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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviele Hähne in der Gruppe erlaubt?



VDtran
02.08.2012, 01:27
Und zwar haben wir 26 Hennen, wieviele Hähne darf man dazu halten. 3? 4? Hähne? Was ist ideal?
MfG
VDtran

Birli
02.08.2012, 07:20
Ich würde sagen, dass kommt drauf an, ob Du die Hähne für das soziale Gefüge halten willst oder für Nachzuchten.
Bei großen Rassen würde zum Züchten einen Hahn auf 4-6 Hennen setzen.

Nur für die soziale Ordnung würde ich 1 Hahn auf 10-12 Hennen setzen.

LG Birli

kh045322
02.08.2012, 10:46
würde auch sagen, max. 2 Hähne um das soziale Gefüge aufrecht zu erhalten.
Bei mehr, werden die Hennen nur unnötig geschunden (durch den Tretakt) ... kahle Stellen am Rücken etc.

ptrludwig
02.08.2012, 10:55
Und zwar haben wir 26 Hennen, wieviele Hähne darf man dazu halten. 3? 4? Hähne? Was ist ideal?
MfG
VDtran
Ideal wäre 1 Hahn, damit gehst du sicher das es keine Verletzungen und keinen Streit gibt. Auch bei 26 Hennen kann es passieren das es blutige Rangordnungskämpfe unter den Hähnen gibt, mit zum Teil schweren Verletzungen. Auch wenn du züchten willst hast du in der Regel noch sehr gute Befruchtungsergebnisse.

Birli
02.08.2012, 10:56
Auch wenn du züchten willst hast du in der Regel noch sehr gute Befruchtungsergebnisse.

Das kommt auf die Rasse an. Bei Orpingtons z. B. eher nicht ...

ptrludwig
02.08.2012, 11:30
Das kommt auf die Rasse an. Bei Orpingtons z. B. eher nicht ...
Auch bei denen sollte man die Zuchtstämme trennen, weil sich die Hähne gegenseitig beim Treten behindern.

Gina2
02.08.2012, 11:43
Ich hatte bis zum Frühjahr noch 2 Hähne für 20 Hühner. Es waren Brüder von 2011. Die verstanden sich das eine Jahr super. Es gab keinen Streit.Ich dachte, na Klasse, klappt doch!
Irgendwann gab es dann doch die ersten Rangkämpfe.Das sah zuerst noch lustig aus, wie sich gegenseitig von den Hennen runterschubsten.Im Endeffekt kam Unruhe in die ganze Gruppe, die Hähne zerzausten die Hennen.
es hat mir zwar leidgetan, aber der Eine musste dann doch gehen.:eat
Sofort war wieder Ruhe und der verbliebene Hahn ist nun ein netter und aufmerksamer Chef.
Im Moment habe ich wieder 3 Junghähne aus Naturbrut. mal sehen, wie lange es diesmal gut geht.

miss marple
02.08.2012, 11:48
Nur mal so eine Überlegung von mir. Wenn das Grundstück groß genug ist und man die Möglichkeit hat, kann man dann nicht 2 Ställe zur Verfügung stellen, das Grundstück teilen und so 2 Gruppen laufen lassen? Also dann mit 2 Hähnen?

elanor
02.08.2012, 12:04
Das Wichtigste bei dieser Frage ist die Größe und Struktur des Auslaufes. Bei einem kleineren Wiesenstück ohne Verstecke gehen sich zwei Hähne wahrscheinlich an die Gurgel. Bei sehr großem oder unbegrenztem Auslauf und vielen Büschen, Bäumen und anderen Möglichkeiten, sicvh mal aus den Augen zu gehen, funktioniert das wahrscheinlich besser. Außerdem kommt es noch auf den Charakter der Hähne an. Ich habe zur Zeit zwei Lakenfelderbrüder zusammen mit viiiel Platz. Trotzdem ist der eine ziemlich streitbar und scheucht seinen Bruder gerne mal rum, allerdings ohne blutige Kämpfe. Der Lachshahn, der dabei lief, wurde dieses Jahr so massiv angegangen (wenn auch unblutig), dass er total verschüchtert war. Jetzt lebt er alleine mit seinen Lachshennen auf einer eigenen Wiese. Ich hatte auch schon 5-7 Hähne gemeinsam, wo das kein Problem war, einmal Rangkämpfe ausgefochten und gut wars. Auffallend war immer, dass die Kleinsten oft die streitbarsten waren.

LG, Sonja

K1rin
02.08.2012, 15:27
Wie bei vielen anderen ist es nunmal so, dass ein Hahn zu einer Gruppe (8 - xx Stück Hennen) gehört. Dazu braucht er seinen Auslauf, seinen Stall - eben sein Revier. Wenn nun ein 2. Hahn in dieses Revier kommt, dann gibts Ärger. Je nach dem kann das schon für einen Hahn tötlich enden oder ein Fall für den Tierarzt werden. Dann hat man auf jeden Fall mehr als ein Problem.
Wenn man nun diesen "Ich bin der Herr der Hennen Kampf" vorbeugen möchte, indem man für jeden Hahn ein Revier baut, kommt das nächste Problem. Die Hähne zoffen sich durch den Zaun hindurch. Auch ist ein Wettkrähen schon vorprogrammiert. Wenn dann noch die Nachbarn ständig nur noch kikerikiii hören.... - Ärger...

Geh doch einfach mal in den Kleintierzuchtverein, auch wenn die geschlossen haben. Stell dich dort 1 Stunde abends oder morgens hin und hör mal, wie die Hähne dort um die Wette krähen, dann weißt du was die lieben Nachbarn erwartet. Ja, ich hab mir deine Videos angesehen und viel Auslauf und wenig Nachbarn konnte ich dort nicht entdecken. Auch habe auf all den Kückenfilmchen nicht ein einziges reinrassiges Huhn gesehen, dafür aber viele schöne Hybriden.

Wie wäre es, wenn du dich für eine Rasse entscheidest und diese dann gezielt züchtest oder vermehrst? Klar kann man dann die Hybridhennen und Mixhennen (wegen der Speiseeier und/oder als Braten) mitlaufen lassen. Jedoch 2 Rassen züchten, die auch noch gemischt laufen das geht gar nicht. Kein Hahn tritt nur Hennen seiner Rasse, die sind eben so dass die einfach jede nehmen die denen gefällt. Fang also erst mal mit einem Rassehahn und den dazugehörigen Hennen an und wenn du bischen mehr Erfahrung in der Zucht mit einer Rasse hast, dann kannst du immer noch überlegen ob und wie du eine zweite Rasse züchten kannst. Für eine Zucht mußt du auch im Verein Mitglied sein. Wenn du nicht züchten möchtest, dann kannst/darfst du auch nicht von einer Hühnerzucht schreiben. Das wäre dann eine Hühnerhaltung mit Vermehrung. Aber wie oben schon geschrieben, ein Hahn reicht vollkommen aus für eine Gruppe. Bei mehreren Hähnen gibts früher oder später nur Streß.

Lino
03.08.2012, 08:40
... Für eine Zucht mußt du auch im Verein Mitglied sein. ...

Hallo Karin,

stimme Dir zwar in fast allem zu, aber das sehe ich anders. Einem (angehenden) Züchter mag man zwar wohl raten in einen Verein einzutreten, aber Voraussetzung zur Zucht ist es doch nicht. Die Vereine haben die Zucht nicht alleine für sich gepachtet.
Auch hier im Forum tummeln sich immer mehr Hühnerhalter, denen der Erhalt der Rasse wichtiger als Pokale sind. Viele werden sich zwar trotzdem einem Verein anschließen, aber manche aus bestimmten Gründen nicht. Trotzdem kann man ihnen nicht generell die Ernsthaftigkeit der Zucht absprechen.

K1rin
03.08.2012, 10:47
... aber Voraussetzung zur Zucht ist es doch nicht. Die Vereine haben die Zucht nicht alleine für sich gepachtet.
Auch hier im Forum tummeln sich immer mehr Hühnerhalter, denen der Erhalt der Rasse wichtiger als Pokale sind. Viele werden sich zwar trotzdem einem Verein anschließen, aber manche aus bestimmten Gründen nicht. Trotzdem kann man ihnen nicht generell die Ernsthaftigkeit der Zucht absprechen.

Hallo Lino,
da mag ich mal einfach dazu schreiben, dass für mich ein Züchter einer Hühnerrasse auch beringte rassereine Tiere hervorbringt. Bundesringe gibt es auch nur in einem Verein und die kann nicht einfach jeder kaufen. Auch sind Züchter an gewisse Vorgaben (z.B. Bruteimindestgewicht, Impfungen usw.) gebunden. Also ist für mich ein Züchter jemand, der auch die Vorgaben einer vorschriftsmäßigen Zucht einhält.
Klar muss man nicht auf Pokale aus sein.
Diejenigen welche rein aus dem Gedanken eine Rasse erhalten zu wollen vermehren, sind für mich Hühnerhalter der Rasse XY und eigentlich keine Züchter. Sie sind ja auch nicht an die doch sehr strengen Vorgaben einer Rassezucht gebunden bzw. halten diese nicht ein.
Soviel zu meiner Definition Züchter und Halter von Hühnern. Mag es der eine oder andere anderst sehen, das bleibt jedem selbst überlassen.

Lino
03.08.2012, 14:07
Hallo Karin,

scheinbar definieren wir Zucht unterschiedlich: für Dich ist Zucht demnach nur im Verein möglich, ich sehe es ein wenig weiter.
Freilich differenziere ich aber auch zwischen Vermehrung und Zucht. Von Zucht würde ich sprechen, wenn ich mit einer bestimmten Auswahl die Fortpflanzung zur Verfolgung von Zuchtzielen beeinflusse.
Hierunter fällt die Rassezucht, bei der die Zuchtziele durch einen Rassestandard festgelegt sind. Die Ausstellungszucht fällt wiederum unter die Rassezucht.

Aber ich fürchte, wir sind etwas vom Thema abgekommen...

VDtran
04.08.2012, 16:47
Ah okay, vielen Dank für die Antworten und über die Zucht :)

VDtran
07.08.2012, 00:08
Ja, ich hab mir deine Videos angesehen und viel Auslauf und wenig Nachbarn konnte ich dort nicht entdecken.



Viel Auslauf eigentlich schon, wenn du den ganzen Garten gesehen hast, sind 550m2. Jedoch mit recht vielen Obstbäumen und Büschen. Die Nachbaren sind aber sowas von gechillt, von dem einem Nachbar haben wir die Tauben bekommen (er hat auch welche) und der andere Nachbar hat ebenfalls Hühner. Daher macht das kaum was aus mit Nachbaren. Trotzdem danke für den Tipp.

suppenhahn
07.08.2012, 03:52
Und zwar haben wir 26 Hennen, wieviele Hähne darf man dazu halten. 3? 4? Hähne? Was ist ideal?

Ideal wäre, "das Gelände" zu kennen: Eingezäunt, würde ich trotzdem nur einen Hahn auf die Hühner loslassen; mehrere Hähne, welche sich nicht aus dem Weg gehen können werden bei jeder Gelegenheit einen Tertakt ausführen wollen, wo sich der andere wiederum auch bemüßigt fühlt, eine Vorherrscherstellung zu demonstrieren! Und so weiter ... (ein sehr menschliches Verhalten?)

suppenhahn
07.08.2012, 04:16
Hallo Lino, ... für mich Hühnerhalter der Rasse XY und eigentlich keine Züchter. Sie sind ja auch nicht an die doch sehr strengen Vorgaben einer Rassezucht gebunden bzw. halten diese nicht ein.
Soviel zu meiner Definition Züchter und Halter von Hühnern. Mag es der eine oder andere anderst sehen, das bleibt jedem selbst überlassen.das bleibt jedem selbst überlassen.das ...
... bleibt jedem selbst überlassen.

So will ich das sehen: Wer erdreistet sich, der Funktionräsgesellschaft in einem Verein sich bedingungslos zu unterwerfen und jeden, der sich solcher "Maierei" nicht unterwirft, pauschal zu verunglimpfen?

Wie sich dubiose Rassevorgaben fehlentwickeln können, zeigen ja unsere "Kollegen" mit den dt. Schäfern? Sie waren sehr froh, dass die Art im usprünglichen Zustand durch "verächtliche" Privat-Züchter erhalten blieb.

In unserer Sparte fürchte ich immer das Außerachtlassen der Wirtschaftlichkeit und müssen einer Prämierung auch Leistungsnachweise zu gute kommen.

Nur schön allein, bringt das Futter nicht in den Stall! :o

Birli
07.08.2012, 06:52
Hallo Karin,

scheinbar definieren wir Zucht unterschiedlich: für Dich ist Zucht demnach nur im Verein möglich, ich sehe es ein wenig weiter.

Aber ich fürchte, wir sind etwas vom Thema abgekommen...

Hallo Lino,
man kann auch ohne Verein züchten, ich habe da allerdings die Erfahrung machen müssen, dass man als Nichtmitglied kaum an sehr gute Zuchttiere herankommt. Die Züchter geben eben ihre sehr guten Tiere lieber an Vereinskollegen, so ist das eben.

Zum Thema: Ich werde immer nur einen Hahn halten, auch bei 20 Hennen, weil mir zwei Hähne zuviel krähen. Ich habe die Tiere direkt am Haus und der Familienfrieden wäre dann extrem belastet :unsicher

Sundi75
07.08.2012, 10:47
Punkto Verein:
Also einer der Vorteile ist sicher das man gute Zuchttiere zum quasi Freundschaftspreis unter Züchterkollegen bekommt.Hab für meine bewerteten,austellungsfähigen Brahma-Hennen 15€ statt 30-40€ bezahlt.Vorallem wird man da weniger angesch** als wennst du irgendwo kaufst den du nicht kennst.
Ausserdem ich mag das Vereinsleben weil man sich mit Leuten (fachlich) unterhalten kann die den selben an der Klatsche haben punkto Hühner,Tauben.... wie einer selbst :laugh:p