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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Horrorvisionen!?!



Bauernbou
21.08.2005, 21:35
Wo wird die Grenze zwischen Fiktion und realität liegen ?

Vorsicht Satire !

17. August 2005 Die Meldungen über die Vogelgrippe, die in Kasachstan aufgetreten ist überstürzen sich in den westlichen Medien.

18. August 2005 Die ersten Vogelgrippefälle werden westlich des Urals gemeldet. Im restlichen Europa werden Vorbereitungen, allen voran in Deutschland und Holland, gegen den bevorstehenden Vogelzug aus dem Osten getroffen. Importe von Geflügel und Geflügelprodukten aus Osteuropa werden verboten.

25. August 2005 In einer polnischen Provinz sind mehrere Zugvögel verendet aufgefunden worden.

1. September 2005 Die Bundesregierung verordnet für Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen eine Stallhaltung für alles Geflügel.

15. September Ab sofort wird ein Ausstellungs- und Handelsverbot für Geflügel und andere Vögel erlassen. Vogelmärkte dürfen nicht mehr durchgeführt werden. Transport von Geflügel innerhalb Deutschlands ist nur mit Ausnahmegenehmigungen möglich.

28. September In einem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb in Dänemark ist der Verdacht auf Vogelgrippe aufgetreten. Alles Geflügel wurde dort sofort getötet. Die Bundesregierung dehnt die Verordnung über die Stallhaltung auf Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen aus.

30. September auch in den Niederlanden tritt ein Verdachtsfall in einer privaten Vogelhaltung auf.

2. Oktober. Der Verdacht in Dänemark hat sich nicht bestätigt.

4. Oktober Das Bundesministerium für Verbraucherschutz warnt vor dem Verzehr von Wildvögeln, besonders von Enten und Gänsen.

13. Oktober. In Kairo findet ein geheimes Symposium verschiedener Geheimdienste statt, das sich mit dem Thema Bevölkerungsexplosion in Drittewelt-und Schwellenländern befasst.

10. Oktober weitere Vogelgrippefälle werden aus Dänemark und den Niederlanden gemeldet.

15. Oktober im Nationalpark Wattenmeer werden vermehrt verendete Vögel gefunden.

17. Oktober die Vogelgrippe wird bei einigen toten Zugvögeln an der Schleswig-holsteinischen Küste diagnostiziert.

19. Oktober In Kiel legt ein Diplom-Biologe seine Dissertationsarbeit vor, in der er berechnet hat, wie wahrscheinlich es ist, dass der Vogelgrippevirus die Artenschranke Vogel – Mensch überwindet und zudem eine Epidemie unter der Menschheit ausbricht. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es unwahrscheinlicher ist als an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen je einen Sechser im Lotto zu landen. Die Arbeit wird von der Fakultät nicht angenommen.

20. Oktober aufgrund des strengen Winters in Sibirien nimmt der Vogelzug Richtung atlantische Küste stark zu.

22. Oktober Fälle von Vogelgrippe treten in Mecklenburg-Vorpommern auf.

25. Oktober. Die Bevölkerung wird vor dem Berühren toter Vögel gewarnt.

27. Oktober auch Niedersachsen hat seinen ersten Vogelgrippefall bei einem privaten Hühnerzüchter. Alles Geflügel im Umkreis von 10 km wird getötet und verbrannt.

30. Oktober Vogelgrippefälle werden nun auch aus Rheinland-Pfalz, Thüringen und Bayern gemeldet. Alles Geflügel im Umkreis von 30 km wird getötet und verbrannt.

2. November Im Stadtgebiet von Düsseldorf sind die Parkenten von Vogelgrippe befallen worden. Zu Dutzenden werden Enten, Blässhühner und Schwäne tot aufgefunden. Für alle Parkflächen mit Wasservogelbeständen wird ein Betretungsverbot ausgesprochen. Zu Hunderten werden die Wasservögel eingefangen, abgeschossen, vergiftet und anschließend verbrannt.

3. November Die ARD wiederholt am Abend zum 54 Mal Hitchcocks „Die Vögel“, die Privatsender halten mit „outbreak“ dagegen.

5. November Stadtverwaltungen, Denkmalschutz, Ärzte und Verbraucherschutzorganisationen warnen vor den Gefahren, die von Parkvögeln und Stadttauben ausgehen.

10. November Berlin, Bielefeld und München führen Vernichtungsaktionen für Stadttauben und Parkvögel durch.

Bauernbou
21.08.2005, 21:36
12. November ein Hähnchenmastbetrieb in Niedersachsen meldet den Ausbruch der Vogelgrippe. Der gesamte Bestand von rund 1 Million Hähnchen wird sofort getötet und verbrannt.

14. November nur 35 km entfernt von diesem Hähnchenmastbetrieb tritt ein zweiter Fall auf.
Da seit zwei Jahren eine Meldepflicht für alles Gefiederte besteht, ist es ein leichtes für die Behörden Listen über private Vogelhalter zusammenzustellen. „Entseuchungsteams“ werden zusammengestellt und jeder Halter von Geflügel und Ziervögeln aufgesucht. Alles Geflügel des Landkreises und der benachbarten Kreise wird aus den Ställen entfernt, sofort getötet und verbrannt.

20. November Wegen der mittlerweile zwei Monate andauernden Stallhaltungsverordnung treten vermehrt Wurmbefall und Darmerkrankungen beim Geflügel auf.

25. November weitere Fälle der Vogelgrippe treten in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg auf. Rund 5 Millionen Tiere werden getötet.

26. November Das Verbraucherministerium warnt vor dem Verzehr von belasteten Eiern und Geflügelfleisch aus Kleinhaltungen. Nur aus hygienisch überwachten Großbetrieben sei der Verzehr von Geflügelprodukten unbedenklich.

1. Dezember In Hamburg wird ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert, bei dem der Verdacht besteht, er habe sich mit der Vogelgrippe angesteckt.

3. Dezember in Schleswig-Holstein treten gleichzeitig fünf Fälle von Vogelgrippe auf. Es wird beschlossen alles Geflügel in diesem Bundesland zu töten. Jäger werden aufgefordert an den Küsten verstärkt Jagd auf Zugvögel zu machen. Auf den deutschen Halligen wird die Bevölkerung vorsorglich evakuiert.

4. Dezember der Verdacht auf Vogelgrippe im Hamburger Krankenhaus hat sich bestätigt.

7. Dezember München und Berlin führen weitere Aktionen zur Vernichtung von Parkvögeln und Stadttauben durch. Fast alle Städte des Ruhrgebietes schließen sich dieser Aktion an.
Die seit Monaten gehorteten Medikamente werden an Krankenhauspersonal, Polizei und Bundeswehr ausgegeben.

9. Dezember Hessen beschließt ein generelles Haltungsverbot von Geflügel für private Halter. Alles Geflügel ist bis zum 15. Dezember zu töten.

10. Dezember ein weiterer Fall von Vogelgrippe wird bei einer 25-jährigen Studentin in Hannover diagnostiziert. Die Bundesregierung empfiehlt der Bevölkerung sich in gefährdeten Gebieten gegen Vogelgrippe impfen zu lassen.

11. Dezember der Mann in Hamburg ist an der Vogelgrippe gestorben, wie das Krankenhaus mitteilt.

14. Dezember Schleswig-Holstein schließt sich an Hessen an und verbietet ebenfalls jegliche private Geflügel und Ziervogelhaltung.
Die Krankenkassen teilen mit, dass sie die Impfkosten für Vogelgrippe nicht übernehmen können. Jeder muss dafür selbst aufkommen.

15. Dezember In Hessen werden Razzien durchgeführt, alle Vögel, die noch bei privaten Haltern angetroffen werden, werden sofort getötet. Der Impfstoff gegen Vogelgrippe wird knapp, da er aus Hühnereiern hergestellt werden muss, die derzeit Mangelware sind.
Aber die Universität Hannover arbeitet mit Hochdruck an einem völlig neuen Impfstoff.

16. Dezember der Preis für ein Ei liegt im Supermarkt bei 70 Cent pro Stück, der Preis für die Weihnachtsgans ist im Vergleich zum Vorjahr um 30% gestiegen.

18. Dezember In Niedersachsen hat sich ein Hobbyzüchter von Finkenvögeln an der Vogelgrippe angesteckt. Er und seine Familie werden sofort unter Quarantäne gestellt. Niedersachsen beschließt daraufhin es Hessen und Schleswig-Holstein gleich zutun.
27 Millionen Tiere sind inzwischen in Deutschland der Vernichtungsaktion zum Opfer gefallen.

19. Dezember Die Tierseuchenkasse lässt verlauten, dass nur Halter ab einem Mindestbestand von 5000 Tieren mit einer Entschädigung rechnen können.

20. Dezember Die Studentin in Hannover erliegt ihrer Krankheit. Der Mann aus Hamburg habe sich bei ein einem längeren Aufenthalt in Sri Lanka angesteckt gehabt, wird mitgeteilt.
Die Impfstoffreserven sind aufgebraucht. Nur 20% der Bevölkerung konnten geimpft werden.

27. Dezember gleich acht Großbetriebe mit etwa 20 Millionen Tieren melden den Ausbruch der Vogelgrippe.

31. Dezember Am Silvesterabend wird in einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt ein Geflügelzüchter von alkoholisierten Jugendlichen regelrecht zu Tode gefoltert. Die Jugendlichen machen sich einen Spaß daraus seine Hühner lebendig ins Feuer zu werfen.

1. Januar 2006. Das Verbot der Käfighaltung von Legehennen tritt in Kraft. Der Eierpreis steigt pro Stück auf 91 Cent. Nudeln, Kuchen und Speiseeis verteuern sich um 25%.

2. Januar Unbemerkt von den Augen der Öffentlichkeit siedeln sich acht niedersächsische Großbetriebe auf polnischem Gebiet, nahe der deutsch/polnischen Grenze an.

3. Januar 2006 In einem weiteren Großbetrieb für Legehennenerzeugung in Niedersachsen tritt die Vogelgrippe auf, der Betreiber stirbt wenige Tage später

4. Januar Nordrhein-Westfalen ordnet die Tötung allen Geflügels im Land an.

5. Januar im Gesamten Bundesgebiet kommt es zu Vernichtungsaktionen von Parkvögeln. Teilweise werden durch die Bevölkerung regelrechte Hetzjagden auf alle Vögel veranstaltet. Zoologische Gärten werden geschlossen. Ihr Vogelbestand unter Schutz und strenge Quarantäne gestellt.

6. Januar In Stuttgart erkranken fünf Kinder eines Kindergartens an Durchfall nachdem sie einen kranken Vogel berührt hatten. Die Schlagzeilen in den Medien überstürzen sich. Bayern und Baden-Württemberg beschließen daraufhin ihre Länder Geflügelfrei zu machen. In einer kleinen Randnotiz meldet die Presse: Der Hobbyzüchter aus Niedersachsen und seine Frau sind nicht an der Vogelgrippe erkrankt gewesen.

10. Januar Für das gesamte Bundesgebiet wird eine Verordnung betreffs der privaten Vogelhaltung erlassen. Ausnahmegenehmigungen gibt es nur für bedrohte Arten in zoologischen Gärten und für Großbetriebe der Nahrungserzeugung, deren Hygienevorschriften verstärkt werden. Der Legehennenerzeuger aus Niedersachsen starb an einem Herzinfarkt wird unter vorgehaltener Hand zugegeben

17. Januar Die Bundesregierung beschließt, dass für industrielle Großbetriebe und für bedrohte Arten in öffentlichen zoologischen Gärten eine Impfung gegen die Vogelgrippe erlaubt wird.

20. Januar Überall in Deutschland werden Razzien durchgeführt und Vögel vernichtet. Die Arbeitslosenzahlen sinken.

21. Januar Bei den Kindern in Stuttgart hatte es sich um eine gewöhnliche Magen-Darm-Infektion gehandelt wird über die Medien verbreitet. In Gesamtdeutschland wird das private und gewerbsmäßige Halten von Vögeln und Geflügel verboten.

30. Januar Deutschland ist Geflügelfrei melden die zuständigen Behörden.

15. Februar. Die Arbeitslosenzahlen steigen wieder. Ein Ei kostet mittlerweile 126 Cent

1. März 2006 der Eierpreis sinkt wieder, dank Importe aus Poeln, Tschechien, Frankreich und Ungarn auf 51 Cent. pro Stück

20 März 2006 Deutschland sieht sich erneut bedroht durch den aus dem Süden einsetzenden Vogelzug, nachdem im Sudan mehrere hundert Menschen an dem Vogelgrippevirus gestorben sind. Die Bundeswehr wird an den Alpen stationiert, um alle heimkehrenden Zugvögel abzuschießen.

1. Mai 2006 Die Industrie wirbt damit, dass Geflügelprodukte aus Tschechien, Polen und der Ukraine nach Deutschem Standard von Deutschen Züchtern produziert werden

5 Juni 2006 Die Vernichtungskampange ist vorbei. Die Vogelgrippe ist dank der durchgeführten Aktionen in Deutschland nicht wieder aufgeflammt.

Dezember 2006 die polnische Hafermastgans kostet dieses Jahr zu Weihnachten 99 €, billigere Alternativen für den Festbraten bieten die aus China und Südostasien importierten Enten oder die französischen und ungarischen Stopfgänse.

Frühling 2007 ein Stummer Frühling.

Frühling 2008 in den Wäldern und Parks werden Lautsprecher installiert über die Vogelgesang ausgestrahlt wird.

Bauernbou
21.08.2005, 21:36
Sommer 2008 Es herrscht eine Insektenplage. Es ist kaum möglich ins Freie zugehen ohne von Stechmücken überfallen zu werden. Obst und Getreide verderben. Die Politiker und wer es sich sonst leisten kann machen Urlaub in China, Indien, Polen, Kasachstan oder im Sudan. Da ißt man noch gut und reichlich zu erschwinglichen Preisen.

5. August 2008 Ein unbedeutender Wissenschaftler, der sich jetzt auf Hawaii versteckt hält, gibt in Stern-Tv ein Interview und läßt verlauten, jemand habe im Sudan vor einiger Zeit eine Labortür offenstehen lassen......

13. August In einer Sondersendung zum Thema „Insektenplage“ wird darüber diskutiert, ob diese ganze Vernichtungsaktion zur Bekämpfung der Vogelgrippe eigentlich nötig gewesen wäre. Prof. Hiero Pinkepong (62, Universität Iweißallsbesser) weist entschieden daraufhin, dass man schließlich so eventuell 30 Millionen Tote unter der Bevölkerung verhindert habe. Frau Birgit Meyer-Wagensulze (49, Politikerin) erklärt dagegen, dass die ganze Aktion nur halb soviele Kosten verursacht hätte, hätte man sie bereits 20 Jahre früher durchgeführt. Mr. John Konsobuzki aus Middleroquefort/ Massechusetts sieht dagegen eher das Problem darin, dass die Säugetiere zu Beginn der Kreidezeit einer Art namens Archäopetrix die ökologische Einnischung ermöglicht hätten. Schließlich möchte Hans Wurst (32, Idiot von der Straße) einwerfen, daß welt weit 317 Menschen an der Vogelgrippe gestorben seien – eine Zahl die der Autoverkehr dreimal am Tag erfüllt. Diese Zahl würde doch in keinem Verhältnis zu den 659 Millionen getöteten Vögeln stehen. Davon waren lediglich 300000 tatsächlich an der Vogelgrippe erkrankt.
Ihm wird von den anderen Diskusionsteilnehmern Inkompetenz bescheinigt.

Zeitgleich. In einem unbedeutenden Dörfchen, ganz nahe am Nirgendwo gelegen, sitzt ein dicklicher Mann in seinem Garten und freut sich über das rosa Vögelchen, das unter seiner Wollmütze eben zur Welt kam. Zufrieden lehnt er sich zurück, ein verschmitztes Lächeln huscht über sein Gesicht. Ob er den anderen davon erzählen soll? Zwar wüßten dann alle, dass er einen Vogel hat, aber –so denkt er- es ist ja bekannt, dass die meisten Menschen zwar Augen zum schauen haben, aber trotzdem nicht sehen können. Ich werde es tun!

Und warum das Alles ?
Antwort: Weil wir im 21. Jahrhundert leben!
Manchmal wünschte ich, ich würde 1835 leben.
Jo, ich hab eine blühende Phantasie

kotbrett
21.08.2005, 21:47
Hallo,

ich denke mal die Satire ist sehr nahe an der Wahrheit.

kotbrett

Hühnerknecht
21.08.2005, 22:03
Nicht schlecht, Herr Specht!

Du hälst uns Deutschen den Spiegel vors Gesicht! So sind wir halt.

Weiter so.

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
21.08.2005, 22:06
Auch ne nette Lektüre

schlappe 118 Seiten ... aber sehr detailiert. ;)

KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
Brüssel, den 28.4.2005

RICHTLINIE DES RATES
mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf)

Der Link ist im Thread Info Vogelgrippe (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=3843) zu finden.

Inhalt:
Artikel 4 Jährliche Überwachungsprogramme
Artikel 5 Seuchenmeldung und Mitteilungen
Artikel 6 Epidemiologische Untersuchung
Artikel 7 Maßnahmen in Haltungsbetrieben
Artikel 8 Ausnahmen von bestimmten Maßnahmen für Haltungsbetriebe
Artikel 9 Dauer der Maßnahmen für Haltungsbetriebe
Artikel 10 Zusätzliche Maßnahmen infolge der epidemiologischen Untersuchung
Artikel 11 Maßnahmen der zuständigen Behörde
Artikel 12 Ausnahmen von bestimmten Maßnahmen für Haltungsbetriebe
Artikel 13 Ausnahmen für bestimmte Haltungsbetriebe
Artikel 14 Maßnahmen bei Ausbruch hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) in separaten Produktionseinheiten
Artikel 15 Maßnahmen für Kontaktbetriebe
Artikel 16 Abgrenzung von Schutz- und Überwachungszonen und weiteren Sperrgebieten bei Ausbruch hochpathogener aviärer Influenza (HPAI)
Artikel 17 Maßnahmen für Schutz- und Überwachungszonen
Artikel 18 Zählung, Betriebsbesichtigungen durch den amtlichen Tierarzt und Überwachung
Artikel 19 Maßnahmen für Haltungsbetriebe
Artikel 20 Verbot der Ver- oder Ausbringung von Einstreu oder Mist aus Haltungsbetrieben
Artikel 21 Messen, Märkte und sonstige Zusammenführungen, Aufstockung von Wildbeständen
Artikel 22 Verbot der Verbringung und der Beförderung von Geflügel, Vögeln anderer Spezies und Eiern
Artikel 23 Ausnahmen für Direktbeförderungen von Geflügel zur unverzüglichen Schlachtung
Artikel 24 Ausnahmen für Direktbeförderungen von Eintagsküken
Artikel 25 Ausnahmen für Direktbeförderungen von Junglegehennen
Artikel 26 Ausnahmen für Direktbeförderungen von Brut- und Konsumeiern
Artikel 27 Ausnahme für die Direktbeförderung von verendetem Geflügel oder verendeten Vögeln anderer Spezies
Artikel 28 Reinigung und Desinfektion von Transportmitteln
Artikel 29 Dauer von Maßnahmen
Artikel 30 Maßnahmen für Überwachungszonen
Artikel 31 Dauer von Maßnahmen
Artikel 32 Maßnahmen für weitere Sperrgebiete
Artikel 33 Ausnahmen
Artikel 34 Biosicherheitsvorkehrungen
Artikel 35 Untersuchung von HPAI-Verdachtsfällen in anderen Einrichtungen als Haltungsbetrieben und bei Transportmitteln
Artikel 36 Maßnahmen für Schlachthöfe
Artikel 37 Maßnahmen für Grenzkontrollstellen und Transportmittel
Artikel 35 hinausgehende Untersuchungen bestätigt oder ausgeschlossen ist.
Artikel 38 Zusätzliche Maßnahmen für Schlachthöfe, Grenzkontrollstellen und Transportmittel
Artikel 39 Maßnahmen der zuständigen Behörde
Artikel 40 Ausnahmen für bestimmte Betriebe
Artikel 41 Maßnahmen bei LPAI-Ausbruch in separaten Produktionseinheiten
Artikel 42 Maßnahmen für Kontaktbetriebe
Artikel 43 Abgrenzung von Sperrgebieten bei LPAI-Ausbruch
Artikel 44 Maßnahmen für das Sperrgebiet
Artikel 45 Dauer von Maßnahmen
Artikel 46 Ausnahmen
Artikel 47 Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit
Artikel 48 Laboranalysen und Maßnahmen betreffend Schweine und andere Tiere
Artikel 49 Reinigung, Desinfektion und Behandlung
Artikel 50 Wiederbelegung von Haltungsbetrieben
Artikel 51 Diagnosemethoden und Diagnosehandbuch
Artikel 52 Referenzlaboratorien
Artikel 53 Herstellung, Abgabe und Verwendung von Geflügelpestimpfstoffen
Artikel 54 Notimpfung von Geflügel und Vögeln anderer Spezies
Artikel 55 Genehmigung von Notimpfplänen
Artikel 56 Ausnahmen
Artikel 57 Schutzimpfung von Geflügel und Vögeln anderer Spezies
Artikel 58 Genehmigung von Schutzimpfplänen
Artikel 59 Gemeinschaftliche Impfstoffbank
Artikel 60 Nationale Impfstoffbanken
Artikel 61 Gemeinschaftskontrollen
Artikel 62 Sanktionen
Artikel 63 Krisenpläne
Artikel 64 Durchführungsvorschriften
Artikel 65 Ausschussverfahren
Artikel 66 Aufhebungen
Artikel 67 Übergangsvorschriften
Artikel 68 Umsetzung
Artikel 69 Inkrafttreten
Artikel 70 Adressaten

Diverse Anhänge

bettelhuhn
21.08.2005, 23:09
Zynismus und Satire sind die Vorstufe zur absoluten Wahrheit.

Ich würde es gerne dem Mann im Garten mit seinem Verhalten gleich tun und Tiere beschützen wollen, notfalls in meinem Schlafzimmer.

Ich hoffe nur, dass man dafür nicht dicklich sein muss!

Thomas

Klausemann
22.08.2005, 07:59
Hallo BauernBou,
die Aktion von der Bundeswehr in den Alpen, fande ich am bezeichnestens 8).

Panik, alles laufen Kopflos umher und tun irgendwas. Was ist ja egal, hauptsache man tut was. Ja man muss doch was tun :o

...... 2030,nach 25 Jahre Vogelfreie Zone ist für Europa wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.Die aller Welt Firma BIO-Huhn, wirft ihre patentierte Hybride, Modell Arche Noah, auf dem Markt. Die Historiker glauben jetzt schon, das dieses Patent, das bestgehüttete Geheimnis nach dem JFK Attentat ist.

Landei
22.08.2005, 09:44
HEUTE IN DER SÜDDEUTSCHEN:
Es wird gewarnt davor tote Wildtiere zu berühren. Wg. möglicher Vogelgrippe. Aber auch evt. Tollwut... *räusper*
Ist die Tollwut jetzt schon wieder offiziell in Bayern aufgetaucht? (Halleluja, unsere Weidepferde sind geimpft.... )

Gruselig.

Tja, und ich hatte auch schon den Verdacht, dass mit der Hysterie auch was anderes einhergeht: Sind wir Hobbyhühnerhalter etwa schon eine Bedrohung für die Agromaschinerie und den Markt der EG mit unseren 7 Eiern pro Tag????? Per Vogelgrippe könnte man uns plattmachen und wieder in die Ränge der artigen stumpfen Verbraucher einreihen, ne?
>:(
(ok, korrigiert mich wenn ich Euch völlig paranoid erscheine.... hoffen wir lieber dass nicht das SChlimmste eintritt).

Scybalon
22.08.2005, 18:55
Also bei uns in Franken ist es kein Geheimnis, dass die Tollwut nicht ausgerottet wurde.
Und da Franken zu Bayern gehört...

Und zu der Satire: Böse, aber echt gut.

bettelhuhn
22.08.2005, 22:54
Bei der letzten nenneswerten "Pandemie" im Jahre 1918, der spanischen Grippe, wurden 20 Millionen Menschen dahingerafft. Die Weltbevölkerung bestand damals aus circa 1,2 Millarden Menschen. Heute sind wir ca 7 Millarden auf dem Globus.

Die Viren haben uns also nicht gekillt, noch nicht einmal eingeschränkt in unserem selbstzerstörerischen Wachstum. Aber wir haben haben es in den vergangenen 97 Jahren geschafft etliche Tierrassen zu vernichten, die das Werk unseres Schöpfers waren.

Wenn der Schöpfer der Tiere und Menschen, angenommener Weise, auch unserer oberster Richter ist und ihr an seiner Stelle wäret, würdet ihr Vögel und Hühner und Enten keulen lassen?

Vielleicht sterbe ich an der Vogelgrippe, weil ich Hühner halte und sie auch beschützen werde im Ernstfall, aber ich habe dennoch keinerlei Angst, weil ich festen Glaubens bin.

Thomas

Klausemann
23.08.2005, 05:58
Moin Thomas,

das der Geflügelvirus vom Huhn direkt auf den Menschen übergeht, ist eher unwahrscheinlich. Wenn du jetzt noch Schweine hälts , dann sieht es schon wieder anders aus.

http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/krankheiten/21_07_zoonosen.php

oder

http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe#.C3.9Cberg.C3.A4nge_von_A.2FH5N1_auf_M enschen

Also immer schön die Vorderhufen waschen, dann bekommst du auch keinen Schnupfen . ;)

Gruss Klaus

Bauernbou
09.11.2005, 18:03
Mag mal jemand diese im August geschriebenen Horrorvisionen mit der derzeitigen Realität vergleichen, wenn gerade heute folgendes gemeldet wurde :
Klinik tötet Tauben mit Gift
Polizei: Strafbar - Angst vor Vogelgrippe
Einige Patienten am Villinger Klinikum machen sich Sorgen: Nicht um die eigene Gesundheit, sondern weil reihenweise tote Tauben an ihren Fenstern vorbeisegeln. Die Vogelgrippe? Nein, das Klinikum lässt die Tiere vergiften, um die Patienten zu schützen. Der Tierschutzverein ist empört. Weder Stadt noch Landratsamt wissen etwas von der Aktion. Und: Tauben töten ist verboten.
VS-Villingen
VON MICHAEL LüNSTROTH




Bild:

VS-Villingen - Man stelle sich folgende Szene vor: Ein Patient liegt in seinem Krankenbett im Villinger Klinikum, überlegt, wie er die Zeit rumkriegen könnte und plötzlich macht es "Wusch" und eine Taube rauscht kopfüber am Fenster vorbei.

Beim ersten Mal wundert er sich, beim zweiten Mal kommt es ihm komisch vor und beim dritten Vogel-Sturzflug wird er skeptisch. Ist die Vogelgrippe in Villingen-Schwenningen angekommen? Mitnichten, denn Tauben sind äußerst resistent gegen diesen Virus. Dennoch fallen die gurrenden Vögel rund um das Klinikum fast schon in Serie vom Himmel. Dies teilten jedenfalls besorgte Patienten aus dem Klinikum dem SÜDKURIER mit. Eine Nachfrage vor Ort ergab, dass die Patienten keineswegs postoperative Visionen hatten, sondern Tauben tatsächlich im Todesflug an den Fenstern vorbeistürzen. Der Grund: Das Klinikum lässt den Vögeln von einer Spezialfirma einen Giftcocktail verabreichen. "Alleine zum Schutz der Patienten", erklärt Peter Zuckschwerdt, Abteilungsleiter Wirtschaft und Einkauf am Klinikum, auf Nachfrage.

Zuckschwerdt erläutert detailliert die Vorgehensweise: Zunächst werden die Tauben mit herkömmlichem Trockenfutter angelockt und dann einige Tage gefüttert. Ab dem dritten Tag wird ein Giftcocktail eingesetzt, der die Tiere angeblich innerhalb weniger Minuten tötet. "Einige können noch fliegen, aber die meisten fallen einfach vom Dach", sagt er. Erst vorgestern seien drei Tauben aufgelesen worden. Die Kadaver werden gesammelt und dann in eine Verbrennungsanlage gebracht. 30 bis 40 Giftkerne werden ausgelegt und "dann haben wir erstmal wieder Ruhe", so Zuckschwerdt. Vor allem auf der Südseite habe man Probleme mit den Tauben. Viele Balkone wären voll mit Taubenkot. "Da müssen wir einschreiten, um unsere Patienten zu schützen", sagt der Abteilungsleiter, der auch zuständig ist für die Außenanlagen und Hygiene. Aus Sicht der Klinik sei dies das letztmögliche Mittel gewesen, denn obwohl überall "Füttern verboten"-Schilder aufgestellt seien, würden manche Patienten die Tiere noch immer füttern. "Früher hatte sich noch ein Falke hier eingenistet, der hat die Tauben fern gehalten." Aber seitdem der fort sei, könne man die Tauben nur noch mit einem Giftcocktail in Schach halten.

Das ist aber nicht erlaubt: Im Tierschutzgesetz steht, dass man Tieren kein Futter reichen darf, das ihnen Schmerzen zufügt. Wer Giftköder auslegt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Nach Auskunft eines Polizeisprechers sieht das Gesetz hier auch keinerlei Ausnahmen für sensible Bereiche wie Kliniken vor. Am Krankenhaus beruft man sich auf eine Vereinbarung mit dem Tierschutzverein und dem Bürgeramt in Villingen. "Das ist alles abgestimmt", sagt Zuckschwerdt. Nur: Weder beim Tierschutzverein noch bei der Stadt weiß man etwas davon. Ingrid Fricker vom Tierschutzverein ist empört: "So einer Vereinbarung würde ich nie zustimmen." Und: "Das ist eine Schweinerei hoch drei." Ralf Glück, Amtsleiter beim Villinger Bürgeramt, hat von der gezielten Taubentötung am Klinikum ebenfalls nichts gehört. Wenn so etwas geschehe, dann müsse er das normalerweise wissen, so Glück. Gleiches Ergebnis bei der Nachfrage am Landratsamt: Michael Langer, Amtsleiter des Veterinäramtes, kennt den Sachverhalt nicht. Er räumt aber ein, dass das Taubenproblem "mannigfaltig" sei und es in sensiblen Bereichen wie Kliniken die Möglichkeit gebe, gezielt zu töten.

Aus ärztlicher Sicht sind die Tauben ein echtes Hygieneproblem. Über die Klimaanlagen könnten die milbenverseuchten Bakterien im Taubenkot ins Gebäude gelangen. Dies sei besonders bei offenen Wunden ein ernstes Problem und könne nicht toleriert werden, so ein Krankenhaus-Mediziner. Deshalb sei die Maßnahme "absolut logisch und im Sinne der Patienten".

"Seit etwa acht Jahren machen wir das, ein bis zweimal pro Jahr", sagt Zuckschwerdt Solch ein Einsatz käme dann zustande, wenn sieben bis acht Tauben um das Klinikum kreisten und die Gefahr bestünde, dass sie sich dort einnisten wollen. "Das Patientenwohl geht in solchen Fällen klar vor dem Tierschutz", sagt er. Die beiden Geschäftsführer der Klinik wissen indes nichts von dem Taubenproblem: "Das ist mir noch nicht zu Ohren gekommen", sagt Horst Schlenker und auch Rolf Schmid weiß nichts davon. Damit geht es ihnen wie Stadt, Tierschutzverein und Landratsamt. Die Patienten können sich einstweilen beruhigen: Wenigstens ist es keine Vogelgrippe.

gaby
09.11.2005, 18:30
Ich mag keine Tauben aber das ist absolut unverschämt und unglaublich!
gg

Gast
10.11.2005, 07:29
da schließe ich mich gaby an. muss schon ein krasser anblcik sein wenn du im kh liegst und da segelt ne tote taube an deinem fenster vorbei. (das macht mut) ;)

corinna
19.02.2006, 15:08
Bundeswehr schickt Experten nach Rügen



Bild großklicken
Kampf gegen Vogelgrippe: Bundeswehr soll helfen (Foto: dpa)
Beim Kampf gegen die Vogelgrippe soll die Bundeswehr auf Rügen helfen. Nachdem auf der Insel bei weiteren 28 Wildvögeln verschiedener Arten das hoch ansteckende Virus H5N1 nachgewiesen wurde, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus am Samstag die Hilfe an. Die Fundorte der infizierten Vögel verteilten sich über die gesamte Insel, sagte der SPD-Politiker in Schwerin. Er habe deshalb ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gerichtet.

http://onnachrichten.t-online.de/c/70/50/87/7050878.html

chicken
19.02.2006, 15:26
tach zusammen,
sacht ma, hat von euch einer wat davon gehört, dat man jetzt sogar die katzen nicht mehr rauslassen sollte? gerüchte verbreiten sich schnell. angeblich, weil die katzen ja vögel jagen und ihre beute auch mit ins haus bringen.
also, ich könnt meine katzen nicht drin behalten - die würden mir das haus zerlegen.

claudia

nadine1204
19.02.2006, 18:31
Also ich habe es in der Zeitung mit dem B davor gelesen, aber auch in anderen Zeitungen und in den Nachrichten habe ich es auch gehört. Leinenzwang für Hunde,obwohl dies besteht ja schon seit Jahren. Ja und Katzen sollten auch nicht frei laufen, weil die gefährdeter wären als Hunde.


Na dann wünsche ich allen Freigänger Katzenhaltern schon mal viel spaß!! :( :-[ ;)

corinna
19.02.2006, 19:02
in einer EU-Verordnung steht,
Bei Verdacht Haussäuger zahlenmäßig erfassen.

Nehmen sie jetzt auch Hund und Katz mit.

Von Nagerbekämpfung wird gesprochen, was passiert mit Farbmäusen und Ratten, oh meerschweinchen und Kaninchen nicht zu vergessen.

Fragen über Fragen, ich möchte ja so gerne noch Hoffen für die, die keine Reporter aufs Grundstück gelassen haben.

chicken
21.02.2006, 17:13
und dann ist mir noch folgendes zu ohren gekommen:
wenn in einem bezirk vermehrt vögel gefunden werden, die dieses virus in sich tragen, werden die hühner dieses bezirks gekeult - eingestallt oder nicht. rein vorsorglich.
ich will jetzt hier keine panik machen, nur sagen, was man sich so erzählt. ob dies der wahrheit entspricht, möchte ich gerne von euch wissen.

chicken (die ihre hühner dann verstecken wird)

Achim
21.02.2006, 17:21
guck dir nur mal an,was gerade auf rügen abgeht...
muss man da noch was zu sagen???

Redcap
21.02.2006, 17:29
Also ich hab bisher von 10 Betrieben gelesen(Info Vogelgrippe Deutschland (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?postid=59830#post59830)), das ist weit weniger als hier schon unterstellt wurde.
Und das hatte plausible Gründe: Freilandhaltung und möglicher Eintrag, da einerseits Seuchengebiet als auch danach Geflügelbetriebe von verschiedenen Personen besucht wurde. Von wegen Seuchenvorkehrungen ...

corinna
21.04.2006, 20:11
Grüße Corinna

Bauernbou
15.05.2006, 23:02
ach da ist ja mein uralt-Artikel vom August 2005

Claudja
15.05.2006, 23:18
So wie ich es im Moment sehe, ist es dem Verbraucher im Augenblick ziemlich egal, die Sache mit den toten Vögeln. In den Blickpunkt gerät zur Zeit doch eher die andere Sache, die geplante steuerliche Abzocke.
Corinna, kannst das 2008 nochmal nach oben schubsen? Vielleicht fällt dann irgendjemandem auf, dass da nochwas fehlt, ausser Geld.

Grüsserchen
Claudia

bettelhuhn
15.05.2006, 23:31
Bauernbou tut gut daran seine "Fiktion" wieder ans Tageslicht zu holen. Zu nah ist er dran gewesen am tatsächlichen Geschehen. Unsere Gegner spielen auf Zeit und werden irgendwann den ersten Grippetoten in Europa präsentieren. Tatsächlich an H5N1 gestorben oder gefakt, das ist eigentlich egal.

Reaktionen von Menschenmassen haben niemals Relationen im Blick, nur niedere Emotionen, die nach einfachen Lösungen rufen.

Schauen wir in einem Jahr wieder in diesen Thread hinein.

Erfreut wäre ich über einen Irrtum meinerseits.

Thomas

Carolyn007
16.05.2006, 09:27
Original von bettelhuhn
Bauernbou tut gut daran seine "Fiktion" wieder ans Tageslicht zu holen. Zu nah ist er dran gewesen am tatsächlichen Geschehen. Unsere Gegner spielen auf Zeit und werden irgendwann den ersten Grippetoten in Europa präsentieren. Tatsächlich an H5N1 gestorben oder gefakt, das ist eigentlich egal.

Reaktionen von Menschenmassen haben niemals Relationen im Blick, nur niedere Emotionen, die nach einfachen Lösungen rufen.


Jaja, ob tatsächlich oder nur so getan als ob - das ist doch gängige Praxis in der Politik, man braucht sich doch nur die Politik der USA der vergangenen 15 Jahre ansehen... :angry
Hauptsache das Ergebnis zählt - legal, illegal, ******egal...

grünschnabel
16.05.2006, 11:39
Link (http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/2013924/)

...
Sie werfen in Ihrem Film die »naheliegendsten Fragen« auf, die entweder nicht gestellt oder nicht beantwortet würden. Beginnen wir mit den Rügener Höckerschwänen. Was läßt Sie daran zweifeln, daß diese tatsächlich an H5N1 verendeten?

Hein: Bei unseren Recherchen zum Film wurde schnell klar, daß es auf Rügen nicht zu einem Massensterben der Schwäne durch H5N1 gekommen war. Sämtliche Anwohner, aber auch Ornithologen vor Ort bestätigten, daß das Vogelsterben in diesem Umfang völlig normal und jedes Jahr nach dem Winter zu beobachten ist. Die Tiere sterben an Auszehrung, Futtermangel und Kälte. Dann ist da noch ein Punkt, der uns stutzig machte: Die geographische Nähe des Fundortes der angeblich infizierten Vögel zum Friedrich- Loeffler-Institut (FLI), dessen Hauptsitz sich nur wenige Kilometer entfernt auf der Insel Riems befindet. Bei näherem Hinsehen, stellen Sie fest, daß in Deutschland sämtliche Funde angeblich infizierter Tiere in der Nähe des FLI oder einer seiner Außenstellen liegen.

Gehen Sie soweit zu behaupten, das Friedrich-Loeffler-Institut könnte als nationales Referenzlabor für die Vogelgrippe die Viren gezielt ausgesetzt haben, um eigene Interessen zu bedienen?

Hein: Das glaube ich nicht. Das Problem besteht meines Erachtens in der Nachweismethode dieser Viren. Was allerdings schon stutzig macht, sind die hellseherischen Fähigkeiten des FLI-Präsidenten Thomas Mettenleiter. Schon vor einem Jahr orakelte er, die Vogelgrippe könne im Februar 2006 Deutschland erreichen, und nur zwei Tage vor dem ersten Fund im Februar gab er eine Presseerklärung heraus, in der er die Gefahr der Vogelgrippe für Deutschland hochstufte, da in Nigeria und Italien H5N1 nachgewiesen worden wäre und die Wildvögel von dort nach Deutschland kommen würden. Das Problem ist nur: Die Hauptflugzeit der Wildvögel ist erst im März. Zudem gab er die Anweisung, kranke oder tot aufgefundene Höckerschwäne in jedem Fall auf Influenzaviren zu untersuchen. Genau bei solchen Höckerschwänen wurde dann keine 48 Stunden später angeblich das erste Vogelgrippevirus auf deutschem Boden nachgewiesen. Das sind dann doch zu viele Zufälle auf einmal.

Worin bestehen die möglichen Eigeninteressen des FLI in puncto Vogelgrippe?

Hein: Je mehr man eine vermeintliche Gefahr der Vogelgrippe hochstilisiert, desto größer wird natürlich auch der Forschungsbedarf. Die Panikmache war für das FLI bisher äußerst lukrativ. Ende März hat der Bund 60 Millionen Euro für die Erforschung von Krankheiten bereitgestellt, die vom Tier auf den Menschen übertragbar sind. Ende April wurde der Etat für das FLI zur Erforschung der Vogelgrippe dann noch einmal um zehn Millionen Euro aufgestockt. Aber natürlich stehen in puncto Vogelgrippe noch ganz andere Interessengruppen im Hintergrund.

An wen denken Sie dabei?

Hein: Beispielsweise die Hersteller der sogenannten Grippemittel wie etwa Tamiflu. Auf Anweisung der Bundesregierung sollen alle Bundesländer für mindestens 20 Prozent der Bevölkerung Tamiflu oder alternativ Relenza – ein anderes Grippemittel – anschaffen. Das ist natürlich ein riesiges Geschäft für die Hersteller, und das obwohl niemand weiß, ob diese Mittel überhaupt wirken. Laut der US-Arzneimittelbehörde FDA ist Tamiflu ein Placebo, das jedoch in Einzelfällen schwerste Nebenwirkungen hervorrufen kann. Produziert wird es von der Pharmafirma Roche, erfunden hat es aber die kalifornische Firma Gilead Sciences, die für jede verkaufte Verpackung Lizenzgebühren erhält. Deren Vorstandschef war bis zu seinem Wechsel nach Washington US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der heute noch durch seine Aktienanteile kräftig an der Vogelgrippe mitverdient.

Daneben können sich auch die Forschungsinstitute für und die Hersteller von Impfstoffen auf riesige Forschungsgelder und volle Auftragsbücher freuen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat jüngst erst mit zwei Impfstoffherstellern Vorverträge abgeschlossen über 160 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Vogelgrippe, obwohl – selbst nach schulmedizinischer Meinung – noch gar kein Vogelgrippe-Virus existiert, das von Mensch zu Mensch übergeht. Solch einen Virus braucht man aber, um einen Impfstoff herzustellen. Also wozu dann diese teuren Verträge? Als reichte das noch nicht, machte Frau Schmidt – wohl als Ostergeschenk – gleich noch 20 Millionen Euro sogenannte Anschubfinanzierung locker.
....

Fränki
16.05.2006, 13:15
Interessant, interessant, aber erzählt das mal den dummen Mitmenschen, die nach der Lektüre der Bifi-Zeitung von Panik geplagt ihre Speisekammern ausmisten und Abstand zu Markständen mit Geflügel und Eiern halten.

Redcap
16.05.2006, 14:22
Der Link zum Film geistert ja auch schon seit zwei Wochen durchs Netz. Sollte man aber kritisch antizipieren ...
http://www.web-creative.org/files/grippe.html

Rumpelstilzchen
16.05.2006, 17:25
Man sollte alles kritisch betrachten. Habe jedoch meinem Tierarzt den Film gezeigt und er sieht darin keine Widersprüche,genausowenig wie die Ärzte, die ich zu dem Thema befragte.

chook
16.05.2006, 18:58
Der Film ist schon gut gemacht, aber es gibt auch Lücken, z.B. wird nur auf die Höckerschwäne eingegangen, aber nicht darauf, das auch Singschwäne (Zugvögel!), diverse Entenarten, Greifvögel und auch Säuger infiziert waren. Das wäre mit Sicherheit die Stelle, an der die Gegenargumentation als erste einhaken würde. Auch die Geschichte mit den immunokompromittierten Kindern ist interessant - aber was ist mit den anderen 100+ Menschen die an AI (oder zumindest während einer Infektion mit AI) gestorben sind.
Die Sache mit dem möglichen Impfschlamassel 1918 gibt natürlich arg zu denken.
Der Dr. Claus Köhnlein hat übrigens auch ein Buch zum Thema Infektionskrankheiten inkl. AI veröffentlicht, was wohl lesenswert sein dürfte.

LG
Ute

Rumpelstilzchen
16.05.2006, 19:10
Ich denke, der Film ist ein guter Ansatz, noch weiter zu recherchieren.
Zu den Zugvögeln haben sicherlich die NABU-Fachleute noch mehr zu ergänzen. Was ich jedoch vermute, ist, daß das Virus eh schon überall ist und eben nur geschwächte Tiere gesundheitlich ernsthaft angreift. Hab ja Hühnerrassen, die seit den Kreuzzügen existent sind, und was mich nun wundert, ist, wie haben diese Tiere eigentlich bislang ohne FLI und den Schutz des Herrn Seehofer überleben können ??
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß da schon jemals mal ein Mensch "vorsorglich" gekeult hat, wenn irgendwo die Geflügelpest aufgetreten ist. Solche Dinge wie Virusinfektionen und Seuchen kommen immer wieder mal, das gehört zur Natur einfach dazu.
Vor 100 Jahren hätten sie den Seehofer einfach ausgelacht, da wußte noch jeder, daß sowas völlig normal ist.

Redcap
16.05.2006, 20:26
Vor hundert Jahren wusste man noch nicht viel von der globalen Welt, das ist jetzt anders ... angefangen hat der Seuchenzug der Geflügelkrankheiten rund um die Welt mit ND 1917 ... ein paar Jahrzehnte nach Beginn der Geflügelrevolution durch Asiatische Rassen ...

Nachtrag: Angefangen hat das natürlich mit der Geflügelpest ca. 1870 ... (warum verdränge ich das immer? :roll)

Bauernbou
16.05.2006, 20:49
Cook,


aber was ist mit den anderen 100+ Menschen die an AI (oder zumindest während einer Infektion mit AI) gestorben sind.

davon abgesehen, dass ich 200 bis 500 Voeglgrippe-Tote immer noch für äußerst vernachlässigbar halte bei 1,8 Milliarden dort lebender Menschen, solltest du dir mal anhören,was Professor Farrer dazu sagt:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,3928919-6-wm_dsl,00.html


Rumpelstilzchen:
auch, wenn du Hühner hast, die seit den Kreuzzügen existieren. Geflügelpest wurde erstmals 1878 beschrieben. Aber ich pflichte dir bei, wir haben 1954 und 1976 den Seuchenzug ohne Seehofer überlebt. Damals gab es einen Neuanfang, mit Seehofer wirds aber keinen geben. Inkompetenter arroganter Politiker ohne jeglichen fachlichen Sachverstand kann ich dazu nur sagen.

bettelhuhn
16.05.2006, 21:16
Redcap sagt da etwas, voran wir nicht vorbeikommen. Die Globalisierung bringt uns Gefahren durch Krankheiten immer schneller und mit immer höheren Gefährdungspotential vor die Haustür.

Wir, die Halter kultureller Rassen, dessen Verbreitungsgebiet global gesehen sehr beschränkt war und ist, haben jetzt unter den angeblichen Infektionsdruck durch Vogelzug zu leiden. Durch eine Krankheit die es wahrscheinlich immer schon gab. Deine Argumentation Redcap, mit der Globalisierung, ist nur insofern richtig, dass es heutzutage zu einem schnelleren Informationsaustausch kommen kann, die Globalisierung bei der Verbreitung der Vogelgrippe bei den Einknastbefürwortern und ihrer Argumentation aber überhaupt keine Rolle spielt.

Wir wissen mittlerweile, dass der Vogelzug überhaupt keine Verbreitungsquelle, sondern nur Argumentationshilfe entsprechender Kreise ist.

Würde man gefährliche Handelsbeziehungen so restriktiv bekämpfen, wie zur Zeit uns, die Halter von harmlosen Hühnern, die keinem etwas zuleide getan haben, dann könnte die Welt besser aussehen.

Das ist meine Meinung!

Thomas

Redcap
16.05.2006, 21:36
Auf diese Details gehe ich doch nicht mehr ein ... das wissen wir doch alle,
dass die Globalisierung als Ursachenfaktor (teilweise) ausgeklammert wird, vorallem weil die Vögel Hauptverbreiter sein sollen ... aber wir wissen es ja besser ... ND ist ja nachgewiesenermaßen durch Importe eingeschleppt worden und mit der AI ist es genauso ... bis das die Bevölkerung u.die Medien mal schnallen ... :roll

chook
16.05.2006, 21:49
Original von Bauernbou
Cook,


aber was ist mit den anderen 100+ Menschen die an AI (oder zumindest während einer Infektion mit AI) gestorben sind.

davon abgesehen, dass ich 200 bis 500 Voeglgrippe-Tote immer noch für äußerst vernachlässigbar halte bei 1,8 Milliarden dort lebender Menschen, solltest du dir mal anhören,was Professor Farrer dazu sagt:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/23/0,4070,3928919-6-wm_dsl,00.html



Hatte ich schon gesehen und ist auch plausibel. Ich meine ja auch nur, dass solche Argumentationslücken eine Reportage schnell insgesamt angreifbar machen und damit dann womöglich das Kind mit dem Badewasser ausgeschüttet wird.

Ute

gaby
17.05.2006, 04:29
schlüssige Argumentationen sind einfacher wenn man sich auf das beschränkt was wirklich nachweisbar ist.

Da ist für die Betroffenen das Problem: Selbst wenn ich keine Lücke in meiner Argumentation hätte, können die *Besser/Andersinformierten* irgendwas aus *dem Hut ziehen*. Die Informationspolitik bei der VG beschränkt sich weitesgehend auf Hysterie schüren, Vermutungen und Erwartungen ohne Nachweise (die meisten Leute hier erkennen die Befunde vom FLI ja nicht an) oder Quellenangaben. Wie will man da eine schlüssige Gegenargumentation aufbauen?

Selbst grosse, gutinformierte Organisationen wiedersprechen sich selbst wenn es um die Gefahren der VG geht.

Die ganze Angelegenheit erinnert mich an ein Buch von Erich von Däniken, der baute Gebäude aus Hypothesen auf und führte als Beweis für die Richtigkeit wieder andere Hypothesen an.

Sowohl wir als auch die "Gegenseite" können eigentlich nur aus dem Bauch raus handeln, weil es kaum Tatsachen gibt nach denen man entscheiden/argumentieren kann.
gg

Hamster
17.05.2006, 05:40
,,,und solange alles so vernebelt bleibt, hat unsere Gegenseite das Tierseuchengesetz :o

gaby
17.05.2006, 09:02
das triffts auf den Punkt!
gg

grünschnabel
17.05.2006, 10:02
Diese Diskussion zeigt, das die Filmemacher den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Es gilt, Menschen wach zurütteln, zu lange haben viele die Augen verschlossen und nur das geglaubt, was von "oben" herunter rieselt.

Langsam schaltet ein Teil der Menschheit sein Gehirn wieder ein, diese Herrschaften sind nicht unwesentlich in der Zukunft, denn z. B. über Ornithologen und Veterinäre kann man nicht auf Dauer hinweg hören und sehen, sie unterstützen mit ihrer Position deutlich diejenigen, welche bisher nur belächelt werden - da sie ja ein so verzerrtes Bild von ihren Haustieren haben.

Link (http://www.szon.de/lokales/laupheim/region/200605170564.html)