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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zukünftige Beitragsgestaltung des BDRG



kraienkopp
24.03.2013, 23:38
Wir hatten in der abgelaufenen Woche eine Ausschussversammlung im KV. Der Vorsitzende hat informiert, dass auf der kommenden Bundesversammlung zwischen zwei Vorschlägen entschieden wird.


1. Der BDRG erhebt pro Mitglied einen Kopfbeitrag in Höhe von 1€, und die Ringpreise bleiben unverändert bei 0,32€.

2. Der BDRG erhebt pro Mitglied einen Kopfbeitrag in Höhe von 2€, und senkt dafür die Ringpreise um 0,05€ auf 0,27€.


Alternativen hierzu werden scheinbar nicht angeboten. Da wahrscheinlich kein Verein die Ringkosten übernimmt sieht es dann so aus, dass der Verein in jedem Fall bluten muss. Jetzt kann ja jeder mal selber für sich persönlich und für seinen Verein nachrechnen. Beim 1. Vorschlag kommen die Vereine einigermaßen davon. Beim zweiten sind dann die zusätzlichen Kosten für den Verein schon doppelt so hoch. Welcher Verein kann sich das leisten, nur damit jemand bei 100 Ringen 5€ spart?



Was wäre euch denn lieber? Vereine möglichst wenig zu belasten (1.), oder Vereine stark belasten, und dafür die Züchter gering entlasten (2.)

Rosie
25.03.2013, 04:11
oh man, ich habe erst abgestimmt und dann gelesen ... hab deshalb die frage falsch verstanden ..... und somit falsch getippt! ich rindvieh

Wontolla
25.03.2013, 07:56
Da zeigt sich wieder mal die von mir so verachtete Vereinsmeierei. Man diskutiert ernsthaft und langatmig über Bagatellen. Ob sich der Jahresbeitrag um ein oder zwei €uro ändert, ist für das Zuchtgeschehen nicht relevant und für mich belanglos.
Wer so züchtet, dass er hunderte von Ringen benötigt, möge das auch in seinem Budget berücksichtigen. Er/sie darf nicht erwarten, dass dafür grundsätzlich die Gesamtheit der maßvollen Züchter aufkommt.

Günter Droste
25.03.2013, 08:22
Es wird ein Kopfbeitrag werden, den ich von jedem meiner Mitglieder erheben und weiterleiten muss. ok, kein Problem, die Mitgliedsbeiträge innerhalb unserer Organisation sind in der Regel eh so gering, dass Sportvereine "die Hände über dem Kopf zusammenschlagen müssten" liegen sie doch in den mir bekannten Zahlen in der Regel 3 bis 4 x so hoch.
Bei der 2 EUR-Variante habe ich als aktiver Züchter bereits am dem 41 Ring die gesamte Erhöhung wieder zurück. Diese Zahl dürfte wahrscheinlich jeder aktive Züchter erreichen - oder.

Ich stimme hier nicht ab, denn hier wird keine Verbandspolitk gemacht, dafür haben wir unsere Versammlungen.

Lino
25.03.2013, 08:36
Da ich nicht Mitglied eines BDRG-Vereines bin, stimme ich nicht ab.

Variante 2 rechnet sich für den Züchter ab dem 21. Ring gegenüber der 1. Variante. Allerdings in Dimensionen, die kaum spürbar sind. Auch wird aufgrund der reduzierten Ringpreise kaum jemand mehr Küken züchten. Aus Sicht des aktiven Züchters stellt die Variante 2 idR die bessere Variante dar.
@ kraienkopp: Handelt es sich bei den Beiträgen nicht um durchlaufende Posten? Die Erhöhung des Kopfbeitrages würde doch sicherlich an die Vereinsmitglieder weitergegeben, so dass es den Verein wirtschaftlich nicht direkt treffen sollte?!

Wachtelking
25.03.2013, 09:11
oh man, ich habe erst abgestimmt und dann gelesen ... hab deshalb die frage falsch verstanden ..... und somit falsch getippt! ich rindvieh

jetzt ist mir dasselbe wie dir passiert! Kann man sowas noch ändern? Ich wäre für das 1.! Mist.. :/

kraienkopp
25.03.2013, 09:21
Ich glaube nicht, dass die Beiträge in den Vereinen durchweg erhöht werden. Man muss nur mal überdenken wieviel Mitglieder damals abgemeldet wurden als man das 3-jährige Notopfer von 1€ für den WGH eingeführt hat. Es gibt in unseren Vereinen eben sehr viele passive Mitglieder die dem Verein nicht so stark verbunden sind.

Wie gesagt, belastet die zweite Variante den Verein stark, aber entlastet den Züchter kaum. Deutlich wird das, wenn man den Verein in Bezug von Beitrag und Ringbezug vergleicht. Als Beispiel nehme ich einfach mal einen mittelstarken Verein mit 50 Mitgliedern, 10 Züchtern, und einem Ringverbrauch von 400 Ringen, also 40 Ringe je Züchter wie Günter meint.


zu 1. zusätzliche Beitragskosten: 50€

zu 2. zusätzliche Beitragskosten: 100€; Ersparnis bei den Ringen: 20€



Da zeigt sich wieder mal die von mir so verachtete Vereinsmeierei. Man diskutiert ernsthaft und langatmig über Bagatellen. Ob sich der Jahresbeitrag um ein oder zwei €uro ändert, ist für das Zuchtgeschehen nicht relevant und für mich belanglos.
Wer so züchtet, dass er hunderte von Ringen benötigt, möge das auch in seinem Budget berücksichtigen. Er/sie darf nicht erwarten, dass dafür grundsätzlich die Gesamtheit der maßvollen Züchter aufkommt.

Deshalb steht dieser Beitrag ja auch in der Rubrik "Verbände und organisierte Rassegeflügelzucht". Wo soll er deiner Meinung nach denn sonst stehen? Bei deinem zweiten Absatz stimme ich dir allerdings voll zu, und möchte ihn um "passive Mitglieder" ergänzen.

Ari
25.03.2013, 09:44
Ich denke, weder die eine noch die andere Variante stellt für die Züchterschaft ein Problem dar. Allerdings ergibt sich eine größere Handlungssicherheit für die Geschäftsstelle, wenn ein Kopfbeitrag von 2 € erhoben wird. Daher tendiere ich zur zweiten Variante.

Wontolla
25.03.2013, 11:12
Deshalb steht dieser Beitrag ja auch in der Rubrik "Verbände und organisierte Rassegeflügelzucht". Wo soll er deiner Meinung nach denn sonst stehen? Bei deinem zweiten Absatz stimme ich dir allerdings voll zu, und möchte ihn um "passive Mitglieder" ergänzen.

Der Beitrag steht schon richtig. Was mir in den Vereinen missfält, ist die Pfennigfuchserei und sind die endlosen Diskussionen wegen Peanuts.

Als es bei uns im Verein letztes Jahr darum ging, ob ein €uro für den WGH abgezweigt werden soll, bei einem Jahresbeitrag von 6,00 €uro, wurde heftigst und einseitig diskutiert. Am Ende wurde abgelehnt. Ich habe mich furchtbar für dieses Gebaren des Vereins geschämt, bin aufgestanden, habe gegen dieses Armutszeugnis gewettert und dann für jedes Vereinsmitglied aus meiner Tasche einen €uro auf den Tisch gelegt, bzw dem Vorsitzenden übergeben.
Jetzt schäme ich mich gerade wieder organisierter Züchter zu sein.

ekpaik
25.03.2013, 11:18
Wer viele Ringe braucht zahlt auch viele Ringe und umgekehrt. So sind die Kosten dort wo sie hingehören. Was hat das mit dem Verein zu tun? Natürlich stimme ich hier nicht ab.

Weltenbummler
25.03.2013, 11:23
Ja Wontolla das ist wahr.
Bei uns wurde es auch abgelehnt und nachher standen alle an der Theke und haben einige Jahrebeiträge versoffen.Und wenn man das sieht fällt einem nichts mehr ein. Aber profitieren wollen alle davon.
Leider geht es ohne Verein nur sehr schwer aber ich bin auf dem besten Wege nur noch alleine zu kämpfen und eben eine 1000 Dosis Impfstoff zu kaufen aber diesen Schwachsinn einfach nicht mehr zu unterstützen. Ausstellen kann man eh nur noch mit Verlusten und das tue ich mir schon länger nicht mehr an. Ich freue mich das meine Tiere wachsen und gedeihen und erfreue mich mit meiner Familie an den Tieren.

kraienkopp
25.03.2013, 11:30
Es geht doch nicht um Pfennigfuchserei, sondern darum wie zukünftig die Beiträge des BDRG gestaltet werden sollen. Es gibt zwei Vorschläge, und verschiedene Meinungen dazu. Eben ob diese Beiträge mit einem zusätzlichen geringen Kopfbeitrag und über gleichbleibende Ringkosten erwirtschaftet werden, oder mit einem größeren Kopfbeitrag und dafür geringeren Ringkosten.

Weiters Beispiel: Im Süden gibt es viele Klzv. Da werden die Kaninchenzüchter auch bei Geflügel gemeldet und die haben dann garnichts von billigeren Ringen.

Wontolla
25.03.2013, 15:17
Es geht doch nur um Peanuts! Wenn der BDRG mehr Geld benötigt, soll er doch Beiträge erheben und die kostendeckend gestalten. Seinen Finanzbedarf über Ringgebühren zu decken ist Verschleierung, unfair und kurzsichtig. Bei den Beträgen um die es geht, aber nicht der Rede wert. Mir ist das völlig egal wie letztlich entschieden wird. Meine Rente wird trotzdem nur um 0,25% erhöht, also faktisch gekürzt. Na und? Verkaufe ich eben die Bruteier um 0,3 Cent mehr. Das deckt die Mehrausgaben für den BDRG locker.

kraienkopp
25.03.2013, 22:19
Naja, immerhin hat die Beitragsfinanzierung des BDRG über die Ringe viele Jahrzehnte funktioniert, und würde ohne WGH wahrscheinlich auch noch länger funktionieren. Also kurzsichtig ist das sicher nicht.

Und bevor ich gesteinigt werde: Nein, ich bin nicht gegen den WGH. Der war maßgeblich am Gewinn des Verfahrens gegen die Haubenenten beteiligt. Aber er ist auch kein geringer Kostenfaktor, der eben Geld von irgendwoher braucht.

Hühnerfuchs
25.03.2013, 22:32
oh man, ich habe erst abgestimmt und dann gelesen ... hab deshalb die frage falsch verstanden ..... und somit falsch getippt! ich rindvieh

Das ist ein Hühnerforum:laugh

kraienkopp
20.05.2013, 18:44
Auf der vergangenen Bundesversammlung wurde Variante 1 beschlossen. Also wird ab 2014 ein Kopfbeitrag von € 1 je gemeldetem Mitglied erhoben, und der Ringpreis bleibt unverändert bei € 0,32.