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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dauer der Aufstallungspflicht



chris100
11.01.2006, 22:24
Hallo,

was ich nicht so ganz verstehe ist folgendes.
Im Herbst zogen viele Vögel in den Süden und waren ja dann weg.
Also wurde für die Zeit des Vogelzugs eine Aufstallungspflicht angeordnet.
Wenn die Zugvögel aber im Frühjahr wieder kommen, sind doch auch viele Vogelarten dabei die im Sommer hier in Deutschland bleiben.
Z.B Schwalben,Singvögel etc., wenn diese im Winterquartier mit anderen Zugvögeln in Kontakt gekommen sind, ist doch alles zuspät.
Oder die Aufstallungspflicht müsste doch dann für den ganzen Sommer
gelten, oder bis die Vögel wieder weg sind!
Verstehe ich da was Falsch?
Also bin irgentwie total perplex!
Bitte mal Antworten!!

MfG
Chris100

Gina
11.01.2006, 22:53
Laut den letzten Meldungen steht Ende Januar nochmals ein Gespräch u.a. zusammen mit dem Löffler-Institut an. Wenn aus wissenschaftlicher Sicht eine Aufstallung Sinnvoll erscheint, kommt sie auch voraussichtlich von März bis Ende April.

Sollte aber - und ich bin trotz allem immer noch Optimist- aus wissenschaftlicher Sicht eine Aufstallpflicht nicht notwendig sein, bleiben die Hühner und Co. draussen.

Also Leute, BETEN und HOFFEN """"" :bravo

Gast
12.01.2006, 08:02
sofern die deutschen vögel und die "bösen" in die selben gebiete ziehen hast du recht mit deiner these. ;D

wenn aber die "bösen" vögel in andere gebiete fliegen ist natürlich aufstallen die einzige möglichkeit. wobei dann aber jeder geflügelhalter pro huhn auch noch min. 4 deutsche wildvögel mit in sicherheit bringen muss...(ich mag sarkasmus)... wir könnten aber auch einfach netze um die grenze deutschlands ziehen die hoch genug sind die zugvögel zu zwingen drum herum zu fliegen. einreise nur noch mit registriertem ring am bein....

chris100
12.01.2006, 09:14
Hallo,

habe eine sehr gute Seite gefunden:

http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/aktuell/552995.html?eid=506201&s=0&nv=ex_rt

Mit einer super Landkarte der Zugvögel-Routen u.sw.
Nach Einschätzung von Dr. Wolfgang Fiedler, Leiter der Vogelwarte Radolfzell, ist der Vogelzug im März am stärksten. "Spätestens dann muss die Risikobewertung hochgestuft werden." Brisant dabei ist die Gegend der jüngsten Ausbrüche der Vogelgrippe in der Türkei: "Istanbul und der Bosporus sind Knotenpunkte, wo viele Zugvögel vorbei müssen und letztlich auch zu uns kommen."

Gast
12.01.2006, 09:21
na supi... wenn auch er schon sagt, daß es sinn macht..... also klappe zu huhn eingesperrt.... oh mann oh mann :-X >:( :o

chris100
12.01.2006, 10:41
Aber irgenwie verarschen die einen doch alle!
Wenn man sich mal ein wenig mit der Vogelgrippe beschäftigt(im Internet gibt es Seiten genug), muss man feststellen, das nicht nur Hühner usw. davon betroffen sind.
Alle Vögel können sich infizieren!
Nur die Hühner haben durch die Massentierhaltung-Zucht ein schwaches Imunsystem und sterben schneller als zB. Wildvögel.
Doch die Wildvögel sind genauso infiziert nur sterben sie nicht so schnell daran.
Wenn jetzt aber die Wildvögel aus ihren Winterquartieren zurückommen und zum Teil auch bei uns im Sommer verbleiben(Stare,Schwalben usw)
besteht die Gefahr der Ansteckung durch diese Vögel doch das ganze Jahr!!
Genauso habe ich gelesen, das es Wildenten gibt die im Winter nach Deutschland kommen und erst im Frühjahr wieder nach Sybirien usw fliegen. Also bestannt den ganzen Winter über eine Ansteckungsgefahr,heute also noch genauso wie wärend der Stallpflicht.
Wenn es ganz schlecht kommt, dürfen unsere Hühner gar nicht mehr ins Freie!!

Sehe ich das Falsch??

dehöhner
12.01.2006, 12:27
Gar nicht mehr ins Freie ??? ;(. Das glaube ich nicht, daß es so hart kommt. SChlimm wird es, wenn hier einer an Vogelgrippe stirbt....dann haben wir gar nix mehr zum Lachen.

dehöhner

Klicka
12.01.2006, 14:55
Das ist wie mit der Tollwut, Fuchsbandwurm usw. Man kann sich immer von was anstecken oder ein Zwischenwirt sein. Nur die machen eine Panik mit der Hühnergrippe. Wieviel im gleichen Zeitraum an der normalen Grippe gestorben sind, darüber redet keiner. Und das sind immer tausende pro Jahr in Deutschland allein.
Alles Panikmache, damit die Massentierhaltung und Käfighaltung vom Tisch kommt. Ist doch eine Wirtschaftsfrage. Hätte keiner ein Wort erwähnt von der Vogelgrippe, dann wät der Stand auch nicht anders. Außerdem wird mal wieder von wirklichen politischen Problemen abgelenkt und auf wichtig gemacht in der Regierung. :kotz

Landei
12.01.2006, 15:06
Original von dehöhner
Gar nicht mehr ins Freie ??? ;(. Das glaube ich nicht, daß es so hart kommt. SChlimm wird es, wenn hier einer an Vogelgrippe stirbt....dann haben wir gar nix mehr zum Lachen.



Das wäre ein interessanter Gedanke - Deutschlands Dörfer entvölkert vom bunten Hühnervolk das da seit Jahrhunderten fröhlich auf Misthaufen kratzt u. um die Höfe zieht... ;(??? Hühner zum Staatsfeind Nr. 1 deklariert... vielleicht werde ich hier in meinem Job dann als Risikofaktor eingestuft, weil ich 6 Hühnchen besitze u. 2 Gänse?

Während in anderen Ländern nach wie vor die Hühner in der Küche auf den Tisch k*cken, krass gesagt... :( und es der Bevölkerung bisher wurst war und auch in Zukunft relativ wurst sein WIRD warum u. wieso... abgesehen von kurzen Wellen der Hexenjagd u. massenhafter Lebendtiervernichtung, werden die doch nichts ändern an ihren Lebensumständen. Teils aus Unwissenheit u. materiellem Unvermögen, teils weil sie es, sorry to say, gewöhnt sind, in einem absoluten Saustall zu vegetieren. So wie unsere Mitteleuropäischen Vorfahren hier auch, vor 500 Jahren etwa...

Was wäre dann mit unseren Schwalben die alljährlich im Rossstall bei uns Nisten???? Brandgefährliche Schädlinge?

Bei weiteren VIrenmutationen eine flächendeckende Keulung vorgeschlagen, z. B. von Katzen? Oder Pferden? Hm? Das wäre doch auch mal was höchst pressewirksames, oder?

Ulinne
12.01.2006, 17:35
Original von Klicka
Das ist wie mit der Tollwut, Fuchsbandwurm usw. Man kann sich immer von was anstecken oder ein Zwischenwirt sein. Nur die machen eine Panik mit der Hühnergrippe. Wieviel im gleichen Zeitraum an der normalen Grippe gestorben sind, darüber redet keiner. Und das sind immer tausende pro Jahr in Deutschland allein.


Von den vielen, vielen Hunger- und Kriegstoten mal ganz zu schweigen ... ;(

Ulrike