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Thema: Blindheit bei junghühner - möglicherweise marek?

  1. #1
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Blindheit bei junghühner - möglicherweise marek?

    Moin ihr Lieben.

    Ich fang mal an mit : verdammte Axt - kann nicht einfach mal alles gut sein?

    Ich habe in den letzten Wochen ein paar kuriose Fälle gehabt und habe jetzt doch bammel, dass sie Zusammenhängen.

    Es fing an mit einem junghahn/ Küken. Ich musste ihn mit ca 10 Wochen erlösen, da ich eine zunehmende Blindheit auf beiden Augen feststellte.
    die Augen trübten über der pupille mit einem grauen Schleier ein. Das Tier war am Ende einfach zu orientierungslos, um es weiter laufen zu lassen.

    Dann schlachtete ich letzte Woche einige Hähne. Ca 23 Wochen alt. Einer davon mit auffallender bauchwassersucht und veränderten Organen, allerdings keinen hautveränderungen.
    Fotos und Details hier http://www.huehner-info.de/forum/sho...-Achtung-Fotos

    Und nun muss ich zu schlechter letzt feststellen, dass eine schlupfschwester des o.g. Blinden Kükens (mittlerweile nun 16 Wochen alt) ebenfalls erblindet, allerdings nur einseitig.
    wieder eine Trübung über der pupille.

    AUSSERDEM - und ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich langsam wahnsinnig werde - saß ich nun geschlagene 3 Stunden bei meinen Hühnern auf der Wiese (bibber)
    meine Jungtiere - die 16 und 24 Wochen alten laufen zusammen.
    eines der 16 wöchigen läuft... Unrund.... Aber nur, wenn es rennt. Wenn es geht, ist es unauffällig.

    Ich habe am 8.1. Einen Termin beim Tierarzt. Und dort werde ich auch um probenahme auf marek bitten.

    Auf was kann ich noch testen lassn? Können die einzelnen Fälle tatsächlich Zusammenhängen?

    Ich fand im Netz kaum Bilder von marek was die Augen betrifft. Die Tiere sind unauffällig, fit, nicht gelähmt. Eine hat heute ihr erstes Ei gelegt.
    Trotzdem, ich verzweifel langsam. Warum werden zwei Tiere blind, wenngleich eines nur einseitig?
    Ist es tatsächlich möglich, dass 10-14 wöchige Tiere marek bekommen, "nur" blind werden, nicht gelähmt sind und ich auch sonst keine Todesfälle habe?

    Es tut mir leid, dass der Beitrag so lang geworden ist, ich weiß echt nicht mehr, wo mir der Kopf steht.....

    Besorgte Grüße, Vinny..
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  2. #2
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Ich weiß doppelposts sind plöd, aber ich hab mir die kleine Maus gerade mal geschnappt.
    Hier Fotos von den Augen.
    gesund :_20171228_163850.JPG

    Und das blinde...oder halbblind. Sie reagiert noch etwas, auch auf lichteinfall
    _20171228_163746.JPG
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  3. #3
    Avatar von Huhnihunde
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    Hallo Vinny,

    leider gibt es bei Marek auch eine Okuläre Verlaufsform...
    Ich drück die Daumen, dass es das nicht ist! Aber ob deiner Schilderung des Krankheitsverlaufes....fürchte ich, Fasses sich tatsächlich um Marek handelt..
    http://praxis-fluechten.de/mareksche-krankheit
    Zitronenfalter falten keine Zitronen

  4. #4
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Danke für die Einschätzung... Zumindest etwas zum lesen.
    Aber wie ist es mit der Mortalität bei der okulären Form?
    Ich finde dazu nur spärlich Informationen. Dort steht dann "selten : okuläre Form" und "befällt adulte Tiere / Tiere ab 9 Monaten"
    nun waren meine aber erst 3-4 Monate alt.
    ausser ein grauschleier haben sie nichts. Bzw ist die nun gezeigte henne scheinbar im sehen linksseitig eingeschränkt, die augen reagieren jedoch auf Lichteinfall, die pupille verengt sich entsprechend...
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  5. #5
    Avatar von elja
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    es gibt die Möglichkeit Federn einzuschicken und dadurch bestimmen zu lassen ob Marek vorhanden ist. Leider weiß ich nicht mehr wohin. Wurde hier im Forum aber schon mal ausgiebig diskutiert..
    Sei Wachsam von Reinhard Mey
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    „Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!“ ...

  6. #6
    Avatar von Mara1
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    Es kann Marek sein, muß aber nicht. Wenn es eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen ist wäre es weg zu kriegen.

    Solche weißlichen Punkte im Auge können auch von einer Augeninfektion kommen, die man mit Augensalbe oder Augentropfen weg bekommt. Nur müßte das Mittel dann mehrmals täglich ins Auge, das stelle ich mir bei einem Huhn nicht so einfach vor. Und man muß die Behandlung über mehrere Tage durchziehen, auch wenn die Punkte schon verschwunden sind, sonst kommt die Infektion zurück und man züchtet sich womöglich resistente Keime.

    Ich hatte das bei Hühnern noch nie, nur beim Pferd. Da waren auch so weißliche Punkte, die mehr und größer wurden, und in dem Fall war es eine Infektion mit Bakterien. Die Punkte sahen genauso aus wie bei deinem Huhn. Der Tierarzt machte einen Test mit fluoreszierenden Tropfen, um zu sehen, ob eine Verletzung erkennbar ist. Bei einer Verletzung muß man ein Mittel ohne Cortison nehmen, deshalb der Test. Dann gab es antibiotische Augensalbe oder Tropfen über mehrere Tage. Wenn das Mittel nicht anspricht oder die Infektion wieder kommt kann der TA auch eine Tupferprobe machen mit einem Wattestäbchen und im Labor bestimmen lassen, was für Erreger es sind und welches AB anspricht.

    Ich drück dir die Daumen, daß es kein Marek ist, sondern etwas, das sich gut behandeln läßt. Es kann ja auch ein dummer Zufall sein, daß mehrere Hühner gleichzeitig erkrankt sind.

    LG
    Mara

  7. #7
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Danke euch beiden.
    ja elja, dass war der fred von hühnerjette, den flöhne ich gerade durch.
    die Problematik jetzt akut besteht darin, dass sich jetzt kein Labor über die Feiertage findet. Meine Tierärztin schickt das immer zur Uni gießen.
    Ich werde aber zur Differentialdiagnostik mal schauen, ob und wo ich selber federn in Niedersachsen einschicken kann.

    Mara, ich weiß, was du meinst, genau so wurde mein Kater auch behandelt. Ich habe nur Angst, dass die Erblindung weiter voranschreitet.

    Mich "beruhigt" dass ich bisher keine kränkelnden Tiere habe. Keine Todesfälle, keine Lähmung.
    Ich dachte zuerst, dass es erblich bedingt sein könnte. Wurde dann aber aufgeklärt, dass eine Blindheit wenn dann ab der Geburt besteht und eigentlich beide Augen betrifft.
    die Einschränkung des Sehens muss bei dem erlösten Küken ab der 4. LW aufgetreten sein. Seitdem wurde es immer zutraulicher.

    Bei "Elsbeth", der gezeigten henne fällt es eigentlich nicht auf, ausser, dass sie den Kopf etwas mehr dreht, um besser zu sehen....

    EDIT fiel gerade noch ein, zu erwähnen, dass momentan dort 10 Tiere zusammen laufen. 5 jetzt 16 Wochen alt, 4 24 Wochen alt und ein Hahn mit 28 Wochen
    Auffällig derzeit nur Elsbeth mit 16 Wochen..
    Geändert von Vinny (29.12.2017 um 10:48 Uhr)
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  8. #8
    Avatar von Galla
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    Die CVUA Stuttgart macht auch die Feder-Diagnostik.

  9. #9
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Danke galla, die Seite ist zumindest Aufschlussreich. Dort werde ich ein paar federn hinschicken.
    Ich überlege noch, wie ich das am besten mache. Einfach an der Brust ein paar auszupfen und einzeln in kleine zipp beutel packen?
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  10. #10
    Avatar von Galla
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    Ja, es sollten aber schon große Federkiele sein; es wird das Blut in den Kielen benötigt. Wurde mir so zumindestens gesagt.

    Feine Nackenfedern sind zu klein. Zipp-Beutel ist ok.
    Geändert von Galla (29.12.2017 um 12:20 Uhr)

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