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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bauliche Massnahmen gegen Vogelgrippe



bettelhuhn
21.08.2005, 11:59
Diesen Thread stelle ich mir, nachdem jetzt endlich ein Entwurf zur Verordnung gegen die Vogelgrippe vorliegt, so vor, dass wir hier gemeinsam nach billigsten Möglichkeiten suchen, die baulichen Massnahmen, wenn sie denn notwendig werden sollten, ausführen können.

Der Passus in der Verordnung

1. die Haltung unter Schutzvorkehrungen erfolgt, die einer Einschleppung der Klassischen Geflügelpest durch Wildvögel entgegenwirkt, insbesondere eine überstehende dichte Abdeckung nach oben und vogelsichere Seitenbegrenzungen vorhanden sind

regt einige Fragen in mir an:

1. wie gross wäre Eurer Meinnung nach ein geeigneter Überstand in cm.

2. wo bekommen wir billigst Vogelnnetze her, solange die noch zu haben sind.

3. wie stellen wir eine sturmgeeignete billige Überdachung her, die unbedingt aus provisorischen Stoffen hergestellt sein muss, da wir ansonsten mit dem Baurecht in Konflikt kommen.

Gruss

Tb.c

ponyziegehuhn
21.08.2005, 12:54
ich denke, das hängt von verschiedenen Faktoren ab, die bei jedem von uns anders sind (Bestandsgröße, vorhandene Bauten etc.).

Wahrscheinlich kommen auch die Behörden noch auf den Trichter, daß ein Netz alleine nicht sicherstellt, daß Kot fremder Vögel durchfällt (und sei es, daß der Pflätschn auf den Netz liegt, trocknet und dann durchbröselt).
Vielleicht kommen wir weiter, wenn hier jeder so seine Ideen oder Planungen reinschreibt - da kann sich dann jeder Ideen oder Teile davon für sich selbst übernehmen oder ggfs. auch ausschließen.

Ich habe nur einen sehr kleinen Bestand von 3 Zwerglachshühnern und 1 Hahn. Deren Stall ist im Pferdestall integriert, d.h. sie haben dort ihre eigene "Box", die wg. etwaiger Marder o.ä. oben geschlossen ist und an der Front und Tür mit festem Gitter versehen ist. Der gesamte Stall ist als ein Außenklimastall für Pferde konzipiert, sehr durchlässig und luftig. "Fremdvogeldicht" ist der Pferdestall nicht (bei uns nistet seit Jahren ein Schwalbenpärchen), andere Vögel haben sich aber noch nie in den Stall verirrt - vielleicht auch,weil unsere Katze sich dort viel aufhält.
Die Hühner haben (noch!) Freigang nach Belieben, die Stallgröße ist mit einer Grundfläche (Bodenfläche) von ca. 2 qm nicht für 24 Stunden Aufenthalt sondern eigentlich nur für Übernachtung konzipiert.
Bei sehr schlechtem Wetter oder bei großer Kälte Winter nutzen sie die gesamte Pferdestallfläche (unsere Boxen sind mit Stahlpanels mit großer lichter Weite der Stahlrohre - Pferde brauchen Sozialkontakt - ausgeführt), um ihren Bewegungsdrang zu befriedigen.

Meine Planung ist jetzt, sofern die Stallhaltungsverordnung in Kraft treten sollte, eine vogeldichte Abgrenzung (seitlich z.b. mit Geflügelnetzen) um die an den Stall angeschlossenen Pferde-Paddocks zu ziehen und die "Lücken" zwischen Paddocküberdachung und Geflügelnetz ggfs. mit feinmaschigen Netzen zusätzlich zu überbrücken. Somit hätten die Hühner den gesamten Pferdestall als Auslauffläche zur Verfügung, das sind insgesamt über 150 qm zzgl. die Paddocks, in dem sie sich eh gerne aufhalten (ein Huhn ist eng mit einem der Hengste befreundet und hält auch tagsüber bei ihm mal ein Nickerchen - einmal lag sie sogar an die Brust des ebenfalls liegenden Hengstes gekuschelt...). Mit der Hygiene bzgl. des Hühnerkots gibt's dabei keine Probleme, da die Pferdeboxen ja täglich sehr gut ausgemistet werden. Schön mit Stroh eingestreute Boxen werden sehr gerne als Scharraum angenommen und eignen sich auch zum Ruhen, ganz wurscht, ob da grad das Pferd drin ist oder nicht. Hühner und Pferde sind durchaus verträglich, wenn sie sich gut kennen.
Dann steht noch eine große Reservebox zur Verfügung, ca. 20qm Grundfläche mit Naturboden, hell durch 2 Fenster, die durch Gitter und Windschutznetz vogeldicht sind - das war früher mal ein Schafstall.

Im übrigen haben wir eine sehr nette Amtsveterinärin, die weiß, wie ich an meinem Getier hänge und die sicher auch vorbeikommt und meine Gegebenheiten "abnimmt", damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Grundsätzlich habe ich gute Erfahrungen gemacht, wenn man den Amtsvet in manche Sachen miteinbezieht - die freuen sich nämlich über jeden, der Gesundheitsvorsorge und artgerechte Haltung ernst nimmt. Logisch, ist bei kleinen, gut überwachten Nutztierbeständen doch die Seuchengefahr erheblich geringer als bei unüberschaubaren Großbetrieben.

Vielleicht hat ja auch von euch jemand anderes Getier, wo ähnlich wie bei uns die Stallfäche gemeinsam genutzt werden kann und nicht große Umbauten gemacht werden müssen.

Freue mich auch über weitere Beschreibungen, wie ihr das macht. Ideen kann man immer abkupfern...

Klausemann
21.08.2005, 13:01
Hallo Thomas,

dass Geld für die Netze kann man sich eigentlich sparen. Das ist im Vergleich die selbe Ausstattung wie die der Tschernobylarbeiter auf dem Reaktor ,.... Feinstaubmaske als Strahlenschutz 8).

Dann doch lieber Schlafsäcke für Hühner ;)

Gruss Klaus

gaby
21.08.2005, 13:04
Ich nehme einen Gartenpavillion, verstärke das Gestänge mit Dachlatten. An den Dachlatten befestige ich dann Vogelnetz od. Kaninchendraht.
Da ich nur 20 ausgewachsene Tiere habe, wird das mit der normalen Stallfläche reichen. Für Küken und Glucken (momentan eine führende, ab 31. nochmal 2 dazu) werde ich im Treibhaus, unter dem Kaninchenstall (steht etwa 80 cm erhöht) etwas basteln und eine muss mit ihren Kleinen (im Wechsel) eben drinnen im Kükenabteil bleiben.
billigen Gartenpavillion hole ich mir bei Real für 29€ und Vogelnetz für ca unter 5€ Das sind 4 an 10 m.

gg

maica
21.08.2005, 15:58
Und was ist mit dem vogelpflatscher der aufs gartenpavillon fällt und vom regen runter gewaschen wird?
Was ist mit dem verseuchtem auslaufboden, wenn wird mehrmals täglich zu unseren eingesperrten tieren gehen und und derschmutz haftet an den schuhen?
Was bringt es da, die tiere einzusperren? :(

Moony
21.08.2005, 17:02
Hola ,

also für meine Tiere hab ich einen überdachten Scharrraum mit etwa 4qm , der is seitlich mit feinem Maschendraht bespannt...Das ganze werde ich wohl mit An 2 weiteren Seiten mit Spanplatten verkleiden , dann kommt da schon nix rein.

Ich denke mal das meine Tiere eine gewissen Zeitspanne auf diesen dann mit Stall 6 qm gut aushalten können.
Werd den Scharraum mit ein paar Ästen und ner dicken Eintsreuschicht aus Stroh austatten dann können sie sich beschäftigen...

Rudelmaus
21.08.2005, 17:20
Ich habe schon alle Materialien für die Pavillionlösung parat liegen. Es werden insgesammt 4 Stück werden. Mit Wind habe ich hinterm Stall zum Glück keine Probleme.
Grüße Rm

Gert
21.08.2005, 19:25
Keine Panik bitte.
Erst mal abwarten und Tee trinken.
Oder hab ihr im kalten Krieg auch alle einen Atombunker im Garten gebaut?

Rudelmaus
21.08.2005, 19:38
nö ... aber gedanklich schon mal den Beton organisiert :D
Rm

Berthold
21.08.2005, 21:08
Diese Hysterie kann ich nicht mehr lesen.

Die Firmen, die Pavillons verkaufen, die die Vogelnetze und andere Planen verkaufen, lachen sich schon jetzt ins Fäustchen.

Aber so schafft ihr wenigstens Arbeitsplätze in Asien, wo die Vogelgrippe herkommt. Denn da werden ja die Netze und Pavillons hergestellt.

Die werden sich dann sagen, dass es gut war, die Vogelgrippe auf den Weg zu schicken.

Kauft mal schön weiter und lasst es euch gut gehen.

Gruß Berthold.

P.S. steinigt mich bitte wegen meiner Meinung nicht. Bitte, Bitte :roll

Hühnerknecht
21.08.2005, 21:11
Tadaa, tadaaa, tadaa, Narrhallamarsch, der war gut! :D :P :D

Du kommst in die Bütt! ;D


Gruß

Gruß

Hühnerknecht

bettelhuhn
21.08.2005, 22:47
Es geht hier nicht um die Wirksamkeit baulicher Massnahmen, sondern nur darum, den gesetzlichen Ansprüchen auf kostengünstigste Art und Weise gerecht zu werden.

Wenn die "Grünen" (bei uns in SH sind sie Braungrün) an der Haustür klingeln, weil sie ein, um seine Gesundheit, besorgter Nachbar, geschickt hat, dann vergeht den Spassvögeln in diesem Thread ebenfalls das Lachen.

Wer fragt bei einem Gesetz oder einer Verordnung schon nach der Logik? Es geht nur darum, ob man ertragen will die Strafe und den Ärger zu kassieren, sich als Märtyrer betätigt, den mancher Respekt zollt, der aber mit seinen Schwierigkeiten nachher alleine dasteht, oder aber man agiert mit dem kleinsten möglichen finanziellen Einsatz um den gesetzlichenAnsprüchen gerecht zu werden.

Kritisieren an der ganzen Sache, ist selbst bei angepassten Verhalten immer noch möglich.

Das vermag jeder selbst zu entscheiden.

Für die Anpasser bitte nur konstruktive Beiträge!

Tb.c

Sinner
21.08.2005, 23:08
moin,

ich kann thomas in seinem bestreben und seinem denken nur unterstützen und bin absolut seiner meinung!

es geht hier nicht darum ängste zu schüren, panik zu machen. hier soll geholfen werden, erfahrungen und meinungen ausgetauscht werden. es ist doch wesentlich beruhigender für alle, wenn man weiss das man nicht alleine da steht.

es geht doch hier um unsere hühner. für den einen sind es nur hühner, für den anderen alles! das mögen bitte auch die bedenken (ich gehöre da auch zu) die teilweise ironisch an die sache ran gehen.

ich finde den thread sehr hilfreich.

gruß
jens

Klausemann
22.08.2005, 07:03
Hallo Leutchen :peace
Es kann nie verkehrt sein, ein paar Optionen mehr auf Tasche zu haben.

Thomas :bravo

Gert
22.08.2005, 07:09
Original von bettelhuhn
Es geht hier nicht um die Wirksamkeit baulicher Massnahmen, sondern nur darum, den gesetzlichen Ansprüchen auf kostengünstigste Art und Weise gerecht zu werden...........................
Tb.c

Welche Gesetzlichen Ansprüche müssen denn erfüllt werden?
(erlassenen Gesetze, Verordnungen die gültig sind. Nicht Entwürfe oder Wunschträume von ein paar Politikern im Wahlkampf)

gaby
22.08.2005, 09:31
Gibt dieses mal es noch nicht. Allerdings haben viele schon *Erfahrungswerte* vom letzten Mal.....
gg

SetsukoAi
22.08.2005, 11:52
Also unseren halben ha Auslauf zu überdachen kann ich mir sparen. Wir haben auch schon geplant wie wir das machen.

Die Hühner welche wir zum Eierlegen halten, lassen wir in der Kompletten Scheune und einen teil des Geheges laufen. Diese müssen wir nur noch Überdachen.

Bei den Enten kommen die Überflüssigen Erpel weg, diese kommen dann in ein Eingezäuntes Gehege auch mit Dach drüber.

Die Seidenhühner und die Zwerg-Welsumer bleiben im Stall auch mit etwas Auslauf + Überdachung.

Die Zwerg-Wyandotten bleiben in einem Stall, und die Ostfriesischen Möwen und Bergischen Schlotterkämme kommen in einen alten Hühnerstall auf dem Dach, allerdings ohne Auslauf, dafür haben sie aber den Kompletten Dachboden (ist nur ein Teil über unserer Werkstatt) zur freien Verfügung.

Was ist eigendlich wenn mal ein Huhn abhaut, aus dem zaun oder aus dem Stall wischt?

Yvonne
22.08.2005, 12:54
Hallo,
wir ziehen jetzt von Niedersachsen nach NRW. Nun stand dort in der Zeitung,
das sie wollen, das Geflügel ab Mitte September im Stall gehalten werden sollen für 3 Monate! Der Stall ist aber für ein Dauerbesuch der Hühner zu klein!
Sie schlafen darin eigendlich nur!
Ist mit Stallarrest auch ein überdachter Auslauf gemeint?

Gruß

conny
22.08.2005, 14:28
Hallo,

so, wie ich es verstanden habe, haben die Politiker vor, dass kein Geflügel mehr frei herumlaufen darf, um somit mit keinem Wild-Zugvogel und deren Exkremente in Berührung zu kommen, jedenfalls für die Zeit, wo die Zugvögel in unseren Gefilden Pause machen. Ein mit Netzen und Co. überdachter, eigezäunter Auslauf sollte ausreichend sein. Der Zaun und das Netz müssen so eng sein, dass auch keine Sperlinge mehr hindurchschlüpfen können. Es bleiben viele Fragen seitens der Politiker unbeantwortet, da die Sache noch nicht vollkommen überdacht wurde. Z. B. was ist mit Vogelkot an den Schuhen der Menschen, was mit Kot, der auch durch die kleinste Masche fällt, wie entsorgen wir unseren Hühnerkot (könnte ja infiziert sein), ist ja dann Sondermüll. Was ist mit den Gehegen in Tierparks und zooologischen Anlagen. Deren Innenställe sind oft zu klein, um dort für längere Zeit große Greifvögel zu beherbergen. Hier wird wiedermal am grünen Tisch entschieden.

Da mein Geflügel schon seit Jahren einen eingezäunten, mit Siagenetzen überspannten Auslauf haben, lass ich die Sache ganz ruhig erst einmal auf mich zukommen.

LG
Conny
l

ponyziegehuhn
22.08.2005, 15:07
weil mir das alles irgendwie noch zuviel Unsicherheiten birgt, habe ich jetzt mal eine schriftliche Anfrage an das Ministerium gerichtet.
In erster Linie wollte ich wissen, kommt nun die Aufstallungspflicht, ja oder nein, und wenn ja, auf Bundes- oder Länderebene.
Oder ist es Wirbel um nichts.
Außerdem würde mich der theoretische Fall interessieren: Aufstallungspflicht wird z.B. mit Wirkung zum 15.9. in Kraft treten - am 20.9. entdeckt man einen Fall Vogelgrippe. Wo sich das betreffende Tier angesteckt hat, ist nicht nachzuvollziehen, man vermutet daher, daß tatsächlich der (unwahrscheinliche) Fall der Infizierung durch einen Vogel auf der Durchreise erfolgte. Das Ministerium schließt daraus, daß es mit seinen Maßnahmen etwas spät dran war und entschließt sich zu (vorsorglichen >:() Massentötungen im entsprechenden Sperrgebiet. Was ist dann mit den Tierhaltern, die nachweisen können (z.B. durch den Amtsvet), daß sie ihre Tiere bereits ab z.B. dem 1.9. ohne Fremdkontakt aufgestallt haben? Oder auch denen, die eine Untersuchung auf Vogelgrippefreiheit ihrer Hühner vorweisen können?

Ich bin ja gespannt auf die Antwort.

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht der Auffassung, daß die Ausgangssperre für Hühner der richtige Weg wäre - mir geht es nur darum, meine Hühner am Leben zu halten, auch wenn in der Umgebung irgendein Depp von einer Fernreise irgendeinen Seuchenherd als Urlaubsmitbringsel einschleppt oder aus welchem Grund auch immer ein Fall in der Umgebung auftritt.

gaby
22.08.2005, 15:13
Das ist denen egal. Es wird unbarmherzig gekeult, sogar Bodenhaltungstiere die nie die Sonne gesehen haben.

Aber mal eine ganz andere Frage: Hieß es nicht erst ab 100 Legehennen einsperren?

gg

Absahner
22.08.2005, 17:29
Das mit der Hundert-Tiere-Grenze würde mich auch sehr interessieren.

Gibts eigentlich ne Quelle im Netz, wo diese Verordnung hinterlegt ist ?
Der Text wurde hier ja schon gepostet, leider ohne Link zur Quelle.
Oder ich habe bei der Menge an Grippe Beiträgen den Überblick verloren. ???

Absahner

Hühnerknecht
22.08.2005, 17:59
Hallo Absahner,

es handelt sich um einen Entwurf und der steht hier

Vogelgrippe (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=3860&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=1)

Aber genau lesen, denn es kann auch Hlter mit weniger als 100 Hühner treffen!

Gruß

Hühnerknecht

Absahner
22.08.2005, 18:31
@Hühnerknecht

Das hatte ich schon gelesen, aber leider auf Frau Künasts Homepage ( www.verbraucherschutzministerium.de ) nicht gefunden.
Deshalb wäre ich an einen "echten" Liink interessiert.

Absahner

gaby
22.08.2005, 19:35
Das liegt einfach daran das es noch nichts konkretes gibt. Zudem ist wieder eine von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Handhabung zu erwarten.
gg

Hühnerknecht
22.08.2005, 19:53
Hallo Gaby,

ob Konkretes oder nicht,

hier in Deutschland trifft es immer die Kleinen zuerst.

Geplante Mehrwertsteuererhöhung durch die CDU; in erster Linie die Rentner
Hartz IV; Ältere Arbeitnehmer, die schon 30 oder mehr Jahre ihre ALVersicherung gezahlt haben werden mit Sozialhilfeempfängern gleichgestellt
KMU (Kleine Mittelständliche Unternehmen) kriegen von den Banken keine Kredite, auch wenn sie die letzen 20 Jahre nicht im Minus standen; Globale Unternehmen erhalten Steuervergünstigungen durch den Staat und setzen die Mitarbeiter haufenweise auf die Strasse

Und:!

Ein Großgeflügelhalter (100.000 Tiere) ist doch einfacher zu kontrollieren als 10.000 Hobbyhalter mit 10 Tieren (ergibt doch auch 100.000 Tiere)!

Gruß

Hühnerknecht

gaby
22.08.2005, 21:16
Ich denke nur das hier alle in Panik verfallen, Maßnahmen ergreifen und herumraten. Wir sollten warten bis wirklich Verordnungen in Kraft treten.
gg

Hühnerknecht
22.08.2005, 21:24
Original von gaby
Ich denke nur das hier alle in Panik verfallen, Maßnahmen ergreifen und herumraten. Wir sollten warten bis wirklich Verordnungen in Kraft treten.
gg

Warum dann deine Frage von heute 16:03 Uhr

Du bist doch in der gleichen Situation wie alle anderen auch!

Gruß

Hühnerknecht

Gert
22.08.2005, 21:36
Original von gaby
Ich denke nur das hier alle in Panik verfallen, Maßnahmen ergreifen und herumraten. Wir sollten warten bis wirklich Verordnungen in Kraft treten.
gg

Sag ich doch die ganze Zeit :)
Auch ne Tasse Tee?
Gruss Gert

Logofff
22.08.2005, 23:41
Ich kanns mir leider nicht leisten, einmal die Woche den TA zu einer Bestandskontrolle einzuladen. 3 Volieren sind auch nicht mal eben gegen Wildvögel zu sichern. Also gibts alles was zur Erhaltung nicht benötigte Geflügel geschlachtet und der Rest geht in eine extra eingerichtete Voliere im hauseigenen Stallanbau. Leid tuts mir nur um die Gänse mit ihrem Nachwuchs. Die müssen leider ziemlich eng wohnen.
Was trotzdem in jedem Eingang liegen wird, sind Desinfektionsmatten. Schuhe werden trotzdem vorher gewechselt.

Logofff mit 3 f

gaby
23.08.2005, 04:06
Original von Hühnerknecht

Original von gaby
Ich denke nur das hier alle in Panik verfallen, Maßnahmen ergreifen und herumraten. Wir sollten warten bis wirklich Verordnungen in Kraft treten.
gg

Warum dann deine Frage von heute 16:03 Uhr

Du bist doch in der gleichen Situation wie alle anderen auch!

Gruß

Hühnerknecht

Weil ich dann (und viele andere hier) nicht mal betroffen bin. Ich habe momentan nur 20 Tiere und 2 Küken. Mit viel Glück hab ich monatsende nochmal 10 Küken mehr. Also immer noch weit weg von der *Einsperrmenge* entfernt.
gg

Redcap
23.08.2005, 04:36
Es wird nicht wahllos gekeult ...

innerhalb der Schutzzone (3km) und der Überwachungszone (10 km) werden unterschiedliche Vorschriften und Verfahren zugrunde gelegt
Artikel 11 Maßnahmen der zuständigen Behörde
1. Bei Ausbruch hochpathogener aviärer Influenza (HPAI) trägt die zuständige Behörde dafür Sorge, dass die Maßnahmen gemäß Artikel 7 Absätze 2 und 3 sowie die Maßnahmen gemäß den Absätzen 2 bis 10 des vorliegenden Artikels durchgeführt werden.
2. Sämtliches Geflügel und alle Vögel anderer Spezies im Haltungsbetrieb, bei denen sich HPAI bestätigt hat, sind unverzüglich unter amtlicher Aufsicht so zu töten, dass jedes Risiko einer Erregerverschleppung, insbesondere beim Transport oder beim Töten im Sinne der Richtlinie 93/119/EWG des Rates17, vermieden wird.

Auf der Grundlage einer Bewertung des Verschleppungsrisikos kann die Anweisung zum Töten auf Vögel anderer Spezies im Haltungsbetrieb ausgedehnt werden.
...

MAßNAHMEN FÜR SCHUTZZONEN
Artikel 18 Zählung, Betriebsbesichtigungen durch den amtlichen Tierarzt und Überwachung
Die zuständige Behörde trägt dafür Sorge, dass in Schutzzonen folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
a) Alle Haltungsbetriebe werden so bald wie möglich gezählt;
b) alle Haltungsbetriebe werden innerhalb von sieben Tagen ab dem Tag der Abgrenzung der Schutzzone von einem amtlichen Tierarzt besichtigt, der das im Betrieb befindliche Geflügel und Vögel anderer Spezies klinisch untersucht; erforderlichenfalls werden Proben für Laboranalysen entnommen; über Betriebsbesichtigungen und deren Ergebnisse ist Buch zu führen;
c) nach den Vorgaben des Diagnosehandbuchs werden unverzüglich zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durchgeführt, um festzustellen, ob der HPAI-Erreger auf andere Betriebe innerhalb der Schutzzone übergegriffen hat.
...

Es ist empfehlenswert, das Original mal zu lesen, um sich ein Bild zu machen.

http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf

Klausemann
23.08.2005, 05:21
Moin,

was sind denn ......"Vögel anderer Spezies"...? Ziervögel ?

Gruss Klaus

conny
23.08.2005, 09:48
Hallo Klausemann,

denke mal Fasanen, Wachteln, Pfauen, Kanarien, Wellis, Papageien und alle anderen Ziervögel und auch Wildvögel in privater Hand sowie Tierparks und Zoos.

LG
Conny

Redcap
23.08.2005, 10:01
Definitionen in Artikel 2 und 3

Klausemann
23.08.2005, 10:14
Danke,

dem nach würden ja im Falle eines Krankheitsausbruch , Volierenhalter (Züchter/Vermehrer) von "Vögeln anderer Spezies", auch überprüft oder ggf. (dessen Vögel) getötet werden.

Wer will denn diese unbekannte Grösse erfassen können ?

Gruss KLaus ,
der schon für Hobbyvermehrer von Ziervögeln ,die Registrierung bei der Seuchenkasse sieht .

gaby
23.08.2005, 12:40
Bei der Seuchenkasse nicht (zumindest hier, NRW, nicht) aber Vet-amt sehr wohl. Die warten auf die Meldungen über Kanarien u.ä.
gg

Killerwanze
24.08.2005, 19:52
mmh das hört sich ja toll an
grade die ziervogelhalter sind recht gut erfast zum beispiel durch AZ und DKB oder sie sind in örtlichen vereinen.
von daher denk ich, dass das nich so schwer is
aber es wäre schade um al die tiere
also hoffen wir mal das beste für uns alle

Killerwanze

conny
25.08.2005, 08:40
Guten Morgen,

heute Morgen las ich folgendes für Brandenburg/Berlin in der Zeitung:

Brandenburgs Landwirtschaftsminister fordert alle Hobby-Geflügelhalter auf, ihren Bestand registrieren zu lassen. Wer sich nicht daran hält, zahlt bis zu 25.000 Euro Bußgeld. Tierseuchenkasse lässt grüßen und demnächst dann auch die Berufsgenossenschaft, da Kontrollmeldungen abgegeben werden. Dabei ist es in Brandenburg/Berlin unabhängig von der Größe der zu bewirtschafteten Fläche.

Verbraucherschutzministerin Kühnast fordert Einstallungszwang auch für Halter von kleinen Beständen.

Beschlossen sind Massentötungen! Wird in Brandenburger Betrieben die Seuche nachgewiesen, folgt die unverzügliche Tötung der Tiere.

Es gilt Einfuhrverbot von Geflügel, Federn, Hühnererzeugnissen aus den Risikoländern.

LG
Conny

Klausemann
25.08.2005, 10:30
Bei der Gelegenheit möchte ich auf die Aktualität aller Pflichtimpfungen hin weissen.

Denn wenn du erst mal die Bande im Haus hast, lernst du was über akribisch geführte deutsche Bürokratie und das kann teuer werden :-X

Klaus

Schmitt
25.08.2005, 12:56
Nachdem meine beiden Hühnerställe nun endlich fertig sind, hatte ich für meine Mädels und meine Kleinfamilie ( Zwerge) vor einiger Zeit 2 günstige Pavillons mit Seitenteilen erstanden. Diese Pavillons hätten sie
als überdachten Auslauf mit Staubbad sowieso bekommen. Die Pavillons
3x3 m grenzen mit einer Seite an die Hühnerställe, zwei Seiten sind mit
verstärkten Seitenteilen abgedeckt und die letzte Seite ist mit ausgedienten Fliegengittern im Hartholzrahmen mit ganz feinem Drahtgeflecht die ich bei einer Wohnungsauflösung erstanden habe geschlossen, wobei das schmalste Fliegengitter als Türe dient, somit kann kein Spatz mehr rein und meine Huhnis sind geschützt. Sie verstehen nur noch nicht ganz das man aus diesem Freilauf nicht raus kann und protestieren heftig. Aber eine Eingewöhnungszeit auch in den neuen Stall muß sein.

gr. Schmitt

Gast
01.09.2005, 15:57
hier was ich dazu gefunden habe.

Künast sabbelt...... (http://www.verbraucherministerium.de/index-000E3B29EDD2130EAD026521C0A8D816.html)