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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Scheiße vom Kotbrett



hühner_fan
30.08.2010, 07:13
Moin

ich kratz im moment fast jedenmorgen den Kot unter den Sitzstangen ab und werfe ihn einfach ins Stroh. Ich will das alles später als Dünger für die Beete benutzen, nur wird das Stroh dadurch ja eigentlich nicht wirklich dreckig da die Hühner ja hauptsächlich aufs Kotbrett scheißen.

Mein überlegeung war jetzt den Kot in einen Eimer zukratzen, der trocknet ja relativ schnell und dann kann ich den später so auf die Beete werfen...

so würde das Einstreu länger haltbar bleiben, der Stall im ganzen bleibt sauberer und ich habe 2 verschiedene Dünger, einmal die Scheiße pur und einmal mit Stroh

was haltet ihr davon? oder wie mach ihr das?

mfg

sil
30.08.2010, 08:28
Ich sehe den Sinn eines Kotbrettes darin, dass die Einstreu im Ganzen sauber(er) bleibt.
Ansonsten kann das Kotbrett auch wegbleiben, (Es sei denn, man hat noch Stalleinrichtung drunter ( ;) )
Insofern würd ich an deiner Stelle den Kot in einen Eimer kratzen und ihn auf den Komposthaufen schmeißen, wo er pflanzenverträglicher aufgeschlossen wird.
Mit Hühnerkot direkt an den Pflanzen habe ich keine Erfahrung, meine aber mal gelesen zu haben, dass das mit Vorsicht angegangen werden sollte.
Ich würde auch Stroh nicht ohne den Umweg übers Kompostieren als Dünger verwenden. Zum Mulchen taugt es allerdings gut.

Mimikry
30.08.2010, 08:51
wenn du es direkt auf die Beete wirfst, können die Pflanzen "verbrennen"
- war zumindest bei mir so...
ich habe mir überlegt es evtl. mal mit wasser zu verdünnen - eine art jauche, aber ob das geht, oder ob es dann immernoch zu aggressiv ist, weiss ich nicht - hat da jemand erfahrungen?

hab ich das richtig verstanden, dass du den Kot in das Stroh im Hühnerstall wirfst? - dann wäre das Absammeln ja irgendwie nutzlos - man will doch das die einstreu sauber bleibt?
Ich sammel es in einen Eimer und werfe es auf den Kompost.

grüßle

Mimikry

hühner_fan
30.08.2010, 09:13
Original von Mimikry

hab ich das richtig verstanden, dass du den Kot in das Stroh im Hühnerstall wirfst? - dann wäre das Absammeln ja irgendwie nutzlos - man will doch das die einstreu sauber bleibt?

grüßle

Mimikry

ja, das ist mir auch vorhin aufgefallen :-X

das dung soll im winter auf die gemüsebeete gebracht werden.. da kann dann nix verbrennen xD

tess
30.08.2010, 09:28
es verbrennt ja nicht durch die wärme des sommers, sondern weil der hühnerkot so ätzend ist. so wie vogelkacke auf autolack. so hab ich es zumindest mal gehört.
lg agnes

Windfried
30.08.2010, 09:39
Leg das Kotbrett mit Altpapier (Zeitung) aus und zieh es jeden Morgen runter brauchts nicht zu kratzen. Papier/Scheisse gemisch direkt auf den Kompost fertig. Gruss Windfried

Andi Faltner
30.08.2010, 09:41
Hallo,

es gibt wohl Pflanzen, die das "Zeug" gut vertragen und welche, wo das nicht der Fall ist.

Großflächig auf die Beete aufbringen würde ich Dir nicht empfehlen, du solltest es schon durch Umgraben etc. in den Boden einbringen.

Meine Oma hat mal gesagt, buddel ein tiefes Loch aus, füll einen Eimer Hühnerkacke rein, dann noch etwas Mutterboden drauf und dann kannste dort direkt eine Tomatenpflanze einpflanzen und diese gedeiht prächtig. Wie das bei anderen Pflanzen ausschaut, kann ich Dir aber nicht sagen.

Guarana ist ja auch Vogelkot und gleichzeitig ein hochwertiger und teurer Dünger.

hühner_fan
30.08.2010, 09:45
Original von tess
es verbrennt ja nicht durch die wärme des sommers, sondern weil der hühnerkot so ätzend ist. so wie vogelkacke auf autolack. so hab ich es zumindest mal gehört.
lg agnes

nee, ja,^^ das schon richtig, hühnerkot und guano (vogelkot) ist so konzentriert das Pflanzen daran kaputt gehen können.

Ich werde die Scheiße Sammeln, im Winter direkt in den Gemüsebeeten untergraben und im Sommer in Kompost werfen

vogthahn
30.08.2010, 16:51
Vogelkot/-Mist nie direkt ausbringen, immer entweder kompostiert oder mit Erde vermischt; je nach Menge der Einstreu und der Art des Materials muß das Verhältniss Mist-Erde eingestellt werden

ich hatte dieses Jahr im Gewächshaus ein Mistbeet (60cm tief) mit strohigem Kaninchen -und Hühnermist gebaut, drüber eine Schicht Kompost
anfänglich wuchs alles gut (Tomaten, Gurken), dann haben die Pflanzen Blütenendfäule bekommen
nachdem ich nachgelesen habe, das diese u.a. auf Kalkmangel zurückzuführen ist, wurde mir klar, das mein Mistbeet daran schuld war, ich hätte entweder mehr Gartenerde mit einfüllen müssen, oder mit Kalk zusätzlich düngen müssen, da ja grade Hühnerkot keinen Kalk enthalten dürfte, weil die Hühner den Kalk ja für sich selbst brauchen

den Gurken hats anscheinend nichts ausgemacht, aber ich denke jetzt, das zu konzentrierter Mist/Kot zu Mangelzuständen und/oder Überversorgung im Boden führen kann

Kaninchenmist mit viel Stroh, Heu und Grünfutterresten ist wohl unproblematischer, aber sollte trotzdem besser mit Erde vermischt an der Oberfläche eingearbeitet werden und nicht direkt aufs Gemüsebeet geworfen werden, weil die Nährstoffe ausgewaschen werden, wenn sie dem Wetter ungeschützt ausgesetzt sind

vogthahn
30.08.2010, 16:57
im Winter direkt in den Gemüsebeeten untergraben

nein, besser gleich nach der Ernte! im Winter wird der Mist nicht von den Bodenlebewesen verarbeitet, sonder die Nährstoffe werden sinnlos ins Grundwasser versickern
ist der Boden gut mit Lebewesen besetzt (v.a. Regenwürmer), werden diese den Mist im Herbst noch verarbeiten, vor allem, wenn Du dick mit Laub oder Stroh mulchst, können sie bis weit in den Spätherbst arbeiten
kann der Frost schnell in den unbedeckten Boden, stellen sie frühzeitig die Arbeit ein und der Mist ist im Frühling noch da, wie er im Herbst war, nur nährstoffärmer

Myfanwy
30.08.2010, 17:55
Genau so mach ich es auch. Im Herbst, nachdem die Beete abgeerntet und gerodet sind, grabe ich den Hühnermist unter. Nicht zu tief umgraben, da sonst die Bodenschichten und somit das Mikroklima zerstört werden. Das ist im neuen Pflanzjahr dann sehr guter Boden für Starkzehrer. Auf so einem Boden sollten also dann keine Erbsen stehen, sondern eher Tomaten oder Zucchinis. Ich lasse zum Saisonausklang und im Frühjahr, vor der Pflanzung auch noch die Hühner über die Beete, dann sind sämtliche Schneckeneier auch noch weg.

Den Hühnerkot sammle ich in großen, offenen Holzkisten und streue immer auf eine Lage Mist eine Schicht Erde - dann müffelt das auch nicht.

LG, Karin

Andi Faltner
31.08.2010, 09:51
Hallo Vogthahn,

grundsätzlich sollte man Gurken und Tomaten nicht in einem Gewächshaus pflanzen, da kann es zu Problemen kommen. Im Samenhandel gibt es so kleine Heftchen, welche Arten man zusammen oder nebeneinander pflanzen kann und welche sich nicht vertragen.

Wir habens aber auch in diesem Jahr wieder probiert mit Tomaten und Gurken im Gewächshaus, letztes Jahr hatte es geklappt, in diesem Jahr faulen leider mind. 50 % der Tomaten und zwar von innen heraus, haben wir so auch noch nicht gehabt, aber man lernt ja nie aus.

Melinsito
31.08.2010, 11:22
In enem Bio-Gärtnerbauch habe ich gelesen daß Hühnerkot mit Wasser, idealerweise Regenwasser 1:10 (!) verdünnt werden muß.

Google das doch einfach nochmal.

2Rosen
31.08.2010, 11:59
Original von Andi Faltner
grundsätzlich sollte man Gurken und Tomaten nicht in einem Gewächshaus pflanzen, da kann es zu Problemen kommen.
Eine äußerst gewagte, ja sogar falsche These!
Faulende Tomaten sind oft auf zu wenig Durchlüftung, direkten Wasserkontakt an den Früchten oder schlechte Bodenbeschaffenheit zurück zu führen.
Ebenso sollte die anzubauende Sorte auf Standpunkt, Licht- Wasser- und Bodenverhältnisse abgestimmt werden.
Mein alter Herr, Gärtnermeister im Ruhestand, baut seit ca. 50 Jahren in einem seiner Gewächshäuser zentnerweise äußerst schmackhafte und gesunde Tomaten an.

miradea
31.08.2010, 12:09
Du kratzt den Kot vom Kotbrett? :grueb

Bei mir ist das Kotbrett unter den Sitzstangen - darauf ist Streu. Da muss nix gekratzt werden. Wäre mir ehrlich gesagt auch zu blöd... :roll

lulamae
31.08.2010, 12:49
Man kann den Kot mit Wasser mischen, im Verhältnis 1:4, das ganze abdecken und ziehen lassen, ab und an mal umrühren. Nach ca. einer Woche bis 10 Tagen hört das auf zu stinken, dann muss man es nochmal verdünnen, und zwar so lange, bis die Flüssigkeit die Farbe von Bernstein hat. Damit kann man prima düngen :jaaaa: ist aber seeeehr reichhaltig, und eine Tagesladung Kot reicht so bei mir für den ganzen Garten, also keinesfalls zur täglichen Anwendung geeignet :neee:

vogthahn
31.08.2010, 16:27
Original von 2Rosen

Original von Andi Faltner
grundsätzlich sollte man Gurken und Tomaten nicht in einem Gewächshaus pflanzen, da kann es zu Problemen kommen.
Eine äußerst gewagte, ja sogar falsche These!
Faulende Tomaten sind oft auf zu wenig Durchlüftung, direkten Wasserkontakt an den Früchten oder schlechte Bodenbeschaffenheit zurück zu führen.
Ebenso sollte die anzubauende Sorte auf Standpunkt, Licht- Wasser- und Bodenverhältnisse abgestimmt werden.
Mein alter Herr, Gärtnermeister im Ruhestand, baut seit ca. 50 Jahren in einem seiner Gewächshäuser zentnerweise äußerst schmackhafte und gesunde Tomaten an.

so sehe ich das auch :jaaaa:
bei mir liegt es eindeutig überwiegend am Wetter, ob und was im GH funktioniert
dieses Jahr ist eindeutig kein Tomatenjahr, so schlecht und spät waren sie noch nie, dafür sind die Gurken (zwar später als sonst) immernoch vital und wuchern mir alles zu, während in anderen Jahren die Gurken oft zeitig braun wurden, nachdem sie im Juli reichlich getragen hatten

gismo22100
31.08.2010, 23:44
Ich weis nicht was du an Platz Hast!Ich mache das Kotbrett und die Einstreu (Heu )alle zwei Tage komplett neu.Das selbe mit meinen Hasen käfigen.Und dan mit tem ganzen Material auf die Misten im Auslauf.Da kommen dann auch noch meine Küchen und Gartenabfälle drauf.Das ganze wird den ganzen Tag von 87 Hennen und5 Hähnen umgegraben.Was daneben fällt wird von 6 Gänsen und 4 Enten zerbröselt.Und 1. im monat wird alles von mir mit einer gabel gewendet.
Nach einem Jahr habe ich feinsten schwarzen Humus der direkt in den Garten kann.

Andi Faltner
01.09.2010, 09:15
Original von 2Rosen

Original von Andi Faltner
grundsätzlich sollte man Gurken und Tomaten nicht in einem Gewächshaus pflanzen, da kann es zu Problemen kommen.
Eine äußerst gewagte, ja sogar falsche These!
Faulende Tomaten sind oft auf zu wenig Durchlüftung, direkten Wasserkontakt an den Früchten oder schlechte Bodenbeschaffenheit zurück zu führen.
Ebenso sollte die anzubauende Sorte auf Standpunkt, Licht- Wasser- und Bodenverhältnisse abgestimmt werden.
Mein alter Herr, Gärtnermeister im Ruhestand, baut seit ca. 50 Jahren in einem seiner Gewächshäuser zentnerweise äußerst schmackhafte und gesunde Tomaten an.

Es ist aber nunmal so, dass Tomaten eher trockenes Klima bevorzugen und Gurken es eher feucht mögen.

Mag ja sein, dass das trotz dessen mit beiden Sorten in einem Gewächshaus klappt, wenn man ein für beide Sorten noch erträgliches Klima schafft. Ist aber auch dann von der Größe des Gewächshauses und der Nähe beider Sorten zueinander abhängig.

In etwa so, wie wenn man Hühner- und Gänseeier in einem Brüter ausbrütet, das kann durchaus gelingen, wenns jeweils noch an der Grenze des Erträglichen ist, wirklich optimale Bedingungen sind das allerdings nicht.

Wenn Du es nicht glaubst, kannst ja mal gockeln, es gibt unzählige Beiträge zum Thema Tomaten und Gurken.