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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerüchte und keine Quellen



Ashey
13.01.2006, 19:15
Hi!
Ich hab mich mal so durch Netz und die Nachrichten gequält und versiege langsam an den Inormationen, die überall unterschiedlich ausfallen.

1.) Übertragung durch Mäuse

Ich hatte gelesen, dass sehr wahrscheinlich Mäuse den Virus übertragen können, selbst aber nicht erkranken. Außerdem wurde festgestellt, dass wohl Hunde und Katzen auch an dem Virus erkranken können. Da es derweilen aber noch keine Fälle gab, wissen sie nicht, ob diese den Virus auch an den Menschen übertragen können.

So, diese Infos hab ich vor ca. 1-2 Wochen bekommen, finde nun aber keine aktuellen Informationen darüber. Können Mäuse dies nun Übertragen? Wurd es bestätigt oder wenigstens widerlegt (was ja besser wäre)?

2.) Schluss mit Impfstoffsuche???

So, ich hab gelesen (auf 1000 Seiten und Zeitungen) dass wie wild ein Impfstoff für Menschen gesucht wird - was ja total dusselig ist!
Aber vergeblich suche ich nach Vortschritten was einen Impfstoff für die Hühner angeht. Der aus China war ja nun leider nicht wirksam.
Aber was ist in Deutschland?
Wird hier überhaupt noch gesucht?

3.) Gengetreide schuld?

So, jetzt das Kurrioseste:
Normalerweise widerholen sich ja die Nachrichten stündlich.
Nun wurd' in den Nachrichten aber nur EINMAL gesagt, dass die Tiere in der Türkei etc. wohl so anfällig für die Seuche waren, weil dort genmaipuliertes Getreide verfüttert wurde, da dies billiger ist.
So, ich hatte auch 2 Artikel im Internet gefunden die dies schrieben.
Also hab ich mich aufgemacht und wollte diese Sache hier online stellen mit den Links.
Aber aufeinmal waren BEIDE Seite nicht mehr vorhanden. Der Link führte nur zu "Seite kann nicht gefunden werden"...
Sehr sehr merkwürdig.
Was bedeutet dies nun? Dass diese Infos nicht stimmen - oder das wir in den Glauben gehalten werden sollen, dass Gengetreide nicht schädlich ist???

Merkwürdig - sehr merkwürdig!

Flöckchen
13.01.2006, 19:26
Hallo,
ja sehr merkwürdig ! Aber es ist auch merkwürdig das man nichts mehr hört das Menschen in der Türkei an dem Virus gestorben sind. Ich dachte es wären soviele daran erkrankt ? Heut habe ich auch gehört das ein Mädchen wieder geheilt worden ist das an dem Virus erkrankt war ! Alles komisch oder ?

grünschnabel
13.01.2006, 20:23
Übertragen wird die Seuche von Tier zu Tier durch direkte Berührung, über Kot, Speichel und Tränenflüssigkeit oder über Kontakt mit infiziertem Material wie Dung, Transportkisten oder Eierkartons. Bei starker Staubentwicklung ist auch eine indirekte Ansteckung über die Luft möglich
Neben Hühnern wurde das Virus in den vergangenen Jahren zunehmend auch in toten Zugvögeln, vor allem aber in Enten nachgewiesen. Enten können, ohne irgendwelche Symptome zu zeigen, große Mengen von gefährlichen Vogel-Influenzaviren ausscheiden. H5N1 wurde zudem bei Tigern und Leoparden in einem Zoo in Thailand nachgewiesen, die offenbar mit infiziertem Geflügel gefüttert worden waren. Auch bei Schweinen wurde das Virus entdeckt. Andere Säugetiere wie Mäuse und Katzen wurden experimentell infiziert
http://morgenpost.berlin1.de/content/2006/01/06/politik/802403.html

Aber lies mal das, hier ist wirklich zusehen, wer welche Interessen vertritt:

«Nein, die Stallhaltung ist eben nicht sicherer, sondern die industrielle Produktion - und das sieht man in Asien, wohin viele der industriellen Produktionen ausgelagert wurden, wir haben inzwischen einen grossen Fleisch- und Tiertourismus. Das Zusammentreffen von traditionellen Rassen, von lokalen Rassen und technisch hochgezüchteten Hühnern machen genau das Problem aus. Genau wie bei den Zugvögeln, die das Virus zum Teil in sich tragen, aber nicht klinisch krank werden, gibt es eine hohe Ansteckungsgefahr bei diesen technisch hochgezüchteten Hühnern. Wenn dann das Virus in diese Massentierhaltung kommt, dann ist auch die Gefahr der Mutationen gegeben. Also die Massentier-haltung ist nicht Auslöser, sondern sie ist - sagen wir mal - Aufmarschgebiet für diese Krankheit.»

«[...] die eigentliche Gefahr liegt darin, dass technisch hochgezüchtete und dann in Massenhaltung aufeinandersitzende Tiere, also in diesem Falle Hühner oder Hähnchen, dass das genau die gefährliche Haltung ist für Viren.»

«[...] die Gefahr für die Tiere ist hoch. Aber ich sage, die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Ansteckung von Mensch zu Mensch kommt, die ist bis jetzt noch nicht gegeben, auch weltweit nicht.»

Interview mit dem Europa-Parlament- Abgeordneten Graefe zu Bahringdorf
im Deutschlandfunk am 20.10.2005


Bauernverband befürwortet Stallpflicht für Geflügel
Born lehnt Impfung gegen Vogelgrippe ab
Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Stallpflicht für Geflügel zum Schutz vor der Vogelgrippe ist nach Ansicht des Generalsekretärs des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Helmut Born, nicht zu umgehen.

Die Landwirte seien gut beraten, alles zu tun, um den Befall zu vermeiden, sagte Born im Deutschlandradio Kultur. Es sei zwar nicht einfach, das Geflügel im Frühjahr im Stall zu lassen, weil jeder Bauer dann sein Federvieh gern nach draußen lasse. Aber man müsse alles tun, um zu vermeiden, dass die Vogelgrippe nach Deutschland komme. Deshalb sei es wichtig, neben der Stallpflicht auch die Kontrollen an Grenzübergängen und Flughäfen zu intensivieren. Born wörtlich: "Wir wollen nicht von den Dingen ablenken, die wir tun müssen - beispielsweise die Stallpflicht. Deshalb sage ich, da gehen wir auch mit. Aber jetzt ganz akut ist es wichtig, jegliche Infektionsquelle von außen, so weit es eben geht, auszuschließen. Dann kommen wir am besten dadurch."

Born sprach sich zum jetzigen Zeitpunkt gegen Impfungen des Geflügels zum Schutz vor der Vogelgrippe aus, wie sie von den Niederlanden geplant werden. Diese sollten erst dann kommen, wenn man einen Befall durch die Vogelgrippe in Deutschland habe. Eine Präventiv-Impfung könne dazu führen, dass man in der Vorsorge nachlasse. Das wäre aber kontraproduktiv. Im Augenblick sei es wichtiger, wenn Bund und Länder zusammen mit den anderen EU-Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass die Vogelgrippe nicht kommt. In diesem Zusammenhang sagte der Generalsekretär des Bauernverbandes, die Schäden durch einen Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland könnten groß sein. Born wörtlich: "Unsere großen Geflügelbestände stehen im Weser-Ems-Gebiet an der niederländischen Grenze. Wenn dort ein Ausbruch wäre, dann sind wir schnell in Schäden, die gehen über eine Milliarde hinaus. Hier sollte man aber nicht in Panik machen. Wichtig ist in einem solchen Fall, die Tiere, die befallen sind, sofort zu töten, und drum herum einen geflügelfreien Raum schaffen. Das können wir in Deutschland - daran hat es in der Türkei gehapert."

13.1.06
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/458094/

Berlin - Führende Vogelkundler halten die Vogelgrippe- Gefahr durch Zugvögel für gering. «Der geplante Stallzwang ist übertrieben», sagte Ulrich Köppen, Vogelzugexperte der Vogelwarte Hiddensee, der «Berliner Zeitung».
Viele Vogelexperten hegen Zweifel an einer generellen Stallpflicht. Das geringe Übertragungsrisiko durch Zugvögel aus der Türkei rechtfertige keine derart gravierenden Pläne. Köppen betonte, eine Einschleppung des gefährlichen Vogelgrippe- Virus durch Zugvögel im Frühjahr sei «extrem unwahrscheinlich». Die meisten Zugvögel kämen aus Spanien, Frankreich oder Italien. Bei den anderen Vögeln sei ein intensiver Kontakt mit infiziertem Geflügel kaum vorstellbar. Die Gefahr durch illegale Importe oder Reisende aus der Türkei sei um ein Vielfaches größer.
Ähnlich äußerte sich Franz Bairlein, der Direktor des Instituts für Vogelforschung, das die Vogelwarte auf Helgoland betreibt. Das Risiko durch Zugvögel sei im Frühjahr «außerordentlich gering». «Viel wichtiger als die Stallpflicht sind strenge Personenkontrollen», sagte Bairlein. Er zeigte aber Verständnis dafür, dass die Politik auch «Minimalrisiken ausschließen will». (dpa)

http://www.ksta.de/html/artikel/1135358229173.shtml 13.1.06

Na- noch Fragen? Die Haltung des Bauernverbandes sagt doch alles.
:-/

grünschnabel
15.01.2006, 11:18
Kranke Mäuse zeigen: Gen-Erbse ist nicht gleich Erbse

Die australische Forschungsorganisation CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) stellt ihre rund zehn Jahre dauernde Forschung an Gen-Erbsen ein. Grund: Fütterungsversuche bei Mäusen führten zur Erkrankung der Versuchstiere. Die rund 12 Tonnen der bislang geernteten Gen-Erbsen sollen vernichtet werden.

n die Gen-Erbsen wurde ein so genannter Inhibitor (Hemmstoff) eingeführt, um sie gegen Insektenbefall resistent zu machen. Ähnliche Eiweißstoffe sind in herkömmlichen Bohnen vorhanden. Wissenschaftler vermuten allerdings, dass das Protein bei der Gen-Übertragung in die Erbse eine unvorhergesehene Veränderung erlitt.

Dieser Fall zeigt erneut, welche Risiken Gen-Saaten bergen, kommentiert Christoph Then, Gentechnikexperte bei Greenpeace.Die gängigen Methoden zur Gen-Manipulation von Pflanzen führen immer wieder zu ungewollten und unkontrollierbaren Auswirkungen. Im aktuellen Fall bekamen die mit Gen-Erbsen gefütterten Mäuse Symptome einer Lungenentzündung.

Then macht auf einen erschreckenden Umstand aufmerksam: In Europa hätten die Gen-Erbsen sogar eine Marktzulassung als Lebensmittel erhalten können. Denn Fütterungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen sind in der EU nicht zwingend vorgeschrieben. In vielen Fällen, in denen Fütterungsversuche dennoch durchgeführt wurden, zeigten sich ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheit der Versuchstiere. Trotzdem hat die Europäische Sicherheitsbehörde EFSA (European Food Safety Authority) diese Gen-Produkte, zu denen unter anderen der genmanipulierte Mais MON863 gehört, für unbedenklich erklärt.

Angesichts der Ergebnisse aus Australien müssen die Zulassungsbestimmungen der EU komplett überarbeitet werden, fordert Then. Die Bundesregierung und EU-Kommission sollten entsprechende Überprüfungen sofort einleiten und alle Marktzulassungen stoppen.

http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/kranke_maeuse_zeigen_gen_erbse_ist_nicht_gleich_er bse/