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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Elektronische Mitgliedererfassung des BDRG (Datenschutz und Softwareprobleme)



Catwalk75
20.05.2013, 11:56
Hallo Zuchtfreunde,

in den vergangenen Wochen hört und liest man immer wieder sehr kritische Stimmen, was die Software zur Mitgliedererfassung beim BDRG angeht. In 2013 soll die Mitgliedererfassung wohl auch soweit eingeführt werden, dass in 2014 ausschließlich die Daten via Internet aktualisiert werden sollen.

Ich persönliche halte dies für absolut zeitgemäß und stehe dem grds. offen gegenüber, aber es sollte eben auch alles funktionieren und abgesichert sein, wenn Daten durch das Internet geschickt werden.

Jetzt aber zum eigentlichen Diskussionsthema!!!

Neben häufigen Installationsproblemen (was nicht gerade für eine qualitativ ausgereifte Software spricht), steht auch noch das Problem mit dem Datenschutz im Raum. Ich persönlich habe die Software schon einsehen dürfen und stehe dieser eher kritisch gegenüber.

Da mit der Software die Datensätze von ca. 180000 Mitgliedern (laut Homepage BDRG) durch das Internet zum BDRG-Server geschickt werden sollen, muss es bei diesem Datenvolumen doch eingebaute Sicherheiten geben.

Das es sich dabei um äußerst sensible Daten handelt (Name, Adresse, Geburtstdatum, Hochzeitsdatum usw.), ist wohl unstrittig. Das solche Daten auch für Firmen interessant sind, die Werbung vertreiben oder Datensätze verkaufen (an Callcenter usw.), ist wohl auch einleuchtend und überall bekannt.

In Zeiten, wo Cybercrime und Datenklau im Internet eine Hochkonjunktur erleben, mache ich mir da schon so meine Gedanken.

Laut dem § 9 Bundesdatenschutzgesetz i.V.m der Anlage zum § 9 Bundesdatenschutzgesetz, müssen bei einer elektronischen Verarbeitung von Daten etwaige Schutzmechanismen nach dem aktuellen Stand der Technik verwandt werden. So fordert es das Gesetz auch für nicht-öffentliche Stellen.

Aus diesem Grund möchte ich es kurzum zur öffentlichen Diskussion stellen. Vielleicht hat sich hier schon jemand informiert bzw. Gedanken über folgende Fragen gemacht hat:



1.) Werden die Daten beim Transfer (via Internet) vom Anwender des Ortsvereins zum BDRG-Server verschlüsselt :kein ?

2.) Wurde die eingesetzte Software auf Sicherheitslücken überprüft :kein ?

3.) Wird der BDRG-Server gegen Angriffe unbefugter Dritter aus dem Interent abgesichert :kein ?

4.) Wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um dieses System gegen Viren, Trojaner usw. zu schützen :kein ?

5.) Gibt es Wartungsverträge oder eine abgestellte Person zur ständigen Aktualisierung der Sicherheitsvorkehrungen :kein ? Die Bedrohungen bzw. Angriffe aus dem Internet ändern sich ja auch täglich!


Hintergrund:
Mit diesen Bedenken bin ich bereits mehrfach schriftlich an den BDRG herangetreten und habe um Beantwortung dieser Fragen gebeten. Des Weiteren habe ich um schriftliche Mitteilung gebeten, welche Verschlüsselungssysteme und Sicherheitsvorkehrungen eingebaut wurden, um einen verantwortungsbewussten Umgang der ca. 180000 Mitgliederdaten zu gewährleisten.

Leider habe ich in den letzten 7 Wochen keine schriftliche Nachricht des BDRG erhalten. Natürlich frage ich mich nun, warum man sich dort so sehr in Schweigen hüllt? Eine Antwort hierzu kann ich leider nicht geben:neee:, aber man macht sich natürlich umso mehr Gedanken über die o.g. Fragen.


Mir ist bewusst, dass diese Thema sicher polarisiert, aber gerade deshalb sollte auch mal öffentlich darüber diskutiert werden.


Viele Grüße
Catwalk75

Wontolla
20.05.2013, 12:56
Bei der Altersstruktur im BDRG sehe ich das Vorhaben ohnehin zum Scheitern verurteilt.

colourfuls
20.05.2013, 13:03
Ich bin im Rassegeflügelverein als Schriftführerin(kein Züchter) und soll diese Aufgabe übernehmen.
Die CD liegt vor. Gemeinsam mit dem Vorstand werden wir es in Angriff nehmen. Bis jetzt kann ich noch nichts dazu sagen, finde aber den Einwand auch berechtigt. Bin gespannt auf andere Reaktionen!

Lino
20.05.2013, 13:21
Hallo Catwalk75,

beruflich habe ich als IT-Admin einer Bank regelmäßig mit Malware zu tun. Angesichts der massiven Angriffe in jüngster Zeit und der Alterstruktur in vielen Vereinen halte ich das Ansinnen nicht für durchführbar.
Selbst wenn Punkte 1-5 berücksichtigt wurden, besteht nur dann eine relative Sicherheit, wenn einerseits aktuelle Sicherheitssysteme angewendet werden und andererseits die Erfassung dann umgehend durchgeführt und abgeschlossen ist.

Catwalk75
20.05.2013, 14:00
@colourfuls
Mir soll eine ähnliche Aufgabe zugeteilt werden. Allerdings werde ich nicht mit der Software arbeiten (ich habe eine störrische Verweigerungshaltung eingenommen), bis ich eine schriftliche Bestätigung vorliegen habe, wie die Systeme gesichert sind. Ich bin nicht sicher, ob ich dann als Absender nicht auch gegen das Bundesdatenschutzgesetz verstoße, wenn ich ungesichert Daten von den Mitgliedern des Ortsvereins verschicke.

Wer dann überhaupt der juristische Adressat wäre, falls es zu einem Datenklau kommen würde, ist mir auch nicht ganz klar. Ob es dann Unterschiede gibt, ob die Daten auf dem Server angegriffen werden oder auf dem Weg vom Ortsverein zum Server, kann ich nicht sagen. Allerdings gibt es im Bundesdatenschutzgesetz ein gerütteltes Maß an Bußgeldvorschriften, auf dessen Lesung ich aber erstmal verzichtet habe.

.................................................. ............................

@Lino
Danke für Deinen Beitrag. Nachdem ich die Software gesehen habe, bezweifel ich ganz stark, dass hier irgendwas verschlüsselt bzw. gesichert wird.
Ich bin zwar kein IT´ler, aber die Software erinnert mich irgendwie an die alten Amigazeiten:laugh.

Ich habe das Anliegen auch mit dem IT´ler in unserem Haus besprochen, der sich ähnlich geäußert hat.

Es ist halt bedenklich, dass bereits Mitgliederdaten auf dem BDRG-Server liegen und evtl. auch schon Ortsvereine die Software zum Einsatz bringen.

colourfuls
20.05.2013, 14:54
http://www.infoquelle.de/Recht/Online_Recht/Datenschutz.php

Der zweite Absatz betrifft z.B. Vereine.

Kurzer Zitat:


Folgende Angaben sind dabei zulässig:


Zugehörigkeit der Person zu der aufgelisteten Personengruppe - außer die Zugehörigkeit an sich ist als schutzwürdig anzusehen (z.B. bei einer Auflistung von Häftlingen eines Gefängnisses)

Berufs-, Branchen- oder Geschäftsbezeichnung

Namen

Titel und akademische Grade

Anschrift und Geburtsjahr

Catwalk75
20.05.2013, 15:21
Der Absatz bezieht sich aber auf die Veröffentlichung von Personenlisten im Internet. Kann man also nicht auf unseren Fall beziehen.

Such mal nach dem Bundesdatenschutzgesetz und schau Dir den § 9 Satz 1an. Dazu gibt es noch eine Anlage, worin genau steht, wie alles abgesichert sein muss.

colourfuls
20.05.2013, 15:27
Der Absatz bezieht sich aber auf die Veröffentlichung von Personenlisten im Internet. Kann man also nicht auf unseren Fall beziehen.

Such mal nach dem Bundesdatenschutzgesetz und schau Dir den § 9 Satz 1an. Dazu gibt es noch eine Anlage, worin genau steht, wie alles abgesichert sein muss.



Du hast recht!! Und jetzt?

Catwalk75
20.05.2013, 15:36
Aus meiner Sicht muss die Übertragung und Speicherung gegen Angriffe aus dem Internet abgesichert sein.

Ob die Software des BDRG den Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes gerecht wird, wird zumindest von mir angezweifelt. Deswegen habe ich es hier zur Diskussion gestellt.

Mal sehen was noch für Beiträge hier hinzukommen.

kraienkopp
20.05.2013, 18:55
Leider mal wieder typisch BDRG. Einfach Dinge beschließen und einführen, ohne entsprechend abgesicherte Grundlagen dafür geschaffen zu haben. Auch das aussitzen, also nicht beantworten der Fragen passt genau zu der bisherigen BDRG-Philosophie. Hier wird die gesamte Arbeit wieder auf den kleinen Verein abgewälzt. Wozu haben wir denn eine Geschäftsstelle mit Geschäftsführerin und weiteren Beschäftigten in Offenbach? Viele Vereine haben doch schonmal keinen Zugang zum Internet (Altersstruktur).

Ratisbona
20.05.2013, 19:57
Also ich möchte nicht wissen, wieviele die beim BDRG das beschlossen haben,überhaupt schon mal was vom BDSG gehört haben. Allerdings gehe ich davon aus, daß nicht jemand vom Verband das Programm geschrieben hat. Es gibt dich Unternehmen, welche sich mit solchen Dingen beschäftigen und denen sind die gesetzlichen Vorschriften durchaus bekannt. Diese Firmen können auch sicher etwas zur Datensicherheit sagen. Der Auftraggeber muß doch nur auf den Ersteller des Programms zugehen und eine entsprechende schriftliche Auskunft bzw. Bestätigung einholen. Ist eigentlich nicht so schwer, wenn man als Auftraggeber weiß um was es geht.

Catwalk75
20.05.2013, 20:06
Das Programm stammt leider doch von jemanden, der im BDRG organisiert ist. Professionell ist diese nämlich auf keinen Fall.

Die Software stammt von einem Taubenzüchter, ich glaube aus Bayern. Schaut einfach mal hier:

http://www.baierdv.de/

Gibt der Sache noch einen faderen Beigeschmack, dass hier nichtmal ne Firma mit dem nötigen Knowhow beauftragt wurde.

Leider hält sich der Verband und auch der Programmierer in beharrlichen Schweigen bzgl. Datenschutz.

Was die Software dem Bereitsteller wohl eingebracht hat?

kraienkopp
20.05.2013, 22:08
Naja, bei denen war ich schon von den Ausstellungsprogrammen enttäuscht. Mein Bruder (Diplom-Informatiker) hat damals auch gesagt, dass dieses schlampig und fahrlässig programmiert wurde.

Ratisbona
20.05.2013, 22:12
Na dann, bravo. Als Mitglied eines Geflügelzuchtvereins würde ich nicht meine Zustimmung (Unterschrift) für eine Datenspeicherung und Übertragung geben.

kraienkopp
20.05.2013, 23:52
Aber was willst du machen, wenn das von oben beschlossene Sache ist?

Gruberhans
21.05.2013, 00:51
1.) Werden die Daten beim Transfer (via Internet) vom Anwender des Ortsvereins zum BDRG-Server verschlüsselt


Nein.



2.) Wurde die eingesetzte Software auf Sicherheitslücken überprüft


Sieht so aus als bräuchte das Programm keine.



3.) Wird der BDRG-Server gegen Angriffe unbefugter Dritter aus dem Interent abgesichert


Die Downloadanfrage geht an 87.106.25.47 = Baier Datenverarbeitung



4.) Wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um dieses System gegen Viren, Trojaner usw. zu schützen


Vielleicht.



5.) Gibt es Wartungsverträge oder eine abgestellte Person zur ständigen Aktualisierung der Sicherheitsvorkehrungen


Vielleicht. Nutzt allerdings nicht viel, wenn bestimmte Einstellungen falsch sind.



Das Programm ist vermutlich vollkommener Schrott. Es verbindet sich mit unverschlüsseltem Benutzernamen und ebenfalls unverschlüsseltem Passwort



Aber was willst du machen, wenn das von oben beschlossene Sache ist?


Den Vorstand inklusive Geschäftsführung abwählen, und zwar komplett. Wer mit so einem Murks Datensätze von 180 000 Mitgliedern anlegen möchte ist nicht geschäftsfähig. Eine Übermittlung von Datensätzen kommt bei einem derart "abgesicherten" Server einer Veröffentlichung gleich.

Catwalk75
21.05.2013, 09:05
Mir zeigt schon das beharrliche Schweigen des BDRG, dass meine mehrfachen schriftlichen Anfragen wohl nicht erwünscht waren.

Aber man kann daraus noch die Erkenntnis ziehen, welche Wertschätzung der BDRG seinen Ortsvereinen entgegenbringt.

In diesem Zusammenhang wird in einen anderen Thread über eine weitere Abgabe pro Kopf an der BDRG diskutiert und mit der Software wurde vermutlich eine gehörige Summe in den Sand gesetzt, weil sich die Gekupferten keine Gedanken über ihr Vorhaben gemacht haben.
Ich glaube nicht, dass BaierDV die Software aus Nächstenliebe zum BDRG bereitgestellt hat. Die Software mit einigen tausend Lizenzen hat bestimmt ein paar Scheinchen gekostet.

Warum muss man dies eigentlich alles tatenlos schlucken und kann nichts dagegen unternehmen?

Was die Software und den Datenschutz angeht, werde ich mir geeignete Schritte überlegen, um nachhaltig auf die angenommenen Defizite aufmerksam zu machen. Vielleicht muss es einfach mal einen richtigen Knall geben.

Würde mich freuen, wenn weiter hier diskutiert werden würde.

Vielleicht kann jeder diese Diskussion auch in seinen Ortsverein bzw. KV tragen. Wenn sich eine gewisse Gegenwehr formiert, kann man eher etwas erreichen, als wenn jeder alleine seine Bedenken vorträgt.

Catwalk75
21.05.2013, 09:06
Vielleicht kann jeder diese Diskussion auch in seinen Ortsverein bzw. KV tragen. Wenn sich eine gewisse Gegenwehr formiert, kann man eher etwas erreichen, als wenn jeder alleine seine Bedenken vorträgt.

Lino
21.05.2013, 10:27
...
Ich glaube nicht, dass BaierDV die Software aus Nächstenliebe zum BDRG bereitgestellt hat. Die Software mit einigen tausend Lizenzen hat bestimmt ein paar Scheinchen gekostet.

Es darf gar nichts gekostet haben, da die BaierDV keine USt-ID im Impressum angegeben hat. Es sei denn, das Impressum wäre unvollständig - das würde aber ein bezeichnendes Licht auf ein Unternehmen asu dem IT-Sektor werfen!

Catwalk75
21.05.2013, 10:32
@ Lino
Das ist mir auch schon aufgefallen, aber vorgesehen hat er es wohl.
Als Unternehmen würde ich das aber nicht bezeichnen, zumindest wenn man von der Aufmachung seiner Homepage ausgeht. Ich würde eher Richtung Kleinunternehmer und Hobbyprogrammierer tendieren.

colourfuls
21.05.2013, 10:58
Vielleicht kann jeder diese Diskussion auch in seinen Ortsverein bzw. KV tragen. Wenn sich eine gewisse Gegenwehr formiert, kann man eher etwas erreichen, als wenn jeder alleine seine Bedenken vorträgt.

Ich habe meinem Vorstand diese Seite als Link geschickt. Bin auch auf Reaktionen gespannt!! Mitte Juni treffen wir uns.Spätestens da muß ich wohl aufklären, denn wenige sind online!

Ratisbona
21.05.2013, 12:16
Sicher ist es richtig das Thema in die Ortsvereine zu tragen. Ob jedoch ein Orts - oder Kreisvorsitzender etwas erreichen kann ist fraglich. Schaut doch mal auf der Internetseite "Der Hessische Datenschutzbeauftrage" Auf der Seite über uns konnte ich u.a. folgendes lesen : Jeder Bürger hat das Recht, sich unmittelbar an den Datenschutzbeauftragen zu Wenden. Ich glaube wenn der sich da einschaltet, dann verleiht das den "Herren" am ehersten Flügel.

Ratisbona
21.05.2013, 12:54
Hab noch ein wenig auf dieser Internetseite gesucht. Für Vereine und Verbände sind Frau Topp sowie Frau Ebert zuständig.

Catwalk75
21.05.2013, 15:20
Das ist eine durchschlagende Variante, welche ich als ultima ratio in Erwägung ziehen würde.

kraienkopp
21.05.2013, 22:27
Da würde ich mich vielleicht garnicht so lange vertrösten lassen. Wenn nämlich so ein Herr in der Geschäftsstelle nachhakt ist das ein vielfaches effektiver als wenn 5 LV-Vorsitzende reklamieren. Außerdem ist die Geschäftstelle ja in Offenbach, also in Hessen. Der kann das vielleicht in der jetzigen Form (falls die genannten Punkte nicht konform sind) verbieten. Ist doch immerhin so etwas wie ein WKD für Datenschutz!

Hühnerbruno
22.05.2013, 14:24
Hallo,
ich habe gerade mal auf der BDRG Seite geschaut und nur einen Text vom 16.11.2011 zu der elektronischen Erfassung gefunden. Gibt es da auch was aktuelles??

Sind die einzelnen OV schon angeschrieben worden? Wir hatten gerade Versammlung, da war das aber kein Thema.

Bin jetzt auch interessiert an weiterführenden Infos.

colourfuls
22.05.2013, 14:33
Hallo Hühnerbruno,

auch ich schaue jetzt hier regelmäßig rein und hoffe auf neue Nachrichten. Meinen Vorstand habe ich informiert. Am 16.Juni ist eh ein Treff geplant.Bis dahin bleibe ich stur!!

In unserem Kreis haben schon einige Vereine mit der CD gearbeitet, deshalb habe ich den Kreisverband drängend im Rücken. Ich gehe davon aus, das die von dieser Diskusion gar nichts wissen.

Catwalk75
22.05.2013, 15:15
In unserem Kreis haben schon einige Vereine mit der CD gearbeitet, deshalb habe ich den Kreisverband drängend im Rücken. Ich gehe davon aus, das die von dieser Diskusion gar nichts wissen.

Davon gehen ich allerdings auch aus. So wie sich der Sachverhalt darstellt, wird der BDRG auch ein großes Interesse daran haben, dass davon nicht soviel durchsickert.

Das Projekt soll UNBEDINGT umgesetzt werden. Ich schätze das hier auch schon einiges an Geld für diese Software ausgegeben wurde. Da würden sicher Rücktrittsrufe laut, wenn die "Herren" dabei nicht an so was banales wie Datenschutz u.ä. gedacht hätten.

In unserem KV und dem benachbarten KV wurde sofort alle Arbeit mit der Software gestoppt, bis es eine Handlungssicherheit für die kleinen Ortsvereine gibt.

Ich habe den BDRG erstmalig Anfang April über meine Bedenken in Kenntnis gesetzt. Da nach mehreren Wochen immer noch niemand Stellung bezogen hat, habe ich nochmals direkt an den Präsident geschrieben und bis heute wieder keine Antwort erhalten.
Ich überlasse es jetzt mal der Phantasie von jedem selber, warum der BDRG sich nicht schriftlich positioniert und einfach ein rechtsverbindliches Schriftstück verteilt, wie das gesamte Vorhaben verschlüsselt und gesichert ist. Dies dürfte doch, wenn alles mit dem Bundesdatenschutzgesetz konform wäre, im eigenen Interesse sein.

Fakt ist, die Verbindung zum PC des kleinen Schriftführers muss verschlüsselt werden und der Server des BDRG muss ebenfalls nach dem aktuellen Stand der Technik gesichert werden.

Wer sich mal genau anschauen möchte, was der Gesetzgeben vorschreibt -> GUCKST DU HIER (http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__9.html)

Die Anlage zum § 9 BDSG findet ihr GUCKST DU HIER (http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/anlage_79.html)

Ich denke meine Sorgen sind absolut berechtigt und bedürfen einer abschließenden Klärung.


Diskutiert dies doch einfach mal in den Vereinen oder KV. Der ein oder andere wird sich dann evtl. auch mal darüber Gedanken machen...

Catwalk75
22.05.2013, 15:19
Sind die einzelnen OV schon angeschrieben worden? Wir hatten gerade Versammlung, da war das aber kein Thema.

Bin jetzt auch interessiert an weiterführenden Infos.

Also in unseren Vereinen sind bereits alle mit dieser Software bestückt worden.

kraienkopp
22.05.2013, 21:49
Das Präsidentenamt wurde Anfang Mai neu besetzt, ist jetzt Christoph Günzel. Solche Anfragen würde ich eh an die Geschäftsstelle nach Offenbach schicken. Denke, dass diese die Mitgliedersachen auch verwalten.

Oder am Besten gleich an:

Peter Blunk
Gremelskamp 7
23818 Neuengörs
Tel. 04 55 0 / 12 23
E-Mail: blunk@rgz-sh.de

Beisitzer im Präsidium des BDRG mit folgenden Aufgabenbereichen:

Betreuung der Bundes-Jugendorganisation
Ansprechpartner für Bundes-Jugendschauen und Bundes-Jugendtreffen
Betreuung der Umsetzung der Mitglieder-Bestandserfassung, System der Beitragsgestaltung
Übernahme von Sonderaufgaben

Catwalk75
23.05.2013, 08:46
Natürlich habe ich die Mail, neben dem Präsidenten als höchstes Gremium, auch dierekt in die Geschäftsstelle gesteuert. Die werden doch in der Lage sein, diese entsprechend weiterzuleiten (naja, vielleicht auch nicht:laugh).
Nochmal werde ich ganz sicher nicht an den BDRG schreiben, ich bekomme sowieso keine Antwort. Da kann ich mailen wem ich will.

Auch wenn ich evtl. ein unangenehmes Thema beim BDRG angeschnitten habe, darf man trotzdem eine Antwort bekommen. Zumindest eine Eingangsbestätigung wäre nett.
Ich merke daran, wieviel Wertschätzung der BDRG seinen Ortsvereinen entgegen bringt (nämlich null). Es ärgert mich dabei, dass auf der anderen Seite die Abgaben an den BDRG erhöht werden sollen. Das Recht nehmen sie sich einfach raus, aber andererseits reagieren sie nicht mal auf Anschreiben (toller Vorstand).

Ratisbona
23.05.2013, 13:04
Soeben habe ich die Geflügelbörse vom 24.Mai bekommen. Darin auch ein Bericht von der BDRG-Bundestagung am 4. und 5. Mai 2013. Laut Bericht gab Peter Blunk, der ja für die Umsetzung des Projekts Mitgliederverwaltung zuständig ist, folgenden Kommentar ab. Zitat " Nach Anlaufschierigkeiten, steht das Projekt jetzt auf soliden Beinen". Mehr konnte ich in dem Bericht nicht lesen. In der neuen Ausgabe der Geflügelbörse sind auch alle Anträge an die Bundesversammlung aufgeführt. Zur neuen Mitgliederverwaltung Fehlanzeige. Entweder ist dieses Thema für die Landesverbände nicht so wichtig, oder diese können nicht einschätzen was dahinter steht.

Catwalk75
23.05.2013, 13:24
Soeben habe ich die Geflügelbörse vom 24.Mai bekommen. Darin auch ein Bericht von der BDRG-Bundestagung am 4. und 5. Mai 2013. Laut Bericht gab Peter Blunk, der ja für die Umsetzung des Projekts Mitgliederverwaltung zuständig ist, folgenden Kommentar ab. Zitat " Nach Anlaufschierigkeiten, steht das Projekt jetzt auf soliden Beinen".


...Entweder ist dieses Thema für die Landesverbände nicht so wichtig, oder diese können nicht einschätzen was dahinter steht.


Ein Bekannter war selber bei der BDRG-Tagung anwesend und wir dachten, dass dort evtl. mal etwas zum Thema Datenschutz gesagt würde. Leider Fehlanzeige...

Nach Auskunft des Bekannten wurde bei diesem Thema lediglich "rumgeeiert".

Ich glaube auch, dass den Landesverbänden dieses Thema überhaupt nicht transparent ist.

Gruberhans
23.05.2013, 19:15
Manche Landesverbände sind von sämtlichen guten Geistern verlassen.

Ich kenne einen Landesverband der allen Ernstes plant/ vorhat/ die Absicht hat/ in Erwägung zieht, eine eigene Halle für eine Landesgeflügelschau zu bauen. Kein Bierzelt, sondern eine feste Halle, für deren Bau entweder jeder Ortsverband oder jedes Vereinsmitglied des Landesverbandes einen festen Betrag zahlen soll.

Welche Daten sollen überhaupt übermittelt werden, die Anzahl der Vereinsmitglieder oder persönliche Daten/ Anschrift/ Geburtsdatum jedes Vereinsmitgliedes?

Catwalk75
23.05.2013, 19:36
Welche Daten sollen überhaupt übermittelt werden, die Anzahl der Vereinsmitglieder oder persönliche Daten/ Anschrift/ Geburtsdatum jedes Vereinsmitgliedes?

Die Mitgliederverwaltung, welche sonst postalisch an BDRG geschickt wurde.

Das umfasst Name, Adresse, Geburtsdatum, Hochzeitsdatum, Telefon usw..

Gruberhans
23.05.2013, 20:04
Das geht natürlich nicht. Da Beratungsresistenz und Merkbefreiung hier Hand in Hand gehen, würde ich einen Brief an den hessischen Landesbeauftragten für Datenschutz empfehlen. Bei nächster Gelegenheit kann man ja mal nachfragen wie viel Geld geflossen ist. Als Vereinsmitglied hat man ja umfassende Einsicht in die Unterlagen...

kraienkopp
23.05.2013, 22:06
Das denkst du! Ich habe selbst mal an einer BDRG-Tagung (Freudenstadt) teilgenommen. Gerade die Finanzen werden sehr schnell durchgewunken. Da hieß es nur, dass "der Kassenbericht zum vergangenen Jahr ist in der Tagungsmappe, Fragen dazu - keine, Haushaltsvorschläge für kommendes Jahr..., schönen Dank für die Aufmerksamkeit". Da dauert jeder anständige Kassenbericht von einem Ortsverein mehr als doppelt so lange!!!

Gruberhans
23.05.2013, 23:56
Alleine richtet da man natürlich nicht viel aus. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen das da jemand mehr als höchstens etwas dreistelliges für etwas Arbeitsaufwand bekommen hat, wenn überhaupt. Fakt ist aber das die Software Murks ist. Wenn ein Programm nicht mal seine eigenen Verbindungsdaten verschlüsselt, verschlüsselt es überhaupt nichts.

Ich finde es peinlich wenn ein Verband mit (noch) 180 000 Mitgliedern die Einführung eines derartigen Programmes als Errungenschaft feiern möchte, obwohl es so ziemlich gegen jede Datenschutzvorschrift verstoßen dürfte. Das einzige das noch peinlicher ist, ist das dieser Verband tatsächlich eine Geschäftsführung zu haben scheint, die sich anscheinend überhaupt nicht darum schert.

Falls auf diesem Server bereits Daten vorhanden sind dann sollte man dafür sorgen das dort der Stecker gezogen wird, und zwar so schnell wie möglich. Nicht das der Untergang des Abendlandes unmittelbar bevorstehen würde, aber ich bekomme schon genug Werbung zugeschickt, von zahlreichen Supersondergewinnen mal ganz abgesehen.

Wontolla
24.05.2013, 05:41
Kann mir mal jemand plausibel erklären, wozu der BDRG all diese Daten benötigt? Mir fällt da nichts sinnvolles ein. Es gibt doch genug Tätigkeitsfelder, die ausbaufähig wären.
Dass mein Ortsverein die Daten benötigt und verwalten muss ist klar. Beim Kreis und beim Bezirk reichen nackte Zahlen für die Statistik. Beim Landesverband werden persönliche Daten benötigt soweit es das Zuchtbuch betrifft. Der Verein ist da nicht mal involviert. Wozu auch?
Aber wozu wird bei der Bundesorganisation mein Name und meine Adresse benötigt? Was rechtfertigt den Aufwand? Wie erfährt der BDRG von Änderungen? Was geschieht, wenn ich aus dem Verein austrete? Werden meine Daten dann zeitnah gelöscht oder kursiere ich jahrelang als Karteileiche?

Ratisbona
24.05.2013, 06:45
Es müsste genügen, wenn die Ortsvereine Name, Vorname sowie Eintittsdatum weiterleiten. So machen es die Kaninchenzüchter. Dies dient lediglich dazu wenn vom Bezirk bzw. Landesverband eine Ehrennadel beantragt wird. Bei uns Kaninchenzüchtern werden altgediente Mitglieder auch zu Altmeistern der Deutschen Rassekaninchenzucht ernannt. Aber für alle diese Ehrungen wird keine Anschrift bzw. Telefonnummer benötigt.

kraienkopp
24.05.2013, 09:01
Man kann es dadurch rechtfertigen, dass man wissen will wer eigentlich alles Mitglied im Verband ist. Auch die Geschichte mit Ehrungen. In erster Linie wird es meiner Ansicht darum gehen, dass nach der Einführung des Kopfbeitrags Vereine große Mitgliederzahlen bei den Verbänden abmelden um diesen Kopfbeitrag zu sparen.

Meinetwegen, aber dann muss es auch anständig gemacht werden. Wie schon mehrfach geschrieben wurde. Es gibt genügend Hacker die schon in Systeme von Softwarefirmen und anderen eingestiegen sind. Und bei denen kann man davon ausgehen, dass man es dort richtig gemacht hat.

Catwalk75
24.05.2013, 09:21
Was rechtfertigt den Aufwand? Wie erfährt der BDRG von Änderungen? Was geschieht, wenn ich aus dem Verein austrete? Werden meine Daten dann zeitnah gelöscht oder kursiere ich jahrelang als Karteileiche?

Bisher pflegen wir Daten postalisch zum BDRG. Das bedeutet, dass jede Neuanmeldung, Abmeldung, Todesfall usw. dem BDRG zugeschickt werden. Diesen Aufwand will man wohl mit der Software verringern, da dann jeder OV seine Daten ständig aktuell halten kann. Des Weiteren, und jetzt wird es spannend, geht es auch um Zuschüsse, die irgendwie nach den Mitgliederzahlen des LV aufgeschlüsselt werden. Wie das genau funktioniert, kann ich auch nicht sagen. Allerdings ist es in der nahen Vergangenheit angeblich dazu gekommen, dass ein LV mehr Mitglieder gemeldet hatte (wegen der Zuschüsse) als es faktisch waren. Dies soll durch die Administration der Schriftführer in OV umgangen werden. Also man traut seinen eigenen Leuten mal wieder nicht über den Weg...

Ob der BDRG dann verantwortungsbewusst mit den Daten umgeht, kann sich jeder selber überlegen.

dahei82
24.05.2013, 13:23
Hallo Leute!!!
So die ersten Daten sind in falsche Hände gekommen !!!
Habe gestern Abend einen Anruf für ein Abo für den Spiegel bekommen Sonderangebot da ich ja ein Mitglied im BDRG wäre!!!!
Und jetzt???

Ratisbona
24.05.2013, 14:20
Jetzt stellt sich die Frage, hast du etwas unterschrieben und damit zugestimmt, daß deine Daten weitergegeben werden können.

kraienkopp
24.05.2013, 17:09
@ dahei82:

Das würde ich dem BDRG aber ganz heftig um die Ohren hauen, und ebenso KV und LV informieren was hier mit den Mitgliederdaten passiert! Vielleicht wendet sich nun jemand an einen Datenschutzbeauftragten?

dahei82
24.05.2013, 17:36
Jetzt stellt sich die Frage, hast du etwas unterschrieben und damit zugestimmt, daß deine Daten weitergegeben werden können.

Die Daten sind nur wie gewünscht vom BDRG von unserem Schriftführer via Internet mit dem "tollen Programm"
=O( gesendet worden!!!
Und nun das!!

Günter Droste
24.05.2013, 18:25
Die Spiegel-Variante ist bereits seit mehreren Monaten bekannt und die Daten stammen nach Auskunft des BDRG nicht von dort.
Ich würde einfach einmal darüber nachdenken, wo denn meine persönlichen Daten noch so alles veröffentlicht sind.
Seit dem unser Ortsverein seine eigene Homepage im Netz eingestellt hat habe ich eine Vielzahl von Werbe-Anrufen erhalten. Zumeist wollte man irgendwelche Bücher (Steuertipps u.ä.) verkaufen.

Ich halte das ganze für eine Werbemasche des Verkäufers. Da sucht jemand das Internet nach passenden Adressen durch und erfindet dann das Sonderangebot. Unsere eigene Öffentlichkeitsdarstellung kann also auch Nachteile (unerwünschte Anrufe) nach sich ziehen.

Catwalk75
25.05.2013, 15:04
Die Spiegel-Variante ist bereits seit mehreren Monaten bekannt und die Daten stammen nach Auskunft des BDRG nicht von dort.

Das kann natürlich sein, aber man sollte dabei auch die Variante einer Schutzbehauptung des BDRG nicht unbeachtet lassen.

Wer würde schon zugeben, wenn irgendwas schief gelaufen ist???

Gruberhans
29.05.2013, 22:58
[...]
"Firmen" die mit Datensätzen handeln suchen sich keine Datensätze aus Ergebnislisten zusammen - in stundenlanger Arbeit - sondern kaufen diese Datensätze von Anbietern wie z.B. überregional tätigen Verbänden.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit das hier jemand die Daten ohne Zustimmung weitergegeben hat, der einmal Zugriff darauf hatte. Vielleicht auf einem schlecht gesicherten Server, oder durch Schmierstoffe; sprich Bestechung; oder vielleicht hat auch jemand die Festplatte vom Fotokopierer kopiert und sich daraus den Datensatz besorgt. Ich kann mir allerdings nur schwer vorstellen das der Spiegel auf illegal beschaffte Datensätze zurückgreift um Zeitungsabonnements zu verkaufen.

Ein Datenschutzbeauftragter dürfte hier Licht in die Sache bringen.
[...]

Baier Datenverarbeit
30.05.2013, 10:00
Jetzt reichts aber langsam! Der Verfasser des Beitrags Spiegel-Abo hat sich bei uns schriftlich entschuldigt, weil bewiesen ist, dass die Daten nicht vom BDRG-Server stammen können. Noch besser wäre es gewesen, er hätte das Ergebnis seiner Recherche hier im Forum veröffentlicht. Der BDRG hat sich erkundigt, woher die Daten denn kamen. Ergebnis: sie wurden legal gekauft, aber nicht vom BDRG oder von uns. Von Gruberhans erwarten wir, dass er seine rufschädigende, Unterstellung ... nettes Sümmchen kassiert... hier widerrufen wird, eine entsprechende Mail oder eine entsprechende schriftliche Entschuldigung erwarten wir für eine Archivierung zusätzlich. Sollte sich seine Unterstellung als geschäftsschädigend erweisen, werden wir rechtliche Schritte einleiten.
Leider ist Gruberhans und andere Verfasser von Beiträgen den falschen Informationen vom Themenstarter Catwalk75 aufgesessen. Mit seiner Einleitung .. man hört und liest.. wird klar, dass seine Infos nicht von kompetenter Stelle sind. Dazu hatte er 2 Jahre Zeit! Was sensible Daten im Sinne des BDSG, sind kann jeder im § 3 Abs. 9 BDSG nachlesen. Wer dann noch behauptet, das Geburtsdatum sei ein solches, liefert (bewusst?) falsche Informationen. Der letzte Satz des § 9 BDSG ist in diesem Zusammenhang zu interpretieren.
Die Darstellung des Ablaufs der Eingabe an den BDRG ist ebenfalls falsch. Wir erhielten diese Eingabe von einem Präsidiumsmitglied (ich glaube einem der Vizepräsidenten) mit der Info, dass einige Punkte bereits beantwortet sind. Wozu dann noch eine Eingangsbestätigung? Inzwischen hat er, unserer Meinung nach, erschöpfende Auskunft über alle Fragen erhalten. Dazu gibt es keinen Beitrag im Forum!
Das Programm ist seit 7 Jahren bei ca. 700 Vereinen im Einsatz. Es läuft stabil. In der gesamten Zeit wurde nie festgestellt oder auch nur der Verdacht erhoben, dass Datensätze weitergegeben wurden oder auf andere Weise in "fremde Hände" gelangten. Seit 2 Jahren ist veröffentlicht und bekannt, dass dieses Programm für alle Vereine des BDRG eingeführt wird. Die LV waren einstimmig dafür. Warum hat Catwalk75 seine Bedenken erst geäußert, als das Programm ca. 2.500 mal installiert war? Vorher war genug Zeit, sich zu informieren. Wir werden die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen nicht allgemein veröffentlichen, denn das wäre ja einem "potenziellen Angreifer" nützlich. Aber so viel: Die DB BDRG liegt wohlbehütet beim in Deutschland führenden Provider 1&1. Die dort herrschenden Sicherheiten kann jeder selbst nachschlagen, sie hier aufzulisten würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.
Bei Organisation und Programmierung ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass mehrere Tausend Anwender mit unterschiedlichsten EDV-Kenntnissen dieses bedienen müssen. Der von uns gewählte Weg der Bedienungsführung und der Hilfen ist aus dieser Situation zu bewerten.
Fehlgeschlagene Installationen (keine 10%) haben verschiedene Ursachen. Die häufigste ist die Einstellungen der jeweiligen FW. Bei der Installation wird darauf hingewiesen, dass bei Problemen mit uns Verbindung aufgenommen werden soll. Dann ist auch eine solche in wenigen Minuten erfolgreich.
Wir bitten darum, zukünftige Beiträge vor Veröffentlichung selbst zu überprüfen.
Unsere Kontaktdaten finden Sie auf unserer HP: www.baierdv.de

Catwalk75
01.06.2013, 15:37
Erfreulich das jetzt auch Baier Datenverarbeitung an dieser Diskussion teilnimmt.

Wie ich in meinem ersten Beitrag bereits erwähnt habe, hatte ich mit einer gewissen Polarität bzgl. der hiesigen Diskussionen bereits gerechnet.

Aus diesem Grund möchte ich nochmals aufrufen, trotzdem eine gewisse Diskussionskultur zu wahren. Verbale Rundumschläge sind weder sachdienlich noch zielführend. Ich denke, dass auch juristische Spitzfindigkeiten hier keinen interessieren.

Es geht lediglich darum, ob bei der Mitgliedererfassung des BDRG ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Daten der Mitglieder gewährleistet ist und geltende Vorschriften bzgl. dessen eingehalten werden.
Ich persönliche empfinde meine Bedenken und Fragen als absolut gerechtfertigt, um für alle Beteiligten eine gewisse Handlungssicherheit herzustellen.

Da die Kompetenz meiner Quellen "man hört und liest" von BaierDV infrage gestellte wurden, möchte ich auf die letzten Ausgaben einschlägiger bekannter Fachzeitschriften hinweisen. Wer diese mal ganz aufmerksam durchliest, findet ein gerütteltes Maß an Beiträgen zu diesem Thema. Ergänzend führte ich in letzter Zeit viele Gespräche mit Gleichgesinnten und auch dort kam man immer wieder auf dieses Thema. Vielleicht ist es hilfreich, auch mal ein Ohr in Richtung der Basis zu richten.

Leider unterliegt der vorstehende Beitrag auch im Bezug auf die Behauptung, dass gewisse Punkte bereits durch ein Präsidiumsmitglied beantwortet wurden, wohl erheblichen Informationslücken.
Ich könnte den gesamten Schriftverkehr mit dem BDRG chronologisch auflisten. Eine zwischenzeitliche schriftliche Stellungnahme des BDRG würde dem allerdings fehlen.

Erst am 26.05.2013 habe ich endlich eine E-Mail erhalten.

Im Bezug auf diese Mail vom 26.05.2013 möchte ergänzend noch gleich ein paar Daten anfügen:

+ 01.04.2013 Erstmalig den BDRG angeschrieben, keine schriftliche Antwort erhalten.
+ 07.05.2013 Zweite E-Mail an den BDRG, erneut keine schriftliche Stellungnahme.
+ 20.05.2013 Thema in diesem Forum zur öffentlichen Diskussion gestellt.
+ 26.05.2013 Stellungnahme des BDRG.

Ich lasse die o.a. Daten jetzt bewusst umkommentiert. Die Gedanken sind frei:jaaaa:

Des Weiteren wird in dem vorstehenden Beitrag gefragt, warum der Themenstarten (also ich) erst jetzt seine Bedenken äußert. Die Antwort darauf kann BaierDV sich ebenfalls selber geben. Er hat mir die Software ja selber zugeschickt.

Da mir bis Ende April keine Software vorlag, ist die Frage damit wohl vollumfänglich beantwortet.


Allerdings ergeben sich mir aus dem Beitrag von BaierDV gleich weitere Gedanken.

Ich möchte dazu vorab etwas verdeutlichen.

Der BDRG möchte die Mitgliedererfassung gerne elektronisch über das Internet abwickeln. Hierzu wird eine Software eingeführt, mit der dieses Vorhaben umgesetzt wird. Diese Idee finde ich (ganz aufrichtig) richtig gut und absolut zeitgemäß.

Es wird nun aber vorausgesetzt, dass die Schriftführer (oder andere Vereinsmitglieder) ihre PRIVATEN Computer zur Verfügung stellen, um dieses Vorhaben umzusetzen.

Jetzt stellt sich heraus, dass es öfters zu Installationsproblemen mit der Software kommt. Als Hellzahl wurde in dem oberen Beitrag unter 10 % benannt. Die Dunkelziffer ist natürlich unbekannt.

Mein Computer läuft seit mehreren Jahren völlig störungsfrei und stabil. Zudem setze ich eine Vielzahl verschiedener Softwareprogramme auf meinem Rechner ein (auch andere Datenverarbeitungsprogramme), die sich ebenfalls mit dem Internet verbinden.
Dabei gab es in der ganzen Zeit NIEMALS ein Problem mit der Installation von irgendeinem Programm.

Jetzt habe ich hier eine Software liegen, die sich bei mir nicht installieren lässt. Wie nun mehrfach dargestellt, liegt es natürlich an den Einstellungen meines Computers, dass diese Software sich nicht installieren lässt.

Dies bedeutet nun für mich, ich soll mein PRIVATES und bewährtes Computersystem in seinen Einstellungen verändern, damit diese Software dann funktioniert und das Vorhaben des BDRG umgesetzt werden kann.

Ich bin der Meinung, der BDRG sollte jeden OV einen entsprechend vorinstallierten PC zur Verfügung stellen. Dann müsste nur noch darüber gesprochen werden, wer und in welchem Umfang an den entstehenden Internet- und Energiekosten eine Beteiligung trägt.
Wenn dann datenschutzrechtlich auch kein Grund mehr zur Sorge bestünde, könnte es doch schon losgehen.

Vielleicht sollte man dazu einen gesonderten Thread eröffnen???

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Jetzt möchte nur noch ganz kurz auf das Thema Datenschutz eingehen.

Mich würde es interessieren, seit wann die Daten auf dem 1&1 Server liegen?

Da ich hier bewusst nicht auf Details aus dem mir vorliegenden Schreiben eingehe, bitte ich um Verständnis.

Catwalk75
02.06.2013, 08:42
Nach reiflicher Überlegung möchte ich mitteilen, dass ich die Moderatoren dieses Forums um die Herausnahme dieses Threads bitten werde.

Wenn man über berechtigte Fragen und Bedenken diskutiert bzw. streitet, so bedarf dies immer verschiedener Meinungen und verschiedener Sichtweisen. Bei aller Verschiedenheit sollte aber stets eine gewisse Streitkultur gewahrt werden.

Leider betrachte ich die Entwicklung des Threads etwas mit Sorge und habe mich deswegen zu dem o.g. Schritt entschieden. Es bestünde die Gefahr, dass sich die Beiträge fortlaufend aufschaukeln und zuspitzen.
Es ist der Sache nicht dienlich, wenn sich eine Diskussion in diese Richtung entwickelt. Aber mir geht es ausschließlich um die Sache an sich und um nichts anderes.


Mir persönlich ist es völlig egal, wie ein verbindliches Endergebnis in dieser Angelegenheit ausfällt. Gibt es datenschutzrechtlichen Nachsteuerungsbedarf, gewinnt der BDRG sowie jeder Anwender an Handlungssicherheit. Gibt es keine datenschutzrechtlichen Bedenken bei der Mitgliedererfassung, gewinnt der BDRG sowie jeder Anwender auch wieder an Handlungssicherheit.
Aus meiner Sicht eine klassische win-win Situation.


Weiter möchte ich hier nicht auf meine Begründung eingehen.

Günter Droste
03.06.2013, 06:59
Ich empfehle an dieser Stelle auch einmal die positive Meinung des Beauftragten des Kreisverbandes Herford zu lesen:
http://www.rgzvereine-kv-herford.de/aktuelles/bericht_30.htm

Nopi
03.06.2013, 07:40
Moin,


Jetzt reichts aber langsam![...]

Stimmt. Schuld sind immer die Bedenkenträger. Vielleicht hätte ihre Firma und der BDRG bei dem sensiblen Thema persönlicher Daten etwas mehr vorherige Aufklärung betreiben sollen? Kommt dieses Misstrauen für Sie jetzt ach so überraschend? Haben Sie nichts aus den Volkszählungsgeschichten und dem Misstrauen der Bevölkerung gegenüber solchen Datenerhebungen gelernt?

Fassen Sie sich da mal lieber an die eigene Nase!

Gruß
Stefan

Gruberhans
10.06.2013, 20:42
Nach einer Schonfrist von einer Woche erkläre ich die Schonfrist für den BDRG hiermit für beendet.


Möchte die hauptamtliche Geschäftsführerin des BDRG hier keine Stellungnahme abgeben oder überläßt sie dies (auch) Personen die ehrenamtlich tätig sind?????

Das ist wirklich eine Schande für einen bundesweit tätigen Verband und ein eindeutiger Beleg für die Unprofessionalität mit der hier - von hauptberuflich tätigen, von Verbandsgeldern Entlohnten - agiert wird. Die Argumentationen der Geschäftsführung schlägt dem Fass den Boden aus!

Die Geschäftsführung des BDRG sollte komplett entlassen werden. Ich denke für die professionelle Geschäftsführung eines bundesweiten Verbandes gibt es kompetentere Leute, die die eigenen Mitglieder nicht vor den Kopf stoßen und in der Öffentlichkeit vollends zum Gespött machen!

Gruberhans
12.06.2013, 16:47
Punkt 7.1 von dem .pdf Dokument hier {KLICK} (http://www.datenschutz.hessen.de/download.php?download_ID=236) ist ganz interessant.


Könnte Baier DV oder jemand des Präsidiums des BDRG bitte kurz eine diesbezügliche Stellungnahme abgeben?

Gruberhans
12.06.2013, 19:17
Liegt die Nichtbeantwortung dieser Frage darin begründet das das Präsidium und die Geschäftsführerin des BDRG keinen Datenschutzbeauftragten eingesetzt haben, obwohl schon seit Jahren zahlreiche begründete Bedenken von Mitgliedern dieses Verbandes an die Geschäftsführung vorgetragen wurden?

Weswegen wurde hier zur Vermeidung von - ganz offensichtlichen - Interessenskonflikten kein unabhängiger Beauftragter ernannt?

Gruberhans
13.06.2013, 01:21
Herzlichen Dank für die Zusendung folgender Links zu BDRG Newslettern, die sich mit der Einführung des Programmes und den Vertragsverhandlungen mit Baier Datenverarbeitung befassen:



Von hier (http://www.lvh-rassegefluegel.de/bdrg-newsletter/)



BDRG-intern 16-2012.pdf (http://www.lvh-rassegefluegel.de/app/download/6142962381/BDRG-intern+16-2012.pdf?t=1356264646)

Info 03-2012 (http://www.lvh-rassegefluegel.de/app/download/5867589181/BDRG+Info+Nr.3+Februar+2012.pdf?t=1329650198)

Info-09-2012 (http://www.lvh-rassegefluegel.de/app/download/5867608381/BDRG+Info+Nr.+9+Dezember+2011.pdf?t=1329650597)


Darin wird erwähnt das Peter Blunk die Verhandlungen geführt hat und es wird die jahrzehntelange Erfahrung von Edmund Baier betont.



Mittlerweile sind die Programme von der Webseite von Baier Datenverwaltung verschwunden, was sehen die Vertragsbedingungen vor, wie haftet der Inhaber von Baier Datenverwaltung für etwaige Datenverluste seines Programmes und bei generellen Serverausfällen?


Wurde im Vertrag festgelegt zu welchen Zeitpunkten der Server erreichbar und eine Datenübermittlung möglich sein muß?


Welche Kompetenzen im Bereich PC befähigten Peter Blunk zu Vertragsverhandlungen mit Edmund Baier?


Was bildete die Grundlage für Verhandlungen mit Edmund Baier?


Wurden auch Angebote von anderen Anbietern angefordert; falls ja, von welchen; falls nein, weswegen wurde dies unterlassen?


Wie kann ich als Verbandsmitglied die Unterlagen zu den Vertragsverhandlungen und den geschlossenen Vertrag zwischen Baier Datenverarbeitung und dem BDRG einsehen?


Könnten sich Peter Blunk, der Verhandlungsführer für den Vertragsabschluß; die Geschäftsführerin des BDRG, Frau Bretzigheimer; und der Inhaber von Baier Datenverarbeitung, Herr Edmund Baier bitte zu meinen Fragen äußern?

Gruberhans
13.06.2013, 11:22
Weswegen verbindet sich Verwaltung_Kleintierzuchtvereine.exe ausschließlich mittels eines sechsstelligen Benutzernamens und eines fünfstelligen Passwortes obwohl das Bundesdatenschutzgesetz vorsieht das nur derjenige Zugriff auf die Daten hat der sie auch verwaltet (=Vereinsbefugter)?

Weswegen wurden diese Bedenken die bereits vor geraumer Zeit von mehreren Seiten an den BDRG herangetragen wurden nicht durch Baier Datenverarbeitung thematisiert und beseitigt?

Was berechtigt den Inhaber von Baier Datenverarbeitung dazu, anscheinend im Namen des BDRG schriftliche Entschuldigungen von Bedenkenträgern zur Archivierung einzufordern und in einer derartig unkompetenten Art und Weise Kritiker öffentlich zu diskreditieren?

Ist dem Präsidium der pfälzische Ausdruck Dollbohrer bekannt?

Gruberhans
13.06.2013, 21:57
Ein Dollbohrer wäre z.B. jemand der den Zuständigkeitsbereich von Behörden durcheinanderbringt wie öffentliche und nicht-öffentliche Bereiche. Wer sollte bei so einem Durcheinander auch den Überblick behalten?


Edit:

Sieht sich die Geschäftsführung des BDRG befähigt die Existenz dieses Bildes zu bestätigen?

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/imagehosting/2994147fc9ef573e17.gif

Lino
13.06.2013, 22:24
@ Gruberhans
Warum gehst Du davon aus, dass die von Dir adressierten Funktionsträger des BDRG hier überhaupt mitlesen?

Gruberhans
13.06.2013, 23:22
Ich dachte das wäre ersichtlich das das alles nur rhetorische Selbstgespräche waren?


Von daher hätte die Frage korrekt formuliert lauten müssen:

Warum gehst Du davon aus, dass die von Dir adressierten Funktionsträger des BDRG sich hier überhaupt jemals persönlich zu Wort melden würden anstatt nicht anderen auftragen die Mitglieder zu verbellen?



Meine Meinung zu hauptamtlich Tätigen die von Vereins- Verbands- und Mitgliedsgeldern entlohnt wurden und werden äußere ich nicht.

Das Erbärmliche ist - rein gesetzt den vollkommen hypothetischen Fall ich könnte mit der ein oder anderen Behauptung nicht ganz Unrecht gehabt haben - das Erbärmliche ist das es Leute die es gut meinten und meinen, und sich ehrenamtlich einsetzen, ohne jedes Wenn und Aber, das sich solche Leute auf die Professionellen verlassen müssen!

Und wenn man sich auf eine bestimmte Sorte Menschen verläßt, dann ist man irgendwann auch verlassen.


Es gibt einen Riesenhaufen Leute die sich zum größten Teil ihr ganzes Leben einsetzen. Ihr Lebenswerk wird von Leuten vertreten die jedwede Professionalität vermissen lassen.


Ich kann doch keinen bundesweit tätigen Verband führen ohne fähig zu sein eine Suchmaschine zu bedienen! (http://www.google.de/search?num=100&safe=off&site=&source=hp&q=datenschutz+vereine+und+verb%C3%A4nde&oq=datenschutz+verb%C3%A4nde)

Gruberhans
04.08.2014, 19:01
Und was ist seitdem passiert? Nichts. Es wird immer noch mit dem selben Schrott "gearbeitet".

kraienkopp
05.08.2014, 15:54
Dann hättest du mal den Bericht von der Bundesversammlung in der GB lesen sollen. Demnach wurde im Präsidium erkannt, dass das ein teures Bürokratiemonster ist, und da die einzelnen LV bereits Mitgliederdaten erheben, also zudem noch unnötig. Außerdem ist Hansjörg Opala vom LV Württemberg-Hohenzollern ins Präsidium gewählt worden um die Mitgliederangelegenheiten zu regeln. In seinem LV macht er das bereits einige Zeit scheinbar recht erfolgreich.