warnehof Beitrag anzeigen
    Es gibt eine Studie zum Ausbruch in Biddinghuizen. Wurde frisch vom CDC als Vorab veröffentlicht.
    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/24/4/17-2124_article

    stehen ein paar sehr interessante Details drin.

    Der Ausbruch erfolgte in Stall 1 bei 5 wöchigen Enten und nicht bei den frisch eingesetzten in Stall 2. Das Verlustdiagramm zeigt eine erhöhte Sterblichkeit in Stall 1 direkt nach dem Einsetzen. Wohl "Transportverluste" und normal, jedenfalls wird das nicht weiter betrachtet. Was aber putzig ist, die Küken in Stall 2 wurden angeblich erst am 7.Dez eingesetzt, also zum Zeitpunkt der Feststellung.

    Und dann noch die (berechnete) Vermutung, das der Virus bereits 2015 in Sibirien entstanden ist

    Eine wirklich interessante Meldung!
    Stall 2 wurde angeblich erst am 7. Dezember neu mit ca 8200 Küken eingesetzt.., sehr merkwürdig...!

    Sieht man sich die Statistik von Stall 1 an wird man Misstrauisch:

    Zunächst beginnt diese mit Einsetzen der Eintags-Küken am 09.11. nicht bei 0 sondern schon darüber (schon tot aus der Transportboxen in den Stall gefallen. Nun ja.). Die Statistik gibt hier schon eine ungenaue Zahl von ca. 8000 Küken an, wir lesen aber in dem Bericht, dass die Ställe mit je 8200 Tiere besetzt sind. Der erste Peak am 10.Lebenstag (13.11.) zeigt eine Mortalität von 410 Tieren (5%). Am 20.Lebenstag kommen noch etwa 160 dazu (ca 2%)
    Die "Farmerzählung" zwischen 05. und 06.12. (!) zeigt am ersten Punkt einen sprunghaften Anstieg um ca 330 Tiere. Dies wären schon zu diesem Zeitpunkt eine Mortalitätsrate über den "erlaubten" 10% der insgesamt im Verlauf der gesamten Mastdauer (ca 40 Tage) "üblich/Norm" ist.
    Auch aufgrund der "zeitgleich!?" auftretenden klinischen Symptome in diesem Stall und der an diesem Tag vorgenommenen gemeinsamen Todesfall-Zählung durch Farmer und Veterinäramt hätte eine Neubelegung eines weiteren Stalles gar nicht vorgenommen werden dürfen.
    Aufmerksam wurde der Farmer wohl durch die abnehmende Wasser-und Futteraufnahme zwischen 03.12. und 05.12., an diesem Tag wurde die Aufzeichnung abgebrochen! Am 06.12. zählt zunächst der Farmer, dann gemeinsam mit dem Veterinäramt, die (statistische) Mortalitätsrate steigt......
    Dass vor diesem Hintergrund eine Neubesetzung eines weiteren Stalles mit zufahrendem Transport etc. stattfand, dürfte zumindest fraglich sein.

    Ein weiteres beunruhigendes Detail des Berichts ist ein wenig versteckt: offensichtlich scheint das Virus so schnell zu mutieren, dass die therapeutische Wirkung des gegen Humanpathogene Virusvarianten (u.a. H5N1) eingesetzten Wirkstoffes Oseltamivir (u.a. Tamiflu) herabgesetzt ist.
    Dies ist besonders interessant vor dem zur Zeit in Asien stattfindenden Seuchenzuges.

    Auch die Verknüpfung eines "Verkehrsknotenpunktes" Sibirien mit dem jährlichen, weltweiten Vogelzug wird als "Ausgangspunkt" für Weiterverbreitung und Mutationen propagiert.

    Warum immer wieder Sibirien?
    Was gibt es dort, was Mutationen in so extrem kurzer Zeit unterstützt?!
    Immer kalt, als Brut-/Futtergebiet für wasserliebende Wildvögel seit Jahrtausenden in den Sommermonaten wichtig.... Was hat sich hier in den letzten Jahren geändert...?!

    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/24/4/17-2124-f1
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  3. #53
    Avatar von Huhnihunde
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    In der EU ist unheimliche Ruh..., nur England gibt Laut,... Brexit ick hör dir trappsen..., in anderen Ecken der Welt geht derweil die Post ab!

    Erbil, Kurdische Republiken (?!):
    Nach den Ausbrüchen im Iran und Irak wird ein Importstop für 39 Staaten nach Kurdistan verhängt.

    http://www.rudaw.net/mobile/english/kurdistan/31012018

    Vietnam:
    Erstmalig über das chinesisch Neujahr/Frühlingsfest werden Ärzte, Kliniken und Pflegepersonal angewiesen eine 24 Stunden Notversorgung für Patienten mit Verdacht auf Vogel-/Schweinegrippe einzurichten.

    http://vietnamnews.vn/society/422138...uring-tet.html


    Südkorea:
    Dank der olympischen Winterspiele nähert sich das Auge der Welt diesem Teil Asiens, unabhängig von politischen Machtspielen..., aber war und ist Sport nicht immer ein Teil der Politik...

    https://www.washingtonpost.com/news/...=.1554028cbd01

    https://nypost.com/2018/01/30/swine-...d-of-olympics/

    Wir alle sind zur Zeit verwundert (und erfreut!), dass sich in den internationalen Nachrichten wenig bis nichts aus unserer/der EU-Region findet...
    Das mag an der "Großwetterlage", in welche Richtung auch immer man diesen Ausdruck interpretieren möchte, liegen.
    Drücken wir die Daumen, dass dieser Kelch (Seuchenzug) auch weiterhin an uns vorüber gehen wird.
    Zitronenfalter falten keine Zitronen

  4. #54
    Avatar von Huhnihunde
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    Auch heute leider wieder einige Meldungen:

    Afghanistan:
    Eine weitere Provinz im Osten des Landes ist betroffen, die Nachbarprovinz meldet Verdachtsfälle.
    Immerhin weiß man hier schon genau: Wildvögel verbreiten die Seuche weiter Richtung östliche Provinzen. Welche Vögel hier für die Ausbreitung gesorgt haben und wie genau die Vögel das Virus in die Hühnerhalten einbringen wird leider nicht mitgeteilt. Dabei wäre eine Information darüber sicher für die ganze Welt interessant.

    http://www.tolonews.com/afghanistan/...d-flu-outbreak

    Iran:
    Aus dem Iran werden aus drei bisher nicht betroffenen Provinzen Vogelgrippeverdachtsfälle gemeldet.
    Bisher sind ca 16 Provinzen von der Vogelgrippe (H5N betroffen. Neben der Aviären Influenza treten in den Hühnerhaltungen mittlerweile auch verstärkt andere Erkrankungen auf. Um welche Erkrankungen es sich handelt wird nicht mitgeteilt.
    Bisher wurden wegen des Seuchenzuges 21 Millionen Vögel gekeult, dabei handelte es sich in 73% der Fälle um Legehennen.
    Immerhin hat man nun ein temporäres Exportverbot von Geflügel und Geflügelprodukten nach Aserbaidschan erlassen.
    Warum dies erst jetzt geschieht erschließt sich mir nicht.

    http://en.apa.az/world-news/asia-new...anization.html

    http://en.apa.az/azerbaijan-economy/...in-effect.html


    England:
    Der nationale Gesundheitsdienst gibt Verhaltensempfehlungen für den Fall, dass Humanpathogene Virusvarianten auf der Insel landen.

    https://www.express.co.uk/life-style...symptoms-signs

    Nordkorea:
    Nordkorea bestätigt mehr als 80.000 H1N1-Infektionen ("Schweinegrippe") bei Menschen.

    https://edition.cnn.com/2018/01/31/h...ics/index.html
    Geändert von Huhnihunde (01.02.2018 um 15:59 Uhr)
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  5. #55
    Avatar von Huhnihunde
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    Und schon geht's weiter:

    Kambodscha:
    Nachdem in der letzten Woche 60 Hühner Krankheitssymptome zeigten, wird heute ein neuer H5N1 Verdacht gemeldet.
    http://www.khmertimeskh.com/50105842...in-mondulkiri/
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  6. #56

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    @Huhnihunde
    Du hast den Kernpunkt mit der Neubelegung der Küken sehr schön herausgearbeitet.
    Eine Neubelegung wäherend der Feststellung eines akuten Ausbruches ist schon "überraschend".

    Kurz zu dem von Dir angesprochenen Thema Oseltamivir und Deiner Vermutung der hohen Mutationsrate. Die von Dir zitierte Tabelle zeigt die Risikofaktoren für eine Übertragung auf den Menschen bzw. die Gefahr einer Epidemieauslösung. Diese Faktoren werden nur eher selten mit in den Studien veröffentlicht, wenn keine oder nur wenige Faktoren positiv sind. Hier sollte gezeigt werden, dass die Gefahr einer Übertragung praktisch nicht vorhanden ist. Es gibt Studien bzw. Berichte aus China die immer wieder zeigen, dass die Viren gegen ein oder mehrere Therapeutikum resistent sind. Will sagen es gibt immer wieder Stämme die eine Resistenz aufweisen.

    Warum Sibirien? An Sibirien hat sich, abgesehen von der Erderwärmung nicht so viel verändert. Dort sind unverändert Brutgebiete für eine immens große Zahl an Wildvögeln. Was sich verändert hat ist der Geflügelfleischkonsum und eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Flächen in China. Durch die Mengen an Mastgeflügel und den verbreiteten Lebendmärkten wird die Mutationsrate, durch die Märkte die Verbreitung gefördert. In beiden Fällen ist die Wahrscheinlichkeit eines Austrages in die Wildpopulation deutlich gestiegen. Durch die landwirtschaftlichen Flächen könnte sich das Zugverhalten so verändert haben, das eine Ausbreitung von neuen Virenstämmen begünstigt wird.
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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  7. #57
    Avatar von zw.lachs
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    http://www.landtag.sachsen.de/de/akt...esordnung/1172
    TOP 17 Seite 40

    Hallo Freunde,
    es ist endlich nach langem politischem hin und her geschafft. Die Petition die vor über einem Jahr unter dem Aktionsbündnis Vogelfrei von N. Zimmer ins leben gerufen von vielen anderen tatkräftig unterstützt und letztendlich von mir bearbeitet und mit Julia, Heidi mit Mann, Sigried und Frank sowie mir am 21.06.2017 im Sächsischen Landtag an den Landtagspräsidenten übergeben wurde, ist durch und wird der Bundesregierung wie geplant zugestellt. Was lange wehrt, wird Gut. Es war ein langer harter Weg bis zu diesem Erfolg. Zwischenzeitlich wurde im Hühnerforum ja mitgeteilt das die Petition durch sei, was allerdings eine Fehlinfo war, da es seitens der Politik wohl einiges an Irrwegen und Fehlinformationen gab. Nach dieser Veröffentlichung habe ich mit viel hin und her in enger Zusammenarbeit mit der besten Politikerin aus meinem LK die Aufklärung betreiben können und letztendlich der Petition zu ihrem Recht verhelfen können. Das ich dieses Wissen und die Infos bis jetzt zurückgehalten habe tut mir sehr leid aber war notwendig um nichts weiter durch irgendwelche öffentliche Kommentare zu gefährden. Ich danke allen die sich so für die Petition eingesetzt haben. Danke Danke Danke.

  8. #58
    Avatar von Miss Boogle
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    Danke zw.lachs
    Und Danke an alle Mitstreiter!!!

  9. #59
    Putenflüsterer Avatar von Stallknecht
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    "Das Niveau eines Landes und dessen moralische Werte
    können an der Weise, wie ihre Tiere behandelt werden,
    gemessen werden.“
    ( Mahatma Gandhi )

  10. #60

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    Danke zw.lachs für die Neuigkeiten.
    Das die politischen Mühlen langsam mahlen und es eine Menge verschlungener Pfade zu einem Ergebnis gibt kann ich nur aus eigener Erfahrung aus dem letzten Jahr bestätigen.
    Daher auch von mir Danke für Deinen Einsatz und danke an alle Unterstützer.
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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