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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Info Vogelgrippe allgemein



gaby
14.01.2006, 12:01
weil das allmählich unübersichtlich wird unterteile ich das alles nochmal.

Diese Nachricht ist natürlich sehr schlimm für uns.


Menschlicher Vogelgrippe-Verdachtsfall in Belgien



Brüssel (AFP) - In Belgien ist ein Mensch mit Verdacht auf Vogelgrippe ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Patient habe sich zuvor in der Türkei in einer Region aufgehalten, wo die gefährliche Seuche ausgebrochen ist, teilten die belgischen Behörden mit. Indes kam die türkische Regierung mit Vertretern der Geflügelzüchterbranche zu einem Krisengespräch über die Vogelgrippe zusammen. In der Runde werde es um den Umgang mit der Epidemie und um die Folgen für die Branche gehen, sagte Vize-Ministerpräsident Abdüllatif Sener vor Beginn des Treffens in Ankara.

An dem Treffen nahmen Wirtschaftsminister Ali Babacan, Finanzminister Kemal Unakitan und Landwirtschaftsminister Mehdi Eker teil. Fachleuten zufolge brach der Konsum von Geflügelprodukten nach Bekanntwerden der ersten Vogelgrippe-Opfer Ende Dezember in der Türkei um 70 Prozent ein. Normalerweise erzielt die Geflügelbranche des Landes einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Ungefähr 500.000 Menschen verdienen in der Branche ihren Lebensunterhalt.

Angesichts des bedrohlichen Ausmaßes der Epidemie soll die Türkei Hilfsgelder in Millionenhöhe erhalten. Die Weltbank will insgesamt 35 Millionen Dollar (28,9 Millionen Euro) bereitstellen, wie Landwirtschaftsminister Eker am Freitag mitteilte. Davon sollten 12,4 Millionen Euro als Darlehen gezahlt werden. Auch die EU-Kommission kündigte an, einen Teil seiner 80 Millionen Euro für den weltweiten Kampf gegen die Vogelgrippe an der Türkei übermitteln zu wollen. Die USA wollen am Montag ein Expertenteam ins Land schicken, wie Außenamtssprecher Sean McCormack sagte.

Das Vogelgrippe-Virus H5N1 war Ende Dezember im Osten der Türkei aufgetaucht und hatte sich rasch nach Westen ausgebreitet. Mittlerweile ist fast ein Drittel der 81 Provinzen betroffen. Drei Kinder einer Familie aus der Osttürkei erlagen der Krankheit, 15 weitere sind erkrankt. Fast 600.000 Vögel wurden bislang notgeschlachtet.

Unterdessen beschlagnahmte der belgische Zoll in den vergangenen Tagen rund 55 Tonnen Geflügel aus China. Die Fleischimporte seien bereits am Mittwoch und Donnerstag im Hafen von Antwerpen sichergestellt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. China ist der weltgrößte Geflügelproduzent. Nach offiziellen Angaben gibt es im Land rund 30 Vogelgrippe-Infektionsherde. Seit dem Ausbruch der Krankheit Ende 2003 in Asien sind weltweit fast 80 Menschen an dem Virus gestorben.

gaby
14.01.2006, 12:02
Belgien: 55 Tonnen Geflügelfleisch aus China beschlagnahmt
- 14.01.2006


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Brüssel / Antwerpen (aho/lme) - Der belgische Zoll hat am Mittwoch und
Donnerstag im Hafen von Antwerpen rund 55 Tonnen Geflügelfleisch aus
China beschlagnahmt. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung
auf die Nachrichten-Agentur Belga. Ein Sprecher der belgischen
Lebensmittelüberwachung wies demnach darauf hin, dass in der jüngsten
Vergangenheit immer wieder versucht worden sei, Fleischwaren aus China
einzuführen.

Grundsätzlich dürfen aus einer Reihe von Ländern (Kambodscha,
Kasachstan, Indonesien, Laos, Malaysia, Pakistan, Russland, Rumänien,
Nordkorea, Thailand, Vietnam, Türkei, Ukraine, Volksrepublik China
einschließlich Hongkong), in denen die Geflügelpest (Vogelgrippe)
aufgetreten ist, kein lebendes Geflügel oder andere Vögel,
Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn
oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union eingeführt
werden.





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gaby
14.01.2006, 18:00
Belgischer Verdachtsfall ist keine Vogelgrippe



Brüssel (AFP) - Der in Belgien unter Vogelgrippe-Verdacht ins Krankenhaus eingelieferte Patient leidet nach ersten Erkenntnissen nicht an der gefährlichen Krankheit. Das erklärte Gesundheitminister Rudy Demotte in Brüssel. Ein Krankenhaus hatte den Fall zuvor gemeldet, weil sich der mit Grippesymptomen eingelieferte Kranke zuvor im Vogelgrippe-Gebiet in der Türkei aufgehalten hatte. Die türkische Regierung beriet unterdessen mit Vertretern der Geflügelzüchterbranche bei einem Krisengespräch über die Seuche.

Bei dem Krisentreffen in Ankara ging es nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Abdüllatif Sener um den Umgang mit der Epidemie und um die Folgen für die Geflügelbranche. An der Sitzung nahmen Wirtschaftsminister Ali Babacan, Finanzminister Kemal Unakitan und Landwirtschaftsminister Mehdi Eker teil.

Experten zufolge brach der Konsum von Geflügelprodukten nach Bekanntwerden der ersten Vogelgrippe-Opfer Ende Dezember in der Türkei um 70 Prozent ein. Normalerweise erzielt die Geflügelbranche des Landes einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Ungefähr 500.000 Menschen verdienen in der Branche ihren Lebensunterhalt.

Angesichts des bedrohlichen Ausmaßes der Epidemie soll die Türkei Hilfsgelder in Millionenhöhe erhalten. Die Weltbank will insgesamt 35 Millionen Dollar (28,9 Millionen Euro) bereitstellen, wie Landwirtschaftsminister Eker mitteilte. Davon sollten 12,4 Millionen Euro als Darlehen gezahlt werden. Auch die EU kündigte an, einen Teil ihrer 80 Millionen Euro für den weltweiten Kampf gegen die Vogelgrippe an die Türkei übermitteln zu wollen.

Das Vogelgrippe-Virus H5N1 war Ende Dezember im Osten der Türkei aufgetaucht und hatte sich rasch nach Westen ausgebreitet. Mittlerweile ist fast ein Drittel der 81 Provinzen betroffen. Drei Kinder einer Familie aus der Osttürkei erlagen der Krankheit, 15 weitere sind erkrankt. Hunderttausende Vögel wurden notgeschlachtet.

Der belgische Zoll beschlagnahmte in den vergangenen Tagen rund 55 Tonnen Geflügel aus China. Die Fleischimporte seien bereits am Mittwoch und Donnerstag im Hafen von Antwerpen sichergestellt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. China ist der weltgrößte Geflügelproduzent.

gaby
15.01.2006, 13:17
Katzen vermehren H5N1 -Virus in vielen Organen +++ neue Infektionswege möglich
- 15.01.2006


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Rotterdam (aho) - Katzen, denen mit dem H5N1 - Vogelgrippevirus
infiziertes Geflügel gefüttert wird, vermehren das Virus nicht nur in
der Lunge sondern auch in anderen Organen. Wissenschaftler der
Erasmusuniversität berichten jetzt in der Fachzeitschrift "American
Journal of Pathology", dass es ihnen gelungen ist, das H5N1 - Virus
nach der Infektion im den Geweben der Atemwege, der Lunge, des Darms,
der Leber, den Nieren, im Herzen, im Gehirn und den Lymphknoten
nachzuweisen. Dabei war es unerheblich, ob die Katzen mittels
infiziertem Geflügel über die Fütterung oder untereinander von Katze
zu Katze infiziert wurden. Die Tiere hatten Fieber, waren lethargisch
und ausgeprägte Atembeschwerden.

Die Wissenschaftler schließen aus ihren Untersuchungen, dass bei der
Übertragung von Influenzaviren bei Säugetieren inklusive Menschen auch
andere Übertragungswege als die Atemwege in Betracht gezogen werden
müssen. Offensichtlich kann das Virus z.B. auch über Kot und Urin
ausgeschieden werden.


Guus F. Rimmelzwaan, Debby van Riel, Marianne Baars, Theo M. Bestebroer,
Geert van Amerongen, Ron A.M. Fouchier, Albert D.M.E. Osterhaus, and
Thijs Kuiken
Influenza A Virus (H5N1) Infection in Cats Causes Systemic Disease
with Potential Novel Routes of Virus Spread within and between Hosts
Am J Pathol 2006 168: 176-183.





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gaby
15.01.2006, 14:01
15.01.2006, 14:01 Uhr
Vermutlich weiteres Todesopfer durch Vogelgrippe in der Türkei
Istanbul (dpa) - In der Türkei gibt es offenbar ein weiteres Todesopfer durch Vogelgrippe. Im Osten des Landes starb ein zwölfjähriges Mädchen vermutlich an der Tierseuche. Damit würde sich die Zahl der Toten durch das gefährliche Virus auf vier erhöhen. Das Mädchen stammte aus der Region Dogubeyazit im Osten der Türkei, der gleichen Region, aus der in der vergangenen Woche drei Kinder an dem Vogelgrippevirus gestorben waren. Der fünf Jahre alte Bruder des Mädchens befindet sich in kritischem Zustand.

gaby
15.01.2006, 18:04
gerade in den Nachrichten:
Evtl Fall von Vogelgrippe in Köln bei einem Mann vermutet.
näheres hab ich noch nicht gefunden, kommt aber später nach!
gg

Jetzt was gefunden:

15. Januar 2006


Mann nach Türkeiaufenthalt mit Grippesymptomen in Klinik
Nach einem Türkeiaufenthalt ist ein Mann in Köln mit Grippesymptomen in eine Klinik eingeliefert worden. Das bestätigte die Dienst habende Ärztin des St.-Franziskus-Hospitals der Nachrichtenagentur AP nach entsprechenden Medienberichten. Ausdrücklich nicht bestätigen wollte sie, dass es sich um einen expliziten Vogelgrippeverdachtsfall handele. Auch das Kölner Gesundheitsamtes erklärte, es spreche nichts dafür, dass es sich um die Vogelgrippe handele.

Es gehe um einen Mann, der Grippesymptome aufweise und sich zuvor in der Türkei aufgehalten aber, allerdings nicht in einem Gebiet mit Vogelgrippe, sagte die Ärztin. Der Mann befinde sich inzwischen in einem anderen Krankenhaus, wo er weiter untersucht werde. 'Wir haben entsprechende Leitlinien, nach denen wir verfahren müssen.'

Laut 'Kölnischer Rundschau' bestätigte der Chef des Kölner Gesundheitsamtes, Jan Leidel, dass der Mann mit einem 'vagen Verdacht' auf eine Vogelgrippe-Infektion behandelt werde. Er stamme aus dem Osten der Türkei und sei mit hohem Fieber und Husten in ein Krankenhaus gebracht und am Abend vorsichtshalber auf eine spezielle Infektionsstation verlegt worden. Nun werde sein Blut auf den Vogelgrippe-Erreger H5N1 untersucht. Laut 'Kölner Stadt-Anzeiger' reiste der Mann erst kürzlich aus der Türkei ein.

Dem Bundesgesundheitsministerium lagen zunächst noch keine Informationen über den Fall vor.

(N24.de, AP)

gaby
15.01.2006, 18:36
OK, das auch noch und dann warte ich auf die Entwarnung :-/

Köln: Mann nach Türkeiurlaub im Krankenhaus
Laut Kölner Gesundheitsamt wahrscheinlich keine Vogelgrippe
Nach einem Türkeiaufenthalt ist ein Mann in Köln mit Grippesymptomen in eine Klinik eingeliefert worden. Das bestätigte die diensthabende Ärztin des St.-Franziskus-Hospitals. Ausdrücklich nicht bestätigen wollte sie, dass es sich um einen expliziten Vogelgrippeverdachtsfall handele. Auch das Kölner Gesundheitsamtes erklärte, es spreche nichts dafür, dass es sich um die Vogelgrippe handele.

15.01.2006
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MEDIATHEK

Interaktiv
Vogelgrippe: eine weltweite BedrohungEs gehe um einen Mann, der Grippesymptome aufweise und sich zuvor in der Türkei aufgehalten aber, allerdings nicht in einem Gebiet mit Vogelgrippe, sagte die Ärztin. Der Mann befinde sich inzwischen in einem anderen Krankenhaus, wo er weiter untersucht werde. "Wir haben entsprechende Leitlinien, nach denen wir verfahren müssen."

Laut "Kölnischer Rundschau" bestätigte der Chef des Kölner Gesundheitsamtes, Jan Leidel, dass der Mann mit einem "vagen Verdacht" auf eine Vogelgrippe-Infektion behandelt werde. Er stamme aus dem Osten der Türkei und sei mit hohem Fieber und Husten in ein Krankenhaus gebracht und am Abend vorsichtshalber auf eine spezielle Infektionsstation verlegt worden. Nun werde sein Blut auf den Vogelgrippe-Erreger H5N1 untersucht. Laut "Kölner Stadt-Anzeiger" reiste der Mann erst kürzlich aus der Türkei ein. Dem Bundesgesundheitsministerium lagen zunächst noch keine Informationen über den Fall vor.

Derweil ist ein fünfjähriger Junge in der Türkei positiv auf die gefährliche H5N1-Variante des Vogelgrippevirus getestet worden. Dies teilten die türkischen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Sein Zustand sei ernst. Die bestätigte Zahl der infizierten Menschen in dem Land stieg damit auf 19. Ein erster Vogelgrippetest bei der zwölfjährigen Schwester des Jungen, die am Sonntag mit Symptomen der Krankheit gestorben war, verlief dagegen negativ. Bisher sind drei Menschen in der Türkei an Vogelgrippe gestorben



Tod in Van
Das Mädchen, das den Angaben zufolge am Samstag in der osttürkischen Stadt Van starb, stammte aus der Region Dogubeyazit im Osten der Türkei, der selben Region, aus der unlängst die drei Kinder an dem Vogelgrippevirus gestorben waren.


(ZDF Heute)

gaby
15.01.2006, 20:26
Hier ist sie:
Nach Türkeireise: Mann mit Grippeanzeichen in Klinik
Kölner Gesundheitsamt: Wahrscheinlich keine Vogelgrippe
Nach einem Türkeiaufenthalt ist ein Mann in Köln mit Grippesymptomen in eine Klinik eingeliefert worden. Das bestätigte die diensthabende Ärztin des St.-Franziskus-Hospitals. Ausdrücklich nicht bestätigen wollte sie, dass es sich um einen expliziten Verdachtsfall von Vogelgrippe handele. Auch das Kölner Gesundheitsamt erklärte, es spreche nichts dafür, dass es sich um die Vogelgrippe handele.

(ZDF Heute)

gaby
16.01.2006, 22:16
Türkei: Landesweites Transportverbot für Geflügel
- 16.01.2006


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Ankara (aho) - Das Agrarministerium in Ankara hat am Montag ein
landesweites Transportverbot für Geflügel angeordnet. Das Ministerium
reagiert hiermit auf die Ausbreitung der Vogelgrippe (Geflügelpest)
auf 13 der 81 türkischen Provinzen seit Ende Dezember 2005. Seither
wurden in der Türkei 750.000 Hühner, Enten und anderes Geflügel zur
Seuchenbekämpfung vernichtet.

gaby
17.01.2006, 14:51
von Cassandra:

"Eine globale Bedrohung braucht eine globale Antwort. Niemals zuvor hat eine Tierseuche eine weltweite Gefahr von solcher Dimension dargestellt", sagte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner gestern, Freitag, in Brüssel. Für den Kampf gegen die Vogelgrippe will die EU-Kommission 80 Millionen Euro bereitstellen – und zwar bei einer internationalen Geberkonferenz kommende Woche in Peking. Mit dem Geld sollen die von der Vogelgrippe betroffenen Länder unterstützt werden, etwa in Form von Informationskampagnen.

Noch mehr Geld, nämlich 413 Millionen Euro, stellt die Weltbank zur Verfügung. Weltbank-Vizepräsident Jim Adams zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass die Geberkonferenz in der kommenden Woche zusätzliche Hilfen von rund 800 Millionen Euro zur weltweiten Eindämmung der Krankheit zusammenbringt. Laut UNO werden insgesamt rund 1,1 Milliarden Euro benötigt. Mehrere asiatische Länder verständigten sich in Tokio auf einen Aktionsplan gegen eine mögliche Vogelgrippe-Pandemie bei Menschen. Sie riefen die Weltgesundheitsorganisation WHO und Geberländer dazu auf, Laboratorien zu fördern, um frühe Anzeichen einer potenziellen Pandemie schnell zu erkennen.

Mutation

Nach der rasanten Ausbreitung der Vogelgrippe in der Türkei machten Wissenschaftler eine wichtige Entdeckung: Bei der Analyse des gefährlichen H5N1-Virus bei zwei der drei Todesopfer bemerkten sie eine genetische Veränderung. Sie erlaube es dem Virus, sich leichter an eine menschliche Zelle zu binden als an die eines Vogels.

Franz-Xaver Heinz vom Institut für Virologie der Uni Wien beruhigt: "So etwas haben wir schon in Asien beobachtet. Influenza-Viren ändern sich ständig. Gefährlich wird es erst, wenn das Virus so leicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist wie das Grippe-Virus – noch springt es aber gar nicht von Mensch zu Mensch über." Die beobachtete Mutation bedeute auch nicht, dass das Virus nun leichter von Vögeln auf Menschen überspringen könne, meint Heinz.



Artikel vom 13.01.2006 |KURIER Printausgabe
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gaby
18.01.2006, 04:38
heute morgen hatte ich diese PN im Kasten:

vogelgrippe

hi gaby,
eben war im wdr eine sondersendung der reihe "Q21" zum thema nr. 1

http://www.wdr.de/tv/q21/2231.0.phtml
vielleicht kannst du ja was daraus verwenden!
die haben gut erklärt, daß es sehr unwahrscheinlich ist, daß zugvögel das virus übertragen!
cu
arne

ich hätte gerne irgendetwas ausgewählt aber unter dem Link sind soviele tolle Infos das ich mich nicht entscheiden konnte, alle wären einfach zuviel gewesen. Wenn Ihr ein wenig Zeit habt lest Euch einfach mal durch die Links. Es lohnt sich!

Nobile
19.01.2006, 03:44
Hallo,

bei Telepolis gibts folgenden Artikel zum Thema:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21812/1.html

Auch die Links sind interessant!

Gruß

Michael

gaby
19.01.2006, 11:47
Diese PN hatte ich heute morgen im *Kasten* von tzoing , die aktualisierte Risikobewertung:

Link des FLI

Hallo Gaby,
vielleicht ist Risikobwertung des Friedrich-Löffler-Institutes interessant fürs Forum?
Kann natürlich sein, dass es schon irgendwo drin ist, so genau hab ich nicht geguckt
http://www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/av_Influ/rb_influenza060111.pdf

gaby
20.01.2006, 04:08
von grünschnabel:
Influenza-Pandemie: Falsches Virus?

Weltöffentlichkeit sorgt sich derzeit in Sachen Influenza-Pandemie womöglich vor dem falschen „Vogel“-Influenza-Virus H5N1. Alle bisherigen derartigen Epidemien wurden durch H1-, H2-, oder H3-Stämme verursacht.
Unklar ist, ob die Menschheit beim nächsten Seuchenzug besser als bei den bisherigen davon kommen würde. Dies erklärten internationale Experten am Donnerstag bei der „Retroscreen Virology“-Konferenz über die Vogelgrippe und Influenza-Pandemie-Szenarios in London (bis 20. Jänner).

„Natürlich kann es auch anders kommen. Aber wir haben bisher die Möglichkeit, sechs Influenza-Pandemien zu überblicken. Und alle sind entweder durch H1-, H2- oder H3-Stämme hervorgerufen worden, keine durch ein H5-Virus“, sagte Univ.-Prof. Dr. Chris Potter (University of Reading/UK).

Im Jahr 1989 gab es aus Russland eine H2N2-Pandemie, 1918 verursachten H1N1-Viren bis zu 50 Millionen Todesfälle („Spanische Grippe“). 1957 kam dann H2N2 („Asiatische Grippe“) mit mindestens einer Million Toten, ab 1968 dann H3N2 („Hongkong-Grippe“) mit ebenfalls einer Million Opfern. 1977 gab es eine H1N1-Influenza-Welle, welche die Welt ergriff.

Der Hintergrund dafür laut Potter: „In den Jahren nach einer Influenza-Pandemie steigt der Anteil der Personen, die Antikörper gegen das Virus aufweisen, in der Bevölkerung auf 80 bis 100 Prozent.“ Dann sind praktisch alle geschützt. Doch mit dem Sterben jener Jahrgänge, die durch eine überstandene Pandemie-Influenza „natürlich immunisiert“ worden waren, wird die nachkommende Generation wieder empfänglicher für diese Virus-Variante.

Das dürfte auch der Grund sein, warum bei Influenza-Pandemien vor allem jüngere Menschen - im Alter zwischen 15 und 44 Jahren - einen hohen Anteil der Erkrankten und der Opfer stellen. Dr. Douglas Fleming, britischer praktischer Arzt und „Erfinder“ des weltweit einzigartigen epidemiologischen Überwachungssystems in Großbritannien, bei dem regelmäßig die Krankheitsdaten der Patienten aus allen Arztpraxen gemeldet werden: „Die ’Hongkong Grippe’ ab dem Jahr 1968 traf vor allem die arbeitende Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 44 Jahren, das war auch bei der weiteren Welle im Jahr 1975/76 der Fall.“

Ärzte müssen sich umstellen

Derzeit kann niemand abschätzen, ob die Welt durch eine neue Influenza-Pandemie besser oder schlechter davon käme als bei den voran gegangenen. Eines ist klar: Sie würde sich rasant um die Welt verbreiten.

Univ.-Prof. Dr. Claude Hannoun vom Institut Pasteur in Paris bei der internationalen Pandemie-Konferenz in London: “1957 traten die ersten Fälle Ende Februar in Zentralchina auf. Binnen sechs Monaten ging sie rund um die Welt. Von 1968 an dauerte es 18 Monate, bis die damalige Pandemie die ganze Welt erreicht hatte. Das ging viel langsamer.“ Doch der moderne Flugverkehr würde wahrscheinlich zu einer viel schnelleren Verbreitung als in der Vergangenheit führen. Im Fall des Falles müssten sich das Gesundheitswesen und natürlich auch die Ärzte für die Zeit der Epidemie dramatisch umstellen. Dr. Douglas Fleming (UK): „Die Hongkong-Grippe (ab 196 erwischte uns in Großbritannien im Jahr 1969. Da mussten sich ein Kollege und ich für einen Vormittag 40 Hausbesuche aufteilen.“

Das Gesundheitswesen wäre womöglich auch in den Industriestaaten nicht mehr auf solche Zustände vorbereitet. Der Experte: „Damals hatten wir 25 Prozent unserer Patientenkontakte im Rahmen von Hausbesuchen. Heute sind es nur noch zwei Prozent. Damals gab es noch kaum Arzttermin-Vorbestellungssysteme, heute sind sie weitest verbreitet. Damals war es üblich, dass praktische Ärzte sieben Tage in der Woche 24 Stunden ’abrufbar’ waren. Das ist jetzt längst nicht mehr so.“

Auch der Druck auf die Spitäler dürfte im Fall des Falles massiv zunehmen. Fleming: „Im Jahr 2000 geriet unser Gesundheitssystem in Großbritannien schon im Verlauf einer größeren (normalen) Influenza-Welle an den Rand des Zusammenbruchs.“

Die positivste Nachricht auf der anderen Seite: Mit den Medikamenten Oseltamivir („Tamiflu“) und Zanamivir („Relenza“) stehen seit einigen Jahren erstmals Medikamente zur Verfügung, die bei rechtzeitiger Einnahme ursächlich gegen die Influenza wirken. Sie sind wesentlicher Bestandteil der internationalen - auch der österreichischen - Pandemie-Vorsorgepläne.

http://www.vol.at/engine.aspx/page/vol-a...-welt/ag/tp-apa


EILT: Vogelgrippe - Experten empfehlen Selbstbevorratung von Schutzmasken
Kein Grund zur Panik - Aber auch keiner zur Sorglosigkeit.

München, Salzburg (pts/19.01.2006/12:42) - Mit dem Ausbruch in der Türkei ist die Ausbreitung der Vogelgrippe in ein neues Stadium getreten. Erstens ist sie Europa wieder nahe gekommen. Zweitens hat sich die Ansteckungsrate bedeutend erhöht: Waren es in der Vergangenheit wenige menschliche Opfer innerhalb von Jahren, so sind es auch diesmal nur wenige Opfer - aber innerhalb von Tagen.
Informationen und Schutzprodukte bietet hier das Portal http://www.pandemie.com an.

Das Virus passt sich immer besser an den Menschen an. Zwar sind noch immer Personen, die auf engem Raum mit Geflügel zusammenleben, betroffen, doch die Ansteckung geschieht leichter als vorher.
Wird die Ansteckung von Mensch zu Mensch möglich, wäre dies der Auftakt zu einer Pandemie mit vielen Opfern.

Zwar wird die Staatengemeinschaft zur Bekämpfung der Vogelgrippe 1,9 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen, mit denen die Gesundheitsdienste und die tiermedizinischen Kontrollen in Entwicklungsländern unterstützt werden - aber wird diese Hilfe Wirkung zeigen? Die europäischen Länder lassen Pandemiepläne ausarbeiten; und aller Voraussicht können diese auch problemlos umgesetzt werden. Allerdings sehen die Pandemiepläne die Ausgabe von Schutzausrüstung zumeist an sogenanntes "Schlüsselpersonal" (Sicherheits- und Sanitätspersonal) vor.

Nach Meinung zahlreicher Experten fängt die Eigenverantwortung bei der Eigenvorsorge an. Dazu gehört die Einlagerung einer ausreichenden Zahl an Atemschutzgeräten. Denn die Ansteckung auf dem Atemweg ist die wahrscheinlichste.

Prof. Dr. Kunze vom Wiener Institut für Sozialmedizin empfiehlt (Interview vom September 2005 in Wien) die Einlagerung von Schutzmaksen und Tamiflu durch Privatpersonen.
"Im besten Fall werden wir diese nach erreichen des Ablaufdatums wegwerfen können", so Kunze damals.

Die rasant gestiegene Nachfrage hat sowohl den Produzenten als auch den Händlern in der Zwischenzeit Lieferprobleme beschert.
Die Fabriken arbeiten am Limit; Am begehrtesten sind die FFP (Filtering Face Pieces) genannten, leichten, günstigen Atemschutzmasken. "Derzeit können wir noch liefern.", so Pogreth weiter.

Infos zur Vogelgrippe und Bestellöglichkeit von Schutzmasken:
http://www.pandemie.com oder http://www.atemschutz.info (Ende)

Aussender: ACE Handels- und Entwicklungs GmbH
Ansprechpartner: Mag. Otto Pogreth
email: otto.pogreth@ace-gmbh.net
Tel. +49(0)8571 / 923 471

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060119022

gaby
20.01.2006, 12:19
Was ist das ein Singvogel?

Hongkong: Wildvogel an H5N1 verendet
- 20.01.2006


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Hongkong (aho) - In dem zu Hongkong gehörenden Distrikt Tai Po wurde
bei einer verendeten Dajaldrossel (Copsychus saularis) das gefürchtete
H5N1 - Influenzavirus nachgewiesen. Wie ein Sprecher des Ministeriums
für Landwirtschaft und Fischerei am Donnerstag erklärte, seien die
Geflügelhaltungen in der Region unauffällig. Man achte darauf, dass
die Geflügelbestände strikt von Wildvögel abgeschirmt würden.

gaby
20.01.2006, 20:16
Freitag 20. Januar 2006, 16:30 Uhr
Deutschland und Frankreich wollen EU-Vorreiter gegen Vogelgrippe sein



Paris/Berlin (ddp). Im Kampf gegen die Vogelgrippe wollen Deutschland und Frankreich eine EU-weite Vorreiterrolle übernehmen. Beide Länder planten eine gemeinsame Arbeitsgruppe, der andere Länder später beitreten könnten, sagte eine Sprecherin von Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Die ersten Gespräche sollen hierzu auf einem Agrarministertreffen am Montag in Brüssel stattfinden, auf dem auch Seehofers französischer Amtskollege Dominique Busserau vertreten sein wird.

Das französische Agrarministerium teilte am Freitag auf ddp-Anfrage in Paris mit, dass Frankreich und Deutschland in Brüssel voraussichtlich einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten werden. Danach sei eine gemeinsame Task Force aus Experten beider Länder geplant, die im Krisenfalle an jeden Ort der Europäischen Union verlegt werden kann, um dort technische und fachliche Unterstützung zu leisten. Die Vorbereitungen für diese Initiative würden gegenwärtig erarbeitet, hieß es im Ministerium in Paris.

(ddp)

gaby
20.01.2006, 20:17
Freitag 20. Januar 2006, 16:29 Uhr
Neue Fälle von Vogelgrippe auf der Krim

Kiew (AP) Die ukrainischen Behörden haben am Freitag einen weiteren Vogelgrippe-Ausbruch in zwei Dörfern auf der Halbinsel Krim bestätigt. Die Ortschaften stünden unter Quarantäne und das Geflügel dort werde gekeult, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus ist seit Ende vergangenen Jahres in 14 Dörfern auf der Krim und drei Geflügelfarmen nachgewiesen worden. Menschen sind nach offiziellen Angaben in der Ukraine bislang nicht erkrankt.

gaby
23.01.2006, 12:01
Griechenland: Illegale Einwanderer werden auf Vogelgrippe untersucht
- 23.01.2006


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Athen (aho) - Die zuständigen griechischen Gesundheitsbehörden
untersuchen eine Gruppe illegaler Einwanderer aus der Türkei auf
Symptome der Vogelgrippe. Das melden in Griechenland erscheinende
Zeitungen. Insbesondere soll die Todesursache von drei verstorbenen
Personen abgeklärt werden, die zusammen mit den illegalen Einwanderern
gefunden wurden. Wie ein Polizeisprechen den Medien mitteilte, wurden
die insgesamt 54 Immigranten in zwei Schlauchboten vor der Küste der
Insel Samos aufgegriffen.

gaby
23.01.2006, 16:01
Lest das mal, guter Artikel mit Ergebnissen der Umfrage von ZEL. Hat mir Lexx zukommen lassen:

Vogelgrippe in Deutschland: 11% totes Geflügel durch Aufstallung - finanzieller GAU für Hobbyhalter


Pressemitteilung von: Zentralverband europäischer Laufentenhalter ZEL
Veröffentlicht auf openPR am 23.01.2006 um 16:33 Uhr


Eine erschreckende Bilanz zeigt die vom Zentralverband europäischer Laufentenhalter ZEL unter Hobbyhaltern im deutschsprachigen Raum durchgeführte Umfrage zur Aufstallung 2005. 11% des Geflügels starb demnach im letzten Herbst an den Auswirkungen der Vogelgrippe.

Der tödliche Feind hieß jedoch nicht H5N1, sondern Trittin und Schnappauf. Pathogen war nicht der HPAI-Virus, sondern die Anordnung der Stallpflicht für Geflügel: der Entzug von 98% des Auslaufs und der Bademöglichkeit. Die Tiere, auf zwei Prozent ihrer gewohnten Auslauffläche zusammengepfercht und überwiegend ohne die für Wasservögel so wichtige und von der EU-Kommission postulierte Bademöglichkeit, wurden in der ungewohnten Enge von Artgenossen totgepickt, starben durch Stress und Krankheit oder wurden aus Platzmangel geschlachtet.

Während die Politiker unter Hinweis auf mögliche wirtschaftliche Auswirkungen der Vogelgrippe für ihre nächsten Maßnahmen werben, ist der finanzielle GAU für die Hobbyhalter bereits eingetreten. Im Schnitt hat jeder von ihnen aufstallungsbedingt 260 € für den Bau provisorischer Stallanlagen und Volieren ausgegeben und zusätzlich 50 Arbeitsstunden investiert. Pro Tier wurden hierbei 9 € und 1,7 Arbeitsstunden, in Haltungen bis zu 10 Tieren sogar 27 € und 7 Stunden aufgewendet. Dies übersteigt den merkantilen Wert der Vögel erheblich.

Zu solch wirtschaftlich irrationalem Verhalten waren die Hobbyhalter nur bereit, weil sie zu ihren Vögeln sozial und emotional wertvolle Mensch-Tier-Beziehungen unterhalten, ähnlich wie zu Hunden, Katzen oder anderen Heimtieren. 85% der Halter mit bis zu 10 Vögeln gaben an, dass ihre Tiere für sie Haustierstatus haben. 76% aller Halter antworteten, unter der Aufstallung selbst seelisch gelitten zu haben.

Aufgestallt haben die Hobbyhalter nicht aus Einsicht. Vielmehr gerieten sie durch die Verlautbarungen von Politik und Medien gesellschaftlich unter Druck. 15% gaben an, dass ihnen die Nachbarschaft skeptisch bis misstrauisch begegnete. 5% der Teilnehmer gaben an, denunziert bzw. angezeigt worden zu sein. Zusätzlich verschreckt durch die Androhung fünfstelliger Ordnungsgelder war die Zahl der "Rebellen" entsprechend gering.

Nur für 8% der Befragten geht von Zugvögeln jedoch überhaupt eine Gefahr aus. 82% sehen das Hauptrisiko für eine Verschleppung der Vogelgrippe im illegalen Import von Tierprodukten. Nur wenige Halter erachteten die Aufstallung für sinnvoll und effektiv. Die Mehrheit der Befragten fordert eine - in der EU bislang nur für Zoovögel erlaubte - Impfung ihrer Tiere.

Für über 90% der Teilnehmer verstößt die Stallpflicht gegen den Tierschutz. So verwundert es nicht, dass die Frage, ob sich die Teilnehmer zivilen Ungehorsam gegen eine erneute Aufstallung vorstellen könnten, vor dem Hintergrund der gemachten Erfahrung von 37% mit "ja" und von weiteren 22% mit "eher ja" beantwortet wurde.

Argumentative Unterstützung erfahren die Geflügelhalter inzwischen von namhaften Vertretern aus Wissenschaft und Tierschutzorganisationen. Mehrheitlich geht die Wissenschaft zwar davon aus, dass über Wildvögel in Nutzgeflügelbestände eindringende gering pathogene aviäre Influenzaviren spontan zu hoch pathogenen Formen wie H5N1 mutieren können. Dies ist schon seit hundert Jahren so. Anders sieht jedoch die Meinung vieler Fachleute zum Transport hoch ansteckender und binnen kurzer Zeit tödlicher Viren durch Wildvögel aus.

Im vergangenen Herbst trat der - durch Tierhandel eingeschleppte - hoch pathogene Vogelgrippevirus H5N1 südlich von Moskau auf. Diese "Smoking Gun" wurde dem Bürger als Argument für die eiligst verordnete Geflügel-Stallpflicht präsentiert. Aber trotz direkten Vogelzuges von Moskau über Deutschland in die Winterquartiere wurde weder in der EU noch in Afrika ein mit H5N1 infizierter Wildvogel gefunden. Belegt wird dies durch ein Überwachungsprogramm der EU, wonach seit Juli 2005 rund 25.000 Wildvögel ohne einen einzigen Befund auf den Vogelgrippe-Erreger H5N1 getestet wurden.

Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland NABU, bezweifelt deshalb, dass infizierte Vögel überhaupt noch weitere Strecken fliegen können. "Bei der Vogelgrippe sind die Zugvögel eher Opfer als Täter, denn tote Vögel fliegen nicht", so Tschimpke.

Ähnlich äußerte sich Franz Bairlein, Direktor des Instituts für Vogelforschung, das die Vogelwarte auf Helgoland betreibt. Weißstörche, die in Ost- und Südafrika überwinterten, könnten auf dem Rückflug theoretisch mit krankem Geflügel in der Westtürkei in Kontakt kommen. Selbst wenn der sehr unwahrscheinliche Fall eintrete und sich ein Storch anstecke, sei es zweifelhaft, dass das kranke Tier überhaupt weiterfliegen könne.

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Anton Mayr, München, ehemaliger Vorstand des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenmedizin der Tierärztlichen Fakultät der LMU München, sowie der Präsident der Bayerischen Landestierärztekammer Prof. Dr. Theo Mantel, forderten bereits im August 2005, endlich die Schutzimpfung des Hausgeflügels gegen die klassische Geflügelpest zuzulassen und die Entwicklung geeigneter Impfstoffe voranzutreiben. Moderne Tierseuchenbekämpfung des 21. Jahrhunderts, so die beiden Veterinärmediziner, könne sich nicht nur im Einsperren des Hausgeflügels und der Massentötung erschöpfen, sondern habe auch Belange des Tierschutzes angemessen zu berücksichtigen.

Das detaillierte Ergebnis der Umfrage des ZEL steht unter http://www.zel-eu.de/umfrage zur Verfügung.


***

Über ZEL:

Der Zentralverband europäischer Laufentenhalter ZEL versteht sich als eigenständige Interessenvertretung für die Halter indischer Laufenten und ihrer Schützlinge. Er stellt fachübergreifende Hilfen und Informationen zur Verfügung und führt politische Initiativen durch.


Zentralverband europäischer Laufentenhalter ZEL
c.o. Bruno Stubenrauch
Steinerne Furt 3
86167 Augsburg

Kontakt:

Bruno Stubenrauch
Steinerne Furt 3
86167 Augsburg
Tel. 0821 990 4651
Fax 030 4849 81548
Mail: praesidium@zel-eu.de
Internet: www.zel-eu.de



Hinweis von Redcap; den Link setzen
http://openpr.de/news/74926.html
Danke, für den Hinweis!

grünschnabel
23.01.2006, 18:53
Die EU-Agrarminister haben am Montag in Brüssel Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Vogelgrippe angekündigt. Dabei könnte die Freilandhaltung von Geflügel mit Beginn der Zugvogelsaison in der gesamten EU und damit auch wieder in Österreich verboten werden.

Man werde sich an die Ergebnisse der Risikoanalyse und an die Vorgaben der Veterinärmediziner halten, sagte Österreichs Landwirtschaftsminister Pröll, amtierender Vorsitzender des EU- Agrarministerrates, nach den Beratungen zur APA.

Pröll: Verbot hängt von Entwicklung ab
Frankreich und einige andere Länder haben ihr Freihalteverbot bereits wieder ausgedehnt. Das Verbot für Freilandhaltung in Österreich war dagegen mit dem Ende der Zugvogelsaison am 15. Dezember wieder weitgehend aufgehoben worden. Ob die Maßnahmen tatsächlich wieder eingeführt werden müssten, werde vor allem von der weiteren Entwicklung der Seuchenherde abhängen, sagte Pröll.

Die EU-Kommission prüft außerdem eine gezielte Ausweitung der Kennzeichnungspflicht und Kontrollen für potenziell gefährliche Importe. Einreisende könnten an Flughäfen in Zukunft Check-Listen erhalten. Darauf müssten die Einreisenden dann angeben, ob sie eines der angeführten, gefährlichen Produkten mitführen, und würden gleichzeitig auf bestehende Importverbote aufmerksam gemacht, erklärte Pröll. Fix ist das aber noch nicht. Die EU-Kommission prüft noch die möglichen Vorgehensweisen.

EU sendet Beobachter-Gruppe nach Afrika
Fest steht dagegen bereits, dass nach den Vogelgrippe-Fällen in der Türkei die mobilen Experten-Teams, die bereits in- und außerhalb der EU unterwegs sind, aufgestockt werden. Außerdem wird die EU auch eine Beobachter-Gruppe nach Afrika schicken, wo die meisten europäischen Zugvögel herkommen.

Einen konkreten Verdachte auf Vogelgrippe-Fälle in Afrika gebe es nicht. Bisher habe es allerdings in den meisten afrikanischen Ländern auch keine effektiven Kontrollen durchgeführt. Mit Ergebnissen der nun von der EU-Kommission eingesetzten Monitoring-Gruppe sei bereits in den nächsten Wochen zu rechnen, so Pröll. (apa)

http://www.networld.at/index.html?/articles/0604/15/131371.shtml

gaby
23.01.2006, 19:34
Vogelgrippe: Türkei kritisiert Nachbarländer
- 23.01.2006


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(lid) - Die Türkei hat ihren Nachbarstaaten vorgeworfen, Ausbrüche
der Vogelgrippe zu verheimlichen. Es sei inoffiziell bekannt, dass es
die Krankheit in umliegenden Ländern gebe. Diese würden das wegen
ihrer politischen Systeme nicht bekannt geben, kritisierte gemäss
einem Bericht der Nachrichtenagentur SDA der türkische
Landwirtschaftsminister Mehdi Eker am 20. Januar. Obwohl Eker keine
Namen nannte, gelten der Iran und Syrien als wahrscheinliche
Adressaten seiner Kritik. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte
mit, sie werde Experten nach Syrien, Iran und Irak sowie in die
Ukraine, nach Georgien und Aserbaidschan schicken.

Die Türkei will im Kampf gegen die Vogelgrippe innerhalb eines Monats
14 Millionen Legehennen notschlachten. Dafür zahle der Staat eine
Entschädigung von umgerechnet insgesamt 14,8 Mio. Franken, teilte die
Regierung mit. Beschlossen wurde außerdem eine Stundung von Steuern
und Sozialversicherungsbeiträgen, von Kredit- und Stromschulden für
die betroffenen Geflügelhalter. In einem Umkreis von fünf Kilometern
soll alles Hausgeflügel getötet werden. Die Besitzer erhalten
Entschädigungen zwischen 3,10 und 15,50 Franken, je nachdem ob es sich
um Hühner, Enten, Gänse oder Puten handelt.

Um die weitere Verbreitung der Vogelgrippe zu unterbinden, prüft die
türkische Regierung nun die Einführung spezieller Unterrichtseinheiten
in den Grundschulen zur Aufklärung über die Gefahren der Krankheit.
Auch eine bessere Beobachtung der Zugvögel in der Türkei soll beim
Kampf gegen die Vogelgrippe helfen. An 135 Seen und Feuchtgebieten,
die von Zugvögeln als Rastplätze genutzt werden, sollen jeweils
zehnköpfige Teams der "Vogelwächter" die Tiere beobachten, heißt es.





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gaby
24.01.2006, 03:57
24.01.2006, 04:38 Uhr
China meldet zehnte Infektion eines Menschen durch Vogelgrippe
Peking (dpa) - Chinas Gesundheitsministerium hat die zehnte Infektion eines Menschen mit der Vogelgrippe eingeräumt. Es handelt sich um eine 29-jährige Frau aus Jinhua nahe der südwestchinesischen Metropole Chengdu. Unklar ist, ob in der Gegend bisher überhaupt ein Ausbruch der Geflügelseuche bekannt gegeben wurde. Bislang hat China sechs Vogelgrippe-Tote bestätigt. Derweil wollen Deutschland und Frankreich den Kampf gegen die Vogelgrippe verstärken. Beide Länder werden der Europäischen Union mehr Experten zur Verfügung stellen.

gaby
24.01.2006, 04:00
Link von Redcap gepostet:
Vogelgrippe-Patienten können gesunden

Türkische Ärzte sehen gute Heilungschancen bei rechtzeitiger Behandlung

Das in der Türkei aufgetretene Vogelgrippe-Virus ist offenbar weniger gefährlich als befürchtet. Ärzte sehen gute Überlebenschancen, wenn die Patienten frühzeitig behandelt werden. Frankreich hat nach einem Verdachtsfall Entwarnung gegeben.



Athen/Paris · Seit Jahresbeginn sind in der Türkei vier Patienten im Alter von elf bis 15 Jahren an der Vogelgrippe gestorben. Sie alle stammten aus der osttürkischen Ortschaft Dogubayazit und hatten sich im engen Kontakt mit geschlachteten, infizierten Hühnern angesteckt. Die Kinder hätten jedoch möglicherweise gerettet werden können, wenn sie früher in ärztliche Behandlungen gekommen wären.

So wurde das erste Opfer, ein 14-jähriger Junge, erst zehn Tage nach den ersten Symptomen ins Krankenhaus gebracht, als er bereits hohes Fieber hatte. Ärzte der Universitätsklinik in Van kritisierten, auch die anderen drei Opfer seien so spät eingeliefert worden, dass man ihnen nicht mehr habe helfen können. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb nun gegen die Angehörigen wegen des Verdachts unterlassener Hilfeleistung.

Mehrere andere mit dem Virus infizierte Kinder, die rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht wurden, konnten inzwischen entlassen werden. In Ankara verließen am Wochenende zwei Geschwister die Klinik. Auch das Universitätskrankenhaus in Van meldet gute Fortschritte bei der Genesung eines Fünfjährigen, der positiv auf das Virus getestet worden war und sich noch vor einigen Tagen in kritischem Zustand befand.

Von 21 Menschen, bei denen das Virus seit Jahresanfang nachgewiesen wurde, gelten acht inzwischen als geheilt. "Nach meiner Meinung mutiert das Virus in einer Art, die für den Menschen günstig ist", sagte der Chefarzt der Uniklinik Van, Hüseyin Avni Sahin. Damit haben sich Befürchtungen, die Veränderung des Virus werde zu größerer Aggressivität und Resistenz gegen Medikamente führen, zumindest für die Ärzte in Van bisher nicht bestätigt.


Entwarnung in Frankreich

Frankreich gab nach einem Vogelgrippe-Verdachtsfall am Sonntag Entwarnung. Das Gesundheitsministerium teilte mit, bei der betroffenen Patientin seien mehrere Tests negativ ausgefallen. Die Frau war erst kürzlich aus der Türkei zurückgekehrt.

Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn kritisiert das unterschiedliche Vorgehen der Bundesländer gegen die Vogelgrippe. Es sei grotesk, dass es keinen Überblick über die Vorkehrungen gebe. Höhn sprach sich für eine Impfung des Geflügels, wie in den Niederlanden geplant, aus. öhl/rtr/ap

http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/aus_aller_welt/?cnt=792664

gaby
24.01.2006, 04:11
Vogelgrippeverdacht auf Zypern
- 24.01.2006


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Nicosia (aho) - Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im unter
türkischer Verwaltung stehenden Nordteil von Zypern wurde bei zwei
verendeten Federtieren - einer Pute und einem Huhn - Vogelgrippe
festgestellt. Das verlautete am Montag aus der Regionalverwaltung. Ob
es sich um das gefürchtete H5N1 - Virus handelt, soll durch weitere
Tests geklärt werden. Das Geflügel umliegender Bestände wurde umgehend
getötet. Fahrzeuge, die die Region verlassen, werden nach offiziellen
Angaben eingehend desinfiziert.

gaby
24.01.2006, 21:47
Frost vertreibt Vögel aus der Ukraine in Richtung Türkei
- 24.01.2006


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Kiev (aho) - Durch die im Russland und auf der Krim herrschenden
extremen Minusgrade werden Zugvögel zum Abwandern in Richtung Türkei
veranlasst. Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine gab in einer
Stellungnahme der Hoffnung Ausdruck, dass sich hierdurch die Situation
im Bezug auf die Vogelgrippe auf der Krim entspannt. Bisher wurde das
H5N1 - Virus in 23 Distrikten der Krim amtlich festgestellt

gaby
08.02.2006, 07:05
08.02.2006, 06:03 Uhr
Erneut Ausbruch der Vogelgrippe in China
Peking (dpa) - In China ist erneut die Vogelgrippe ausgebrochen. Wie das Landwirtschaftsministeriums in Peking mitteilte, wurde bei erkrankten Tieren auf Geflügelfarmen in der nördlichen Provinz Shanxi das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen. 15 000 Tiere seien Anfang des Monats in der Region verendet; nahezu 190 000 seien daraufhin vorsorglich getötet worden. Es ist mittlerweile der 15 Ausbruch der Tierseuche. Insgesamt starben bisher sieben Menschen an der Vogelgrippe.

gaby
09.02.2006, 04:03
Vogelgrippe erstmals in Afrika ausgebrochen
Mittwoch 8. Februar 2006, 18:30 Uhr





Paris/Nairobi/Rom (dpa) - Die Vogelgrippe hat erstmals Afrika erreicht. Betroffen sei eine Geflügelfarm in Nordnigeria, teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am Mittwoch in Paris mit. Nach Angaben der Nigerianischen Regierung steht die Farm seit Tagen unter Quarantäne.

Das Federvieh darauf sei getötet worden. Die UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom warnte vor einem «hohen Risiko» für das Auftreten des Virus H5N1 auch in anderen Ländern. Die Gefahr einer Einschleppung der Viren nach Deutschland hält der Wilhelmshavener Professor Franz Bairlein jedoch für sehr gering.

Nach

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Einschätzung der FAO zeigt der Ausbruch, «dass kein Land risikofrei ist und dass wir es mit einer ernsten internationalen Krise zu tun haben.» FAO-Experte Samuel Jutzi sagte: «Wenn die Situation in Nigeria außer Kontrolle gerät, wird das zerstörerische Auswirkungen auf die Geflügel-Zahl in der Region haben, es wird ernsthaft den Lebensunterhalt von Millionen Menschen gefährden und die Möglichkeit einer Ansteckung der Menschen mit dem Virus erhöhen.»

Vogelforscher Bairlein sagte, eine Einschleppung der Seuche aus Afrika nach Westeuropa sei möglich. «Theoretisch könnte es einen Transport von Viren auf der Südwestroute des Vogelzugs über Spanien und Frankreich geben», erläuterte der Leiter des Wilhelmshavener Instituts für Vogelforschung am Mittwoch der dpa. Die Gefahr sei jedoch deswegen gering, weil lediglich die Knäkente und die Spießente sowie ein Teil der Weißstörche als Viren-Transporteure in Betracht kämen. «Die Zahl der Tiere dieser drei Zugvogelarten ist zudem vergleichsweise klein.»

«Voraussetzung für eine Kontaminierung von Enten und Störchen auf der Südwest-Vogelzugroute ist außerdem, dass das Virus in Afrika von Feuchtbiotop zu Feuchtbiotop bis nach Nordwestafrika verschleppt wird», sagte Bairlein. In Deutschland gilt vom 1. März an eine vorsorgliche Stallpflicht für Geflügel. Mit diesem «Hausarrest» soll Zuchtgeflügel vor Kontakten mit infizierten durchreisenden Zugvögeln geschützt werden.

In Nigeria ist der Tiertransport innerhalb des Landes eingeschränkt worden. Zudem begannen Desinfektionen. Experten warnen davor, dass sich die Vogelgrippe in Afrika besonders schnell ausbreiten könnte, da Menschen und Tiere dort auf engem Raum miteinander leben. Viele Familien halten sich Hühner, die frei zwischen den Hütten umherlaufen.

Das OIE-Referenzlabor für Vogelgrippe in Padua (Italien) hatte den Erreger H5N1 auf der Geflügelfarm im nordnigerianischen Dorf Jaji im Bundesstaat Kaduna nachgewiesen. Seine genetische Verwandtschaft mit den bekannten H5N1-Stämmen werde untersucht. Die OIE und die FAO wollen Experten nach Nigeria schicken, um die Behörden bei der Seuchenbekämpfung zu unterstützen.

Nigerias Agrarminister Adamu Bello betonte, die Regierung habe die Farm bereits unter Quarantäne gestellt, bevor das Testergebnis bekannt geworden sei. «Alle Vögel auf der Farm wurden getötet», sagte Bello. «Wir haben diese Farm seit dem 16. Januar beobachtet.» Damals sei dort eine hohe Todesrate bei Geflügel registriert worden. Experten hätten zunächst Vogel-Cholera als Ursache vermutet. Die Krankheit könne mit Zugvögeln aus Europa oder Asien eingeschleppt worden sein. Zudem habe es illegale Einfuhren von Geflügel gegeben. Die Regierung lasse weitere Farmen untersuchen.

Im Norden Nigerias waren in den vergangenen Wochen Zehntausende Hühner an einer zunächst unbekannten Epidemie gestorben. Die Tiere seien wahrscheinlich einer Geflügel-Cholera oder der hoch ansteckenden Newcastle-Krankheit zum Opfer gefallen, hieß es zunächst. Es ist noch unklar, ob der Massentod dieser Tiere vom Vogelgrippe-Virus hervorgerufen wurde.

Deutschland wird die geplante Nationale Pandemiekommission zum Kampf gegen die Vogelgrippe nicht einrichten. Einen entsprechenden Bericht der «Zeit» bestätigte am Mittwoch das Gesundheitsministerium. Es gebe aber eine starke Zusammenarbeit von Bund und Ländern in verschiedenen Gremien, sagte eine Sprecherin. Das Robert Koch- Institut (RKI) unterstütze den Kampf gegen Vogelgrippe mit zusätzlichen Experten. Forscher halten es für möglich, dass sich aus der Vogelgrippe mittelfristig eine Pandemie entwickeln kann, eine weltweiten Krankheitswelle unter Menschen.

China bestätigte unterdessen einen neuen Ausbruch der Vogelgrippe. Die Angst vor der Geflügelseuche geht zudem in Hongkong um. Bei einem toten Huhn auf einer Straße in einem Vorort wurde das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 festgestellt.

gaby
09.02.2006, 04:05
Peking (dpa) - In China ist erneut ein Menschen an der Vogelgrippe erkrankt. Bei einer 26-jährigen Bäuerin in der Küstenprovinz Fujian sei das gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden, berichtet das Gesundheitsministerium in Peking. Nach Angaben amtlicher Medien ist in ihrer Gegend allerdings kein Ausbruch der Geflügelseuche bekannt geworden. Der gesundheitliche Zustand der Patientin sei stabil. Die Frau ist bereits der elfte Mensch, der sich nach offiziellen Angaben in China infiziert hat.

gaby
09.02.2006, 17:40
Nigeria meldet Vogelgrippe +++ 40.000 Federtiere verendet +++ Es ist H5N1!
- 08.02.2006


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Abuja / Paris (aho) - Aus dem westafrikanischen Nigeria wird ein
Ausbruch der Aviären Influenza gemeldet. Wie das Internationale
Tierseuchenamt in Paris (OIE) in einer Eilmeldung mitteilt, sind im
nigerianischen Bundesstaat Kaduna (Zentral-Nigeria) auf einer
kommerziellen Legehennenfarm 40.000 Tiere verendet. Auf der Farm
wurden auch Strauße, Enten und Gänse gehalten. Wie das Virus der
Vogelgrippe auf die Farm gelangte und wie sich die Situation auf
benachbarten Geflügelhaltungen darstellt, ist nicht bekannt. Das OIE
Referenzlabor für Aviäre Iuenza und Newcastle Dsease in Padova,
Italien, hat laut OIE am Dienstag das gefürchtete H5N1-Virus
nachgewiesen.

Der Tierbesitzer hatte laut Eilmeldung noch versucht, die erkrankten
Tiere mit Antibiotika zu behandeln. Eine solche Therapie muss aber
scheitern, da es sich bei der Vogelgrippe um eine Virusinfektion
handelt. Somit besteht jetzt auch die Gefahr, dass Zugvögel aus Afrika
das H5N1-Virus nach Europa tragen.

gaby
09.02.2006, 17:41
FAO: Vogelgrippe bedroht nicht nur Afrika
- 08.02.2006


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Rom (aho) - Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe durch das gefürchtete
H5N1 - Virus in Nigeria mahnte heute die FAO (Food and Agriculture
Organization of the United Nations) sofortige Maßnahmen an, um die
Verbreitung des Virus in Afrika zu verhindern. "Der Ausbruch in
Nigeria beweist, das kein Land völlig frei von einem Risiko ist und
wir einer ernsten internationalen Krise gegenüberstehen", mahnte
Samuel Jutzi, FAO-Direktor der Abteilung für Tierhaltung und
Gesundheit. "Wenn die Situation in Nigeria außer Kontrolle gerät, dann
hat das einen verheerenden Einfuß auf die Geflügelproduktion in der
Region; die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen wird nachhaltig
beschädigt und viele Menschen werden dem Virus ausgesetzt", fügte
Jutzi hinzu.

Wie die FAO mitteilt, ist die kommerzielle Geflügelproduktion in
Nigeria von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Zusätzlich halten
Millionen von Familien Hühner in Hinterhöfen zur Selbstversorgung.
Nach Schätzungen werden in Nigeria etwa 140 Millionen Federtiere
gehalten.

Weitere Informationen zur Vogelgrippe erhalten Sie bei AHO in
verschiedenen PDF- Dokumenten.

gaby
10.02.2006, 04:11
Rasche Ausbreitung der Vogelgrippe in Nigeria
- 09.02.2006


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(lid) - In Nigeria greift die Vogelgrippe bei Geflügel offenbar
schnell um sich. Die Krankheit breite sich im nördlichen Bundesstaat
Kano "wie ein Buschfeuer" aus, zitiert die Nachrichtenagentur SDA den
Geschäftsführer des zuständigen Geflügelzuchtverbandes. Zehntausende
Hühner seien bereits verendet. Allein am 9. Februar hätten sich 20.000
Tiere infiziert. Der Vogelgrippeverdacht in dem Bundesstaat sei jedoch
vom zuständigen Veterinärinstitut noch nicht bestätigt worden. Der
erste offiziell bekannt gewordene Fall von Vogelgrippe wurde am 6.
Februar im benachbarten Bundesstaat Kaduna gemeldet. Die Eindämmung
der Tierseuche gestalte sich schwierig, weil krankes Geflügel noch
schnell geschlachtet und zu Billigpreisen auf Märkten verkauft werde,
heißt es.

In China erkrankte erneut ein Mensch an der Vogelgrippe. Bei einer
26-jährigen Bäuerin in Zhangpu in der Küstenprovinz Fujian sei das
gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden, berichtete das
Gesundheitsministerium in Peking. Nach Angaben amtlicher Medien vom 9.
Februar war in ihrer Gegend allerdings kein Ausbruch der
Geflügelseuche bekannt geworden. Der gesundheitliche Zustand der
Patientin sei stabil.

In Griechenland wurde bei drei verendeten Schwänen der Virus vom Typ
H5 nachgewiesen. Ob es sich um den auch für Menschen gefährlichen
Erreger H5N1 handelt, soll nun das EU-Speziallabor in Großbritannien
klären. Der stellvertretende Präfekt von Thessaloniki, Ioannis Dikos,
sagte im griechischen Radio, es seien bereits vorbeugende Maßnahmen in
diesen Regionen getroffen worden. Die Gebiete in einem Umkreis von
drei Kilometern rund um die Fundorte wurden unter Quarantäne gestellt.

gaby
10.02.2006, 04:17
Von Redcap gefunden:

Vogelgrippe erstmals in Afrika
ERSTELLT 09.02.06, 17:58h
Abuja/Nairobi - Einen Tag nach dem ersten Nachweis der Vogelgrippe in Afrika gibt es im betroffenen Nigeria weitere Verdachtsfälle. Im nördlichen Bundesstaat Kanu seien innerhalb weniger Tage Tausende von Hühnern aus unbekannten Gründen verendet, berichteten nigerianische Medien am Donnerstag. Der Bundesstaat liegt neben Kadanu, wo das gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen wurde. Proben aus Kanu für Tests auf das Virus seien bereits genommen worden. Griechenland meldete am Donnerstag ebenfalls einen Verdacht auf Vogelgrippe. Bei drei Schwänen nahe der Hafenstadt Thessaloniki waren H5-Viren entdeckt worden. Ob es sich um den gefährlichen Typ H5N1 handelt, soll frühestens am Wochenende feststehen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems sieht eine "reale Gefahr" für das Einschleppen der Viren über Zugvögel aus Afrika. Die Fälle müssten jedoch noch abschließend bewertet werden, sagte Präsident Thomas Mettenleiter. Eine Einschleppungsgefahr betreffe nicht nur die aus Asien durch Deutschland führende Route, sondern auch die Südwestroute aus Afrika, die auch über Nigeria führt.

Ein besonderes Einschleppungsrisiko gehe aber von den Zugvögeln aus, die auf der Ostroute über den Nahen Osten und die Türkei fliegen, sagte Mettenleiter. Nachdem etwa in der Türkei erkrankte Singvögel gefunden worden seien, dürfe die Gefahr der Verbreitung der Vogelgrippe über Zugvögel nicht unterschätzt werden. Die in der Türkei gefundenen Singvögel fliegen jedoch keine langen Strecken.

In Nigeria fürchten Experten eine rasante Ausbreitung der Krankheit, da dort in ländlichen Gegenden fast jede Familie Hühner hält, die frei zwischen den Hütten umherlaufen. Der Geflügelbestand Nigerias wird auf 140 Millionen geschätzt. Damit kommt in dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas mehr als ein Huhn auf jeden Einwohner.

"Alle Länder, aber vor allem die westafrikanischen, müssen nun verstärkt auf hohe Todeszahlen bei Geflügel achten", sagte David Nabarro von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dem britischen Sender BBC. Es bestehe die Gefahr, dass die Krankheit in Ländern ausbreche, die noch weniger als Nigeria darauf vorbereitet seien.

Der nigerianische Landwirtschaftsminister Adamu Bello betonte, dass die Regierung die Lage unter Kontrolle habe. Die betroffene Farm und drei benachbarte Höfe seien unter Quarantäne gestellt worden. Etwa 46 000 Vögel auf der Farm seien getötet worden. Die Krankheit könne mit Zugvögeln aus Europa oder Asien eingeschleppt worden sein.

Die Regierung kündigte an, für jedes notgeschlachtete Tier umgerechnet 1,60 Euro zu zahlen. Doch die wenigsten Bauern glauben daran, dass sie ihr Geld auch wirklich bekommen. Viele versuchen schnell noch, ihre Hühner zu Schleuderpreisen auf dem Markt zu verkaufen.

Lami Lombin, Direktorin eines tierärztlichen Forschungsinstituts in Nigeria, warf der Regierung vor, zu spät auf das Hühnersterben reagiert zu haben. "Sie haben erst Alarm geschlagen, als die Lage schon außer Kontrolle geraten war", sagte sie. Die betroffene Farm sei sehr unprofessionell geführt worden.

In China ist unterdessen erneut ein Mensch an der Vogelgrippe erkrankt. Die 26 Jahre alten Bäuerin in Zhangpu in der Küstenprovinz Fujian ist der elfte Mensch, der sich nach offiziellen Angaben in China infiziert hat. Sieben Patienten sind dort bisher gestorben. (dpa)

Redcap
11.02.2006, 12:48
http://www.berlinonline.de/aktuelles/nachrichten/_html/afp_060211122230.1uk2z8jp.html

gaby
11.02.2006, 16:08
POLITIK/BRENNPUNKTE
11. Februar 2006, 15:48

Erstmals Vogelgrippe in der EU


Rom (dpa) - Die Vogelgrippe hat die Europäische Union erreicht: In Italien und Griechenland wurde am Samstag erstmals das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen.

Bei Untersuchungen des Referenzlabors für Vogelgrippe in Padua sei festgestellt worden, dass bei mindestens zwei toten Schwänen in Süditalien der Erreger H5N1 gefunden wurde, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. «Was die menschliche Gesundheit betrifft, können wir relativ ruhig sein, aber es gibt Grund zur Besorgnis was die Tiere betrifft», sagte der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace vor Journalisten.

Auch in Griechenland wurde am Samstag das Virus H5N1 nachgewiesen. Das Referenzlabor für Vogelgrippe in Großbritannien habe bei drei toten Schwänen den Erreger H5N1 gefunden, meldete der staatliche Rundfunk am Samstag. Die Schwäne waren im Raum der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki verendet. Das Landwirtschaftsministerium in Athen rief die Bürger auf, Ruhe zu bewahren. «Die verendeten Vögel waren Wild- und keine Nutzvögel», hieß es.

Die Bundesregierung erwartet keine Handelsbeschränkungen mit den betroffenen Ländern. «Wir gehen davon aus, dass es sich um ein lokales Phänomen handelt», sagte eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums der dpa. Schwäne seien keine Zugvögel, anscheinend aber besonders anfällig. Sie erwarte, dass die EU- Kommission spätestens am Montag weitere Maßnahmen mitteilen werde.

In Italien wurden nach Angaben von Gesundheitsminister Storace in Kalabrien und Apulien sowie auf Sizilien insgesamt 17 tote Schwäne gefunden. «Wir sind in Kontakt mit der Europäischen Union, um eine komplettere Analyse der Situation in Europa zu bekommen», erklärte Storace. Die Flugrouten der Vögel hätten sich wahrscheinlich wegen der Kälte in den Balkan-Staaten nach Italien verlagert, fügte er hinzu.

Rumänien hatte am Samstag einen neuen Vogelgrippe-Herd bestätigt. Seit Ausbruch der Tierseuche im Oktober 2005 hat Rumänien insgesamt 27 Infektionsherde gemeldet. Am vergangen Mittwoch hatte die Vogelgrippe auch Afrika erreicht. Die nigerianischen Behörden verhängten eine Quarantäne über eine Geflügelfarm im Norden des Landes.

Als Sofortmaßnahme wollte Storace einen Erlass unterzeichnen, der 21 Tage lang Transporte und Handel mit lebenden Tieren verbietet, die durch das Virus gefährdet sind. Das Verbot gelte nur für die betroffenen Regionen. «Was die Ernährung betrifft, gibt es keine Probleme, und schon mal gar nicht hinsichtlich des Verzehrs von Hühnern», erklärte der Minister.

Auch Epidemie-Experte Gianni Rezza erklärte, der Nachweis des Virus bedeute nicht, dass Menschen gefährdet seien. Bei den gefundenen toten Schwänen handele es sich um frei lebende Tiere: «Gefahr für den Menschen besteht erst, wenn (Krankheits-) Herde bei Haustieren festgestellt werden, und zwar vor allem in großen Zuchten - die in Italien nicht sehr häufig sind», sagte er.

Die Vogelgrippe des Typs H5N1 ist auch für Menschen gefährlich. Weltweit starben an der Krankheit bislang mehr als 80 Menschen. Am stärksten betroffen ist Vietnam, wo seit Ausbruch der Seuche Ende 2003 mehr als 40 Menschen dem Virus erlagen.

gaby
12.02.2006, 17:15
POLITIK/BRENNPUNKTE
12. Februar 2006, 14:49

EU über Vogelgrippe-Fälle alarmiert

Hamburg (dpa) - Das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 hat die Europäische Union erreicht: In Italien und Griechenland wurde erstmals der Erreger in toten Wildschwänen nachgewiesen. Auch in Bulgarien wurde das Virus am Samstag erstmals offiziell bestätigt.

Seuchenexperten der Europäischen Union (EU) wollen auf einem Krisentreffen am Donnerstag und Freitag in Brüssel über Abwehrmaßnahmen gegen das Virus beraten. Behörden in den betroffenen Ländern versuchten die Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Fachleute halten die Ausbreitung des Erregers für unwahrscheinlich, da das Virus bei Wild- und nicht bei Nutztieren entdeckt wurde.

Nach Angaben der EU-Kommission will die italienische Regierung Sicherheitszonen um die Seuchenherde schaffen. Im Umkreis von drei Kilometern muss Geflügel in den Ställen bleiben. Im Radius von zehn Kilometern müssen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Die Vorschriften gelten zunächst für 21 Tage. Die Kommission hatte am Freitag dieselben Vorgaben für Griechenland beschlossen.

In Italien löste die Nachricht vom Nachweis des Vogelgrippe-Virus H5N1 im Süden des Landes Besorgnis aus. Experten versuchten die Menschen zu beruhigen: Eine Ausbreitung des Virus in Italien sei unwahrscheinlich, da der Erreger in toten Wildtieren und nicht in Zuchttieren gefunden wurde. Hühnerfleisch könne unbesorgt verzehrt werden, betonte Gesundheitsminister Francesco Storace. In Sizilien, Kalabrien und Apulien waren 21 tote Schwäne gefunden worden. Fünf waren mit dem gefährlichen H5N1-Virus infiziert, wie am Samstag bekannt geworden war. Wahrscheinlich seien die Tiere wegen der Kälte in den Balkanstaaten nach Italien geflogen.

In Griechenland verschärften die Behörden nach dem Fund von drei toten Schwänen mit dem Virus H5N1 nahe Thessaloniki die Schutzmaßnahmen. «Jetzt ist es von entscheidender Bedeutung die Infektion von Hühnern und anderen Hausvögeln abzuwenden», sagte der griechische Gesundheitsminister Nikitas Kaklamanis im Rundfunk.

Bulgarien hat am Sonntag Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Vogelgrippevirus H5N1 verstärkt, nachdem der Erreger in einem toten Schwan bestätigt worden war. Die Situation sei ein Test dafür, wie Bulgarien den Schutz vor der Ausbreitung der Vogelgrippe in Einklang mit den EU-Normen gewährleisten könne, sagte die bulgarische Europaministerin Meglna Kunewa. Die EU-Kommission kündigte für Bulgarien ein Importverbot von Geflügelprodukten an.

In Slowenien gibt es einen Verdachtsfall auf die gefährliche Vogelgrippe. Wie die EU-Kommission am Sonntag in Brüssel mitteilte, starb ein Schwan an dem H5-Virus. Ob das Tier an dem H5N1-Virus einging, werde im EU-Labor in Weybridge bei London geklärt.

Die Bundesregierung erwartet keine Handelsbeschränkungen mit den betroffenen Ländern. «Wir gehen davon aus, dass es sich um ein lokales Phänomen handelt», sagte eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums der dpa.

Berlin und Paris wollen in den nächsten Tagen Experten nach Nigeria und möglicherweise in die Nachbarländer schicken, um internationale Organisationen im Kampf gegen die Vogelgrippe zu unterstützen. Das teilte der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy am Samstag in Paris mit. In Nigeria war am 8. Februar der gefährliche Erreger H5N1 erstmals aufgetreten.

Die Finanzminister der G8-Industriestaaten warnten bei ihrem Treffen in Moskau vor einem weltweiten Ausbreiten der Vogelgrippe. Internationale Finanzorganisationen müssten den ärmsten betroffenen Ländern im Kampf gegen den Erreger helfen, forderten die Minister am Samstag.

Der für Tiergesundheit zuständige Direktor der Welternährungsorganisation FAO, Samuel Jutzi, kündigte die Eindämmung des in Nigeria ausgebrochenen Vogelgrippe-Virus an. In Afrika sollten Laboratorien zur Schnellanalyse errichtet werden, um die Routen der Zugvögel und den Verlauf der Krankheit zu verfolgen, sagte er dem Nachrichtenmagazin «Focus».

In China und Indonesien fielen erneut drei Menschen der Vogelgrippe zum Opfer. Nach Regierungsangaben vom Samstag starb in der chinesischen Provinz Hunan eine 20-Jährige an dem gefährlichen Virustyp H5N1. Sie sei die achte Vogelgrippetote in China gewesen. Die Behörden in Indonesien meldeten am Samstag den Tod einer 27- jährigen Frau und eines 23-jährigen Mannes. Sollte die WHO das bestätigen, wären in Indonesien 19 Menschen an Vogelgrippe gestorben.

Weltweit erlagen bislang mehr als 80 Menschen der Krankheit. Am stärksten betroffen ist Vietnam, wo seit Ausbruch der Seuche Ende 2003 mehr als 40 Menschen an dem Virus starben.

gaby
12.02.2006, 17:18
FAO - Analyse der Situation bei Vogelgrippe
- 12.02.2006


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Rom (aho) - Die Vogelgrippe hat den Boden der EU erreicht. Mit Datum
31.01.2006 hat die FAO eine umfassende Analyse der Situation bei der
Vogelgrippe erstellt. Sie finden das 15-seitige PDF - Dokument
(Sprache: Englisch) auf der AHO - Hauptseite unter dem Menüpunkt
"FAO zu H5N1". Zusätzlich werden weitere Dokumente zur Vogelgrippe in
deutscher Sprache angeboten.

gaby
12.02.2006, 17:19
Vogelgrippe in Slowenien +++ Überwachungsgebiet reicht bis nach Österreich
- 12.02.2006


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Klagenfurt (aho) - In Slowenien wurde bei einem verendeten Schwan ein
H5 - Influenzavirus festgestellt. Ob das Tier mit dem für Menschen
gefährlichen Virus-Typ H5N1 infiziert war, wird jetzt im
EU-Referenzlabor im britischen Weybridge untersucht. Der Kadaver
wurde in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze gefunden,
erklärte der Kärntener Agrar-Landesrat Josef Martinz in einer
Presseinformation. Der Überwachungsradius von zehn Kilometern reiche
bis auf Kärntner Gebiet, teilte Martinz mit.

Erst kürzlich wurde das H5N1 - Virus bei verendeten Schwänen in
Süditalien und Griechenland bestgestellt.

Mit Datum 31.01.2006 hat die FAO eine umfassende Analyse der
Situation bei der Vogelgrippe erstellt. Sie finden das 15-seitige PDF
- Dokument (Sprache: Englisch) auf der AHO - Hauptseite unter
dem Menüpunkt "FAO zu H5N1". Zusätzlich werden weitere Dokumente zur
Vogelgrippe in deutscher Sprache angeboten.





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gaby
14.02.2006, 10:17
Mein Gatte hat einen interessanten Link gefunden, mit einer These wo und wie die VG entsteht/sich verbreitet:

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/vogelgrippe/krankheit.xml

gaby
14.02.2006, 16:12
14.02.2006, 16:21 Uhr
UN-Organisation sieht reale Vogelgrippe-Gefahr für Europa
Berlin (dpa) - Europa ist nach Einschätzung der Welternährungsorganisation derzeit stark von der Vogelgrippe bedroht. Das größte Risiko gehe von Zugvögel aus, die aus befallenen Regionen Afrikas zurückkehren, teilte die FAO mit. Bisher ist in Europa das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 ausschließlich bei Wildvögeln gefunden worden. In Deutschland wurde die Stallpflicht für Geflügel auf den 20. Februar vorgezogen. Das Freilaufverbot gilt zunächst bis Ende April. Auch Geflügelmärkte werden wieder befristet verboten.

gaby
14.02.2006, 16:18
Stallpflicht in Deutschland bereits ab Montag
Dienstag 14. Februar 2006, 14:33 Uhr



Berlin (AFP) - Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) zieht zum Schutz vor der Vogelgrippe die erneute Stallpflicht für Geflügel vor. Das sogenannte Aufstallungsgebot solle ab 20. Februar gelten. Bislang hatte Seehofer für die Stallpflicht wegen des einsetzenden Vogelzuges den 1. März vorgesehen. Auch die Niederlande haben eine Stallpflicht für Geflügel ab kommenden Montag angeordnet.

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe haben die Niederlande eine Stallpflicht für Geflügel ab kommenden Montag angeordnet. Ein Sprecher von Landwirtschaftsminister Cees Veerman sagte, in Risikogebieten, wo Zugvögel Rast machen, dürfe Geflügel dann nicht mehr im Freien gehalten werden. Eine ähnliche Anweisung von Mitte Oktober war zum 1. Januar wieder aufgehoben worden.

Unterdessen bestätigte sich der Verdacht auf Vogelgrippe bei einem in Griechenland unter Quarantäne gestellten Jäger nicht. Ein Test auf eine Erkrankung an dem lebensgefährlichen Virus sei negativ verlaufen, teilte die Gesundheitsbehörde in Athen mit. Der 29-Jährige hatte sich selbst in einem Krankenhaus in Thessaloniki gemeldet. Er litt an Fieberschüben, nachdem er kurz zuvor mit bloßen Händen drei Wildenten angefasst hatte.

Seit im Norden Griechenlands das gefährliche H5N1-Virus bei Wildschwänen nachgewiesen wurde, sind die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft und fürchten eine Übertragung der Krankheit auf den Menschen. Bei einem 15-jährigen griechischen Jungen wurde der Vogelgrippe-Verdacht jedoch ebenfalls ausgeräumt.

gaby
14.02.2006, 16:46
Vogelgrippe laut WHO-Experten kaum noch zu stoppen
Dienstag 14. Februar 2006, 12:18 Uhr



Frankfurt/Main (AFP) - Die Ausbreitung des Vogelgrippe-Erregers H5N1 ist nach Ansicht des Vorsitzenden des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stöhr, fast nicht mehr zu stoppen. "Das haben wir zwar geglaubt, als das Virus bei den Wildvögeln noch nicht verbreitet war", sagte Stöhr am Dienstag im Hessischen Rundfunk. Durch diesen Übertragungsweg seien aber die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen des Erregers wie Gepäckkontrollen und Verbote von Tiertransporten ineffektiv geworden. "Das zeigt die neue Dimension, die diese Tierseuche genommen hat", sagte Stöhr. "Mit den konventionellen Maßnahmen stehen wir ein bisschen auf verlorenem Fuß."

gaby
14.02.2006, 16:50
«Das ist purer Aktionismus»
Dienstag 14. Februar 2006, 02:17 Uhr



Berlin (ddp). Die deutschen Biobauern kritisieren die von der Bundesregierung geplante Stallpflicht für Geflügel. «Das ist purer Aktionismus», sagte der Vorsitzende des Anbauverbandes Bioland, Thomas Dosch, der «Berliner Zeitung» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Nach wie vor gehe von wilden Zugvögeln nur eine geringe Gefahr aus.

«Viel gefährlicher sind die illegalen Importe aus Ländern, in denen die Vogelgrippe grassiert», betonte Dosch. Statt das Geflügel pauschal in den Stall zu schicken, müssten die Kontrollen an den Grenzen verschärft werden.

Nach Angaben Doschs sind Ökolandwirte besonders von der Stallpflicht betroffen. Auf einen mittelgroßen Betrieb kämen deswegen Kosten zwischen 5000 und 15 000 Euro zu, sagte er. Damit müssten beispielsweise Foliengewächshäuser gekauft werden, um die Tiere unterzubringen, die sonst im Freien leben. Dosch bemängelte, dass der Staat trotz mehrmaliger Appelle den Landwirten bei der Bewältigung der Kosten bislang nicht finanziell helfe.

(ddp)

gaby
14.02.2006, 16:52
Bauernverband begrüßt vorgezogene Stallpflicht
Dienstag 14. Februar 2006, 15:50 Uhr



Berlin (AP) Der Deutsche Bauernverband hat die vorgezogene Stallpflicht für Hausgeflügel als wichtige Vorsorgemaßnahme gegen die heranrückende Vogelgrippe begrüßt. Mit den ersten Fällen von Infektionen mit dem gefährlichen Erreger H5N1 in der EU sei die Geflügelpest nahe an die deutschen Grenzen herangekommen, so dass ein Vorziehen der Stallpflicht auf den 20. Februar sinnvoll sei, erklärte der Verband am Dienstag. Von dem Aufstallungsgebot in Deutschland seien rund 13 Millionen Stück Geflügel betroffen.
Der DBV erklärte, er unterstütze alle Vorsorgemaßnahmen, um im Fall des Ausbruchs der Vogelgrippe
in Deutschland existenzbedrohliche Schäden für die deutsche Geflügelwirtschaft zu vermeiden. Tierschutz bedeute auch, dass ein Seuchenfall in Deutschland so schnell wie möglich erkannt werde, um zeitnah bekämpft werden zu können. Der Verband appellierte daher an alle Geflügelhalter, sich der Verantwortung bewusst zu sein, die er bei der Meldung von möglichen Erregereinträgen habe.
Der DBV verwies auf die Expertenmeinung, wonach die größte Gefahr für ein Einschleppen des Erregers nach Deutschland nach wie vor von illegalen Importen ausgehe. Daher bekräftigte der Verband nachdrücklich seine Forderung nach einer Deklarationspflicht für alle in die EU Einreisende.

gaby
17.02.2006, 07:31
Die Meldungen überschlagen sich. Da noch relevantes herauszufiltern ist fast unmöglich. Bitte schaut hier doch mal selbst durch was für Euch interessant ist. Ich hab den ganzen Tag das Radio an und bin schon ganz wirr.... :(

http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

gaby
18.02.2006, 12:51
H5N1 in Ägypten +++ Kadaver treiben auf dem Nil
- 18.02.2006


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Kairo (aho) - In Ägypten sind in mehreren kleinen Hinterhofhaltungen
Fälle von Vogelgrippe aufgetreten. Betroffen sind nach einem Bericht
von "Nil TV" Kleinhaltungen im Raum Kairo, Giza, Menya und Qena. Wie
weiter berichtet wird, wurde das H5N1-Virus in 18 verendeten
Federtieren nachgewiesen. Die Meldung wurde von der WHO bestätigt.
Nach Korrespondentenberichten treiben Vogelkadaver auf dem Nil in
Richtung Mittelmeer.

gaby
22.02.2006, 05:49
Schweinefreilandhaltung: Futter lockt Wildvögel an +++ Infektionsrisiko mit H5N1
- 22.02.2006


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Köln (aho) - Der Deutschlandfunk berichtete in dem Beitrag "Landwirte
treffen Vorkehrungen für die Fütterung - Angst vor H5N1-Virus in der
Landwirtschaft" am 21.02.2006 um 11:35 Uhr über die Probleme, die
Freilandschweinhalter mit Wildvögeln haben. Wie Dr. Dieter Schulze,
Leiter der Tierseuchenabteilung des Kreises Nordfriesland, im Gespräch
mit dem Deutschlandfunk berichtete, sind Möwen und andere Wildvögel
stetige Begleiter der Freilandschweine in Schleswig-Holstein. Die
Tiere werden durch das eiweißreich Schweinefutter angelockt. Wie in
dem Bericht zu erfahren war, sind Möwen und Rabenvögel sehr kluge
Vögel, die tatsächlich dem Futter hinterhergehen und sich regelmäßige
zu den Fütterungszeiten einfinden. Und, wenn sie einen Futterplatz
erkannt haben, aufgrund ihrer Sozialstrukturen auch Freunde und
Bekannte mitnehmen, und die Tiere dann in den großen Ansammlungen zu
finden sind.

Möwen, Krähen und Raben kommen mit vielen ihrer Artgenossen in Kontakt
und so sind Infektionen untereinander nicht ausgeschlossen. Die
unmittelbare Nähe zu den Zugvögeln ist für die Tiere in den deutschen
Küstengebieten ohnehin an der Tagesordnung, hieß es im
Deutschlandfunk. Wie weiter berichtet wurde, äsen auch immer wieder
Wildgänse auf den Flächen der Freilandhaltungen und so ist auch eine
Übertragung des H5N1-Virus auf Möwen und andere Wildvögel möglich.

gaby
27.02.2006, 14:18
Wehret den Anfängen:

Stallpflicht wegen Vogelgrippe über Jahre notwendig +++ Umdenken setzt ein
- 26.02.2006


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Berlin / Potsdam (aho) - Während noch in jüngster Vergangenheit die
Grüne Agrarministerium Künast mit dem Slogan "Freiheit schmeckt
besser" Werbung für Eier aus Freilandhaltung machte,
denken jetzt Agrarpolitiker und Tierschützer unter dem Eindruck der
Vogelgrippe über den Ausstieg aus dieser risikobehafteten Haltungsform
nach. So hat nach Einschätzung von Brandenburgs Agrarminister Dietmar
Woidke (SPD) der Ausbruch der Vogelgrippe bei Wildvögeln zur bislang
schwierigsten Situation in der Tierseuchenbekämpfung geführt. In einem
Interview mit der Berliner Morgenpost sagte der Minister: "Noch nie
gab es eine derart aggressive Seuche unter Wildvögeln und damit eine
so massive Bedrohung für die Nutztiere." Absperrmaßnahmen würden nur
bedingt helfen, da die Bekämpfung der Seuche bei den Wildvögeln
aufgrund ihrer Mobilität unmöglich sei. Der Minister rechnet mit einem
dauerhaften Verbot der Freilandhaltung für Geflügel wie Hühner und
Gänse. Mittelfristig sehe er Probleme für die Freilandhaltung. Die
Gefahr für den Nutztierbestand nannte Woidke im Gespräch mit der
Berliner Morgenpost ein dauerhaftes Problem: "Die Schutzmaßnahmen
müssen sich auf Jahre erstrecken." Die Stallpflicht werde nicht nur
die Biobauern sondern auch konventionelle Freilandhaltungen treffen.

Für die schweizerische Nutztierschutz-Organisation "kagfreiland" ist
jetzt der Zeitpunkt gekommen, intensiv über langfristige Strategien in
der Schweiz nachzudenken, wie mit der Vogelgrippe in Zukunft
umgegangen werden soll. Nach Meinung der Tierschützer kann es nicht
sein, dass nun auf Jahre hinaus zweimal jährlich ein mehrmonatiges
Freilandverbot verordnet wird. Der Erreger H5N1 wird nicht so schnell
von der Erdoberfläche verschwinden, mahnt "kagfreiland". Die WHO
rechnet damit, dass sich die Vogelgrippe noch Jahre halten wird. Wenn
sich der Virus in der einheimischen Wildvogelpopulation einnistet,
droht ein permanentes Freilandverbot. kagfreiland hofft, dass sich
auch die Behörden und die Geflügelbranche an der Suche nach
langfristigen Lösungen beteiligen. Hierfür sind auch internationale
Zusammenarbeit und Forschung dringend nötig, heißt es in einer
Pressemitteilung der Organisation.

gaby
27.02.2006, 20:03
27.02.2006, 19:40 Uhr
Vogelgrippe verbreitet sich rasant wie nie
Genf (dpa) - Das aggressive Vogelgrippevirus H5N1 hat sich im Februar so rasant wie nie zuvor ausgebreitet. Außer in Deutschland wurde der gefährliche Erreger binnen vier Wochen in neun weiteren europäischen Staaten nachgewiesen. Unterdessen ist in Deutschland ein heftiger Streit zwischen Bund und Ländern um die Zuständigkeiten beim Katastrophenmanagement entbrannt. UN- Generalsekretär Kofi Annan rief in Genf die Staatengemeinschaft zu einer intensiven Vorsorge gegen eine möglichen schwere Grippe-Epidemie bei Menschen auf.

gaby
28.02.2006, 11:00
Freilandverbot wegen H5N1 noch über viele Jahre notwendig
- 28.02.2006


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Berlin / München (aho) - Deutschlands Freilandhalter müssen damit
rechnen, ihr Geflügel noch länger im Stall zu halten. Wie eine
Sprecherin von Agrarminister Seehofer der Süddeutschen Zeitung
(Dienstag) sagte, sei nicht auszuschließen, dass die Stallpflicht
ausgeweitet wird. "Sollte die Vogelgrippe Ende April noch im Land
sein, werden die Maßnahmen verlängert", sagte sie dem Blatt. Noch sei
aber keine Entscheidung getroffen. Zuvor soll für Mitte April eine
Risikoanalyse abgewartet werden. Bislang ist die Stallpflicht bis Ende
April befristet.

Nach Einschätzung von Brandenburgs Agrarminister Dietmar Woidke
(SPD) hat der Ausbruch der Vogelgrippe bei Wildvögeln zur bislang
schwierigsten Situation in der Tierseuchenbekämpfung geführt. In einem
Interview mit der Berliner Morgenpost sagte der Minister kürzlich:
"Noch nie gab es eine derart aggressive Seuche unter Wildvögeln und
damit eine so massive Bedrohung für die Nutztiere." Absperrmaßnahmen
würden nur bedingt helfen, da die Bekämpfung der Seuche bei den
Wildvögeln aufgrund ihrer Mobilität unmöglich sei. Der Minister
rechnet mit einem dauerhaften Verbot der Freilandhaltung für Geflügel
wie Hühner und Gänse.

Nach Meinung des Rostocker Spezialisten für Tropenmedizin und
Infektionskrankheiten, Prof. Dr. Emil Reisinger, kann die Vogelgrippe
zu einem Dauerproblem werden. "Wir rechnen damit, dass das Virus H5N1
eine Laufzeit von 150 Jahren hat. Es dauert etwa 50 Jahre, bis nach
seinem ersten Auftreten die Vogelwelt beginnt, dagegen
widerstandsfähig zu werden", sagte er dem Neubrandenburger
"Nordkurier".





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:heul

gaby
28.02.2006, 15:51
Rügen: Verendete Katze war mit H5N1- Vogelgrippevirus infiziert
- 28.02.2006


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Rügen / Insel Riems (aho) - Bei einer auf der Insel Rügen in der Nähe
der Wittower Fähre tot aufgefundenen Katze hat das
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems eine Infektion
mit dem H5N1-Virus festgestellt. Dies gab der Präsident des Instituts,
Prof. Dr. Thomas Mettenleiter, heute bekannt. Ob es sich um die hoch
pathogene Variante handelt, die in Asien und der Türkei zu
Erkrankungen bei Menschen geführt hat, wird noch untersucht. Die Katze
war am vergangenen Wochenende gefunden und zunächst im Landeslabor in
Rostock auf eine Influenzavirus-Infektion untersucht worden. Die
Proben wurden danach im nationalen Referenzlabor für aviäre Influenza
auf der Insel Riems weiter analysiert. Dabei wurde der Erreger H5N1
festgestellt.

"Dass Katzen sich mit dem Virus infizieren können, wenn sie infizierte
Vögel fressen, ist seit längerem aus Asien bekannt", so
Thomas Mettenleiter. Das FLI rät Katzenbesitzern, ihre Tiere besonders
im Bereich des Zentrums der Infektionen um die Wittower Fähre nicht
frei laufen zu lassen. "Obwohl die Kadaver weitgehend abgeräumt sind,
sterben weiterhin Tiere an einer H5N1-Infektion, die dann als
Infektionsquelle dienen können", erläutert Mettenleiter. In den
vergangenen Jahren starben in Asien mehrere Großkatzen, die in Zoos
mit H5N1-infiziertem Geflügel gefüttert wurden. Hauskatzen erwiesen
sich ebenfalls als empfänglich. Eine Ansteckung von Menschen durch
infizierte Katzen wurde aber bisher noch nicht nachgewiesen.

Das FLI empfiehlt Katzenbesitzern, auf eine besondere Hygiene zu
achten. "Eine theoretisch nicht auszuschließende Ansteckung des
Menschen kann vermutlich nur bei sehr innigem Kontakt mit infizierten
Tieren erfolgen", so der Präsident des FLI. Bei Anzeichen von schweren
Erkältungen bei Katzen, die Freilauf in Gebieten hatten, in denen H5N1
infizierte Vogelkadaver gefunden wurden, sollte der Tierarzt
aufgesucht werden.

gaby
03.03.2006, 06:20
Vogelgrippe: Massensterben von Katzen im Irak
- 01.03.2006


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Berlin (aho) - Was Katzenhalter schockt, ist Wissenschaftlern lange
bekannt. Katzen erkranken auch unter Feldbedingungen am H5N1 - Virus.
Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Kurth, sieht
aber durch den Fall der am H5N1 - Virus auf der Insel Rügen verendeten
Katze keine gestiegene Gefahr: "Wir haben in den letzten Wochen ein
relativ großes Katzensterben im Irak beobachtet auch durch H5N1", wird
Kurth in verschiedenen Medien zitiert. Insofern sei der Fund der toten
Katze auf Rügen etwas früh gekommen, aber nicht überraschend. Bereits
2004 sei der Ausbruch der Krankheit bei Katzen in Asien beobachtet
worden. Eine Übertragung von Katze auf Mensch sei nicht
ausgeschlossen.

Auch der Virologe Prof. Dr. Herbert Pfister, Direktor des Instituts
für Virologie der Universität Köln, hält eine Übertragung des H5N1
Virus von einer infizierten Katze auf den Menschen für möglich. Wie er
am Mittwoch im RTL-Magazin "Punkt 6" erläuterte, sei dabei aber
entscheidend, wie intensiv der Kontakt zwischen Mensch und Katze sei.
"Wir wissen einfach die Wahrscheinlichkeit nicht, mit der eine
Übertragung von der Katze auf den Menschen stattfinden würde", sagte
Professor Pfister dem Sender. Man könne aber mit Sicherheit davon
ausgehen, dass bei engem und längerem Kontakt zwischen infizierter
Katze und Mensch eine Infektion mit dem H5N1 - Virus möglich sei.
Allerdings seien Katzen "epidemiologisch für die Ausbreitung des Virus
völlig unbedeutend. Das Problem wird sein, wie sich das Virus zunächst
bei den Wildvögeln ausbreitet", erläuterte der Experte.


Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat jetzt
eine Fachinformation "Antworten auf Fragen zur hochpathogenen Aviären
Influenza bei der Katze" veröffentlicht. Sie finden diese
Fachinformation auf der AHO - Hauptseite unter dem Menüpunkt "Fachinfo
Katze".





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gaby
03.03.2006, 07:21
diesen Artikel hat AnnTye als Link veröffentlicht. Da ich den sehr aufschlussreich finde zeige ich ihn hier nochmal im Text! Bitte mit Verstand lesen, querlesen reicht hier nicht. ;)


DIE ZEIT 02.03.2006 Nr.10

Tieropfer gegen Menschenangst
Rinderwahn, Schweinepest und nun die Vogelgrippe: Bricht Panik aus, verstummen selbst wortgewaltige Tierschützer Von Richard D. Precht


Die Möwe wurde für ein Labor in Mazedonien

© Sang Tan/AP/Boris Grdanoski/AP
Die versammelten Landwirte und Journalisten im bayerischen Oberding mussten sich vorkommen wie bei der Werbeveranstaltung eines Internet-Providers oder eines Telefonanbieters. Die Ausstattung vor Ort gemeinsam optimieren lautete der Titel. Das Programm versprach »verschiedene zeitgerechte Lösungen wie Standby-Verträge mit Lieferfirmen«, effektiv im Dienste einer »Just-in-time-Logistik«. Die wiederum »spart nicht nur Geld, sondern garantiert auch einsatzbereites Material«.

Das technische Wunderwerk, das Bayerns Verbraucherminister Werner Schnappauf bereits am 12. Januar in der Tierkörperbeseitigungsanlage in Oberding anpries und vorführte, ist eine Tötungsmaschine der Superlative. Bis zu 4000 Hühner in der Stunde können damit per Hand kopfüber in ein Fließband gehängt und durch ein unter Strom gesetztes Wasserbad gezogen werden. Ergänzt wird das Prachtstück durch drei mobile CO2-Einschläferungsanlagen, um Federvieh mit Gas zu ersticken. Mit 500 Hühnern in der Stunde wirken sie wie leistungsschwache Oldtimer neben dem 60000 Euro teuren Wundergerät.

Doch nicht im hochgerüsteten Freistaat, sondern auf der wenig vorbereiteten Insel Rügen herrscht seit dem 15. Februar Katastrophenalarm. Mehr als 3000 tote Vögel schleppten mobile Einsatzkräfte und Bundeswehrsoldaten zur virologischen Untersuchung, über 100 davon wurden bisher positiv auf das gefährliche H5N1-Virus getestet. Auch das mecklenburgische Festland, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg meldeten Infektionsfälle.

Die Bilder von Soldaten mit Gasmasken, Schutzanzügen und Schwanenkadavern verbreiten bundesweit Angst. Vogelgrippe-Fälle gibt es nach zahlreichen asiatischen inzwischen in acht europäischen Staaten und, besonders besorgniserregend, auch in Nigeria. Zwar sieht die Weltgesundheitsorganisation bislang »keinen Grund zur Panik«, doch immerhin spielt die WHO globale Szenarien mit bis zu 100 Millionen toten Menschen durch und erstellt ein globales Notfall-Gremium.

Es droht der größte Mord an Vögeln seit der chinesischen Kulturrevolution

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Der hypothetische Fall der gefährlichen Vermischung menschlicher Grippeviren mit H5N1 ist längst durchdacht. Mehr als ein Viertel aller Deutschen meint, dass die Vogelgrippe sie ängstigt, der Mundschutz-Verkauf boomt im Internet, der Zivilschutz veröffentlicht schon seit Wochen einen Maßnahmenkatalog für den Ernstfall, und Informationsportale, wie www.pandemie.com, spielen mit der normativen Kraft des Fiktiven und antizipieren den Schrecken schon im Namen.

Man muss sich schützen, im Zweifelsfall symbolisch. Mehr als 4000 Hühner aus Rügens Nutztierhaltung fielen bereits der Massentötung zum Opfer. Rein präventiv. Infiziertes Mastgeflügel gibt es in Deutschland – anders als im französischen Departement Ain, wo 400 Puten in einem Mastbetrieb erkrankten – bislang nicht. Auch die Franzosen waren nicht zimperlich. Alle 11000 Puten des betroffenen Betriebs wurden sofort getötet. Weitaus Dramatischeres geschah freilich bereits im Jahr 2003 in den Niederlanden und in Belgien. Etwa 30Millionen Vögel verbrannten, erstickten und verschmorten aufgrund des Verdachts einer H7N7-Geflügelpest-Infektion.

Neu ist dagegen die Angst vor Zugvögeln. Zwar weiß bislang niemand zu sagen, ob die auf Rügen und anderswo tot aufgefundenen Schwäne, Enten, Bussarde und Möwen tatsächlich am H5N1-Virus verendeten, das sie in sich trugen. Doch schon jetzt erscheinen die nur potenziellen Überträger unter üblem Verdacht. Sollte die präventive Tierseuchenbekämpfung weiter Schule machen, so steht auch der größte Wildvogelmord seit der chinesischen Kulturrevolution – damals brachte Mao Millionen als dekadent gebrandmarkte Singvögel zum Schweigen – unmittelbar bevor.

Die Vorbereitungen laufen inzwischen überall. Neben den Elektrotötungsanlagen in bayerischer Manier bereiten Veterinäre den Einsatz von Vergasungsfahrzeugen vor. Luftdicht abgeschlossene Großbetriebe eignen sich zudem ohne große Mühen als Vergasungshallen, in die ausreichend Gas eingeleitet werden kann, um bis zu einer Million Tiere pro Tag zu »keulen«. Einem Kolumnisten des Londoner Guardian kamen Holocaust-Gedanken. Die Berichterstattung seiner Kollegen klinge, als »drehe Göring ein Remake von Hitchcocks Die Vögel«.

Gegenwärtig werden bei Verdacht auf Vogelgrippe Sperrzonen errichtet mit einem Durchmesser von drei Kilometern. Beobachtungszonen haben einen weit größeren Radius. Hier wird in einem Umkreis von zehn Kilometern jede Bewegung von Geflügel »eingefroren«.

Menschen werden getötet, Hühner werden »gekeult«

Doch der beruhigende Gedanke des Einfrierens, des Wegschließens und des Abtrennens von Nutztieren erregt auch ambivalente Gefühle. »Die Idee des Menschen in der europäischen Geschichte drückt sich«, so meinten schon Horkheimer und Adorno, »in der Unterscheidung vom Tier aus. Mit seiner Unvernunft beweisen sie die Menschenwürde.« Aus dem Anspruch des Menschen, Vernunft und damit Würde zu besitzen, folgt das rigorose Abtrennen alles anderen als des Unvernünftigen und deshalb Nichtswürdigen. Menschen werden getötet, Hühner »gekeult«. In nuce zeigt sich der Begriff des Abtrennens als Schlüsselbegriff der Mensch-Tier-Beziehung wie der Seuchenbekämpfung. Die philosophische Abtrennung findet ihr Pendant in der pragmatischen Logik des »Einfrierens«. Sie macht die Ausgrenzung des Tieres aus der Moral- und der Empfindungsgemeinschaft sinnfällig.

Gewiss, sie besteht schon lange, in der alltäglichen Praxis der Legebatterien, der Hähnchen-Mästereien mit ihren Vergasungsanlagen und der Schlachthöfe. Auch die Erfinder und Vertreiber von Elektrotötungsanlagen haben ihre Mordgeräte nicht für die Vogelgrippe ersonnen, die Aussicht darauf erhöht lediglich die Nachfrage. Wie bei BSE so rückt der befürchtete Katastrophenfall nur ins Licht, was im Dunkel schon immer da ist. Stets haben die unvernünftigen Geschöpfe die menschliche Vernunft erfahren müssen und tun es noch heute als Vernunft der industriellen Tiertötung. Der Mensch, der sich in Differenz zum Tier über das »Humane« und damit »zum Guten fähige« definiert, zeigt sich in der Tierhaltung ebenso »zum Bösen fähig«.

Als mit dem Larvenroller, einer südostasiatischen Schleichkatze, der mutmaßliche Überträger der asiatischen Lungenkrankheit Sars identifiziert war, ordneten die Behörden der südchinesischen Provinz Guangdong im Januar 2004 Massenschlachtungen bei Schleichkatzen an. Tausende Larvenroller erlagen dem Gemetzel, weil ihre Artgenossen in den Kochtöpfen 778 Menschen infiziert haben sollten.

Wie kein anderes kollektives Phänomen der Menschheit erregen gerade Seuchen einen Schauder vor der animalischen Natur des Menschen. Die biologische Massensterblichkeit des Menschen durch unkontrollierbare Naturkatastrophen offenbart seine mitunter hilflose Leiblichkeit und damit zugleich eine argwöhnische Schicksalsgemeinschaft mit der Fauna. Denn die allein selig machende Vernunft entbindet den Menschen eben gleichwohl nicht von seiner zoologischen Verkettung mit der Natur. Die philosophische Trennung von Mensch und Tier schafft eine beruhigende Kluft, die Vogelgrippe dagegen, die Huhn wie Mensch zu treffen scheint, ebnet sie auf beunruhigende Weise virologisch ein.

Die Situation ist paradox. Während in der Vogelgrippe der Mensch seine zoologische Nähe zu den anderen Tieren erfährt, zwingt sie ihn zugleich zu kalter Distanz. Wo immer die Seuche in großem Stil ausbricht, werden Vögel zu Tausenden gejagt, gefangen, in Säcke gesteckt, zu Stapeln aufgetürmt, bei lebendigem Leib verbrannt oder lebendig vergraben.

Die Fernsehbilder berühren. Das Gewahrwerden der Zoologie des Menschen im Fall der Katastrophe findet ihre Entsprechung im humanen Mitgefühl mit dem Tier. Doch wie viel davon bräche sich im Falle einer allgemeinen Massenschlachtung in Deutschland Bahn? Wie viel Platz bleibt dem Grausen vor der Tötungsmaschinerie, dem Mitfühlen und Mitleiden? Beruhigen uns die Schlachtungen auf Rügen und die Tötungswerkzeuge in Bayern, oder machen sie uns Angst?

gaby
03.03.2006, 07:21
Was sagt der Deutsche Tierschutzbund? Wenig, lautet die Bilanz. Zunächst suchte er seine Gegner in der Türkei, nicht in Deutschland: »Tierfreunde sind zu Recht entsetzt über die grausamen und tierquälerischen Methoden, mit denen Geflügel im Zuge der Geflügelpest getötet wird.« Sein Vorschlag zum Besseren waren Petitionen an die türkische Botschaft und »Betäubungsgeräte« zur »tierschutzgerechten Tötung der Tiere«. Seit die Vogelgrippe-Fälle von Rügen und anderswo hereinbrachen, mahnt er zum Maßhalten im Unmaß. »Massenkeulung von gesunden Tieren darf es nicht geben«, forderte der Tierschutzbund-Präsident Wolfgang Apel erst im Angesicht der ersten Präventivschlachtung auf Rügen, obwohl die Gefahr solcher Prävention im Seuchenfall schon vorher abzusehen gewesen war.

Auch die Klientel des Tierschutzbundes fühlt sich von der Vogelgrippe bedroht

Die Reaktion kommt spät, und sie kommt auffällig zögernd. Wie schon im Fall des BSE-Verdachts, so ist die Seuchenbekämpfung rechtlich in einer schwierigeren Lage als die Massentierhaltung. Während das Tierschutzgesetz in seiner bisherigen Auslegung jede Form von Fleischproduktion als »vernünftigen Grund« definiert, um Tieren Leiden, Schmerzen oder Schäden zufügen zu dürfen, ist die Seuchenprävention in ihrer Notwendigkeit beweispflichtig. Dass die bayerischen Massentötungsanlagen »auch zu Übungs- und Trainingszwecken verwendet werden« können, wie das Bayerische Umweltministerium empfiehlt, dürfte jedenfalls nicht angehen.

»Vernunft und keine Panikmache« fordert der Tierschutzbund, weil es »keinen vernünftigen Grund« dafür gebe, bereits jetzt präventiv zu töten. Klage gegen die Verantwortlichen dagegen erhebt er nicht. Der Tierschutzbund befindet sich in einem Dilemma. Auch er weiß, dass das Bürgerliche Gesetzbuch festlegt, dass »Tiere nicht als Sachen« bewertet werden dürfen, und dass genau dies allerorten geschieht. Zugleich weiß er, dass auch seine eigene Klientel sich von der Vogelgrippe ernsthaft bedroht sieht und eben auch Schlachtung aus Prävention billigt.

Das Leben der Tiere scheint ihm offensichtlich allemal verloren. »Tierschutz ist Menschenschutz« – der Slogan des Deutschen Tierschutzbundes gilt offensichtlich nicht umgekehrt. Sein Aufruf zum Maß offenbart die Ursprünge des Tierschutzes aus dem Geist und dem Umfeld von bürgerlichen Mäßigungsvereinen und philanthropischen Gefängnisreformern. Mitleid mit der gackernden Kreatur ist ein Ziel, soziale Gerechtigkeit für Hühner ist es nicht.

Erst neuerdings sieht der Tierschutzbund die Lösung in einer flächendeckenden Impfung zumindest von Freilandhühnern nach französischem und niederländischem Vorbild. In den Niederlanden ist das Massentöten von vor drei Jahren noch in schlimmer Erinnerung. Diesmal empfiehlt das Agrarministerium in den Haag – trotz fortbestehenden Infektionsrisikos – Hobbyzüchtern und Haltern von Freilandhühnern lieber die freiwillige Impfung ihrer Bestände.

Erst seit zwei Monaten stellt die EU-Direktive 2005/94/EC den Staaten der EU weitgehend frei, nach eigenem Gutdünken auf Tierseuchen zu reagieren. Besonders tierfreundlich entschied sich die frühere nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn bei der Wahl zwischen Gas und Spritze. Die EU müsse »bei der Tierseuchenpolitik von ihrem Grundsatz, töten statt impfen, abrücken«.

Für Deutschland ist Höhns wohlmeinende Forderung leider nur ein schöner Satz, denn kein einziger Impfstoff gegen die Vogelgrippe ist hierzulande zugelassen. Die Entwicklung eines neuen besseren Impfstoffs dauert mindestens zwei Jahre – viel zu lange für die deutschen Geflügelbestände in gegenwärtiger Lage.

Diskussionen über die Rechtmäßigkeit des Fleischverzehrs werden bei einem Brathähnchen entschieden, Diskussionen um die Tötung von Millionen Hühnern, Puten und Gänsen im Angesicht einer Apokalypse. Vor einer solchen Universalbedrohung werden selbst wortgewaltige »Tierrechtler« stumm, denen der Tierschutz gemeinhin nicht fundamental genug das Lebensrecht aller empfindungsfähigen Wesen berücksichtigt. Die deutschen Tierrechts-Homepages reden fast sämtlich weiter von der Befreiung der Tiere und vom Verbot für Legebatterien als »Tier-KZs«, als sei das bevorstehende Szenario im Zeichen der Vogelgrippe kaum einen Gedanken wert. Immerhin, dem Komitee gegen den Vogelmord e. V. kommen noch die Jäger als Schuldige in den Sinn; es warnt vor der Ansteckungsgefahr als Folge der Wasservogeljagd durch den heimischen Waidmann.

Die Suche nach den Schuldigen steckt erst in den Anfängen. Analysiert wird die Vogelgrippe als Zivilisationskatastrophe, ganz im Geist aller kulturpessimistischen Pandämonien im Umkreis von Seuchen spätestens seit dem Mittelalter, und gefunden werden die üblichen Verdächtigen. Der Tierarzt Franz-Joseph Plank von der Tierrechtsgruppe Animal Spirit sieht ein »millionenfaches Opfer gesunder Tiere« als modernes »Sühneritual zur Volksberuhigung« – bei dem wieder einmal die Falschen büßen: nicht die Massentierhalter und Tiertransporteure, sondern die »unschuldigen Tiere«.

Nicht die Massentierhalter büßen, sondern die »unschuldigen Tiere«

Ohne die tierische Unschuld kommt der amerikanische Öko-Marxist Mike Davis aus, dafür nicht ohne eine allgemeine Anklage der Verwertungsgesetze des Kapitals. Der Titel seines Buches Vogelgrippe. Zur gesellschaftlichen Produktion von Epidemien illustriert die Anwendung des marxistischen Instrumentariums auf Tierhaltung und Gesundheitswesen. Für Davis handelt es sich bei der Hühnerpest um genetisch mutierte Grippeviren als Folge der industriellen Revolution der Massentierhaltung. Dafür prägt er den Begriff der »globalen Krankheitsökologie«. Ihre größten Störenfriede sind ökonomische Profitinteressen und politische Korruption. Man hat das Gefühl, diesen Schuldigen schon oft, mitunter zu oft begegnet zu sein.

Noch sind, bei etwa 100 an der Vogelgrippe gestorbenen Menschen, nicht die Armen, sondern die Vögel die Leidtragenden. Die biologische Klassenmoral kommt vor der ökonomischen – auch das eine Weisheit der Seuchenmoral.

© DIE ZEIT 02.03.2006 Nr.10

gaby
08.03.2006, 06:42
Welche Rolle spielen Mäuse bei der Verbreitung des H5N1 - Virus?
- 08.03.2006


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Sapporo (aho) - Mäuse können sich mit dem H5N1 - Virus infizieren. Das berichten
jetzt japanische Wissenschaftler der Hokkaido Universität in der Fachzeitschrift
"Archives of Virology". Die possierlichen Nager könnten so als Beute von Katzen
und als ungebetene Gäste in Tierställen, Futterlagern und Vorratskammern eine
Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen fungieren.


Isoda N, Sakoda Y, Kishida N, Bai GR, Matsuda K, Umemura T, Kida H.
Pathogenicity of a highly pathogenic avian influenza virus,
A/chicken/Yamaguchi/7/04 (H5N1) in different species of birds and mammals.
Arch Virol. 2006 Feb 26; [Epub ahead of print]





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gaby
08.03.2006, 06:47
Zehnter Todesfall bei Menschen mit Vogelgrippe-Verdacht in China
Mittwoch 8. März 2006, 05:10 Uhr



Peking (AFP) - China hat einen weiteren Todesfall bei einem Menschen mit Vogelgrippe-Verdacht gemeldet. Wie die staatlichen Medien am Mittwoch unter Berufung auf das Gesundheitsministerium berichteten, starb am Montag ein neunjähriges Mädchen in der östlichen Provinz Zheijiang an der Seuche. Bisher waren in China nach amtlichen Angaben 15 Fälle von Vogelgrippe beim Menschen bekannt geworden.

gaby
08.03.2006, 14:59
Vogelgrippe bei Geflügel in Albanien
- 08.03.2006


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Paris / Tirana (aho) - In einer kleinen Geflügelhaltung im
albanischen Dorf Çuke in der Präfektur Vlora (Albanische Riviera)
wurde der Geflügelpest (Vogelgrippe) festgestellt. Wie das
Internationale Tierseuchenamt in Paris mitteilt, soll es sich auch
hier um das H5N1 - Virus handeln. Alle 60 Federtiere wurden getötet
und entsorgt. Es wurde eine Quarantänezone eingerichtet.

gaby
15.03.2006, 14:55
von Gerhard_S gefunden:

Ungarn hat H5N1-Impfstoff für Menschen entwickelt
Ungarische Forscher haben nach Angaben der Regierung in Budapest einen Impfstoff für Menschen entwickelt, die im engen Kontakt mit an Vogelgrippe erkrankten Tieren stehen.


Forschungslabor in Ungarn
© AFP
Das Mittel zum Schutz gegen die derzeit kursierende Form des Vogelgrippevirus H5N1 sei in Ungarn bereits zugelassen, sagte Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany in den Forschungsstätten der Pharmafirma Omnivest in Bilsborosjeno bei Budapest.

Sollte das Virus so mutieren, dass es von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, dann sei es möglich, auf der Grundlage des Omnivest-Mittels binnen acht Wochen einen Impfstoff zur Bekämpfung einer Pandemie zu entwickeln, sagte Gyurcsany. Der Regierungschef zeigte Journalisten eine Ampulle mit sechs Mikrogramm Impfstoff, die ausreichten, um einen Menschen gegen das Virus H5N1 zu impfen. Sollte sich der Erreger in ungarischen Nutztierbeständen ausbreiten, dann könnten damit 20.000 Tierärzte, Züchter und andere Menschen geimpft werden, die in täglichen Kontakt mit dem Geflügel kämen.

Ungarn hatte 1993 einen Vertrag mit Omnivest zur Entwicklung von Impfstoffen im großen Maßstab unterzeichnet. Das im Mai 2004 der Europäischen Union beigetretene Land verfügt über eine lange Tradition auf dem Gebiet der Pharmazie.

Bereits im Oktober hatte die Budapester Regierung mitgeteilt, ungarische Forscher hätten den Prototyp eines bei Menschen wirksamen Impfstoffs gegen die gefährliche Virus-Variante H5N1 der Vogelgrippe entwickelt. Ein Prototyp ist Voraussetzung für die Entwicklung eines echten Impfstoffes gegen das H5N1-Virus für den Fall, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich wird.

Der deutsch-französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis, der ebenfalls an einem Impfstoff gegen das Vogelgrippevirus arbeitet, hatte seinerzeit erklärt, dass der ungarische Prototyp nicht den Anforderungen der Europäischen Medikamentenbehörde entspreche und nur in Ungarn zulässig sein werde.

Das Problem mit Impfungen gegen Viren ist, dass diese ständig mutieren. Deshalb muss auch bei herkömmlicher Grippe jedes Jahr neu ein Impfstoff entwickelt werden. Und auch bei der Vogelgrippe ist heute noch nicht bekannt, wie ein möglicherweise von Mensch zu Mensch übertragbares Virus genau aussieht.

gaby
23.03.2006, 14:24
Per PN von lolo:


Forscher enträtseln die Ansteckungswege von H5N1
Vogelgrippe-Viren vermehren sich vorwiegend in tiefliegenden Lungenzellen - Übertragung von Mensch zu Mensch ist deshalb erschwert
von Sonja Kastilan


Vogelgrippe-Verdacht: Ein toter Schwan wird untersucht
Foto: dpa
Madison/Rotterdam - Das jüngste Opfer der Vogelgrippe ist eine Reiherente - gefunden in Süddeutschland, auf der Schwäbischen Alb. Gleichzeitig bestätigt die Weltgesundheitsorganisation inzwischen bei 184 Menschen weltweit die Infektion mit dem gefürchteten H5N1-Virus und zählt 103 Todesopfer, die aktuellen Fälle in Ägypten nicht mitgerechnet.


Doch in Deutschland, wo die Bundesregierung jetzt ein neues Programm zur Erforschung der Vogelgrippe unterstützt, beschränkt sich die Ausbreitung des Influenza-Erregers auf die heimische Fauna. Bei etwa 226 Wildvögeln, drei Katzen und einem Steinmarder wurde der gefährliche Erreger der Geflügelpest bislang festgestellt. Zum Glück. Menschen stecken sich nur bei engem Kontakt mit infizierten Tieren an.


"Und vermutlich ist dann eine große Virenmenge erforderlich", sagt Thijs Kuiken vom Erasmus Medical Center in Rotterdam. Das passiere selten, das Infektionsrisiko sei vergleichsweise gering, wenn man bedenke, daß in Südostasien längst Millionen Vögel den Erreger ins sich tragen. Außerdem schützt eine Besonderheit des Vogelgrippe-Virus vor der Übertragung von Mensch zu Mensch, wie es bei der normalen Grippe häufig per Tröpfcheninfektion geschieht: H5N1 bevorzugt zur Vermehrung Zellen in den unteren Regionen des Atemtrakts. Kuiken und seine niederländischen Kollegen geben dieses "tiefe Geheimnis" von H5N1 jetzt in der Online-Ausgabe von "Science" preis. Zur gleichen Zeit kommt ein amerikanisch-japanisches Team im Fachblatt "Nature" zu einem ähnlichen Ergebnis, das der Vogelgrippe die Panik nimmt, allerdings nicht den Schrecken einer möglichen Pandemie. "Im Moment ist H5N1 vor allem für Vögel eine Gefahr und eine Bedrohung für die Geflügelindustrie", betont Kuiken. Daneben bestehe das Risiko einer weltumfassenden Grippeepidemie, wenn der Erreger entsprechend mutiere, doch die könnte auch ein anderer Influenza-Virus auslösen.


Sein Team hat mit einer neuen, direkten Methode bei Gewebeproben von Mensch und vier verschiedenen Tierarten untersucht, in welchen Bereichen H5N1-Viren andocken. Im Vergleich zeigten sich Unterschiede und Ähnlichkeiten. So eignen sich laut Kuiken besonders Katzen und Frettchen als Tiermodelle der menschlichen, oft tödlichen Lungenerkrankung, um die Anheftung des gefährlichen Erregers und dessen Eigenschaften zu studieren. Auch bei ihnen bevorzugt das Vogelvirus die tiefen Lungenbereiche.


H5N1 bindet beim Menschen vor allem an Zellen in den Lungenbläschen, etwa den Typ-II-Pneumozyten, Epithelzellen und Makrophagen, wodurch sich auch die schweren Lungenprobleme bei einer Infektion erklären. Für das "Andocken" der Grippeviren ist ihr Hämagglutinin-Molekül (H) zuständig. Während menschliche Viren dabei die Sialosaccharide des Typs SA--2,6-Gal als Rezeptoren bevorzugen, dringen Vogelgrippe-Viren beim Menschen über SA--2,3-Gal in Zellen ein und vermehren sich dort. Und diese Empfangsmoleküle entdeckten die Forscher um Yoshihiro Kawaoka von der Universität in Madison vor allem in den tieferen Lungenbereichen. Sie folgern in "Nature", daß eine veränderte Rezeptorvorliebe die H5N1-Übertragung zwischen Menschen erleichtern könnte. Dazu seien Mutationen im Hämagglutinin nötig, für eine Pandemie jedoch bedürfe es mehr Veränderungen, etwa beim Protein P2.


Artikel erschienen am Do, 23. März 2006

http://www.welt.de/data/2006/03/23/863684.html

gaby
13.04.2006, 21:26
H5N1 wieder in Kambodscha aufgetreten
- 13.04.2006


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Phnom Penh / Paris (aho) - In Kambodscha sind erneut zwei Ausbrüche
der Vogelgrippe durch das H5N1 - Virus aufgetreten. Wie das
Internationale Tierseuchenamt in Paris mitteilt, wurde das Virus in
der Provinz Kompong Speu bei Geflügel in Hinterhofhaltungen und in der
Provinz Kompot bei Enten in Hinterhof - und Freilandhaltung
nachgewiesen. Die betroffenen Haltungen wurden geräumt.

gaby
27.04.2006, 18:44
Zwischenbilanz Vogelgrippe: 45 Länder betroffen +++ Mehr als 100 Opfer
- 27.04.2006


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(lid) - Das Vogelgrippe-Virus wurde bisher in insgesamt 45 Ländern
nachgewiesen. Der UNO-Koordinator für Grippeerkrankungen, David
Nabarro, sagte am 26. April anlässlich eines UNO-Expertentreffens in
New York, dass der Erreger zwischen 2003 und 2005 in 15 Ländern
festgestellt worden sei. In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe
sich das Virus in 30 weiteren Staaten ausgebreitet. Nabarro erklärte
laut dem österreichischen Agrarpressedienst AIZ, dass sich nach
aktuellen Erkenntnissen mehr als 200 Menschen mit dem Erreger
infiziert hätten. Über 100 Personen seien daran auch gestorben.
Wahrscheinlich seien es aber noch viel mehr. Bisher hätten 200
Millionen Vögel getötet werden müssen. Den betroffenen Ländern ist als
Folge davon ein Schaden von rund 20 Milliarden US-Dollar entstanden.
Außerdem kämpft die Geflügelindustrie mit einem Rückgang der Nachfrage
sowie mit Ein- und Ausfuhrbeschränkungen. Nabarro erklärte, Zugvögel
könnten H5N1 über weite Strecken verbreiten, ohne selbst Symptome zu
zeigen. Der UNO-Koordinator für Grippeerkrankungen sagte weiter, dass
er mit der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltorganisation
für Tiergesundheit zusammenarbeite, um die Veterinär-Dienste zu
verbessern. Dies sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden.





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gaby
29.04.2006, 06:23
Vogelgrippe: Kleinbestände in Indonesien betroffen
- 28.04.2006


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Jakarta / Paris (aho) - In Indonesien kommt es immer wieder zu Fällen
von Vogelgrippe. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris
mitteilt, wurde aktuell Vogelgrippe bei Geflügel in traditioneller
Haltung in den Provinzen Kepulauan Riau und Irian Jawa Barat
diagnostiziert.

gaby
07.05.2006, 19:57
Diesen Link find ich so gut, den hab ich mir einfach mal von bonnyundpaul geklaut:


http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe

gg

gaby
25.05.2006, 15:35
H5N1 weiter aktiv: Zugvogelsterben in China
- 25.05.2006


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Peking (aho) - Das chinesische Landwirtschaftsministerium hat einen
Ausbruch der Vogelgrippe durch das H5N1 - Virus bei Zugvögeln in den
Präfekturen Nagqu (Tibet) und Golog (Provinz Qinghai) bestätigt. Wie
die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurden in den beiden
Regionen fast 400 tote Zugvögel entdeckt. Durch diese Regionen führen
Zugvogelstraßen. Die Regionen sind nur spärlich besiedelt und ohne
nennenswerte Geflügelhaltung. Bereits Anfang Mai 2006 wurde ein
Zugvogelsterben aus der zur Provinz Qinghai gehörenden Präfektur Yushu
gemeldet.

gaby
26.05.2006, 14:02
Vogelgrippe breitet sich in Sibirien erneut aus +++ Impfungen nicht erfolgreich
- 25.05.2006


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Omsk (aho) - In der im Südwesten von Sibirien gelegenen Regionen Omsk
wurden vier Distrikte wegen eines Ausbruchs von Vogelgrippe durch das
H5N1 - Virus unter Quarantäne gestellt. Wie ein Mitarbeiter lokaler
Behörden der Nachrichtenagentur "RIA Novosti" berichtete, sei in einem
weiteren Distrikt Geflügel vermutlich auch an Vogelgrippe verendet.

Das H5N1 - Virus war im Februar wieder in der Region aufgetreten.
Zunächst war es gelungen, das Seuchengeschehen durch ein massives
Impfprogramm einzudämmen.





Ungebremst: Vogelgrippe breitet sich in Rumänien immer weiter aus
- 25.05.2006


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Bukarest (aho) - Trotz vielseitiger Bemühungen - Massenkeulungen,
Quarantäne in den betroffenen Ortschaften, Teppichen mit
Desinfektionsmitteln und Desinfektionsstationen für Fahrzeuge an den
Nationalstraßen - ist die rumänische Regierung offenbar machtlos. Fast
stündlich werden neue Vogelgrippeherde gemeldet. Wie die Agentur
Mediafax jetzt unter Berufung auf zuständige Behörden meldet, stieg
die Zahl der betroffenen Ortschaften seit Anfang der Woche drastisch
an. Inzwischen wurde das Virus in 56 Ortschaften amtlich festgestellt.
In weiteren 37 Orten besteht der dringende Verdacht auf Vogelgrippe.
In über 40 Ortschaften wurde bisher das Geflügel gekeult und erste
Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt.

25 der bestätigten H5N1-Herde liegen im Kreis Brasov. Am
zweitstärksten betroffen ist der Kreis Prahova nördlich der Hauptstadt
Bukarest mit sieben bestätigten H5N1-Herden und 19 Ortschaften mit
Verdachtsfällen.

Der erste Ausbruch wurde Mitte Mai auf einer Geflügelfarm in Codlea
(Zeiden) in Siebenbürgen (Kreis Kronstadt) registriert. Wie die
Siebenbürgische Zeitung jetzt berichtete, hatten Anwohner beobachtet,
dass Mitarbeiter eines Geflügelbetriebes Säcke mit totem Geflügel auf
einer Mülldeponie warfen. Niemand hatte jedoch die Behörden
verständigt. Gleich danach mussten zwei weitere Hühnerfarmen in Codlea
(Zeiden) geschlossen werden, die Behörden beschlagnahmten und
vernichteten mehrere Tonnen Hühnerfleisch in Bukarest und mehreren
Landkreisen. Von Codlea aus hatte sich dann die Seuche ausbreiten
können, weil lebendes Geflügel aus diesen Zuchtbetrieben
unkontrolliert verkauft worden war.

gaby
26.05.2006, 18:14
Vogelgrippe-Virus wohl nicht mutiert
- 26.05.2006


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(lid) - In einer indonesischen Familie ist die Vogelgrippe zwar
möglicherweise von Mensch zu Mensch übertragen worden. Dennoch sieht
die Weltgesundheitsorganisation WHO keine Anzeichen dafür, dass das
Vogelgrippevirus durch eine genetische Veränderung schneller von
Mensch zu Mensch übertragen werden könne. Dies schreibt die
Nachrichtenagentur SDA. Nachdem Anfang Woche das siebte Mitglied einer
indonesischen Familie an Vogelgrippe gestorben war, hat die WHO die
Suche nach weiteren Infizierten und der ursprünglichen Quelle der
Infektion intensiviert. Bislang gebe es jedoch keine Anzeichen für
eine weitere Verbreitung.

Das Robert-Koch-Institut in Deutschland warnte vor übertriebenen
Angstreaktionen. Bis anhin gebe es keinen Grund für eine neue
Risikoeinschätzung, sagte Grippe-Experte Walter Haas gegenüber der
Nachrichtenagentur Reuters. Es sei bereits vorhin bekannt gewesen,
dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch bei einem engen Kontakt zu
einem Schwerkranken in Einzelfällen möglich sei. Außergewöhnlich sei,
dass ein relativ großes Familien-Cluster betroffen sei.

Nach Angaben der WHO sind in den vergangenen drei Jahren 124 Menschen
an der Vogelgrippe gestorben.





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gaby
28.05.2006, 06:17
FLI testet erfolgreich zweiten Markerimpfstoff gegen Geflügelpest
- 27.05.2006


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Insel Riems (aho) - Zum Schutz von Nutzgeflügel gegen Geflügelpest
stehen derzeit nur Impfstoffe zur Verfügung, die keine sichere
Unterscheidung von geimpften und infizierten Tieren erlauben. Das
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellte nun den zweiten Prototyp
eines Markerimpfstoffes gegen die Geflügelpest vor, der solch eine
Unterscheidung ermöglicht. Die Ergebnisse wurden kürzlich in einer
hochrangigen internationalen Fachzeitschrift der amerikanischen
Akademie der Wissenschaften publiziert. Bei der Entwicklung des neuen
Impfstoffes setzten die Riemser Wissenschaftler eine ungefährliche
Impfvariante des Newcastle Disease Virus als Träger ein. Dieser wurde
das Hämagglutinin-Gen eines Geflügelpestvirus eingesetzt. "Unser
Prototyp zeigte in ersten Versuchen einen sehr guten Schutz von
Hühnern gegen beide Krankheiten und ermöglicht über das
Trägerviruskonzept eine leichte Unterscheidung von geimpften und
Influenzavirus-infizierten Tieren," berichtet der Präsident des FLI,
Prof. Thomas Mettenleiter. Bereits im nächsten Jahr sollen
Feldversuche folgen, um die praktische Anwendung an größeren
Tierzahlen zu testen.

Newcastle Disease, auch atypische Geflügelpest genannt, ist wie die
klassische Geflügelpest (Vogelgrippe) eine anzeigepflichtige
Tierseuche. Sie führt bei einem Ausbruch zu hohen wirtschaftlichen
Verlusten. Impfstoffe gegen diese Viruskrankheit werden seit Jahren
erfolgreich eingesetzt. Geflügel wird über den Zusatz des Impfstoffes
in Wasser oder Anwendung eines Sprays geimpft.

Die Arbeitsgruppe um Dr. Angela Römer-Oberdörfer und Dr. Jutta Veits
am FLI nutzte dies zur Entwicklung eines kombinierten
Markerimpfstoffes gegen Newcastle Disease und Geflügelpest. Einem als
Lebendimpfstoff gegen die Newcastle Disease verbreitet eingesetzten
Trägervirus wurde über gentechnische Veränderungen das Gen für das
Hämagglutinin vom Typ H5 eines hoch pathogenen Influenzavirus
eingesetzt, das Geflügelpest auslöst.

Mit dieser Kombinationsvakzine geimpfte Hühner bildeten einen guten
Schutz gegen beide Krankheiten aus. Ein ebenfalls am FLI entwickelter
einfacher Bluttest erlaubt es, die nach einer Influenzavirus-Infektion
gebildeten Antikörper von denen nach Impfung sicher zu unterscheiden.
Darüber hinaus bietet der neue Impfstoff den Vorteil, dass er leicht
an große Tierzahlen verabreicht werden kann. Im Gegensatz zu dem im
letzten Jahr vorgestellten ersten Prototyp, der auf einem
Geflügelherpesvirus als Träger basiert und nur bei Hühnern wirkt, kann
dieser Impfstoff auch bei anderen Tierarten eingesetzt werden.

Beide Impfstoffe übergab das FLI bereits einem Industriepartner, der
an Methoden zur effizienten und kostengünstigen Produktion arbeitet.
Bis die Impfstoffe für einen Routineeinsatz verfügbar sind, werden
aber voraussichtlich noch einige Jahre benötigt. Gentechnisch
veränderte Impfstoffe unterliegen in Europa bei der Zulassung strengen
Richtlinien. "Die hohen Ansprüche und strengen Vorgaben der EU sind
gerechtfertigt. Wir rechnen mit rund fünf Jahren, bis unser Impfstoff
sämtliche Tests und Zulassungsverfahren durchlaufen hat," so Prof.
Mettenleiter. Allerdings sei unter bestimmten Bedingungen auch ein
früherer Einsatz im Rahmen von Felderprobungen möglich.





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gaby
01.06.2006, 05:23
Betrifft zwar nicht speziell Hühner aber die Aussage zu Seuchenbekämpfung ist ja allgemeingültig:

Bleser/Röring: Massenhaftes Töten gesunder Tiere muss beendet werden
- 31.05.2006


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Berlin (aho) - Vor dem Hintergrund der aktuellen Maßnahme zur
Bekämpfung der Schweinepest im Münsterland erklären der Vorsitzende
der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser MdB und der zuständige
Berichterstatter der Arbeitsgruppe, Johannes Röring MdB:

Angesichts der Tötung und Entsorgung von über 100.000 gesunden
Schweinen im Zuge der Bekämpfungsmaßnahmen zur Eindämmung der
Schweinepest im westlichen Münsterland ist eine grundlegende Reform
der Seuchenpolitik in der Europäischen Union dringend geboten. Nur
durch die Einführung der Impfung als integralem Bestandteil einer
neuen Seuchenbekämpfungsstrategie ist die gesellschaftliche Akzeptanz
für den Kampf gegen Tierseuchen langfristig zu sichern. Die
massenhafte Tötung gesunder Tiere muss der Vergangenheit angehören.

Nachdem es seit Anfang März in den Kreisen Recklinghausen und Borken
wiederholt zu Ausbrüchen der klassischen Schweinepest gekommen war,
hatte die Europäische Kommission die vorsorgliche Tötung und
Entsorgung von über 100.000 Tieren in den Sperrbezirken angeordnet,
um eine Ausbreitung des Seuchengeschehens mit potentiell verheerenden
Schäden für die im nordwestdeutschen Raum konzentrierte
Schweineproduktion zu verhindern.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile zuverlässige
Methoden zur Unterscheidung zwischen erkrankten und geimpften Tieren
zur Verfügung stehen, ist die derzeitige Situation besonders
enttäuschend. Damit könnte garantiert werden, dass kein Fleisch von
erkrankten Tieren in den Handel kommt. Bereits mehrfach hat die
EU-Kommission zugesagt, sich für eine internationale
Vermarktungsfähigkeit von Fleisch geimpfter Tiere einzusetzen. Die
EU-Kommission muss ihren Ankündigungen endlich Taten folgen lassen
und sich für einen Wandel in der Seuchenpolitik stark machen. Die
Bundesregierung sollte die Europäische Kommission auffordern,
Vorschläge für eine zeitgemäße Seuchenpolitik vorzulegen.





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gaby
01.06.2006, 13:30
Rückgang der Vogelgrippe bei Wildvögeln
- 01.06.2006


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Brüssel/Berlin (aho) - Die Europäische Kommission und das
Gemeinschaftliche Referenzlabor für aviäre Influenza (GRL) haben am
Mittwoch den 31.05.2006 Ergebnisse der Überwachung von
Vogelgrippeerkrankungen bei Wildvögeln in den letzten 10 Monaten
veröffentlicht. In diesem Zeitraum wurden EU-weit etwa 60.000
Wildvögel auf Vogelgrippe getestet. Zusammen mit den zwischen Juli
2005 und Januar 2006 untersuchten 39.000 Wildvögeln dürften fast 100
000 Tests auf das H5N1-Virus durchgeführt worden sein. Es hat sich in
den letzten Wochen ein deutlicher Rückgang der Erkrankungen von
Wildvögeln in Europa abgezeichnet.

EU-Gesundheits- und Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou
sagte: "Die sorgfältige Überwachung der Vogelgrippe trägt wesentlich
dazu bei, die Einschleppung und Verbreitung dieser Seuche zu
verhindern. Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen, da die
Vogelgrippe wahrscheinlich noch viele Monate lang eine Bedrohung für
Europa und die übrige Welt darstellen wird."

Zwischen Februar 2006 und dem 21. Mai 2006 wurden in 13
Mitgliedstaaten 741 Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln ermittelt
(zumeist als H5N1 bestätigt), darunter auch in Deutschland. Beim
Geflügel sind EU-weit nur vier Fälle von H5N1-Infektionen aufgetreten,
die nach der Feststellung rasch unter Kontrolle gebracht werden
konnten. In der EU sind keine Menschen an dem Virus erkrankt.

Es gibt beträchtliche Unterschiede hinsichtlich der Zahl der
Infektionen bei Wildvögeln, die zwischen 326 in Deutschland und einem
einzigen Fall im Vereinigten Königreich schwankt. Die am stärksten
betroffenen Wildvögel waren Schwäne, d. h. 62,8 Prozent der
Gesamtzahl, gefolgt von Enten (16,3 Prozent), Gänsen (4,5 Prozent),
Raubvögeln (3,9 Prozent) und anderen (13 Prozent).

Die Kommission hat fast 2,9 Millionen Euro bereitgestellt, um die
Überwachungspläne der Mitgliedstaaten im Zeitraum Juli 2005 bis
Dezember 2006 finanziell zu unterstützen.





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gaby
07.06.2006, 14:38
EU: Importverbot für rumänisches Geflügel
- 07.06.2006


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(lid) - Die Europäische Union hat den Import von Geflügel und
Geflügelprodukten aus Rumänien bis auf weiteres verboten. Der Ständige
Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit hat eine
entsprechende Empfehlung der Europäischen Kommission unterstützt,
berichtet der österreichische Agrarpressedienst AIZ. Rumänien hatte
bereits zuvor von sich aus kein Geflügel mehr exportiert, wird der
Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou zitiert.
EU-Experten hätten die Situation in Rumänien überprüft. Trotz strenger
Kontrollen durch die rumänischen Behörden in den 42 Regionen des
Landes würden immer wieder neue Ausbrüche entdeckt.

Rumänien hatte seinen ersten Ausbruch der Vogelgrippe im vergangenen
Oktober bestätigt. Nach einer Beruhigung der Situation ist die Seuche
im Mai dieses Jahres auf Dutzenden Farmen mit Geflügelbeständen erneut
ausgebrochen. Die Polizei ermittelt in der Zwischenzeit gegen 20
Personen. Sie werden verdächtigt, bei der Verbreitung der Vogelgrippe
mitverantwortlich gewesen zu sein. So wird untersucht, ob diese Bauern
Geflügelfleisch verkauft haben könnten, obwohl sie von der Infektion
ihrer Bestände wussten.






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gaby
08.06.2006, 07:46
H5N1 weiter aktiv +++ China bestätigt erneuten Vogelgrippeausbruch
- 08.06.2006


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Peking (aho) - Im Bezirk Hetian in dem im Nordwesten Chinas gelegenen
Autonomen Gebiet Xinjiang ist nach Angaben des Chinesischen
Agrarministeriums in einem Geflügelbestand die Vogelgrippe
ausgebrochen. Weitere Details wie die Größe des Bestandes wurden
zunächst nicht mitgeteilt.

Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang, abgekürzt "Xin", liegt im
Nordwesten Chinas. Vom Nordosten bis Südwesten grenzt Xinjiang an acht
Länder, nämlich an die Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgisistan,
Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan und Indien.






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08.06.2006, 20:47
Experten diskutieren internationalen Kampf gegen die Vogelgrippe
- 08.06.2006


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(lid) - Sechs Monate nach der Pekinger Geberkonferenz findet in Wien
eine Konferenz internationaler Experten statt, um über den weiteren
internationalen Kampf gegen die Vogelgrippe zu beraten. Bei dem
Treffen soll unter anderen entschieden werden, welche Projekte
gefördert werden, berichtet der Agrarpressedienst AIZ.

Der Kampf gegen die Vogelgrippe konzentriert sich derzeit auf zwei
Maßnahmen. Zum einen wird die Tierseuche weltweit bekämpft, um so eine
Übertragung auf den Menschen im Ansatz zu verhindern. Zum anderen
werden in den betroffenen Ländern direkte Maßnahmen wie Information
der Bevölkerung sowie die Einrichtung von Forschungsstätten und
Referenzlabors umgesetzt.

David Nabarro, UN-Influenza Koordinator, betonte die gute
Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Nationen. "Wir sind wesentlich
besser vorbereitet als noch vor sechs Monaten", meinte er. Dennoch
gebe es noch eine Menge Arbeit. "In sechs Monaten sollen alle Länder
einen Einsatzplan im Falle einer Pandemie ausgearbeitet und geprobt
haben", so der UN-Koordinator. Als zusätzliche Maßnahme wird auch die
Impfung von Tieren ins Auge gefasst.

Noch keine Einigung gibt es über ein zentrales Lager für Grippemittel
in der EU für den Fall, dass es innerhalb der Union oder im grenznahen
Gebiet zu einem Ausbruch der Vogelgrippe unter Menschen kommen sollte.






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gaby
09.06.2006, 18:57
09.06.2006 - 16:18 Uhr
VOGELGRIPPE/Ungarn teilt H5-Erkrankung einer Hausgans mit
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die ungarischen Behörden haben die Europäische Kommission über einen Fall von Vogelgrippe bei einer Hausgans informiert. Wie aus einer Mitteilung der Kommission vom Freitag weiter hervorgeht, wird im EU-Referenzlabor im britischen Weybridge geprüft, ob es sich um die gefährliche Virusvariante H5N1 handelt. Die Gänsezucht befindet sich den weiteren Angaben zufolge in Bacs-Kiskun im Süden des Landes, wo in diesem Jahr bereits H5N1-Fälle bei Wildvögeln aufgetreten sind.

Werbung Alle 2.300 Gänse der Zucht seien unmittelbar nach der Entdeckung des Krankheitsfalls getötet worden, ebenso sämtliches Geflügel im Umkreis von einem Kilometer. Um den Zuchtbetrieb sei eine Schutzzone von drei Kilometer und eine Überwachungszone von zehn Kilometer errichtet worden. Sollte sich der Verdacht auf das H5N1-Virus bestätigen, wäre dies der fünfte Fall bei Hausgeflügel.
DJG/ang/hab -0-

http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id=25587847&sektion=wirtschaftpolitik&u=0&k=0

info u. Link von Redcap, danke!

gaby
09.06.2006, 18:59
noch eine Info + Link von Redcap:

Zweifel an Vogelgrippe-Todesfall in Indonesien
Ein von den indonesischen Behörden gemeldeter Todesfall durch den Vogelgrippevirus konnte vom WHO-Labor in Hongkong nicht bestätigt werden. Laut Behörden sind nun weitere Überprüfungen notwendig.

Grippeänhliche Symptome



Wie ein Sprecher des indonesischen Gesundheitsministeriums mitteilte, ist es das erste Mal, dass ein örtlicher positiver Test nicht von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt wurde.

In dem Fall ging es um ein siebenjähriges Mädchen, das nach grippeähnlichen Symptomen am 1. Juni gestorben war. Drei Tage zuvor war ihre Schwester einer ähnlichen Krankheit erlegen. Beide hatten offenbar auch Kontakt mit erkranktem Geflügel. Weltweit sind dem tödlichen H5N1-Virus seit Beginn der Epidemie Ende 2003 mindestens 128 Menschen erlegen.

[science.ORF.at/APA/AP, 9.6.06]

ORF ON Science : News : Medizin und Gesundheit

http://science.orf.at/science/news/144788

gaby
15.06.2006, 17:18
Redcap hat eine schlechte Nachricht gefunden:
Ungarn keult wegen Vogelgrippe 440.000 Geflügeltiere


Ungarn hat wegen des Verdachts auf Vogelgrippe mehrere hundert-tausend Stück Geflügel gekeult. Nach Behördenangaben sind in den vergangenen Tagen wegen des Ausbruchs des Vogelgrippe-Erregers vom Typ H5 im Süden Ungarns etwa 440.000 Hühner, Enten und Gänse gekeult worden. Bislang steht allerdings nicht fest, ob das Nutzgeflügel mit dem auch für Menschen gefährlichen Virus vom Typ H5N1 infiziert war. Diesbezügliche Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

15.06.2006 14:58 [International]

http://www.brf.be/nachrichtenex/shownachricht?id=41735

gaby
17.06.2006, 15:04
Kanada: H5 - Influenzavirus in einer Hinterhofgeflügelhaltung nachgewiesen
- 17.06.2006


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Ottawa (aho) - In der Kanadischen Provinz Prince Edward Island wurde
bei einer jungen Gans aus einer Hinterhofhaltung ein H5 -
Influenzavirus festgestellt. Wie die Canadian Food Inspection Agency
am Freitag mitteilte, ist noch unbekannt, ob es sich um das bekannte
und gefürchtete H5N1 - Virus handelt.

gaby
19.06.2006, 04:24
Bestätigt wieder in einem großen Bestand:

Ungarn: Vogelgrippe bei Nutzgeflügel +++ 450.000 Enten und Gänse gekeult
- 18.06.2006


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Budapest (aho) - Der Verdacht auf den Ausbruch der Vogelgrippe durch
das aggressive H5N1-Virus in einem ungarischen Geflügelbestand hat
sich bestätigt. Dies habe das EU-Referenzlabor im englischen Weybridge
bestätigt, erklärte die ungarische Veterinärbehörde am Samstag. Ein
Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagte, noch vor der
offiziellen Bestätigung seien rund 450.000 Vögel, vor allem Gänse und
Enten, getötet worden. Zuvor hatte ein Landwirt aus dem Ort
Kiskunmajsa in der vergangenen Woche den plötzlichen Tod von 3.000
seiner Tiere den Behörden gemeldet. Der erste Fall von H5N1 in Ungarn
war im Februar bei Wildvögeln aufgetreten.






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gaby
20.06.2006, 04:12
Erneut Vogelgrippe in China
- 19.06.2006


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Peking (aho) - In der im Norden Chinas gelegenen Provinz Shanxi ist
die Vogelgrippe bei Nutzgeflügel ausgebrochen. Wie die staatliche
Nachrichtenagentur Xinhua meldet, wurde die Region unter Quarantäne
gestellt. In den vergangenen zwölf Monaten war es in China zu mehr als
40 Vogelgrippeausbrüchen in zwölf Provinzen gekommen.

gaby
23.06.2006, 18:36
von tzoing veröffentlicht:

gerade bei reuters gefunden:

Genf (Reuters) - Das Vogelgrippe-Virus H5N1 hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge bei indonesischen Opfern einer Familie Mutationen aufgezeigt.

Dennoch sei die neue Virus-Form nicht ansteckender als die bisherige, sagte die WHO-Sprecherin Maria Cheng am Freitag in Genf. "Es hat sich nicht zu einer leichter übertragbaren Variante entwickelt, da es offenbar keine Fälle außerhalb der betroffenen Personengruppe gab", sagte Cheng. Die Untersuchung habe sich gezielt auf den Ausbruch der Krankheit innerhalb einer Familie im Norden der Insel Sumatra gerichtet. Im Mai waren sieben Familienmitglieder infolge der Erkrankung gestorben. Es handelte sich um den bisher größten Fall von Vogelgrippe-Häufungen beim Menschen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden bei den Untersuchungen 50 Personen, die mit der Familie in Kontakt gekommen waren, über mehrere Wochen hinweg genau beobachtet. Die Betroffenen hätten sich dazu freiwillig in Quarantäne begeben. Es habe jedoch keine Person Symptome einer Erkrankung gezeigt.

In Indonesien sind seit 2003 bislang rund 40 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Weltweit forderte das Virus mindestens 130 Todesopfer, die meisten davon in Asien. Experten befürchten eine weltweite Epidemie, sollte die Seuche die Fähigkeit erlangen, sich direkt von Mensch zu Mensch auszubreiten.

gaby
24.06.2006, 09:16
WHO: Erste Übertragungen der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch belegt
- 24.06.2006


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Genf / Jakarta (aho) - Bei einer indonesischen Familie ist erstmals
die Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch nachgewiesen
worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte dies am Ende
einer dreitägigen gemeinsamen Konferenz des indonesischen
Gesundheitsministeriums, der WHO und der FAO in Jakarta mit. Laut WHO
infizierte eine Indonesierin auf der Insel Sumatra im May mehrere
Familienmitglieder mit dem H5N1 - Virus. Sieben Familienmitglieder
starben in Folge der Erkrankung. Wie ein WHO - Sprecher erläuterte,
seien die WHO-Experten durch den Ausschluss anderer
Übertragungsmöglichkeiten zu diesem Ergebnis gelangt.

gaby
02.07.2006, 17:11
Neue Ausbrüche von Vogelgrippe im Osten Nigerias
- 02.07.2006


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Jalingo / Lagos (aho) - In der im Osten Nigerias gelegenen Bundesstaat
Tabraba sind nach einer Meldung der staatlichen nigerianischen
Nachrichtenagentur in den Regierungsbezirken Wukari, Ibi und Gassol
neue Fälle von Vogelgrippe aufgetreten. Es handelt sich um eine
kommerzielle Geflügelfarm und zwei Ausbrüche, die Hinterhofhaltungen
betreffen.






Erneut Vogelgrippe im China
- 02.07.2006


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Peking (aho) - In dem im Nordwesten der Volksrepublik China gelegenen
autonomen Gebiet Níngxià ist nach Angaben des Agrarministeriums die
Vogelgrippe durch das H5N1 - Virus ausgebrochen. Das Ministerium
machte bisher keine Angaben zur Art des Geflügels und zur
Haltungsform. Seit Oktober 2005 wurden in China mehr als 30
Vogelgrippeausbrüche amtlich festgestellt.

gaby
04.07.2006, 16:03
H5N2 - Vogelgrippe in Südafrika
- 04.07.2006


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Pretoria / Paris (aho) - Auf einer Staussenfarm in der zu Südafrika
gehörende Westlichen Kapprovinz ist nach einer Meldung des
Internationalen Tierseuchenamtes in Paris die Vogelgrippe
ausgebrochen. Es wurde ein H5N2 - Virus (nicht H5N1) nachgewiesen. Die
Strauße wurden getötet und die Region im Radius von zehn Kilometern
unter Quarantäne gestellt.

gaby
06.07.2006, 11:13
Vogelgrippe in Südafrika: Schweiz stoppt Geflügelfleisch-Importe
- 06.07.2006


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(lid) - Wegen des Ausbruchs der Vogelgrippe stoppt die Schweiz ab
Freitag, 7. Juli alle Importe von Geflügelfleisch und -produkten aus
Südafrika, zitiert die SDA die Sprecherin des Bundesamtes für
Veterinärwesen (BVET). Wie die EU-Kommission in Brüssel am Mittwoch
mitteilte, infizierten sich in zwei Distrikten in der südafrikanischen
Provinz Westkap Tiere mit dem H5N2-Virus. Dieses Virus ist ebenfalls
hochansteckend für Vögel, es steht aber in keiner Verbindung zu dem
derzeit grassierenden H5N1-Virus.

Anders als die EU, welche nur einen regionalen Importstopp für
Straussen- und Emufleisch aus Südafrika verhängte, entschied sich das
BVET, die Geflügeleinfuhren aus dem gesamten Land zu unterbinden, wie
die Sprecherin erklärte.






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gaby
06.07.2006, 17:12
Indonesien: Rasant steigende Verluste bei Geflügel durch H5N1
- 06.07.2006


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Jakarta (aho) - Die indonesische Geflügelwirtschaft verzeichnet
dramatische Verluste durch Vogelgrippe. Wien das Agrarministerium in
Jakarta jetzt mitteilte, sind allein in den ersten drei Monaten diesen
Jahres rund 1 Millionen Federtiere am H5N1 - Virus verendet. Die
Hälfte dieser Verluste betrifft Wachteln. Im gesamten Vorjahr beliefen
die Verluste auf 1,2 Millionen Stück Geflügel. Das Agrarministerium
macht für diese katastrophale Lage unzureichende Impfungen
insbesondere in Klein - und Hinterhofhaltungen verantwortlich.

Die indonesische Regierung hatte bisher mit Hinweis auf fehlende
Mittel und technischer Hindernisse auf Massenkeulungen verzichtet und
eher auf Impfungen gesetzt. Fachleute machen aber die große Zahl von
kleinen Hinterhofhaltungen, die Landesstruktur mit circa 17.000 Inseln
und die mangelnde finanzielle Ausstattung des Impfprogramms für das
Versagen des Impfprogramms verantwortlich. Das "Nationale Komitee für
die Bekämpfung der Vogelgrippe" schätzt, dass etwa 300 Millionen
Federtiere in kleinen Hinterhofhaltungen gehalten werden.






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gaby
07.07.2006, 19:26
von Redcap veröffentlicht:

Spanien meldet ersten Vogelgrippe-Fall
Fr Jul 7, 2006 3:27 MESZ9
Madrid (Reuters) - Die spanische Regierung hat am Freitag den ersten Vogelgrippe-Fall im Land bestätigt.

Das Nationale Referenzlabor habe das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus bei einem Haubentaucher im Norden des Landes nachgewiesen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Der staatliche Hörfunk hatte zuvor berichtet, der tote Zugvogel sei vor sechs Wochen in der Nähe der Stadt Vitoria im Baskenland gefunden worden.

Seit Beginn des Jahres haben mehr als 30 Länder den Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Seit 2003 sind 131 Menschen an der Tierseuche gestorben, davon die meisten in Asien. Auch in der Türkei und Ägypten kam es zu Todesfällen.

http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=topNews&storyID=2006-07-07T132651Z_01_HAG740485_RTRDEOC_0_SPANIEN-VOGELGRIPPE.xml&archived=False

gaby
07.07.2006, 19:39
Dänemark: wenig pathogenes H5 - Influenzavirus bei Wild - und Ziergeflügel
- 07.07.2006


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Paris / Søborg (aho) - Auf einem dänischen Zuchtbetrieb für Wild -
und Ziergeflügel in Loevel im Kreis Viborg wurde ein H5 -
Influenzavirus niedriger Pathogenität festgestellt. Wie das
Internationale Tierseuchenamt in Paris jetzt mitteilt, werden auf dem
Betrieb etwa 25.000 Federtiere gehalten. Darunter sind Wildenten,
Fasanen, Enten, Gänse und Ziervögel. Der Betrieb soll geräumt werden.

gefunden von Enemy

gaby
19.07.2006, 11:33
gehört nicht ganz hierher, aber ich denke das geht weit genug in die Richtung das ich es machen kann:

Landwirte und Tierärzte haben höheres Risiko für Infektion mit Tierkrankheiten
- 19.07.2006


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(aid) - Berufsgruppen, die mit Tieren oder tierischen Produkten
umgehen, kommen natürlicherweise auch verstärkt mit den Erregern
tierischer Krankheiten (Zoonosen) in Kontakt. Etliche dieser Erreger
(Bakterien und Viren) können beim Menschen Krankheiten verursachen
und/oder Abwehrreaktionen durch Antikörperbildung auslösen. Die
Fachzeitschrift "Der praktische Tierarzt" berichtete über auftretende
Antikörper auf Zoonosen bei Tierärzten und Landwirten. An Hand von
Blutproben wurden die Antikörpertiter gegen zoonotische Chlamydien,
(häufig Erreger von Atemwegserkrankungen), Coxiella burnetii, Erreger
des Q-Fiebers, Rotlauf-Erreger sowie drei porcine Influenzaviren
bestimmt. Die insgesamt 442 Blutproben wurden Teilnehmern eines
Tierärzte-Fachkongresses bzw. Besuchern der Eurotier in Hannover
abgenommen. Als überraschend hoch wurde das Vorkommen von Antikörpern
gegen Chlamydia spec. und Rotlauf bewertet. Tierärzte, insbesondere
Gemischtpraktiker zwischen 50 und 60 Jahren waren bei Chlamydien am
stärksten betroffen (47,1 % gegenüber 41,9 % Landwirte). Antikörper
gegen Rotlauf wurden bei 43 % der Tierärzte und 37 % der Landwirte
nachgewiesen. Geflügel- und Schweinehalter waren dabei besonders
betroffen. Reaktionen gegen Q-Fieber-Erreger kamen nur bei ca. 2 % der
Untersuchten vor. Gegen die porcinen Influenzaviren hatte etwa jeder
sechste Tierarzt Antikörper entwickelt. Bei den Landwirten war es etwa
jeder Vierzehnte. In der "Normalbevölkerung" treten diese Antikörper
so gut wie nie auf.

Das erhöhte Vorkommen von Antikörpern gegen potenzielle Zoonoseerreger
muss keine Erkrankung anzeigen. Bei unklaren Beschwerden und
Erkrankungen sollten die betroffenen Personen den Arzt jedoch auf
ihren häufigen Tierkontakt hinweisen, heißt es in dem Bericht. Vor
allem rheumatische Beschwerden können möglicherweise auf
Rotlaufinfektion zurückgeführt werden.

aid, Dr. Sigrid Baars






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gaby
22.07.2006, 06:02
China: Immer wieder Ausbrüche von Vogelgrippe
- 22.07.2006


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Peking (aho) - In der im Nordwesten Chinas gelegenen autonomen Gebiet
Xinjiang wird erneut ein Ausbruch der Vogelgrippe gemeldet. Wie das
Agrarministerium in Peking jetzt mitteilt, waren kürzlich im
Regierungsbezirk Akzu 3.000 Federtiere am H5N1 - Virus verendet.
Weitere 356,976 Tiere wurden daraufhin gekeult.

Das Uigurische autonome Gebiet Xinjiang, abgekürzt "Xin", grenzt an
die Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,
Afghanistan, Pakistan und Indien.

gaby
27.07.2006, 21:02
Dringender Vogelgrippeverdacht in Laos
- 27.07.2006


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Vientiane (aho) - In der Nähe der Laotischen Hauptstadt Vientiane
sind auf einer Farm im Distrikt Xaythany mehr als 2.500 Federtiere
verendet. Wie das Nationale Laotische Komitee für die Verhinderung und
Kontrolle von Infektionskrankheiten gegenüber der Presse bestätigte,
besteht ein dringender Verdacht auf Vogelgrippe durch ein H5N1 -
Virus. Weitere Tests sollen Gewissheit schaffen. Die Farm war bereits
im Jahr 2004 von einem Vogelgrippeausbruch betroffen.

gaby
01.08.2006, 20:30
Vogelgrippevirus in niederländische Geflügelhaltung
- 01.08.2006


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Den Haag (aho) -Auf einer Geflügelvermehrungsbetrieb im Voorthuizen
in der niederländischen Provinz Gelderland wurden Hinweise auf ein H7
- Influenzavirus niedriger Pathogenität festgestellt. Wie das
niederländische Agrarministerium heute mitteilte, wurde der Betrieb
umgehend gesperrt. Fünf kommerzielle Geflügelhaltungen im Umfeld
werden intensiv untersucht und beprobt.

gaby
01.08.2006, 20:31
Laos meldet weitere Vogelgrippeausbrüche
- 01.08.2006


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Vientiane (aho) - In der laotischen Hauptstadt Vientiane ist auf zwei
Geflügelfarmen die Vogelgrippe ausgebrochen. Wie die Zeitung
"Vientiane Times" berichtet, haben Tests bei Geflügel auf den Farmen
das H5 - Virus bestätigt. In der vergangenen Wochen mussten mehr als
19.000 Federtiere auf Farmen 25 Kilometer südlich von Vientiane wegen
Vogelgrippe getötet werden.





Wieder Vogelgrippeausbrüche in Indonesien
- 01.08.2006


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Jakarta (aho) - In den indonesischen Provinzen Süd - Sulawesi und Nord
- Sumatra ist es nach Berichten von Nachrichtenagenturen wieder zur
Vogelgrippeausbrüchen gekommen. Allein in den zu Süd - Sulawesi
gehörenden Regionen Bone und Sinjai sind demnach in der vergangenen
Woche mehr als 1.500 Hühner verendet. In der Region Bone hatte man
versucht, die Vogelgrippe mittels Impfungen unter Kontrolle zu
bringen.

gaby
08.08.2006, 07:14
08.08.2006, 08:02 Uhr
Jetzt 43 Vogelgrippe-Tote in Indonesien
Jakarta (dpa) - In Indonesien hat sich die Zahl der Todesfälle durch die Vogelgrippe auf 43 erhöht. Tests zufolge erlag ein 16- Jähriger dem aggressiven Virustyp H5N1. Damit sind in Indonesien mehr Menschen an der Vogelgrippe gestorben als in jedem anderen Land. In Vietnam erlagen nach offiziellen Angaben bislang 42 Menschen der Seuche.

gaby
11.08.2006, 04:54
Vietnam: Vogelgrippe und kein Ende
- 10.08.2006


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Hanoi (aho) - Auch in Vietnam ist die Vogelgrippe durch das H5N1 -
Virus noch nicht überwunden. Wie eine im südvietnamesischen Saigon
erscheinende Zeitung berichtet, wurden in der im Süden Vietnams
gelegenen Provinz Ben Tre das H5N1 - Virus bei Enten einer Farm
nachgewiesen.






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gaby
14.08.2006, 05:53
H5N1 in Kambodscha erneut aufgetreten
- 13.08.2006


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Phnom Penh (aho) - In der im Südosten in der Nähe der Grenze zu
Vietnam gelegenen kambodschanischen Provinz Prey Veng wurde bei Enten
das H5N1 - Influenzavirus festgestellt. Wie das Agrarministerium in
Phnom Penh mitteilte, sind dort in der vergangenen Woche mehr als
1.000 Enten erkrankt und rasch verendet.






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und als ob das nicht schon schlimm genug wäre trifft es jetzt auch unsere Nachbarn:
Vogelgrippe-Verdacht bei verendeten Eulen im Rotterdamer Zoo
- 13.08.2006


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Den Haag / Rotterdam (aho) - Bei vier im Zoo von Rotterdam verendeten
Sperbereulen wurden Hinweise auf das H5N1 - Vogelgrippevirus gefunden.
Wie das niederländische Agrarministerium in Den Haag am Samstag
mitteilte, waren die Jungtiere Ende Juli und Anfang August erkrankt
und innerhalb weniger Tage verendet. Weitere Untersuchungen wurden
eingeleitet. Der Zoo "Blijdorp" bleibt nach Angaben vom Sonntag aber
für den Publikumsverkehr geöffnet.

In Deutschland war unlängst die Vogelgrippe im Dresdener Zoo bei
einem Trauerschwan nachgewiesen worden.






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gaby
16.08.2006, 20:08
Das nenne ich verhältnismässigkeit:

China: 1.800 Enten an H5N1 verendet +++ 217.000 vorsorglich getötet
- 15.08.2006


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Peking (aho) - Auf einer Farm in Changsha, der Hauptstadt der
chinesischen Provinz Hunan sind seit dem 4. August 2006 insgesamt
1.800 Enten verendet. Wie das Agrarministerium in Peking am Montag
mitteilte, wurde das H5N1 - Vogelgrippevirus nachgewiesen. Wie das
Ministerium weiter meldet, wurden weitere 217.000 Enten gekeult.

gaby
22.08.2006, 20:29
Niederlande: Freilandverbot für Geflügel ab 1. September
- 22.08.2006


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Den Haag (aho) - Niederländische Geflügelhalter müssen ihre Tiere ab
Freitag, den 1. September 2006 wieder im Stall halten oder so durch
Vorrichtungen abschirmen, dass ein Kontakt mit Wildvögeln vermieden
wird. Das Agrarministerium in Den Haag will mit dieser Anordnung dem
erhöhten Risiko der Vogelgrippe durch den einsetzenden Vogelzug
Rechnung tragen.


Naja, mal schaun...

gaby
31.08.2006, 18:28
Russland bestätigt Vogelgrippe bei Zugvögeln
- 31.08.2006


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(lid) - In Russland sind Zugvögel mit dem Vogelgrippe- Virus H5N1 in
Zentralsibirien gefunden worden. Wie die russische Bundesagrarbehörde
am Mittwoch, 30. August mitteilte, sind die Vögel an 14 verschiedenen
Seen in der Region Omsk sowie an einem weiteren See in der sibirischen
Region Tyva gefunden worden. Laut der Behörde ist die Vogelgrippe an
allen anderen Fundstellen ausgerottet worden, an denen sie zuvor
bestätigt worden war. Dazu gehörten die Regionen Altai, Kransojarsk,
Nowosibirsk, Tomsk und auch Tyva. Der gefährdete Geflügelbestand wird
auf rund acht Millionen geschätzt.






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gaby
04.09.2006, 06:02
es wird nicht mehr *gekeult* sonden *euthanasiert*.

Ägypten: H5N1 bei Nutzgeflügel ausgebrochen
- 03.09.2006


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Kairo (aho) - In der oberägyptischen Provinz Sohag (490 Kilometer
südlich von Kairo) ist in einem Geflügelbestand die Vogelgrippe durch
ein H5N1 - Virus aufgetreten. Wie das Agrarministerium am Samstag in
Kairo meldete, wurden alle Federtiere der Farm im Dorf Al-Rakakna
umgehend euthanasiert.






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gaby
07.09.2006, 07:07
07.09.2006, 07:16 Uhr
47. Todesopfer durch Vogelgrippe in Indonesien
Jakarta (dpa) - Ein 14 Jahre altes Mädchen ist das 47. Todesopfer der Vogelgrippe in Indonesien. Tests hätten eine Infektion mit dem aggressiven Virustyp H5N1 bestätigt, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das Mädchen war bereits Ende Juni gestorben, nachdem es mit erkrankten Hühnern in Kontakt gekommen war. Indonesien ist das Land mit den weltweit meisten Vogelgrippe-Toten.

gaby
21.09.2006, 11:09
WHO fordert mehr Geld gegen Vogelgrippe
- 20.09.2006


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(lid) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfügt nicht über
ausreichende Finanzmittel für die Bekämpfung der Vogelgrippe. Die
Organisation sei zwar immer noch in der Lage, auf Ausbrüche zu
reagieren, sagte WHO-Direktor Anders Nordström laut der Presseagentur
AP am Dienstag, 19. September in Auckland. "Aber um wirklich mit den
Ländern am Aufbau guter Überwachungs- und Informationssysteme zu
arbeiten, brauchten wir mehr Geld." Die WHO benötige in den kommenden
zwei Jahren zwischen 71 Millionen und 79 Millionen Euro. Bislang sei
etwa die Hälfte eingegangen.

Nordström sagte, in den kommenden kühleren Monaten werde es wieder zu
neuen Ausbrüchen der Vogelgrippe kommen. Viele Länder hätten aber
inzwischen Pläne erarbeitet, um den Erreger zügig einzudämmen.
Vertreter von 20 Ländern sagten zu, im Kampf gegen die Vogelgrippe
zusammenarbeiten zu wollen.

Entgegen dieser Zusage stehen die Ergebnisse einer Studie zur
Pandemie-Vorsorge in Europa von der London School of Hygiene and
Tropical Medicine. Die Experten kritisierten nach der Analyse der
nationalen Krisenpläne, dass die Zusage von internationalen
Kooperationen "oft ein bloßes Lippenbekenntnis" ist. Nur wenige
nationale Krisenpläne enthielten eine genaue Planung, wie die
Kooperation erfolgen sollte. Ein weiteres Manko sei die mangelnde
Koordinierung von medizinischen und veterinärmedizinischen Aktionen.
Obwohl die Bereitstellung von Impfstoff als wichtig eingestuft wurde,
fehle eine ausgearbeitete Planung, wie im Krisenfall eine ausreichende
und rasche Produktion sicher gestellt werden soll.







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gaby
03.10.2006, 20:08
USA: Geflügelhalter werden für Vogelgrippekosten voll entschädigt
- 02.10.2006


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(lid) - In den Vereinigten Staaten dürfen gewerbliche Geflügelhalter
damit rechnen, auch beim Auftreten eines weniger pathogenen Stammes
der Geflügelpest vom Typ H5 und H7 voll für die entstehenden Kosten
entschädigt zu werden. Wie das Washingtoner Landwirtschaftsministerium
in einer Pressemitteilung bekannt gab, ist dafür allerdings die
Teilnahme an einem freiwilligen Überwachungsprogramm Voraussetzung.
Nicht an dem Programm teilnehmende Betriebe würden nur 25 Prozent der
Kosten erstattet bekommen, berichtet der Agrarpressedienst
Agra-Europe. Die Ausweitung dieses Programms stärke die
Schutzmassnahmen in den Vereinigten Staaten gegen Geflügelkrankheiten
wie die Vogelgrippe, wird der US-Chefveterinär Ron DeHaven zitiert.
Mit den Veränderungen werde auch internationalen
Tiergesundheitsrichtlinien Rechnung getragen. Die niedrig pathogenen
Varianten der Geflügelpest seien für den Menschen ungefährlich. Ziel
sei aber, Subtypen der Erreger H5 und H7 wegen einer möglichen
Mutation in hoch pathogene Varianten auszumerzen. Laut Angaben des
Washingtoner Agrarressorts wurden Entschädigungsansprüche bei
bisherigen Nachweisen von H5 und H7 von den Bundesstaaten gehandhabt,
wobei es unterschiedliche Bestimmungen gab. Die US-Veterinärbehörden
bestätigten unterdessen den Nachweis einer niedrig pathogenen Variante
des Geflügelpestvirus H5N1 bei Wildenten in Pennsylvania. Dieser
Subtyp ist den Behörden zufolge bereits mehrmals in Nordamerika
nachgewiesen worden.






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gaby
05.10.2006, 15:59
China meldet weiteren Ausbruch der H5N1 - Vogelgrippe
- 04.10.2006


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Peking (aho) - Nachdem kürzlich in der Inneren Mongolei ein
Vogelgrippeausbruch aufgetreten ist, wurde jetzt auch ein Ausbruch in
der benachbarten autonomen Region Ningxia amtlich festgestellt. Nach
Medienberichten sollen mehr als 1.000 Federtiere in der Nähe der
Hauptstadt Yinchuan verendet sein. Das Agrarministerium teilte der
Presse mit, dass zur Seuchenbekämpfung weitere 72.930 Tiere getötet
wurden.






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gaby
19.10.2006, 05:28
auch bei Pater Zwieback geklaut (Danke):

Vogelgrippe-Serum gegen H5N1-Stränge wirksam

ARTIKEL bei ORF:

Ein möglicher Impfstoff gegen den Vogelgrippe-Erreger H5N1 hat sich in Tests offenbar als wirksam auch gegen andere Stränge des Virus erwiesen. Das deute darauf hin, dass Impfstoffe, die auf der Basis älterer H5N1-Varianten entwickelt wurden, bei einer weltweiten Grippewelle auch gegen künftige Stränge Sicherheit bieten könnten, teilte das Pharma-Unternehmen Sanofi Pasteur heute mit.

Bei einem Versuch des Unternehmens wurden 300 Freiwillige mit einem Virus geimpft, das 2004 in Vietnam isoliert wurde. Anschließend wurden die gebildeten Antikörper untersucht. Offenbar konnten diese auch H5N1-Viren neutralisieren, die aus der Türkei und Indonesien stammten.

WHO: Meilenstein
Der leitende Wissenschaftler für Influenza-Überwachung bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stohr, sprach von einem Meilenstein bei der Entwicklung von Impfstoffen. Tierversuche hätten bereits einen solchen möglichen Schutz nahe gelegt, erstmals habe sich das aber auch bei Versuchen mit menschlichen Probanden gezeigt, sagte Stohr.

Die Vogelgrippe hat seit Ende 2003 nach Angaben der WHO 151 Menschen das Leben gekostet und gilt als möglicher Auslöser einer weltweiten Grippewelle. Mehrere Unternehmen arbeiten an einem Impfstoff gegen eine solche Pandemie, den Forschungen liegt der aus Vietnam stammende H5N1-Strang zu Grunde.

Keine Garantie gegen Pandemie
Auch wenn ein effektiver Vogelgrippe-Impfstoff gegen andere H5N1-Stränge schützt, ist damit aber nicht automatisch auch eine Wirkung gegen verschiedene Influenza-Erreger und eine Pandemie garantiert.

"Wir wissen nicht, ob die nächste Pandemie von H5 ausgelöst wird", sagte der Leiter des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), Angus Nicoll. Ein Vogelgrippe-Impfstoff mit weitergehendem Schutz sei "nicht die ultimative Antwort".

QUELLE: http://news.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fnews.orf.at%2Fticker%2F233033.h tml

gaby
19.10.2006, 09:20
[16.10.2006]
H5N1-Virus bei Schweinen - Gefahr einer Grippe-Pandemie nimmt zu

In Indonesien ist das gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 bei Schweinen festgestellt worden. Dies berichten indonesische Wissenschaftler der Tierärztlichen Fakultät an der Universität von Udayana in Denpasar, der Hauptstadt der Insel Bali. Das Virus entdeckten Studenten der Fakultät bei zwei von insgesamt 20 erkrankten Schweinen, die sie näher untersucht hatten. „Dies ist das erste Mal, dass eine H5N1-Infektion bei Schweinen nachgewiesen wurde und deshalb so bedeutsam, weil Schweine auch mit menschlichen Grippe-Viren angesteckt werden können,“ erklärt Prof. Peter Wutzler vom Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universitätsklinik in Jena und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten. „Schweine gelten als so genannter Mischorganismus – in ihnen können Vogelgrippe-Viren auf menschliche Influenza-Viren treffen und ihre Gene mischen. Daraus könnte ein Pandemie-Virus entstehen, das die Gefährlichkeit des H5N1-Virus besitzt und – im Gegensatz zu diesem – außerdem von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Diese Gefahr, die von Medizinern und Wissenschaftlern bislang nur als mögliches Szenario diskutiert wurde, ist mit dem Fund in Indonesien jetzt ganz real.“

Bedrohlich: Enges Zusammenleben von Mensch und Tier

Schweine, Geflügel und Menschen leben in Südostasien auf engstem Raum zusammen - eine gefährliche Konstellation. Da es noch Jahre dauern wird, bis in dieser Region die Vogelgrippe zurückgedrängt werden kann, muss mit weiteren H5N1-Infektionen bei Schweinen gerechnet werden. Zudem wird durch den engen Kontakt zwischen Mensch und Tier die Übertragung von menschlichen Grippe-Viren auf Schweine erleichtert. In ihrem Bericht haben die indonesischen Wissenschaftler bereits angekündigt, ihre Untersuchungen zu verstärken. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, wie leicht und unter welchen Umständen das Virus auf Schweine überspringt. „Die Entwicklung in Indonesien gilt es ganz genau zu beobachten“, so Prof. Wutzler. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Risiken für eine Grippe-Pandemie durch den Nachweis des H5N1-Virus bei Schweinen weiter zugenommen haben.“ Seit dem Ausbruch der Vogelgrippe Ende 2003 warnen Experten vor der Entstehung eines Pandemie-Virus, das eine weltweite Grippe-Epidemie mit Millionen Toten verursachen könnte.

Quelle: http://www.lungenaerzte-im-netz.de/lin/linaktuell/show.php3?id=428&nodeid=18




auch von Pater Zwieback geklaut 8).

gg

gaby
13.11.2006, 09:39
Ägypten: Neuer Ausbruch von Vogelgrippe bei Hausgeflügel
- 12.11.2006


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Kairo (aho) - In der Oberägyptischen Stadt Luxor wurde in einem
Geflügelbestand die Vogelgrippe diagnostiziert. Wie das
Gesundheitsministerium am Samstag in Kairo der Presse mitteilte, wurde
ein H5N1 - Virus festgestellt. Die Federtiere des Bestandes wurden
getötet.

gaby
24.11.2006, 19:20
AHO Aktuell - 24.11.2006
Niederländisches Geflügel darf wieder raus

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(lid) - Das niederländische Landwirtschaftsministerium hat am 22.
November die Stallpflicht für Geflügel aufgehoben. Sie galt seit dem
1. September 2006, um die Bestände vor einer möglichen Ansteckung mit
dem Vogelgrippevirus durch Zugvögel zu verhindern, berichtet Agra
Europe. Bisher sind aber weder in den Niederlanden noch in
Nachbarstaaten Krankheitsfälle aufgetreten, begründet das Ministerium
die Aufhebung der Stallpflicht. Die Niederlande sind nach Frankreich
der grösste Geflügelproduzent in Europa.

gaby
27.11.2006, 12:26
AHO Aktuell - 25.11.2006
H5N1 in Süd - Korea bestätigt

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Seoul (aho) - Der Verdacht, dass die Todesfälle in einem Süd -
Koreanischen Geflügelbestand durch das gefürchtete H5N1 -
Vogelgrippevirus ausgelöst wurden, hat sich laut einer Mitteilung des
Agrarministeriums in Seoul bestätigt. Letztmalig wurde das H5N1 -Virus
vor drei Jahren in Süd - Korea amtlich festgestellt.

gaby
14.12.2006, 17:46
Litizicke hat da wieder etwas interessantes gefunden. Danke!


Hofgeismar
Vogelgrippe weiter gefährlich
Veterinäre des Landkreises erinnern an geltende Schutzbestimmungen

Kreis Kassel. Aus den Medien ist die Vogelgrippe weit gehend verschwunden. Die Gefahr, dass sie ausbricht, ist unvermindert hoch. Daran erinnert Dr. Reinhard Butte, Leiter des Amts für Veterinärwesen und Verbraucherschutz (AVV) des Landkreises Kassel, in einer Pressemitteilung.

Insbesondere Geflügelhalter, denen innerhalb kurzer Zeit größere Verluste in ihren Beständen entstanden sind, müssten diese sofort dem AVV in Wolfhagen melden. In Zahlen heißt das: Verenden innerhalb von 24 Stunden mehr als zwei Prozent der Tiere eines Bestands, muss ein Tierarzt die Todesursache feststellen. Dies gelte auch, wenn sich die Legeleistung oder das Gewicht der Tiere ändert.

Testpflicht bis 15. Dezember

Die Ärzte sind angewiesen zu prüfen, ob der Influenza-A-Virus mit seinen Subtypen H 5 und H 7 vorkomme. Die waren im vergangenen Winter bei an Vogelgrippe erkrankten Wildvögeln gefunden worden. Zwischen dem 15. Oktober und 15. Dezember sowie 15. und 31. März müssen Halter ihre Bestände von Tierärzten generell auf Vogelgrippe untersuchen lassen. Es sei denn, sie halten die Tiere ausschließlich in Ställen.

Besitzer von Beständen mit mehr als 1000 Tieren müssten sicherstellen, dass Ein- und Ausgänge zu den Ställen so gesichert sind, dass dort niemand unberechtigt Zutritt hat. Vorgeschrieben sei außerdem Schutz- oder Einwegkleidung, so Dr. Butte weiter.

Benutzte Kleidung müsse nach Verlassen des Stalls unverzüglich ausgezogen, gereinigt beziehungsweise beseitigt werden. Genauso müssten Geräte und Ställe nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert werden. Das Gleiche gelte für Transportfahrzeuge.

Nager übertragen auch

Weil Nagetiere wie Ratten die Vogelgrippe übertragen können, stehen auch sie unter Beobachtung. Betriebe seien angehalten, Nager zu bekämpfen. Räume, Behälter und Ähnliches, in denen verendetes Geflügel aufbewahrt worden ist, müssen mindestens einmal im Monat gereinigt und desinfiziert werden. (clm)

13.12.2006

gaby
10.01.2007, 17:25
AHO Aktuell - 10.01.2007
Vietnam: Vogelgrippe breitet sich im Mekong - Delta aus

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Hanoi (aho) - Der Vogelgrippeausbruch im südvietnamesichen Mekong -
Delta hat jetzt auch eine vierte Provinz erfasst. Wie das
Agrarministerium in Hanoi mitteilte, wurde das H5N1 - Virus bei Enten
in der Provinz Kien Giang nachgewiesen. Zuvor war die Vogelgrippe in
den benachbarten Provinzen Hau Giang, Bac Lieu und Ca Mau aufgetreten

gaby
23.01.2007, 06:35
AHO Aktuell - 20.01.2007
Südkorea: Die Vogelgrippe breitet sich aus--------------------------------------------------------------------------------

Seoul (aho) - In der im Westen Südkoreas gelegenen Provinz
Chungcheongnam-do (Süd-Chungcheong) ist auf einer Hühnerfarm die
Vogelgrippe ausgebrochen. Wie das Agrarministerium mitteilt, handelt
es sich um das bekannte H5N1 - Influenzavirus. Die Farm im Ort Cheonan
liegt 90 Kilometer südlich von Seoul und acht Kilometer vom Ort Asan
entfernt, wo der letzte Vogelgrippefall entdeckt wurde. Das
Agrarministerium plant, 270.000 Federtiere im Umfeld der jetzt
betroffenen Farm zu töten.




Dringender Vogelgrippeverdacht in Südungarn

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Budapest (aho) - Auf einer Geflügelfarm im südungarischen
Verwaltungsbezirk Csongrad besteht der dringende Verdacht auf
Vogelgrippe. Wie das Agrarministerium in Budapest mitteilt, werden
zurzeit Entenkadavern von der betroffenen Farm in einem Labor in
Budapest untersucht. Um die Farm wurde eine Quarantänezone
eingerichtet.




Hongkong: Erneut Vogelgrippe bei Wildvögeln
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Hongkong (aho) - In Hongkong sind weitere Wildvögeln an Vogelgrippe
verendet. Wie das Agrarministerium der zu China gehörenden
Sonderverwaltungszone Hongkong mitteilt, wurde das H5N1 - Virus bei
einem Mejiro (Japanese White-eye / Zosterops japonica), einer
Glanzkrähe (Corvus splendens) und einem Spitzschwanz-Bronzemännchen
(Lonchura striata) nachgewiesen.

gaby
25.01.2007, 04:41
von Redcap gefunden: http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=55122EA9-1422-0CEF-708CBD6BD92F8FC2

letzte Änderung: 24.01.07 18:08
Vogelgrippe H5-Virus auf Gänsefarm in Ungarn

Brüssel. SDA/baz. Bei einer Gänseherde im Südosten Ungarns ist Vogelgrippe ausgebrochen. Es handelt sich um den ersten Fall in diesem Winter in der Europäischen Union (EU). Ob es sich um das gefährliche H5N1-Virus handelt, wird noch untersucht.

Erste Tests in Ungarn hätten ergeben, dass es sich um ein H5- Virus handle, teilte die EU-Kommission in Brüssel am Mittwoch mit. Die Herde von über 3000 Gänsen sei bereits getötet worden, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Auch seien die für solche Fälle vorgesehenen Schutzzonen in der Region eingerichtet worden.

Die Experten der EU-Staaten werden am Freitag über allfällige weitere Massnahmen diskutieren. Beim Ausbruch in Ungarn handelte es sich um den ersten Fall in der EU seit vergangenem August; damals war der Zoo in Dresden betroffen

gaby
28.01.2007, 09:41
Von Arne:

Vogelgrippe

Mitte Dezember 2003 wurde bekannt, dass in Südkorea eine tödliche Epidemie in Hausgeflügelbeständen ausgebrochen war, die so genannte Vogelgrippe. Die Krankheit ist vereinzelt auch auf Menschen übergesprungen und ist dabei in einigen Fällen tödlich verlaufen. Trotz der Eindämmungsmaßnahmen (insbesondere Massenschlachtungen von Hühnern), die zu Beginn des Jahres 2004 ergriffen wurden, kam es im asiatischen Raum immer wieder zu Ausbrüchen der Vogelgrippe in Hausgeflügelbeständen, vor allem in Thailand und Vietnam, seit März 2005 auch in Indonesien und China. Im Oktober 2005 hat die Vogelgrippe auch den europäischen Kontinent erreicht. Nach Rumänien meldete auch die Türkei mehrere Infektionsausbrüche bei Hausgeflügel und vereinzelt wurden auch Menschen infiziert, von denen einige starben. Mitte Februar 2006 traten schließlich die ersten Vogelgrippe-Fälle in Deutschland und Österreich auf, Ende Februar 2006 auch in der Schweiz. Darüber hinaus wurde der Vogelgrippe-Erreger in weiteren europäischen Ländern nachgewiesen, unter anderem in Italien und Frankreich. Es ist daher zu befürchten, dass sich das Vogelgrippe-Virus weiter ausbreiten wird.


Was ist die Vogelgrippe?

Notschlachtung von 1,4 Millionen Hühnern in Hongkong

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung der Vögel und wird in der Veterinärmedizin als Geflügelpest oder aviäre Influenza bezeichnet. Sie wird durch Influenza- oder Grippeviren vom Typ A/H5N1 hervorgerufen, die normalerweise nur Geflügel befallen. Nur bei sehr engem Umgang mit erkrankten Tieren kann das Virus die Artgrenze überspringen und z. B. auch auf den Menschen übergehen.


Influenzaviren werden aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften in drei Typen unterteilt: A, B und C. Weiterhin werden Influenza-A-Viren in zahlreiche Subtypen untergliedert, u. a. H5N1.


Influenza-B-Viren kommen nur beim Menschen vor und führen im Abstand von einigen Jahren immer wieder zu Grippe-Epidemien. Influenza-C-Viren treten nur bei Menschen und Schweinen auf und rufen nur regional begrenzte, milde Krankheitsverläufe hervor. Gefährlich sind die Influenza-A-Viren. Sie kommen nicht nur beim Menschen, sondern auch bei anderen Säugetieren, etwa Pferden und Schweinen, vor und vor allem bei Vögeln. Hier treten sie schon seit langem als Erreger der klassischen Geflügelpest auf, die jetzt in der Variante des Subtyps H5N1 als Vogelgrippe von sich reden macht und bei vielen Menschen Ängste auslöst. Dabei handelt es sich bis jetzt um eine reine Tierkrankheit, die nur in wenigen Ausnahmefällen, das heißt bei sehr engem Kontakt, auf Menschen übergesprungen ist.


Die Gefährlichkeit der Influenza-A-Viren besteht in ihrer großen Veränderlichkeit. So kann es bei einer Doppelinfektion mit zwei verschiedenen Subtypen zu einem Stückaustausch zwischen den beiden Influenzaviren kommen, sodass ein Virus mit ganz neuen infektiösen Eigenschaften entsteht. Eine solche Virusveränderung ist auch möglich, wenn es vom Tier auf den Menschen überspringt.


Der enge Kontakt von Mensch, Schwein und Geflügel, wie er vor allem im ländlichen asiatischen Raum durch die spezielle, kulturell bedingte enge Wohnform unter mangelhaften hygienischen Bedingungen anzutreffen ist, erleichtert dem zwischen den Arten pendelnden Grippevirus die Bildung von Varianten. Vögel und Schweine werden von den Viren gewissermaßen als "Brutstätten" für die Entwicklung neuer genetischer Varianten benutzt. Bei Blutuntersuchungen von Personen in Südchina, die intensiv Geflügelaufzucht betreiben, konnten Antikörper (spezifische Reaktionen des Immunsystems) gegen verschiedene Subtypen des Influenza-A-Virus nachgewiesen werden, die normalerweise spezifisch für Vögel sind.


Der Grund für die große genetische Variationsmöglichkeit (genetische Drift) der Grippeviren liegt letztlich in ihrer fast als schlampig zu bezeichnenden Technik der Vermehrung. Sie bauen beim Kopieren ihrer Erbsubstanz um ein Vielfaches häufiger als Bakterien oder andere Organismen Fehler in Form eines falschen genetischen Bausteins ein. Und gerade diese Fehlerhäufigkeit ist das Geheimnis des biologischen Erfolgs der Viren allgemein. Gerade diese Menge an Fehlern bringt die ständig neuen, geringfügig veränderten Varianten hervor. Diese hohe Fehlerquote können sich die Viren nur deshalb leisten, weil sie keinen eigenen Zellstoffwechsel haben, sondern wie Parasiten den Stoffwechsel einer befallenen Wirtszelle missbrauchen, um sich zu vermehren.


Dramatisch wird die Flexibilität der Influenzaviren dann, wenn sich eine menschliche Grippevirus-Variante mit einer in einem Tier veränderten Variante verbindet. So können so genannte Super-Erreger entstehen, die nun von Mensch zu Mensch übertragbar sind und zu den für den Menschen so bedrohlichen schweren Grippe-Epidemien führen. Bei der Vogelgrippe ist eine solche Verbindung bislang nicht aufgetreten. Doch befürchtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es im Zuge der aktuellen Geflügelpest-Epidemie irgendwann zu einer Kreuzung mit einem humanen Grippevirus kommen könnte und die dadurch entstehende Virusvariante im schlimmsten Fall eine weltweite Pandemie mit Millionen von Toten verursachen könnte.


Grippeepidemien

Der Erreger H5N1 der asiatischen Vogelgrippe ist lediglich eine weitere, neue Variante der gefährlichen Influenza-A-Viren. Die medizinischen Experten waren bei Bekanntwerden des neuen Grippe-Subtypus deshalb so alarmiert, weil bislang schon mehrere Virus-A-Varianten zu einer weltweiten Pandemie geführt haben.


Bereits vier Mal wüteten allein im 20. Jahrhundert solche Grippewellen. Durch die so genannte "Spanische Grippe", ausgelöst durch den Subtyp H1N1, wurden weltweit fast eine Milliarde Menschen infiziert. Es starben daran in den Jahren 1918/19 über 20 Millionen Menschen (möglicherweise sogar 40 bis 50 Millionen). Allein in Deutschland forderten die anderen Grippewellen Zehntausende Todesopfer: 1957 die "asiatische Grippe", 1969/70 die "Hongkong-Grippe" und 1977/78 die "russische Grippe". Fast zwei Drittel aller Menschen waren mit den Influenzaviren infiziert.


Maßnahmen gegen die Vogelgrippe

Um ein Übergreifen der Vogelgrippe auf Hausgeflügel oder gar auf Säugetiere oder den Menschen möglichst zu verhindern, gilt in Deutschland für Hausgeflügel ausnahmslos die Stallpflicht. Außerdem haben sich Bund und Länder am 1. März 2006 auf verschärfte Schutzmaßnahmen in den Sperr- und Überwachungszonen um positiv getestete Wildvogelfunde herum verständigt. Da auf Rügen auch in einer toten Katze der H5N1-Erreger gefunden wurde, dürfen Katzen in diesen Gebieten nicht mehr frei herumlaufen, Hunde müssen in diesen Gebieten angeleint werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurde bisher noch nie eine Vogelgrippeinfektion beim Menschen durch Wildvögel beobachtet. Natürlich sollten kranke oder verendete Tiere nicht angefasst werden.


Internetlink(s)


Vogelgrippe (Influenza A H5N1)http://www.bag.admin.ch/infekt/vogelgrip...ppe/d/index.htm

Vogelgrippe - Infos des Robert Koch Institutshttp://www.rki.de/cln_011/nn_226928/DE/Home/VogelgrippeLink.html__nnn=true

Vogelgrippe - Infos des Auswärtigen Amtshttp://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/vogelgr
ippe_html



Bibliografie


Gina Kolata: Influenza. Die Jagd nach dem Virus, S. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2001

Susanne Modrow: Viren – Grundlagen, Krankheiten, Therapien, 2001

Christine Vetter: Viren – harmlos bis tödlich. Grippe, Masern, Herpes, AIDS...: Die medizinische Forschung im Wettlauf mit der Zeit, Trias. 1994

Mike Davis: Vogelgrippe. Zur gesellschaftlichen Produktion von Epidemien, Assoziation A 2005


Copyright 2007, Wissen Media Verlag GmbH, Gütersloh/München

Enemy
29.01.2007, 20:58
Südrussland: Vogelgrippe bei Hausgeflügel - Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung angeordnet (http://russland.ru:80/ruall0010/morenews.php?iditem=5470)

gaby
04.02.2007, 05:56
SPIEGEL ONLINE, 03.02.2007
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Nigeria: Junge Frau an Vogelgrippe gestorben
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Die Weltgesundheitsorganisation hat den ersten
tödlichen Vogelgrippe-Fall in Nigeria bestätigt. Tests belegten, dass
eine22-Jährige sich mit dem gefährlichen H5N1-Virus infiziert hatte.
Bisher waren Vogelgrippe-Infektionen bei Menschen nur im Nordosten
Afrikas vorgekommen.

Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,464163,00.html

gaby
04.02.2007, 19:56
von corinna:


http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

AHO Aktuell - 04.02.2007
Niederlande: Freilandverbot für Geflügel

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Den Haag (aho) - Als Reaktion auf den Vogelgrippeausbruch bei Puten in
Großbritannien hat das Niederländische Agrarministerium ein
Freilandverbot für Geflügel angeordnet.

gaby
05.02.2007, 14:24
auch von Enemy geklaut: http://derstandard.at/?url=/?id=2755542

http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=615998

gaby
06.02.2007, 19:10
zur Abwechslung mal bei Rumpelstielchen geklaut:

Dies berichtet heute n-tv:

http://www.n-tv.de/762489.html

Dienstag, 6. Februar 2007
Seuche selbst eingeschleppt
H5N1 in Südengland

Das plötzliche Auftreten des Vogelgrippe-Virus in einem Putenzuchtbetrieb in Großbritannien ist weitestgehend aufgeklärt. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gleicht das Virus dem vor zwei Wochen in Ungarn entdeckten Typ. "Es handelt sich um den hochpathogenen Virustyp H5N1 mit asiatischem Stamm und entspricht dem, der im Januar in Ungarn gefunden worden ist", teilte ein OIE-Sprecher am Dienstag in Paris mit. Damit stehe zweifelsfrei fest, dass sich die Vogelgrippe durch Tiertransporte verbreitet hat, weil der betroffene britische Agrarkonzern Bernard Matthews auch Betriebe in Ungarn unterhält.

Wegen der Vogelgrippe in England hatten zuvor auch Südkorea und Hongkong einen Importstopp für britisches Geflügel verhängt. Die Behörden in Seoul erklärten, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es in Großbritannien neue Ausbrüche der Seuche gebe. Im vergangenen Jahr hatte Südkorea Geflügelprodukte aus Großbritannien im Wert von rund drei Millionen US-Dollar importiert. Die zuletzt für Zuchtzwecke gekauften 3.645 Enten sollen nun entweder gekeult oder zurückgeschickt werden.

Hongkong teilte mit, es werde ab sofort keine Einfuhren von britischem Geflügel mehr erlauben. Die Sonderverwaltungszone Chinas hatte in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 11.400 Tonnen an Geflügel und Geflügelprodukten aus Großbritannien importiert.

Russland, Irland und Japan hatten schon entsprechende Importverbote erlassen. Medienberichten zufolge haben sich inzwischen auch Südafrika und Indonesien angeschlossen.

In Großbritannien wurden fast 160.000 Puten getötet. Zuvor war auf einer Farm von Europas größtem Truthahnzüchter Bernard Matthews in Ostengland der gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 festgestellt worden.

gaby
06.02.2007, 19:21
und wieder Link von Enemy: http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?pfach=1&n_firmanr_=113769&sector=pm&detail=1&r=266572&sid=&aktion=jour_pm&quelle=0&profisuche=1

gg

gaby
06.02.2007, 19:37
Ihr seit so schnell, deshalb klaue ich weiter, diesmal bei Werner Hupperich:

http://de.news.yahoo.com/06022007/286/kurzberichte-eu-ausl-ser-vogelgrippe-fall-england-unklar.html

EU: Auslöser von Vogelgrippe-Fall in England weiter unklar
Dienstag 6. Februar 2007, 15:54 Uhr


von AFP
Zwischen den Vogelgrippe-Fällen in Ungarn und Großbritannien besteht nach EU-Angaben offenbar kein direkter Zusammenhang. Nach bisherigen Erkenntnissen sei es unwahrscheinlich, dass das Vogelgrippe-Virus H5N1 von Ungarn nach Großbritannien eingeschleppt worden sei, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel unter Berufung auf den Ständigen Ausschuss für Tiergesundheit. Nach den Ursachen für den Seuchenausbruch im Osten Englands werde weiter gesucht. Möglicherweise hätten Möwen, die in der Region häufig seien, das Virus übertragen. Importstopps für britisches Geflügel, wie etwa Russland und Japan es verhängt haben, seien "unverhältnismäßig

gaby
09.02.2007, 04:06
Von Redcap gefunden: http://www.dieneueepoche.com/articles/2007/02/08/87637.html

gaby
09.02.2007, 11:44
von Enemy:

Vogelgrippe wahrscheinlich aus Ungarn
ERSTELLT 09.02.07, 10:28h


Im britischen Vogelgrippe-Gebiet schützen sich die Helfer mit Gasmasken und Spezialanzügen.


Artikel mailen
Druckfassung

London - Der Ausbruch der Vogelgrippe in einem britischen Geflügelmastbetrieb ist vermutlich auf den Import von verseuchtem Truthahnfleisch aus Ungarn zurückzuführen. Die britischen Behörden hielten dies inzwischen für sehr wahrscheinlich, berichtete der Sender BBC am Freitag.
Die Experten vermuten den Angaben zufolge, dass der in dem Betrieb in der ostenglischen Grafschaft Suffolk entdeckte Unterstamm des gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 mit jenem identisch ist, der Ende Januar in einem Betrieb im Südosten Ungarns nachgewiesen wurde. Vor einem eindeutigen Urteil sollen im EU-Referenzlabor in Weybridge bei London noch weitere Tests unternommen werden.

Die in England betroffene Geflügelfirma Bernard Matthews hatte den Verdacht auf eine Virusquelle in ihrem ungarischen Zweigunternehmen bislang strikt zurückgewiesen. In Ungarn und Großbritannien waren nach den Vogelgrippefällen zehntausende Tiere getötet worden. Nach Angaben der EU-Kommission handelte es sich um die ersten H5N1-Nachweise in der Europäischen Union seit dem Fund eines infizierten Schwans im Dresdner Zoo im August 2006. (dpa)


http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1170975676176.shtml

gaby
17.02.2007, 13:46
AHO Aktuell - 17.02.2007
Vogelgrippe südlich Moskau

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Moskau (aho) - Die russischen Gesundheitsbehörde haben erstmals in der
Umgebung von Moskau einen Vogelgrippe-Fall bei Geflügel bestätigt. Wie
die Nachrichtenagentur Ria meldet, wurde das H5N1 - Virus auf einer
Geflügelfarm in der südlich von Moskau gelegenen Stadt Domodedowo
nachgewiesen.

gaby
04.08.2007, 18:12
AHO Aktuell - 04.08.2007
Landkreis München: Vogelgrippe bei Wildenten

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München (aho) - Im Bereich des Ismaninger Speichersees (Landkreis
München wurde bei einer Untersuchung von drei in den letzten Tagen
verendet) aufgefundenen Jungenten das H5N1 - Virus nachgewiesen. Das
berichtete das Landratsamt München unter Berufung auf Untersuchungen
am Nationale Referenzlabor des Friedrich- Löffler-Instituts vom
Freitag.

Vom Staatlichen Veterinäramt am Landratsamt München wurde deshalb ein
lokales Tierseuchenkontrollzentrum eingerichtet, das zusammen mit den
Landratsämtern Ebersberg und Erding die nötigen Maßnahmen ergriffen
bzw. veranlasst hat. Oberste Priorität ist es nun, die Einschleppung
des H5N1-Virus in die Nutzgeflügelbestände zu verhindern, so das
Landsratsamt gegenüber der Presse. Hierzu wurden nach der
Wildvogel-Geflügelpestschutzverordnung ein Sperrbezirk von einem
Kilometer Radius und eine Beobachtungszone von drei Kilometern Radius
um das Seeufer des Speichersees eingerichtet.

gaby
12.11.2007, 18:43
Naja, nach Ente eben England: http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20071112-00003/

H5 – Vogelgrippe bei Puten in der englischen Grafschaft Suffolk

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London (aho) - 5.000 Puten einer Geflügelfarm in der Nähe von Diss an
der Grenze zwischen den englischen Grafschaften Norfolk und Suffolk
werden getötet, da erste Texts einen Hinweis auf ein H5 –
Influenzavirus erbracht hatten. Das teilte heute das britische
Agrarministerium (DEFRA) mit. Weitere Tests sollen prüfen, ob es sich
um das gefürchtete H5N1 – Virus handelt. Um die betroffene Farm wurde
eine 3 – Kilometer Schutzzone und eine 10 – Kilometer Überwachungszone
eingerichtet.

gaby
23.11.2007, 16:42
Saudi Arabien: Zehn Farmen wegen Vogelgrippe geräumt

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Riyadh (aho) – Um einen Ausbruch der Vogelgrippe einzudämmen, wurden
jetzt in Saudi Arabien 3.2 Millionen Federtiere von zehn Farmen
getötet. Das teilte jetzt der saudischen Landwirtschaftminister Fahd
Balghunaim mit. Demnach wurde das H5N1 - Virus bei den Tieren von
sieben Farmen konkret nachgewiesen. Die drei anderen Farmen wurden
vorsorglich geräumt, da sie in unmittelbarer Nähe zu den befallenen
Farmen liegen.

Die getöteten Federtiere wurden ebenso wie die vorhandenen
Futtermittel laut Angaben des Ministers vor Ort verbrannt.

Das saudische Agrarministerium macht Zugvögel für den
Vogelgrippeausbruch verantwortlich. Das Königreich liegt im Bereich
einer Vogelzugroute. Die Bevölkerung wurde ermahnt, kein
Geflügelfleisch oder lebendes Geflügel unbekannter Herkunft zu
kaufen. Ebenso wurde laut Ministerium der Vogel – und Geflügelmarkt
von Riyadh geschlossen, da die Händler die vorgeschriebenen
Hygienestandards nicht eingehalten hatten.

http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

gaby
03.12.2007, 19:19
http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/12/03/vogelgrippe/china-opfer,geo=3142486.html

Also jetzt kriege ich wieder Angst!



Wie konnte er sich infizieren? Müssen wir jetzt eine Pandemie fürchten?Chinese starb an Vogelgrippe, obwohl
er keinen Kontakt mit Geflügel hatte
In Südchina ist ein 24-jähriger Mann an der Vogelgrippe gestorben.

Untersuchungen der Gesundheitsbehörden wiesen den gefährlichen Virus H5N1 nach.

Das Besondere an dem Fall: Der Mann aus Jiangsu hatte keinerlei Kontakt zu Geflügel. In der Provinz, in der er lebte, gibt es derzeit auch keine Fälle von Vogelgrippe.

Völlig unklar ist daher, wie sich der Mann infizieren konnte.

Gibt es einen bisher unbekannten Übertragungsweg? Wie groß ist jetzt die weltweite Gefahr?

In China ist der Mann aus Jiangsu das 17. Vogelgrippe-Todesopfer in diesem Jahr. Weltweit wurden bislang 328 Fälle beim Menschen gezählt. 200 davon endeten tödlich.

Seit 2003 wurden Millionen Vögel getötet, um die Ausbreitung des aggressiven Virus zu stoppen.

Wissenschaftler befürchten, dass eine Mutation des Virus eine weltweite Pandemie auslösen könnte.

gaby
22.12.2007, 20:26
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20071222-00000/


AHO Aktuell - 22.12.2007
Niederlande: Freilandverbot für Geflügel

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Den Haag (aho) – Mit Hinweis auf die Vogelgrippefälle in Deutschland
und Polen hat das niederländische Agrarministerium ein Freilandverbot
für kommerzielle Geflügelhaltungen angeordnet. Auch an Hobbyhalter
erging der dringende Rat, die Tiere aufzustallen und größtmögliche
Hygiene walten zu lassen.





http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20071221-00000/


AHO Aktuell - 21.12.2007
Freilandverbot in Schweden

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Stockholm (aho) – Als Reaktion auf die Vielzahl von Vogelgrippefällen
in Polen und Deutschland hat Schweden ein Freilandverbot für
Hausgeflügel erlassen. Wie Radio Schweden (Sveriges Radio) unter
Berufung auf das Landwirtschaftsministerium berichtet, sollen im
Freiland gehaltene Enten und Gänse nur unter Dach gefüttert werden,
so dass Wildvögel keinen Kontakt zu den Futterplätzen haben. Vogel –
und Geflügelausstellungen sind verboten.

gaby
23.12.2007, 09:49
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20071222-00001/


AHO Aktuell - 22.12.2007
Poland meldet erneut Vogelgrippe

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Warschau (aho) – Im polnischen Dorf Sadlowo Parcele in der Region
Zuromin wurde bei Legehennen das H5N1 – Vogelgrippe entdeckt. Wie die
staatliche Veterinärverwaltung mitteilt, sollen die vier
Legehennenbetriebe des Dorfes mit insgesamt 186.000 Federtieren
geräumt werden. Seit Anfang Dezember ist es im Norden Polens immer
wieder zu Vogelgrippefällen bei Puten, Hennen und Wildvögeln gekommen.