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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hahn im Tierheim



claud
04.11.2013, 21:21
Hallo,

wir waren gestern im Tierheim, um unsere Familie mit 2 Katzen wieder zu vervollständigen und dort sass.... ein Hahn. :(

Der war in einer Kiste ausgesetzt worden, hatte die Flügel gestutzt, damit er nicht wegfliegen konnte, und weiss jetzt wahrscheinlich garnicht, was los ist.
Wenn Ihr mir helfen und mir sagen könnt, was für eine Rasse das ist, kann er vielleicht besser vermittelt werden...(aber da er ein Tierheimtier ist, ist er nicht für den Verzehr bestimmt, das stand extra dran...)

Liebe Grüße

und das isser..
110202

Kleinfastenrather
04.11.2013, 22:19
Hallo, das ist ein Hybridhahn, vermutlich Sussexhybrid.

nutellabrot19
04.11.2013, 22:25
Schlimm. So ganz ohne Hennen. :(
Die könnten sie ihm doch noch dazugeben, wenn sie ihn schon nicht vermitteln können.
Hab selber vor 1 Jahr ein Pärchen MEZK im Tierheim gefunden und erfolgreich an eine Forianerin vermittelt.
Vielleicht hat er ja Glück, wenn du die Werbetrommel für ihn rührst und ihn mit rührenden Worten und schönen Fotos in diversen Portalen einstellst...

Windfried
04.11.2013, 22:59
Guten Abend. Es scheint ein nicht mehr ganz junger Hahn zu sein, mindestens 2 Jährig. Kannst du nochmal ein Foto einstellen wo man die Ständer und Sporen etwas deutlicher sieht? Wenn er frei von Parasiten ist Wurmkur, Federlinge, Milben, gesunde glatte Beine usw sollte er schnell in eine Herde vermittelt werden oder etliche Hennen zur Gesellschaft bekommen. Andererseits könnte er vereinsamen und erkranken. Gruß Windfried

Kleener
05.11.2013, 00:50
Guten Abend. Es scheint ein nicht mehr ganz junger Hahn zu sein, mindestens 2 Jährig. Kannst du nochmal ein Foto einstellen wo man die Ständer und Sporen etwas deutlicher sieht? Wenn er frei von Parasiten ist Wurmkur, Federlinge, Milben, gesunde glatte Beine usw sollte er schnell in eine Herde vermittelt werden oder etliche Hennen zur Gesellschaft bekommen. Andererseits könnte er vereinsamen und erkranken. Gruß Windfried
Und das Ganze mit Schutzgebühr von 50 Euro...

claud
05.11.2013, 05:20
Hallo,
andere Fotos kann ich leider nicht machen, da ich ca. 1 Std entfernt wohne. Und er hat sich so blöd hinter dem Baumding versteckt, als ich fotografiert habe. Zu Milben und Co kann ich auch nichts sagen, gehe aber davon aus, dass er dort mit Allem versorgt wird, da ja auch andere Tiere in der Nähe wohnen, die sich mit nichts anstecken sollen.
Ich werde dem Dülmener Tierheim sagen, die sollen nochmal ein Foto machen (vielleicht hat ja jemand Zeit dazu) und werde auch anregen, ihn schnellstens zu Hennen zu geben, um ihm nicht zu schaden. Danke für eure Tips.
:type und die Werbetrommel wird auch weiter gerührt.....

K1rin
05.11.2013, 06:47
Mehr Infos zu Bob, dem Tierheimhahn:

http://www.tsv-coesfeld-duelmen.de/vermittlung/verm-voegel/bob-hahn.html

ptrludwig
05.11.2013, 09:13
Da kann man mal wieder sehen wie krank Menschen sein können, ein Hahn wird ausgesetzt anstatt ihn zu essen und die tierquälerische Einzelhaltung im Tierheim ist ja nun auch nicht das richtige. Warum wird er nicht geschlachtet und an die Hunde verfüttert wenn man ihn schon nicht selbst essen kann.

Goofy61
05.11.2013, 09:43
Und das Ganze mit Schutzgebühr von 50 Euro...

Wie kommst Du auf 50 €?

Hier (http://www.tsv-coesfeld-duelmen.de/vermittlung/kleintiere-vermitt-infos.html) sollen Vögel nur 20 € kosten.

Der Ärmste ist schon seit dem 19.03.2013 im Tierheim. :(

Raichan
05.11.2013, 09:45
Da kann man mal wieder sehen wie krank Menschen sein können, ein Hahn wird ausgesetzt anstatt ihn zu essen und die tierquälerische Einzelhaltung im Tierheim ist ja nun auch nicht das richtige. Warum wird er nicht geschlachtet und an die Hunde verfüttert wenn man ihn schon nicht selbst essen kann.

Um Gottes Willen, die machen sich doch nicht zum "Mörder". Sollen sich doch andere darum kümmern und zusehen was mit dem Hahm passiert :roll

Raichan
05.11.2013, 09:46
Der Ärmste ist schon seit dem 19.03.2013 im Tierheim. :(

:o Tierliebe um jeden Preis!

schips
05.11.2013, 09:55
Tierheime sind leider oft so veranlagt.

Bei uns im Tierheim sitzt ein Kampfhund der die Schwester seines ehem. "Herrchens" total verbissen hat.
Mittlerweile hat er auch einen Pfleger ins Krankenhaus gebissen.
Es tut mir zwar Leid für den Hund, denn er kann absolut nichts dazu so erzogen worden zu sein.
Aber ganz ehrlich, ein Leben nur im Zwinger, immer alleine, komplett ohne Ausgang weil es zu gefährlich wäre Ihn aus dem Zwinger zu lassen.
Ganz ehrlich. Wie lang soll man dass den machen, bis er in 10 Jahren von alleine stirbt?

Tanny
05.11.2013, 09:56
Hallo,
das könnte auch sehr gut ein Ostfriesischer Möven Hahn sein.
Er sieht meinen Hähnen zum Verwechseln ähnlich...
( ;) ist aber definitiv keiner von mir - meine sind noch alle da und ich stutze auch keine Flügel und setze keine Tiere aus....)

Das ist wirklich eine Sauerei vom Tierheim, den so lange dort in Einzelhaft zu verwahren.
Das Tier leidet vermutlich Höllenqualen, und wird, je länger er dort hockt immer unvermittelbarer.

Wer will schon einen verhaltensgestörten Hahn, wo es gute Hähne wie Sand am Meer gibt....

Das arme Tier!

LG
Kirstin

Birli
05.11.2013, 12:36
Tierheime sind leider oft so veranlagt.

Allerdings, da kann ich mich nur anschließen. Ich hab da auch so ne Anekdote in Bezug auf diese - in meinen Augen übertrieben handelnde - Tierschützer:

Vor vielen Jahren, als meine Kinder noch kleiner waren, wollten wir ihnen zwei Kaninchen kaufen. Also dachten wir, schaun wir mal im Tierheim, besser als aus der Zoohandlung.

Die Tiere sollten draußen im Grünen ein schönen großen Stall mit viel Auslauf bekommen. Das hatten wir den Leuten im Tierheim auch so gesagt. Das hätten wir besser nicht getan, denn eben aus diesem Grund haben wir keine Kaninchen bekommen. Die Tierschützer waren der Überzeugung, die Kaninchen dürfen nur im Haus gehalten werden.

Wir haben dann zwei Kaninchen beim Züchter gekauft. Ich war so enttäuscht über die Leute dort, das ich auch heute noch ausschießlich nur bei Züchtern kaufe, meine Hunde, meine Hühner und auch meine Kleintiere. Sogar meine Zierfische hole ich nur beim Züchter. Tierheim - Nein danke. Schon die Auflagen, die die machen, sind utopisch und schrecken eher ab. Kein Wunder, das die auf ihren Tieren sitzen bleiben.

Tanny
05.11.2013, 12:46
Allerdings, da kann ich mich nur anschließen. Ich hab da auch so ne Anekdote in Bezug auf diese - in meinen Augen übertrieben handelnde - Tierschützer:

......Sogar meine Zierfische hole ich nur beim Züchter. Tierheim - Nein danke. Schon die Auflagen, die die machen, sind utopisch und schrecken eher ab. Kein Wunder, das die auf ihren Tieren sitzen bleiben.

Derartige Geschichten gibt es von hiesigen Tierheimen auch zu Hauf zu berichten :(
...wobei ich oft bezweifle, dass es "übertriebene" Tierliebe ist, die manches (nicht alle!!!) Tierheim so handeln lässt.

Da steckt auch sehr, sehr viel reine Politik dahinter. Schließlich gibt es von den Städten und Gemeinden satte Zuschüsse für jedes aufgenommene und verwahrte Tier.....und manchmal ist der Zuschuß umso höher, je länger das Tier "gepflegt" werden muss....und manche Tiere bringen mehr als andere.....und sämtliche Mitarbeiter (bis auf die paar wirklich ehrenamtlichen "Ausführer" und "Kuschelmenschen" haben einen gut bezahlten Job...

Spendengelder sieht unser Tierheim von mir schon lange nicht mehr.....das Geld stecke ich mittlerweile lieber in direkte Tierhilfe....

LG
Kirstin

kniende Backmischung
05.11.2013, 13:22
Ehrlich - ich bin entsetzt! Seit März sitzt der alleine da???
Ich kann leider auch von fehlgeleiteter Tierliebe sogenannter Tierschützer berichten. Hab selbst eine Zeit lang im nahen TH als TA-Helferin gearbeitet. Von gesundem Tier-Verstand waren die zum Teil so weit entfernt, wie der Nord- vom Südpol!

Da wurden auch Hunde über Jahre gehalten, die eine ähnliche Prognose hatten, wie der von Schipsje beschriebene - und keiner davon war ein sogenannter "Kampfhund"!
Erst, als es innerhalb kürzerer Zeit zu mehreren Beißunfällen kam (einmal brachen zwei Hunde gemeinsam in einen Nachbarauslauf durch und bissen den Insassen so heftig, dass er getötet werden musste und zweimal wurden Pfleger angegangen - jedes Mal ein anderer Hund!), beschloss der Vorstand, dass solch hoffnungslose Fälle besser eingeschläfert würden.
Wobei auch da wieder aus dem Bauch und dem Moment heraus entschieden wurde...nicht etwa, weil dazu ein Hundefachmann befragt wurde, inwieweit man noch hätte Einfluss nehmen können...
Aber dann denke ich auch und schlagt mich jetzt ruhig, dass es genügend unauffällige Hunde gibt, die ein Zuhause suchen - da muss man nicht unbedingt auf Biegen und Brechen jeden auffälligen Hund retten...

Ach - übrigens: Gut bezahlt sieht anders aus! Wenn ich Bereitschaftsdienst hatte, belief sich mein Stundenlohn auf 90 Pfennig. Und für einen teilweise zehn Stunden dauernden Arbeitstag (man geht nicht einfach so nach hause, wenn noch was zu tun ist - anders, als vielleicht im Büro!), mit einmal wöchentlich Nachtbereitschaft und einmal monatlich Wochenendbereitschaft (bedeutete von Freitags morgens bis Montags abends arbeiten und nicht nach hause gehen!) habe ich (mit Geld für die Bereitschaft) 1350 DM brutto verdient. Da hätte ich keine Familie von ernähren können, Ende der 80er Jahre.

LG Silvia

schips
05.11.2013, 13:37
Sehe das genauso wie Silvia.
Es tut mir schrecklich leid um den Hund, eigentlich sollte der "Abrichter" gleich mit eingeschläfert werden.
Aber wenn keine Aussicht auf Resozialisierung besteht gibt es meines Erachtens eben nur eine Lösung.

Beim Fall "Hahn im Tierheim" ätzt mich besonders die Doppelmoral an.
Wahrscheinlich erst den armen Hahn im Tierheim bedauern und dann auf dem Weg nach Hause ein Hähnchen von W.....f zum Essen mitnehmen.
(Damit will ich hier niemanden angreifen / Nur im Prinzip ist es doch so)

Sorteng
05.11.2013, 13:42
Hallo,
das könnte auch sehr gut ein Ostfriesischer Möven Hahn sein.
Er sieht meinen Hähnen zum Verwechseln ähnlich...

Schau dir deine Ostfriesischen Möwen nocheinmal an. Wenn sie dem Hahn wirklich zum verwechseln ähnlich sehen dann hat dich wohl irgendjemand übers Ohr gehauen. Ostfriesische Möven sollten doch deutlich anders aussehen...zum Beispiel keine roten Ohrscheiben haben.

kniende Backmischung
05.11.2013, 13:43
So siehts doch aus :(
Jetzt sitzt der Hahn seit März in Einzelhaft, wenig artgerecht, damit er weiterleben darf....tolles Leben...

LG Silvia

Birli
05.11.2013, 13:52
So siehts doch aus :(
Jetzt sitzt der Hahn seit März in Einzelhaft, wenig artgerecht, damit er weiterleben darf....tolles Leben...

LG Silvia


Der größte Schaden wird oft deshalb angerichtet, weil jemand es doch nur gut gemeint hat ...

eierdieb65
05.11.2013, 13:56
Grüß euch

Die Langzeitinsassenhunde würden das Hähnchen wahrscheinlich nicht mehr verdauen können, Leuts.
Die leben von Getreide und Getreideabfällen. (Trockenfutter) Und dann auf Beton Durchfall, ist ein hygienisches Problem.

Und der Hinweis, er sollte nicht in die Suppe: Wer kauft einen Hahn für die Suppe um zumindest über 25€?

Und wenn ihn wer nimmt: kommt dann nach 2 Wochen die Kontrolle und sieht grad, wie der Althahn ihn "einweist" "Hahnenkämpfe!!!" Tierquäler!!!!!
Meine Hunde waren immer aus dem Tierschutz, aber manchmal schüttelt sich mein Kopf von selbst.

Manchmal frage ich mich, was die wohl gegen Mäuse machen.
(Lebendfang und Aussetzen ist das Grausamste, was man einer Maus antun kann.)

lg
Willi

Kamillentee
05.11.2013, 16:27
Naja, wenn ihr auch nicht ganz unrecht habt, man kanns auch übertreiben.:-X
Ich versuche meine Hähnchen auch zuerst zu vermitteln,
weil ich doch bisschen Hemmung hab, sie zu schlachten.

Und außerdem beschweren sich auch wieder Leute, wenn es dann heisst
"In diesem Tierheim werden gesunde Tiere geschlachtet".

Über die manchmal unverhältnismäßigen Preise in den Tierheimen bin ich auch ärgerlich.
Ich sollte dort mal vor ein paar Jahren, für eine wirklich uralte zahnlose schwarze Katze 130 Euro bezahlen!

@eierdieb
Wieso soll man eine Maus nicht woanders aussetzen?

LG

eierdieb65
05.11.2013, 16:36
Laut einer schweizer Studie (Habe den Link im Hüfo schon mal gepostet) verrecken ca 80% jämmerlich am Hungertod.
Erhöhter Stoffwechsel in der Falle, erhöhter Stoffwechsel in der neuen Umgebung, Quartiersuche ... Maus verreckt.

lg
Willi

Birli
05.11.2013, 16:45
Naja, wenn ihr auch nicht ganz unrecht habt, man kanns auch übertreiben.:-X
Ich versuche meine Hähnchen auch zuerst zu vermitteln,
weil ich doch bisschen Hemmung hab, sie zu schlachten.

Und außerdem beschweren sich auch wieder Leute, wenn es dann heisst
"In diesem Tierheim werden gesunde Tiere geschlachtet".

Ich versuche besonders die guten Hähne zu vermitteln, aber wenn das nicht gelingt würde ich keinen Hahn in Einzelhaft setzen, nur um sein Leben zu retten. Dann esse ich ihn lieber. Einzelhaltung ist Tierquälerei, aber das scheint die Tierheime nicht zu interessieren.
Und natürlich werden nur gesunde Tiere geschlachtet. Wer will denn kranke Tiere essen? Und Hühner sind nunmal auch Nutztiere. Wenn wir alle Nutztiere retten würden, gäbe es bald keine mehr. Wohin mit all den Hähnen? Da würden die Tierheime sich bedanken, wenn mal das ganz Hüfo vor der Tür steht und seine Hähne dort abgibt :neee:

Tanny
05.11.2013, 16:58
Hallo Sorteng,


Schau dir deine Ostfriesischen Möwen nocheinmal an. Wenn sie dem Hahn wirklich zum verwechseln ähnlich sehen dann hat dich wohl irgendjemand übers Ohr gehauen. Ostfriesische Möven sollten doch deutlich anders aussehen...zum Beispiel keine roten Ohrscheiben haben.

...uups, wo Du Recht hast, hast Du recht - blöder Fehler... :versteck

LG
Kirstin

hühnerling
05.11.2013, 17:50
Er sieht aus wie mein damaliger Tetrahybrid-Hahn Heinrich, nur recht ungepflegt und struppig.

Edit:

Hier mal ein Foto eines Tetrahahns: http://eierhof-backhaus.de/wp-content/uploads/2012/10/tetrahahn042.jpg

ptrludwig
05.11.2013, 21:33
Naja, wenn ihr auch nicht ganz unrecht habt, man kanns auch übertreiben.:-X
Ich versuche meine Hähnchen auch zuerst zu vermitteln,
weil ich doch bisschen Hemmung hab, sie zu schlachten.

Und außerdem beschweren sich auch wieder Leute, wenn es dann heisst
"In diesem Tierheim werden gesunde Tiere geschlachtet".

Über die manchmal unverhältnismäßigen Preise in den Tierheimen bin ich auch ärgerlich.
Ich sollte dort mal vor ein paar Jahren, für eine wirklich uralte zahnlose schwarze Katze 130 Euro bezahlen!

@eierdieb
Wieso soll man eine Maus nicht woanders aussetzen?

LG
Und ich mache es genau umgekehrt, wenn ich meine Hähne schlachte, dann weiß ich das es ihnen gut geht. Dann weiß ich das keiner so endet, wie der im Tierheim. Ich möchte auch nicht das die Tiere in die Hände von sogenannten Liebhabern gelangen wo sie dann im Krankheitsfall ewig sinnlos behandelt und unnötig gequält werden.

piaf
05.11.2013, 22:15
ich bin sicherlich kein Fan einer Vielzahl von Tierheimen, über die ich mich schon persönlich geärgert habe, aber vergesst bitte auch hier nicht, irgendjemand hat den armen Bob gestutzt in einem Karton ausgesetzt. Da genau fängt das Elend an, denn fieser gehts schon nicht mehr.

Nicolina
05.11.2013, 22:31
Das TH macht m.M.n.gewaltige Fehler. Zum einen den Hahn überhaupt im TH zu halten, wo es für ihn keine artgerechte Haltung geben kann.
Das hiesige TH ( und @Tanny, hier mal eine kleine Bresche für dieses schlagend ;) ) hat mehrere Pflegestellen für landwirtschaftliche Fundtiere; wir sind eine davon.
Zum anderen sollten Tiere, für die aus den verschiedensten Gründen ohnehin nur sehr schwer ein künftiger Halter gefunden werden kann, ohne Schutzgebühr, nur mit Schutzvertrag vermittelt werden.
Das hat nicht mit einer "Minder-Wertigkeit" des Tieres zu tun.
Denn dieser künftige Halter, wird mit Dingen konfrontiert werden, die Zeit und eve auch extra Geld beinhalten.

Zu den TH´s im allgemeinen:
Ich habe im hiesigen TH eine zeitlang hospitiert, da wir in Zusammenarbeit mit jenem auch Tierpfleger ausbilden.
Und ich kann auch (leider) auch deren Standpunkte dadurch nachvollziehen.
Es werden X-Tiere wieder zurück gegeben, deren Übernehmer über Wesen etc. aufgeklärt waren und auch "Kennlernzeit" hatten.
Bei einer Vermittlung war ich quasi dabei: Sehr nette Leute, die einen alten, inkontinenten Hund übernahmen.
Zwei Wochen später brachten sie ihn zurück: "Der pinkelt ja immer noch ins Haus" :(
Bei einer anderen Rückgabe wurde der Grund genannt, "der Hund zeige sich nicht dankbar genug, obwohl man ihn ja nun aus dem TH geholt hätte"...
Und zu guter Letzt, Beispiel Nr.3:
Einer "Bekannten" wurde die Übernahme eines (Freilauf-)Katerwelpens verweigert, weil sie an einer vielbefahrenen Straße wohnt. Ihre alte Katze hätte jedoch gelernt, sich nur "nach hinterm Haus" zu orientieren.
Zu der Zeit hatte eine wilde Katze bei uns am Stall Nachwuchs (die Katze wurde danach kastriert) und ein Welpe kam dann zu der "Bekannten"..Nach wenigen Wochen war er überfahren..
Es hätte auch "gut gehen" können, ohne Frage.
Nur war das schon auch einer der Momente, in denen ich die TH Entscheidung verstehen konnte,
denn sie entscheiden nicht über "eigene Tiere", sondern über Tiere in ihrer Obhut.
( Und ich bin froh, nicht in derer Haut zu stecken.)

catrinbiastoch
05.11.2013, 23:02
Na wie dem auch sei ! Wäre es kein " Speisetier " , würden sich alle mehr Mühe geben . Das TH hätte ihm längst 5 Hennen (" aus rettet das Huhn" , oder sonst wo ) zu gesellen können . Dann als Gruppe vermitteln , hätte schon seit Frühjahr klappen können . Über ebay Kleinanzeigen , dhd 24 oder Flyer an Pinnwänden . Auch wäre es in der Gruppe noch egal , wann die Tiere vermittelt werden . Ein paar frische Eier hätten die Mitarbeiter auch noch gehabt . Vielleicht hat der Hahn ja über dieses Forum eine Chance . L.G. Catrin

Okina75
05.11.2013, 23:10
Hy!


Schon die Auflagen, die die machen, sind utopisch und schrecken eher ab.
Genau derselben Meinung bin ich auch in Bezug auf diesen komischen Legehennenrettungsverein (Edith sagt: Genau, rettet-das-huhn...), von dem hier letzthin viel die Rede war...

Und dann entschuldigt, mal wieder, meine klaren Worte, aber ich finde die Einstellung ein bisschen reichlich zum rülpsen, dass man jedwedes Huhn, jedweden Hahn, der gerade sozusagen "im Leerlauf" ist, am besten sofort totkloppt, auffrisst oder verfüttert. Ja verdammt, hat denn ein wesensmäßig vernünftiges Huhn oder ein solcher Hahn nur darum kein normales Lebensrecht, weil sie sind, was sie sind? Muss das denn immer auf's Eierlegen oder Haremsbewachen herauslaufen, damit so eine ansonsten scheinbar vollkommen wertlose Lebensform weiter existieren darf, oder eben aber auch nur solange, wie sie was "nützt"?
Was nützen denn Fasane oder sämtliches sonstiges Ziervogelzeugs? Sieht nur schön aus... Schmecken tut es aber garantiert auch... Warum können da nicht Hühner einfach mal auch um ihrer Selbst willen am Leben bleiben?

Im übrigen stimme ich der "quälerischen" Haltung des Hahns nur dahingehend zu, dass er alleine ist...
Die Box ist schön groß, da haben's die zig Millionen Industriehühner viel schlechter. Dass ein Hahn keine Hennen hat, kommt vor, Junggesellen gibt es bei jeder Tierart, nicht jeder Hahn wird Haremschef und bleibt ein ewiges Mauerblümchen.
Um der Sache aber etwas Sinn zu verleihen, sollen die vom Tierheim mal noch zwei/ drei Hennen besorgen, und sollen sie dann selber mit Freilauf behalten, so haben sie immer schön frische Eier für die Hunde, für deren Fell das Leckerli nicht das schlechteste ist ;).

Nicolina
05.11.2013, 23:12
Guter Einwand, Catrin.
Aber das TH wird seinerseits kaum noch weitere Tiere dazu "kaufen", sei es auch nur über diese "Schutzgebühr"

Nicolina
05.11.2013, 23:22
Und dann entschuldigt, mal wieder, meine klaren Worte, aber ich finde die Einstellung ein bisschen reichlich zum rülpsen, dass man jedwedes Huhn, jedweden Hahn, der gerade sozusagen "im Leerlauf" ist, am besten sofort totkloppt, auffrisst oder verfüttert. Ja verdammt, hat denn ein wesensmäßig vernünftiges Huhn oder ein solcher Hahn nur darum kein normales Lebensrecht, weil sie sind, was sie sind? Muss das denn immer auf's Eierlegen oder Haremsbewachen herauslaufen, damit so eine ansonsten scheinbar vollkommen wertlose Lebensform weiter existieren darf, oder eben aber auch nur solange, wie sie was "nützt"?
.
Bei mir rennst du offene Türen ein!
Ich habe hier 3 völlig "nutzlose" Schweine..und mindestens einen "nutzlosen" Hund ;)

catrinbiastoch
05.11.2013, 23:32
Ich wage es nicht meine sogenannten " Nutzlosen " alle auf zuzählen . Für mich sind sie mein Leben , mein Balsam für die Seele !Ich nehme sie an und liebe sie , so wie sie sind . Was andere Versaufen und Verrauchen , geht bei mir in " Freßchen " für meine Tiere . L.G. Catrin

claud
06.11.2013, 06:19
Das Tierheim in Dülmen liegt wirklich total in der Pampa.... aus Grossstadtkindersicht. Ich fänd es auch toll, wenn Bob noch ein paar Hennen dazu bekäme und Auslauf. Die Schafe, die da wohnen, sind ja auch draussen.
Da Bob ja nicht verspeisst werden darf (was er sicher für eine gute Idee hält), muss es ja irgendwie mit ihm weitergehen... :help hoffentlich findet er bald ein nettes Zuhause oder ein paar Hennen finden ihn..... :help

Birli
06.11.2013, 07:04
Da Bob ja nicht verspeisst werden darf (was er sicher für eine gute Idee hält), muss es ja irgendwie mit ihm weitergehen... :help hoffentlich findet er bald ein nettes Zuhause oder ein paar Hennen finden ihn..... :help

Auch wenn ich jetzt in den Fettnapf trete, aber hier wird wieder mal das Schicksal eines Einzelnen hochgespielt.

Was ist mit all den Hähnen, die hier an der Pinwand stehen und auch ein Zuhause suchen? Was ist mit all den Hähnen bei deine-tierwelt.de oder in allen Kleinanzeigen, die auch ein Zuhause suchen? Die landen mehr oder weniger im Topf, weil sie nicht das Glück hatten, in einem Tierheim zu landen.
Ehrlich gesagt find ich das alles übertrieben.

Sundi75
06.11.2013, 07:16
Der Besitzer des Hahnes hätte sich wohl vorher überlegen sollen was mit Hühnerhaltung auf ihn zu kommt-nämlich das Küken auch Hähne sein können und er eine Lösung (Schlachtung oder Vergabe) für diese Tiere finden muss. Weiters wenn ich Tiere halte/züchte - egal welche- muss ich mich auch mit dem Thema Tod auseinandersetzen sei es durch Schlachtung, einschläfern oder nat. Tod. Auch das Thema "Geburtenkontrolle" ist ein sehr wichtiger Aspekt.Leider vergessen das viele immer noch wenn sie sich Tiere zulegen und stehn dann Händeringend da wenn sie aus lauter "Tierliebe" etliche Katzenwelpen,Küken...haben .Und genau dann passieren solche Dinge wie das Aussetzten von Tieren.

kniende Backmischung
06.11.2013, 07:18
Genau so sehe ich das auch...
Oder er ist bewusst angeschafft worden und die Nachbarn haben sich beschwert...
Und bleibt immer noch der Umstand, dass der Hahn jetzt seit 8 Monaten bei einem Verein untergebracht ist, der ja sonst so sehr Wert auf Tierliebe legt - wieso ist er dann immer noch alleine?
Ich denke nicht, dass das TH Hühner zukaufen muss. Wenn sie sich nur mal ein bissi umhören, könnten sie sicher kostenlos ein paar Damen bekommen.

LG Silvia

Edda25
06.11.2013, 09:55
Bei uns beschweren sich die Tierheime über Geldmangel, da sie nicht genug Zuschüsse bekommen, ich glaube nicht dass die unbedingt weitere Tiere haben wollen. Ob das natürlich immer so stimmt, wie es in der lokalen Presse verbreitet wird, weiß ich nicht. Wenn ich nicht schon einen Hahn hätte, würde ich so einen jederzeit übernehmen, allerdings nur kostenlos und ohne "Auflagen". Unser letzter Hund war vom Tierheim, wir bekamen ihn günstiger da er schon 8 Jahre alt war und außerdem unkastriert. Da konnte man wirklich mit den Leuten reden.
Ich selber bin zwar Landwirtin mit vielen Nutztieren, aber ich habe eine geheime Vorliebe für Gut Aiderbichl. Die übertreiben es natürlich auch, was ihre Unterbringung und die Vermenschlichung der Tiere betrifft, trotzdem schaue ich gerne auf die Homepage und bin auch am Überlegen, für meine Pferde und Lieblingskühe so eine Übernahmevorsorge abzuschließen. Mein Mann würde ausflippen, wenn er das wüßte... :rotwerd . So ein Hof würde mir auch gefallen, leider ist damit wohl kein Geld zu verdienen, nicht mal genug fürs Überleben!
Vielleicht könnten die ja auch den Gockel hier aus dem Tierheim übernehmen!

Gallo Blanco
06.11.2013, 10:11
Das Tierheim in Dülmen liegt wirklich total in der Pampa.... aus Grossstadtkindersicht. Ich fänd es auch toll, wenn Bob noch ein paar Hennen dazu bekäme und Auslauf. Die Schafe, die da wohnen, sind ja auch draussen.
Da Bob ja nicht verspeisst werden darf (was er sicher für eine gute Idee hält), muss es ja irgendwie mit ihm weitergehen... :help hoffentlich findet er bald ein nettes Zuhause oder ein paar Hennen finden ihn..... :help

Warum lassen die Leute aus dem Tierheim den Hahn nicht einfach bei den Schafen rumlaufen?
Er wäre zwar "hühnermäßig" alleine, aber er wäre draußen und artgerechter wäre es allemal.

Kostet der Hahan dann wirklich 50€ wenn man ihn aus dem Tierheim mitnimmt???

Gruß Stefan

Tanny
06.11.2013, 11:25
Hallo Nicolina,
;) dann mal nur 3 Geschichten vom hiesigen Tierheim:

1. Junge Frau mit großem Garten und 2 Kaninchen von denen eines gestorben ist, will neue Gesellschaft für ihr Häschen.
Die Kaninchen leben in einem großen Stall mit großem Freilauf im garten und kommen bei schlechtem Wetter und nachts rein - ebenfalls in einem großes Kleintiergehege.
Auf Nachfragen beim Tierheim (wo es eine Reihe Kaninchen gab) die Antwort: sorry, wir haben kein Kaninchen für Sie - wir haben zur Zeit nur "Drinnenkaninchen" - raus geht gar nicht.

4 Tage!!!! später eine Tierärztin geht ins Tierheim (inkognito) und fragt nach einem Drinnenkaninchen als Gesellschaft für ihr anderes. Antwort: sorry, für Sie haben wir grad gar nichts, wir haben nur Kaninchen, die draußen und Freilauf brauchen" .....da wundert man sich schon, oder?

Story 2) bei uns hat im Stroh vor 3 Jahren eine wilde Katze zwei Welpen geworfen. Einige Tage später war sie mit einem Welpen abgewandert. Das verbleibende Kleine schrie zum Gotterbarmen. Wir haben einen Tag gewartet, falls die Mutter das zweite Kätzchen auch noch holt. Sie tauchte nicht wieder auf.
Da es da drüben zu gefährlich war für einen alleinigen Katzenwelpen, haben wir sie dann auf die Diele geholt und dort auf dem Boden aufgezogen. Mein Hofkater hat sich der Kleinen ebenfalls rührend angenommen.
Das Problem, was sich rausstellte, diese Katze mochte nicht raus. Sie sass immer nur auf dem Boden in der dunkelsten Ecke und schrie nach Futter.
Einige Male habe ich sie rausbefördert und der Kater hat versucht, ihr jagen beizubringen - sie suchte nur nach der nächsten Gelegenheit, wieder in ihre Ecke auf dem Boden zu verschwinden.
Nun ist es wohl kein Leben für eine Katze, den ganzen Tag nur unglücklich und verschreckt in einer dunklen Ecke zu hocken. Es war die erste und einzige Katze, die ich je kennengelernt habe, von der ich behaupten würde: die ist mit einem reinen Wohnungsleben glücklich.
Da ich sie nicht in meine Wohnung hätte aufnehmen können (meine Hunde hätten sich gefreut) rief ich das Tierheim an, schilderte meine bzw. die Not der Katze und fragte, ob sie sie vielleicht vermitteln könnten - ich wüsste nicht mehr weiter:
O Ton Tierheim: Sie hätten die Katze als sie verlassen wurde nicht füttern dürfen - jetzt ist es Ihre und nicht unser Problem - da können wir nichts tun (ich hatte die Katze bereits kastriert, also die Kosten wären nicht mal angefallen und ich hätte auch ihr Futter für die Vermittlungsdauer gestellt). Letztendlich - nach einer unendlichen Odyssee (auch für die Katze) konnte ich sie nach Hamburg in eine kleine 2 Zimmer Wohnung vermitteln, wo sie endlich richtig aufgeblüht und glücklich ist.

Ein halbes Jahr später (Story 3) wandert bei mir auf der Diele ein riesiger wilder Kater ein, der meinen Kater mehrfach verletzt hat, die (weibl.) Katzen meiner Mieterin angriff, auf meinem Boden umherstreifte und dort wild rumpinkelte (was uns dann auf den Kopf tropfte - vom Gestank ganz zu schweigen) und der mich frontal angriff (und verletzte), als ich versuchte, ihn mit einem Besen zur Tür raus zu scheuchen. Recherchen im Dorf ergaben, daß dieser Kater und sein Vater bekannt sind und keiner die 2 bisher erwischt hat. Beide Kater wanderten über die Höfe und haben immer die Katzenwelpen getötet, wenn sie Katzen mit ihren Jungen fanden.
Ich beim Tierheim angerufen, hier sei ein fremder Kater, ob sie den bitte einfangen können. O-Ton: da sind wir nicht zuständig, da müssen sie das Ordnungsamt anrufen und die müssen uns dann beauftragen. Aber wir fangen den sowieso nur ein, kastrieren ihn und untersuchen ihn auf Katzenaids. Ist er positiv wird er eingeschläfert, ist er negativ, setzen wir ihn dann bei Ihnen wieder aus, da er in seinem angestammten Revier bleiben muss - schliesslich sei er ja wild....

Mein Anruf beim Ordnungsamt sorgte nur für Verwunderung - die wussten überhaupt nicht, was sie damit anfangen sollten.
Ende vom Lied war, dass ich mit dem Vieh leben musste...... Glück: er wanderte im Frühjahr bei uns ab und seit ca einem Jahr hört man von Vater und Sohn nichts mehr - ich denke mal, irgendwer wird denen den Garaus gemacht haben.

Meine Begeisterung für das Tierheim hält sich danach sehr in Grenzen: Die eine Katze habe ich gefüttert, darum konnten sie sie nicht nehmen, die andere habe ich nicht gefüttert, und da sie ja wild war konnten sie sie auch nicht nehmen. Da wäre in beiden Fällen alternativ nur geblieben, wollte man sie im Tierheim unterbringen: einfangen und anonym vor die Tür stellen?

Das kann es wohl nicht sein, oder?

LG
Kirstin

Okina75
06.11.2013, 12:01
Hy!

Ich habe früher gerne so Tierheimsendungen gekuckt, alá "Ein Heim für alle Felle" und dergleichen...
Und nach Deinem Bericht, Kirstin, scheint mein Eindruck kein falscher gewesen sein, dass in nicht wenigen Tierheimen auch ein Haufen gescheiterter und von der Menschheit enttäuschter Existenzen aufläuft und arbeitet, sozusagen Animal Hoarder auf höherer Ebene, vor allem nach Beschreibung der Sache mit den Kaninchen oben... Da ergibt sich kein anderer Eindruck als der, dass die eigentlich gar kein Karnickel loswerden wollen...
Stehe ich (der erst einmal selbst live in einem Tierheim war) mit dem Eindruck alleine da, oder könnte da was dran sein :(?

thoppie
06.11.2013, 12:17
Ich habe auch Tierheimkatzen, die sehr dankbare Viecher sind. Die frustrierten Angestellten solcher Tierheime sind mir auch schon oft aufgefallen.
Ich habe oft das Gefühl, daß ich mich entschuldigen mußte, wenn ich auf der Suche nach einem Tier war. Ich erwarte ja keine überfreundliche Bedienung wie in einem Kaufhaus, aber viele Leute sind so mürrisch, daß man sie nicht ansprechen mag.
Meiner Nachbarin wurde die Vermittlung einer Katze verweigert, weil sie zu nah an einer Straße wohnt.
Auf ihre Frage, welches Haus nicht an einer Straße liegt, bekam sie keine Antwort.
Ich muß dazu sagen, daß es wesentlich schlimmere Straßen gibt.
Hier gibt es viele Katzen, und die werden alle paar Jahre mal überfahren.
Kann schon sein, daß viele Tierheime Probleme haben. Die sind aber auch hausgemacht.

piaf
06.11.2013, 12:22
sicher, die Tierheimerlebnisse treiben Blüten, aber ich muss immer wieder zum Verursacher zurückschauen, ohne den gäbs Tierheime samt ihrer teilweise sehr fragwürdigen Verwaltungen nicht. Unser Tierheim nimmt Hühner auf und vermittelt sie auch weiter, wohl eher eine rühmliche Ausnahme. Aber so nach und nach werden sie zugeschüttet mit Tieren, denn die Lösung scheint für manchen Tierhalter, der keine Lust mehr auf Hahngekrähe oder legemüde Hühner hat, sehr praktisch....

Okina75
06.11.2013, 12:25
Ich habe oft das Gefühl, daß ich mich entschuldigen mußte, wenn ich auf der Suche nach einem Tier war. Ich erwarte ja keine überfreundliche Bedienung wie in einem Kaufhaus, aber viele Leute sind so mürrisch, daß man sie nicht ansprechen mag.

Ja, genau, so dass man durch Mimik, Gestik und Ausdrucksweise sofort den Eindruck bekommt, ein Kapitalverbrecher an der "Tierheit" zu sein, und nur die dort allein wüssten, was für ihre Butzis das beste wäre, nämlich MAMA und sonst keiner (so nach dem Motto) :D...

catrinbiastoch
06.11.2013, 12:27
Im Tierheim und auch beim NABU gibt es viele ABM Kräfte und 1 Eurojobber . Diese Leute werden da plaziert vom Arbeitsamt und fertig . Die werden sicher eher nicht gefragt , wofür sie sich interressiern . Selbst bei uns im Wildpark ist die Personalbesetzung so . L.G. Catrin

Gallo Blanco
06.11.2013, 14:31
Tierheime gibts hier in Spanien auch, war aber bis jetzt nur mal bei einer privaten Orga, da wir eine Katze wollten.
Da gab es keine blöden Fragen, ich bin ne halbe Std durch das große Gehege gelaufen und das Kätzchen was mir immer auf Schritt und Tritt gefolgt ist, das habe ich dann mitgenommen.
Geld wollten sie auch keins, nur ne Spende. Gut haben sie bekommen, war auch nicht wenig, aber ich war froh das wir eine Katze hatten.
Tja damals wog sie exakt 2 kg, 4 Jahre später trotz Diätfutter jetzt gut 7 kg.

Aber hier gibt es unheimlich viele Menschen die sich privat und mit sehr viel Einsatz um Tiere kümmern, und die bekommen nichts dafür!

Gruß Stefan

adda-andy
06.11.2013, 17:46
Also meine Katze (6) und mein Kater (ca 9) sind aus dem örtlichen Tierheim hier, es ergab sich, das ich beide im Abstand von wenigen Monaten jeweils direkt noch aus den Quarantäneboxen mitgenommen habe. Habe an diesem Tierheim nix auszusetzen.
ABER: bevor ich den Kater als zweites geholt habe, hatte ich einen jungen Kater aus privater (schlechter) Haltung (3 unkastrierte Geschwister-Kater in einer 3-Zimmer-Wohnung. ihr macht Euch kein Bild von dem Gestank!) Dieser Kater war wunderschön, total schüchtern und wenn man ihn zum Kuscheln oder füttern rief, sagte er immer ganz begeistert "uh, uh, uh!". Anschließend verkroch er sich wieder unterm Sofa...
Nach 4 Wochen fiel er mich massiv an, nachdem ich wegen einer großen Spinne im Schlafzimmer (hab ne Phobie...) gekreischt hatte. Er griff mich immer wieder an, ich versuchte ihn verbal zu beruhigen, er schaukelte sich immer mehr hoch. Habe mich erst in meine Bettdecke gewickelt, nachher ins BAdezimmer geflüchtet, wo ich meine Biß- und Kratzwunden versorgt habe...(Bißwunden an der Hand und böse blutende Kratzwunden am Bauch, Beinen, Armen und Oberschenkeln). Als ich nach über 1 STunde wieder rauskam, bedrohte er mich sofort wieder.
Am nächsten TAg war alles gut, Kater schmusig, aber einen Tag später griff er mich wieder an, diesmal ohne erkennbarten Auslöser. Habe ihn dann von der Feuerwehr mit Kescher aus der Wohnung fangen lassen (und dabei Rotz + Wasser geheult, hatte ihn von Herzen lieb gewonnen). Er wurde ins Hamburger Tierheim gebracht, ich am nächsten MOrgen dahin. Die Frau fragte, ob ich ihn denn jetzt wieder mitnehmen wolle. Ich sagte ich könne ihn nicht einfach mitnehmen, er hätte mich jetzt 2x angefallen. Nächste Frage: "Achso, dann sollen wir ihn vermitteln?" Ich, total baff: "Wie wollen sie den vermitteln?" Sie meinte abfällig, das wäre alles meine Schuld gewesen, ich hätte "alles falsch gemacht". Ich bat noch um einen Tag Bedenkzeit, entschied mich dann, ihn abzugeben. 3 Wochen später war ich wieder da, um einen neuen Kater zu holen. Ich fragte nach Merlin, sie wollte mich abwimmeln. Ich gab ihr die Aufnahmenummer. Sie telefonierte kurz, ich durfte aber nicht zuhören, dann sagte sie zu mir "der ist SCHON LANGE wieder vermittelt, der ist nie wieder auffällig geworden. NACH DREI WOCHEN!!! Wenn das wirklich stimmt, finde ich das verantwortungslos!
Sie blieb pampig und mürrisch, so dass ich das Tierheim ohne Kater verließ und DIESES Tierheim garantiert nicht wieder betreten werde. Schade nur für die Tiere dort!

claud
06.11.2013, 20:03
hier kommt das update zum Tierheimhahn...
-er wird morgen vom Tierarzt untersucht
- die Gebühr beträgt 20,-
- er ist noch zu haben
hier kommt ein Foto von seinen Beinen...
110275

Bin gespannt, wie es da weitergeht. Klar weiss ich, dass es viele Tiere und auch viele Hühner und Hähne gibt, denen es nicht gut geht und die auch dringend einen Menschen brauchen, der sich um sie und ihre Belange kümmert.
Ich kann nix dafür...ich hab halt ne Hühnermacke :dafuer

Liebe Grüße

nutellabrot19
06.11.2013, 21:41
Frag die doch mal, ob die für eine Futterspende 3 Hennen dazunehmen würden? Müssen sie ja wirklich nicht kaufen, wie Silvia schon sagte...
Denn im Endeffekt gibt es ja keine andere Lösung, da er allein wohl nicht vermittelt werden kann( zumindest sehe ich da schwarz)
Alleinhaltung ist Tierquälerei ( und das im Tierheim!), Schlachten wollen sie selber nicht ( und hier nochmal ein Danke für Okinas sehr gut gewählte Worte!!)
also braucht der Gute Hennen.
Ich würde mich an einer regelmäßigen Futterspende bis zur Hahnvermittlung beteiligen.
ich hab auch ne Hühnermacke...

mucke
06.11.2013, 22:00
Wenn ihr hier alle so schöne Geschichten über Tierheime zu berichten habt, ich hab auch ein paar:
1. Wir wollten eine Katze von der Katzenhilfe. Als wir erzählten, dass wir Alexandersittiche (im Käfig) hätten, sagten die ganz entsetzt: Die arme Katze, dann bekommen Sie natürlich kein Tier von uns.... ????

2. Ich wollte eine junge Hündin adoptieren, die, aufgrund Unsicherheit bereits zweimal nach Kindern gebissen hatte...verständlicherweise wollten sie mir den Hund nicht einfach mitgeben, sondern ich sollte ihn erst mal ne Weile ausführen und so, hatte aber bereits den 'Antrag' utnerschrieben... Wochen später wollte ich den Hund, nachdem ich ein Wochenende weg war entgültig an einem Montag adoptieren....er war weg. Die Tierheimleitung erzählte, er sei an eine Familie mit Kindern vermittelt worden...mir kam das spanisch vor. Ein Pfleger, den ich in meiner Gassizeit gut kennenlernte erzählte mir dann hinter vorgehaltener Hand, dass der Hund tatsächlich an eine Famlie mit Kindern gegeben worden war, am gleichen Abend brachte die Frau den Hund zurück, er hatte ihrer Tochter das Gesicht zerbissen...der Pfleger sprach die Tierheimleitung wohl immer wieder auf mich an, aber durfte mich nicht anrufen. Der Hund wurde noch am selben Abend eingeschläfert. Das hat mich damals schwer getroffen und ich hatte lange daran zu knabbern...wahre Tierschützer.....

ich hätte noch mehr dieser Art.
ABER: Es geht auch anders. Bei uns gibt es ein wahnsinnig tolles Tierheim. Die arbeiten auch alle ehrenamtlich, leben nur von Spenden und arbeiten ganz arg toll mit ihren Hunden....und haben tatsächlich eine Vermittlungsquote von 100 %!


Gibts hier im Forum niemand, der in der Nähe dieses Tierheims wohnt und dem Hahn ein paar Hennen vorbeibringen könnte?

Nicolina
06.11.2013, 22:34
Das kann es wohl nicht sein, oder?

LG
Kirstin
Ganz bestimmt nicht!
(Und ich ahne, wer dir da am Telefon geantwortet haben wird..)

@Okina,
von Menschen enttäuscht eve..aber nicht "gescheiterte Existenzen", das möchte ich so auf keinen Fall stehen lassen.
Wir haben ja nun regelmäßig "Tierpfleger-Azubis" aus dem TH bei uns, und das sind taffe junge Leute,
die zuverlässig, verantwortungsbewusst sind, anpacken können mit dem Herz am rechten Fleck :)

Aber sehe es so, dass die Vereinsstrukturen/Vorgaben, es den Mitarbeitern einfach sehr schwer macht.
Denn die Vorsitzenden sind tatsächlich oftmals so gestrickt, dass sie viel Zeit für den Tierschutz haben
( sonst könnten sie auch nicht diesen Vorsitz übernehmen) und darüber den Blick für die Realität etwas verlieren.

Sundi75
07.11.2013, 07:01
Wenn ihr hier alle so schöne Geschichten über Tierheime zu berichten habt, ich hab auch ein paar:
1. Wir wollten eine Katze von der Katzenhilfe. Als wir erzählten, dass wir Alexandersittiche (im Käfig) hätten, sagten die ganz entsetzt: Die arme Katze, dann bekommen Sie natürlich kein Tier von uns.... ????

2. Ich wollte eine junge Hündin adoptieren, die, aufgrund Unsicherheit bereits zweimal nach Kindern gebissen hatte...verständlicherweise wollten sie mir den Hund nicht einfach mitgeben, sondern ich sollte ihn erst mal ne Weile ausführen und so, hatte aber bereits den 'Antrag' utnerschrieben... Wochen später wollte ich den Hund, nachdem ich ein Wochenende weg war entgültig an einem Montag adoptieren....er war weg. Die Tierheimleitung erzählte, er sei an eine Familie mit Kindern vermittelt worden...mir kam das spanisch vor. Ein Pfleger, den ich in meiner Gassizeit gut kennenlernte erzählte mir dann hinter vorgehaltener Hand, dass der Hund tatsächlich an eine Famlie mit Kindern gegeben worden war, am gleichen Abend brachte die Frau den Hund zurück, er hatte ihrer Tochter das Gesicht zerbissen...der Pfleger sprach die Tierheimleitung wohl immer wieder auf mich an, aber durfte mich nicht anrufen. Der Hund wurde noch am selben Abend eingeschläfert. Das hat mich damals schwer getroffen und ich hatte lange daran zu knabbern...wahre Tierschützer.....

ich hätte noch mehr dieser Art.
ABER: Es geht auch anders. Bei uns gibt es ein wahnsinnig tolles Tierheim. Die arbeiten auch alle ehrenamtlich, leben nur von Spenden und arbeiten ganz arg toll mit ihren Hunden....und haben tatsächlich eine Vermittlungsquote von 100 %!


Gibts hier im Forum niemand, der in der Nähe dieses Tierheims wohnt und dem Hahn ein paar Hennen vorbeibringen könnte?

Ganz ehrlich? Hunde die mehrfach zugebissen haben und nicht rehabilitierbar sind geören auch eingeschläfert.

Sundi75
07.11.2013, 07:11
ch wollte bevor ich meine Hündin bekommen habe einen kleinen Hund (unter kniehöhe) aus einer Orga hier adoptieren.Man versicherte mir zu 100% das das Tier Kleintiere & Geflügel gewohnt sei da auf der Pflegestelle auch welche vorhanden.Ende des Liedes mein damaliger Seidenhahn hat darann glauben müssen - trotz vorherigen kennenlernens von Hund & Hühner ohne besonderen Vorkomnissen.
Den Hund habe ich nach 14 Tagen wieder zurückgegeben da er extremen Jagdtrieb gezeigt hat und ich nicht noch mehr Tiere verlieren wollte.
Meine Hündin bekam ich da ich hier auf einer Öster.Inet-Plattform ein Inserat geschalten habe das ich einen Kinderfreundlichen,nicht-jagenden,Kleintier-gewohnten Nicht-Listenhund ein zu Hause bieten möchte.Ein junges Mädl hatte mich dazumals angeschrieben sie habe eine 3Monate alte Rotti-Dobermann Mix Hündin und könne sie leider aus privaten Gründen nicht behalten.Hatte die Kleine für eine Woche auf Probe um zu sehn wie sie mit dem "Stress" eines Kleinkindes zurecht kommt was für mich sehr wichtig war um ein gutes Zusammenleben zu haben.
Was soll ich sagen:)
Alle Kriterien erfüllt bis auf das mit dem Nicht-Listenhund :laugh

kniende Backmischung
07.11.2013, 07:17
Da ich einige Zeit in einem TH gearbeitet habe, weiß ich, dass sie z. B. in der Regel für verwilderte Katzen keinen Platz haben. Die brauchen ein geräumiges Gehege, was gut strukturiert ist, damit sie sich nicht eingesperrt fühlen. Wer schon mal versucht hat, eine solche Katze zu übernehmen, weiß, dass sie vor Panik die glatten Wände hoch gehen können und sich dabei oftmals auch verletzen. Sie stellen unter Umständen das Fressen ein und haben einen derartigen Stress, dass das sicher Tierquälerei ist...

Gut organisierte TH haben dafür oft eine Außenstation (ehrenamtlich z. B.), wo die Tiere in einer Art Wildgehege untergebracht sind. Unser TH hat dafür einen alten Bauernhof aufgekauft, wo unvermittelbare Tiere oder Nutztiere untergebracht werden.

Ich habe genügend Bekannte, die mit Tierheimen ebenfalls blöde Erfahrungen gemacht haben: Älteres Ehepaar, vielleicht mitte/ende sechzig, möchte einen nicht zu jungen Hund haben, noch dazu einen etwa kniehohen. Das sind genau die Tiere, die in den Heimen Ladenhüter sind - haben sie nicht bekommen, weil sie zu alt für den Hund wären! Obwohl das Paar versichert hat, dass, würde ihnen was zustoßen, die Tochter den Hund übernehmen würde...
Die haben sich dann einen Welpen bei einem Züchter geholt.
Einen solchen Fall hab ich in ähnlicher Art gleich mehrfach erlebt.
Meine Mutter (damals ende sechzig, gerade alleinstehend) hätte gerne eine erwachsene Katze gehabt, durfte schon ein paar Jahre alt sein. Wir Kinder hätten die Versorgung übernommen, wäre ihr was passiert - zu alt - und dass die Katze dann in andere Hände ginge, dass war ja mal gar nicht drin!
Zum Glück gibt es an unserem Wohnort eine sehr engagierte Katzenliebhaberin, die sich um Streuner kümmert, erwachsene Tiere einfängt und auf ihre Kosten kastrieren lässt, und privat Katzen vermittelt. Die hat ihr dann innerhalb von ein paar Tagen einen dreijährigen Kater vermitteln können, der aus schlechter Haltung kam (junge Familie mit Kleinkind und Säugling, Hartz IV Empfänger, völlig überfordert, die Katze konnte nicht mehr versorgt werden...)

Die TH Leute haben oft leider etwas den Bezug zur Realität verloren und meinen, keiner kann sich so gut um die Tiere kümmern, wie sie selbst.
Für die sind das auch alles kleine, kecke Kerlchen mit lustigen Knicköhrchen, die immer nur lieb und goldig sind. So habe ich auch schon mit ansehen müssen, wie Hunde in die absolut falschen Hände vermittelt wurden, weil ihre Problematik entweder nicht erkannt wurde, oder verdrängt.
Wenn sie dann nur einfach zurückgebracht wurden, war das noch die einfachste Lösung - wobei dieses ewige Hin und Her den Hunden auch schadet.
Ich denke schon, dass an dem, was Andreas schreibt, was Wahres dran ist...

Ich jedenfalls unterstütze kein Tierheim in meiner Nähe - dafür kenne ich die zu gut :(

LG Silvia

mucke
07.11.2013, 07:27
@Sundi75:
Dieser Hund hatte bisher nur Kinder gebissen, vermutlich weil er mit deren Art nicht zurecht kam....Kinder sind ja unberechenbar...ich war mit dem Hund ein halbes Jahr lang ca. 3-4 mal die Woche spazieren und über das Problem informiert. Selbstverständlich hätte ich ihn von Kindern ferngehalten. Und wenn das Tier an Sicherheit gewonnen hätte, dann hätte sich das Verhalten durchaus noch ändern können.
Warum also siehst Du in diesem Fall Einschläfern als den besseren Weg, als vermitteln zu einer Einzelperson????

sunhilde
07.11.2013, 07:35
Es war mir nicht möglich, Kaninchen und Meerschweinchen gleichzeitig beim Tierheim zu bekommen.
Habe meine Ausläufe vergrößert und hätte einfach noch genug Platz für weitere Tiere gehabt.
Obwohl ich der Person genau erklärt habe, dass diese in getrennten Bereichen laufen.
Da es zu viel Aufwand wäre so etwas zu kontrollieren, bekommt man dann gleich kein Tier.

So wie sich das hier alles liest, kann man ja langsam Einzelfälle ausschließen.

kniende Backmischung
07.11.2013, 07:45
Ganz ehrlich? Hunde die mehrfach zugebissen haben und nicht rehabilitierbar sind geören auch eingeschläfert.

Das ist mir zu pauschal. Wie Mucke schon sagt: Es ist sicherlich auf Ängstlichkeit und Unsicherheit zurück zu führen. In diesem Fall kann ein selbstsicherer Halter, der über genügend Erfahrung in Hundeerziehung verfügt, dem Hund zu mehr Selbstsicherheit und Ruhe verhelfen.
Mein eigener Rüde mag Kinder in einem gewissen Alter (Grundschulalter) überhaupt nicht - weil sie für ihn schwer berechenbar und oft laut und hektisch sind. Trotzdem kann ich mit ihm zu Unterrichtszwecken in eine Klasse gehen und die Kinder (natürlich unter Anleitung!!) mit dem Hund agieren lassen. Da weiß er genau, dass das sein Job ist und er benimmt sich vorbildlich!!
Ist er nicht auf der "Arbeit" nimmt er sich auch schon mal heraus, ein Kind anzuknurren, wenn es ihm zu nahe kommt.

Wenn sich jemand geeignetes findet, bin ich immer dafür, den Hund dahin zu vermitteln. Dafür muss ich aber in der Lage sein, das Problem des Hundes zu erkennen. Bedeutet, ich muss mich mit Hundeverhalten gut auskennen. Das ist leider gaaanz oft nicht der Fall...

Ich kenne das Beispiel von einem echt brandgefährlichen Rotti (ist natürlich von seinen Erstbesitzern dazu gemacht worden - einfach nur, weil sie ihn nicht erzogen haben!), der in den richtigen Händen ein prima Hund geworden ist - allerdings nur für seinen Besitzer, der ihn dann auch entsprechend sicher untergebracht hat.

LG Silvia

Birli
07.11.2013, 07:53
Die TH Leute haben oft leider etwas den Bezug zur Realität verloren und meinen, keiner kann sich so gut um die Tiere kümmern, wie sie selbst.

Ganz genau diesen Eindruck habe ich auch. Bevor ich vor 16 Jahren mit dem Gedanken an einen zweiten Hund gespielt habe, hatte ich mich auch in Tierheimen umgesehen. Allein schon diese Schutzverträge fand ich haarsträubend. Mein erster Hund war von einem VDH-Züchter, ein ganz normaler Kaufvertrag ohne Auflagen. Rein rechtlich sind die ohnehin nicht durchzusetzen.

Wenn mir aber von einem Tierheim schon zur Auflage gemacht wird, das ich eine Hündin kastrieren lassen muss oder von vornherein dort nur kastrierte Hunde bekomme, was schon ein Verstoß gegen §6 TSchG darstellt und ich grundsätzlich keine kastrierten Hunde haben will (es sei denn aus medizinischen Gründen) finde ich so was schon als massive Gängelung und Bevormundung. Ich bin durchaus in der Lage, auf eine läufige Hündin aufzupassen und ungewollten Nachwuchs zu verhindern, aber die Tierschützer trauen das normalen Hundehalter anscheinend nicht zu.
Dann werden völlig verhaltensgestörte, neurotische Hunde an völlig unerfahrene Hundehalter vermittelt, die mit den Tieren überhaupt nicht klar kommen, es zu Beißunfällen kommt etc., so einen Fall haben wir hier auch gerade im Dorf.
Nein danke. Für mich gibt es nur einen Welpen von einem guten VDH-Züchter, kostet zwar ordentlich was, aber da weiß ich, was ich habe.

LG Birli

kniende Backmischung
07.11.2013, 08:00
Und wenn du Pech hast, findest du im TH mal nen Rassehund, der aus ner tollen Linie ist und die rücken die Papiere nicht raus und lassen den Hund kastrieren!!
Einem guten Bekannten von mir passiert, der seit langen Jahren Hundetrainer ist und nach eben dieser Linie wie verrückt gesucht hat, weil sie sehr alt war und der Stammrüde schon lange tot.
Einfach nur haarsträubend!
Das war dann der Grund, warum ich mich dann zum Schluss von diesem TH abgewandt habe.

Ich würde heutzutage eh keinen Hund mehr da bekommen, weil ich ebenfalls keinen Kastraten möchte.

LG Silvia

Hoki
07.11.2013, 08:03
@ Birli

1+ , sehe ich auch so....

Sundi75
07.11.2013, 09:22
@Sundi75:
Dieser Hund hatte bisher nur Kinder gebissen, vermutlich weil er mit deren Art nicht zurecht kam....Kinder sind ja unberechenbar...ich war mit dem Hund ein halbes Jahr lang ca. 3-4 mal die Woche spazieren und über das Problem informiert. Selbstverständlich hätte ich ihn von Kindern ferngehalten. Und wenn das Tier an Sicherheit gewonnen hätte, dann hätte sich das Verhalten durchaus noch ändern können.
Warum also siehst Du in diesem Fall Einschläfern als den besseren Weg, als vermitteln zu einer Einzelperson????

Nicht nur Kinder sind unberechenbar...sag ich mal als Hundebesitzerin & Mama eines 5J. ;) Das Problem liegt beim Besitzer selber der wohl vergessen hat den Hund auch an Kinder zu gewöhnen bzw. seine Kindern beizubringen wie ein Hund tickt. Nur Leute beißen und vorallem Kinder ist für mich ein absolutes No-Go. Vorallem wenn dies nicht nur 1x vorkommt.

eierdieb65
07.11.2013, 09:23
Grüß euch

Gebe euch allen Recht,
außer die immer wieder geäußerten Verbote der Kastration lt Tierschutzgesetz.
Bei uns in Ö steht ausdrücklich drin, dass das Verbot medizinischer Eingriffe (Kupieren etc) NICHT für Kastrationen gilt.(Wenn sie fachmännisch durchgeführt werden)

lg
Willi

Birli
07.11.2013, 11:06
Grüß euch

Gebe euch allen Recht,
außer die immer wieder geäußerten Verbote der Kastration lt Tierschutzgesetz.
Bei uns in Ö steht ausdrücklich drin, dass das Verbot medizinischer Eingriffe (Kupieren etc) NICHT für Kastrationen gilt.(Wenn sie fachmännisch durchgeführt werden)

lg
Willi

Nun, warum soll ich ein gesundes Tier kastrieren? Den einzigen Vorteil den ich darin sehe ist die gute Verdienstmöglichkeit der Tierärzte daran.
Erziehungsprobleme löst man damit definitiv nicht, im Gegenteil, man schafft eine ganz Reihe neuer Probleme, auch gesundheitlicher Art. Ich für meinen Teil will jedenfalls keinen kastrierten Hund.

Wir kommen aber langsam wieder vom Ursprungsthema ab;)

LG Birli

eierdieb65
07.11.2013, 11:15
Ich wollte ja auch keine Sinnhaftigkeitsdiskussion der Kastration.
Ich wollte nur klarstellen, dass das Tierschutzgesetz es nicht verbietet. (Nur weil es schon wieder behauptet wurde.)

lg
Willi

Okina75
07.11.2013, 11:52
Hy!


Und wenn du Pech hast, findest du im TH mal nen Rassehund, der aus ner tollen Linie ist und die rücken die Papiere nicht raus und lassen den Hund kastrieren!!

Au ja, da fällt mir auch wieder ein Korken der Extraklasse ein!
Als ich noch in Berlin wohnte, entlief einem entfernten Verwandten, der Perserkatzen (die damals noch Nase hatten) züchtete, Felix, der schwarzweiße, wunderschöne Zuchtkater (sah aus wie Comic- Kater Silvester mit orangen Augen, suuuuper schöner Miez).
Hat die Straßen mit Zetteln vollgekleistert, überall rumgefragt und auch mehrmals im damals noch Tierheim Berlin- Lankwitz angerufen (ist heute zugunsten Vergrößerung am Stadtrand aufgelöst). Einen Tag rief er an, und erfuhr, die hätten einen Perserkater reingekriegt, er könne ja mal kucken kommen.
Fuhr da elend lang hin, ging kucken, Tatsache sein Kater! Riesengroße Freude seitens ihm, nimmt den Felix wieder mit..., und fand es bei der nächsten Rolligkeit zuhause komisch, dass ihm die rattenscharfe Katze völlig egal war...
Da hatten die den routinemäßig kastriert, weil's halt so Usus ist... Ou, war der angetan ob soviel Tierfürsorge...
Den Felix hat er natürlich behalten, aber trotzdem, ist schon ein ziemlicher Hammer... Wie's ausging, weiß ich nicht, aber eigentlich hätte ihm doch Schadenersatz/ Verdienstausfall zugestanden, oder?

@ Silvia: Wo ist denn der Bauernhof mit den Nutztieren?
Ich finde gerade; die fahren ja auch allerhand Katzen und Hunde zwischen verschiedenen Tierheimen hin und her, um die Kapazitäten auszugleichen. Könnte man da nicht den Gockel da runter kutschieren, und die Schafe gleich mit, die sie garantiert auch nicht vermittelt bekommen werden?

LG
Andreas

Birli
07.11.2013, 12:50
Ich wollte ja auch keine Sinnhaftigkeitsdiskussion der Kastration.
Ich wollte nur klarstellen, dass das Tierschutzgesetz es nicht verbietet. (Nur weil es schon wieder behauptet wurde.)

lg
Willi


§ 6 (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn


der Eingriff im Einzelfall a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,
ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 1, 1a oder 7 vorliegt,
ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,
das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist,
zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.


Zur unkontrollierten Fortpflanzung! Ich lasse mir aber von einem Tierheim nicht vorschreiben, die Fortpflanzung meines Hundes nicht unter Kontrolle zu haben. Ich entscheide so etwas selbst. Bei Strassenhunden versteh ich sowas, bei Katzen auch, aber das Tierheime grundsätzlich kastrieren find ich genial daneben.

Die meisten Leute kastrieren ihr Hunde aus reiner Bequemlichkeit, ist genauso daneben.

mucke
07.11.2013, 13:07
Sundi, entschuldige, ich bin auch Mutter von einer 5-Jährigen und habe zwei Hunde und selbstredend ist es für mich auch ein No-Go dass ein Hund ein Kind beißt, oder auch nur anknurrt, oder sowas. Kommt bei mir auch nicht vor.
Es ist aber noch ein viel größeres No-Go einen solchen Hund von einem Tag auf den anderen in eine Familie mit Kindern zu vermitteln obwohl man davon weiß und noch schlimmer, obwohl ein wirklich ernsthafter Interessent für den Hund vorhanden ist, dem man ihn nur noch nicht gegeben hat (lag wahrscheinlich daran, dass ich erst 19 war damals...), mich hat der Hund übrigens in dem halben Jahr nie auch nur angefletscht....vielleicht krame ich irgendwann mal ein altes Foto raus...
Da hat nicht der Hund, sondern das Tierheim ernsthaft was falsch gemacht!!!!

eierdieb65
07.11.2013, 13:25
"... soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird."

Und darauf beziehen sich die Tierheime, die eine Kastration vorschreiben.

Daher kein tieschutzgesetzliches Verbot, obwohl es öfters im Hüfo anders gepostet wird.

Es ist klargestellt, daher von mir aus beendet.

lg
Willi

Sundi75
07.11.2013, 14:20
Sundi, entschuldige, ich bin auch Mutter von einer 5-Jährigen und habe zwei Hunde und selbstredend ist es für mich auch ein No-Go dass ein Hund ein Kind beißt, oder auch nur anknurrt, oder sowas. Kommt bei mir auch nicht vor.
Es ist aber noch ein viel größeres No-Go einen solchen Hund von einem Tag auf den anderen in eine Familie mit Kindern zu vermitteln obwohl man davon weiß und noch schlimmer, obwohl ein wirklich ernsthafter Interessent für den Hund vorhanden ist, dem man ihn nur noch nicht gegeben hat (lag wahrscheinlich daran, dass ich erst 19 war damals...), mich hat der Hund übrigens in dem halben Jahr nie auch nur angefletscht....vielleicht krame ich irgendwann mal ein altes Foto raus...
Da hat nicht der Hund, sondern das Tierheim ernsthaft was falsch gemacht!!!!

Da bin ich ganz bei dir :jaaaa:

Sundi75
07.11.2013, 14:26
Meine Hündin ist auch nicht sterilisiert oder kastriert.Ich denke die 2x 3 Wochen im Jahr wird es doch möglich sein auf seinen Hund aufzupassen.Allerdings was ich lästig finde die Leute welche allesamt ohne Leine gehen und du dann während dieser heiklen Zeit sämtliche Rüden des Dorfes an deiner Hündin kleben hast.
Und in manchen Fällen finde ich ein Kastration ganz gut wenn das Tier z.b übersteuertes Triebverhalten zeigt.
Der Gedanke hinter dem Kastrieren der TH-Tiere ist wohl der damit nicht noch mehr Welpen produziert werden können sei es aus Unachtsamkeit des Besitzers oder weils ja so lustig ist wenn die Hündin 1x Welpen hat......wo man dann nicht weis wohin mit den Tieren.Von daher finde ichs weder gedanken-noch grundlos diese Vorgehensweise der TH.

catrinbiastoch
07.11.2013, 14:26
Wie können wir denn aber nun dem Hahn helfen ? Bei uns in der Region sind am Sonntag in der Regionalzeitung immer Tiere aus dem TH mit großem Bild drinne . Claud..., wäre so was bei Euch möglich ? Lebst Du überhaupt in einer ländlichen Region ?. Wie sieht es mit anliegenden Zoo , Wildpark , Schaf oder Ziegenhöfen aus ? Da wird auch oft Geflügel gehalten . L.G. Catrin

thoppie
07.11.2013, 15:01
Ich hätte ein paar Hennen übrig, die von März sind, also auch legen.
Habe Claud eine PN geschickt mit der Bitte um Kontaktaufnahme.

catrinbiastoch
07.11.2013, 15:51
Ich bin gespannt ! L.G. Catrin

kniende Backmischung
07.11.2013, 15:58
@ Silvia: Wo ist denn der Bauernhof mit den Nutztieren?
Ich finde gerade; die fahren ja auch allerhand Katzen und Hunde zwischen verschiedenen Tierheimen hin und her, um die Kapazitäten auszugleichen. Könnte man da nicht den Gockel da runter kutschieren, und die Schafe gleich mit, die sie garantiert auch nicht vermittelt bekommen werden?

LG
Andreas

Der ist in der Eifel. Wo genau, kann ich nicht sagen, bräuchte aber nur meine TÄ fragen, die dort tätig ist.

LG Silvia

eierdieb65
07.11.2013, 16:04
Zum Helfen:
Ich würde den Hahn nehmen. Mit hier öffentlich garantiert: Er wird nicht geschlachtet. (So eine Freikarte hat bei mir nicht jeder Hahn)
Er darf mit 2 Legehybriden und 2 Vorwerkhennen Küken machen und muss sich mit 8 Javanesischen Zwerghähnen und Zwergfederfüßen arrangieren. Zur Zucht werden die Zuchttiere jeweils abgetrennt.

Kosten: Ich übernehme die Futterkosten, bis zu seinem natürlichen Ableben.
Schickt ihn mir und es wird ihm wohlergehen. Zum Hinfahren für einen alten Hahn ist es mir zu weit.

lg
Willi

kniende Backmischung
07.11.2013, 16:19
Ich hab noch einen schönen Fall zum Aufregen:
In der Zeit, als ich im TH arbeitete, wurde ein wunderschöner, schwarzer, stehohriger Fund-Hund eingeliefert, der aussah, wie ein schlanker langhaariger Schäferhund-Mix. Als solcher wurde er auch deklariert und, weil er so hübsch war, wurde er direkt nach Ablauf der sechs Wochen vermittelt.
Kurz darauf kamen zwei Mädels (so um die 20 J.) mit einem großen, gerahmten Portrait-Foto von einem hübschen, schwarzen Hund, der diesem zum Verwechseln ähnelte, und sagten, sie hätten zwar schon angerufen und ihren Hund als vermisst gemeldet, wollten aber selbst nachschauen, weil es sich dabei um einen, hierzulande eher seltenen, belgischen Schäferhund der Rasse Groenendael handelt, und er vielleicht als Mischling angesehen wurde.
Es war auch schon vor Wochen eine Notiz über den Verlust eines solchen Hundes gemacht worden.
Gesagt hat aber keiner was! Die haben die Mädels durch die Zwinger gehen lassen und unverrichteter Dinge abziehen lassen!
Ich habe erst Wind davon bekommen, als sich im Büro darüber unterhalten wurde, dass das bestimmt der vermittelte Schäfer-Mix sei und dass man nicht dran rühren wolle, weil - der Hund ja jetzt ein neues Zuhause hätte und die Mädels ja nix wissen und man den neuen Besitzern den Hund nicht wieder wegnehmen wollte!!!
Nicht etwa, weil man sich nicht die Blöße geben wollte, den Hund nicht erkannt zu haben....
Ich war damals so entsetzt, ich hätte kotzen können! Hab mir nur vorgestellt, ich hätte meinen Hund gesucht...

LG Silvia

Willi, die Idee ist toll, aber ob sich das TH darauf einlässt?

claud
07.11.2013, 18:10
ich ruf im TH mal an und biete denen die Hennen von thoppie an. Und ich werde auch das Angebot von Willi vortragen, vielleicht spielt der Zufall uns bzw Bob in die Hand und jemand will sowieso grade nach Österreich fahren.
Ich bin begeistert, dass ihr mit mir gemeinsam für Bob eine Lösung sucht.... bin wohl hier von lauter Hühnermackenhaber umgeben... :jump :laola :danke

glg claud.

nutellabrot19
07.11.2013, 18:30
Tja, die Hilfsideen sind toll! Was Willis Angebot, ihn zu nehmen angeht, kann ich noch meine Erfahrung beisteuern: Für die beiden MEZK, die ich in Bonn im TH entdeckt hatte, gab es hier im Forum eine Interessentin aus Hamburg. Sie rief da an und erklärte ihr Interesse, erläuterte die Umstände, in denen die beiden leben würden ( Freilauf und große Voliere). Sie hätte auch den Transport organisiert und natürlich auch bezahlt.
Das TH lehnte ab. Versendet hätten sie die Tiere nicht.
Schlussendlich hab ich sie aus dem TH geholt und mit Tiertransport zu der Forianerin gesendet.
Aber ein organisierter Transport nach Ö wäre ohnehin nicht zu bezahlen, da müsste es schon Mitfahrgelegenheiten geben....
Wer fällt mir da wieder ein? Floyd! Die fährt doch am Willy vorbei!Aber das dauert viiiiel zu lange, bis sie wieder hierhinkommt.:(

kniende Backmischung
07.11.2013, 18:34
Hast du im Bonner TH gesagt, dass du sie nicht behältst und dort hin schickst?
Ich kann mir grad nicht vorstellen, dass die sich auf so was einlassen - die wollten meiner Schwester kein Meerschweinchen geben, weil sie kein zweites wollte - weil sie es, wie auch erklärt, zu einem vereinsamten dazusetzen wollte, wo grad der Partner gestorben war und es so sehr getrauert hat!

LG Silvia

nutellabrot19
07.11.2013, 18:46
nee, natürlich nicht!! Dann säßen die noch immer da! Bin mit Video und Fotos vom Auslauf da anmarschiert und hab gesagt, dass das meine werden. Die waren total angetan.
Tja, ich lüg ja nicht gerne, aber hier hatte das schon seine Berechtigung;)

Floyd
07.11.2013, 19:10
Aber ein organisierter Transport nach Ö wäre ohnehin nicht zu bezahlen, da müsste es schon Mitfahrgelegenheiten geben....
Wer fällt mir da wieder ein? Floyd! Die fährt doch am Willy vorbei!Aber das dauert viiiiel zu lange, bis sie wieder hierhinkommt.:(



Das würde ich sogar sehr gerne machen, und mit Willi mal einen, oder auch zwei Kaffee schlürfen.:kaffee
Aber meine nächste Deutschlandreise ist erst für April geplant.

Liebe Grüsse von Brigitte

phoenix27
07.11.2013, 19:32
Unser Tierheim ist auch voll daneben. Will man ein Tier einliefern , muss man erstmal 10 Euros bezahlen. Das gilt auch für Fundtiere.
Ist man berufstätig , bekommt man keine Katze , auch keinen Freigänger.

Ich kenne eine Mitarbeiterin des Tierheimes gut , sie hat eingefädelt , dass mir Hühner und Wassergeflügel angeboten werden.
Solche Tiere sind schwer vermittelbar. Das TH ist so froh , dass ich das Flügelvieh übernehme , dass ich nichtmal nen Vertrag machen muss und keinerlei Auflagen bekomme.

Mein Angebot hab ich deshalb gemacht , weil meine Bekannte gesagt hat , die Tiere werden im TH falsch versorgt.
Das hab ich dann auch selbst gesehen , als ich die Tiere abgeholt habe.

Da war das Küken , dem ausschliesslich Papageienfutter
angeboten wurde - ganze Körner und Nüsse. Wie soll das Küken so was fressen? Als ich es geholt habe , war es total abgemagert.

Die Graugans , die 10 Tage auf PVC - Boden im Gebäude gehalten wurde und ausschließlich Eisbergsalat bekam. Dazu ein Taubennäpfchen Wasser , da hat die Gans nicht mal den Schnabel reingebracht.

Und noch diverse andere Tiere....

Die Tiere müssen leider 10 Tage in Quarantäne bleiben , bevor ich sie bekomme - da muss sich noch was ändern.

gesendet von nem Handy

Tanny
08.11.2013, 11:44
Hallo Silvia,


Da ich einige Zeit in einem TH gearbeitet habe, weiß ich, dass sie z. B. in der Regel für verwilderte Katzen keinen Platz haben. Die brauchen ein geräumiges Gehege, was gut strukturiert ist, damit sie sich nicht eingesperrt fühlen. Wer schon mal versucht hat, eine solche Katze zu übernehmen, weiß, dass sie vor Panik die glatten Wände hoch gehen können und sich dabei oftmals auch verletzen. Sie stellen unter Umständen das Fressen ein und haben einen derartigen Stress, dass das sicher Tierquälerei ist...

........
LG Silvia

Das verstehe ich auch, dass man wilde Katzen nicht einsperren kann.
Wäre es ein normaler wilder Kater gewesen, hätte ich auch nichts dagegen gehabt, wenn sie ihn kastrieren und hier wieder aussetzen. Im Zweifelsfall würde ich sogar die Kastration bezahlen.
Dieser Kater aber war lebensgefährlich. Nicht nur, dass er andere Katzen angegriffen und schwer verletzt oder getötet hat, er hat auch Menschen angegriffen.
Ich hätte erwartet, dass man in so einem Fall das Tier einfängt und einschläfert und nicht versucht, ihn noch irgendwo unterzubringen.

Aber das hat sich ja offensichtlich erledigt. Vermutlich hat irgendwer die beiden erwischt und ins Nirwana geschickt.

Was ich unmöglich finde, ist, dass man hierzulande offensichtlich zu eigentlich ungesetzlichen Mitteln greifen muss, um sich, seine Mitmenschen und seine Haustiere zu schützen, weil die, die eigentlich die Kompetenz haben sollten, solch einer Sache Herr zu werden und die letztendlich auch genau für solche Situationen Ansprechpartner sein sollten (unter anderem werden Tierheime auch darum aus der Steuerkasse mit unterstützt) sich nicht zuständig fühlen - und das Ordnungsamt ebenso wenig.

....und dann wundern sich alle, wenn manche Leute zu so grausamen Sachen wie Giftköder oder Schlagfallen o.ä. greifen und damit zusätzlich auch noch andere Lebewesen gefährden - von dem qualvollen Sterben des eigentlichen Ziels mal ganz abgesehen....

Ich war mit der Situation auch absolut hilflos und allein gelassen. Und es kann wohl absolut nicht angehen, dass ich IN meinem eigenen Haus von einer wildgewordenen Furie angegriffen werde und ich mit Regenhut rumlaufen muss, weil mir ihr Urin immer auf den Kopf tropft (durch die Deckenbalken).

Ich hatte mir bereits von Nachbarn eine Lebendfalle ausgeliehen und wollte den Kater darin fangen. Hätte ich ihn erwischt, hätte ich ihn zwangsläufig anonym vor dem Tierheim abgestellt oder einem Jäger übergeben. Einen TA zum Einschläfern hätte ich wohl kaum gefunden und irgendwo auf der anderen Seite der Elbe aussetzen, damit sich andere Leute dann mit demselben Problem rumschlagen wäre ja auch nicht gerade die Lösung gewesen.

Glücklicherweise wurde ich der Sache ja enthoben. 5 Tage nach Aufstellen der Falle war er verschwunden.

Es gibt so viele liebe, unglückliche Tiere, die ein nettes zu Hause suchen - ich werde niemals begreifen, warum man solch unvermittelbare, aggressive Tiere nicht konsequent einschläfert.

Dieselben Leute die sich unter dem Deckmantel der Tierliebe gegen ein Einschläfern sind, sind ganz oft (sicher nicht immer) die Leute, die sich täglich ihren Burger von Mac Donalds und ihr Frühstücksei von Wiesenhof reinziehen und sich einen Dreck drum kümmern, wie sehr ihr Gericht zu Lebzeiten leiden musste, und wie qualvoll es sterben musste, damit es dann auf ihrem Teller landen konnte...

das werde ich nie verstehen...

LG
Kirstin

Nicolina
08.11.2013, 22:25
Es gibt so viele liebe, unglückliche Tiere, die ein nettes zu Hause suchen - ich werde niemals begreifen, warum man solch unvermittelbare, aggressive Tiere nicht konsequent einschläfert.

Dieselben Leute die sich unter dem Deckmantel der Tierliebe gegen ein Einschläfern sind, sind ganz oft (sicher nicht immer) die Leute, die sich täglich ihren Burger von Mac Donalds und ihr Frühstücksei von Wiesenhof reinziehen und sich einen Dreck drum kümmern, wie sehr ihr Gericht zu Lebzeiten leiden musste, und wie qualvoll es sterben musste, damit es dann auf ihrem Teller landen konnte...

das werde ich nie verstehen...

LG
Kirstin
Jetzt pauschalierst du aber sehr :(

thoppie
09.11.2013, 06:09
Na ja. Über die Doppelmoral von Tierschützern hat Hein ja in einem anderen Thread berichtet.
Die machen eine riesen Demo gegen schlechte Haltungsbedingungen, und in den Discountern sind die billigen Grillwürstchen etc ausverkauft.

claud
09.11.2013, 06:40
durch St.Martinsfeier und Zug im Kindergarten (wo ich arbeite) und Kindergeburtstag meiner Tochter :birthday heute hab ich es "nur" geschafft, dem TH eine mail zu schicken und die verschiedenen Möglichkeiten vorzustellen. Mal schauen, ob und was die antworten. Ich bleib am Ball !!!

Tanny
09.11.2013, 09:45
Jetzt pauschalierst du aber sehr :(

Hallo Nicolina,
;) deswegen schrieb ich:
...Dieselben Leute die sich unter dem Deckmantel der Tierliebe gegen ein Einschläfern sind, sind ganz oft (sicher nicht immer) !!!die Leute, die sich ....

LG
Kirstin

kniende Backmischung
09.11.2013, 12:54
durch St.Martinsfeier und Zug im Kindergarten (wo ich arbeite) und Kindergeburtstag meiner Tochter :birthday heute hab ich es "nur" geschafft, dem TH eine mail zu schicken und die verschiedenen Möglichkeiten vorzustellen. Mal schauen, ob und was die antworten. Ich bleib am Ball !!!

Herzlichen Glückwunsch unbekannterweise an deine Tochter!
Prima, dass du sich kümmerst :-* und uns auf dem Laufenden hältst.

LG Silvia

claud
09.11.2013, 18:13
Hallo,

habe gerade eine mail vom Tierheim bekommen und da schrieb man mir, dass für Bob den Hahn ein Platz gefunden wurde, wie es sich gehört mit Hühnern zusammen.
Die dankten mir für meinen Einsatz und den Dank gebe ich hier gerne an euch alle weiter:danke

Es ist toll, so ein nettes Forum gefunden zu haben... Ihr seid super hier!!!
Grüße aus Essen,
Claud.

eierdieb65
09.11.2013, 18:32
Ich freu mich für den Hahn!

Hast du in 2 Monaten Zeit mal ins Tierheim zu gehen?
So rein unverfänglich.
Nur nach ALLEM, was man halt so über Tierheime liest.

lg
Willi

claud
09.11.2013, 19:48
Gute Idee, das werde ich bestimmt machen. Wir sind ja ab und zu da in der Nähe, weil wir Freunde da wohnen haben.
lg, claud.

Floyd
09.11.2013, 20:03
Hu Hu Claud,
vielen Dank für Deinen Einsatz, es ist schön, dass für Bob sich alles zum Guten wendet.:bravo
Und Deiner Tochter wünsche ich auch alles Liebe und Gute zu ihrem Geburtstag.
Liebe Grüsse nach Essen, meiner "alten Heimat Ruhrpott" ,
Brigitte

nutellabrot19
09.11.2013, 22:18
Suuuper! ich bin sehr begeistert. Aber eine gute Idee, in 2 Monaten mal zu gucken.
Danke auch für deinen Einsatz!

Vogelmami
09.11.2013, 23:23
War meine erste Idee: Die sagen das nur so. Der Hahn wird seit 8 Monaten nicht vermittelt und jetzt ist er auf einmal weg? Falls du tatsächlich noch mal hinfährst (warum eigentlich 2 Monate warten?), lass es uns mal wissen...

Ich hatte übrigens auch mal 2 Katzen aus dem Tierheim (ich glaube es war ein privates in HH, jedenfalls nicht DAS Hamburger Tierheim); sehr nette Leute da. Haben mich gefragt was ich möchte und als ich nicht so richtig fündig geworden bin, haben sie gesagt, dass sie eigentlich genau die richtigen für mich hätte, aber der Kater hätte ein Leckauge und den könnten sie so nicht vermitteln, ob ich sie mal sehen möchte und ggf. warten, bis er wieder gesund ist. Ich dürfte die beiden auch in der Zwischenzeit besuchen. Gesagt getan. Und später sind die tatsächlich noch mal gekommen und haben sich angeschaut, ob es den beiden gut geht, ob ich klar komme oder noch Fragen hätte, aber sehr nett. Ich finde solche Geschichten sollten auch mal erzählt werden. (Von den anderen kenne ich leider auch ein paar. Ich hoffe ja, man kennst so viele von den schlechten, weil die als Aufreger immer wieder erzählt werden.)

Lolle
10.11.2013, 00:34
Namd.
Wie es so ist , in größeren Foren, werde ich mir hier dann jetzt mal einige Freunde - und mit Sicherheit einige Feinde machen. :pfeif

Mal ganz abgesehen von dem Schicksal des Hanhs, sind hier Aussagen getroffen worden, die pauschalisieren, beleidigen, verletzen und sogar denunzieren.
Da wird die Arbeit von Tierheimen runtergeputzt - rein aus einer Sicht. Aber ich habe hier nirgendwo gelesen, das jemand mal fragt WARUM Tierheime sich so oder so verhalten - und manchmal auch für "normale Leute" unverständlich agieren. Ich lese von einem auffällig gewordenen Hund - und wenige Beiträge später: "Gehört Eingeschläfert!"
Tierschutz ist nicht gleich Tierschutz - genausowenig wie gute Tierhaltung nicht gleich gute Tierhaltung ist!
Mir fehlt in dieser zeitweise erhitzen Runde mehrfach die Frage "warum ist das wohl so?"
Ihr glaubt Tierheime würden es Menschen besonders schwer machen ein Tier zu übernehmen? JA! Weil sie mit Menschlichen Idioten zu tun haben, die nicht mal eure Hühner füttern dürften. Die das blaue vom Himmel lügen, nur um an ein Tier zu kommen. Die ein Haus von Freunden als ihr eigenes ausgeben, um an den Hund zu kommen den sie wollen, der aber nur dann vermittelt wird, wenn Haus und Grundstück vorhanden sind ( vermutlich nicht OHNE GRUND! ) ...und dann meldet ein paar Wochen später Jemand einen Hund der im Hochhaus, Stockwerk 30 ständig weint. Und wen haben wir dann da?
Menschen sind unglaublich. Und weil Tierschutzhunde und Katzen immernoch um vielfaches günstiger sind als vom Züchter, sammeln sich da die "spaßigsten" Ideen.
Und nein, ich arbeite nicht in einem Tierheim. Aber ich habe lange Jahre in einem großen Verein als Vorsitzende verbracht - und ich kann euch sagen, was sich da manchmal auftut.... je strenger ein Tierheim mit seiner Vermittlung ist, desto sympatischer ist es mir! Denn es muss ein klarer Unterschied herrschen dazu ein Tier einfach irgendwo zu kaufen. Du arbeitest 12 Stunden? Wozu willst Du dann einen Hund? Kauf Dir verdammt nochmal einen mit Batterien!
Kastration - die verdammten Tierheime bestehen doch echt darauf! Frechheit!? Oder nur aus ERfahrung klug, wenn ein und dem selben Besitzer schon zum dritten Mal totkranke Welpen abgenommen wurden, die ihrerseits wieder im Heim landen? Wenn Zucht dazu führt ( NUR 1 x WELPEN!!!! SÜÜÜÜÜß!!!!! ) das der Kreislauf nie endet, und die Tierheimmitarbeiter es sind, die eine tragende Hündin/Hündin mit Welpen/ Nur Welpen verzweifelt versuchen so artgerecht es geht aufzuziehen....im TIERHEIM!
Wer so salopp über strenge Regeln eines Tierschutzvereines urteilt, der kennt das schlechte im Menschen leider nicht. Die meisten gehen von sich selbst aus, und ich denke niemand der hier geschrieben hat ist wohl mit diesem Abschaum von Mensch zu vergleichen - aber es gibt ihn, mehr als so mancher es wahr haben will,und die Tierheime dürfen keinem Menschen leichtfertig über den Weg trauen wenn sie ihren Gedanken verfolgen wollen: TierSCHUTZ!
Ich möchte nochmal betonen, das ich dann auch Tierschutz meine. Ich rede nicht von Organisationen die wild in anderen Ländern Straßenhunde einsammeln weil sie der Meinung sind, ihnen fehle ein Samtkissen zum Glücklich sein! Wenn ihr also vom schlimmsten ausgeht, sind die Tierheime dann immernoch so scheiße und viel zu streng?

Als Hundetrainer möchte ich , bevor ich dann zu dem hahn zurück komme, auch noch etwas zu den "Einschläferungsparolen" sagen.
Auch hier wird oft mehr zu retten versucht als tatsächlich zu retten ist - das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber jeder auffällig gewordene Hund muss die Chance haben, das sein Verhalten gemeinsam mit den Umständen der Situation und denen unter denen er gelebt hat geprüft wird. Wenn DANN, aber erst DANN zum Schluss gekommen wird, das es sich tatsächlich um einen gefährlichen Hund handelt, dann soll er in Gottes Namen eingeschläfert werden. Leichtfertig sollte so eine Entscheidung niemals getroffen werden!

Wenn ich einen Hund irgendwo kaufe, dann möchte ich selbst entscheiden, ob eine Kastration notwendig ist oder nicht. Übernehme ich einen aus dem Tierschutz, akzeptiere ich deren Beweggründe, warum ich es mir möglicherweise vorschreiben lassen soll. Denn es ist nachvollziehbar.

Kommt ein Hahn in ein Tierheim - und das ist selten der Fall - so ist deren erste Pflicht das Tier mit dem nötigsten zu versorgen. Es ist wahrscheinlich in den seltensten Fällen ein Hühnerexperte vor Ort. Schlachten werden sie das Tier nicht, denn für sie wäre es so als würden sie einen Vogel der "Unzertrennlichen" oder einen Papageien bekommen, deren Partnerin verstorben ist. Sollen sie das zurückgebliebene Tier deshalb töten?
"Bob" haben sie also so gut es geht versorgt und gehofft ein gutes zu Hause zu finden. Hennen dazu kaufen? Und dann? Alle zusammen vermitteln? Alle zusammen in einen Stall ohne Auslauf pferchen? Oh bestimmt wäre das eine super Lösung! Dann leiden gleich mehrere Hühner!
Wieviel Zuchthähne werden Monate lang in Einzelhaft gehalten? Einige brachten hier die Industriehaltung als Beispiel. Ja, genau....man kann das natürlich ewig spinnen. Einzelhaft ist besser als schlachten, Ein paar Hennen dazu und nur im Stall ist besser , als Massentierhaltung... Sagt mal hört ihr euch selber zu?
Wäre es mein Hahn oder Dein Hahn, dann hätte er vielleicht leiber einen kurzen Tot erfahren als so weiter zu leben. Alles klar so weit.
Aber ein Tierschutzverein wird das nicht tun. Und mehr wäre ihnen damit geholfen, ihnen in Ruhe zu erklären, das der Hahn mit einem schönen Stall allein nicht ausreichend versorgt ist. Mann hätte Leih-Hennen hin bringen können. Mn hätte anbieten können, den Hahn als Pflegestelle aufzunehmen, bis er vermittelt ist. Auch gegen die eigene Einstellung, indem man einfach versteht, das ein Tierheim kein Tier umbringt, auch keinen Hahn.
Ich hoffe natürlich, das "Bob" tatsächlich vermittelt ist.
Und ich hoffe, das ich wenigstens einzelne dazu bewegen konnte, manches auch mal von einer anderen Seite zu betrachten, bevor man urteilt. Beinahe Fahrlässig. Überheblich und mit deutlichen Zügen von Arroganz.
Mein Wort zum Sonntag, auf Bald

thoppie
10.11.2013, 06:11
Schön geschrieben. Aber für meinen Geschmack auch etwas einseitig. Ich betrachte die Leute nicht so platt, wie Du es gerade für alle darstellst. Aber wenn ich geflissentlich ignoriert werde, fällt es mir schwer, noch freundlich oder nachsichtig zu sein. Ich verlasse das Heim lieber und gucke mich nach einer Alternative für ein Tier um. Und auch wenn die betreffende Person einen schlechten Tag hatte...... ich betrete das Heim nicht so schnell nochmal.
Meine Katzen sind von einer Orga, die den Straßentieren ein Samtkissen bietet, wie Du so schön geschrieben hast. Ich bin von einer sehr engagierten und sympathischen Tierschützerin zuhause besucht worden, die mit mir einen Fragenkatalog durchgegangen ist. Als die Katzen da waren, hat sie eine unangekündigte Nachkontrolle gemacht.
Der Frau wurde damals die Bude eingerannt, und sie hatte zwei Handys und zwei Emailadressen.
Es gibt viele Leute, die ein Tierschutztier haben möchten. Aber leider wenige Tierschützer, die den richtigen Umgangston drauf haben.
Den Text habe ich übrigens ohne große Aufregung geschrieben. Jeder muß selbst wissen, wo er seine Tiere holt.

Schönen Sonntag,
Tanja

kniende Backmischung
10.11.2013, 08:12
Schön geschrieben. Aber für meinen Geschmack auch etwas einseitig. Ich betrachte die Leute nicht so platt, wie Du es gerade für alle darstellst. Aber wenn ich geflissentlich ignoriert werde, fällt es mir schwer, noch freundlich oder nachsichtig zu sein. Ich verlasse das Heim lieber und gucke mich nach einer Alternative für ein Tier um. Und auch wenn die betreffende Person einen schlechten Tag hatte...... ich betrete das Heim nicht so schnell nochmal.
Meine Katzen sind von einer Orga, die den Straßentieren ein Samtkissen bietet, wie Du so schön geschrieben hast. Ich bin von einer sehr engagierten und sympathischen Tierschützerin zuhause besucht worden, die mit mir einen Fragenkatalog durchgegangen ist. Als die Katzen da waren, hat sie eine unangekündigte Nachkontrolle gemacht.
Der Frau wurde damals die Bude eingerannt, und sie hatte zwei Handys und zwei Emailadressen.
Es gibt viele Leute, die ein Tierschutztier haben möchten. Aber leider wenige Tierschützer, die den richtigen Umgangston drauf haben.
Den Text habe ich übrigens ohne große Aufregung geschrieben. Jeder muß selbst wissen, wo er seine Tiere holt.

Schönen Sonntag,
Tanja

Dem möchte ich mich weitestgehend anschließen.
Was im Laufe der Zeit mit den Tierschutzleuten, vor allem in größeren THen passiert, ist wohl, dass sie ihren Optimismus verloren haben, weil es eben diese unehrlichen Menschen gibt, die völlig weltfremd und blauäugig ein Tier dort ergaunern - oder aber sich als gedankenlos und unzuverlässig gezeigt haben, weil sie Tiere ausgesetzt oder vernachlässigt haben.
Aber, unter dem Strich gesehen sind das doch eher die Ausnahmen! Die meisten Menschen, die in einem TH ein Tier adoptieren wollen, machen es, um einer heimatlosen Kreatur zu helfen - sie könnten auch ohne TH an Tiere kommen - für weniger Geld! Das wird oft nicht bedacht, wenn mal wieder der letzte zurückgebrachte Hund im Hinterkopf herumgeistert.
Und die meisten Menschen würden sich freuen, wenn sie so herzlich behandelt werden, wie Vogelmami beschrieben hat, und dann auch sicher offener für die Bedenken und Richtlinien sein.
Leider sind mir die nachteiligen Dinge unserer nahen Tierheime nicht nur in Erinnerung, weil sie Aufreger waren, sondern, weil sie immer wieder passieren. Deshalb engagiere ich mich lieber selbst und privat im Tierschutz, bei kleinen, noch optimistischen Organisationen, die auch Wert darauf legen, dass die "Adoptiv-Eltern" wohlwollend behandelt und gut informiert werden. Ich würde mir nie vorschreiben lassen, meinen Hund zu kastrieren - bei allem Verständnis für die Angst, dass mit den Tieren Junge produziert werden! Es entmündigt mich, als verantwortungsvollen Hundehalter!
Und wer einmal eine, durch Kastration, inkontinente Hündin über Jahre in der Wohnung gehalten hat, der möchte so etwas ohne Not sicher nicht wiederholen! Die war übrigens aus dem TH. Eine recht große Rottihündin, die auch erst mit 6 Jahren kastriert wurde. Je größer und schwerer die Rasse, und je früher kastriert wird, desto größer ist die Gefahr, dass die Hündinnen im Laufe der Zeit "undicht" werden!
Dagegen gibt es bisher noch kein wirksames Mittel!
Bei Katzen sehe ich das anders, weil man die ja nicht unter Kontrolle hat.

Was nützt es, wenn die Tiere unter so strengen Richtlinien abgegeben werden und genau deshalb potentielle Abnehmer abgeschreckt werden? Dann stapeln sie sich im TH...
Was mich auch immer wieder stört, ist, dass Tiere im Wesen immer wieder falsch eingeschätzt werden und dann zu ungeeigneten Leuten abgegeben werden...

LG Silvia

catrinbiastoch
10.11.2013, 08:39
Oooohooo..., " nicht verzagen , Lolle fragen " ! L.G. Catrin

Okina75
10.11.2013, 12:41
Jo, Lolle, ich kenne das Schlechte im Menschen, glaube mir...
Und Du magst auch recht haben, dass Tierheimtiere um vieles billiger sind als welche vom Züchter, zumindest Hunde...
Schon normale Hauskatzen kriegst Du oftmals geschenkt oder für 'nen symbolischen Euro von privat, wegen einer Katze muss ich garantiert nicht ins Tierheim, sondern frage ein bisschen rum, mache Aushänge, und schon habe ich meine Katze für billigeres Geld als im Tierheim.
Das sollten auch jene Angestellten im Tierheim wissen, und sollten ergo dreifach froh sein, wenn jemand von ihnen 'nen Stubentiger will. Wenn diese Jemande dann aufgrund irgendwelcher Etepetetigkeiten aber keine Tierheimkatze bekommen, kucken sie sich halt woanders um, und was ist das ganze dann?
Richtig, kontraproduktiv, denn so bleibt die "schwarze Katzenzucht" fröhlich am Laufen, denn 'ne Mieze wollen die Leute immer... So, was haben die Tierheime dann gewonnen? Dass sie weiter die Mami ihrer Kuschelkätzis bleiben können...

Sicher mögen die Tierheimangestellten auch an der Schlechtigkeit der Menschen zerbröseln und misstrauisch werden, kann ich sogar absolut nachvollziehen.
Aber ebenso wie Du gerade sagst, das Gros der Tierheimkunden wäre moralisch verdorbenst, behandeln viele Angestellten alle Tierinteressenten gleich... Und mögen Hunde oder Rassekatzen noch teurer sein als beim Züchter, wird's dann bei den Forderungen für Kleinsäuger ala Kaninchen und Hamster lächerlich, und das "Sind meine Babys, haut bloß ab, ihr Spinner" tritt noch deutlicher zutage.
Da werden für ein Wohnungskaninchen 10 m² permanenter Auslauf gefordert, oder mindestens 2,5 m², besser viel mehr, Stallfläche, und Haltung mindestens zu zweit (wobei zu zweit ja ok ist)... Oder Goldhamster/Wüstenrenner müssen mindestens 1 m² Käfigfläche haben... Ein Anspruch, der schon daran scheitert, dass es solche riesigen Hamsterkäfige (leider) nicht gibt, jedenfalls für kein vernünftiges Geld...

Alleine schon die Art, wie einen die Angestellten oder auch Verantwortlichen manchen Tierheimes anschauen... Falte zwischen den Augenbrauen, ständig fixierender Blick mit wenn auch nur ansatzweise gerunzelter Stirn, dazu dann das Fragenbombardement in alles andere als neutraler Tonart... Da gewinnt man nicht nur den Eindruck, man wäre als Tatverdächtiger bei der Kripo gelandet, sondern auch den Eindruck, man wäre per se ein Ganove, dem nicht zu trauen ist. Und verdammich viele TH- Angestellte sind nicht nur manchmal so drauf, sondern ständig.
Klaro, die mögen an der Menschheit gescheitert sein, habe ich ja auch schon mal erwähnt, aber ich weiß auch, was Menschen für egoistische oder gedankenlose/ ignorante Mistviecher sein können, und ich habe auch schon die eine oder andere radikale Einstellung zu uns und manch misanthropische Ansicht, aber ich bin trotzdem ein Optimist und begegne jedem Menschen wieder offen...
Warum können das nicht auch TH- Angestellte, bei denen sich diese antihumane Einstellung dem Eindruck nach irgendwie besonders häuft?

Grüße,
Andreas

kniende Backmischung
10.11.2013, 12:43
Weitestgehend, was ich auch schon sagte ;)
Nur etwas drastischer ausgedrückt :biggrin:

Was ich noch mal herausheben möchte: Die Kastrations"wut" bei Hunden schreckt mich absolut davon ab, so ein Tier aus dem TH zu nehmen.
Ich habe kein Verständnis dafür, dass ich (und der Hund) diesbezüglich unter dem erworbenen Pessimismus der Tierschützer leiden soll und mir ein Verantwortungsvoller Umgang von vorne herein abgesprochen wird.

LG Silvia

Okina75
10.11.2013, 12:51
Habe ich zu spät gelesen, Silvia ^^.
Hessische "Ungehaltenheit" und Berliner Schnauze sind manchmal eine sichtversperrende, keinen Aufschub duldende Mischung. Aber ich habe mich ja lieb und nicht aggressiv ausgedrückt :).

Gruß,
Andreas
- der reinblütiger Hesse ist, und fast 30 Jahre in Berlin lebte...

mucke
10.11.2013, 12:54
Bei uns im Tierheim wird nicht mehr pauschal kastriert...wollte ich nur mal als löbliches Beispiel am Rande erwähnen.
Grüße, Mucke

kniende Backmischung
10.11.2013, 12:59
Andreas, ich finde, du hast halt die Dinge beim Namen genannt ;)
Und, du hast ja auch völlig recht. (Die Mischung aus hessischem Engagement und Berliner Schnauze gefällt mir grad gut :roll

Wenn die TH und deren Vorstände sich nur nicht so oft in die Idealisierung der Tierhaltung versteigen würden, den potentiellen Interessenten nicht so negativ gegenübertreten würden und nicht so oft davon ausgehen würden, dass nur bei ihnen die Tiere es gut haben .... (was auch schon mal ein Trugschluss sein kann...) könnten tatsächlich mehr Tiere vermittelt werden.

LG Silvia

kniende Backmischung
10.11.2013, 13:01
Bei uns im Tierheim wird nicht mehr pauschal kastriert...wollte ich nur mal als löbliches Beispiel am Rande erwähnen.
Grüße, Mucke

Oh! Ich bin positiv überrascht! Wie kam es denn dazu?
Wenn du schreibst "nicht mehr", dann war es doch früher anders...

LG Silvia

mucke
10.11.2013, 13:50
Ich glaube, das liegt schlicht und ergreifend daran, dass der Vorstand von solchen Übertierschützern wie oben beschrieben, zu Menschen mit Hundeverstand gewechselt hat...

thoppie
10.11.2013, 14:27
Zu Felix dem Rasseperserkater ist mir auch noch was eingefallen.
Ist der nicht gechippt gewesen? Und sind Tierheime nicht verpflichtet, über den Chip den Besitzer herauszufinden oder zumindest eine gewisse Frist lang abzuwarten, bis sie ein Tier kastrieren?
Meine Tiere sind gechippt und bei Tasso registriert.
Ich bildete mir bisher immer ein, daß ich die wiederbekomme, falls sie irgendwo aufgegriffen werden.

Okina75
10.11.2013, 15:01
Hy!

Das war Mitte/ Ende der Achtziger, da war noch nix mit chippen...

Orpington/Maran
10.11.2013, 16:16
Naja, dass mit dem chippen ist so eine Sache, mein Hund weg, gechippt ist er selbstverständlich, TA , Tasso, Polizei, Tierheimen Bescheid gesagt, nichts zu hören. Am nächsten Tag bekomme ich einen Anruf von einem Tierheim, 50 (!) km entfernt, ich soll meinen Hund abholen, hingefahren( per Navi nur nebenher die Strecke gemessen) und Rechnung beglichen...Pension 25 € für 2 Stunden, Fahrdienste 70 km(!) je Weg, Kilometerpauschale von 1 € pro Km.....!!!!! Bei der Steuer kann ich 0,30 € ansetzen..Ich habe dann mal gefragt, wie die ganze Sache sich verhält ( freundlich) , also, der Hund war 2 Stunden nach Verschwinden aufgefunden worden, von einer privat Person die 500 m Luftlinie von mir entfernt wohnt, die hatte den Bürgermeister Bescheid gesagt, der das Tierheim informiert, die hatten keine Lust abends noch den Hund zu holen, also haben sie die Finderin gebeten, den Hund über Nacht zu behalten. Am nächsten morgen kamen die Tierheimmitarbeiter angefahren, konnten mit dem mobilen Gerät den Chip nicht lesen, also 50 (!) km zum Tierheim gefahren, dort mich per PC gefunden und angerufen. Wieso dieses Tierheim, und nicht dass 10 km entfernt ? Die Gemeinde hat offenbar einen Vertrag mit dem Tierheim abgeschlossen, deswegen "durfte" ich mal 100 km fahren, um den Hund abzuholen. Die km Angabe war mir rätselhaft, und wäre das Gerät OK gewesen, hätte ich fussläufig den Hund abholen können, Pension für 25 € war wohl für das Wasser, da er im extra Raum gehalten wurde, und garnicht in einen Zwinger gekommen ist. Ich war zwar froh, meinen Hund wieder zu haben, aber die "Rechenkünste" sind mir schleierhaft, bei solchen Erfahrungen bekomme ich doch einen "Hals" , wenn ich Tierheim lese/höre...

hühnerling
10.11.2013, 17:10
.. So, was haben die Tierheime dann gewonnen? ...

Ganz einfach: Sie bekommen Zuschüsse, die sich normalerweise an der Anzahl der dort versorgten/gehaltenen Tiere orientieren und leider NICHT an der Anzahl der Vermittlungen.

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tierheim-stadt-soll-zuschuesse-erhoehen-270000-euro-mehr-geld-2765893.html



...Ich habe kein Verständnis dafür, dass ich (und der Hund) diesbezüglich unter dem erworbenen Pessimismus der Tierschützer leiden soll und mir ein Verantwortungsvoller Umgang von vorne herein abgesprochen wird.

Die erwähnte Selbstbestimmung potentieller Tierheimtierhalter in allen Ehren - und auch ich sehe eine generelle Kastration eher kritisch - aber im Falle der Tierheimtiere halte ich es für unabdingbar.

Wie sonst sollte man derart viele Tiere auf wenig Raum und mit noch weniger Personal halten? Ohne Möglichkeit, den haltungsbedingten Streß durch Bewegung im Freien abzubauen, teilweise über Jahre und im Falle der Sokas leider meist lebenslang Tür an Tür und Gitter an Gitter?

Ohne Kastration wäre das in meinen Augen Tierquälerei, da sich hormongetriggerte, paarungsbereite Tiere nicht mehr kontrollieren können. Wohlgemerkt ist die meiste Zeit kein Mensch zugegen, der entsprechend durch Ablenkung/Erziehung etc. einwirken könnte. Die meiste Zeit sind diese Tiere in ihren Zwingern sich selbst überlassen, und würden sich selbst verletzen im Versuch zum paarungsbereiten Partner zu gelangen, beispielsweise die Gitterstäbe durchzubeissen oder stundenlang die Fliesen mit den Pfoten bearbeiten, bis diese bluten. Ganz zu schweigen vom 24 Stunden Heul- und Bellkonzert.

Ich bin sogar der Meinung, daß die Tierheimtiere grundsätzlich nur in kastriertem Zustand abgegeben werden sollten, das schreckt zumindest solche Personen ab, die sich dort auf die Schnelle ein Rassetier für ihre Vermehrungspraktiken zur Aufbesserung der Haushaltskasse mitnehmen wollen. Meiner Ansicht nach gibt es mehr als genug Tierelend überall, welches durch die Abgabe unkastrierter Tierheimtiere nicht noch vermehrt werden sollte.

Kleiner Nachsatz: Im Falle des Hahns wäre ich aber gegen Kastration, da dies ein lebensgefährlicher und unnötiger Eingriff für ihn gewesen wäre (er hatte ja nicht mal Hennen im Gehege deren ggf.befruchtete Eier man ansonsten prima hätte zum gemeinsamen Frühstück der TH-Mitarbeiter verwenden können) ;)

Birli
10.11.2013, 17:24
Ich bin sogar der Meinung, daß die Tierheimtiere grundsätzlich nur in kastriertem Zustand abgegeben werden sollten, das schreckt zumindest solche Personen ab, die sich dort auf die Schnelle ein Rassetier für ihre Vermehrungspraktiken zur Aufbesserung der Haushaltskasse mitnehmen wollen. Meiner Ansicht nach gibt es mehr als genug Tierelend überall, welches durch die Abgabe unkastrierter Tierheimtiere nicht noch vermehrt werden sollte.



Solche Leute mag es sicher geben, die dort ein Tier für Vermehrungspraktiken zu bekommen versuchen.
Auch die anderen Gründe leuchten ein, dass man so viele Hunde auf Dauer nicht zusammen laufen lassen kann ohne zu kastrieren.
Aber es gibt auch Fälle, das unkastrierte Hunde abzugeben sind und dem neuen Halter die Kastration zu Auflage gemacht wird.

Ich persönlich würde das nicht akzeptieren, und so greife ich eben etwas tiefer in die Tasche und gehe zu einem seriösen Züchter.

LG Birli

hühnerling
10.11.2013, 17:33
Bei solchen unkastrierten Abgabetieren handelt es sich wohl meist um Neuzugänge, die aus unterschiedlichen Gründen noch keinen Termin beim TH-Tierarzt hatten (Gesundheitszustand des Tieres, akuter Geldmangel des Tierheims oder Terminnot etc.).

Für jemanden, der Wert auf ein unkastriertes Rassetier legt, macht die Anschaffung eines solchen aus dem Tierheim mit einer damit verbundenen Kastrationsauflage naturgemäß auch keinen Sinn - von den zu erwartenden Kosten ganz zu schweigen.

mucke
10.11.2013, 17:57
Nochmal. Dieses Thema sollte nicht verallgemeinert werden. Es gibt auch (mindestens ein) Tierheim, bei dem Tiere nicht grundsätzlich kastriert werden. Und das scheint auch zu funktionieren...Die scheinen noch ans Gute im Menschen zu glauben, denn, da bekommt man auch als Gassigänger mal eine läufige Hündin an die Hand und es wird einem zugetraut, diese auch ungedeckt wieder zurück zu bringen...
was immer vergessen wird ist, was es für ein Tier auch für Schwierigkeiten mit sich bringt, Kastriert zu sein. Sei es dass kastrierte Rüden von unkastrierten bestiegen werden, oder dass Hündinnen Inkontinenzprobleme bekommen...und da gibt es sicher noch mehr aufzuzählen...

Nicolina
10.11.2013, 22:17
Ich kann Lolle insofern beiflichten, als das ich einfach den Eindruck habe,
dass Contra TA-"Urteile" bereits gefällt waren und es in sofern gar keine Diskussion ist.
Wenn Andreas z.B. schreibt, dass er erst einmal live im TA war und dann
dieses formuliert:


Alleine schon die Art, wie einen die Angestellten oder auch Verantwortlichen manchen Tierheimes anschauen... Falte zwischen den Augenbrauen, ständig fixierender Blick mit wenn auch nur ansatzweise gerunzelter Stirn, dazu dann das Fragenbombardement in alles andere als neutraler Tonart... Da gewinnt man nicht nur den Eindruck, man wäre als Tatverdächtiger bei der Kripo gelandet, sondern auch den Eindruck, man wäre per se ein Ganove, dem nicht zu trauen ist. Und verdammich viele TH- Angestellte sind nicht nur manchmal so drauf, sondern ständig.
Klaro, die mögen an der Menschheit gescheitert sein, habe ich ja auch schon mal erwähnt, aber ich weiß auch, was Menschen für egoistische oder gedankenlose/ ignorante Mistviecher sein können, und ich habe auch schon die eine oder andere radikale Einstellung zu uns und manch misanthropische Ansicht, aber ich bin trotzdem ein Optimist und begegne jedem Menschen wieder offen...
Warum können das nicht auch TH- Angestellte, bei denen sich diese antihumane Einstellung dem Eindruck nach irgendwie besonders häuft?)


Ich begegne Menschen offen, bin gerade selber (wieder) auf den Bauch gefallen.
Hierbei handelt es sich um ein Pferd, dass ich zur Verfügung gestellt hatte.
Alles war x und dreifach besprochen,das Pferd wurde gut kennengelernt, Vertrag gemacht etc.
das Pferd persönlich hingebracht, die Unterbringung kontrolliert..
Und nun läuft nichts (!) wie abgemacht und ich kann sehen, wie ich das Pferd schnellstmöglich wieder nach Hause bekomme, 350 km)
(Hätte ich das als Thread inklusive sämtlicher Hintergründe erstellt, wäre die Empörung vermutlich groß gewesen..)

Bei allen negativen Erfahrungen, die sicher einige mit TH´s machen mussten, darf man auch nicht vergessen, dass es eben ( leider) in der Regel, die negativen Dinge sind (auch allgemein), die weitererzählt werden oder einem im Gedächnis bleiben.
Und das "stille Post"-Prinzip funktioniert da auch gut, so dass am Ende manchmal nicht mehr die pure eigene Erfahrung erzählt/ geschrieben wird.;)

Ich hoffe jedenfalls sehr, dass das TH mit dem Hahn, die Wahrheit geantwortet hat und der Kerl bald eine Hennenschar beglücken darf :).

@Silvia
Einige TH´s haben keine Kastationsverpflichtung
Dort steht dann jedoch im Vertrag,
dass die Tiere keinen Nachwuchs erzeugen dürfen.
Was wäre denn deine Idee, wenn es dennoch dazu kommt?

Okina75
10.11.2013, 23:06
Ja, war ich nur einmal live, da war es aber auch nicht anders, darum ist es bei dem einen Mal geblieben...
Wie ich aber schon erwähnte, schaute ich früher sehr gerne Tierheimreportagen. Ich bin sicherlich keiner, der sich von den Medien beliebig manipulieren lässt und weiß, dass vieles im Fernsehen nicht das Anspucken wert ist, aber gerade solche Leute wie hier angesprochen, haben die geringste Ambition, sich zu verstellen. Und wenn sich meine zugegeben subjektiven Beobachtungen scheinbar derart breit mit der Realität decken, muss ja wohl was am dransten sein ;)...

Nicolina
10.11.2013, 23:20
Mich welcher "Realität", Andreas?
Derer der von den TH´s enttäuscht sind und dieses hier mitgeteilt haben?
Das ist dadurch bereits "Realität" für dich, nur durch die Erlebnisse der "enttäuschten Nachfrager"?
Ich stelle nicht in Frage, dass die erzählten Beispiele wahr sind.
Nur gehört nicht zu einer eigenen "Wahrheitsfindung", mehr als ein einmaliges Erleben eines TH´s,
wenn man nicht diese Negativ-Erfahrung bestätigt bekommen will?

Okina75
10.11.2013, 23:31
Japp, ist gut, ich erkenne nicht, auch wenn ich ihm von ferne in die Augen kucke, ob einer mit offenen Karten spielt oder nicht, alles klar...

Ich habe fast 30 Jahre in Berlin gelebt, und eins ist sicher, da lernt man schon zur eigenen Sicherheit, Leute von ferne an ihren Blicken, der Mimik etc. einzuschätzen. Mögt Ihr nicht nachvollziehen können in Euren Örtchens, wo man in einer Viertelstunde bei Grünphase oder überhaupt in fünf Minuten durchgefahren ist und um 19 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden, ist aber darum nicht weniger Tatsache...

Nicolina
10.11.2013, 23:34
Ich, wie geschrieben, leider auch nicht.

kniende Backmischung
11.11.2013, 07:00
Bei solchen unkastrierten Abgabetieren handelt es sich wohl meist um Neuzugänge, die aus unterschiedlichen Gründen noch keinen Termin beim TH-Tierarzt hatten (Gesundheitszustand des Tieres, akuter Geldmangel des Tierheims oder Terminnot etc.).

Für jemanden, der Wert auf ein unkastriertes Rassetier legt, macht die Anschaffung eines solchen aus dem Tierheim mit einer damit verbundenen Kastrationsauflage naturgemäß auch keinen Sinn - von den zu erwartenden Kosten ganz zu schweigen.

Im Fall von unkastrierten Hunden sind es meist Tiere, die einfach noch nicht alt genug dazu sind.
Wenn ich Wert auf einen Rassehund lege, gehe ich zum Züchter und nicht ins TH. Die reinrassigen Tiere sind dort doch sehr in der Minderheit. In der Regel hole ich doch ein Tier aus dem TH, um ihm ein schönes, möglichst artgerechtes Leben mit menschlichem Anschluss zu geben. Weil ich eben kein extra produziertes, sondern ein "Wegwerftier" haben möchte.

Es ist überhaupt kein Problem, Hunde, die nicht kastriert sind, zusammen zu halten!!
Es werden Hündinnen und Rüden getrennt gehalten und gut ist. Es ist ohnehin ratsam, um den Stress so gering, wie möglich zu halten, die Gruppen nach Verträglichkeit zusammen zu stellen und nicht zu groß zu gestalten.
Eine Kastration ist keinesfalls nötig, weil man sonst alle einzeln halten müsste!
Dass Hündinnen läufig werden und Rüden das aushalten müssen und nicht zum Zuge kommen ist in freier Wildbahn nichts ungewöhnliches und keine Tierquälerei - bedenkt man, dass in einem Wolfs- oder Hunderudel nur das Alphapaar zum Zuge kommt.

Ich habe schon immer Hündinnen und Rüden gemeinsam gehalten und sehe kein Problem darin. Gerade ist meine Pflegehündin wieder läufig und täglich mit meinem Max zusammen. Sie weist ihn zurecht und er benimmt sich total brav - kein Rumquietschen, kein Theater. Natürlich sehe ich, wenn man sie trennen muss. Aber das sind nur drei oder vier Tage.

Natürlich hat man im TH keine Zeit auf so was zu achten - aber nach Geschlecht getrennte Gruppen stellen kein Problem dar. Also kein Argument zur pauschalen Kastration. Und wer Hunde unbedingt vermehren will, braucht schon mal gar nicht ins TH zu gehen. Es gibt überall Negativ-Beispiele! Das ist aber meist ein geringer Teil der Fälle - daran eine nötige Kastration festzumachen, finde ich mal wieder übertrieben pauschalisiert. Aber dazu neigen wir Deutschen ja scheinbar. Ist ja auch so schön einfach...


LG Silvia

Nic, ich kann die Erlebnisse von Andreas aber leider nur bestätigen... es läuft oft so ab! Keine Einzelfälle!
Und dass, seit ich das erste Mal ein TH betreten hab - 1984...

Lolle
11.11.2013, 08:20
Klaro, die mögen an der Menschheit gescheitert sein, habe ich ja auch schon mal erwähnt, aber ich weiß auch, was Menschen für egoistische oder gedankenlose/ ignorante Mistviecher sein können, und ich habe auch schon die eine oder andere radikale Einstellung zu uns und manch misanthropische Ansicht, aber ich bin trotzdem ein Optimist und begegne jedem Menschen wieder offen...
Warum können das nicht auch TH- Angestellte, bei denen sich diese antihumane Einstellung dem Eindruck nach irgendwie besonders häuft?
Weils eben auch nur Menschen sind.


Nochmal. Dieses Thema sollte nicht verallgemeinert werden. Es gibt auch (mindestens ein) Tierheim, bei dem Tiere nicht grundsätzlich kastriert werden. Und das scheint auch zu funktionieren...Die scheinen noch ans Gute im Menschen zu glauben, denn, da bekommt man auch als Gassigänger mal eine läufige Hündin an die Hand und es wird einem zugetraut, diese auch ungedeckt wieder zurück zu bringen..
Darum ging es mir ja. Deshalb schrieb ich, "Tierschutz ist nicht gleich Tierschutz" - Es gibt dort schwarze Schafe, das ist überhaupt keine Frage - ( Erfahrungsgemäß wird in diesen Fällen nicht nur ein Interessent unhöflich und argwöhnisch behandelt, sondern auch die Tiere. )
Aber es gibt eben Gott sei Dank auch die anderen. Das Tierheim, in welchem ich die schwierigen Hunde betreue, kastriert übrigens auch nicht zwangsläufig, das wird pro Einzelfall entschieden.
Hätten wir also schon zwei.
Doch auch hier ist wichtig, interessierte Menschen gut in Augenschein zu nehmen und ihnen auch evtl. für sie unangenehme Fragen zu stellen - Aber das tut ja Niemand um den Menschen zu verärgern, sondern um zu verhindern das eine Tiervermittlung leichtfertig läuft und das betreffende Tier im Anschluss kein Artgerechtes Leben führt oder sich nach wenigen Wochen im Tierheim wieder findet. Ein Tierheim ist kein Zooladen! Und wer sich für ein Tier im Heim entschließt, sollte das in der Regel auch wissen.

Zu schnell wird jedoch pauschalisiert und draufgedroschen, immer wieder ( meine allgemein, also auch außerhalb des Forums ) fällt der Spruch "Die wollen doch gar kein Tier vermitteln" . Es wird unglaublicherweise sogar versucht die Vermittlungsgebühr herunter zu handeln - die in keinem Tierheim die Kosten des Einzeltieres deckt.
Ich sage nicht, das alle Tierheime gut und im Sinne der Tiere arbeiten, ich sage nicht das es komplett Fehlerfreie Tierheime gibt - Ich verweigere mich nur dagegen, alle über einen Kamm zu scheren. Und vor allem halte ich für wichtig, den Blick auch mal dahin zu richten, warum manche Heime mit ihren Vorgaben und bedingungen so "streng" erscheinen. Vor entsprechendem Hintergrund ist das nämlich eher verständlich als (Vor)verurteilungswürdig!

hühnerling
11.11.2013, 13:27
Im Fall von unkastrierten Hunden sind es meist Tiere, die einfach noch nicht alt genug dazu sind.
Wenn ich Wert auf einen Rassehund lege, gehe ich zum Züchter und nicht ins TH. Die reinrassigen Tiere sind dort doch sehr in der Minderheit. ...

Es gibt beispielsweise in diesem Tierheim viele unkastrierte und auch schon etwas ältere Rassetiere:
http://www.tierheim-gelsenkirchen.de/index.php/tierheim/vermittlungstiere/hunde-zur-vermittlung

Manche Tierheime haben genügend Personal und Platz, das ist aber leider nicht die Regel.


Es ist überhaupt kein Problem, Hunde, die nicht kastriert sind, zusammen zu halten!!
Es werden Hündinnen und Rüden getrennt gehalten und gut ist. Es ist ohnehin ratsam, um den Stress so gering, wie möglich zu halten, die Gruppen nach Verträglichkeit zusammen zu stellen und nicht zu groß zu gestalten.
Eine Kastration ist keinesfalls nötig, weil man sonst alle einzeln halten müsste!

Es geht ja hierbei nicht um die gemeinsame Haltung im Privathaushalt, da läßt sich das mit guter Organisation, anderweitiger Beschäftigung zwecks Streßabbau und Erziehung meist gut regeln.
Allerdings geht es insbesondere im Tierheim nicht nur um die tatsächlichen 3-4 Standtage z.B. bei der Hündin, sondern auch um die bereits viele Wochen im Voraus und auch noch lange im Nachhinein verströmten hormonellen Duftstoffe, die nicht nur im Tierheim für starke Beunruhigung bei unkastrierten Rüden sorgen, sondern auch die Rüden der näheren und weiteren Nachbarschaft anlocken.

Auch bei geschlechtergetrennter Gruppenhaltung steigert sich das Aggressionspotential der nicht kastrierten, unausgelasteten Rüden, wenn sie dauerhaft dem Duft- und Hormoncocktail unkastrierter Hündinnen ausgesetzt sind. Hündinnen untereinander reagieren auch oft aggressiv auf läufige Geschlechtsgenossinnen.

Weshalb man kastrierte Tiere "alle sonst einzeln halten müßte", kann ich nicht nachvollziehen und habe es bislang so noch nie gesehen. Die mir bekannten Fälle von erforderlicher Einzelhaltung beruhten auf Verhaltensstörungen/Aggressionen/Unverträglichkeit.

Im übrigen denke ich, daß man die psychische und physische Ausnahmesituation von Tieren in Tierheimunterbringung keinesfalls mit einer natürlichen Rudelordnung in Freiheit lebender Tiere gleichsetzen kann und auch nicht sollte, da ansonsten die daraus gezogenen Schlußfolgerungen unweigerlich fehl laufen.

Zur Info: Seit Mitte der 80er Jahre halte ich eigene Hunde verschiedenster Rassen und Mixe als unkastrierte Rüden und Hündinnen, krankheitsbedingt spätkastrierte Rüden oder Hündinnen, teilweise über längere Zeiträume auch mit unkastrierten Not- und Pflegehunden beiderlei Geschlechts gemeinsam in gemischter Gruppe problemlos zusammen.

eierdieb65
11.11.2013, 13:47
Grüß euch

Dass ein Rüde einem anderen Rüden von hinten oben kommt, hat nix mit kastriert, oder zeugungsfähig zu tun.
So was machen auch Mädchen, wenn sie ihre Rangordnung klarstellen wollen.
Mein kastrierter "Bub" besteigt auch unkastrierte Rüden. (Klar riechen die, dass er nicht mehr kann, aber sie unterwerfen sich.) Auch mein kastriertes Mädel hat mal einen unkastrierten Rüden "gerammelt".

Ich wurde bei beiden Hunden vom Tierheim, zur Kastration vertraglich verpflichtet.
Und wenn ich was sage, oder unterschreibe, halte ich mich dran.

lg
Willi

Orpington/Maran
11.11.2013, 14:13
Kastration ist auch so ne Sache....Hatte eine Hündin, die ich Aufgrund einer Pyometra ( Gebärmuttervereiterung) in frühen Jahren kastrieren lassen mußte, nach 1 Jahr fing sie an mit Harnträufeln, und hat den Rest ihres relativ langen Lebens Tabl. die sie hibbelig machten ( war von Natur aus schon hibbelig) einnehmen müssen....
Mein vorheriger Rüde ist unfachmännisch beim TA kastriert worden, und hatte dadurch eine komplette Unterleibsentzündung, musste eingeschläfert werden....mein jetztiger Rüde ist nicht kastriert, aber ich passe auf wie ein Schiesshund, also hat er trotz voller Rüdenkraft nie eine Hündin beglücken dürfen;D

kniende Backmischung
11.11.2013, 19:54
Weshalb man kastrierte Tiere "alle sonst einzeln halten müßte", kann ich nicht nachvollziehen und habe es bislang so noch nie gesehen. Die mir bekannten Fälle von erforderlicher Einzelhaltung beruhten auf Verhaltensstörungen/Aggressionen/Unverträglichkeit.

Im übrigen denke ich, daß man die psychische und physische Ausnahmesituation von Tieren in Tierheimunterbringung keinesfalls mit einer natürlichen Rudelordnung in Freiheit lebender Tiere gleichsetzen kann und auch nicht sollte, da ansonsten die daraus gezogenen Schlußfolgerungen unweigerlich fehl laufen.

Zur Info: Seit Mitte der 80er Jahre halte ich eigene Hunde verschiedenster Rassen und Mixe als unkastrierte Rüden und Hündinnen, krankheitsbedingt spätkastrierte Rüden oder Hündinnen, teilweise über längere Zeiträume auch mit unkastrierten Not- und Pflegehunden beiderlei Geschlechts gemeinsam in gemischter Gruppe problemlos zusammen.

Da hast du mich falsch verstanden. Man muss sie eben nicht kastrieren, um sie gemeinsam halten zu können. Ich habe in den 80er Jahren im TH gearbeitet und kenne die Tierheime in Köln-Dellbrück und Zollstock, das Bonner Tierheim, das in Siegburg und den Gnadenhof des Bonner TH in der Eifel. Jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ich kenne die verantwortliche TÄ von Bonn und dem Eifelhof seit ca. 30 Jahren.
Ich weiß, dass pauschale Kastration nicht nötig wäre...
Vor allem, weil es bei groß werdenden Hündinnen immer noch die gravierenden Nachteile der Inkontinenz gibt.
Und, man muss die Hunde nicht vor ihren Hormonen bewahren - da kommen die gut mit zurecht, wenn die Hormone hüpfen ;)

Auch ich habe genügend Erfahrung sammeln können, im Laufe der Jahre, was Hundehaltung in gemischten Gruppen, und auch in oft wechselnder Zusammensetzung, angeht :jaaaa:

LG Silvia

Nicolina
11.11.2013, 21:41
Von der Kastration weg,(@ Silvia, wie kann deiner Meinung nach ein TH die "unerlaubte" Vermehrung kontrollieren?) nochmal wieder zu den Abgabekriterien, Preisen u.a:

Wenn man sich einen kompeteten/ verantwortungsvollen Züchter sucht,
möchte man eine Person finden, die
- die Tiere nicht ohne gründliche Überprüfung des künftigen Halters abgibt.
Wozu auch ein kritisches Hinterfragen gehört eve auch mit Hausbesuch.
- die erwartet, dass der künftige Halter möglichst bereits im Vorwege das Tier besucht,
und auch nach der Übergabe Kontakt hält.
-die Tiere nicht "unter Preis" abgibt.
Das wäre wohl Kriterien, die bei einem Züchter positiv bewertet würden, oder ?

(Würde hier ein Züchter xy erzählen, dass er belogen wurde, jedoch nicht selber kritisch nachgehakt oder kontrolliert habe, würden etliche genau dieses bemängeln.)


Bei TH-Tieren schwingt jedoch leider gerne mit, "dass das TH doch froh sein soll, das Tier loszuwerden".
Und ich frage mich woher diese unterschiedliche "Wertung des Tieres" kommt?
Das TH-Tier soll es weniger "wert" sein, auch für ihn einen "angemessenen Preis" zu zahlen..
in montetärer Hinsicht als auch darin, Kontrollen, kritische Nachfragen, Auflagen etc. zu zulassen?

@Andreas,
da du nach meiner Antwort deinen Beitrag noch geändert hast:
Mag sein, dass 30 Jahre Berlin Erfahrung deine "Sinne" für den Menschen geschärft haben.
(Leider verfügt nicht jeder über solch "Lügendetektor-Fähigkeiten" ;)
Ob das an "hochgeklappten" Bürgersteigen liegt, kann ich nicht sagen ;))

Ich denke vielmehr, dass das Maß der "Richtig-Einschätzungen" auch im Zusammenhang mit der Menge der "Einschätzungen" zusammen steht, die man machen muss UND bei denen es sich auch im Nachherein klar darstellt, ob man damit wirklich richtig lag.
ob

ptrludwig
11.11.2013, 22:41
Bei TH-Tieren schwingt jedoch leider gerne mit, "dass das TH doch froh sein soll, das Tier loszuwerden".
Und ich frage mich woher diese unterschiedliche "Wertung des Tieres" kommt?
Das TH-Tier soll es weniger "wert" sein, auch für ihn einen "angemessenen Preis" zu zahlen..
in montetärer Hinsicht als auch darin, Kontrollen, kritische Nachfragen, Auflagen etc. zu zulassen?
Da denke ich doch mal das es so ist. Sollte es froh sein die Tiere behalten zu dürfen? Tut man nicht etwas gutes einem Tier ein neues Zuhause zu geben? Ich hatte zwei Hunde von verschiedenen Tierheimen, bei beiden habe ich nichts bezahlt. Beim zweiten hat das Tierheim sogar noch das chipen und tätowieren bezahlt. Und weist du auch warum, weil es beides Problemhunde waren und die Leute froh waren das sie die Hunde vermitteln konnten. Wenn ich einem Hund aus einem Tierheim ein neues Zuhause gebe, dann bezahle ich nicht auch noch dafür.

Nicolina
11.11.2013, 23:07
Selbstredend "tut man etwas Gutes"..aber warum soll "Gutes tun" ohne Auflagen der TH´s erfolgen?

Problemhunde und auch chronisch kranke Tiere werden häufig unentgeltlich vermittelt,
letztere sogar mit Übernahme der medizinischen Versorgung, jedoch mit Auflagen

Dieses "gutes Tun" darf aber nicht verwechselt werden, mit dem "Anspruch", den ( leider m.M.n)
etliche Menschen erheben, bezüglich TH-Tieren.
Und in sofern können wir direkt zu meinen Vergleichen zurück kehren:
Warum wird es einem Züchter positiv angerechnet, wenn er (s.o.) verfährt,
einem TH selbiges aber zum Vorwurf gemacht wird.

und edit:
Ich habe für alle meine "Problemhunde" gerne freiwillig die Schutzgebühr bezahlt,
weil das ohnehin nur einen "Tropfen" der Kosten darstellt, die die Tierhaltung betrifft.
Und wer einen "Gratishund (Katze-Maus)" möchte, weil er damit "Gutes tut", trifft genau den Kern meiner Gedanken zu dem Thema:
Die "Wertigkeit" dieser Tiere (!)

ptrludwig
12.11.2013, 00:42
Selbstredend "tut man etwas Gutes"..aber warum soll "Gutes tun" ohne Auflagen der TH´s erfolgen?

Problemhunde und auch chronisch kranke Tiere werden häufig unentgeltlich vermittelt,
letztere sogar mit Übernahme der medizinischen Versorgung, jedoch mit Auflagen

Dieses "gutes Tun" darf aber nicht verwechselt werden, mit dem "Anspruch", den ( leider m.M.n)
etliche Menschen erheben, bezüglich TH-Tieren.
Und in sofern können wir direkt zu meinen Vergleichen zurück kehren:
Warum wird es einem Züchter positiv angerechnet, wenn er (s.o.) verfährt,
einem TH selbiges aber zum Vorwurf gemacht wird.

und edit:
Ich habe für alle meine "Problemhunde" gerne freiwillig die Schutzgebühr bezahlt,
weil das ohnehin nur einen "Tropfen" der Kosten darstellt, die die Tierhaltung betrifft.
Und wer einen "Gratishund (Katze-Maus)" möchte, weil er damit "Gutes tut", trifft genau den Kern meiner Gedanken zu dem Thema:
Die "Wertigkeit" dieser Tiere (!)
Naja wenn jemand mit meiner Gutmütigkeit noch Kapital machen will dann ist er bei mir an der falschen Adresse. Dann sollen die Tierschützer weiter über die überfüllten Tierheime jammern.

Orpington/Maran
12.11.2013, 05:32
Ich kann verstehen, wieso ein THH "billiger" sein soll, als ein Hund vom Züchter, beim Züchter kann ich die Eltern des Hundes sehen, und wie er aufgezogen und geprägt wurde , beim THH ist es eine Wundertüte, ich weiss nicht, ob er schlechte Angewohnheiten hat, was für schlechte Erfahrungen er hat und wie er reagiert, meistens ist er ein Mischling, der evtl. Chraktereigenschaften hat, die ich pers. unerwünscht empfinde, beim Zuchthund ist ja auf bestimmte Wesensmerkmale hingezüchtet worden, man kann auch Pech beim Züchter haben!
Ich selber habe die letzten Male 3. Hand Hunde ( nicht vom Tierheim) gehalten , deshalb auch teilweise "Wundertüten" mit Eigenschaften, die ich nicht so schätze ( momentan habe ich einen Herdenschutzhund, der keinen"Will to please " hat, was eine extreme Umstellung ist nach einer Dobermannhündin, die dafür gelebt hat, einem zu gefallen....meine Hundes habe ich nicht so lange, wenn ich sie bekomme, sind sie meisten 3 Jahre alt, und durch mehrere Hände gegangen. Habe gemischte Erfahrungen gemacht, z.B. war die Hündin am Anfang extrem schreckhaft ( war angebunden, und zum verhungern da gelassen worden) und konnte nicht alleine bleiben, nach 3 Jahren und viel Training war sie ein Traumhund. Mein jetztiger Rüde habe ich 7 Jahre, völlig Trainingsresistent...Hat halt seinen eigenen Kopf, bedeutet aber auch Einschränkungen für ihn, da ich ihm im Gegensatz zur Hündin keinen Freilauf gewähren kann! Alles waren Mischlinge, aber man kann erkennen, welche Rasse dominat ist!

kniende Backmischung
12.11.2013, 07:14
Ich denke, Nic, dass du mich nicht wirklich verstanden hast:

Warum sollte das TH ein Verantwortung bezüglich abgegebener Hunde übernehmen müssen, was die Vermehrung angeht. Die Verantwortung sollte man dem Halter überlassen. Wer unbedingt einen Hund will, der möglichst wenig kostet, der braucht sich nur ein wenig umzusehen! Es gibt mehr, als einem lieb sein kann, die für fast nix oder geschenkt weggehen...
Wer unbedingt Welpen von seinem Hund möchte, wird einen nehmen, der nicht kastriert ist.
Die allermeisten Menschen, die ein Tier aus dem TH wollen, tun es, damit ein "gebrauchtes" Tier - mit allen möglichen unabwägbaren Eigenschaften - ein neues Zuhause bekommt.
Was mich so stört, ist, dass diese Betriebsblindheit irgendwann einsetzt und diese verantwortlichen Menschen nur noch die schlechten Dinge in Erinnerung behalten und danach potenzielle Abnehmer beurteilen. Die hier schon beschriebene, kühle Atmosphäre und die Art, wie man da teilweise behandelt wird, ist kein Einzelfall! Ich habe diese Entwicklung lange genug selbst mit angesehen! Wenn ich heute in das TH gehe, in dem ich vor ca 25 Jahren gearbeitet habe, schlägt mir die gleiche kühle Stimmung entgegen, wie allen anderen Besuchern auch....keiner kennt mich da noch....
Ein befreundeter Hundetrainer, der dort immer die hoffnungslosen Fälle genommen hat und auch sogenannte Problem-Hunde trainiert hat (was ich dort übrigens auch gemacht habe), hat sich vom TH genau aus diesem Grund abgewandt: Die ablehnende Haltung und teilweise völlige Fehleinschätzung der Hunde (gerne auch von Vorstandsmitgliedern) und dazu gehörend die Beratungsresistenz, weil man es doch so gut meinte - aber den Hund total vermenschlichte - hat er einfach nicht mehr ausgehalten.

Das sind keine oberflächlichen Einschätzungen, sondern erlebte Realität!

Damit will ich die TH nicht schlecht machen! Ich sage nur, woran es extremst hakt: An der verlorenen positiven Einstellung, die die meisten adoptionswilligen Menschen verdient haben, die sich dort ein Tier aussuchen wollen! Und leider, vor allem in Bezug auf Hunde, fehlt oft realistische, fundierte Einschätzung.
Wobei ich hier überhaupt nicht über die "Spenden-Preise" reden möchte - die sollten, finde ich nicht zu niedrig liegen. Schließlich ist der Kostenapparat enorm! Ich hatte, wie bereits erwähnt, Einblick hinter die Kulissen.

LG Silvia

Lolle
12.11.2013, 08:15
Warum sollte das TH ein Verantwortung bezüglich abgegebener Hunde übernehmen müssen, was die Vermehrung angeht. Die Verantwortung sollte man dem Halter überlassen. Wer unbedingt einen Hund will, der möglichst wenig kostet, der braucht sich nur ein wenig umzusehen! Es gibt mehr, als einem lieb sein kann, die für fast nix oder geschenkt weggehen...

Sylvia, das ist doch aber genau das Problem ( oder eines von mehreren Hauptproblemen ). Jeder kann die Kleinanzeigen einer Zeitung ansehen und bekommt so manchen Hund "hinterher geworfen". Viele dieser Hunde landen anschließend im Heim, weil die Menschen in ihrer Idee einen Hund anzuschaffen, wenig bis gar kein Verantwortungsbewusstsein haben - und es wird ihnen auch noch leicht gemacht.
DEM HUND ist aber wurstpiepegal ob er von einem Züchter kommt, von einem Vermehrer, oder aus einer privaten Hobbyzucht, oder aus einem "Unfall". Ihm ist auch egal ob und welcher Rasse er angehört. Es ist ein Lebewesen.

Diejenigen, die bereit sind entsprechendes Geld bei einem Züchter zu lassen, nehmen damit schon eine erste "Hürde" ganz bewusst auf sich. Anderen wird es oft zu leicht gemacht, mit Welpen und Hunden zu "dumping Preisen" - wie schnell ist da zu gegriffen, ohne sich ernsthafte Gedanken zu machen.
Wenn Niemand versucht, wenigstens für die dann abgeladenen Tiere Verantwortung zu übernehmen, und eine MIT-Verantwortung durchaus auch über eine Vermittlung hinaus, und Menschen ganz klar ins Bewusstsein zu rufen, das ein Tier weder ein Spielzeug noch ein Möbelstück ist, dann hätten wir hier bald Verhältnisse wie sie in südlichen Ländern an der Tagesordnung sind.

Wenn man sich einen kompeteten/ verantwortungsvollen Züchter sucht,
möchte man eine Person finden, die
- die Tiere nicht ohne gründliche Überprüfung des künftigen Halters abgibt.
Wozu auch ein kritisches Hinterfragen gehört eve auch mit Hausbesuch.
- die erwartet, dass der künftige Halter möglichst bereits im Vorwege das Tier besucht,
und auch nach der Übergabe Kontakt hält.
-die Tiere nicht "unter Preis" abgibt.
Das wäre wohl Kriterien, die bei einem Züchter positiv bewertet würden, oder ?

(Würde hier ein Züchter xy erzählen, dass er belogen wurde, jedoch nicht selber kritisch nachgehakt oder kontrolliert habe, würden etliche genau dieses bemängeln.)


Bei TH-Tieren schwingt jedoch leider gerne mit, "dass das TH doch froh sein soll, das Tier loszuwerden".
Und ich frage mich woher diese unterschiedliche "Wertung des Tieres" kommt?
Das TH-Tier soll es weniger "wert" sein, auch für ihn einen "angemessenen Preis" zu zahlen..
in montetärer Hinsicht als auch darin, Kontrollen, kritische Nachfragen, Auflagen etc. zu zulassen?

Danke.


Wenn ich einem Hund aus einem Tierheim ein neues Zuhause gebe, dann bezahle ich nicht auch noch dafür.
...

Naja wenn jemand mit meiner Gutmütigkeit noch Kapital machen will dann ist er bei mir an der falschen Adresse. Dann sollen die Tierschützer weiter über die überfüllten Tierheime jammern.
Schon allein mit dieser Aussage, hätte ich Dir keinen Hund gegeben.
Sag mal, wohnst Du noch oder lebst Du schon? Wir könnten es natürlich auch so handhaben wie andere Länder es tun, unliebsame Tiere fliegen auf die Strasse, und wenn es dann zu viel wird, wird mit Sammelaktionen mal kurz aufgeräumt und eingeschläfert ( im besten Falle ).
Gottseidank haben wir hier Tierheime, die einer soclhen Katastrophe entgegen wirken. Aber die Unterbringung der Tiere, ihr Futter, ihre tierärztlichen Behandlungen, Strom, Wasser, und so weiter und so weiter.... Du wirst es nicht glauben, das kostet Geld! Und zwar unabhängig davon, ob Problemtier oder nicht!
Herr, lass doch wenigstens ab und zu mal etwas Hirn vom Himmel regnen.

Tierheime unterhalten ganz nebenbei ja nicht nur Hunde, und sie sind auch nicht ausschließlich dazu da, Tiere aufzunehmen und weiter zu vermitteln. Sonst könnten sie sich eben auch "Tierbörse" oder "Zooladen" nennen. Sie übernehmen Verantwortung die Jemand der ein Tier abgibt, aussetzt oder misshandelt und behördlich abgenommen bekommt, nicht gezeigt hat. Und sie haben dafür Sorge zu tragen, das diese bisher fehlende Verantwortung ein künftiger Besitzer nicht nur im Moment der Vermittlung übernehmen möchte, sondern dauerhaft.
Und ich stimme hier Nicolina absolut zu: Wer meint, ein Tier aus dem Heim sei weniger wert, sollte vielleicht seine Grundeinstallung zu Tieren und ihrer "Wertigkeit" überdenken.

thoppie
12.11.2013, 08:49
Bei TH-Tieren schwingt jedoch leider gerne mit, "dass das TH doch froh sein soll, das Tier loszuwerden".
Und ich frage mich woher diese unterschiedliche "Wertung des Tieres" kommt?
Das gilt nicht unbedingt der Wertigkeit des Tieres sondern vielmehr den Lebensumständen, in denen es sich im Tierheim befindet?
Ihr Tierheimverfechter und-verteidiger müßt doch am besten wissen, wie der Geräuschpegel, der Geruch und die Haltungsbedingungen in solchen Einrichtungen sind.
Wenn ihr der Meinung seid, daß der Aufenthalt in einem TH schön für ein Tier ist, dann braucht ihr natürlich nicht froh zu sein, wenn Ihr eins vermittelt. Aber ich denke, Ihr verbeißt Euch gerade in einer Interpretation, die so nicht gemeint war.


Diejenigen, die bereit sind entsprechendes Geld bei einem Züchter zu lassen, nehmen damit schon eine erste "Hürde" ganz bewusst auf sich.
Sie machen es sich aber auch einfach, weil sie einen unbedarften Welpen ohne Vorgeschichte zu sich nehmen.
Quasi ein "ungebrauchtes Tier". Schön damit in die Hundeschule gehen und schon ist alles in Butter.
Die Leute, die sich ein Tierheimtier zulegen wollen, nehmen insofern eine Hürde auf sich, als sie die Vorgeschichte des ausgewachsenen Tiers nicht kennen.
Wenn Ihr natürlich der Meinung seid, daß ein neues Tier aus dem Tierheim sich nach der Vermittlung genauso verhält wie im Tierheim und auch die Eingewöhnung eines Züchterwelpen genauso verläuft wie die eines erwachsenen Tierheimhundes, dann weiß ich auch nicht, wieso sich alle Leute so anstellen.


Herr, lass doch wenigstens ab und zu mal etwas Hirn vom Himmel regnen.
Du bist hier die Einzige,die sich im Ton vergreift. Und zwar, weil Du die anderen Diskussionsteilnehmer falsch verstehen willst

Aber genau so eine Einstellung, die bei Dir durchscheint, liebe Lolle, hält mich von Tierheimen fern. Ich stehe einfach nicht da drauf, für blöd gehalten und vorverurteilt zu werden. Ich finde es eine gute Tat, ein Tierheimtier zu mir zu nehmen,weil es im Tierheim nicht schön für die Tiere ist. Und ich wäre bereit die Komplikationen in Kauf nehmen, die nun mal auftreten können. Befragungen sind auch okay und akzeptabel.
Aber der Umgangston muß stimmen und ich will mich nicht als Bittsteller fühlen.
Egal was für Erfahrungen Ihr so macht, ich bin ein Kunde.
Ihr solltet Euch um ein kundenorientiertes Verhalten bemühen.
Sonst bleibt Ihr auf Euren Tieren sitzen, ich gehe dahin wo ich mir nicht doof vorkomme, und das ist ganz allein Eure Schuld.

Schwelmis
12.11.2013, 09:02
Huhu,

und wie ptrludwig hier schreibt, wenn die Tierschützer meinen sie könnten auch noch Kapital aus der Gutmütigkeit schlagen............:o

Wer schon mal egal welches Tier aufgenommen und versorgt hat, was eben alt und krank ist ( für den Tierschutz ) der weiß das bei einer Vermittlung die Kosten nicht annähernd die Tierarztkosten decken werden.:neee:

Unsere Frettchen waren immer aus dem Tierschutz, alle kosten die gleiche Gebühr ob jung oder alt und so finanzieren die jungen gesunden die alten.;)

Wir haben und hatten immer secondhand Tiere, die ausgesetzten die niemand mehr will , die bissigen und die alten und kranken und ich habe gerne das Geld an die Leute gezahlt die sich Mühe gegeben haben aus einem Bündel Elend langsam aber sicher ein Tier zu machen was eine zweite Chance verdient hat.

Gut die meisten Tiere müssen dann noch viel lernen, wie man das Klo benutzt, das man seinen Pfleger nicht beißen braucht, das Fleisch nicht zum spielen sondern zum fressen ist und manchmal heilen die Wunden gaaaanz langsam die sie mit sich rumtragen, weil sie vorher getreten und misshandelt wurden.

Das nur mal dazu
unser eines Frettchen heißt auch Bob, deswegen fühlte ich mich bewogen hier zu zu schreiben, Bob konnte kaum laufen als er zu uns kam, er wurde geschlagen und getreten, seine Hüfte war gebrochen, ein Bein ist jetzt kürzer und ihm wurden seine Zähne abgeknipst damit er nicht beißen kann............
unser kleines Böbchen ist das liebste Frettchen überhaupt, ja er ist langsam und humpelig unterwegs und er kann eben nicht alles fressen, da ihm die Zahnspitzen fehlen, auch hat er ständig Zahnprobleme und einige mussten ihm schon gezogen werden.

Dieses Tier hat schon Unmengen an Geld gekostet aber wir lieben ihn und der Tierschutzverein hätte die Kosten der Hüft OP übernommen, wenn es soweit gekommen wäre.
Diese Kosten wären in etwa das 10 fache der Vermittlungsgebühr.
Ich käme aber niemals auf die Idee das einem Tierschutz zu zu muten, wir haben für solche Fälle ein Konto für unsere Tiere, damit auch große Beträge selbst gezahlt werden können.

Ich hoffe BOB der Hahn hat nun einen tollen Platz gefunden und hat eine Chance bei Menschen die ein Herz für solche armen Wesen haben.;)
Und ich hoffe er hat nicht all zu großen Schaden davon getragen und seine Wunden heilen und er kann ein Hahngerechtes Leben führen.;D

LG
Gabi

ptrludwig
12.11.2013, 09:07
@Lolle, was erlaubst du dir? Für wen soll der Herr Hirn regnen lassen? Dafür erwarte ich eine Entschuldigung.
Ja was ist denn ein Tierheim anderes als eine Zoohandlung oder Tierbörse wenn man die Tiere dort verkauft und das zu saftigen Preisen.
Bei mir ist ein Tier in fachgerechten Händen, was mir auch die Tierheime welche damals vermittelt haben und zusätzlich der Trainer einer Hundeschule bestätigt haben. Im Gegensatz zu den Typen die sich bei meinem zweiten Hund im Tierheim um ihn gekümmert haben, was auch der Hundetrainer bestätigt hat.
Mir würdest du natürlich kein Tier anvertrauen, du gibst es lieber Leuten bei denen die Brieftasche lockerer sitzt. Wenn sie das Tier dann zurück bringen kann man ja noch mal kassieren, vielleicht 2, 3 mal, da sind dann schnell mal 1000 Euro verdient.
Das mit einem Tier dem man angeblich nur gutes tun will.
Du bestätigst genau das was hier in den Beiträgen über Tierheime steht. Gehe mal in dich und denke nach, du bist auch nur ein Mensch nicht besser als alle anderen.

Lolle
12.11.2013, 09:48
@Lolle, was erlaubst du dir? Für wen soll der Herr Hirn regnen lassen? Dafür erwarte ich eine Entschuldigung.
Fühltest Du Dich denn direkt angesprochen? Ich habe Dich aber nicht direkt angesprochen.

Nochmal: Ich selbst arbeite nicht in einem Tierheim. Es geht darum, nicht mit Scheuklappen durch die Welt zu laufen und die Dinge jeweils von mehreren Seiten und aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Es gibt gute und es gibt schlechte Tierheime und Tierschutzorganisationen. Zur Bewertung des jeweiligen Tierschutzes gehört aber weitaus mehr, als sich auf einen als unpassend empfundenen Umgangston ( das heisst absolut nicht, das ich das gut finde!!! ) oder möglicherweise zu hoch empfundene Vermittlungskosten zu konzentrieren.

Kernaussage ( NOCHMAL! ) soll lediglich sein, sich insgesamt auch Gedanken um die andere Seite zu machen, und darüber das es möglicherweise Gründe für einen ungeschickten Ton oder ähnliche Erlebnisse in einem Tierheim gibt - das heisst noch nicht das man es gut finden muss!! Aus SICHT DES TIERHEIMS mögen Kastrationen gerechtfertigt sein - man muss es ja selbst nicht richtig finden! Aus SICHT des TIERHEIMS mag ein Interessent ungeeignet erscheinen, das Tier seiner Wahl aufzunnehmen - man kann da anderer Meinung sein!
Wenn also eine Diskussion zu pro und contra Tierheimen geführt wird, dann vielleicht unter Einbezug aller Sichtweisen und Fakten, mit Blick über den Tellerrand und nicht so einseitig wie es hier Zeitweilig der Fall ist.
Wenn das nicht möglich ist, dann schießt mir spontan durch den Kopf: "Herr lass Hirn vom Himmel regnen" - Das ist keine persönliche Beleidigung und so auch nicht von mir gemeint.
Ich finde es nicht gut, und auch nicht richtig, wenn Jemand in ein Tierheim geht, einem Tier ein zu Hause geben möchte, dort unflätig und schroff behandelt wird und mit Auflagen bombardiert, die kaum Jemand erfüllen kann. Aber ich kann, bei dem was Tierheimmitarbeiter täglich erleben, diesen Umstand auch ein Stück weit verstehen.
Und dieses Verständnis - nicht nur für diesen Umstand - geht mir hier vollständig abhanden.

Tanny
12.11.2013, 10:02
ich finde es ehrlich gesagt völlig okay, wenn ein Tierheim bei der Abgabe eines Tieres für dieses Geld verlangt.
Ich hatte in der Vergangenheit (sehr lange her) auch schon Tierheimtiere und habe den Betrag eigentlich für mich immer als Spende betrachtet, um die (damals aus meiner Sicht noch sehr gute und sinnvolle) Arbeit der Tierheime zu unterstützen.
Was mich wirklich aufregt - und DAS ist auch der Grund, warum ich heute keines der mir bekannten Tierheime mehr unterstützen würde - ist die unmögliche Praxis der Auswahl derer, die ein Tier bekommen.
Das kann einfach nichts mehr mit dem zu tun haben, was früher mal Gang und Gäbe war: einem leidenden Tier möglichst schnell eine neue GUTE Heimat zu verschaffen.

Jetzt mal ganz unabhängig von den Hunden. die hier ja schon lang und breit diskutiert wurden.
Was ist mit all den anderen Kleintieren? Wie kann es angehen, dass wie in meinem Beispiel ein langjähriger Kaninchenhalter, der a) beste Haltungsbedingungen bietet b) Erfahrung und c) anbietet, dass das Tierheim sich jederzeit auch gerne bei dem ortsansässigen Tierarzt, der die Tiere dieser Halterin seit Jahren betreut, über ihre Kompetenzen erkundigen kann, dass so ein Tierhalter kein Kaninchen bekommt (aus Gründen, deren Sinnhaftigkeit sich mir verschließt) obwohl dasselbe Tierheim zu dem Zeitpunkt auf haufenweise Kaninchen sitzt?

Wie kann es angehen, dass ein Tierheim die Aufnahme und Vermittlung einer lieben, unglücklichen kleinen, jungen Katze in "Haushaltung" verweigert, obwohl der Hilfesuchende (in diesem Fall ich) sogar bereit ist, die Kosten für die Dauer der Vermittlung zu übernehmen und das Tier bereits kastriert ist? - ich meine, ich habe das Tierheim nicht um Hilfe gebeten, um das Tier schnell abzuschieben, sondern einfach, weil ich von Katzen keine große Ahnung habe und dachte, dass es für das Tier sinnvoller sei, von jemandem vermittelt zu werden, der damit Erfahrung hat und - wie ich ebenfalls fälschlicherweise dachte - mehr Kompetenz.

Das waren nur 2 Beispiele, die ich ganz persönlich erlebt oder miterlebt habe. Ich kenne weit mehr glaubwürdige Geschichten gerade von diesem Tierheim, wo Leute abgewiesen wurden, die schon viele Jahre Erfahrung mit der betreffenden Tierart hatten und über deren Kompetenz man sich als Tierheim mit einem Anruf bei dem jahrelang betreuenden Tierarzt einen ersten Eindruck hätte verschaffen können.

Da muss ich mich doch einfach fragen: wollen die überhaupt abgeben???

...und....warum wollen sie nicht?

lg
Kirstin

kniende Backmischung
12.11.2013, 12:02
Sylvia, das ist doch aber genau das Problem ( oder eines von mehreren Hauptproblemen ). Jeder kann die Kleinanzeigen einer Zeitung ansehen und bekommt so manchen Hund "hinterher geworfen". Viele dieser Hunde landen anschließend im Heim, weil die Menschen in ihrer Idee einen Hund anzuschaffen, wenig bis gar kein Verantwortungsbewusstsein haben - und es wird ihnen auch noch leicht gemacht.
DEM HUND ist aber wurstpiepegal ob er von einem Züchter kommt, von einem Vermehrer, oder aus einer privaten Hobbyzucht, oder aus einem "Unfall". Ihm ist auch egal ob und welcher Rasse er angehört. Es ist ein Lebewesen.

Schade, du hast mich da falsch verstanden...und mich beschleicht der Eindruck, dass thoppie damit recht hat:

.....Und zwar, weil Du die anderen Diskussionsteilnehmer falsch verstehen willst.....
Es ging doch darum, hervorzuheben, dass Menschen, die ins TH gehen, um sich ein Tier zu holen, in der Regel auch problemlos anderweitig an ein Tier kommen könnten, es aber nicht tun! Und von daher sollte man doch diesen Menschen positiv gegenüber stehen und nicht in jedem einen sehen, der nur kommt, weil er billig ein Rassetier abgreifen will oder von vorne herein Schindluder damit treiben will!

Und - bitte! Das geht gar nicht:

Herr, lass doch wenigstens ab und zu mal etwas Hirn vom Himmel regnen.

So dumm war doch der Post gar nicht.


Aber genau so eine Einstellung, die bei Dir durchscheint, liebe Lolle, hält mich von Tierheimen fern. Ich stehe einfach nicht da drauf, für blöd gehalten und vorverurteilt zu werden. Ich finde es eine gute Tat, ein Tierheimtier zu mir zu nehmen,weil es im Tierheim nicht schön für die Tiere ist. Und ich wäre bereit die Komplikationen in Kauf nehmen, die nun mal auftreten können. Befragungen sind auch okay und akzeptabel.
Aber der Umgangston muß stimmen und ich will mich nicht als Bittsteller fühlen.
Egal was für Erfahrungen Ihr so macht, ich bin ein Kunde.
Ihr solltet Euch um ein kundenorientiertes Verhalten bemühen.
Sonst bleibt Ihr auf Euren Tieren sitzen, ich gehe dahin wo ich mir nicht doof vorkomme, und das ist ganz allein Eure Schuld.

Ganz genau so sehe ich das auch - und ich habe in einem TH gearbeitet und kenne noch einige weitere.
Aber im Gegenzug dazu auch kleinere Organisationen, die noch mit viel Enthusiasmus und Liebe ihre Schützlinge (die oft in Pflegestellen untergebracht sind, weil es kein eigenes TH gibt) vermitteln und Aufklärung leisten, statt pauschal zu kastrieren (Hunde - bei Katzen ist es, wie gesagt, dringend nötig).

Es wird sicher auch einige TH geben, die es besser machen - zum Glück :)
Aber es steht und fällt mit dem Vorstand und dem Personal!!
Ansonsten schließe ich mich Kirstin an ;)

LG Silvia

Lolle
12.11.2013, 13:49
kniende Backmischung http://www.huehner-info.de/forum/images/misc/quote_icon.png Zitat von Lolle http://www.huehner-info.de/forum/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.huehner-info.de/forum/showthread.php?p=998527#post998527)
Sylvia, das ist doch aber genau das Problem ( oder eines von mehreren Hauptproblemen ). Jeder kann die Kleinanzeigen einer Zeitung ansehen und bekommt so manchen Hund "hinterher geworfen". Viele dieser Hunde landen anschließend im Heim, weil die Menschen in ihrer Idee einen Hund anzuschaffen, wenig bis gar kein Verantwortungsbewusstsein haben - und es wird ihnen auch noch leicht gemacht.
DEM HUND ist aber wurstpiepegal ob er von einem Züchter kommt, von einem Vermehrer, oder aus einer privaten Hobbyzucht, oder aus einem "Unfall". Ihm ist auch egal ob und welcher Rasse er angehört. Es ist ein Lebewesen.



Schade, du hast mich da falsch verstanden...und mich beschleicht der Eindruck, dass thoppie damit recht hat:
http://www.huehner-info.de/forum/images/misc/quote_icon.png Zitat von thoppie http://www.huehner-info.de/forum/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.huehner-info.de/forum/showthread.php?p=998541#post998541)
.....Und zwar, weil Du die anderen Diskussionsteilnehmer falsch verstehen willst.....



Es ging doch darum, hervorzuheben, dass Menschen, die ins TH gehen, um sich ein Tier zu holen, in der Regel auch problemlos anderweitig an ein Tier kommen könnten, es aber nicht tun! Und von daher sollte man doch diesen Menschen positiv gegenüber stehen und nicht in jedem einen sehen, der nur kommt, weil er billig ein Rassetier abgreifen will oder von vorne herein Schindluder damit treiben will!

Und - bitte! Das geht gar nicht:
http://www.huehner-info.de/forum/images/misc/quote_icon.png Zitat von Lolle http://www.huehner-info.de/forum/images/buttons/viewpost-right.png (http://www.huehner-info.de/forum/showthread.php?p=998527#post998527)
Herr, lass doch wenigstens ab und zu mal etwas Hirn vom Himmel regnen.



So dumm war doch der Post gar nicht.

Nein, ganz im Gegenteil, ich glaube ich liege hier näher bei manchem Schreiber als er/sie denkt, bzw. kommt man dem gemeinsamen Nenner langsam näher.;)
Der Nachteil des geschriebenen Mediums ist eben doch manchmal, das das direkte Gegenüber und seine Stimme fehlt - denn auch wenn es sich so lesen mag, war ich weder aufgebracht, noch wütend und noch weniger wollte ich hier "Front treiben" gegen ein bestimmtes Post, gegen eine bestimmte Person oder sonst der gleichen. :neee: ( Gut ich könnte mehr smilies verwenden, wenn das helfen kann ) Möglicherweise war ich es nicht, die etwas missversteht?
Mir fällt zum Beispiel auf, das nur ganz bestimmte Sätze von mir zitiert werden, was mich glauben lässt, der rest ist überlesen worden. Im kompletten Zusammenhang aller meiner Beiträge zu diesem Thema ist glaube ich deutlich zu erkennen, das ich keinem etwas Böses will. :neee: Nur etwas mehr Transparenz und Toleranz wünsche ich mir bei solchen Themen, und weniger schnell Vorverurteilungen. Geneu so, wie ein Interessent der es wirklich gut meint und in ein Tierheim kommt, nicht vorverurteilt werden will. :)

AnnTye
12.11.2013, 16:25
Wir bitten um einen höflichen, wenn möglich freundlichen Umgangston, insbesondere bei kontroversen Diskussionen.
Und bitte beim Thema bleiben. Wer nun was missverstanden hat, kann per PN geklärt werden. Danke

Nicolina
12.11.2013, 22:04
(Was ich einfach schade und unnötig finde, sind Schubladen, die bei kontroversen Diskussionen immer wieder auf,
bzw. zu gemacht werden.)
Dass Tierheime notwendig sind, steht hoffentlich für alle Beteiligten der Diskussion außer Frage.
Dass es zu beklagende Misststände gibt, wurde auch deutlich gemacht.
Und was mir zu dem Thema am Herzen lag, habe ich geschrieben.

Lolle
14.11.2013, 00:14
Ich hab auch nichts mehr zu sagen, außer einem Text der mir passend zum Thema einfällt:


Auf Grund der hohen Anzahl der eingehenden Anrufe möchten wir Sie bitten, die folgende Weiterwahloption aus dem vorgelesenen Menu auszuwählen, die dem Grund Ihres Anrufes am nächsten kommt:

Bitte wählen sie 1 ...
.... wenn sie denken, dass wir eine Tierklinik sind und sie eine kostenfreie Beratung wünschen.

Bitte wählen sie 2 ...
.... wenn sie wissen, dass wir eine Tierschutzorganisation sind, sie aber trotzdem unqualifizierte und kostenlose Auskunft zu tiermedizinischen Fragen wünschen.

Bitte wählen sie 3 ...
.... wenn sie im Jahr EUR 200.000 verdienen, aber trotzdem möchten, dass wir ihren "zugelaufenen" Hund auf unsere Kosten kastrieren lassen sollen.

Bitte wählen sie 4 ...
.... wenn sie einen 10 Jahre alten Hund haben und ihr 15 Jahre alter Sohn plötzlich gegen diesen Hund allergisch geworden ist und sie SOFORT ein neues Zuhause brauchen.

Bitte wählen sie 5 ...
.... falls sie zwei Hunde haben, ein Baby erwarten und die Hunde jetzt sofort wegmüssen, weil sie die einzige Person in der Welt sind, die gleichzeitig ein Baby und mehrere Hunde managen muss.

Bitte wählen sie 6 ...
.... falls sie einen kranken Hund loswerden wollen, der eigentlich einen Tierarzt braucht, sie aber ihr Geld dringender für einen Urlaub benötigen.

Bitte wählen sie 7 ...
.... falls sie gerade einen Welpen gekauft haben, ihr treuer alter Hund nicht mit ihm zurecht kommt und sie den alten SOFORT loswerden wollen.

Bitte wählen sie 8 ...
.... falls ihr kleiner Welpe groß geworden und nicht länger klein und niedlich ist und er muss jetzt weg, damit ein neuer, kleiner und niedlicher Welpe angeschafft werden kann.

Bitte wählen sie 9 ...
.... falls sie über 80 sind und gerne einen niedlichen Welpen adoptieren möchten, der nicht wirklich viel Aktion fordert und sie mit Sicherheit überlebt.

Bitte wählen sie 10 ...
.... falls ein älterer Verwandter gestorben ist und sie sich zwar um das Erbe, nicht aber um dessen alten Hund kümmern wollen, weil sich dies nicht mit ihrem Lebensstil vereinbart.

Bitte wählen sie 11 ...
.... falls sie heute umziehen und SOFORT Ihren 150 Pfund schweren, 10 Jahre alten Hund loswerden müssen.

Bitte wählen sie 12 ...
.... falls sie einen unbezahlten freiwilligen Helfer bestellen möchten, der heute noch zu ihnen nach Hause kommt und den Hund, den sie nicht länger wollen, abholt.

Bitte wählen sie 13 ...
.... falls sie den "zugelaufenen" Hund, den sie seit drei Jahren in Ihrem Hinterhof haben, beim Umzug nicht mitnehmen können.

Bitte wählen sie 14 ...
.... falls sie lieber morgen früh um 6 Uhr bei mir privat anrufen und mich wecken wollen, damit sie auf dem Weg zur Arbeit schnell noch ihr Tier loswerden können.

Bitte wählen sie 15 ...
.... um eine anonyme, kaum hörbare Nachricht zu hinterlassen und uns so mitteilen wollen, dass sie am vorletzten Wochenende einen Hund ausgesetzt haben, was ja immerhin besser ist, als den Hund nur auszusetzen ohne uns zu sagen wo.

Bitte wählen sie 16 ...
.... falls sie vorhaben, so richtig sauer zu werden, weil wir ihren Hund, den sie seit 15 Jahren haben, nicht aufnehmen wollen, weil das schlicht und einfach nicht UNSERE Verantwortlichkeit ist.

Bitte wählen sie 17 ...
.... wenn sie uns damit drohen wollen, ihren alten Hund einschläfern zu lassen, falls wir ihn nicht aufnehmen werden.

Bitte wählen sie 18 ...
.... falls sie ein Problem mit unseren freiwilligen Helfern haben weil wir ihnen keinen persönlichen Assistenten/Trainer/Gassigänger kostenlos zur Seite stellen konnten.

Bitte wählen sie 19 ...
.... falls sie einen unser jungen, perfekt trainierten, stubenreinen, kinder- und katzenfreundlichen, reinrassigen Kleinhunde haben wollen, mit denen wir tagtäglich überschwemmt werden. Wir liefern frei Haus!

Bitte wählen sie 20 ...
.... falls sie möchten, dass wir ihren Hund aufnehmen, der ein klitzekleines Aggressionsproblem hat, also z. B. nur ein paar Leute gebissen und nicht mehr als 2 Katzen gekillt hat.

Bitte wählen sie 21 ...
.... falls ihr Hund partout nicht das Katzenklo benutzen will und sie nun nicht mehr weiter wissen, wie sie ihn sonst "stubenrein" bekommen ...

Bitte wählen sie 22 ...
.... falls sie möchten, dass wir einen freien Platz, der eigentlich einem Fundhund zustehen würde, stattdessen mit ihrem Hund kostenfrei belegen sollen, während sie im wohlverdienten Urlaub sind - ( aus dem sie eventuell nie mehr zurückkommen werden.)

Bitte wählen sie 23 ...
.... falls es Heiligabend oder Ostersonntag ist und sie möchten, dass wir entweder einen 8 Wochen alten perfekten Welpen oder ein Osterhäschen vor 06.30 Uhr morgens zu ihnen bringen, bevor die Kinder wach werden.

Bitte wählen sie 24 ...
.... falls sie ihren Kindern zum letzten Ostern ein Entenküken, Laufentchen oder Hasenbaby gekauft haben, das jetzt zu Weihnachten nicht mehr klein und niedlich ist und sofort weg muss.

Bitte wählen sie 25 ...
.... falls sie gerne möchten, dass wir ihre Hündin aufnehmen, die schon 10 Würfe hatte, die jetzt aber nicht mehr kastriert werden kann, weil sie schwer trächtig ist und das außerdem gegen Ihre Religion verstößt.

Bitte wählen sie 26 ...
.... falls sie Lügengeschichten erfinden wollen, um einem unserer jüngeren Freiwilligen ein schlechtes Gewissen einzureden, nur damit wir ihr Tier nehmen sollen.

Bitte wählen sie 27 ...
.... falls ihre Katze beißt und das Katzenklo nicht benutzt, weil ihr die Krallen gezogen wurden, sie aber nicht willig sind, die Verantwortung für das veränderte Verhalten ihrer Katze zu über nehmen, nur weil sie neue Möbel haben.

Bitte wählen sie 28 ...
.... falls ihr 2 Jahre alter Rüde überall im Haus markiert, sie aber bislang keine Zeit hatten, ihn zu kastrieren oder gar zu erziehen.

Bitte wählen sie 29 ...
.... falls sie Ihre Hündin ganztags draußen gehalten haben und sie nun ganz plötzlich trächtig geworden ist.

Bitte wählen sie 30 ...
.... falls sie wirklich "alles" getan haben, damit ihr Hund nicht mehr die Wohnung zerstört, leider bislang vergeblich, sie den Hund aber nicht an eine Hundebox gewöhnen wollen, weil das grausam ist.

Bitte wählen sie 31 ...
.... falls sie an ihrer Top-Privat-Nachzucht mittlerweile ersticken und gar nicht verstehen können, warum niemand diese überaus schönen wertvollen angeboren-lieben Tiere für 2.000 € erwerben will.

Bitte wählen sie 32 ...
.... falls sie SOFORT einen Welpen brauchen und nicht warten können, weil ihre Tochter heute Geburtstag hat und sie den ganz vergessen hatten.

Bitte wählen sie 33 ...
.... falls die Fellfarbe ihres Hundes nicht zu der neuen Wohnzimmereinrichtung passt und sie eine andere Farbe oder Rasse brauchen, DIE passt.

Bitte wählen sie 34 ...
.... falls ihr neuer Freund ihren Hund nicht mag und sie zu
blöde sind, statt des Hundes die neue Perle raus zuwerfen (der sie nächsten Monat wahrscheinlich eh' verlassen wird).

Bitte wählen sie 35 ...
.... falls für den Grund ihres Anrufes keine der oben genannten Möglichkeiten zutrifft.
Sie werden hier SOFORT mit einem unserer Freiwilligen Helfer verbunden, der Tränen überströmt einen alten, weggeschmissenen Hund in seinen Armen hält, der in diesem Moment von unserem Tierarzt eingeschläfert wird, weil der alte Hund die Trennung von seiner Familie nicht verkraftet hat und hier qualvoll Stück für Stück jämmerlich verkümmert ist.

Okina75
14.11.2013, 00:52
Siehste, und damit stempelst Du per se ALLE Interessenten an einem TH- Tier als höchstwahrscheinlich in eine Deiner obigen Kategorien gehörig ein. Und darum wird mich nie wieder ein Tierheim innerhalb des Grundstücks sehen...

Auch wenn der Text zitiert ist, würdest Du ihn ja nicht einstellen, wenn er nicht bei Dir auf volle Zustimmung träfe und Deine persönliche Einstellung zur Sache untermauern würde.
Ich dachte, ich wäre schon zu großen Teilen innerlich an der Menschheit verbittert, aber das toppt ja echt alles :(...

Pudding
14.11.2013, 01:28
Bitte wählen sie 9 ...
.... falls sie über 80 sind und gerne einen niedlichen Welpen adoptieren möchten, der nicht wirklich viel Aktion fordert und sie mit Sicherheit überlebt.

Bitte wählen sie 10 ...
.... falls ein älterer Verwandter gestorben ist und sie sich zwar um das Erbe, nicht aber um dessen alten Hund kümmern wollen, weil sich dies nicht mit ihrem Lebensstil vereinbart.
Einfach nur zum:spei!

Windfried
14.11.2013, 07:26
Hallo. Habe jetzt einige gute, schöne und weniger schöne Beiträge gelesen hat aber mittlerweile mit dem Hahn im Tierheim und somit dem Ursprungsthema nichts mehr zu tun. Schulnote wäre Thema verfehlt 5- Gruß Windfried

kniende Backmischung
14.11.2013, 07:32
Siehste, und damit stempelst Du per se ALLE Interessenten an einem TH- Tier als höchstwahrscheinlich in eine Deiner obigen Kategorien gehörig ein. Und darum wird mich nie wieder ein Tierheim innerhalb des Grundstücks sehen...

Auch wenn der Text zitiert ist, würdest Du ihn ja nicht einstellen, wenn er nicht bei Dir auf volle Zustimmung träfe und Deine persönliche Einstellung zur Sache untermauern würde.
Ich dachte, ich wäre schon zu großen Teilen innerlich an der Menschheit verbittert, aber das toppt ja echt alles :(...

Ganz genau, Andi.
Da spiegelt sich wider, was einem so entgegen schlägt, wenn man so ein TH betritt. Meine Mutter bekommt immer TH-Post, weil sie Mitglied im Verein ist. Dieses Zitat hätte jetzt auch in der Zeitung von unserem TH abgedruckt stehen können...
Was im Prinzip meinen (und scheinbar ja auch deinen) Eindruck bestätigt, dass die Einstellung zu potentiellen Abnehmern der TH-Tiere nur noch an den negativen Erfahrungen festgemacht wird. Es ist schon so: Diese Menschen haben ihren Optimismus verloren und völlig verdrängt, dass die Mehrheit der Besucher gern was Gutes tun und alles richtig machen möchte, wenn sie ein Tier adoptiert.

LG Silvia

Lieber Windfried, dem Hahn ist doch scheinbar (hoffentlich auch wirklich!) geholfen. Und die Situation von demselben hat diese Diskussion ausgelöst. So gaaanz verkehrt ist es doch nicht...

Lolle
14.11.2013, 09:01
Guten Morgen,

Siehste, und damit stempelst Du per se ALLE Interessenten an einem TH- Tier als höchstwahrscheinlich in eine Deiner obigen Kategorien gehörig ein.
Ich stempel gar keinen ab. Immernoch nicht.


Auch wenn der Text zitiert ist, würdest Du ihn ja nicht einstellen, wenn er nicht bei Dir auf volle Zustimmung träfe und Deine persönliche Einstellung zur Sache untermauern würde.
Ich habe den Text eingestellt weil er untermauert, was ich hier zur Sache gesagt habe.

Ich wollte diesen Beitrag hier eigentlich gar nicht mehr schreiben, weil es langsam sehr mühselig wird. Aber es geht auch irgendwie um meine Ehre, und augenscheinlich entsteht hier ein komplett falsches Bild meiner Person.
Es wird auch geflissentlich überlesen, das ich schrieb NICHT gut zu finden, wenn mögliche Interessenten unpassend behandelt oder vorverurteilt werden. Es ist aber für mich in Teilen nachvollziehbar.


Ich dachte, ich wäre schon zu großen Teilen innerlich an der Menschheit verbittert, aber das toppt ja echt alles :(...
Nanana, wer wird denn da einen Tag gleich mit einer so negativen Befürchtung beginnen. Ich bin bester Laune, rundum zufrieden und sehr ausgeglichen. ;)

Sundi75
14.11.2013, 09:51
Ich hab auch nichts mehr zu sagen, außer einem Text der mir passend zum Thema einfällt:

wow mir bleibt gerade die Spuke weg,wie krass ist der Text denn???:o Vorallem die unterschwelligen Angriffe....Nene da guck ich mich lieber in privat-Anzeigen im Inet um um einem (ungewollten oder auf familiären Gründen abzugebendes)Tier ein neues zu Hause zugeben.

w.lensing
14.11.2013, 10:23
Hallo. Habe jetzt einige gute, schöne und weniger schöne Beiträge gelesen hat aber mittlerweile mit dem Hahn im Tierheim und somit dem Ursprungsthema nichts mehr zu tun. Schulnote wäre Thema verfehlt 5- Gruß Windfried

Kann dir nur zustimmen, der Hahn interesiert hier keinen mehr, hier werden nur noch Ideologien ausgefochten.

Wilhelm der Cochinfreund

thoppie
14.11.2013, 10:50
Vielleicht müßten wir mal die Überschrift des Freds ändern (lassen). Oder einen Neuen eröffnen.
Offensichtlich besteht hier noch großer Gesprächsbedarf.
Was mit einem lockeren Austausch von Erfahrungen in Tierheinem begann ( so habe ich es am Anfang gesehen), artet nun zu einer Grundsatzdiskussion aus.
Die begann für mich an dem Punkt, wo Seite 10 erreicht war und unter anderem geschrieben wurde:
Kommt ein Hahn in ein Tierheim - und das ist selten der Fall - so ist deren erste Pflicht das Tier mit dem nötigsten zu versorgen. Es ist wahrscheinlich in den seltensten Fällen ein Hühnerexperte vor Ort. Schlachten werden sie das Tier nicht, denn für sie wäre es so als würden sie einen Vogel der "Unzertrennlichen" oder einen Papageien bekommen, deren Partnerin verstorben ist. Sollen sie das zurückgebliebene Tier deshalb töten?
"Bob" haben sie also so gut es geht versorgt und gehofft ein gutes zu Hause zu finden. Hennen dazu kaufen? Und dann? Alle zusammen vermitteln? Alle zusammen in einen Stall ohne Auslauf pferchen? Oh bestimmt wäre das eine super Lösung! Dann leiden gleich mehrere Hühner!
Wieviel Zuchthähne werden Monate lang in Einzelhaft gehalten? Einige brachten hier die Industriehaltung als Beispiel. Ja, genau....man kann das natürlich ewig spinnen. Einzelhaft ist besser als schlachten, Ein paar Hennen dazu und nur im Stall ist besser , als Massentierhaltung... Sagt mal hört ihr euch selber zu?
Wäre es mein Hahn oder Dein Hahn, dann hätte er vielleicht leiber einen kurzen Tot erfahren als so weiter zu leben. Alles klar so weit.
Aber ein Tierschutzverein wird das nicht tun. Und mehr wäre ihnen damit geholfen, ihnen in Ruhe zu erklären, das der Hahn mit einem schönen Stall allein nicht ausreichend versorgt ist. Mann hätte Leih-Hennen hin bringen können. Mn hätte anbieten können, den Hahn als Pflegestelle aufzunehmen, bis er vermittelt ist.

Ich zitiere jetzt nicht den ganzen Text........

Danke für den Hinweis, daß wir dem TH nicht die richtigen Vorschläge gemacht haben. Aber die können ja auch ruhig ihren Mund aufmachen und Gegenvorschläge machen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Hahn wirklich vermittelt worden ist, oder ob das TH nur gesagt hat, daß er vermittelt wurde, um seine Ruhe zu haben. Es würde mich interessieren, aber ich wohne etliche Kilometer von Dülmen entfernt und kann nicht mal eben dorthin fahren.
Ich habe auch verstanden, daß Du es mit vielen primitiven Leuten zu tun hast.
Und das habe ich auch schon verstanden, bevor Du das Gedicht gepostet hast. So arrogant bin ich auch nicht, daß ich eine Beratung wie in einem Geschäft erwarten würde.
Ich habe auch schon gute Erfahrungen mit Tierheimen gemacht, aber hier wurden bis zu Seite 10 nur locker Anekdoten ausgetauscht. Und darüber habe ich meistens geschmunzelt, weil sie meine Erfahrungen größtenteils widerspiegeln.

Warum fühlst Du Dich so chronisch unverstanden, und was schlägst Du vor?

Lolle
14.11.2013, 11:07
Warum fühlst Du Dich so chronisch unverstanden, und was schlägst Du vor?
Antwort auf den ersten Teil des Zitats:
Weil ich chronisch unverstanden werde.
Wie ich auch jetzt wieder erkennen kann, denn das hier:

Danke für den Hinweis, daß wir dem TH nicht die richtigen Vorschläge gemacht haben.
Habe ich so nicht gesagt - Nirgendwo habe ich geschrieben, "Ihr habt dem Tierheim nicht die richtigen Vorschläge gemacht". :)

Auch das hier habe ich nirgendwo so geschrieben:

Ich habe auch verstanden, daß Du es mit vielen primitiven Leuten zu tun hast.

Die Diskussion "contra Tierheim" begann schon weit vor Seite 10.

Antwort auf den zweiten Teil Deiner Frage:

(...)und was schlägst Du vor?
Ich schlage vor, ich gehe jetzt Mittagessen, und ihr könnt derweil gern weiter meine Beiträge zerpflücken. :)

hühnerleiter
14.11.2013, 11:41
Ich denke man sollte Lolles Zitat nicht komplett zerpfllücken.
Es sollte doch wohl viel mehr die Beweggründe einiger "Tierhalter" pointieren.
Und mal ehrlich, dass Mitarbeiter im Tierheim mit so "nachvollziehbaren" Gründen für die Abgabe eines Tieres, wie z.B unter Punkt 34 aufgeführt wird, konfrontiert werden glaube ich gerne.
Würden sich alle Tierhalter verantwortungsbewusst verhalten wären die Tierheime nicht so überfüllt.
Auch das dies Frust hervorruft glaube ich gerne.
Trotzdem sollten die Mitarbeiter zum Wohl der Tiere nicht verallgemeinern und dankbar für Interessenten sein.
Haben doch die allermeisten potentiellen "Kunden" ebenfalls das Wohl der Tiere im Sinn.

Kamillentee
14.11.2013, 12:28
Was den Hahn betrifft, mache zumindest ich mir keine Gedanken mehr,
der ist laut Aussage vermittelt und gut ist. Ich geh auch nicht davon aus, daß das Tierheim da lügt...
Es gibt genug Hähne, da macht sich niemand Gedanken drum,
dagegen hatte dieser doch Glück.

@Lolle
Zuerst mal meine Hochachtung, du bist wahrscheinlich die einzige hier von uns, welche tatsächlich selber in einem TH Hilfe leistet.
Wir anderen reden nur darüber.;)
Trotzdem kann ich deine Meinung nur teilweise nachvollziehen.
Tatsache ist doch, das die wichtigste Aufgabe eines TH ist, die Tiere wieder zu vermitteln.
Und ich frage mich wirklich, wie dazu die Preise passen, welche dort gefordert werden!?

Wie schon gesagt, wir wollten dort mal eine uralte, zahnlose, schwarze Katze mitnehmen,
diese sollte 130,00 Euro kosten.:-X

Im nächsten TH eine Stadt weiter, waren die Mitarbeiter (zumindest im Katzenhaus) wie hier beschrieben, TOTAL unfreundlich, es war eine halbe Stunde vor Feierabend,
da hat man kaum Antwort bekommen. Kann sein, daß das 1-Eurojobber waren, welche dort gezwungenermaßen waren.
Bei der Hundeabteilung sah das anders aus, die Leute waren sehr freundlich und informativ, aber wegen Hund waren wir ja nicht dort.

Normale junge Hauskatzen bekommt man doch leider wirklich hinterhergeschmissen und das ohne Auflagen,
da kann man doch froh sein, wenn die Leute welche aus dem TH wollen!?
Und ich muss sagen, die 130 Euro waren auch uns zu fett, deswegen nicht mitgenommen.

Einige Zeit später meldete ich mich auf eine Annonce, weil ich ein gebrauchtes Schergerät für unsere vorhandene Langhaarkatze kaufen wollte.
Da wollte man mir gleich eine Rasse-Perserkatze dazuschenken,
und für 100 Euro gleich noch einen reinrassigen, halbjährigen Cockerspaniel dazu.
Die Leute wollten umziehen, vom Land in die Stadt, da passte das angeblich nicht mehr.
Alternative für die beiden Tiere war auch Tierheim, aber da wäre ja eine dicke Aufnahmegebühr fällig gewesen,
obwohl die wahrscheinlich nicht lange da gesessen hätten.

Lolle
14.11.2013, 12:28
Danke.

Nicolina
14.11.2013, 21:59
Würden sich alle Tierhalter verantwortungsbewusst verhalten wären die Tierheime nicht so überfüllt.
Das trifft doch den Kern..nämlich die Ursache dieser Diskussion.
Und ich hoffe, dass wir uns dahin gehend einig sind, dass TH notwendig sind.

Auch das dies Frust hervorruft glaube ich gerne.
Auch das trifft einen Kernpunkt..die Bereitschaft, die andere Seite der Medaillie wahrzunehmen.

Trotzdem sollten die Mitarbeiter zum Wohl der Tiere nicht verallgemeinern und dankbar für Interessenten sein.
.
Das sehe ich genauso und ich sehe auch, dass sicher einiges im Argen liegt.
Nur würde ich mir eben wünschen, dass auch Personen, die mit einem TH schlechte Erfahrungen gemacht haben,
diese nicht verallgemeinern.

Ich frage mich bei dieser Diskussion, wie denn das "optimale" TH arbeiten sollte?
Vielleicht können wir darüber einen Konsenz finden?

(Ich gebe mal ein Beispiel eines für mich nicht optimalen TH´s dazu:
In einem Sommerurlaub verstarb zu Hause die Katze eines Freundes unseres Sohnes, derzeit 11 Jahre alt.
Er war tottraurig ( Warum die Eltern ihm das am Telefon mitteilen müssten, blieb mir leider unerschlossen)
Wie auch immer, wir schlugen vor in einem TH vor Ort nach einem Katzenwelpen zu sehen.
Und wurden auch fündig.
Ich erklärte die Situation, aber wirklich zugehört hat keiner.
Die vier Welpen wurden wie Sauerbier angeboten.
Keinerlei Nachfrage über den Verbleib, die Haltungsbedingen etc.
Der Übernahmevertrag war ein Witz, es wurde nur mein Name eingetragen und meine Personalausweis-Nr.
"Gekostet" hat die Katze 15,- Euro..allerdings auch ohne Impfungen und co.
Nun wussten wir, dass es die Katze bei der Familie wirklich gut haben würde..)

Pudding
14.11.2013, 22:14
Vielleicht müßten wir mal die Überschrift des Freds ändern (lassen). Oder einen Neuen eröffnen.
Nein bitte nicht:flehan!
Denn solangsam wird der Ton rauer und das bringt doch nichts, es gibt viele unterschiedliche Meinungen und diese bekommt man nicht unter einen Hut!

kniende Backmischung
15.11.2013, 07:55
Zuerst mal meine Hochachtung, du bist wahrscheinlich die einzige hier von uns, welche tatsächlich selber in einem TH Hilfe leistet.
Wir anderen reden nur darüber.;)
Wohl nur quergelesen ;)
Meine Berichte sind alle von der "Front", zu der ich - obwohl ich inzwischen nicht mehr dort arbeite - immer noch Kontakt über die verantwortliche TÄ habe.



Trotzdem kann ich deine Meinung nur teilweise nachvollziehen.
Tatsache ist doch, das die wichtigste Aufgabe eines TH ist, die Tiere wieder zu vermitteln.
Und ich frage mich wirklich, wie dazu die Preise passen, welche dort gefordert werden!?

Wie schon gesagt, wir wollten dort mal eine uralte, zahnlose, schwarze Katze mitnehmen,
diese sollte 130,00 Euro kosten.:-X

Im nächsten TH eine Stadt weiter, waren die Mitarbeiter (zumindest im Katzenhaus) wie hier beschrieben, TOTAL unfreundlich, es war eine halbe Stunde vor Feierabend,
da hat man kaum Antwort bekommen. Kann sein, daß das 1-Eurojobber waren, welche dort gezwungenermaßen waren.
Bei der Hundeabteilung sah das anders aus, die Leute waren sehr freundlich und informativ, aber wegen Hund waren wir ja nicht dort.

Normale junge Hauskatzen bekommt man doch leider wirklich hinterhergeschmissen und das ohne Auflagen,
da kann man doch froh sein, wenn die Leute welche aus dem TH wollen!?
Und ich muss sagen, die 130 Euro waren auch uns zu fett, deswegen nicht mitgenommen.

Einige Zeit später meldete ich mich auf eine Annonce, weil ich ein gebrauchtes Schergerät für unsere vorhandene Langhaarkatze kaufen wollte.
Da wollte man mir gleich eine Rasse-Perserkatze dazuschenken,
und für 100 Euro gleich noch einen reinrassigen, halbjährigen Cockerspaniel dazu.
Die Leute wollten umziehen, vom Land in die Stadt, da passte das angeblich nicht mehr.
Alternative für die beiden Tiere war auch Tierheim, aber da wäre ja eine dicke Aufnahmegebühr fällig gewesen,
obwohl die wahrscheinlich nicht lange da gesessen hätten.

Und genau diesen Eindruck kann ich nur bestätigen!! (Bei Kenntnis gleich mehrerer Tierheime und Tierschutzvereine!)

LG Silvia

Lolle
15.11.2013, 08:21
Morgen,

Das "Danke" galt hühnerleiter,
Kamillentee's Beitrag lese ich jetzt erst, wann hast Du den denn so ganz heimlich dazwischen geschummelt? ;D

Trotzdem kann ich deine Meinung nur teilweise nachvollziehen.
Das reicht mir schon voll und ganz, das "teilweise". :)

Tatsache ist doch, das die wichtigste Aufgabe eines TH ist, die Tiere wieder zu vermitteln.
Jein. Das wichtigste ist zunächst die Aufnahme und Versorgung. Reihenfolge ist also: Aufnahme, Untersuchung, je nach Fall evtl. Quarantäne, Versorgung, kennenlernen, gutes neues zu Hause suchen.


Und ich frage mich wirklich, wie dazu die Preise passen, welche dort gefordert werden!?

Wie schon gesagt, wir wollten dort mal eine uralte, zahnlose, schwarze Katze mitnehmen,
diese sollte 130,00 Euro kosten.:-X

Das finde ich auch viel. Insgesamt ist es so, das man schauen muss, ob ein Tierheim Privat oder Städtisch geführt wird. Städtische Tierheime erhalten Zuschüsse, zumindest für Funddtiere. Bei privaten Heimen und Vereinen fallen die weg. Dann kommt es auch darauf an, ob das Tier dort eventuell schon kastriert wurde - ( ich nehm jetzt einfach mal als Rechenbeispiel einen Kater, 1 Jahr alt, und genauso lange im TH ) Angenommen es ist ein privates Heim. Kastration: 85,00 Futter je Tag: 1,00 also pro Jahr 365,00 Euro. Das wären also bereits 450,00 Euro. Keine Wurmkur, keine Impfung, Keine Reinigungsmittel, kein Katzenstreu, kein Strom, kein Wasser, kein Pfleger eingerechnet.
Nehmen wir jetzt an, das ganze geschähe in einem Städtischen TH und der Kater ist als Welpe gefunden worden. Zuschuss pro Fundkatze/Jahr - da dürften 100,00 pro Tier realistisch sein. Dann sind es also immernoch 350,00 Euro. :( Das muss das Heim ausgeben. Selbst bei 130,00 Euro, was für die Katze in Deinem Beispiel tatsächlich ungewöhnlich viel ist, sind die tatsächlich entstandenen Kosten nicht im Anflug wieder drin. Im betsen Falle hätte das Tierheim also schon nur bei dieser einen Katze, obwohl die Vermittlungsgebühr recht hoch gelagert ist, 250,Euro Minus gemacht.
Und das ist jetzt wirklich nur mal zur ganz groben Veranschaulichung gerechnet, nur mit dem Notwendigsten. :(


Im nächsten TH eine Stadt weiter, waren die Mitarbeiter (zumindest im Katzenhaus) wie hier beschrieben, TOTAL unfreundlich, es war eine halbe Stunde vor Feierabend,
da hat man kaum Antwort bekommen. Kann sein, daß das 1-Eurojobber waren, welche dort gezwungenermaßen waren.
Hier finde ich gleich zwei Dinge großen Mist: 1. Unfreundlichkeit, 2.Das wäre ja der Hit, 1-Euro Jobber in die Vermittlungsberatung zu stellen. Vielleicht haben sie da nur sauber gemacht? Dann hätten sie wenigstens Jemanden holen können.

Da wollte man mir gleich eine Rasse-Perserkatze dazuschenken,
und für 100 Euro gleich noch einen reinrassigen, halbjährigen Cockerspaniel dazu.
Die Leute wollten umziehen, vom Land in die Stadt, da passte das angeblich nicht mehr.
Alternative für die beiden Tiere war auch Tierheim, aber da wäre ja eine dicke Aufnahmegebühr fällig gewesen,
obwohl die wahrscheinlich nicht lange da gesessen hätten.
Der Cockerspaniel ist also 6 Monate alt gewesen. Seit wann wussten die Leute das sie umziehen? Sie hatten sich den Hund doch angeschafft? Jetzt passt es nicht mehr, wegen eines Umzugs? Wirklich, Leute, wer von euch würde umziehen wenn er seine Tiere nicht mitnehmen könnte? Und wenn es auch irgendwelchen anderen Gründen - plötzliche Krankheit ect. nicht mehr geht, würdet ihr doch versuchen eure Tiere in gute Hände zu bekommen? Und wenn auch das scheitert, dann drückt man sich um die Aufnahmegebühr in einem Tierheim? :blink Dieses Beispiel erfüllt leider den Klassiker.

Mich macht sowas traurig.


Auch das trifft einen Kernpunkt..die Bereitschaft, die andere Seite der Medaillie wahrzunehmen.
Ja. Einzig und allein darum ging es mir.



Vielleicht müßten wir mal die Überschrift des Freds ändern (lassen). Oder einen Neuen eröffnen. Nein bitte nicht:flehan!
Denn solangsam wird der Ton rauer und das bringt doch nichts, es gibt viele unterschiedliche Meinungen und diese bekommt man nicht unter einen Hut!
Das finde ich gerade jetzt nicht mehr. Und schlussendlich lebt eine Diskussion von ihren Reibepunkten.

kniende Backmischung
15.11.2013, 08:30
Der Cockerspaniel ist also 6 Monate alt gewesen. Seit wann wussten die Leute das sie umziehen? Sie hatten sich den Hund doch angeschafft? Jetzt passt es nicht mehr, wegen eines Umzugs? Wirklich, Leute, wer von euch würde umziehen wenn er seine Tiere nicht mitnehmen könnte? Und wenn es auch irgendwelchen anderen Gründen - plötzliche Krankheit ect. nicht mehr geht, würdet ihr doch versuchen eure Tiere in gute Hände zu bekommen? Und wenn auch das scheitert, dann drückt man sich um die Aufnahmegebühr in einem Tierheim? Dieses Beispiel erfüllt leider den Klassiker.


Es ändert nichts an der Tatsache, dass man mit abweisender Behandlung und Aufnahmegebühren diese Menschen nicht ändert und deren Tieren nicht hilft.
Keiner dieser Leute wird deshalb sein Tier behalten, wenn sie sich absolut trennen wollen - sie finden einen anderen Weg. Nicht unbedingt zu Gunsten des Tieres!
Daher bin ich nach wie vor dafür, dass sich der scheinbar verbreitet herrschende Ton in TH ändern sollte und über gängige Methoden der Annahme und Vermittlung nachgedacht werden sollte.

LG Silvia

Lolle
15.11.2013, 10:23
Nochmal schnell zwischendurch...


Es ändert nichts an der Tatsache, dass man mit abweisender Behandlung und Aufnahmegebühren diese Menschen nicht ändert und deren Tieren nicht hilft.
Nein, man ändert die Menschen nicht. Und wie ich schon wiederholt gesagt habe, stimme ich absolut zu, das auch ein abweisender Ton nicht hilft. Eine Abgabegebühr finde ich absolut in Ordnung, schon allein wenn man sich obiges Rechenbeispiel anschaut - und die Gebühren für eine Abgabe sind in der Regel um ein Vielfaches niedriger, als Vermittlungsgebühren. Und ich finde, so viel Verantwortung kann man abverlangen, das man eine Gebühr für die Aufnahme und Unterbringung in Kauf nehmen muss, wenn man das Tier abgibt - sogar eine Einschläferung kostet Geld, jede Hundestagestätte, jede Pension. Oder? :jaaaa:

Daher bin ich nach wie vor dafür, dass sich der scheinbar verbreitet herrschende Ton in TH ändern sollte und über gängige Methoden der Annahme und Vermittlung nachgedacht werden sollte.
Deshalb sind wir hier aneinander geraten. Es gibt solche und solche, und blöde Erlebnisse als gut meinender Interessent sind natürlich negativ. Wenn man aber auch um die Hintergründe weis, dann ist zwar der Ton immer noch nicht besser, aber vielleicht etwas besser verständlich.
Ich hab mich auch schon furchtbar angelegt mit TH Mitarbeitern, so ist es ja nicht. Und ich weis auch wirklich genau was ihr meint! Aber ich möchte eben auch an vielen Tagen nicht mit denen tauschen müssen. Da erlebt man Sachen, die gibts "in keinem 3-Teiligen Russenfilm".

Aber es gibt auch gute Tierheime, die wirklich im Gesamtpaket stimmen. Ich hatte erwähnt das ich in einem TH hier in der Nähe beratend hinzu gezogen werde, wenn es Problemhunde gibt. Es ist ein etwas kleineres Tierheim. Personalmäßig ständig unterbesetzt - und trotzdem findet man dann eben die Zeit, mit Interessenten ausführliche Gespräche zu führen. Ist ein Tier krank, wird mit ihm in der Futterküche übernachtet, um es ständig betreuen zu können.

Es gibt feste Gassigeher für je ein oder zwei Hunde, die und deren Meinung ebenfalls in eine mögliche Vermittlung fließt. Interessenten fühlen sich auch nach einer Vermittlung gut aufgehoben, weil sie jeder Zeit Betreuung erfahren, falss sie sie brauchen.
Letzten Winter tauchte ein Obdachloser dort auf. Er käme nun in ein Männerwohnheim, und dürfe seinen 13 Jahre alten Hund dorthin nicht mit nehmen. Seine Jacke bestand mehr aus Fetzen als aus Stoff, und statt die Schuhe die er trug anzubehalten, hätte er auch gleich Barfuß gehen können. Aber sein Hund trug einen Mantel, und aus der Aldi-Tüte holte er ein paar Billigdosen Hundefutter und einen kaputten Teddy. Es war kaum auszuhalten.
Das Tierheim nahm den Hund nicht auf. Stattdessen bat man den Mann zu warten. Die TH Leitung schaltete sich ein, und telefonierte etwa 2 Stunden mit Ämtern und dem Wohnheim. In Anbetracht der Tatsache, das der alte Hund alles war, was der Mann hatte, und vermutlich nicht viel länger als noch ein Jahr zu leben hatte, wurde folgende Vereinbarung getroffen:
Das TH übernimmt alle Kosten für den Hund. Der Hund durfte bei dem Mann bleiben, sofern alle Mitbewohner zustimmen und er Niemanden stört oder belästigt. ( Das taten sie ).
1x pro Woche hat sich Futter für seinen Hund abholen dürfen. Der Hund lebte noch 6 Monate bei dem Mann, und als dann tatsächlich zu Ende war, übernahm das TH auch die Kosten für die Einschläferung.
So gehts also auch!

Es gibt sie, Tierheime die ihre Arbeit so gut machen, das man nur ehrfürchtig den Hut ziehen kann.
Wenn man aber nun auf Grund schlechter Erfahrungen auf alle Tierheime "sauer ist" , dann leiden auch die darunter, die tolle Arbeit leisten.
Und ich kann bei einem solchen Job einen unangemessenen Tonfall eher verzeihen, als bei einer Schuhverkäuferin. :jaaaa:

Sundi75
15.11.2013, 11:29
Nochmal schnell zwischendurch...


Nein, man ändert die Menschen nicht. Und wie ich schon wiederholt gesagt habe, stimme ich absolut zu, das auch ein abweisender Ton nicht hilft. Eine Abgabegebühr finde ich absolut in Ordnung, schon allein wenn man sich obiges Rechenbeispiel anschaut - und die Gebühren für eine Abgabe sind in der Regel um ein Vielfaches niedriger, als Vermittlungsgebühren. Und ich finde, so viel Verantwortung kann man abverlangen, das man eine Gebühr für die Aufnahme und Unterbringung in Kauf nehmen muss, wenn man das Tier abgibt - sogar eine Einschläferung kostet Geld, jede Hundestagestätte, jede Pension. Oder? :jaaaa:

Deshalb sind wir hier aneinander geraten. Es gibt solche und solche, und blöde Erlebnisse als gut meinender Interessent sind natürlich negativ. Wenn man aber auch um die Hintergründe weis, dann ist zwar der Ton immer noch nicht besser, aber vielleicht etwas besser verständlich.
Ich hab mich auch schon furchtbar angelegt mit TH Mitarbeitern, so ist es ja nicht. Und ich weis auch wirklich genau was ihr meint! Aber ich möchte eben auch an vielen Tagen nicht mit denen tauschen müssen. Da erlebt man Sachen, die gibts "in keinem 3-Teiligen Russenfilm".

Aber es gibt auch gute Tierheime, die wirklich im Gesamtpaket stimmen. Ich hatte erwähnt das ich in einem TH hier in der Nähe beratend hinzu gezogen werde, wenn es Problemhunde gibt. Es ist ein etwas kleineres Tierheim. Personalmäßig ständig unterbesetzt - und trotzdem findet man dann eben die Zeit, mit Interessenten ausführliche Gespräche zu führen. Ist ein Tier krank, wird mit ihm in der Futterküche übernachtet, um es ständig betreuen zu können.

Es gibt feste Gassigeher für je ein oder zwei Hunde, die und deren Meinung ebenfalls in eine mögliche Vermittlung fließt. Interessenten fühlen sich auch nach einer Vermittlung gut aufgehoben, weil sie jeder Zeit Betreuung erfahren, falss sie sie brauchen.
Letzten Winter tauchte ein Obdachloser dort auf. Er käme nun in ein Männerwohnheim, und dürfe seinen 13 Jahre alten Hund dorthin nicht mit nehmen. Seine Jacke bestand mehr aus Fetzen als aus Stoff, und statt die Schuhe die er trug anzubehalten, hätte er auch gleich Barfuß gehen können. Aber sein Hund trug einen Mantel, und aus der Aldi-Tüte holte er ein paar Billigdosen Hundefutter und einen kaputten Teddy. Es war kaum auszuhalten.
Das Tierheim nahm den Hund nicht auf. Stattdessen bat man den Mann zu warten. Die TH Leitung schaltete sich ein, und telefonierte etwa 2 Stunden mit Ämtern und dem Wohnheim. In Anbetracht der Tatsache, das der alte Hund alles war, was der Mann hatte, und vermutlich nicht viel länger als noch ein Jahr zu leben hatte, wurde folgende Vereinbarung getroffen:
Das TH übernimmt alle Kosten für den Hund. Der Hund durfte bei dem Mann bleiben, sofern alle Mitbewohner zustimmen und er Niemanden stört oder belästigt. ( Das taten sie ).
1x pro Woche hat sich Futter für seinen Hund abholen dürfen. Der Hund lebte noch 6 Monate bei dem Mann, und als dann tatsächlich zu Ende war, übernahm das TH auch die Kosten für die Einschläferung.
So gehts also auch!
Es gibt sie, Tierheime die ihre Arbeit so gut machen, das man nur ehrfürchtig den Hut ziehen kann.
Wenn man aber nun auf Grund schlechter Erfahrungen auf alle Tierheime "sauer ist" , dann leiden auch die darunter, die tolle Arbeit leisten.
Und ich kann bei einem solchen Job einen unangemessenen Tonfall eher verzeihen, als bei einer Schuhverkäuferin. :jaaaa:

Bei sowas geht mir das Herz auf :jaaaa::-*:bravo

Kamillentee
15.11.2013, 11:39
Wohl nur quergelesen ;)
Meine Berichte sind alle von der "Front", zu der ich - obwohl ich inzwischen nicht mehr dort arbeite - immer noch Kontakt über die verantwortliche TÄ habe.
....

Nee, nicht nur quergelesen, Silvia, interessiert mich doch.....;)
Aber das "inzwischen nicht mehr dort arbeite", bestätigt doch, daß du im Moment dort nicht aktiv Hilfe leistest.
Die Nachrichten von "der Front" seien dir unbenommen!:)

Kamillentee
15.11.2013, 11:48
......Es gibt sie, Tierheime die ihre Arbeit so gut machen, das man nur ehrfürchtig den Hut ziehen kann.
Wenn man aber nun auf Grund schlechter Erfahrungen auf alle Tierheime "sauer ist" , dann leiden auch die darunter, die tolle Arbeit leisten.
Und ich kann bei einem solchen Job einen unangemessenen Tonfall eher verzeihen, als bei einer Schuhverkäuferin. :jaaaa:

Ja, da hast du recht, nur die über die Prozentzahlen gute/schlechte Tierheime kann man streiten,
wobei ein "teures" TH ja nicht automatisch ein schlechtes TH sein muss....
Aber vor allem leiden eben die Tiere drunter, welche dann nicht vermittelt werden.

Jetzt muss ich doch noch eine Frage anbringen.
Wir wollten sogar mal einen Hund aus dem TH mitnehmen, hatten den auch schon spazierengeführt.
Nun waren wir aber unsicher, wegen der Hühner und auch wegen der steilen, rutschigen Treppe bei uns im Haus über drei Etagen (schmales Reihenhaus).
Deswegen wollten wir den Hund gerne mal übers Wochenende mitnehmen,
das wurde uns nicht gestattet.
Wäre das jetzt echt so schlimm für den Hund gerwesen...?
LG

Kalzifa
15.11.2013, 11:59
http://www.tierheim-sl.de/2013/07/wunderschone-hahne/

Noch mehr Hähne. Sollen ja anscheind in Hamburg sein, vielleicht sidn es ja die:

http://www.hamburg.de/tierheim/

Bild 83 Hähne, Bild 38 Hennen aus "Rettet das Huhn"

Wären also nicht alleine. ;) Und mit den Hennen zusammen ja vielleicht eine bessere Chance. ;)

kniende Backmischung
15.11.2013, 12:25
Sieht aber so aus, als hätten die in dem TH eine gute Unterbringungsmöglichkeit für Hühner....

Kamillentee, ich finde es unverständlich, dass du den Hund nicht mitnehmen durftest, weil es doch entscheidend für die Vermittlung gewesen wäre. Im Bonner TH wurde es begrüßt, wenn die zukünftigen Besitzer so einen Vorschlag gemacht haben. Da wurde das "mitnehmen auf Probe" ganz individuell gehandhabt - wenn denn der Interessent auf Zustimmung beim Vermittler gestoßen ist!

Ich arbeite zwar nicht mehr im TH, nehme aber Pflegetiere auf und helfe bei der Vermittlung bei einer kleinen Katzeninitiative, die auch Hunde vermittelt. Daher stehe ich schon noch in Verbindung mit dem Tierschutz und bekomme auch immer noch mit, wie es in den beiden ortsansässigen TH und dem Gnadenhof läuft...
Im TH helfen, dass kommt für mich, aufgrund der dort herrschenden Atmosphäre, nicht mehr in Frage.
Wenn man nicht ebenso pessimistisch gegenüber den Besuchern ist und nicht die gleichen Ansichten vertritt, wird man da nicht gerne gesehen...

Es wurde letztlich eine Pflegestelle für einen kleinen Shetty-Hengst gesucht und meine TÄ, die mich seit fast 30 Jahren kennt, hat mich spontan gefragt, ob ich den nicht aufnehmen könnte. Kein Problem, solange es nur bis zur Vermittlung ist und ich ihn nicht behalten muss, ich hab ja selbst drei von den kleinen Kackern und bin nicht dringend auf der Suche nach einem vierten ;)
Mir wurde direkt dazu gesagt, dass die Anfrage Eigeninitiative sei, weil der Kleine dort, auf dem Gnadenhof, eher suboptimal untergebracht werden könne, die Dame, die die Tiere betreut aber sehr speziell sei und nicht gerne Tiere in Pflegehände gäbe, vor allem, wenn es sich um Pferde handele. Die pflegt sie dann lieber selbst.

Es ist dann doch nichts draus geworden. Hätte ich ihm ein dauerhaftes Zuhause gegeben (natürlich mit Vermittlungsgebühr), hätte ich ihn bekommen. Als Pflegestelle aber nicht, da hat sich die Dame lieber selbst gekümmert, obwohl die Unterbringung bei mir besser fürs Pony gewesen wäre....

So eine Einstellung kann ich nicht auf Dauer ertragen. Wenn diese Betriebsblindheit einsetzt und der Gedanke vorherrschend ist, dass keiner den Tieren ein so optimales Leben bieten kann, wie man selbst.

LG Silvia

eierdieb65
15.11.2013, 14:53
Grüß euch
Ich habe ja auch auf Tierheime /Tierschutz draufgehaun.

So schlimm sind die NICHT. Man muss sich nur deren "Menthalität" entziehen.

Mein bisher letzter Rüde, aus dem Wiener Tierschutzhaus. (gefördert.)

Ich: Grüß sie, was wissen sie über E 54? (Rein fiktiv, da ich mich an seine Zwingernummer nicht erinnere.)
Antwort: Auf der Straße aufgegriffen, Dominant, Aggressiv, wahrscheinlich Dobermann drin.
Ich: Ich geh mit ihm auf euren Spielplatz.
A: So einfach gehts ja wohl nicht!
I: Dann füttert ihr ihn halt weiter durch-Grüß Gott.
A: Warten sie!
Wir waren dann ca 2 Stunden im Spielplatz.
In diesen 2 Stunden habe ich keine der Fragen, die an mich gestellt wurden, beantwortet, sondern mich nur auf den Hund konzentriert. Es gab dazwischen noch eine Diskussion, dass ich ihre (Pflegerin) Fragen zu beantworten hätte- Meine Antwort: Nö jetzt rede ich mit dem Hund. Und wenn ich mich für diesen Hund entscheiden sollte, dann dürfen sie mir Fragen stellen. Ich weiß bis heute nicht, ob sie für, oder gegen mich gestimmt hat.

Mir ist doch wurst, ob mich ein Tierpfleger mag, wichtig ist die Arbeit der Tierheime.

(Und ich habe noch jeden "Problemhund"für den ich mich entschied, aus dem Tierheimzwinger bekommen.)

Verkürzt, aber wahr.

lg
Willi

Hühnermamma
15.11.2013, 18:54
Durch meine Cousine, die ehrenamtlich im TH arbeitet, erfuhr ich von einem Nymphensittich, der dort angeblich als Fundtier abgegeben wurde. Da mir das Tier leid tat, habe ich versucht, einen Platz in einer Voliere mit Artgenossen in einem Pflegeheim zu bekommen. Als ich dort die Zusage hatte, ging ich ins TH und macht dort den Vorschlag, das Tier dort unterzubringen. Der Vogel war noch keine Woche im TH, die Leiterin kannte mich persönlich und trotzdem sollte ich den "Ladenpreis" des Vogels (damals an die 70 DM) dem TH zahlen. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich wollte das Tier nicht mal für mich! Habe dann - wenn ich mich recht erinnere - 30 DM gegeben und mir geschworen, mich zukünftig aus derartigen Angelegenheiten rauszuhalten.

Hühnerfuchs
15.11.2013, 19:46
Grüß euch
Ich habe ja auch auf Tierheime /Tierschutz draufgehaun.

So schlimm sind die NICHT. Man muss sich nur deren "Menthalität" entziehen.

Mein bisher letzter Rüde, aus dem Wiener Tierschutzhaus. (gefördert.)

Ich: Grüß sie, was wissen sie über E 54? (Rein fiktiv, da ich mich an seine Zwingernummer nicht erinnere.)
Antwort: Auf der Straße aufgegriffen, Dominant, Aggressiv, wahrscheinlich Dobermann drin.
Ich: Ich geh mit ihm auf euren Spielplatz.
A: So einfach gehts ja wohl nicht!
I: Dann füttert ihr ihn halt weiter durch-Grüß Gott.
A: Warten sie!
Wir waren dann ca 2 Stunden im Spielplatz.
In diesen 2 Stunden habe ich keine der Fragen, die an mich gestellt wurden, beantwortet, sondern mich nur auf den Hund konzentriert. Es gab dazwischen noch eine Diskussion, dass ich ihre (Pflegerin) Fragen zu beantworten hätte- Meine Antwort: Nö jetzt rede ich mit dem Hund. Und wenn ich mich für diesen Hund entscheiden sollte, dann dürfen sie mir Fragen stellen. Ich weiß bis heute nicht, ob sie für, oder gegen mich gestimmt hat.

Mir ist doch wurst, ob mich ein Tierpfleger mag, wichtig ist die Arbeit der Tierheime.

(Und ich habe noch jeden "Problemhund"für den ich mich entschied, aus dem Tierheimzwinger bekommen.)

Verkürzt, aber wahr.

lg
Willi

Siehst du,so stelle ich mir den Umgang mit den Leuten vom Tierheim vor,sich nicht um blöde Fragen kümmern sondern um das arme Tier:).
Ich muss gestehen ich habe diesen Thread nicht ganz durchgelesen und habe deshalb keine Ahnung ob der arme Hahn noch immer dort sitzt oder ob eine(r) derjenigen die hier mächtig über die Tierheime herziehen den Mumm gehabt haben das Tier (wenn auch kostenpflichtig) zu befreien.
Und bei aller (vielleicht berechtigter) Kritik an den Tierheimen sollte man doch bedenken dass die Tiere wegen Verantwortungslosigkeit oder gar Grausigkeit oder Dummheit mancher Menschen dort sind und es nicht die Schuld des Tierheimes ist dass so viele Tiere dort auf ein neues Heim warten.
Und was die Kosten betrifft bin ich ohnehin komplett auf der Seite der Tierheime,es ist ja nicht so dass all die Tiere in der Erhaltung nichts kosten,es ist ja nicht nur das Fressen,meist ist neben den Tierpflegern auch mindestens ein Tierarzt angestellt usw.,da wird es wohl nicht zu viel sein für ein Tier ein paar Euro dortzulassen.Wenn man dann liest was manche User für ihre "Rassetiere" ausgeben ist dieser Betrag ja wohl nur eine kleine Spende.
Und zum Schluss möchte ich auch noch bemerken dass der Thread "Hahn im Tierheim" heißt und nicht "Hau aufs Tierheim" - ich habe für solche Meldungen im falschen Thread Punkte bekommen die mich noch Monate schwer belasten werden:laugh:laugh:laugh,aber vielleicht gibt es ja für mich eine Weihnachtsamnestie und man stellt meinen Zähler zurück:laugh:laugh:laugh.

ptrludwig
15.11.2013, 20:38
@Hühnerfuchs, die Leute die dem Tierheim Kosten abnehmen, die sollen auch noch dafür löhnen. Rechne dir mal aus was ein Hund in 15 Jahren kostet, denn diese Kosten hätte ja das Tierheim, wenn keiner den Hund nehmen würde. Wie wäre es denn damit, Gassigeher bezahlen, Besucher bezahlen, vielleicht auch noch der Tierarzt welcher die Tiere behandeln darf und all die freiwilligen Helfer sollten doch auch einen Betrag zahlen, weil sie dort helfen dürfen. Das wäre doch denen gegeüber gerecht die eine Aufgabe für mehrere Jahre übernehmen, mit dem Problem wo sie nicht einfach tschüß sagen können wie ein anderer Freiwilliger.
Wo gegen ich gegen eine freiwillige Spende nichts ein zu wenden habe. Wenn ich mich recht erinnere habe ich damals, wo ich mir meinen zweiten Hund geholt habe auch 100 DM gespendet.

Nicolina
15.11.2013, 22:05
Danke @Lolle für den Beitrag über den Obdachlosen und den bemerkenswerten Einsatz dieses TH´s.


Und bei aller (vielleicht berechtigter) Kritik an den Tierheimen sollte man doch bedenken dass die Tiere wegen Verantwortungslosigkeit oder gar Grausigkeit oder Dummheit mancher Menschen dort sind und es nicht die Schuld des Tierheimes ist dass so viele Tiere dort auf ein neues Heim warten.
Eben...gäbe es diese nicht, bräuchte es kein TH.

Und was die Kosten betrifft bin ich ohnehin komplett auf der Seite der Tierheime,es ist ja nicht so dass all die Tiere in der Erhaltung nichts kosten,es ist ja nicht nur das Fressen,meist ist neben den Tierpflegern auch mindestens ein Tierarzt angestellt usw.,da wird es wohl nicht zu viel sein für ein Tier ein paar Euro dortzulassen.
Richtig, wobei es auch "realistische Beträge" sein müssen ( 130 Euro für eine Katze ist das nicht)
und auch unterschieden werden darf, ob ein Tier chronisch krank ist oder kerngesund.
Aber so kenne ich das von den beiden TA´s mit denen ich näher zu tun hatte/habe auch.


Und zum Schluss möchte ich auch noch bemerken dass der Thread "Hahn im Tierheim" heißt und nicht "Hau aufs Tierheim" - :)

Nathanael
15.11.2013, 22:59
Huiuiui, hier geht's zur Sache. Ich habe 3 Kaninchen selbst aus schlechter Haltung direkt übernommen, ihnen also den Umweg über's Tierheim erspart. Der Rammler unkrastriert, alle Trofu-süchtig, hachja, was für ein Glück, dass sie (toitoitoi) bisher keine Zahnschäden haben. Dass hier so gegen die Kastration von Hunden gewettert wird, finde ich persönlich echt heftig, bei Kaninchen würde ich mir das wünschen. Gerade habe ich wieder in einem Kaninchenschutzforum von einem TH gelesen, in dem die Rammler unkastriert rausgegeben wurden... klar kann man bei Hunden die Vermehrung wesentlich besser begrenzen, aber trotzdem kann ich Tierheime da absolut verstehen, ob es sich nun um eine Promenadenmischung oder einen superseltenen Rassehund dreht.

Was ich hier über TH erfahren habe - ob Gutes oder Schlechtes - beeindruckt mich sehr. Ich hoffe sehr, dass ich, sollte ich mal dringend ein Kaninchen suchen, nettere Beratung erhalte als hier so manches Mal beschrieben.

Ich vermittle gerade ein Kaninchen, vermutlich erfolgreich. Im Laden, glaube ich, so 15€ (Ist weiblich und unkastriert), auf'm Fischmarkt, keine Ahnung wie viel...in der e-Bucht bekommt man sie geschenkt...aber ich will 20€ dafür sehen. Dieses Kaninchen ist ein tolles Lebewesen, ja, es war zum Schlachten gedacht, aber egal, was es hinter sich hat, es ist diese 20€ auf jeden Fall wert. Wer sich diesen Klacks nicht leisten kann, wie soll sich derjenige dann die vielleicht anstehende Kastration (Kaninchengebärmütter entzünden sich gern) bezahlen?

Bei Katzen sind die TA-Preise doch ähnlich, oder nicht? Oder sogar höher? Ich habe für dieses Pflegi in der Zeit, in der es hier saß, gute 150€ bezahlt. Oder mehr, ich mag das gerade nicht genau nachrechnen. Dabei ist dieses Tier absolut gesund. Einfach Kotproben (Mehrmals, da andere Tiere aus diesem Notfall definitiv Kokis hatten), Impfen, Untersuchungen, mal eben eine Schnupfenbehandlung...Tierheimen wird es nicht anders gehen, wenn sie Tiere ordentlich behandeln lassen, landen sie bei mindestens 15€ (Habe ich gelesen, Angaben ohne Gewähr) für's Impfen, dann noch die KP, achja, eine gründliche Kontrolle muss sein, Ihgitt, Milben hat das arme Viech auch noch...schwupps, 50€ und mehr sind wech.

Eine blinde Katze hat vielleicht auch besondere tierärztliche Betreuung gefordert. Wenn ein Tier sich in mein Herz schleicht bezahl ich alles dafür, gut, das muss nicht jedem so gehen. Mir sitzt das Geld auch nicht gerade locker in der Tasche, ich bekomme nur Bafög, aber mein Gott, wenn ich jemanden bei mir haben will, zählt Geld nichts. Meine Kaninchen habe ich mir mittlerweile auch echt vergolden lassen, da wären 20€ Abgabegebühr nichts dagegen gewesen. Und bei meinem Pflegi gehe ich immerhin auf Nummer sicher, so einen teuren Braten kauft sich bestimmt niemand und auch Schlangenfutter gibt's wesentlich billiger im Netz. Natürlich will das Tierheim die Tiere vermitteln, aber das auch um jeden Preis? Wer unbedingt eine Katze will, kann auch wöchentlich 2€ zurücklegen... dann kommt die Katze zwar nicht pünktlich zu Heiligabend, aber die Wartezeit wird sich schließlich lohnen, oder nicht? Wer zum Züchter will, um sich ein neues Tier zu beschaffen, soll dies gern tun. Ich werd jedenfalls nur 'gebrauchte' Tiere holen, denn irgendwo las ich mal den Satz: Du kannst zwar nicht alle Tiere der Welt retten, aber Du kannst die ganze Welt eines Tieres retten.

Der berührt mich immer noch, und dann nehm ich auch gerne irgendwann, wenn ich genug Platz (Und ein eigenes Zimmer für die Kaninchen) habe, einen Rammler auf, der Hände doof findet und Menschen nur angeht, weil er bisher keine guten Erfahrungen gemacht hat. Oder eine Zippe, die in Gegenwart von Menschen nicht aus ihrem Versteck kommt, weil sie bisher nur von Kinderhänden bezuppelt wurde. Gut, dann habe ich keine Kuschelkaninchen... aber ich habe immerhin jetzt das Glück, dass eines bei mir lebt, das entschädigt mich ganz gut :)

Ich wünsche allen hier noch einen guten Abend! Sein wir uns doch einig: Wir behalten unsere Tiere und geben sie nicht 'einfach' in ein Tierheim, wenn sich unsere Lebensumstände ins Negative verändern, sorgen wir selbst für eine gute Unterbringung und sind freundlich zu denjenigen, die sie übernehmen wollen ;)

Liebe Grüße!
Anna

Hühnerjette
15.11.2013, 23:06
Vorab: Ich hege die dunkle Vermutung, dass Bob zum letzten Mal in den Aufenthaltsräumlichkeiten der TH-Mitarbeiter gesichtet wurde: Als Martini-Ersatzgans :unsicher

Dann ist es mir ein inneres Bedürfnis, weil hier jemand doch ziemlich zerrissen wird - Lolle: :prost

Ich kann sehr gut nachvollziehen, woher das rührt, was du schreibst. Auch ich bin z.B. dafür, dass Abgabetiere in aller Regel "unfruchtbar" vermittelt werden, eben weil TH froh sein müssen, ihre Schützlinge an den Mann oder die Frau zu bringen, auch ohne von einem kurzen Kennenlernen auf weitreichende persönliche Eigenschaften schließen zu können.
Natürlich kann ich auch die "normalintelligenten" Menschen unter uns verstehen (Gruß an z.B. Silvia ;) ), die selbstverständlich verantwortungsbewusst mit ihren Tieren umgehen können. Es ist eben ein Dilemma, aber letztlich finde ich es tatsächlich wichtiger, gegen weitere Vermehrung zu arbeiten. BTW: Wir haben, bis auf eine Ausnahme, immer unsere Tiere sterilisieren lassen, Hunde wie Katzen. Aus Bequemlichkeit bei den Hündinnen und aus Vorsicht bei den Katzen. Die "Ausnahme" hatte zwar ihre Gebärmutti bis zum Schluss, litt aber wiederholt an Gebärmuttervereiterungen. So viel zum Thema Gesundheit, es kann also auch Vorteile haben, Hündinnen zu sterilisieren. Und ja, es ist EIN Beispiel-Fall ;)

Jetzt mal meine Erfahrungen mit Tierheimen und Pflegestationen:

Mein dickes Hunde-Lenchen stammt aus Tierheim 1. Dort wird die Vermittlung weniger ernst genommen als die Nachzucht eigener Tiere zum Zwecke des Verkaufs. Auch Hunde-Lenchen war ein solches "Zucht"-Tier und hat mich stolze 350 Glocken gekostet (ich war jung, vollkommen irre und wollte den Hund). Bei Unterzeichnung des "Vertrages" (hüstel) die Frage, ob ich eine Rechnung bräuchte, denn dann würde der Spaß nochmal 19% MwSt MEHR (was sonst) kosten...Katzen werden dort generell ungern aufgenommen, da sie kein Geld einbringen (und besser selbst vermehrt werden). Schön :) Es handelt sich um "das" städische Tierheim mit der Erlaubnis zum Tierefangen, die bekommen also auch kommunale Zuschüsse.

Meine geliebte & inzwischen verstorbene Mieze "Maya" hatte ich als Katzenwelpen in Tierheim 2 (Nachbarstadt) erworben. Kostete eigentlich 30€, gab aber wegen akutem Katzenschnupfen 15€ Rabatt & eine Flasche Augentropfen oben drauf. Was will man mehr? Schutzvertrag auf einer DIN-A4-Seite, Nachkontrolle negativ, aber bei mir hatte sie es trotzdem gut;)

Kürzlich suchte ich für Schwieger-Opa (Ü80) einen passenden Hund zur Außenhaltung. Umgänglich sollte er sein und die Hühner (hier ist der Bogen zu Bob und dem Hüfo!!) vorm Fuchs beschützen, dann erwartete ihn der Himmel auf Erden, denn Schwopa ist ein guter Kerl. Also erstmal allein losgezogen, um die Lage auszuloten. TH1 (von oben): Ein mit Kippe bewaffneter (vermutlich verurteilter und Sozialstunden ableistender) "Typ" zeigte mir die vorrätigen Hunde, die überwiegend zur Sorte "eher schwierig, bitte nur mit Pistole den Zwinger betreten" oder "Welpe" gehörten.
Die 2 in Frage kommenden Exemplare wurden eher lachs angepriesen, ich zog also vorerst zu TH3 (Gnadenhof, der lediglich von Spendengeldern und -gütern lebt). Alle Tiere wurden ausführlich inkl. Vorgeschichte vorgestellt, man fasste weitere 2 Vertreter ins Auge, wobei ich mich in einen höchstpersönlich verguckte. Ich verabschiedete mich mit der Angabe, Schwopa von der Lage zu unterrichten und hoffentlich mit ihm wieder hier aufzutauchen. Gesagt, getan: Keine Woche später hatte Opa seine Bessi (mein Verguck-Hund) auf dem heimischen Hühnerhof. 150€ Schutzgebühr ärmer, über die er sich maßlos aufgeregt hat und um eine wirklich liebenswerte, aber auch etwas neurotische (Zwingerkoller - "Geht weg") schwarze Hundedame reicher. TH-Leiterin und ich hinter Schwopas Rücken mit zwinkerndem Auge, schließlich war allen geholfen - trotz Ü80 (und trotz lauter Leute, die mit jedem Auge in eine andere Richtung zu gucken schienen - die hatten aber trotz 1€-Job tatsächlich Freude an ihrem Tun).

Zu guter Letzt: Eine Bekannte vermittelt Katzen. Sie sammelt auf, kastriert mithilfe der Stadt oder auf eigene Kosten und vermittelt bisher kostenlos. Ich schalte ihr ab und an Anzeigen mit der Bitte, sich nur telefonisch zu melden, schließlich habe ich keinen Einblick in die Welt der Katzenpflegestelle, sondern stehe nur ab und an mit meinem Internet zu Verfügung. Man kann sich nicht vorstellen, was für Idioten (pardon) sich da trotzdem (oder gerade) per Mail melden. Da wird einem echt anders & ich kann schon nachvollziehen, dass ich auch bei völliger Überfüllung der Katzenpension nicht auf Biegen und Brechen Tiere an absolute Vollpfosten vermittle. Dazu gehört natürlich auch Menschenkenntnis, vielleicht geht die einem ab, wenn bestimmte Leute eine gewisse Zeit im TH tätig waren? Inzwischen nimmt auch sie Geld, da sich bis dato haufenweise Leute meldeten, die gelinde gesagt nicht alle Latten am Zaun hatten. Und: Sie vermittelt sehr wohl an alte Menschen und solche, die an befahrenen Straßen leben.


Und nochmal hierzu:


Naja wenn jemand mit meiner Gutmütigkeit noch Kapital machen will dann ist er bei mir an der falschen Adresse.

Es wurde schon erörtert, aber sicher wird niemand mit der Vermittlung von Tieren Kapital machen, auch dann nicht, wenn die Gerätschaften 200€ aufwärts kosten. Es geht schlichtweg darum, dass Sachen, die nichts kosten, für sehr viele Menschen keinen Wert besitzen und folglich UNTER UMSTÄNDEN auch schnell wieder entsorgt werden. Das wird dadurch umgangen. Andererseits sind natürlich auch Kosten entstanden, die abgerechnet werden müssen, wobei ich mit 1€ Futterkosten/Tag nicht konform gehe, dafür bei Tierarzt & Co. noch aufschlage.

Ich persönlich verschenke meine Hähne auch dann nicht, wenn ich aus allen Nähten platze. Schlachten (lassen) kann ich selber und die Wohlfahrt bin ich auch nicht. Kürzlich habe ich aber doch mal einen verschenkt: Der junge Mann ist für 35€ Fahrtkosten 500km nach Norden gereist, da dachte ich, kann ich auf meinen Teil verzichten. Und der neue Besitzer hätte bezahlt ;)

Nicolina
15.11.2013, 23:14
(...) die Leute die dem Tierheim Kosten abnehmen, die sollen auch noch dafür löhnen.
Zunächst sind ja Kosten entstanden.

Rechne dir mal aus was ein Hund in 15 Jahren kostet, denn diese Kosten hätte ja das Tierheim, wenn keiner den Hund nehmen würde.
Hypothetisch richtig, wenn es um Hund X ginge, der anderenfalls 15 Jahre im TH wäre.
Nun kommt Hund x aber wieder zurück, weil die "Chemie" doch nicht stimmt,
und der Vermittlungsaufwand ginge von vorne los..


Wie wäre es denn damit, Gassigeher bezahlen, Besucher bezahlen, vielleicht auch noch der Tierarzt welcher die Tiere behandeln darf und all die freiwilligen Helfer sollten doch auch einen Betrag zahlen, weil sie dort helfen dürfen.
Das erschließt sich mir jetzt nicht?
Und Gassigeher und andere freiwillige Helfer "zahlen" doch..nicht mit Geld aber mit "Zeit".

Nicolina
15.11.2013, 23:41
Auch ich bin z.B. dafür, dass Abgabetiere in aller Regel "unfruchtbar" vermittelt werden, eben weil TH froh sein müssen, ihre Schützlinge an den Mann oder die Frau zu bringen, auch ohne von einem kurzen Kennenlernen auf weitreichende persönliche Eigenschaften schließen zu können.
Das wäre auch mein Argument.


Natürlich kann ich auch die "normalintelligenten" Menschen unter uns verstehen (Gruß an z.B. Silvia ;) ), die selbstverständlich verantwortungsbewusst mit ihren Tieren umgehen können. Es ist eben ein Dilemma, aber letztlich finde ich es tatsächlich wichtiger, gegen weitere Vermehrung zu arbeiten.
Dito.

Und zu den "contra-Stimmen" der TH´s,
eine Frage:
Haltet ihr TH´s für notwendig?
Und wenn ja, was wäre eure Idee die negativen Erlebnissen nicht nur hier zu erzählen, sondern den THs
eine Möglichkeit zu geben, darauf zu antworten.

Sundi75
16.11.2013, 00:07
Bei mir geht die Tier-Vergabe so von statten das ich Zuchttiere (mit Bewertungskarten) zu angemessenen Preisen abgebe. Tiere die nicht zur Zucht geeignet sind gebe ich natürlich auch ab z.b an Hobby-Halter.Hähne oder Tauben welche ich zuviel habe und für mich zuchtuntauglich sind kommen 14 Tage per Inserat zu einem angemessenen Preis ins I-Net.Nach dieser Frist wenn sich keiner meldet werden sie geschlachtet für den Eigenbedarf.
Gratis gibt's bei mir gar nichts denn ich habe auch den Arbeitsaufwand & die Futterkosten bis zum Tag des Verkaufs gehabt.Genausowenig verschenke ich (Speise)Eier.BE werden preislich saisonell angepasst.Im Herbst /Winter billiger da da auch die Bfruchtungsrate nicht so tolle ist und ich niemanden besch*** möchte.
Und wenn ein TH Kastrationskosten,Behandlungskosten,Futterkosten verlangt ist das absolut in Ordnung.Diese werden sowieso pauschal ausgerechnet.Und so maches Tier aus dem Tierheim hat oftmals weit mehr Behandlungskosten(notwendige schwierige OP´s z.b) ausgemacht als die Pauschale die dafür verlangt wird.

Kalzifa
16.11.2013, 00:10
Das erschließt sich mir jetzt nicht?
Und Gassigeher und andere freiwillige Helfer "zahlen" doch..nicht mit Geld aber mit "Zeit".

"Für nur 40 Euro im Jahr können Sie bei uns Mitglied werden und mit einem Hund einen erholsamen Spaziergang in die Marienhölzung unternehmen." Gerade von der Tierheimseite von Flensburg kopiert. das hatte mich damals als ich da studiert hatte und überlegte mich im tierheim zu angagieren, abgeschreckt. Zeit hät ich gehabt, geld nicht.


Ist aber an sich, zumindest meiner Erfahrung nach, ein ganz gutes Tierheim.

ptrludwig
16.11.2013, 00:37
"Für nur 40 Euro im Jahr können Sie bei uns Mitglied werden und mit einem Hund einen erholsamen Spaziergang in die Marienhölzung unternehmen." Gerade von der Tierheimseite von Flensburg kopiert. das hatte mich damals als ich da studiert hatte und überlegte mich im tierheim zu angagieren, abgeschreckt. Zeit hät ich gehabt, geld nicht.


Ist aber an sich, zumindest meiner Erfahrung nach, ein ganz gutes Tierheim.
Die Tierheime sind ja schon weiter als ich dachte, kann ich mir die Antwort an Nicolina sparen. Man muss die Sachen nur richtig verkaufen, wird sich schon jemand finden der darauf hereinfällt.

kniende Backmischung
16.11.2013, 07:49
Und wenn ein TH Kastrationskosten,Behandlungskosten,Futterkosten verlangt ist das absolut in Ordnung.Diese werden sowieso pauschal ausgerechnet.Und so maches Tier aus dem Tierheim hat oftmals weit mehr Behandlungskosten(notwendige schwierige OP´s z.b) ausgemacht als die Pauschale die dafür verlangt wird.
Das kann ich nur bestätigen!
Ich finde 150 - 200 € für einen Hund und 80 - 100 € für eine Katze durchaus angemessen. Immerhin übernimmt man ein "gebrauchtes" Tier mit evtl. unbekannter Vorgeschichte. Ich würde für Jungtiere grundsätzlich mehr nehmen wollen, als für ältere Tiere. Und ich würde bei einem Rassetier auch dazusagen, dass eine freiwillige höhere Spende gerne angenommen wird (bekommt man dann in der Regel auch!)

Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, eine Katze oder einen Nager zu kastrieren! Im Gegenteil - ich halte es für praktizierten Tierschutz. Genau, weil man über deren Vermehrung keine Kontrolle hat, sobald diese sich frei bewegen oder (vor allem im Fall der Nager) in gemischten Gruppen gehalten werden.

Bei Hunden sieht das etwas anders aus! Da gibt es schon auch gravierende Nachteile, die eine solche Pauschal-Kastration für ein Tier haben kann! Und nur darauf kommt es mir an! Es ist nicht für jeden Hund ein "Segen" kastriert zu werden!
Und gerade im Fall der Hunde bin ich der Meinung, dass es den zukünftigen Halter unnötig entmündigt, wenn er sich nicht für ein unkastriertes Tier entscheiden kann.
Dagegen würde ich niemals etwas gegen Kastration aus medizinischen Gründen haben. Z. B. Prostata-Probleme beim Rüden oder Endometritis (Gebärmutterentzündung) bei der Hündin. Aber, nur, weil es das gibt, pauschal zu kastrieren - nein. Es gibt genug Hunde, die ohne diesen Eingriff gesund alt geworden sind und sich nie vermehrt haben. Es ist, wie bei den guten Vermittlungen, die überwiegende Zahl.
Aus den Negativbeispielen eine Regel zu machen, kommt mal wieder dem Verallgemeinerungsdenken der Menschen sehr entgegen...

Ich bin mit meiner Meinung da nicht allein und es hat auch nichts damit zu tun, dass ich die Situation des Tierschutzes ausblende. Ich vertrete diese Meinung, obwohl oder genau weil ich weiß, wie es dort ist. Ich bin in guter Gesellschaft von einigen, ebenfalls involvierten, Menschen, die zum Teil auch für TH-Tiere verantwortlich sind, z. B. Tierärzte...

LG Silvia

Hoki
16.11.2013, 12:07
http://www.tierherzen-brauchen-hilfe.de/Seite%202.htm


Genau so ist es Silvia,
bei Katzen ist es leider nicht zu vermeiden , bei Hunden aber schon.....
...und wenn ich mir diese Seite anschaue , wo Hunde von der Strasse weggefangen werden , in ein anderes Land gekarrt , völlig verängstigt - UND ! Dann noch eine Kastration über sich ergehen lassen müssen , was sicher in den meisten Fällen auch nicht nötig wäre , fasse ich mir an den Kopp.... und wenn ich sehe , dass da fast täglich Hunde beim Ta sind zur Kastration, frage ich mich , warum die nicht langsam mal Mengenrabatt bekommen.....

Hühnerfuchs
16.11.2013, 20:25
@Hühnerfuchs, die Leute die dem Tierheim Kosten abnehmen, die sollen auch noch dafür löhnen. Rechne dir mal aus was ein Hund in 15 Jahren kostet, denn diese Kosten hätte ja das Tierheim, wenn keiner den Hund nehmen würde. Wie wäre es denn damit, Gassigeher bezahlen, Besucher bezahlen, vielleicht auch noch der Tierarzt welcher die Tiere behandeln darf und all die freiwilligen Helfer sollten doch auch einen Betrag zahlen, weil sie dort helfen dürfen. Das wäre doch denen gegeüber gerecht die eine Aufgabe für mehrere Jahre übernehmen, mit dem Problem wo sie nicht einfach tschüß sagen können wie ein anderer Freiwilliger.
Wo gegen ich gegen eine freiwillige Spende nichts ein zu wenden habe. Wenn ich mich recht erinnere habe ich damals, wo ich mir meinen zweiten Hund geholt habe auch 100 DM gespendet.

Da sind wir leider nicht der gleichen Meinung:(, aber glaubst du dass jeder freiwillig für ein Tier einen Betrag spenden würde den man wenigstens als "fair" bezeichnen könnte, ich glaube es nicht.
Ich spende zwar kein Bargeld für unser Tierheim (solange der Präsident dort mit dem Jaguar vorfährt):unsicher aber
ab und zu komme ich mit einem Kofferraum voller Hunde und Katzenfutter vorbei ( jedesmal so zwischen 70 und 100€), da bin ich ziemlich sicher das es bei den Tieren bleibt:roll.

Und wenn ich einem Autohändler einen Wagen abkaufe kriege ich ihn auch nicht geschenkt weil ich ihm die Kosten für den Lagerplatz und die Kosten für das Personal dass ihn während er am Lagerplatz steht regelmäßig abstauben oder im Winter vom Schnee befreien muss abnehme - ok,ein bisschen weit hergeholt der Vergleich,aber du verstehst sicher worauf ich hinaus will.

Und meine Tiere sind alles Tiere die dank mir nie ins Tierheim mussten weil ich unter Bekannten schon einen gewissen Ruf habe:), so kommt man mit den Hasen und Katzen die irgendwie "im Weg sind" zuerst einmal zu mir und bisher haben alle bei mir Aufnahme gefunden - und können bis an ihr natürliches Ende bei mir bleiben.

Hühnerfuchs
16.11.2013, 20:36
Das erschließt sich mir jetzt nicht?
Und Gassigeher und andere freiwillige Helfer "zahlen" doch.. nicht mit Geld aber mit "Zeit".

Das ist ein sehr guter Satz zum Thema Gassigeher sollten zahlen:resp.

Hühnerfuchs
16.11.2013, 20:43
Richtig, wobei es auch "realistische Beträge" sein müssen ( 130 Euro für eine Katze ist das nicht)
und auch unterschieden werden darf, ob ein Tier chronisch krank ist oder kerngesund.
Aber so kenne ich das von den beiden TA´s mit denen ich näher zu tun hatte/habe auch.

:)

Da gebe ich dir Recht,130€ für eine Miezekatze ist heftig.
Was chronisch kranke Tiere betrifft so werden diese bei uns weiter auf Kosten des Tierheims behandelt ohne Kosten für den neuen Besitzer. Weiters werden Sterilisationen und Untersuchungen für alle Tiere zu einem extrem niedrigen Preis durchgeführt, dies ist auch ein Grund das eine oder andere zugelaufene Tier nicht im TH abzugeben sondern selbst zu behalten.

Sundi75
16.11.2013, 21:49
Da gebe ich dir Recht,130€ für eine Miezekatze ist heftig.
Was chronisch kranke Tiere betrifft so werden diese bei uns weiter auf Kosten des Tierheims behandelt ohne Kosten für den neuen Besitzer. Weiters werden Sterilisationen und Untersuchungen für alle Tiere zu einem extrem niedrigen Preis durchgeführt, dies ist auch ein Grund das eine oder andere zugelaufene Tier nicht im TH abzugeben sondern selbst zu behalten.

Der Preis ist nicht so abwegig wenn man die Grundimmunsierung bei den Pflichtimpfungen hernimmt,womöglich noch ne Wurmkur, +/- die Tage was das Tier im heim an Futter,Katzenstreu...gebraucht hat.Wie gesagt das sind Pauschalpreise die den kompletten Tierbestand mit Futter und medizinischer Versorung am laufen halten soll.
Und ganz ehrlich für ne Rassekatze wird auch gleich ma gern 1000€ ausgegeben nur weil sie nen Stammbaum hat mit dem ein Nicht-Züchter oder Nicht-Aussteller so und so nix anfagen kann.

kniende Backmischung
17.11.2013, 07:49
Das sind jetzt aber wieder Extreme. Klar, gibt es einige wenige, die horrende Preise für ein Rassetier ausgeben. Aber Menschen, die ein Tier aus dem Heim möchten, gehören sicher nicht dazu. Wobei ich jetzt nicht damit sagen will, dass sie das tun, weil die Tiere dort so günstig sind! Nicht, dass das wieder missverstanden wird ;)

Die Tierheime müssen sich ja zum Glück nicht nur aus den Erlösen der Vermittlung finanzieren - das wäre ein Zuschussgeschäft! Die Finanzierung gestaltet sich sehr vielschichtig und ist manchmal echt mühselig...
Aber mit überzogenen Abgabepreisen würden sie weniger Tiere vermitteln.
130 € für eine "normale" Katze ist, finde ich, zu viel. Da gibt es (leider) genügend kleine Kätzchen, die jedes Jahr fast umsonst abgegeben werden.


Und meine Tiere sind alles Tiere die dank mir nie ins Tierheim mussten weil ich unter Bekannten schon einen gewissen Ruf habe, so kommt man mit den Hasen und Katzen die irgendwie "im Weg sind" zuerst einmal zu mir und bisher haben alle bei mir Aufnahme gefunden - und können bis an ihr natürliches Ende bei mir bleiben.

So geht es mir auch: Es ist bekannt, dass ich mich immer irgendwie kümmere. Daher herrscht hier ab und an ein reger Durchgangsverkehr. Ich kann nicht immer alle Tiere behalten, die ein neues Zuhause suchen, aber meist finde ich doch früher oder später einen guten Platz.

LG Silvia

Kamillentee
17.11.2013, 20:17
Der Preis ist nicht so abwegig wenn man die Grundimmunsierung bei den Pflichtimpfungen hernimmt,womöglich noch ne Wurmkur, +/- die Tage was das Tier im heim an Futter,Katzenstreu...gebraucht hat.Wie gesagt das sind Pauschalpreise die den kompletten Tierbestand mit Futter und medizinischer Versorung am laufen halten soll.
Und ganz ehrlich für ne Rassekatze wird auch gleich ma gern 1000€ ausgegeben nur weil sie nen Stammbaum hat mit dem ein Nicht-Züchter oder Nicht-Aussteller so und so nix anfagen kann.


Jaaa, will nur noch mal anmerken, daß die Katze ca. 15 Jahre alt war, und wirklich keinen einzigen Zahn mehr hatte.
Man kann ja jetzt annehmen, daß diese OP (?) den Preis so anhob,
zusammen mit den Impfungen, usw.. Und wer weiß, wie lange die Mieze schon dort im TH saß und Futterkosten anfielen.:(
Aber man kann das doch nicht immer so rechnen,
wahrscheinlich braucht so ein altes Tier recht bald schon wieder einen Tierarzt und wie lange lebt es überhaupt noch?
LG

kniende Backmischung
17.11.2013, 22:11
Normalerweise sind die TH froh, wenn jemand einer so alten Katze ein neues Zuhause gibt. Wenn man da die Behandlungs- und Futterkosten aufrechnet, werden gerade solche Tiere bald "unbezahlbar". Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Spenden nach den entstandenen Kosten berechnet werden.
Da haben die sicher für alle Katzen so viel haben wollen, oder?

LG Silvia