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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bauernverband u. "Keulungen"...



Landei
24.10.2005, 16:02
.. hab ich heute im RAdio richtig gehört? Leider hat dann wer geraschelt als ich im Gasthaus sass und die Durchsage übers RAdio kam - Bauernverband will irgendwie alles in Deutschland keulen sowie der erste Fall hier auftritt oder so...??? KANN das SEIN?
Danach kam nix mehr davon.
ARRRGH!
Erst alles einsperren u. dann doch umbringen... äh, wie handhaben sie das dann mit Wildvögeln, seltenen Arten u.s.w. in Zukunft?

Wird wohl doch ein sehr stiller Frühling werden wenn ich da richtig gehört habe. Der Teufel soll die Spinner holen, langsam langts! >:(

grünschnabel
24.10.2005, 16:45
Hallo,
Du liegst hier nicht ganz falsch, es wird Quarantäne eingerichtet, mdst. Umkreis 3 km, betroffener Bestand gekeult, das gilt übrigens auch bei Befund in Wildtieren oder Sittichen.
Schau mal in die Geflügelpestverordnung
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/geflpestv/index.html
da wird alles genau beschrieben.
Und da sich jede Behörde gern übertrumpft, kann der Umkreis und die Keulung entsprechend ausgeweitet werden - liegt im Ermessen der Behörde vor Ort.

Viele Grüße

Landei
24.10.2005, 17:05
Das heisst, sie keulen im Falle eines Falles ALLES in diesem u. jenem Umkreis, ganz EGAL ob die Tiere vorschriftsmässig eingesperrt waren oder nicht? >:( >:( >:(

moorhuhn
24.10.2005, 17:07
na das kann ja heiter werden!!! :-/

Redcap
24.10.2005, 17:27
Genau so isses. Die 3 km zählen, nicht die Haltungsform ...

Dominik Timm
24.10.2005, 17:29
Bei uns hatte ich mal nachgefragt beim Vetamt sie sagten umgefähr 10 km machen sie sämtliches Federfieh platt :o

Redcap
24.10.2005, 17:46
Im Umkreis von 10 km gibt es eine Überwachungszone ... es müssen schon positive Fälle nachgewiesen werden um auch in diesem Umkreis zu keulen.
Zwischen der Schutz- und Überwachungszone ist zu unterscheiden ...

Dominik Timm
24.10.2005, 17:49
Dann ist mein Liebes Vetamt ja mal wieder bestens Imformiert 8)
Ich glaube die sollten sich mal ihre verordnung selber ganz genau durchlesen .

Klausemann
24.10.2005, 17:53
Hallo Landei, wie soll sich der erste Fall äussern ?

so?..........

http://www.verbraucherschutzministerium.de/data/0000CBC236B8130CB0336521C0A8D816.0.pdf

oder verdachtsfälle ?

corinna
24.10.2005, 17:55
jo und Lohmänner und Wiesenhöfer werden dann im Orbit in Sicherheit gebracht.

Es werden jeder Sittich, jeder Kanarienvogel, alles vergast Auch wenn nur ein Spatz gefunden wird.

Die Tierseuchenkasse erfaßt, die Eilverordnung sperrt ein, sie brauchen nurnoch Gas einzuleiten.

Habt Ihr schon mal gelesen, die Entschädigung, wenn auch für uns lächerlich gering, bekommen beitragspflichtige Tierhalter.

Bei uns in Thüringen gibts einen Freibetrag, also alles was unter 2,50 Euro ist z.B. wird gemeldet bleibt aber wegen des großen Aufwandes der Rechnungslegung beitragsfrei. Könnt Ihr das auch andersrum nachvollziehen?

Grüße Corinna

gaby
24.10.2005, 18:48
@Klausemann: Verdachtsfälle reichen.
Beim letzten Mal war ich hier im Sperrgebiet, in Willich wurden zig Hundert Hühner gekeult weil der Besitzer aus einem Bestand mit einem Verdachtsfall gekauft hatt...
gg

grünschnabel
24.10.2005, 19:49
In den späten Abendstunden des 8. Mai 2003 bestätigte sich anhand eines Schnelltestes auf einem Hof im Kreis Viersen der schwerwiegende Verdacht auf Geflügelpest. Es handelt sich um einen Hähnchenmastbetrieb mit 32.000 Hähnchen.
Als Konsequenz und Vorsichtsmaßnahme gegen weitere Verschleppungen wurde bzw. wird in der 3-km-Zone alles Geflügel getötet. Innerhalb der 3 km-Zone liegt noch ein weiterer großer Betrieb mit 45.000 Hähnchen sowie viele kleine Geflügelbetriebe,
die von der Keulung und unschädlichen Beseitigung des Geflügels betroffen sein werden. Der Verdachtssperrbezirk umfasst die ganze Gemeinde Schwalmtal, einen Großteil der Stadt Viersen, einen Großteil der Stadt Brüggen, fast die gesamte Gemeinde Niederkrüchten und einen Großteil der Stadt Nettetal. Betroffen sind auch Teilbereiche der Stadt Mönchengladbach und des Kreises Heinsberg.

...

Am Donnerstag vergangener Woche flackerte die Nervosität noch einmal auf. Wieder standen zufällig Windräder still, als im nahen Landkreis Kleve erneut ein Hof wegen Verdachts auf Geflügelpest abgesperrt wurde, kaum zwanzig Kilometer vom Campenhof entfernt. Am Nachmittag hatten Tierärzte bei einem Kleinzüchter kranke Tiere entdeckt, „klinische Auffälligkeiten“, wie Kreis-Pressesprecher Eduard Großkämper es nannte. Nichts Gravierendes. „Wenn wir nicht Geflügelpest hätten, hätte sich keiner was dabei gedacht“, sagt er. So aber rückte abends gegen zehn ein Tanklastzug voller Kohlendioxid an. Mit einem Zischen wurde das Gas in den Stall geleitet und erstickte 11500 Puten und 1200 Gänse. Am nächsten Tag teilte das Staatliche Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld mit: Fehlanzeige, keine Geflügelpest

DIE ZEIT 22.05.2003

PS. In der Regionalzeitung wurde berichtet, im Auslöser war 1 !! kranke Henne im Viersener Bestand, der Landwirt hatte danach mehrere Monate keine Einnahmen und bis in dieses Jahr gebraucht, um sich davon einigermaßen zu erholen.

Kawa
24.10.2005, 19:57
Letztens wurden bei uns in der Nähe Kontrollen durchgefüht: ein Hobbyhalter (10 Hühner) das Futter für Spatzen unzugänglich platziert und nicht den Auslauf mit einem Netz überspannt. Fazit: er wurde erwischt, muss Strafe zahlen und darüberhinaus seinen Bestand schlachten.

Klausemann
24.10.2005, 20:02
ich sage ja:

im Zweifel gegen die Hühner , ....schöne Aussichten :(

Redcap
24.10.2005, 20:03
Wie letztens?
Im SWR kam ... diese Woche wird noch ermahnt ... danach gäbe es Strafen ...

studiert diese Richtlinie ... vorwärts rückwärts für den Fall der Fälle

http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf

Kawa
24.10.2005, 20:18
Aus der Panik wird langsam eine gewaltige Massenpanik, die man nicht mehr unter Kontrolle bekommt.

ZITAT: Schlimmer geht's immer.

Kawa, welche langsam den Überblick verliert.

tamiflu
26.10.2005, 19:55
Hallo,

ich bin neu hier. Habe seit Jahren mehrere Hühner, die ich jetzt
auf engsten Raum halten muß. Ich glaube, ich muß jetzt welche
von denen schlachten.
Ich habe das noch nie gemacht. Kann mir jemand sagen, wie ich
das am besten hinter mich bringe? Ich möchte nicht, daß die armen Kreaturen was vom Schlachten mitbekommen.
Bisher durften die bei mir rumlaufen, bis sie aus Altersschwäche ganz normal gestorben sind.
Wäre froh um eine Antwort.

Dominik Timm
26.10.2005, 20:02
Ich mache es so habe ein Holzstab so 30 cm lang und ihm durchmesser 5 cm . Damit werden sie mit einen kräftigen und geziehlten schlag auf denn Kopf betäubt . Danach werden sie auf ein Holzbock mit Vorrichtungen wo der Kopf reinkommt drauf gelegt und so hart es auch klingen mag Geköpft mit einen scharfen Beil .

tamiflu
26.10.2005, 20:07
Danke, hatte schon mal so etwas gelesen.
Ich hatte naiv gedacht, man könnte das auch noch etwas "schöner"
machen.
Aber dann lieber den Bestand reduzieren, als auf Dauer alle auf dem
engen Raum lassen. Das ist Tierquälerei und keinen außer uns Hühnerfreunden kümmert es was.
Ich bin so fertig mit den Nerven und hoffe, daß ich die Schlachterei
hin bekomme.

Dominik Timm
26.10.2005, 20:09
Das erste mal ist am schwierigsten man gewöhnt sich an alles .
Mache aber nicht denn fehler und schlag beim betäuben der Tiere nicht so lasch zu ein kräftiger schlag muß es schon sein :(

tamiflu
26.10.2005, 20:17
O.K., ich hoffe, der Schlag sitzt dann gleich. Ich werde mir Trittin
vor Augen halten und dann zuschlagen. Ich hoffe nur, mich verfolgt
dann nicht das schlechte Gewissen, weil ich meine lieben Freunde
umbringen muß.

Dominik Timm
26.10.2005, 20:18
Denk bloß nich so viel drüber nach und mach dich nicht Verrückt ;)
Das klappt schon

tamiflu
26.10.2005, 20:21
doch noch mal ne Frage. Das Huhn mit der einen Hand festhalten und
mit dem Knüppel in der anderen Hand draufhauen?
Den Kopf dabei nach unten halten?

Dominik Timm
26.10.2005, 20:24
Ich halte es wie soll ich sagen die beiden Flügel ihn der Hand nach hinten auft bein gepackt so das der Kopf 10 cm übers bein ragt und das Huhn nicht zappeln kann. Probier es vorher aus wie es am besten geht hat jeder seine eigene Mehtode ;)

tamiflu
26.10.2005, 20:28
alles klar. Werd´s hinter mich (und die Hühner) bringen, danach
besauf ich mich.
Hast mir sehr geholfen. Danke nochmal.

Dominik Timm
26.10.2005, 20:29
Dann mal frohes schaffen :prost und guten durst ;)

grünschnabel
26.10.2005, 20:30
Die Methode "Kopf ab" haben wir auch jahrelang praktiziert, gerade bei den Gänsen nicht so toll, inzwischen benutzen wir einen Schussapparat, will keine Werbung machen, aber das ist ganz toll, man setzt dem Geflügel oder Kaninchen das Teil an den Kopf und es merkt nicht, das es schon im Himmel ist, danach den üblichen Entblutungsschnitt.
Ich habe in den Jahren immer die Panik vor dem "Fehlschlag" gehabt und mir dann das Tier ausgemalt, damit ist Schluß, mit Abstand das humanste, was machbar ist, wenn man schlachtet. Wir benutzen das in der Metzgerversion schon viele Jahre vom Rind bis Schwein und haben uns vor 2 Jahren das kleine Ding angeschafft, ideal.

z.B.
Schussapparat -Goldhase
Schussapparat -- mit 100 Patronen
http://www.breker.de/shop/

Viele Grüße

Dominik Timm
26.10.2005, 20:34
Aber durch denn Knall werden die anderen Hühner ganz schön aufgeschreckt :o Das ist meiner meinung nach unnötiger streß für die Tiere. Aber wie gesagt dar hat jeder seine eigene Mehtode

tamiflu
26.10.2005, 20:40
Hallo grünschnabel,

Danke auch für die Idee mit dem Schußapparat. Ich werde da nochmal
drüber schlafen. Für mich als "Anfänger" vielleicht eine gute Lösung.
Ich kann ja ganz weit weg von den anderen Hühnern gehen, damit
die das nicht mitkriegen.
Ich glaube, ich bin immer noch im falschen Film. Jahrelang liefen die
Hühner überall auf dem Gelände rum, jetzt ist es fast totenstill überall
( als wenn sie´s wüßten )und ich muß auch noch welche umbringen, obwohl die niemanden je etwas getan haben. Welch ein Wahnsinn.

Madeleine
26.10.2005, 20:59
Ähm hallo Leute!
Sagt mal, darf jeder selber töten? Ich dachte man muss dafür geschult sein??!
Ich würde die Hühner übrigens lieber mit einer Spritze einschlafen lassen, das ist die schonenste Methode für das Huhn. Es kostet zwar was, aber das ist einem das Tier doch wohl wert,oder?

Vektor_cp1
26.10.2005, 21:03
Hey Kopf hoch,

ich weiß wie das ist. Fische schlachten ja, die sind kalt usw. also eigentlich schon so gut wie tod. Aber dann was umbringen, was man mag! Echt nicht toll. Habe selber immer wieder Enten und Gänse und muß die dann zum Schlachten bringen. Da fühlst du dich echt als der beschissenste Arsch. Aber dafür habe ich sie her und beim guten Braten im Winter ist das schon wieder vergessen.

Also ich würde dir raten, horch dich mal bei dir um, ihr habt bestimmt auch Leute in der Umgebung, die sowas machen. Am besten die haben dann auch noch eine Rupfmaschine. Kostet zwar was, aber bevor ich mich als Killer bzw. Mörder fühle, sollten das Leute mit einem etwas gröberen Gemüt machen.

Hühner hin, braten wieder mit Heim, besser geht es nicht.

Grüßle

In diesem Sinne :eat

Dominik Timm
26.10.2005, 21:06
Sicher ist einschläfern für die Tiere am besten aber es gibt auch leute die ihre Hühner essen . Und dar denke ich ist das Einschläfern nicht so dolle . Also ich glaube man muß nur nach denn Tierschutzgesetz die Tiere ordentlich Töten ohne unnötige schmerzen . Kannst aber nachlesen http://www.huehner-info.de/docs/pdf/tierschutzgesetz.pdf

Madeleine
26.10.2005, 21:12
Paragraph 4
(1).......Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat.
(1a) Personen, die berufs- oder gewerbsmäßig regelmäßig Wirbeltiere betäuben oder töten, haben gegenüber der zuständigen Behörde einen Sachkundenachweis zu erbringen. Wird im Rahmen einer Tätigkeit nach Satz 1 Geflügel in Anwesenheit einer Aufsichtsperson betäubt
oder getötet, so hat außer der Person, die die Tiere betäubt oder tötet, auch die Aufsichtsperson den Sachkundenachweis zu erbringen.


???

Ich musste in der Uni den Sachkundenachweis erbringen (allerdings werde ich nur in Notfällen ein Tier töten!).

Dominik Timm
26.10.2005, 21:16
Ich habe mal Schlachter angefangen zu Lernen und ich denke ich weiß wie ich ein Tier vernünftig Töte .

Dominik Timm
26.10.2005, 21:18
Ich mache es auch sehr ungerne aber bei 70-80 Kücken Ihm Jahr bleibt der 1 oder andere Hahn denn ich nicht loswerde oder selber behalte eben mal Übrig :(

Vektor_cp1
26.10.2005, 21:21
Hey,

nicht übertreiben. Sachkunde brauchst du nur, wenn du z.B. am Schlachthof pro Tag 500 Schweine in den Himmel schickst. Wenn du daheim deinen Hennen den Kragen rumdrehst, kräht höchstens dein Hahn danach. (Oder vieleicht auch nicht mehr. ;D )

Grüßle

Madeleine
26.10.2005, 22:14
Ich finde es nicht gut, wenn jeder "für den Hausgebrauch" seine Tiere selber tötet. Dadurch entstehen nunmal Leiden und Schmerzen. Es hat schon einen Grund, warum man Sachkunde nachweisen muss, alles andere ist Tierquälerei!

Dominik Timm
26.10.2005, 22:18
Ich kenne es eben nicht anders mein Opa ist schlachter und somit bin ich damit aufgewachsen . Und Tierquälerei ist für mich wie die Tiere ihn Asien getötet werden . Und ich habe ganz bestimmt das nötige fachwissen dazu um meine Tiere zu schlachten !

Madeleine
26.10.2005, 22:22
Dominik, wenn Du es von Deinem Opa gelernt hast, dann ist es ja ok.
Aber ich denke die meisten Leute hier im Forum haben das nicht. Und Neulingen dazu zu raten, selbst zu schlachten, das finde ich nicht gut!

Dominik Timm
26.10.2005, 22:27
Ok das akzeptiere ich Nahtürlich das du es nicht gut findest .
Aber ich wollte ihn ja helfen weil er eine Frage gestellt hat und darauf
habe ich ihn meine Erfahrungen mit selberschlachten erzählt.
Geraten habe ich es ihn ja nicht .

gaby
27.10.2005, 06:16
Gibt es keinen Schlachter in Eurer Nähe?

Ich schlachte nicht mehr selber weil`s mich fertig macht. Notfälle ja, sonst nicht.

gg

Enemy
27.10.2005, 06:38
Wir haben in unserem Kreisverband im letzten Jahr eine Schulungsveranstaltung zum Schlachten durchgeführt - danach gab es den "Sachkundenachweis". Stattgefunden hat das Ganze in einer großen Anlage für Behinderte, die auch einen landwirtschaftlichen Betrieb unterhalten - man kann dort auch die Schlachträume anmieten.

Gemäß dem Tierschutzgesetz gibt es für Geflügel 2 Methoden, die zugelassen sind:

- Wenn sichergestellt ist, das mit dem ersten Beilschlag der Kopf vom Hals komplett abgetrennt ist (erfordert aber Kraft und Routine! vom Schlachter), muß keine Betäubung vorher erfolgen.

- Durch einen gezielten, festen Schlag mit einem Rohr, Knüppel o.ä. betäuben, danch Kopf abhacken oder eben mit einem scharfen Messer Halsschlagader durchtrennen.

Ich rate dir für das erste Mal, es nicht allein zu tun - sondern dich von einem erfahrenen Vereinskollegen, Bekannten oder gelernten Schlachter anleiten zu lassen!
Ist in jedem Falle besser für die Tiere - und auch für dich!

alex66
27.10.2005, 09:28
Derjenige, der Geflügel aus eigener Haltung für den eigenen Verzehr schlachtet, braucht KEINEN Sachkundenachweis! Das ist amtlich, also bringt unsere Gesetzesmacher nicht auf Ideen, sonst dürfen wir bald ohne Befähigungsnachweis kein Ei mehr aufschlagen.

Schönen Gruß

Alex

Enemy
27.10.2005, 09:45
Mal ganz davon abgesehen, das bei organsierten Züchtern mittlerweile der BDRG Sachkundenachweise fordert…

Meinst du nicht, wir sind es unseren Tieren schuldig, uns das vernünftig beibringen zu lassen?

Ich halte solche Schulungen/Sachkundenachweise für durchaus angebracht - speziell bei Neulingen.
Das in jedem Verein ein paar alte Brummköppe dabei sind, die meinen, alles schon zu können, ist normal ;)

grünschnabel
27.10.2005, 10:52
Nix Knall, ;D, ist nicht mit Waffen zu vergleichen, die mit Schreckschussmunition machen nur plop, ganz leise, die mit dem Federmechanismus klicken nur.
Handhabung - wie mit einem Kugelschreiber in der Hand, ist ja auch kaum größer. Anleitung ist dabei, extra für Hobbyhalter entwickelt, um möglichst ohne Schmerz und Panik zu töten.
Wenn wir schlachten, mümmelt alles rundherum weiter, ohne Notiz zu nehmen, sie merken das nicht, vor allem ist das Tier ruhig, wird noch gestreichelt, bleibt in natürlicher Position, wird also weder hingelegt, mit dem Kopf nach unten gehängt oder so.
Das Tier wird auf den Boden, bei Kleintieren auf einen Tisch gesetzt/gestellt, das Teil auf den Kopf gesetzt und im Bruchteil einer Sekunde ist alles vorbei.
Die Panik, die man früher so hatte - Schaf angebunden, Hammer auf den Kopf oder Huhn hingelegt, hoffentlich hält es still, die gibt es nicht mehr.
Da wir auch Großtiere schlachten, haben wir in unserer Umgebung viele überzeugt, nachdem wir die Kleintiere ebenso schlachten, manche haben 50 Jahre einem Knüppel genommen und finden das viel schöner.
Selbstverständlich muß bei gewerbsmäßiger Schlachtung ein Sachkundenachweis vorhanden sein und nicht jeder darf Schussapparate für Großtiere besitzen und einsetzen.
Da ich jahrelang aktiver Züchter war, bin ich auch dafür, in Vereinen mal ein Seminar abzuhalten, denn nicht jeder hat beruflich mit Tieren zu tun und nicht alle Tiere können an Altersschwäche sterben. Zur Tierliebe gehört nun mal auch der Tod - sei es nur, um ein krankes Tier zu erlösen oder ein nicht zur Zucht geeignetes zu schlachten, und dann sollte es schon ohne Quälerei abgehen.

Viele Grüße

Arne
27.10.2005, 20:29
Original von Enemy...- Durch einen gezielten, festen Schlag mit einem Rohr, Knüppel o.ä. betäuben, danch Kopf abhacken oder eben mit einem scharfen Messer Halsschlagader durchtrennen....


Toll! Auf DIE Art schlachte ich seit 31 Jahren unsere "Suppentopfaspiranten" und verstehe -ehrlich gesagt- nicht, was daran so schwer sein soll, als daß ich da IRGENDWEM für ein solches Seminar auch nur 1 oxidierten, gammeligen Cent für in den Hals werfen sollte.
Das schwierigste an der ganzen Sache ist doch, WIE das Opfer festgehalten werden kann/muß, damit es nach erfolgter Köpfung keine Sauerei mit herumspritzendem Blut gibt. 8)

Enemy
27.10.2005, 21:10
Hallo Arne,
dafür gab es in unserem Seminar einen s.g. Schlachttrichter, in welchem das Huhn nach erfolgter Betäubung fixiert wurde, danach wurde die Halsschlagader durchtrennt.