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gaby
09.11.2005, 06:31
Für die Schweizer werde ich hier einen Thread anlegen, wenn die Schweizer unter uns relevante Infos haben bitte per PN an mich unter Betreff "Info Schweiz"

Schweiz: Vogelgrippe-Impfung von Zoovögeln
- 08.11.2005


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Bern (aho) - Eine Vogelgrippe-Impfung von Zoovögeln soll im Rahmen
eines Forschungsprojekts geprüft werden. Dies hat das Bundesamt für
Veterinärwesen (BVET) der Schweiz heute Dienstag zusammen mit
KantonstierärztInnen und VertreterInnen von vier wissenschaftlichen
geführten Zoos entschieden. Einen diesbezüglichen Antrag hatten die
Zoos Basel, Zürich, Dählhölzli (Bern) und Goldau ans BVET gestellt.
Impfungen gegen hochansteckende Tierseuchen wie die Vogelgrippe sind
in der Schweiz grundsätzlich verboten. Die Europäische Union hat
ihren Zoos die Impfung unter strengen Sicherheitsauflagen erlaubt.

Die vier wissenschaftlich geführten Zoos möchten mit der Impfung
ihre seltenen und wertvollen Vögel schützen. Zur Zeit ist jedoch
nicht klar, inwieweit die verfügbaren Impfstoffe den verschiedenen
Vogelarten helfen. Die Zoos werden deshalb zusammen mit den
Veterinärbehörden ein Forschungsprojekt erarbeiten, in dem die
Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung geklärt werden soll. Die
Kosten des aufwändigen Projektes tragen die Zoos.

Schon jetzt ist klar, dass für dieses Forschungsprojekt sehr
restriktive Bedingungen gelten werden. Die allenfalls geimpften
Vögel müssen eindeutig gekennzeichnet werden und die Zoovögel müssen
intensiv tierärztlich überwacht sein. Bei geimpften Tieren ist es
möglich, dass sie zwar nicht an Vogelgrippe erkranken, das Virus
aber dennoch aufnehmen und weitergeben können. Aus all den Gründen
kommt eine Vogelgrippe-Impfung nur in den wissenschaftlich geführten
Zoos in Frage.




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gaby
10.11.2005, 12:20
Von Corinna per PN:

aktionsplan

Vogelgrippe

1 Mrd. Dollar für Vorsorge

sda. Der Schutz vor der Vogelgrippe kostet in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Dollar. Zum Abschluss einer Konferenz in Genf haben sich die Teilnehmer auf einen Aktionsplan geeinigt, mit dem die Ausbreitung der Seuche verhindert werden soll.

Am letzten Tag der internationalen Vogelgrippe-Konferenz herrschte unter den über 500 Experten Einigkeit, dass das Virus H5N1 am Ursprung bekämpft werden müsse. Um eine Grippe-Pandemie beim Menschen zu verhindern, müsse die Ausbreitung der Krankheit beim Geflügel verhindert werden. Ein von der Weltbank vorgelegter Ak- tionsplan sieht darum unter anderem die Impfung von Zuchtgeflügel, die Vorbereitung auf eine Grippe-Pandemie und ein besseres Alarmierungssystem in den Entwicklungsländern vor. Zudem sollen die betroffenen Länder in die Lage versetzt werden, die Landwirte für die Tötung ihrer Tiere zu entschädigen. An der Vogelgrippe sind bisher mindes-tens 65 Menschen gestorben. Gestern meldeten die indonesischen Behörden den sechsten Todesfall in ihrem Land.

www.bielertageblatt.ch

gaby
10.12.2005, 07:05
Info von gackerline:


http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/newsticker/570497.html

14:30 -- Newsticker Schweiz
Der Bundesrat lässt das Geflügel wieder ins Freie

BERN - Das heimische Geflügel wird aus dem Stallarrest entlassen. Der Bundesrat hat das als Massnahme gegen die Vogelgrippe erlassene Freiland-Verbot nicht verlängert. Der Stallarrest gilt noch bis 15. Dezember.

Ab dem 16. Dezember dürfen die Hühner und anderen Vögel wieder ins Freigehege. Auch Geflügelmärkte und -ausstellungen sind wieder zugelassen.

Dank des Engagements der Geflügelhalter habe sich das Freilandverbot problemlos durchsetzen lassen, teilt der Bundesrat mit. Der Vogelzug sei jetzt grösstenteils abgeschlossen, und in der Schweiz sei bis anhin kein Wildvogel mit Vogelgrippe entdeckt worden.

Auch in Mitteleuropa wurde das hochansteckende H5N1-Virus bei keinem Zugvogel entdeckt. Dabei wurden in der Schweiz 800 und in den Nachbarländern Tausende von Zugvögeln untersucht. Diese Untersuchungen führt die Schweiz bis im Januar weiter.

Würde dabei ein Vogel mit H5N1 entdeckt, wäre ein Freilandverbot wieder möglich. Der Bundesrat rät darum den Geflügelhaltungen, bereit zu sein. Weiter startet 2006 eine Vogelgrippe-Überwachung in Geflügelbetrieben.

Auch Österreich hat nach Angaben des Bundesrats die Aufhebung der Stallpflicht angekündigt, und Deutschland dürfte wahrscheinlich folgen.

gaby
12.01.2006, 14:31
Vielen Dank für die Info.

hoi gaby!
hier das neuste aus der schweiz.
lg
olivia

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/580780.html

11.01.2006 -- Tages-Anzeiger Online

Stallpflicht zur Zeit kein Thema

Die Schweiz beabsichtigt derzeit nicht, eine erneute Stallpflicht für Geflügel zu verhängen. Anders als Deutschland und Österreich liegt die Schweiz nicht im Einzugsgebiet von Vogelzügen aus dem Schwarzmeerraum.

Für Deutschland und Österreich sehe die Situation anders aus. Diese befänden sich im Einzugsgebiet von Vogelzügen auch aus der Türkei, die nach Europa zurückfliegen. Dies sagte Hans Wyss, Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen, am Mittwoch gegenüber Schweizer Radio DRS.

Für die Schweiz sei wesentlicher, was im westlichen Afrika passiere. Der westliche Vogelzug fliege auch über die Schweiz zurück, erläuterte Wyss. Dies wird für die Monate Februar/März erwartet.

Die Schweiz überprüft denn auch Anfang Februar die Situation neu. Es sei sehr wahrscheinlich, dass das seit September laufende Programm zur Überwachung von Zugvögeln verlängert werde, sagte BVET-Sprecherin Cathy Maret auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das Programm läuft Ende Januar aus.

Die EU-Veterinärexperten entschieden heute, das Überwachungsprogramm der Europäischen Union bis Ende 2006 zu verlängern. (rom/sda)

gaby
11.02.2006, 16:20
Da ich auch nie was schriftl. über VG in der Schweiz finde veröfffentliche ich hier mal eine PN an mich,

schweiz

hallo gaby
In der Schweiz wird jetzt diskutiert. In den nächsten zwei Wochen wird entschieden, ob und für wie lange die Hühner wieder rein müssen. Dies vorallem wegen der Hühnergrippe Fälle in Afrika
Leider habe ich es nur im Radio gehört und noch nirgends gelesen...

Gruss michelle

Kt. Thurgau, Schweiz




Vielen Dank

gaby
12.02.2006, 07:28
Redcap hat da was gefunden:

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.html?siteSect=143&sid=6459591&cKey=1139675174000



12. Februar 2006 06:56

Vogelgrippe-Virus H5N1 in Italien - keine Sofortmassnahmen

ROM - Die Vogelgrippe hat die EU erreicht: In Italien und Griechenland wurde erstmals das auch für Menschen gefährliche Virus H5N1 bei Schwänen nachgewiesen. Die Schweiz will bis in zwei Wochen entscheiden, ob die Stallpflicht für Geflügel wieder eingeführt wird.

Bei Untersuchungen des Referenzlabors für Vogelgrippe in Padua sei festgestellt worden, dass bei mindestens zwei toten Schwänen in Süditalien der Erreger H5N1 gefunden wurde, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

"Was die menschliche Gesundheit betrifft, können wir relativ ruhig sein, aber es gibt Grund zur Besorgnis was die Tiere betrifft", sagte der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace.

Als Sofortmassnahme wollte Storace einen Erlass unterzeichnen, der 21 Tage lang Transporte und Handel mit lebenden Tieren verbietet, die durch das Virus gefährdet sind. Das Verbot gelte nur für die betroffenen Regionen.

Epidemie-Experte Gianni Rezza erklärte, der Nachweis des Virus bedeute nicht, dass Menschen gefährdet seien. Bei den gefundenen toten Schwänen handle es sich um frei lebende Tiere: "Gefahr für den Menschen besteht erst, wenn (Krankheits-) Herde bei Haustieren festgestellt werden", sagte er.

Auch in Griechenland wurde das Virus H5N1 nachgewiesen. Das Referenzlabor für Vogelgrippe in Grossbritannien habe bei drei toten Schwänen den Erreger H5N1 gefunden, meldete das staatliche Radio. Die Schwäne waren im Raum der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki verendet.

Die EU berief nach den ersten Fällen der Vogelgrippe in Italien und Griechenland für kommenden Donnerstag und Freitag ein Krisentreffen ihrer Experten für Tierseuchen ein.

Die Schweiz trifft keine Sofortmassnahmen in Sachen Vogelgrippe. "Für uns hat sich die Situation nicht geändert", sagte Marcel Falk, Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigte unterdessen zwei weitere Todesfälle bei Menschen in Indonesien. In dem südostasiatischen Land sind damit bisher 18 Menschen am gefährlichen Virus H5N1 gestorben.


SDA-ATS



Vielen Dank!

gaby
15.02.2006, 15:59
Der Link stammt von Redcap:

BERN


Der Seuchenzug der Vogelgrippe





Schon Ende Neunziger Jahre suchte eine Vogelgrippe Südostasien heim. 2003 brach sie erneut in Asien aus - in Form des gefährlichen H5N1-Subtypus, der sich rasant ausbreitete. Laut WHO sind bisher über 160 Menschen erkrankt, mehr als 90 gestorben.


Hier die Entwicklung seit 2003:

Ende 2003: Die Vogelgrippe tritt in Thailand, Vietnam, Südkorea und Japan auf. Bis Februar 2004 erkranken 35 Menschen, 24 sterben.

23. Jan. 2004: Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) verfügt ein Einfuhrverbot für lebendes Geflügel sowie Geflügelprodukte aus China und Thailand.

Sommer 2004: China meldet Fälle der Vogelseuche, der Erreger wird bei Zugvögeln nachgewiesen.

Okt. 2004: Im russischen Sibirien wird der H5N1-Virus bei einem Wildvogel festgestellt.

Dezember 2004: Nach dem Tod von rund 40 Menschen in Thailand, Vietnam, Kambodscha und Indonesien nach Ansteckungen mit dem H5N1- Virus warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer Pandemie mit Millionen Toten.

23. Mai 2005: China beginnt mit der Impfung von drei Millionen Hühnern, Enten und Gänsen.

Juli/August 2005: Das Virus breitet sich von Fernost ins europäsische Russland und nach Kasachstan aus.

30. Sept. 2005: Nach Geflügel-Freihaltungs-Verboten in mehreren deutschen Bundesländern bewilligt der Bundesrat 4,8 Mio. Franken für Seuchenprävention.

Anfang Okt. 2005: Aus dem rumänischen Donaudelta, dem europäischen Teil Russlands und dem Nordwesten der Türkei werden Vogelgrippefälle gemeldet.

17. Okt. 2005: Aus Griechenland wird der erste Verdachtsfall in der EU gemeldet. Die Regierungen richten Quarantäne-Zonen ein.

21. Okt. 2005: Nach den Regierungen Deutschlands und Österreichs verfügt auch der schweizerische Bundesrat für Hühner Stallpflicht vom 25. Oktober bis zum 15. Dezember.

9. Nov. 2005: Eine internationale Konferenz von UNO-Experten in Genf einigt sich auf einen Aktionsplan zur Eindämmung der Vogelgrippe. Gleichzeitig wird in Kuwait das tödliche Virus festgestellt.

24. Nov. 2005: China gibt grünes Licht für Tests eines Vogelgrippe-Impfstoffs am Menschen, das die Firma Sinovac Biotech entwickelte.

Dezember 2005: Auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim (Ukraine) taucht das Virus auf.

Anfang Januar 2006: Aus dem türkischen Ostanatolien werden erste Todesfälle wegen des H5N1-Virus gemeldet, bislang starben vier Menschen.

18. Jan. 2006: Eine internationale Geberkonferenz in Peking erhält Zusagen von 1,9 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Vogelgrippe. Die Schweiz sagt 4,8 Mio. Dollar zu.

8. Feb. 2006: Die Vogelgrippe erreicht Afrika: Der Virus taucht in Nigeria auf.

11./12. Feb. 2006: Der Vogelgrippe-Virus wird bei Wildschwänen in Italien, Griechenland, Bulgarien und Slowenien festgestellt.

14. Feb. 2006: In der österreichischen Steiermark sowie auf der deutschen Ostseeinsel Rügen werden Wildschwäne entdeckt, die an H5N1 starben. Auch Iran meldet Vogelgrippefälle. Schweden und Norwegen verfügen für das Geflügel Stallpflicht, Deutschland zieht die bereits beschlossene Stallpflicht auf den 17. Februar vor.

15. Feb. 2006: Der Bundesrat beschliesst gemäss Vorschlag des BVET erneut eine - zunächst unbegrenzte - Stallpflicht für Geflügel ab 20. Februar. (sda/pbl)


http://www.aargauerzeitung.ch/pages/index.cfm?dom=2&sda=1&rub=100004698&nrub=0&sda=1&Artikel_ID=101172037

gaby
21.02.2006, 04:03
Schweizer Kanone handeln bei Ausnahmen von der Stallpflicht unterschiedlich
- 20.02.2006


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(lid) - Wegen der Vogelgrippe muss seit Montag, 20. Februar das
Schweizer Federvieh im Stall bleiben. Mehrere Dutzend Geflügelhalter
und mehrere Zoos wollen ihre Tiere aber dennoch ins Freie lassen.
Bereits bewilligt wurde die Freilandhaltung von Vögeln im Tierpark
Goldau SZ, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Und auch der
Kanton Aargau hieß bisher drei Gesuche für einen Schlossteich und zwei
Straußenhalter gut. Insgesamt gingen im Aargau bisher neun
Ausnahmegesuche ein.

Rund 30 Gesuche zählte der Kanton Zürich. Die Gesuchsteller sind neben
dem Zoo Zürich Geflügelbetriebe und Hobbytierhalter. Entschieden ist
aber noch nichts. Der Kanton wartet auf die nötige technische Weisung
des Bundes. In Graubünden ersuchten nach Angaben des stellvertretenden
Kantonstierarztes "wenige" Entenhalter um Ausnahmebewilligungen. 99,9
Prozent des Bündner Federviehs sind Hühner. In Luzern gingen 12
Gesuche ein, vor allem für Gänse und Strauße. Bewilligt wurde noch
keines.

Genf registrierte bis am Montagmittag sechs Gesuche, Neuenburg
einzelne für Gänse und Enten. Beide Kantone wollen Ausnahmen von der
Stallpflicht äußerst restriktiv handhaben. Das Genfer Veterinäramt
kündigte ein härteres Vorgehen als im Herbst 2005 an. Damals waren
knapp zehn Gesuche bewilligt worden.

In Neuenburg waren bereits im Herbst sämtliche Ausnahmegesuche
abgelehnt worden. Der Kanton will nach Auskunft des Veterinäramtes
streng bleiben. Grund ist die Nähe Neuenburgs zu Frankreich. Am
Wochenende wurde im an die Schweiz grenzenden Departement Ain eine mit
H5N1 infizierte Wildente gefunden.

Bisher keine Ausnahmebewilligungen gewährten die Kantone Jura und
Wallis. In den Kantonen Freiburg und Tessin gingen bisher noch keine
Gesuche ein.

gaby
24.02.2006, 05:42
Hab ich per PN bekommen:

andere Tiere

Hoi Gabi
Heute stand bei uns in der Zeitung, dass noch kein Vogelgrippe Fall gefunden wurde, in der Schweiz. Falls aber bei Hühnern so ein Fall auftreten würde, würden die anderen Tiere des Betriebs unter Quarantäne gestellt oder sogar getötet. Namentlich: Pferde! Schweine, Hunde Katzen usw.
Gelesen habe ich das in der Thurgauerzeitung www.thurgauerzeitung.ch
Nur ist heute noch kein Online Bericht darüber drinnen. Oder ich finde ihn nicht....
Habt ihr in Deutschland auch sowas bereits mal gehört?
Es beunruhigt mich so ziemlich, da wir alle der aufgeführten Tiere besitzen (Pferde im Offen/Laufstall)... nebst unseren sicher eingesperrten Hühnern....

Gruss Michelle


Kann da jemand helfen? Wenn ja bitte PN an mich.

gg

gaby
25.02.2006, 07:52
Da war jemand besonders fleissig! Danke schön :)

andere Tiere

also, ich habe die alte Zeitung vom 22.02.06 hervorgeholt...
Am Anfang des Artikels geht es um die Vogelgrippe allgemein...

..... Was wäre wenn?
Falls es in einem Schweizer Geflügelbetreib zum Auftreten der Vogelgrippe käme, wären auch alle anderen virenempfänglichen Tiere betroffen und müssten getötet oder unter Quarantände gestellt werden. So sind z.B. Katzen, Schweine oder Pferde empfänglich für das Virus. Das Risiko für Katzen wird allerdings als minim eingestuft. Beliebte Beute der Katzen sind in erster Linie Singvögel, bei denen die Chance einer Ansteckung ebenfalls kleiner sei als bei anderen Vogelarten. Auch bei Hunden ist bisher keine Ansteckung mit dem Virus bekannt, wie BVET Sprecher Marcel Falk sagte. Beim Auftreten des Vogelgrippe-Virus in einem Betreib könnte beispielsweise für Katzen auch eine Quarantäne eingeführt werden,statt sie zu töten. Der Kantonstierarzt könte zudem veranlassen, dass der Hausarrest in einem bestimmten Gebiet auf alle für das Virus empfängliche Tiere ausgeweitet wird.

gruss michelle

gaby
27.02.2006, 17:53
Von Paxxie per PN:

Info Schweiz

2:33 26.02.2006 Vogelgrippe erreicht die Schweiz - zwei positive Tests Schweiz richtet Schutzzonen ein
Nach Angaben von Bundesratssprecher Oswald Sigg hat die Vogelgrippe die Schweiz erreicht. Es habe positive Tests in der Region Genf und in Stein am Rhein gegeben, teilte Sigg mit.

[sda] - Einzelheiten werden am Nachmittag an einer Medienkonferenz des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) und des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bekannt gegeben. Die MK findet um 15 Uhr im Bundeshaus im Journalistenzimmer statt.
Auch am Bodensee gibt es zwei neue Fälle von Vogelgrippe. Das Virus H5N1 wurde bei toten Tafelenten in den deutschen Orten Öhningen - in unmittelbarer Nähe von Stein am Rhein SH - und in Singen festgestellt.
Das teilte das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium in Stuttgart mit. Noch stehe nicht fest, ob die Tiere mit dem besonders aggressiven asiatischen Typ des Erregers infiziert gewesen seien.
Zuerst war der auch für Menschen gefährliche Virustyp H5N1/Asia am Samstag bei einer Tafelente aus Überlingen am Bodensee entdeckt worden.
Nach dem Entdecken von Vogelgrippefällen in unmittelbarer Nähe der Schweizer Grenze hatten die Kantonstierärzte in den betroffenen Gebieten in den Kantonen Thurgau und Schaffhausen Schutz- und Überwachungszonen angeordnet.
Dies bestätigte Cathy Maret vom Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Radius der Schutzzone beträgt 3 Kilometer, jener der Überwachungszone 10 Kilometer. Innerhalb dieser beiden Gebiete gelten besonders strenge Massnahmen.

Quelle:
http://de.bluewin.ch/news/index.php/verm...20060225:brd122


Liebe Grüsse
Paxxie

gaby
27.02.2006, 17:53
ein Link von Redcap:

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.html?siteSect=107&sid=6504976&cKey=1140959933000

gaby
27.02.2006, 17:54
und von michelle:

schweiz

also, das Neueste aus der Zeitung:
-In Genf wurde bereits am Mittwoch eine mit H5 Virus angesteckte Ente gefunden. Ob sie den H5N1 Virus in sich trägt ist noch unbekannt. Erst am Sonntag! wurde dann der Steg usw. desinfisziert...
-Da sehr Nahe an der Schweizer Grenze erneut infiszierte Vögel gefunden wurden (Singen und Öhnsingen) reicht die Schutzzone bis in die Schweiz hinein. Ausserdem wurde die Kontrollzone von 10km auf der Landkarte eingetragen und umfasst einen grossen Teil des Seerückens/Thurgau.
Unser Dorf liegt um 500m Distanz nicht drin....

Es steht aber in allen Zeitungen, dass noch kein Vogel mit dem hochansteckenden Virus H5N1 IN der Schweiz gefunden und identifiziert wurde...

Gruss michelle

gaby
06.03.2006, 17:29
von Michelle einen Bericht über die VG in der Schweiz. Vielen Dank dafür, hier bekommt man so gut wie gar keine Infos über Euch!

Bei uns im Kt. Thurgau und im nahen Schaffhausen ist das H5N1 Virus bei mittlerweilen 7 Wasservögel nachgewiesen worden. Ein Grossteil der betroffenen Kantone liegt nun im Beobachtungsgebiet, so ziemlich alle Gemeinden dem Bodensee entlang im Sperrgebiet.
Keulungen stehen nicht mal zur Diskussion. Es ist noch nie irgendwo geschrieben worden, dass es effektiv dazu kommen könnte. Ausser es wäre halt wirklich ein Bestand infisziert...
In Genf gab es ebenfalls 2 oder 3 Vögel mit H5N1... aber auch von da nix spektakuläres.
Obwohl wir nur 500 meter vom Beobachtungsgebiet weg wohnen merken wir nix von der ganzen Sache. Die Medien bringen jeden Tag eine grossen Bericht, keine Panikmache und keine voreiligen Taten...
Mal schauen ob es weiterhin so ruhig läuft hier bei uns...

Der einzig wirklich "Leidtragende" im Moment ist ein Truthahn - Mast Betrieb, die keine neuen Kücken aufstallen können und der nun leer steht bis das wieder möglich ist.
Ausserdem haben die meisten grossen Freilauf und Bodenhaltungs Hühnerfarmen kurz vor Ostern den "Schichtwechsel", also die "alten" Hennen raus, neue rein und auch das wird wohl nicht gehen...

gaby
06.03.2006, 20:10
Bisher neun Schweizer Vogelgrippe-Fälle
- 06.03.2006


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(lid) - Die sieben am Wochenende gefundenen Wildvögel aus Luzern
hatten keine Vogelgrippe. Bei allen ist der Test am Referenzzentrum
für Geflügelkrankheiten in Zürich negativ ausgefallen. Total sind in
der Schweiz bisher neun Wildvögel positiv auf H5 getestet worden.

Am Wochenende war man noch von 11 Fällen ausgegangen. Wie das
Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) am Montag mitteilte, waren am
Freitag zwei Wildvögel aus Genf vom Labor in Zürich als H5-positiv
gemeldet worden. Durch einen Übermittlungsfehler zwischen Genf und
Zürich wurde versehentlich der schon als H5N1-positiv gemeldete
Gänsesäger zusammen mit einer Ente untersucht. Beim nachfolgenden
Einzeltest war die Ente in Bezug auf H5 klar negativ. Es gab also
letzten Freitag in Genf keinen neuen positiven Fall von H5.

Seit Anfang Februar wurden in der Schweiz 233 verendete Wildvögel
untersucht. Neun davon wurden positiv auf H5 getestet: einer aus Genf
und 8 aus der Region Bodensee und Hochrhein bis Schaffhausen. Ein
Fall, nämlich der Gänsesäger aus Genf, wurde bisher vom europäischen
Referenzlabor in Weybridge als H5N1-positiv bestätigt. Bisher sind in
der Schweiz keine Vogelgrippe-Fälle bei Nutz- oder
Hobbygeflügelhaltungen zu verzeichnen.

gaby
15.03.2006, 04:03
Schweiz: Zwei weitere Vogelgrippe-Fälle
- 14.03.2006


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(lid) - Bei zwei weiteren Wasservögeln ist das H5-Virus nachgewiesen
worden. Mit den beiden Enten aus Feuerthalen ZH steigt die Zahl
positiver H5-Virus-Fälle in der Schweiz auf 13, drei davon sind
nachweislich mit dem gefährlichen H5N1-Virus infiziert, wie das
Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mitteilt.

In Feuerthalen ist bereits ein Vogelgrippe-Fall, es bestehen bereits
Schutz- und Überwachungszonen. Diese müssten nicht angepasst werden.
Vor rund einer Woche wurde in Feuerthalen ein Blässhuhn entdeckt, das
mit dem H5N1-Virus infiziert war.

In der Schweiz wurden bisher über 500 verendete Vögel und vier
Geflügelhaltungen untersucht. In Zuchtbetrieben ist die Vogelgrippe
nach wie vor nicht aufgetreten, wie das BVET weiter mitteilte. Das
BVET rechnet aber bei der intensivierten Wildvogel-Überwachung in den
kommenden Tagen mit weiteren Vogelgrippe-Fällen.





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gaby
16.03.2006, 04:34
15 Vogelgrippe-Fälle in der Schweiz
- 15.03.2006


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(lid) - In der Schweiz ist die Zahl der Vogelgrippe-Fälle auf 15
gestiegen. Bei zwei weiteren Enten aus dem Kanton Schaffhausen ist das
H5-Virus nachgewiesen worden. Bisher wurde in der Schweiz bei drei der
15 Fälle das gefährliche H5N1-Virus nachgewiesen. Das Referenzlabor in
Zürich habe Proben der beiden Enten aus der Stadt Schaffhausen und
Dörflingen SH zur weiteren Untersuchung in das EU-Referenzlabor im
englischen Weybridge geschickt, teilte das Bundesamt für
Veterinärwesen am 15. März mit. In rund einer Woche werde bekannt
sein, ob es sich um das hochansteckende H5N1-Virus handle.

In der Schweiz wurden bisher über 500 verendete Vögel und vier
Geflügelhaltungen untersucht. In Zuchtbetrieben ist die Vogelgrippe
nach wie vor nicht aufgetreten, wie das BVET weiter mitteilte. Das
BVET rechnet aber bei der intensivierten Wildvogel-Überwachung in den
kommenden Tagen mit weiteren Vogelgrippe-Fällen.

gaby
07.04.2006, 20:07
schweiz

Hallo Gaby
Ich sende euch mal wieder was aus der Schweiz. Die kagfreiland fordert die sofortige Freilassung der Hühner, da die Stallpflicht nichts bringe... oder auf jeden Fall nicht mehr wie wenn die Hühner frei wären.
Mehr dazu findet man auf der Seite
www.kagfreiland.ch

Es war vor ein paar Tagen in allen Zeitungen, ich finde es noch interessant...
Gruss michelle


Hühnermist

Warum «kagfreiland» fordert, das Freilandverbot für Geflügel sofort aufzuheben.


Im 22-seitigen Report mit dem Titel «Hühnermist» hinterfragt kagfreiland die Theorie, wonach Zugvögel für die weltweite Verbreitung des Vogelgrippevirus H5N1 verantwortlich sein sollen. Die Recherchen zeigen klar, dass es nicht die Zugvögel sind, sondern die global agierende Hühnerindustrie.


Die weltweite Verbreitung von H5N1 stimmt nicht mit dem geografischen und zeitlichen Muster der Vogelzüge überein. Die Vogelgrippe-Fälle in Frankreich, Pakistan, Nigeria, Burma und Israel sind in geschlossenen Geflügelfarmen aufgetreten. Damit sich ein Virus zu einem hoch ansteckenden Erreger entwickeln kann, braucht es viele Tierpassagen in kurzer Zeit, was nur in Massentierhaltung auf engem Raum möglich ist.


kagfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-Organisation und zugleich das strengste Biolabel der Schweiz, fordert darum, das Freilandverbot sofort aufzuheben. Die Massentierhaltung stellt eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar und ist schlecht für Tier und Umwelt. Die tiergerechte, ökologische, gesunde und sichere Alternative ist die Freilandhaltung in kleineren Herden

PaterZwieback
15.04.2006, 00:36
Hallo,

in der Schweiz soll ab Mai die Stallpflicht teilweise oder sogar ganz aufgehoben werden.Ich hoffe es tut sich auch in Deutschland was Positives und das FLI schätzt das Risiko neu ein.

Hoffnung auch für Deutschland? (http://www.nzz.ch/2006/04/13/il/articleE0JMB.html)

Tschüß Uwe

Anzeichen für ein modifiziertes Freilandverbot
Neue Risikoanalyse der Behörden bezüglich der Vogelgrippe

Die Bedrohung von Nutzgeflügel durch mit dem Vogelgrippevirus infizierte Wildvögel wird von den zuständigen Stellen offenbar nicht mehr als hoch eingestuft. Man denkt daher über ein auf die Risikozonen um Gewässer beschränktes Freilandverbot nach.




Hühner könnten bald wieder mehr Freilauf erhalten. (Bild key)

slz. In der Schweiz wird möglicherweise das momentan gültige Freilandverbot für Nutzgeflügel ab Anfang Mai gelockert. Wie Marcel Falk, der Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVet), auf Anfrage erläutert hat, seien Behörden, Wissenschafter und Vertreter der Geflügelwirtschaft momentan dabei, die Gefahr einer Übertragung des Vogelgrippevirus von infizierten Wildvögeln auf Nutzgeflügel neu zu bewerten. Man will bis Ende April, sollte sich die erwartete Entspannung der Lage tatsächlich einstellen, dem Bundesrat einen Vorschlag für eine angepasste Regelung vorlegen. Dieser muss dann vermutlich über eine völlige oder teilweise Aufhebung des Freilandverbotes entscheiden.

«Mittleres Gefahrenszenario»
Beim BVet favorisiert man laut Falk aufgrund der gegenwärtigen Datenlage ein sogenannt modifiziertes Freilandverbot. Dies würde bedeuten, dass in einer Zone von rund einem Kilometer um von der Vogelgrippe betroffene Gewässer Nutzgeflügel weiterhin einem Freilandverbot wie bis anhin unterlägen. Ausserhalb dieser Zone würde man für den Sommer das Freilandverbot aufheben. Die derzeitige Risikoeinschätzung des BVet beruht laut Falk darauf, dass man momentan in der Schweiz von einem «mittleren Gefahrenszenario» ausgeht. Es gebe mit bisher 32 Wildvögeln mit dem H5-Virus (4 davon hatten definitiv das gefährliche H5N1-Virus, bei den anderen Tieren sind die Analysen noch nicht abgeschlossen) vergleichsweise wenig Fälle in der Schweiz. Zudem hat man das Virus nur bei Wasservögeln und dabei fast immer in der Bodenseeregion identifiziert. Alle anderen Untersuchungen der letzten Monate im Rahmen diverser Monitoringprogramme haben keine Vogelgrippefälle ergeben. So wurden von November bis Januar über 200 Proben bei geschossenen Wasservögeln genommen, am Sempachersee wurden über 400 Vögel eingefangen und beprobt, und auch die Analysen von über 500 Singvögeln im Rahmen von Beringungen ergaben keine mit dem H5N1- Virus befallenen Tiere.

Mit dem Ende des Vogelzugs, das je nach Vogelart zwischen Ende April und Mitte Mai liegt, sinkt zudem die Gefahr, dass das Virus von durchziehenden Wildvögeln neu in die Schweiz eingebracht wird. Um herauszufinden, ob und in welchem Ausmass die aus dem Süden kommenden Wildvögel das gefährliche Virus in sich tragen, wird seit Ende März bis Mitte Mai im Tessiner Naturschutzgebiet Bolle di Magadino ein weiteres Untersuchungsprogramm durchgeführt. In dem Reservat machen erfahrungsgemäss viele Zugvögel einen Zwischenhalt. Man nimmt nun bei den dort wie auch in früheren Jahren durchgeführten Beringungen Kotproben und analysiert diese auf das H5N1-Virus.

Bei Kagfreiland würde man ein modifiziertes Freilandverbot sehr begrüssen, wie der Geschäftsleiter Roman Weibel auf Anfrage mitteilte. Er plädiert für die Sommermonate aber für eine generelle Aufhebung des Verbots, denn sonst bekämen die Züchter enorme Probleme mit aggressiven und kannibalischen Tieren. Allerdings räumt auch Weibel ein, dass man dann die Gefahrenlage berücksichtigen müsse. Dazu sollte man die Ergebnisse aus dem Tessiner Untersuchungsprogramm kennen sowie abwarten, wo und wie viele Wildvögel mit H5N1-Virus in den kommenden Monaten gefunden würden.

Wissenschaftlich vertretbar
Auch Christian Griot, der Direktor des Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI) in Mittelhäusern, hält ein modifiziertes Freilandverbot aus wissenschaftlicher Sicht für vertretbar. Seiner Meinung nach brächten Wildvögel das Virus zwar in ein Land, doch die Verbreitung innerhalb desselben sei vermutlich keineswegs immer auf Wildvögel zurückführbar. Auch in Deutschland sieht man das ähnlich, und Experten des Nationalen Referenzzentrums für Tierseuchen, des Friedrich-Löffler-Instituts, erstellen momentan eine neue Risikobewertung. Diese werde die Grundlage dafür sein, so das Institut, ob die Ende April in der Bundesrepublik endende Stallpflicht modifiziert oder unverändert weitergeführt werden soll.

Mehr Biosicherheit auf Höfen nötig
Dass keineswegs nur Wildvögel das Vogelgrippevirus in einem Land verbreiteten, lasse das Muster der Ausbrüche der vergangenen Monate in Europa vermuten, erläuterte Griot. So gehen er wie auch die Experten des Friedrich-Löffler- Instituts davon aus, dass das H5N1-Virus in dem einzigen von der Vogelgrippe befallenen Nutzgeflügelstall in Deutschland zwar durchaus von Wildvögeln stammt. Denn laut Analysen ist das Virus aus den Stallputen genetisch identisch mit demjenigen von Wildvögeln auf Rügen oder vom Bodensee. Doch ist es keineswegs erwiesen, dass ein direkter Kontakt zwischen infizierten Wildvögeln und den eingesperrten Puten stattgefunden hatte. Laut Experten ist es vielmehr genauso wahrscheinlich, dass das Virus durch Menschen via kontaminierte Bekleidung oder durch verseuchte Einstreu oder Futter in den Putenstall eingebracht worden war. Berichte der letzten Wochen lassen nämlich vermuten, dass die neuen Hygieneregeln für Vogelgrippezeiten, wie eine abgeschlossene Lagerung von Streu und Futter, ein Kleidungswechsel vor und nach dem Stallbesuch oder das Besuchsverbot für betriebsfremde Personen, nicht von allen Geflügelzuchtbetrieben strikt eingehalten werden.

gaby
27.04.2006, 04:43
Hab ich per Mail bekommen:

in der Schweiz dürfen die Hühner ab dem 1. Mai wieder raus; mehr dazu kannst du unter www.bvet.admin.ch nachlesen, das ist die offizielle Homepage des Bundesamtes!

Grüsse aus der Schweiz

Gisela

gaby
31.08.2006, 05:15
Schweiz: Stallpflicht für Geflügel ab Ende September?
- 30.08.2006


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(lid) - Ob das Schweizer Geflügel wegen der Vogelgrippe wieder in die
Ställe verbannt wird, entscheidet der Bundesrat Ende September. Die
Alternativen liegen zwischen flächendeckender Stallpflicht und
unveränderter Freilandhaltung.

In den Niederlanden mit ihrem ungleich höheren Bestand an Nutzgeflügel
müssen die Vögel am Freitag, 1. September wieder in den Stallarrest.
In der Schweiz steht derzeit eine mögliche Stallpflicht in den
Risikozonen im Vordergrund, wie Cathy Maret, Sprecherin beim Bundesamt
für Veterinärwesen (BVET) am Mittwoch, 30. August gegenüber der
Nachrichtenagentur SDA sagte. Das letzte Wort habe der Bundesrat.
Maret rechnet mit diesem letzten Wort nicht vor Ende September. Dann
beginnt die Zeit des Vogelzugs. Die Hauptgefahr geht aber nicht von
den Zugvögeln aus, sondern von den Wasservögeln, die in der Schweiz
überwintern.

In der Schweiz galt bisher zweimal vollständige Stallpflicht für
Geflügel: 2005 von Ende Oktober bis Mitte Dezember und 2006 von Mitte
Februar bis Ende April. Bis anhin wurde in der Schweiz an 32 Vögeln
das gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt.






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gaby
15.09.2006, 05:42
von lolo:

gruss lolo

http://www.sgk.org/index.cfm?Nav=302&ID=950

Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD
Bundesamt für Veterinärwesen BVET
Kommunikation

Medienmitteilung
Datum 11.09.2006

Vogelgrippe:
Treffen mit Geflügelorganisationen
Das Bundesamt für Veterinärwesen hat heute mit den Geflügelorganisationen vorbeugende Schutzmassnahmen vor der Vogelgrippe im Herbst diskutiert. Der Bundesrat wird bis Oktober über die Massnahmen entscheiden.
Die Vogelgrippe tritt weiterhin in Teilen Asiens, in Russland und Afrika auf. Mit dem
Winter könnten auch in der Schweiz wieder Wildvögel mit Vogelgrippe entdeckt werden.
Eine Einschleppung des Virus in Hausgeflügelbetriebe gilt es demnach wieder zu verhindern. Das BVET hat heute in Bern den Geflügelorganisationen mögliche vorbeugende Massnahmen zum Schutz des Hausgeflügels im Herbst und Winter vorgestellt. Die diskutierten Massnahmen zielen auf ein Freilandhaltungsverbot in bestimmten Gebieten, in denen das Virus mit einiger Wahrscheinlichkeit auftreten könnte, also rund um grössere Seen und Flussabschnitte im Mittelland. Dies stützt sich auf die Erfahrungen des vergangenen Winters. Damals war die Vogelgrippe nur moderat in der Wildvogelpopulation präsent und nur rund um die grossen Seen (Boden- und Genfersee).Zudem waren in der Schweiz ausschliesslich Wasservögel betroffen.
Am Treffen haben sowohl Organisationen der professionellen Geflügelbranche wiejene des Rasse- und Ziergeflügels teilgenommen.

Kontakt/Rückfragen:
Cathy Maret, Bundesamt für Veterinärwesen, 031 324 04 42

gaby
30.09.2006, 12:10
Vogelgrippe: Die Schweiz trifft vorbeugende Massnahmen
- 29.09.2006


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Bern (aho) - Die Schweiz hat heute beschlossen, vorbeugende Massnahmen
zu treffen, um das einheimische Geflügel vor der Vogelgrippe zu
schützen. Wie das Bundesamt für Veterinärwesen der Schweiz (BVET)
mitteilt, ist ab kommendem 15. Oktober die Freilandhaltung im Umkreis
von einem Kilometer um die grösseren Seen und Flüsse im Mittelland
verboten. Zudem wird die Überwachung der Wildvögel fortgesetzt.

Wie das BVET mitteilt, haben die Erfahrungen des letzten Winters
gezeigt, dass die Vogelgrippe vorwiegend bei Wasservögeln an den
grossen Seen aufgetreten ist. Gestützt auf diese Erkenntnis hat die
Schweiz heute vorbeugende Massnahmen getroffen, die auf die Gebiete
ausgerichtet, in denen das Virus H5N1 am ehesten wieder auftaucht:
Orte mit besonders vielen Wasservögeln. Es handelt sich laut BVET um
rund 20 Gebiete an Seen und Flussläufen im Schweizer Mittelland.

In den bezeichneten Regionen ist die Freilandhaltung ab 15. Oktober
2006 untersagt. Dies gilt ebenso für Geflügelmärkte und -
ausstellungen. Das Verbot der Freilandhaltung betrifft sowohl Nutz-
wie Rassegeflügel. Die betroffenen Geflügelhalter werden von den
kantonalen Veterinärämtern informiert. Diese vorbeugenden Massnahmen
sind für die Wintermonate geplant, in denen sich die ziehenden
Wasservögel in der Schweiz aufhalten; d.h. bis 30. April 2007. Die
Situation wird laufend beobachtet. Die Massnahmen können bei Bedarf
verschärft oder auch früher aufgehoben werden.

Die Überwachung der Wildvögel geht laut BVET weiter. Im kommenden
Winter werden lebende Vögel am Boden- und Sempachersee sowie in den
Bolle di Magadino im Tessin untersucht. Rund um den Neuenburgersee und
den Genfersee werden zudem alle Wasservögel beprobt, die bei der
traditionellen Jagd erlegt werden. Und wie im letzten Winter werden
alle verdächtigen verendeten Vögel aus der ganzen Schweiz untersucht.

Neben den Wildvögeln spielen legale oder illegale Importe von Geflügel
oder Geflügelfleisch bei der Ausbreitung der Vogelgrippe eine wichtige
Rolle. Die vorbeugenden Massnahmen gegen diese Gefahr bleiben in
Kraft: Einfuhren aus Ländern mit Vogelgrippe sind verboten und
Reisende werden an den Flughäfen über ihre entsprechenden Pflichten
informiert.






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gaby
13.10.2006, 13:37
von lolo, danke sehr:

Quelle:
http://www.kagfreiland.ch/x_files/vogelg...M_VoG_15Okt.pdf

Vogelgrippe: ab 15. Oktober wieder Schluss mit Freiland

Am kommenden Sonntag heisst’s für rund 3000 Geflügelhalter in der Schweiz: Stalltüre zu,
Schluss mit Freiland für Hühner, Truten, Enten, Gänse & Co. Nach einer Umfrage unter den
kantonalen Veterinärämtern schätzt kagfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-
Organisation, dass rund 50'000 Tiere, die bisher Auslauf ins Grüne hatten, vom Freilandverbot
direkt betroffen sind und die nächsten sieben Monate im Stall und Wintergarten ausharren
müssen. Für weitere rund 200'000 Tiere in den Risikogebieten ändert sich nichts, weil
diese Tiere sowieso nie ins Freiland dürfen, da sie in Boden- bzw. Stallhaltung leben.
7 Monate ist übertrieben
Als Vorsichtsmassnahme gegen die Vogelgrippe hat der Bundesrat ein Freilandverbot in den risikoreichen
Gebieten 1 km rund um Seen und Flüsse des Schweizer Mittellandes beschlossen. Das
Verbot gilt vom 15. Oktober 06 bis zum 30. April 07. kagfreiland findet es nach wie vor übertrieben,
dass dieses erneute Freilandverbot fast sieben Monate lang dauern soll, und dass davon
auch Hobbyhaltungen mit nur einer Handvoll Hühner betroffen sind. Einige Hobbyhalter haben
bereits angekündigt, dass sie ihr Geflügel lieber töten als so lange einzusperren. Allerdings hat
sich die Lage in den kleinen Geflügelhaltungen gegenüber letztem Jahr verbessert: Aus Liebe zu
den Tieren wurden fast überall Wintergärten eingerichtet. Dies ist aber kein vollwertiger Ersatz fürs
Freiland. Dazu Geschäftsleiter Roman Weibel: «Wenn bis Dezember keine Fälle von Vogelgrippe
in der Schweiz registriert werden, dann erwarten wir, dass der Bundesrat seinen Beschluss modifziert
und die Massnahme lockert.»
Im Zweifelsfall zugunsten der Tiere
Bei der Umfrage unter den Veterinärämtern hat kagfreiland festgestellt, dass die bundesrätliche
Massnahme sehr unterschiedlich vollzogen wird. In den einen Kantonen wurden alle betroffenen
Geflügelhalter brieflich informiert. In anderen Kantonen müssen die Geflügelhalter selber prüfen,
ob ihr Betrieb in einem Risikogebiet liegt. Heute, drei Tage vor dem 15. Oktober wissen mehrere
Kantone noch nicht, wie viele und welche Bauernbetriebe und Hobbyhaltungen betroffen sind.
Das ist meist ein Problem der Datenbank, weil die Geflügelhaltungen noch nicht im Geografischen
Informationssystem eingetragen sind. kagfreiland ruft die Kantone auf, bei der Umsetzung der
Massnahme gesunden Menschenverstand walten zu lassen und die 1 km-Grenze nicht auf den
Meter genau anzuwenden und im Zweifelsfall zugunsten der Tiere zu entscheiden.
Eier aus Freilandhaltung nicht umdeklarieren
Erfreulich ist, dass der Bundesrat bezüglich Deklaration von Geflügelprodukten eine Erleichterung
gegenüber der Regelung des BAG vom August beschlossen hat. Die vom Freilandverbot betroffenen
kagfreiland- und Bio-Bauern, die ja alle über einen Wintergarten verfügen, müssen ihre Eier
und Poulets während der ganzen sieben Monate nicht umdeklarieren und können diese weiterhin
mit «aus Freilandhaltung» anpreisen.

gaby
05.12.2006, 19:29
Von lolo:

Brandaktuell

Brandaktuelle neue Schweizernews die ich gerade bekommen habe. Hätte eigentlich erst morgen raus sollen, aber nach dem dieser blöde Fall in Neuenburg aufgetaucht ist, kommt das nun schon heute Abend!


Pressemitteilung kagfreiland: 5.12.2006



Vogelgrippe: Freilandverbot per 15. Dezember aufheben!

Letztes Jahr endete das landesweite Vogelgrippe-Freilandverbot am 15. Dezember 2005. Da sich die Risikolage in Europa und der Schweiz zur Zeit nicht schlimmer als in der Vergleichsperiode des Vorjahres präsentiert, wäre es falsch, wenn in dieser Wintersaison schärfere Sicherheitsmassnahmen getroffen würden. Das aber wäre der Fall, wenn das Freilandverbot die nächsten zwei Monate aufrecht erhalten würde. kagfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-Organisation, fordert deshalb vom Bundesrat, das Freilandverbot wiederum per 15. Dezember aufzuheben.


Im letzten Winter wurde das landesweite Freilandverbot ab dem 20. Februar 2006 wieder eingeführt. Alle 32 Vogelgrippe-Fälle in der Schweiz wurden zwischen dem 22. Februar und dem 30. März 2006 registriert. 31 Fälle am Bodensee, 1 Fall am Genfersee. kagfreiland schlägt vor, die Risikolage Mitte Februar neu zu beurteilen. Wenn sich bis dann die Bedrohungslage verschärft, kann in den risikoreichsten Gebieten wieder ein rund zweimonatiges Freilandverbot verordnet werden. Als Risikogebiete sollen dann aber nur noch die grösseren Seen und der Hochrhein bezeichnet werden, nicht mehr aber die kleineren Seen mit weniger Wasservögeln und die weiteren Flussabschnitte. Zudem sollen die Hobbyhaltungen vom Freilandverbot ausgenommen werden.


Die aktuellen Funde von harmlosen Vogelgrippe-Viren am Neuenburgersee zeigen, dass das Überwachungssystem des Bundes funktioniert und Vogelgrippe-Viren aufgedeckt werden. Nach nunmehr dreimaligem Freilandverbot in den letzten 14 Monaten sind alle Hühnerhalter (Bauern und Hobby) so gut vorbereitet, dass sie bei akuter Risikolage ein erneutes Freilandverbot von einem Tag auf den anderen umsetzen könnten. Die Geflügelhalter sind deshalb in Zukunft auf den «Stand-by»-Status zu setzen. Eine Umfrage unter den betroffenen kagfreiland-Geflügelbauern zeigt, dass auch die Bauern in den Risikogebieten ihre Tiere wieder rauslassen wollen. Letztlich müssen wir lernen, mit der Vogelgrippe zu leben, wie wir das bei anderen Geflügelkrankheiten auch tun.


Bemerkung zum «Vogelgrippe»-Fund auf dem Neuenburgersee vom 4.12.06
Vogelgrippe ist nicht gleich Vogelgrippe. Dasjenige Virus, das die Welt in Atem hält, ist der Typ H5N1. Er ist hochansteckend und für Hühner tödlich. Als Vorsorge vor H5N1 wurde ein Freilandverbot für sämtliches Nutzgeflügel verordnet. In diesem Herbst ist H5N1 in der Schweiz und in Europa bislang nicht aufgetaucht.
Das am Neuenburgersee gefundene Vogelgrippe-Virus ist jedoch ein harmloser Typ. Das schreibt auch das Bundesamt für Veterinärwesen. Solche harmlosen Vogelgrippe-Viren sind in der Natur weit verbreitet, ohne die Tiere krank zu machen.



ganze Pressemitteilung auf
http://www.kagfreiland.ch/b_wissen/Vogelgrippe.shtml