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gaby
20.08.2005, 08:32
Vogelgrippe - Fragen und Antworten

1.Wie werden die Maßnahmen koordiniert?Die Zusammenarbeit von Bund und Ländern funktioniert. Wir sind schnell in der Lage, gemeinsame Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen. Im Moment liegt der Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Tierseuche Vogelgrippe. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) wird dabei national alle nötigen Maßnahmen koordinieren.

2.Welche Eigenschaften hat der Virus H5N1?Die Klassische Geflügelpest wird durch Aviäre Influenzaviren vom Typ H5N1 verursacht. Wassergeflügel bildet ein natürliches Virusreservoir von hoher genetischer Vielfalt.

3.Wie real ist die Gefahr der Einschleppung über Zugvögel?Die Einschleppung des Virus durch Zugvögel birgt sicher eine Gefahr in sich, die Wahrscheinlichkeit wird aber von Fachleuten als gering eingestuft. Eine Übertragung des hochpathogenen H5N1-Virus aus Asien durch Zugvögel auf direktem Weg nach Europa wird als wenig wahrscheinlich erachtet, da in der Regel östlich vom Ural brütende Wasservögel nach Südosten und Vögel, deren Brutgebiet westlich des Urals liegt, in südwestliche Region ziehen. Eine natürliche langsame Virusausbreitung in Richtung Westen durch Entenarten aufgrund der Überlappung ihrer Brutgebiete ist allerdings nicht auszuschließen.

4.Schaffen es infizierte Tiere bis hierher?Grundsätzlich ist es denkbar, dass sich der Erreger wegen der Überlappung der Brutgebiete nach Westen ausbreitet. Wasservögel können den Erreger verbreiten auch ohne selbst zu erkranken.

5.Wann könnten theoretisch die ersten hier ankommen?Erfahrungsgemäß beginnt der Vogelzug in unseren Breiten etwa Mitte September und endet etwa Mitte Oktober.

6.Was passiert, wenn hier der erste Fall auftaucht?Für die Bekämpfung der Geflügelpest gelten EU-weite- und nationale Vorschriften. Grundsätzlich werden die betroffenen Bestände getötet und unschädlich beseitigt. Für den Ernstfall haben alle zuständigen Behörden Notfallpläne ausgearbeitet.

7.Gibt es bereits einen Impfstoff?Die Impfstoffentwicklung für Tiere am Friedrich-Loeffler-Institut steht erst am Anfang. Bislang ist nach EU-Recht die Impfung gegen die Geflügelpest verboten. Anders ist die Situation in Südostasien. Dort wird geimpft, um die Erregerdichte in endemisch verseuchten Gebieten zu verringern.Mehr Informationen zum Impfstoff finden Sie unter: www.fli.bund.de

8.Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auf den Menschen übergeht?Dazu gibt es im Internet Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales (BMGS) und des Robert-Koch-Instituts (RKI).

9.Ist man auch für den Ausbruch der Krankheit bei Menschen ausreichend vorbereitet?Das BMVEL steht in engem Kontakt zum BMGS und dem RKI, die für diesen Teil der Risikoabschätzung zuständig sind.

10.Wie kann sich der Einzelne vor der menschlichen Form schützen (Tierhalter und normaler Bürger)?Für Personen, die Geflügelpesterregern in besonderem Maße ausgesetzt sein können, ist das Tragen von geeigneter Schutzkleidung einschließlich Schutzmaske und _brille die wichtigste Maßnahme. Sowohl Schutzanzüge als auch Masken/Brillen sind Bestandteil der Materialien, die in den örtlichen Krisenzentren auf Vorrat gelagert und auf Abruf zur Verfügung gestellt werden. Die H5N1-Infektion ist bislang in Südostasien in der ganz überwiegenden Mehrzahl der Fälle auf direkten und intensiven Kontakt mit infiziertem (Haus-) Geflügel zurückzuführen. Übertragungen von Mensch-zu-Mensch wurden bislang nur in einem Fall aus Thailand (Mutter-Tochter) bestätigt. Insofern bestünde eine wichtige Maßnahme für Bürger darin, solche Kontakte mit potentiell infiziertem Geflügel zu meiden.

11.Was kann der Einzelne vorbeugend tun (z.B. bei Reisen u. a.)?Das BMVEL hat ein Merkblatt vorbereitet, das den Botschaften in den betroffenen Ländern, dem Zoll und den Reiseveranstaltern zur Verfügung gestellt wurde. Auch das Auswärtige Amt informiert über seine Homepage mit ständig aktualisierten Hinweisen. Reisende sollten in den betroffenen Ländern Kontakt zu Geflügel meiden, auf den Besuch von Geflügelmärkten verzichten und Geflügelfleisch nur gekocht oder durchgebraten verzehren. Selbstverständlich sollten keine Produkte in die EU eingeführt werden, die entsprechenden Verboten unterliegen.

12.Wie ist die Zusammenarbeit mit den russischen Behörden zu bewerten?Für uns kommt es darauf an, schon im Verdachtsfall aktiv zu werden und Strategien gegen ein Worst-case-Szenario zu entwickeln. Dabei orientieren wir uns an den Einschätzungen des internationalen Tierseuchenamtes OIE.Das Krisenmanagement und die Tierseuchenbekämpfung des russischen Veterinärdienstes kann von hier nicht umfassend beurteilt werden. Die russischen Behörden haben uns in den letzten Wochen über die Entwicklung informiert. Wir stehen über die deutsche Botschaft in Moskau in ständigem Kontakt mit den russischen Behörden.

13.Welche internationalenAktivitäten gegen die Vogelgrippe gibt es?Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) leistet gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Internationalen Tierseuchenamt (OIE) intensive wissenschaftliche und technische Unterstützung. Einen Schwerpunkt bildet dabei Vietnam.Die Hilfsmaßnahmen zielen auf eine Intensivierung der Überwachungsmaßnahmen vor Ort und den Ausbau der diagnostischen Möglichkeiten ab. Aber auch die Verbesserung der risikoanalytischen Fähigkeiten und die Anwendung von Impfprogrammen sind Ziele der Zusammenarbeit.

http://www.verbraucherministerium.de/index-000574FDC73D1305AA3C6521C0A8D816.html

Redcap
20.08.2005, 14:16
Übersicht der Europäischen Kommission Animal Health and Welfare (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/index_en.htm). Original in english.

Ursächliche Viren:

Das Virus, das Vogelgrippe verursacht, ist ein Virus der Influenzavirus A - Familie Orthomyxoviridae. Es existieren mehrere Untertypen, welche grundsätzlich in antigenetischer Beziehung in die Virengruppen Glucoprotein hämagglutinin (H) und in Neuraminidase (N) unterteilt werden. Bis heute sind 15 h-Subtypen (H1-h15) und neun Neuraminidase-Subtypen (N1-n9) erkannt worden. Die Viren der Influenza A, die Geflügel anstecken, können auf der Grundlage ihrer Pathogenizität (Fähigkeit, Krankheit zu verursachen) auch unterteilt werden. Die sehr ansteckenden Viren verursachen die in hohem Grade pathogene Vogelgrippe (HPAI) mit hoher Sterblichkeit beim Geflügel bis zu 100%. In der ganzen Welt hat es seit 1959 nur 21 berichtete Primärisolate solcher Viren beim europäischen Geflügel gegeben. Eine ernsthafte Epidemie trat in Italien in 1999/2000 in Italien mit 413 Ausbrüchen und 16 Millionen betroffenen Tieren auf. Andere AI-Viren verursachen eine viel mildere Krankheit (niedrige pathogene Vogelgrippe, LPAI). Klinische Zeichen sind viel weniger offensichtlich, oder sogar nicht erkennbar und die Sterblichkeit ist viel niedriger. Manchmal können Sekundärinfektionen oder Klimabedingungen den Ausbruch der LPAI-Infektion verursachen, die zu ernsterer Krankheit führt. Es scheint bewiesen, dass bestimmte Vogelgrippeviren der niedrigen Pathogenizität nach einem Umlauf (Zirkulation) über einige Zeit in Geflügelbeständen, zu in hohem Grade pathogene Virusketten mutieren können. Bis jetzt sind nur Viren der Gruppe H5 und H7 als Ursache von HPAI der bedenklichen Art aufgetreten, aber nicht alle der H5 und Viren H7 sind in hohem Grade pathogen.

Klinische Symptome:

Die Hauptsymptome der HPAI im Geflügel sind Niedergeschlagenheit, Appetitverlust, Legeunlust, nervöse Anzeichen, Schwellungen und blaue Färbung der Kämme und der Kinnlappen wegen der Störung der Blutzirkulation und Husten, Niesen und Diarrhöe. Der plötzliche Tod kann ohne irgendwelche vorhergehenden Zeichen auftreten. Die Sterblichkeitsrate kann bis 100% erreichen, abhängig von der Rasse, ihrem Alter, den mit einbezogenen und Klimafaktoren, der Virusart ebenso wie gleichzeitiges Auftreten bakterieller Infektionen. Klinische Zeichen von LPAI bestehen hauptsächlich aus milder Atmungskrankheit, Niedergeschlagenheit, und Abfall der Eiproduktion, bei legenden Hühnern. Die Inkubationszeit dieser Viren reicht von einigen wenigen Stunden bis 3 Tage bei einzelnen Vögeln und bis 14 Tage um sich in den ganzen Beständen auszubreiten.

Übertragung und Verbreitung:

Allen bisherigen Fakten zufolge erfolgt der allgemeine Erstkontakt der AI-Viren in einen Gebiet durch Wildvögel, normalerweise Wasservögel, aber Möwen und Schnepfen (shorebirds) sind auch verdächtigt worden. Der direkte Kontakt zwischen wildem Vogel und Geflügel ist nicht immer für die Einführung des Virus in Geflügelbauernhöfe notwendig, da angesteckte Wasservögel AI-Viren durch ansteckende Exkremente in einen Gebiet verbreiten können und diese dann das Virus zu den Geflügelbauernhöfen durch eine Vielzahl von Möglichkeiten mechanisch einführen können. Wenn es mit Grippeviren verschmutzt wird, kann auch das Oberflächenwasser, das als Trinkwasser benutzt wird, eine Quelle der Infektion sein. Das Geflügel, das auf freier Fläche gehalten wird oder das Geflügel, das Zugang zum Oberflächenwasser hat, ist besonders in Gefahr. AI wird innerhalb eines Bauernhofes durch direkten Kontakt der angesteckten Tiere mit gesunden Tieren oder der indirekten Kontakte mit verschmutzten Gerätschaften der Mitarbeiter des Bauernhofs übertragen. Die Verbreitung der AI-Viren von Bauernhof zu Bauernhof erfolgt hauptsächlich durch mechanische Übertragung der ansteckenden Exkremente, in denen das Virus bei hohen Konzentrationen enthalten sein kann und lange Zeit überleben kann. Geteiltes Wasser oder Nahrung können verschmutzt auch werden. Jedoch ist der Mensch die größte Ursache der Sekundärverbreitung von AI für inländisches Geflügel. Die Pfleger, Landwirte, Arbeiter, LKW'S und Fahrer, die Bauernhöfe besuchen oder Nahrung liefern und reisende Vögel verursachen die Verbreitung des AI-Virus an und innerhalb zu den Bauernhöfen .

Impfstoff:

Das Existieren einer großen Zahl von Virus-Subtypen zusammen mit der bekannten Variation der verschiedenen Ketten innerhalb eines Subtyps, führt zu großen Problemen um gegen ausgewählte Viren Grippeimpfstoffe zu produzieren und die Schutzimpfung als Routinewerkzeug zur Krankheitsvermeidung zu verwenden. In Übereinstimmung mit dem Directive pdf 92/40/EEC (http://europa.eu.int/eur-lex/en/consleg/pdf/1992/en_1992L0040_do_001.pdf) kann die Schutzimpfung gegen AI verwendet werden, um die Kontrollmaßnahmen zu ergänzen, die nach Bestätigung der Krankheit durchgeführt werden. Die Vögel, die gegen den krassierenden ha-Subtyp geimpft werden, werden gegen die schlimmsten Auswirkungen von AI geschützt.

Die Entscheidung der Einführung einer Schutzimpfung kann durch den betroffenen Mitgliedsstaat, mit oder ohne vorherige Zustimmung der Kommission getroffen werden. Solche Schritte müssen von den weiteren Krankheitskontrollmaßnahmen, einschließlich der Geschäftsbeschränkungen, in Übereinstimmung mit den Ausschussverfahren begleitet werden. Nach Bestätigung von LPAI, wird Schutzimpfung gegen AI z.Z. (1999) in einigen Regionen von Italien angewendet, gemäß Kommissionsentscheidung 2004/666/EC 2 (http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/site/en/oj/2005/l_004/l_00420050106en00150016.pdf), wie zuletzt geändert von Commisssion Decision 2005/10/EC (http://europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/site/en/oj/2004/l_303/l_30320040930en00350044.pdf). Diese Schutzimpfungsstrategie wurde in Italien entwickelt und man nutzte einen heterologen Impfstoff, der die Unterscheidung zwischen geimpftem und angestecktem Geflügel erlaubte. Diese Strategie wurde zum ersten Mal in der Welt 2001 von Commission Decision 2001/847/EC (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/vaccination_en.htm#4b) angenommen und erlaubte, dass bestimmte Geschäftsbeschränkungen bzgl. dem Fleisch des geimpften Geflügels angehoben werden. Weitere Informationen über AI-Schutzimpfung in Italien können hier (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/presentation.ppt) gefunden werden (Darstellung von S. Marangon und I, Capua bei der internationalen Konferenz FAO/OIE auf Vogelgrippe, Paris 7-8 April 2005)." Jedoch kann die Immunität, die durch Schutzimpfung erreicht wird, möglicherweise nicht genug schnell sein, die Bauernhof-zu-Bauernhofverbreitung von HPAI zu stoppen. Außerdem wird Notschutzimpfung auch durch die praktischen Schwierigkeiten gehindert, die auf der Administration des Impfstoffs bezogen werden (jeder einzelne Vogel muss eingespritzt werden). Mehr Informationen über Gesetzgebung (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/d10585.pdf) in der Gemeinschaft in der Relation mit Vogelgrippeschutzimpfung und -handel können hier gefunden werden . Am April 28 2005, nahm die Kommission einen neuen Antrag der Richtlinie auf Vogelgrippe an. Richtlinienvorschlag Rat zur gemeinschaftlichen Kontrolle der Vogelgrippe (http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf)

Redcap
20.08.2005, 14:17
Gefahren für die Gesundheit des Menschen:

Die Übertragung der Grippevirusketten aviären Ursprungs von Vögeln zu Menschen ist in einigen Fällen demonstriert worden. Die genaue Übertragungsart dieser Viren auf den Menschen ist nicht bekannt. Der direkte Kontakt zum Geflügel gilt jedoch als ein Gefahrenfaktor, während die Mensch-zu-Mensch-Übertragung von Virenketten aviären Ursprungs, ein extrem seltener Fall zu sein scheint. Besuchen Sie die Website des öffentlichen Gesundheitswesens zu mehr Information hinsichtlich Gesundheitsgefahr oder verweisen Sie auf diese Seite:
"Links between humans and animal Influenza" (http://europa.eu.int/comm/health/ph_threats/com/Influenza/avian_influenza_en.htm )

In den letzten Jahren wurden drei unterschiedliche Subtypen der Vogelgrippeviren (H5N1, H7N7 und H9N2) beim Menschen ermittelt worden, Krankheitssymptome der unterschiedlichen Grade hinsichtlich der Ernsthaftigkeit verursachen. 1996 wurde ein Virus H7N7 aviären Ursprungs in England im Auge einer Frau mit Bindehautentzündung lokalisiert, die Enten hielt.

* Im März 1999 wurden zwei unabhängige Isolate des Influenza-Subtyps H9N2 von zwei jungen Mädchen lokalisiert, die mit Grippe-ähnlicher-Krankheit aus Hong Kong erkannt wurden. Später wurden fünf Lokalisierungen des Virus H9N2 bei Menschen auf dem Festland in China im August des gleichen Jahr berichtet.

* Die ersten ernstesten Fälle traten 1997 in Hong Kong auf. Der Subtyp H5N1 wurde in 18 Leuten, lokalisiert, 6 davon starben. Im Februar 2003, auch in Hong Kong wurde eine Kette des gleichen Subtyps bei zwei Mitgliedern einer Familie (Mutter und Tochter) lokalisiert, eine starb daran. Andere Mitglieder der gleichen Familie waren auch betroffen.

* Während der Ausbrüche 2003 durch HPAI H7N7 in den Niederlanden wurde bei 260 Leuten der Ausbruch und das Krankheitsbild vermutet und waren von Bindehautentzündung und/oder Grippe-ähnliche-Krankheit betroffen In 82 Fällen gab es die Bestätigung der Infektion mit Virus H7. Es lagen auch wichtige Indizien für die menschliche Übertragung in drei Fällen innerhalb der Familien vor. Sechs Leute wurden Positiv auf H3N2 geprüft (typische menschliche Grippeviren), aber keine waren auch Positiv für H7N7. In der Folgezeit wurde in diesen Fällen das gesamter Personal der betroffenen Betriebe einer prophylaktischen Behandlung mit antiviralen Medikamenten behandelt und einer Schutzimpfung gegen menschliche Grippe unterworfen, um die Wahrscheinlichkeit der Verschmelzung zwischen menschlichen und Vogelviren zu verringern. Während dieses Ausbruchs trat ein menschliches Verhängnis auf. Das Opfer war ein Tierarzt, 57 Jahre alt, der keine prophylaktische Antiviren-Medikamente empfangen und Kontakt mit angesteckten Vögeln während des Ausbruchmanagements hatte. Er wurde zum Krankenhaus mit starken Kopfschmerzen und Fieber eingewiesen. Später entwickelte er eine starke Atemnot, Nierenausfall und starb. Das Virus H7 wurde in seinem Lungenflügelgewebe neun Tage nach dem Ausbruch der Krankheit nachgewiesen.

* Im Dezember 2003 wurde ein Fall H9N2 bei einem Jungen bestätigt, der in einem Krankenhaus Hong Kong mit milden klinischen Symptomen eingewiesen und 2 Tage später entlassen wurde. Entsprechend WHO-Informationen scheint dies ein lokalisierter Fall ohne Beweis der weiteren Verbreitung oder der Mensch-zu-Mensch-Übertragung zu sein.

Die Gefahr für das öffentliche Gesundheitswesen, das durch die Grippeviren aviären Ursprungs aufgeworfen wird, sollte in den breiteren Kontext der Gefahr gesehen werden, die durch die Grippeviren des menschlichen Ursprungs aufgeworfen wird. Die menschliche Bevölkerung auf der ganzen Erde wird ununterbrochen durch die epidemischen Wellen der Grippe wegen der Virusketten menschlichen Ursprungs beeinflusst und verursacht hauptsächlich Atmungsinfektion und Verhängnisse in den Gefahrengruppen, wie älteren Leuten, Personen mit gleichzeitigen Krankheiten und Schwächung ihres Immunsystems. Impfstoffe sind vorhanden und ihr Gebrauch wird für Gefahrengruppen empfohlen. In diesem breiteren Kontext ist die Überwachung der Grippeviren bei den Menschen und den Tieren für die Gesundheit relevant. Die Krankheit erfordert ein hohes Niveau der Wachsamkeit. Die Kommission hat in Platz ein Krankheitsüberwachungsnetz eingesetzt (EISS: Europäischer Grippeüberwachungsentwurf) innerhalb des Gemeinschaftsnetzes, damit ansteckende Krankheiten die virologischen und klinischen Daten bezüglich der Grippe innerhalb der menschlichen Bevölkerung in 18 europäischen Ländern überwacht werden. Diese Tätigkeiten werden gemeinsam mit den anderen Überwachungsnetzen durchgeführt, die von WHO koordiniert werden. Diese Netze folgen auch den gegenwärtigen Vogelgrippeausbrüchen.

conny
20.08.2005, 15:37
Bei unseren nordischen Nachbarn darf ab mitte September kein Geflügel mehr in Auslaufhaltung gehalten werden, sondern nur noch in Ställen ihr Leben fristen.

gaby
20.08.2005, 20:01
http://www.n24.de/politik/inland/?n2005082012412700002

auch so einige interessante Links.

gg

hier ist auch noch ein guter Link für aktuelle Infos:
http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

gaby
21.08.2005, 13:27
von bettelhuhn veröffentlicht:

Referat 323 19.08.2005
323-3607/3

Entwurf

Verordnung
zum Schutz vor der Verschleppung der Klassischen Geflügelpest

Vom ….. 2005


Auf Grund des § 79 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 17 Abs. 1 Nr. 1 sowie des § 79 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit den §§ 18, 19 Abs. 1, §§ 23 und 29, jeweils in Verbindung mit § 79 Abs. 1a des Tierseuchengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Juni 2004 (BGBl. I S. 1260, 358 verordnet das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft:

§ 1

(1) Wer mehr als [100 Legehennen, 100 Truthühner, 100 Enten oder 100 Gänse] [1.000 Legehennen, 500 Truthühner, 500 Enten oder 100 Gänse] hält, hat die Tiere in geschlossenen Ställen aufzustallen. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen, soweit
1. die Haltung unter Schutzvorkehrungen erfolgt, die einer Einschleppung der Klassischen Geflügelpest durch Wildvögel entgegenwirkt, insbesondere eine überstehende dichte Abdeckung nach oben und vogelsichere Seitenbegrenzungen vorhanden sind, sowie
2. eine mindestens wöchentliche tierärztliche Untersuchung des in Satz 1 genannten Geflügels durchgeführt und tierärztlich dokumentiert wird.
Abweichend von Satz 1 kann die zuständige Behörde für kleinere als in Satz 1 genannte Geflügelhaltungen die Aufstallung in geschlossenen Ställen oder unter überstehenden dichten Abdeckungen nach oben und vogelsicheren Seitenbegrenzungen anordnen, sofern dies aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist.

(2) Die zuständige Behörde kann im Einzelfall ferner Ausnahmen von Absatz 1 zulassen, wenn
1. die Anforderungen nach Absatz 1 Satz 1 wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht erfüllt werden können und
2. andere Maßnahmen zur Absonderung der Tiere vorgenommen worden sind.
Im Falle der Ausnahmeerteilung nach Satz 1 hat der Geflügelhalter mindestens wöchentlich eine tierärztliche Untersuchung des in Absatz 1 Satz 1 genannten Geflügels durchführen und tierärztlich dokumentieren zu lassen.


§ 2

Sofern das in § 1 Abs. 1 Satz 1 genannte Geflügel nicht ausschließlich in geschlossenen Ställen aufgestallt wird oder die zuständige Behörde eine Ausnahme nach § 1 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 2 Satz 1 erteilt hat, hat der Geflügelhalter die Tiere des Bestandes im Zeitraum vom 15. Oktober bis 15. Dezember auf das Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 untersuchen zu lassen. Die Untersuchungen nach Satz 1 sind
1. bei Hühnern und Truthühnern jeweils an Proben von zehn Tieren je Bestand serologisch und
2. bei Gänsen und Enten jeweils an Proben von
a) 15 Tieren je Bestand serologisch oder
b) zehn Tieren je Bestand virologisch an Kloakentupfern
in einer von der zuständigen Behörde bestimmten Untersuchungseinrichtung durchzuführen.

§ 3

Zur Erkennung der Geflügelpest bei wildlebenden Enten und Gänsen haben Jagdausübungsberechtigte von erlegten Enten und Gänsen nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde unverzüglich Proben zur virologischen Untersuchung auf das Influenza-A-Virus zu entnehmen und der zuständigen Untersuchungseinrichtung zuzuleiten.

§ 4

(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 76 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b des Tierseuchengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. einer mit einer Genehmigung nach § 1 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 2 Satz 1 verbundenen vollziehbaren Auflage oder
2. einer vollziehbaren Anordnung nach § 1 Abs. 1 Satz 3
zuwiderhandelt.

(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 76 Abs. 2 Nr. 2 des Tierseuchengesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 1 Abs. 1 Satz 1 das dort genannte Geflügel nicht aufstallt oder
2. entgegen § 2 Satz 1 Geflügel nicht untersuchen lässt.


§ 5

(1) Diese Verordnung tritt am ….. September 2005 in Kraft.

(2) § 1 Abs. 1 Satz 1 tritt mit Ablauf des (3 Monate nach Inkrafttreten) außer Kraft; im Übrigen tritt die Verordnung mit Ablauf des …. Januar 2006 außer Kraft, sofern nicht mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes verordnet wird.

Bonn, den 2005

Die Bundesministerium für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft



Renate Künast

gaby
22.08.2005, 19:18
noch ein informativer Link von Hühnerknecht gepostet:
http://www.rki.de/cln_011/nn_513182/DE/Content/InfAZ/A/AviaereInfluenza/Aktuelle__Infos.html
gg
Berthold hat auch 2 interessante Links gefunden:
http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?line=1&ressort=11400&rubrik=11409&snr=21242
und
http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?line=1&ht_line=line_1&ressort=10200&rubrik=10203&snr=21172

gaby
23.08.2005, 17:08
Noch ein guter Link diesmal von Flocke: http://www.verbraucherschutzministerium.de/index-272804D294E247F1BEF4F4F9D9C2BC4C.html
gg

gaby
24.08.2005, 20:39
Mein Gatte hat eine Mail an Nabu geschrieben um die Routen der Zugvögel herauszufinden :love.

Die Antwort enthält gute Links, und ausßerdem einen Buchtipp.
Hier erst mal der Hauptlink:

http://www.nabu.de/m05/m05_03/04117.html

Unten auf der Seite noch mehr Infos.

Jetzt der Buchtipp, Zitat:

Es gibt kein Kartenmaterial, dass alle Wege von Zugvögeln darstellt, da dies bei der Menge von Zugvögeln nicht präsentierbar wäre. Ich möchte Ihnen aber einen Buchtipp geben. Peter Berthold ("der Zugvogelpapst") hat gerade völlig neu überarbeitet sein Buch "Vogelzug" herausgegeben, dass auch einige Karten zu den Zugvogelrouten enthält.

gg

gaby
25.08.2005, 11:17
Von Cröllwitzer:
http://www.main-spitze.de/rhein-main/objekt.php3?artikel_id=2013459

gaby
25.08.2005, 15:15
Hier ein Beitrag von yossy der auch informativ ist:

Hallo,
vielleicht ist die Auskunft des BDRG informativ für einige von Euch...

Meine Anfrage lautete:
Hallo,
aufgrund der demnächst verordneten Aufstallpflicht für unser Geflügel
stellt sich uns die Frage ob wir überhaupt noch unsere Lokal und Kreisschauen durchführen können/dürfen. Wenn man schon sein Geflügel nur noch im Stall halten darf, dann wäre es doch geradezu paradox und wohl auch verboten sein Geflügel auf Ausstellungen zu präsentieren. Ihr müßtet doch auch wissen/planen ob die großen Ausstellungen Landesschauen/Nationale stattfinden
Danke und viele Grüße yossy

und die Antwort:
Hallo Herr A.,
woher wissen Sie denn, dass die Aufstallpflicht demnächst verordnet wird?
Wie sich die Lage für uns momentan darstellt, ist hierüber noch nicht
entschieden worden und hängt davon ab, wie sich die Situation in Russland entwickelt.
Die Großschauen führen ihre übliche Planung weiter fort und gehen davon aus, dass es zu keinerlei Einschränkungen kommen wird.
Mit freundlichen Grüssen
E. B.

gaby
25.08.2005, 15:17
Ein Link von Hühnerknecht für die Hessen unter Euch:
http://www.hmulv.hessen.de/verbraucherschutz_veterinaerwesen/veterinaerwesen/tierseuchenbekaempfung/

gaby
25.08.2005, 21:44
noch ganz frisch, hat mein Gatte bei yahoo gefunden.

http://de.news.yahoo.com/050825/286/4nvkj.html

Da könnt Ihr nochmal nachlesen was die sog. Vorbeugemaßnahmen betrifft.

gg

AnnTye
26.08.2005, 15:29
Pressemitteilung Nr. 225 vom 26. August 2005
Künast: Europäische Kommission bestätigt
deutsches Vorgehen gegen die Vogelgrippe

"Deutschland konnte sich bei dem gestrigen Expertentreffen zur Vogelgrippe mit seinem Ansatz einer risikoorientierten und abgestuften Vorgehensweise voll und ganz durchsetzen", erklärte heute Bundesverbraucherministerin Renate Künast in Berlin.

Bei dem Treffen in Brüssel hatte die Kommission dargelegt, dass sie die Gefahr der Verbreitung der Vogelgrippe für ein ernstes Problem hält. Fazit der Brüsseler Beratungen war aber, dass die Kommission derzeit eine generelle Aufstallung des Geflügels nicht für angebracht hält. Die Wege der Übertragung des Virus seien nach Auffassung der Kommission noch immer sehr unklar. Deshalb würden weitere Informationen benötigt. Das Risiko der Übertragung durch Zugvögel schätzt die Kommission derzeit als gering ein.

Die EU-Kommission regte folgende weitere Vorgehensweise an:

* europaweit verstärkte Untersuchung der Wildvögel.
* ausführliche Informationen an die Geflügelhalter und Vorbereitung auf den Ernstfall.
* Überprüfung der Notfallpläne in den einzelnen Mitgliedstaaten.

"Das ist zu 100% die Bestätigung des deutschen risikoorientierten Ansatzes: Wir müssen auf alles vorbereitet sein, aber Maßnahmen wie die Aufstallung erst dann treffen, wenn die Situation es erfordert. Wir müssen weiterhin stets den nächsten Schritt vorbereitet haben", erklärte die Ministerin.

Entsprechend des Vorschlages der Kommission solle nun in Deutschland schnellstmöglich über die geplante Eilverordnung das erweiterte Wildvogelmonitoring in Gang gebracht werden. Sollte sich die Risikobewertung verschlechtern, werden man als nächste Stufe das Aufstallungsgebot in Kraft setzen können. Dafür stehe bislang kein Datum fest, sondern es werde in Abhängigkeit von der Gefahrensituation festgelegt.

Quelle: http://www.verbraucherministerium.de/index-000E3B29EDD2130EAD026521C0A8D816.html

Viele Grüsse Antje

gaby
26.08.2005, 15:55
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20050826-00000/
gg

gaby
26.08.2005, 20:31
oh Mann!
Link von Absahner:
http://www.stimme.de/nachrichten/newsticker/schlaglichter/art305,607593.html
gg

gaby
29.08.2005, 20:27
Von Cröllwitzer:
Moin alle miteinander,

Aktuelle Nachricht:
ressemitteilung Nr. 228 vom 29. August 2005
Künast: Bund und Länder beschließen
weiteres Vorgehen zur Vogelgrippe

Heute fanden abschließende Gespräche zwischen dem Bundesverbraucherministerium und den Bundesländern zu der geplanten Eilverordnung zur Vogelgrippe statt. Bund und Länder waren mehrheitlich der Auffassung, dass die Aufstallung von Geflügel derzeit nicht erforderlich sei. Diese Linie hatte auch die EU-Kommission in der vergangenen Woche bei einem Treffen in Brüssel bestätigt. "Auch wenn wir derzeit für eine generelle Aufstallung der Vögel keine Grundlage sehen, verfolgen wir weiter unseren Ansatz des risikoorientierten Vorgehens. Dazu gehört auch, die Vögel in den nächsten Monaten sehr genau zu beobachten, um einen möglichen Verdacht sehr schnell zu erkennen und abzuklären. Deshalb haben wir uns mit den Ländern darauf geeinigt, umgehend das Monitoring von Wildvögeln zu intensivieren. Bei Geflügel in Auslauf- und Freilandhaltung soll in der Zeit des Vogelzuges auf den Erreger der Vogelgrippe untersucht werden. Dazu wird in den nächsten Tagen eine Eilverordnung in Kraft treten", erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast heute in Berlin.

Das Wildvogelmonitoring bedeute die flächendeckende Beobachtung und stichprobenartige Untersuchung von Wildvögeln auf das H5N1-Virus. Es soll von den Jagdschutzbeauftragten sowie durch die Vogelschutzwarten und die Naturschutzinstitutionen durchgeführt werden. Das ergänzende Monitoring von Hausgeflügel beinhaltet ebenfalls verstärkte Beobachtung und Untersuchungen der Vögel. Es soll für Bestände ab einer Größe von 100 Tieren gelten. Die örtlichen Veterinärbehörden haben jedoch die Möglichkeit, die Maßnahmen auch für kleinere Bestände anzuordnen. Die Untersuchungen des Wild- und des Hausgeflügel soll in den Landesuntersuchungsämtern durchgeführt werden.

"Das Aufstallungsgebot ist nicht vom Tisch. Wir werden diesen Schritt aber erst dann gehen, wenn es die Situation erfordert", erklärte Künast. "Bei allen Maßnahmen muss klar sein: Es ist ganz entscheidend, dass die Geflügelhalter sie gewissenhaft umsetzen und die Länder die Umsetzung eng kontrollieren", so die Ministerin.


gg

gaby
30.08.2005, 17:46
Von apfel7 gefunden:
Trotz nahender Vogelgrippe

Deutsche Hühner dürfen weiter draußen picken


Die Freilandhaltung von Hühnern in Deutschland wird trotz der
drohenden Vogelgrippe vorläufig nicht eingeschränkt. Darauf
haben sich Bund und Länder am Montag in Berlin verständigt.


HB BERLIN. Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne)
sagte, es bestehe mehrheitlich die Auffassung, dass eine so
genannte Aufstallung von Geflügel derzeit nicht erforderlich
sei. Vom Tisch sei diese Maßnahme allerdings nicht. "Wir
werden diesen Schritt aber erst dann gehen, wenn es die
Situation erfordert", sagte die Ministerin.


Die Vögel sollen in den nächsten Monaten sehr genau beobachtet
werden, um einen möglichen Verdacht schnell zu erkennen.
Geflügel in Auslauf- und Freilandhaltung solle in der Zeit des
Vogelzugs auf den Erreger der Vogelgrippe untersucht werden,
so Künast. Eine Eilverordnung dazu trete in den nächsten Tagen
in Kraft.


HANDELSBLATT, Montag, 29. August 2005, 18:56 Uhr

gaby
31.08.2005, 21:06
noch was zur allg. Verwirrung:
http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm
gg

gaby
01.09.2005, 10:31
Für die Niedersachsen unter uns von Logoff:

Vogelgrippe zwingt Hühner in die Ställe

HANNOVER. Aus Angst vor der Vogelgrippe müssen Geflügelzüchter in einigen Regionen Niedersachsens ihre Tiere vom 15. September an im Stall halten.
Betroffen sein werden die Küstenregion und Landkreise, in denen es große Binnengewässer gibt. Diese seien besonders gefährdet, weil dort im Herbst viele Rast- und Zugvögel Station machen, so das Landwirtschaftsministerium. Welche Kreise genau betroffen sein werden, werde zurzeit ermittelt. Die Vorschrift wird auch für alle Hobbyzüchter gelten, zunächst für maximal drei Monate. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) hätte die Freilandhaltung am liebsten überall für eine befristete Zeit verboten, EU und Bund lehnen dies aber als übertrieben ab. dpa

Neue Preese vom 01.09.05

gaby
05.09.2005, 07:43
Von Absahner gefunden: http://www.orf.at/index.html?url=http%3A//www.orf.at/ticker/192463.html
gg

gaby
06.09.2005, 10:55
von Godfather: http://www.n-tv.de/567578.html

und von Logoff: Neue Presse vom 06.09.2005

Ehlen kündigt Freiland-Verbot an

BREMEN/HANNOVER. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) will zum Schutz vor der Vogelgrippe fast im gesamten Nordwesten des Landes die Freilandhaltung bei Geflügel verbieten.
„Bei den Aufstallungsgebieten wird es sich großflächig um den Nordwesten des Landes sowie um einige kleinere Regionen in Südniedersachsen handeln“, sagte Ehlen. Die Liste mit Gebieten, in denen ein besonderes Risiko der Einschleppung durch Zugvögel bestehe, werde in Kürze veröffentlicht. Auch in Nordrhein-Westfalen müssen Geflügel und Vögel ab 15. September in bestimmten Regionen weggesperrt werden.

Link zur Freilandverbot in NRW
http://www.ksta.de/html/artikel/1125897580500.shtml

gaby
06.09.2005, 12:43
http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

gaby
07.09.2005, 07:00
Kreis Wesel: Maßnahmen gegen Geflügelpest
- 06.09.2005


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Wesel (aho) - Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hat
landesrechtliche Schutzmaßnahmen gegen eine mögliche Geflügelpest
angekündigt. Die NRW-Verordnung, die die Einzelheiten regelt, steht
zwar noch aus, aber bereits jetzt werden die Veterinärämter aktiv. Sie
halten sich dabei zunächst an die Vorgaben der bereits seit dem 4.
September in Kraft getretenen Bundesverordnung und appellieren an alle
Geflügelzüchter, die Schutzmaßnahmen zu beachten. Wenn die
NRW-Verordnung veröffentlicht ist, werden alle ca.1.600 gemeldeten
Geflügelhalter im Kreis Wesel darüber vom Kreisveterinäramt
informiert. Der Kreis Wesel erneuert noch einmal seinen Aufruf, der
sich insbesondere auch an Privathalter mit Klein- bzw.
Kleinstbeständen richtet, ihre Bestände beim Veterinäramt Wesel
anzumelden.

Nach der Bundesverordnung haben Jagdausübungsberechtigte zur Erkennung
der Geflügelpest bei wildlebenden Enten und Gänsen nach näherer
Anweisung der zuständigen Behörden Proben von erlegten Enten und
Gänsen virologisch untersuchen zu lassen. Außerdem ist das gehäufte
Auftreten kranken oder verendeten Federwildes dem Veterinäramt unter
Angabe des Fundortes unverzüglich mitzuteilen. Die Revierinhaber
werden vom Veterinäramt Wesel in Kürze über die Details informiert.

Wer mehr als 100 Stück Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner,
Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse) zur
Vermarktung von Fleisch und Eiern oder diese zur Zucht (dazu zählen
auch Kleinstbestände!) nicht ausschließlich in geschlossenen Ställen
hält, hat bei den Tieren vom 15. Oktober bis 15. Dezember
stichprobenartig eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen. Darüber
hinaus kann die Behörde weitere Untersuchungen anordnen.

Laut Minister Uhlenberg muss - nach der angekündigten Landesverordnung
- in den Regionen, die das Ziel von Zugvögeln, insbesondere von
überwinternden Wildgänsen sind, Geflügel in Ställen und Volieren
bleiben. Dies gilt vom 15. September zunächst bis zum 30. November.
Dann wird der Landwirtschaftsminister entscheiden, ob diese Anordnung
aufgehoben oder verlängert wird.

Im Kreis Wesel sollen davon - nach dem bisherigen Entwurf des Landes -
folgende Gemeinden betroffen sein: Alpen, Dinslaken, Hamminkeln,
Hünxe, Rheinberg, Sonsbeck, Voerde, Wesel und Xanten.

Wer keinen Platz für die so genannte Aufstallung hat, muss für anderen
Schutz sorgen, um zu verhindern, dass Wildvögel die Geflügelpest in
den Bestand einschleppen. Dazu gehören nach Aussagen des Ministeriums
u.a. vogelsichere Netze über dem Auslauf und an dessen Seiten.
Zusätzlich muss in solchen Fällen die Gesundheit der Tiere regelmäßig
durch beauftragte Tierärzte überprüft werden.

Geflügelhalter müssen das Veterinäramt über diese Ausnahmefälle
informieren. Dieses wird stichprobenhaft überprüft.

Weiterhin soll landesweit für Geflügel ein Fütterungsverbot im Freien
gelten.

Wichtig ist, dass die Geflügelhalter die Hygienebestimmungen und
Verpflichtungen zu regelmäßigen Gesundheitskontrollen genau beachten.
Hier steht das Veterinäramt beratend zur Seite.

Alle Maßnahmen haben präventiven Charakter. Das Kreis-Veterinäramt
setzt auf die Kooperation mit den Geflügelhaltern, die sich in der
Vergangenheit bereits gut bewährt hat.






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gaby
07.09.2005, 07:01
Oberbergischer Kreis: Untersuchungen auf die klassische Geflügelpest
- 06.09.2005


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Gummersbach (aho) - Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
des Oberbergischen Kreises weist darauf hin, dass am 04.09.2005 die
Verordnung über Untersuchungen auf die klassische Geflügelpest in
Kraft getreten ist (veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 03.09.2005,
Seite 13345).

Nachdem die Geflügelpest (auch Geflügelgrippe genannt) sich
offensichtlich von Asien kommend in Richtung Westen ausgebreitet hat,
kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie im Herbst mit Zugvögeln
nach Europa weitergetragen wird.

Um möglichst frühzeitig Informationen, über ein Voranschreiten der
Geflügelpest zu erhalten, wird in der o. g. Verordnung die
Untersuchung von freilaufendem Geflügel angeordnet. Wer insgesamt mehr
als 100 Tiere der Arten Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner,
Fasane, Laufvögel, Wachteln, Gänse und Enten nicht ausschließlich in
geschlossenen Ställen hält, muss in der Zeit vom 15. Oktober 2005 bis
15. Dezember 2005 einen Tierarzt beauftragen, von einzelnen Tieren
Blutproben zu nehmen.

Hierzu sind in Haltungen ohne Enten oder Gänse 10 Blutproben pro
Bestand und in Haltungen mit Enten oder Gänsen 15 Blutproben pro
Bestand zu nehmen und auf die klassische Geflügelpest untersuchen zu
lassen.

Ein Einsperren von Geflügel oder die Errichtung von Überdachungen für
Freilandgeflügel wird seitens der vorliegenden Verordnung nicht
gefordert.






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gaby
07.09.2005, 11:17
Kreis Kleve: Schutzmaßnahmen gegen mögliche Geflügelpest
- 07.09.2005


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Kleve (aho) - Um die Möglichkeit der Übertragung der Geflügelpest
durch Zugvögel so gering wie möglich zu halten, wird das
nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium zum Schutz gegen die
Geflügelpest ab dem 15. September 2005 ein Fütterungsverbot für
Geflügel im Freien anordnen. Damit soll verhindert werden, dass
wildlebende Vogelarten durch ausgebrachtes Futter angelockt werden.
Dies trifft auf alle Halter von Hühnern, Truthühnern, Perlhühnern,
Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen zu, teilt
jetzt der Landkreis Kleve mit.

Darüber hinaus hat das Land NRW im Kreis Kleve die Kommunen
Kranenburg, Kleve, Bedburg-Hau, Goch, Kalkar, Uedem, Rees und Emmerich
am Rhein zu besonders gefährdeten Gebieten erklärt.

Wer in diesen Kreiskommunen gewerbsmäßig Geflügel hält, hat die Tiere
ab dem 15. September 2005 bis zum 30. November 2005 in geschlossenen
Ställen zu halten. Damit sollen weitere Kontaktmöglichkeiten zu wild
lebenden Vogelarten unterbunden werden.

Sofern eine Haltung in geschlossenen Ställen nicht möglich ist, haben
die Tierbesitzer dies schriftlich dem Kreisveterinäramt anzuzeigen.
Daneben sind die Tierbestände monatlich einer tierärztlichen
Untersuchung einschließlich stichprobenartiger Blutentnahmen zu
unterziehen. Hierüber haben die Geflügelhalter einen Nachweis zu
führen. Außerdem werden diese Betriebe regelmäßig durch das
Kreisveterinäramt überprüft.

Des weiteren sind die gewerbsmäßigen Geflügelhaltungen im Freien mit
überdachten dichten Abdeckungen und vogelsicheren Seitenbegrenzungen
zu versehen.

Das Kreisveterinäramt Kleve weist noch mal alle Geflügelhalter im
Kreis darauf hin, sofern noch nicht geschehen, den Tierbestand
umgehend zu melden.

Im Kreis Kleve sind insgesamt rd. 600 gewerbsmäßige Geflügelhalter mit
rd. 520.000 Stück Geflügel von der Landesverordnung betroffen. Hiervon
sind alleine rd. 360.000 Puten und rd. 150.000 Hühner. Daneben hat das
Kreisveterinäramt Kleve bisher von etwa 860 privaten Kleinhaltern
Kenntnis.







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gaby
07.09.2005, 14:22
von Absahner gefunden:

Niedersachsen: Freilandverbot für Geflügel in gefährdeten Regionen
- 07.09.2005

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Hannover (aho) - Der Minister für den ländlichen Raum, Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz Hans-Heinrich Ehlen hat heute ein
Aufstallungsgebot für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter
erlassen. Ab 15. September darf sich während der Zugvogelzeit bis zum
30. November alles Geflügel (Hühner, Perlhühner, Truthühner, Enten,
Gänse), das sich in besonders von Zugvögeln aufgesuchten Regionen
befindet, nicht im Freien aufhalten. Diese Maßnahme wurde erlassen, um
dem Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe durch Zugvögel zu
begegnen.

Geflügelhalter haben für die Dauer des Aufstallungsgebotes ihr
Geflügel in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorkehrungen zu
halten, die das Eindringen von Wildvögeln durch eine überstehende
Abdeckung und vogelsicheren Seiten zuverlässig verhindert. Wird
Geflügel unter solchen Schutzvorkehrungen gehalten, muss ein Tierarzt
diesen Bestand mindestens einmal im Monat überprüfen. Sollten diese
Maßnahmen im begründeten Einzelfall nicht möglich sein, kann eine
Ausnahme durch den zuständigen Landkreis genehmigt werden. Diese
Einzelmaßnahme muss einen ähnlichen hohen Schutz vor dem Kontakt mit
Zugvögeln bieten. Hierbei muss dann auch eine monatliche
Gesundheitsüberwachung und zusätzlich eine Laboruntersuchung auf
Vogelgrippe stattfinden. Das Geflügel darf generell nur so gefüttert
und getränkt werden, dass sich keine wildlebenden Vögel unter den
Bestand mischen können.

Die Vogelgrippe breitet sich zunehmend aus. Neuausbrüche wurden in
Kambodscha, Indonesien, China und Thailand verzeichnet. Sehr schnell
erfolgte die Verschleppung nach Kasachstan und Russland. In fünf
Dörfern im südlichen Teil des Landes der Region Novosibirsk ereignete
sich der Ausbruch bei nicht kommerziell im Freiland gehaltenem
Geflügel. Berichten zufolge gibt es weitere Ausbrüche bei Hausgeflügel
in mehreren Regionen Sibiriens. "Für alles Geflügel in den besonders
gefährdeten niedersächsischen Regionen muss gewährleistet sein, dass
es nicht in Kontakt mit möglicherweise infizierten Zugvögeln gelangt.
Deshalb muss das Geflügel für die Zugvogelzeit in den Stall.",
erläuterte Minister Ehlen seine Entscheidung. Die besonders
gefährdeten Regionen in Niedersachsen wurden unter Berücksichtigung
der bekannten Vogelrastplätze, Gewässernähe und Geflügeldichte
ermittelt.

In Niedersachsen stehen ca. 72 Mio. Stück Geflügel in etwa 22.000
Beständen (ca. 60 % des Wirtschaftsgeflügels bundesweit). In den
Niederlanden mit einem vergleichbaren Geflügelbestand von ca. 90 Mio.
Stück mussten anlässlich des Geflügelpestgeschehens im Jahre 2003 ca.
30 Mio. Tiere getötet werden. Hier besteht schon seit dem 22.08.2005
ein Aufstallungsgebot.

Das Landwirtschaftsministerium rät vor allem den privaten
Geflügelhaltern, ihre Stallkapazitäten zu überprüfen. Falls die
eigenen Gehege in Einzelfällen nicht ausreichen könnten, sollte man
sich bereits jetzt z.B. nach leerstehenden Ställen und Scheunen in der
Nachbarschaft erkundigen bzw. rechtzeitig mit dem Bau von
vogelsicheren Volieren mit dichter Abdeckung nach oben beginnen.
Verstöße gegen die Verordnung können mit 25.000 EUR Bußgeld geahndet
werden, zudem können im Seuchenfall auch zivilrechtliche Maßnahmen
ergriffen werden.

Die betroffenen kommunalen Körperschaften:

1. Die Landkreise Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Cuxhaven, Diepholz,
Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Harburg, Leer,
Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Nienburg (Weser), Oldenburg, Osterholz,
Rotenburg (Wümme), Schaumburg, Stade, Vechta, Verden, Wesermarsch und
Wittmund.

2. Die Städte Barsinghausen, Bramsche, Braunschweig, Delmenhorst,
Einbeck, Emden, Garbsen, Hemmingen, Laatzen, Neustadt am Rübenberge,
Northeim, Pattensen, Salzgitter, Sarstedt, Schneverdingen, Seelze,
Wilhelmshaven, Wolfenbüttel und Wunstorf sowie die Gemeinden
Baddeckenstedt, Bad Essen, Belm, Bispingen, Bohmte, Burgdorf
(Landkreis Wolfenbüttel), Cramme, Cremlingen, Elbe, Flöthe, Haverlah,
Neuenkirchen (Landkreis Soltau-Fallingbostel), Ostercappeln, Sickte
und Wallenhorst.

3. Die Samtgemeinden Artland, Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen
(Landkreis Osnabrück).

Eine Karte der betroffenen Regionen kann auf der AHO -
Hauptseite auf der Linken Navigationsleiste unter "Karte NDS
Freilandverbot" als PDF - Dokument eingesehen werden.

http://ticker-grosstiere.animal-health-o...20050907-00001/

Eddi

gaby
07.09.2005, 19:07
Logoff hat sich schlau gemacht:

Info vom FFN Team. Vielen Dank dafür.

Zizat:
Freilaufende Hühner wird es ab dem 15.September nicht mehr in den Landkreisen Nienburg und Schaumburg geben. Dann muss das Geflügel nämlich in den Stall - Grund: Zugvögel könnten die Vogelgrippe nach Niedersachsen schleppen.

Deswegen dürfen Hühner, Perlhühner, Truthühner, Enten und Gänse während der Zugvogelzeit bis zum 30. November nicht im Freien gehalten werden. Das gilt nicht für ganz Niedersachen sondern nur für die Regionen, in denen sich Zugvögel niederlassen, wie zum Beispiel die Landkreise Nienburg und Schaumburg und die Städte Wunstorf, Neustadt, Garbsen, Seelze und Barsinghausen. Die Stall-Pflicht gilt für alle gewerblichen und privaten Geflügelhalter. Die Vogelgrippe breitet sich zunehmend aus. Deswegen die Vorsichtsmaßnahmen. Es muss gewährleistet sein, dass das Geflügel nicht in Kontakt mit möglicherweise infizierten Zugvögeln gelangt - so Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans Heinrich Ehlen

Viele Grüße von Ihrem ffn-Team!

gaby
07.09.2005, 19:33
nochmal von Logoff, eine gut gegliederte Karte von den Gebieten die von der Einstellung betroffen sind.

http://www.animal-health-online.de/drms/ndsfrei.pdf

gg

gaby
09.09.2005, 17:47
Info von Litizicke aus erster Hand:

ich habe heute mit dem Veterinäramt in Waldeck-Frankenberg
(Hessen) telefoniert.
Dort sagte man mir, wenn man den Auslauf zur Voliere umbauen würde, sodaß kein anderer Vogel hineinkann, muß man die Hühner nicht einsperren.

Gruß Sabine

gaby
12.09.2005, 18:31
Gefahr für Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel


Ab Donnerstag müssen Hühner hinter Gitter
Von Michael Ahlers


HANNOVER. Wegen der Vogelgrippe dürfen Geflügelhalter ihre Tiere in Braunschweig, Salzgitter, Wolfenbüttel und weiten Teilen Niedersachsens ab 15. September nicht mehr frei laufen lassen.

"Für alles Geflügel in den besonders gefährdeten niedersächsischen Regionen muss gewährleistet sein, dass es nicht in Kontakt mit möglicherweise infizierten Zugvögeln gelangt", erklärte Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen (CDU). Die Vogelgrippe breite sich in Asien zunehmend aus.

Daher müssen ab Donnerstag Hühner, Perlhühner, Truthühner, Enten und Gänse bis zum 30. November in geschlossenen Ställen gehalten werden oder so, dass ein Kontakt mit Wildvögeln nicht möglich ist. Die Verordnung gilt auch für private Halter. Ein Verstoß gegen die Vorschriften kann laut Ministerium mit einem Bußgeld bis zu 25 000 Euro geahndet werden.

Das Ministerium rät privaten Geflügelhaltern ohne ausreichend großen Stall, sich zunächst in der Nachbarschaft nach geeigneten Ställen und Scheunen zu erkundigen. Volieren müssen mit einem Dach oder einer Plane dicht abgedeckt sein. "Es geht zunächst ausschließlich um die in der Verordnung genannten Tiere", sagte der Sprecher des Ministeriums, Gert Hahne.

Ein Problem könne aber das Erfassen und die Überwachung sehr kleiner Bestände sein, sind sich Veterinäre in den gefährdeten Regionen Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel einig.

KOMMENTAR, NIEDERSACHSEN

Montag, 12.09.2005
.................................................

mfg
LOGOFF

gaby
14.09.2005, 20:28
von Logoff


Vogelgrippe

und (nur) noch ne Info !!



Mittwoch, 14.9.2005


14.09.2005 - Vogelgrippe: Freilaufverbot für deutsches Geflügel


(lid) - Aus Schutz vor der Vogelgrippe muss ab dem 15. September in zahlreichen Regionen der deutschen Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen das Geflügel in den Stall. Hühner, Perlhühner, Truthühner, Enten und Gänse dürfen bis zum Ende der Zugvogelzeit am 30. November nicht mehr ins Freie, teilte das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich die Tiere bei infizierten Zugvögeln anstecken. Verstösse gegen das so genannte Aufstallungsgebot können mit bis zu 25’000 Euro (38'630 Franken) gebüsst werden. Allein in Niedersachsen leben 70 Millionen Geflügeltiere in 22’000 Betrieben, was 60 Prozent des deutschen Bestandes entspricht.




und noch

Gesundheit
Bundesministerin Künast kritisiert rigide Maßnahmen gegen Vogelgrippe





Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat am Mittwoch die rigiden Maßnahmen einiger Bundesländer zum Schutz gegen die Vogelgrippe scharf kritisiert. Das Verbot der Freilandhaltung in verschiedenen Regionen Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns und Nordrhein-Westfalen ab Donnerstag sei "Aktionismus". Derzeit liege die Gefahr nicht in einer Übertragung des Virus durch Zugvögel, sondern in einer Einschleppung durch illegale Importe von Geflügel und Geflügelprodukten. "Bei der Überwachung solcher Einfuhren muss die Priorität der Länder liegen", sagte Künast. Stattdessen erfolge eine Verunsicherung von Geflügelhaltern und Verbrauchern. Unterstützung bekommt Künast von Tierschützern.


Landwirtschaftsministerium Niedersachsen hält am Verbot fest
Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium teilte darauf mit, auf Nummer sicher gehen zu wollen. "Wir sehen ein mäßiges Risiko, dass die Vogelgrippe durch Zugvögel eingeschleppt wird" sagte ein Sprecher. "Und wir werden nicht wie Frau Künast darauf vertrauen, dass schon nichts passieren wird." Deshalb dürften Hühner, Perlhühner, Puten, Enten und Gänse bis zum Ende der Zugvogelzeit Ende November nicht mehr im Freien herumlaufen. Verstöße können mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.


Zuständiger Veterinärausschuss sieht keine akute Gefahr
Künast dagegen betonte, viel wichtiger, als auf Freilandhaltung zu verzichten, sei es, Vögel und Geflügel verstärkt zu beobachten und zu untersuchen. Für den Fall, dass sich die Gefahrenlage ändere, gebe es eine vorbereitete Eilverordnung der Bundesregierung, nach der Geflügel umgehend in Ställe gesperrt werden müsse. Der zuständige Veterinärausschuss gehe derzeit nicht von einer akuten Gefahr für die EU aus, sagte die Ministerin.

Kritik am Verbot der Freilandhaltung kam auch vom Verein Tier- und Naturschutz (ETN). Der Verein in Bonn bezeichnete das Verbot als unnötige und populistische "Wahlkampfaktion" der betreffenden unionsgeführten Länder, bei der mit den Ängsten der Menschen leichtfertig umgegangen werde.

gaby
15.09.2005, 08:18
Soest (aho) - Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium
ergreift zusätzlich zur bereits existierenden Bundesverordnung mit
einer eigenen Verordnung Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest.
Diese tritt am Donnerstag, 15. September, in Kraft. "Ab diesem Termin
gilt auch für alle Besitzer von Freiland-Geflügel im Kreis Soest ein
Fütterungsverbot im Freien", weist Dr. Wilfried Hopp, Leiter des
Veterinärdienstes der Kreisverwaltung Soest, auf eine für die Region
relevante Bestimmung hin.

Damit dürften die Tiere bis auf weiteres nur noch im Stall fressen.
Denn Futterstellen im Freien seien auch für Wildvögel als mögliche
Überträger der Geflügelpest sehr attraktiv und es komme damit zu einem
direkten Kontakt mit dem Hausgeflügel.

Ausdrücklich weist der Veterinärdienst des Kreises darauf hin, dass
das Aufstallungsgebot der NRW-Verordnung, also die Verpflichtung
Geflügel vom 15. September bis zum 30. November in Ställen und
Volieren oder geschützt unter vogelsicheren Netzen zu halten, für den
Kreis Soest nicht gelte. Dr. Hopp: "Das Land hat diese Bestimmung auf
typische Rastplätze für Wasservögel am Unteren Niederrhein und in der
Gemeinde Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke beschränkt."

Die zurzeit geltende Verordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums
gehe aber darüber hinaus, betont Dr. Hopp. Danach seien zwischen dem
15. Oktober und dem 15. Dezember Halter von mehr als 100 Stück
Geflügel verpflichtet, die Tiere entweder im Stall zu halten oder sie
untersuchen zu lassen.

Wichtig sei es auf jeden Fall, dass alle Halter von Geflügel im Kreis
Soest ihre Tierhaltung dem Veterinärdienst der Kreisverwaltung Soest
anzeigen. "Das ist entscheidend, um im Ernstfall schnell reagieren zu
können", erläutert Dr. Hopp. Er appelliert darüber hinaus, eine
Anmeldung bei der Tierseuchenkasse vorzunehmen, um sich gegen die
wirtschaftlichen Folgen eines Seuchenausbruchs zu wappnen. Natürlich
müssten Geflügelhalter auch die Hygienebestimmungen und die
Verpflichtung zu regelmäßigen Gesundheitskontrollen in ihren Betrieben
genau beachten.





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gaby
15.09.2005, 19:47
Das war das aktuellste was ich finden konnte, auf den Seiten vom Landwirtschaftsministerium steht noch nichs Neues:

NRW verbietet Geflügelfreilandhaltung in gefährdeten Regionen
06.09.2005

(Vetion). In manchen Regionen Nordrhein-Westfalens ist die Freilandhaltung von Vögeln und Geflügel vom 15. September an untersagt. Das teilte das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium am Montag mit. Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) will durch das Verbot eine Einschleppung der Geflügelpest durch Zugvögel verhindern. Die Verordnung gilt für Teile der Landkreise Wesel und Kleve am unteren Niederrhein sowie für das Gebiet der Gemeinde Petershagen nördlich von Minden. In dieser Regionen würden Zugvögel erfahrungsgemäß bevorzugt rasten, erläuterte das Ministerium. Deshalb müssen Geflügel und Vögel in den Sperrregionen im Stall gehalten oder wenigstens durch vogelsichere Netze vor dem Kontakt mit wild lebenden Vögeln geschützt werden. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 30. November. Darüber hinaus wird in ganz Nordrhein-Westfalen die Fütterung von Geflügel im Freien untersagt, da Futterstellen im Freien für Wildvögel sehr anziehend seien, erklärte das Ministerium weiter.


Gruß,
Toffee

gaby
16.09.2005, 11:49
von corinna gefunden:
bei der AHO gefunden



Aktuelle Meldungen Nachrichten suchen kostenloses Abo - Meldung weiterempfehlen
Riemser Forscher entwickeln neuartigen Impfstoff gegen Vogelgrippe
- 23.08.2005


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(idw) - Einer Arbeitsgruppe im Institut für Molekularbiologie des
Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems unter Leitung von
Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter und Dr. Walter Fuchs ist es gelungen,
einen neuartigen Impfstoff gegen die Geflügelpest ('Vogelgrippe') zu
entwickeln. Wie das Institut mitteilte, sind entsprechende erste
Versuchsreihen erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Wissenschaftler griffen bei der Entwicklung des neuen Impfstoffs
auf die Ergebnisse molekularbiologischer Grundlagenforschung zurück.
Ein Geflügel-Herpesvirus (Virus der Infektiösen Laryngotracheitis,
ILTV) wurde dabei so verändert, dass es seine krankmachenden
Eigenschaften für Hühner zwar verlor, aber trotzdem zu einem guten
Immunschutz im geimpften Tier führte. In dieses Virus wurde mit Hilfe
gentechnischer Methoden die Erbinformation für das
Hämagglutinin-Protein des Geflügelpestvirus (AIV) eingesetzt. Nach der
Impfung kommt es daher nicht nur zu einer Immunantwort gegen das
Geflügel-Herpesvirus, sondern auch gegen das Geflügelpestvirus und
somit zu einem Schutz gegen beide Viren.

Der Vorteil der Nutzung des Herpesvirus als Träger (Vektor) des
Fremdgens liegt unter anderem darin, dass Antikörper nur gegen das
Hämagglutinin-Protein des Grippevirus induziert werden, während eine
natürliche Infektion zur Ausbildung von Immunreaktionen gegen eine
Reihe anderer viraler Eiweißstoffe führt. Damit lassen sich geimpfte
Tiere von virusinfizierten Tieren unterscheiden. Auch der
Herpesvirusvektor ist entsprechend durch Eliminierung eines Gens
'markiert'. Da sich das Geflügel-Herpesvirus nur im Geflügel vermehren
kann, nicht aber in anderen Vogelarten, ist eine Ausbreitung des
gentechnisch veränderten Impfvirus in Wildvögeln nicht zu erwarten.

Durch die Möglichkeit der Impfung über Spray, Augentropfen oder das
Trinkwasser ist eine leichte Erreichbarkeit der Tiere auch in großen
Haltungen gegeben. Die Versuche haben gezeigt, dass die entwickelten
Impfstoffe Hühner gegen Grippeviren der Subtypen H5 und H7, die unter
anderem für die Ausbrüche von Geflügelpest in Holland im Jahr 2003
(H7) und derzeit in Südostasien (H5) verantwortlich sind, schützen
können. Bevor der Impfstoff in die Zulassung gehen kann, sind
allerdings noch weitere Versuche, unter anderem hinsichtlich einer
effizienten Produktion in Gewebekultur, notwendig.

gaby
07.10.2005, 20:28
Bukarest (dpa) - In Rumänien gib es die ersten Fälle von Vogelgrippe. Bei drei verendeten Hausenten hätten Laboranlysen in Bukarest Antikörper der gefährlichen Geflügelpest festgestellt, sagte Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur am Freitagabend im rumänischen Fernsehen. Damit dürfte die Seuche erstmals Europa erreicht haben.

Ein Krisenstab sei eingerichtet worden, hieß es. In der Ortschaft Ceamurlia de Jos im Verwaltungskreis Tulcea im Donaudelta wurde die Quarantäne ausgerufen. In den vergangenen Monaten seien insgesamt 7000 verendete Vögel, einschließlich Zugvögel, in Rumänien auf den Virus der Vogelgrippe geprüft worden. In diesen drei Fällen seien Antikörper der Vogelgrippe entdeckt worden, hieß es. Proben würden nach London geschickt, um den Vogelgrippe-Virus bestätigen zu lassen.

Im gesamten Donaudelta wurde ein vollständiges Jagdverbot verhängt. Nach Worten des Landwirtschaftsministers haben infizierte Zugvögel aus dem Osten den Grippevirus ins Land gebracht. Rumänien hat seit Wochen Geflügelimporte aus 15 Ländern verboten. Auch an den Grenzübergängen waren die Kontrollen und Desinfektionen verstärkt worden.

Der Europarat hatte am Donnerstag von seinen Mitgliedsländern eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen die tödliche Vogelgrippe gefordert. Die meisten Staaten seien nicht darauf vorbereitet, eine mögliche Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fürchtet eine mögliche Mutation des Virus. Dadurch würde es auch leicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Vereinten Nationen hatten im August die Befürchtung geäußert, dass die Vogelgrippe durch Zugvögel nach Nahost, Europa, Asien und Nordafrika gelangen könnte.

Der bislang nur direkt von infiziertem Geflügel auf Menschen übertragbaren Vogelgrippe erlagen seit ihrem Ausbruch Ende 2003 in Südostasien mehr als 60 Menschen.



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erschienen am 07.10.2005 um 20:50 Uhr
© WELT.de

gaby
07.10.2005, 20:29
Erste Fälle von Vogelgrippe in Europa

Bukarest (dpa) - Die Vogelgrippe hat sich offenbar nach Europa ausgebreitet. In Rumänien wurden die ersten Fälle der gefährlichen Geflügelpest festgestellt. Die Regierung in Bukarest richtete einen Krisenstab ein. In der betroffenen Ortschaft im Donaudelta wurde die Quarantäne ausgerufen. In der gesamten Region gilt ein vollständiges Jagdverbot. Laut Landwirtschaftsministerium haben infizierte Zugvögel aus dem Osten den Virus ins Land gebracht. Rumänien hat seit Wochen Geflügelimporte aus 15 Ländern verboten.



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erschienen am 07.10.2005 um 20:51 Uhr
© WELT.de

gaby
07.10.2005, 22:25
Rumänien: Vogelgrippeverdacht im Donaudelta
- 07.10.2005


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Bukarest (aho) - Im Donaudelta in der Nähe der rumänischen Ortschaft
Ceamurlia de Jos wurden drei verendete Hausenten aufgefunden, bei
denen vorläufige Tests Hinweise auf Vogelgrippe erbracht hätten. Die
Tiere stammen nach offiziellen Angaben aus einer Hinterhofhaltung
eines Kleinbauern. Wie der rumänische Agrarminister Gheorghe Flutur
heute in Bukarest der Presse mitteilte, habe man die Region gesperrt
und jegliche Tiertransporte unterbunden. Es seien auch Proben zur
Untersuchung nach Großbritannien gebracht worden. Jetzt müsse geklärt
werden, ob es sich um das gefürchtete H5N1 - Virus handele, welches
seit Jahren in Asien grassiert.

gaby
08.10.2005, 15:40
hier kann man die Ausbreitung sehen:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4833730_REF1,00.html

gaby
08.10.2005, 17:29
aus Bild-Online:
Türkei: 2000 Puten an Vogelgrippe gestorben
Samstag, 8. Oktober 2005, 17.54 Uhr
Im Nordwesten der Türkei sind rund 2000 Puten an der Vogelgrippe gestorben. Wie die Regionalregierung mitteilte, trat die Vogelgrippe in der Provinz Balikesir auf. Über die Region Manyas, die für ihren reichen Vogelbestand bekannt ist, wurde eine Quarantäne verhängt. Vize-Gouverneur Halil Yavus Kaya äußerte die Vermutung, daß die Vogelgrippe von Zugvögeln eingeschleppt wurde.
Am Freitag hatten die rumänischen Behörden bekannt gegeben, daß im Donau-Delta drei Enten an der Vogelgrippe gestorben waren. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den Erregern in Rumänien und der Türkei um das für Menschen gefährliche und in Asien grassierende Virus H5N1 handelte.

gaby
09.10.2005, 14:40
Berlin (Reuters) - Trotz der Vogelgrippe-Fälle in Rumänien und der Türkei sieht die Bundesregierung derzeit für Deutschland keine unmittelbare Gefahr und hält eine Stallpflicht für Geflügel für unnötig.

"Die Gefährdung für Europa und damit auch für die Bundesrepublik ist nur schwer einzuschätzen", sagte Verbraucherschutz-Staatssekretär Alexander Müller am Sonntag in Berlin. So sei noch unklar, ob es sich um den gleichen Erreger wie in Asien handele. Dort sind bislang über 60 Menschen an der Grippe gestorben. Eine Übertragung durch Zugvögel nach Deutschland sei wegen deren Flugrouten zudem unwahrscheinlich. Dennoch nehme man die Entwicklung sehr ernst. Die Regierung habe eine Reihe von Maßnahmen vorbereitet, die eine Stallpflicht für Geflügel einschlössen. Alle Maßnahmen sollten aber europäisch koordiniert werden, forderte der Staatssekretär.

Im rumänischen Donau-Delta und zuletzt auch in der Türkei waren einheimische Vögel positiv auf die Krankheit getestet worden. Um den Viren-Stamm genau bestimmen zu können, sind Proben von Rumänien nach Großbritannien geschickt worden. Ein Ergebnis wird aber an diesem Sonntag nicht mehr erwartet. Die rumänische Regierung teilte mit, es gebe Hinweise, dass es sich um eine relativ harmlose Variante der Grippe handeln könne. Auch in der Türkei gibt es noch keine Klarheit über den Stamm des Virus.

Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen hatten Mitte September eine Stallpflicht für Geflügel in einigen Regionen eingeführt, um eine Infektion über Zugvögel zu erschweren. Das Virus war zuvor auch in Sibirien aufgetreten. Die damalige Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hatte im Zusammenhang mit der Stallpflicht in den Bundesländern die Vermutung geäußert, dies sei eine Aktion der industriellen Geflügelhalter-Lobby gegen die Freilandhaltung etwa von Hühnern.



© Reuters 2005. Alle Rechte vorbehalten.

gaby
10.10.2005, 05:34
von Corinna gefunden:


Gegen Vogelgrippe impfen, nicht einsperren

"Aufstallung ist voreilig und unwirksam"

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und der Fachverband für landwirtschaftlichen Nutztierschutz, PROVIEH - Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. haben die vorzeitig verordneten Aufstallungsgebote zur Vorbeugung eines drohenden Ausbruchs der Vogelgrippe als voreilig, übertrieben und letztendlich unwirksam bezeichnet.

Dr. Burkhard Roloff, Agrarexperte des BUND: "Ein flächendeckendes Einsperren sämtlichen Geflügels ist praktisch nicht durchführbar, insbesondere durch die fehlenden Stallkapazitäten bei den Freilandhaltern und Hobbyhaltern. Die Folgen sind bereits vorzeitiges Schlachten nicht schlachtreifen Geflügels. Der wirtschaftliche Schaden, der den Freilandhaltern und den ökologischen Geflügelhaltern entsteht, ist nicht abzusehen."

Sven Lucas, Geschäftsführer von PROVIEH: "Wir wollen die Gefahr der Einschleppung von Vogelgrippeviren nicht in Abrede stellen oder verharmlosen, empfehlen aber, das Zulassungsverfahren für den auf Riems neu entwickelten Impfstoff unbürokratisch abzukürzen, da letztlich eine Impfung das wirksamste Mittel gegen die Vogelgrippe sein wird. Dafür gibt es viele Beispiele im Humanbereich von seuchenartigen Krankheiten, die ebenfalls erst durch Impfung und nicht durch irgendeine andere Maßnahme besiegt wurden (Röteln, Mums, Kinderlähmung, usw)."

Alle vorbeugenden Maßnahmen haben nur dann Erfolg, wenn
sie über Ländergrenzen hinweg in einer gemeinschaftlichen
Aktion durchführt werden.

Ein Alleingang von Ländern wie Holland, oder jetzt sogar einzelnen Bundesländern, abweichend von der Meinung der EU- Expertenkommission und dem Erlass des BMVEL, kann eine Ausbreitung nicht verhindern. Das Virus wird sich nicht an politischen Grenzen orientieren. Hintergrund: In den Ländern NRW, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurde ein vorzeitiges Aufstallungsgebot (Einsperren bzw. Freilaufverbot) jeglichen Geflügels verordnet.

Mehr zum Thema

http://www.naturkost.de/meldungen/2005/050929ev2.htm

und an anderer Stelle im Netz unter googel gefunden

gaby
12.10.2005, 17:08
12.10.2005, 17:14 Uhr
Schärfere Kontrollen auf Straße und an Flughäfen gegen Vogelgrippe
Bonn (dpa) - Im Kampf gegen die Vogelgrippe hat der nationale Krisenstab von Bund und Ländern schärfere Kontrollen an Flughäfen, auf Autobahnen und an den Grenzen angekündigt. Bis zum Ergebnis von Geflügeltests aus der Türkei geht der Krisenstab vom schlimmsten Fall aus. In der Türkei wurden vorsorglich rund 5700 Tiere getötet. Mit Testergebnissen wird erst übermorgen gerechnet. Beim Vogelgrippealarm in Rumänien gibt es eine erste Entwarnung. Alle Tests waren negativ, sagte ein Sprecher der EU-Kommission.

gaby
13.10.2005, 14:14
Rumänien: Es ist Vogelgrippe! +++ H5-Virus nachgewiesen
- 13.10.2005
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Brüssel (aho) - In Gewebeproben, die von einer Ente und einem Huhn
auf einem Bauernhof im Donaudelta genommen wurden, sei jetzt doch ein
H5-Influenza entdeckt worden, teilte die EU-Kommission in der
vergangenen Nacht in Brüssel mit. Die Kommission machte jedoch keine
Angaben, ob es sich um das gefürchtete H5N1-Virus handelt. Noch
gestern hatten Meldungen über negative Tests Zweifel am Vordringen des
Vogelgrippevirus nach Europa genährt. Tierschützer hatten darauf hin
massive Kritik an den vorsorglichen Tötungen von Geflügel im
Donaudelta geäußert. Die EU-Kommission plant nun ein sofortiges
Importverbot für lebendes Geflügel und Geflügelprodukte aus Rumänien.






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gaby
13.10.2005, 14:44
von Godfather gefunden:
http://zeus.zeit.de/hb/939735.xml
gg

gaby
13.10.2005, 14:51
Neue infos:

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.h...000&ticker=true

dehöhner

gaby
13.10.2005, 20:03
13.10.2005, 20:17 Uhr
Gefährlicher Vogelgrippevirus in der Türkei nachgewiesen
Berlin (dpa) - Die Vogelgrippe bewegt sich langsam in Richtung Deutschland. In der Türkei wurde der gefährliche Vogelvirustyp H5N1 nachgewiesen. Dennoch will die Bundesregierung nicht über die bereits beschlossene Verschärfung von Kontrollen hinausgehen. Verbraucherminister Jürgen Trittin sagte, zum jetzigen Zeitpunkt müsse niemand in Deutschland befürchten, dass er an Vogelgrippe erkrankt. Die EU-Kommission verbot inzwischen Geflügelimporte aus Rumänien, weil dort der Erreger H5 nachgewiesen wurde.

gaby
14.10.2005, 10:08
14. Oktober 2005, 09:31

WHO warnt vor Vogelgrippe-Hysterie







Rom/Genf (dpa) - Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) hat vor überzogenen Ängsten vor einem Übergreifen der Vogelgrippe auf Menschen gewarnt. «Wir stehen absolut nicht am Beginn einer Vogelgrippe-Pandemie für den Menschen», sagte der für Europa zuständige WHO-Experte Roberto Bertollini in Rom.

Auch der Nachweis des gefährlichen Vogelvirus-Typs H5N1 in Geflügel in der Türkei machen «keine Änderung der Strategie (zur Bekämpfung) notwendig», fügte er hinzu.

An ihrem Hauptsitz in Genf verwies die WHO darauf, dass die Ausbreitung des Virus zwar Besorgnis erregend sei. «Jedoch zeigen alle bisherigen zur Verfügung stehenden Daten, dass der H5N1-Virus nicht einfach von Vögeln auf Menschen zu übertragen ist», heißt es in einer am Donnerstagabend veröffentlichten Erklärung. Grippeerscheinungen sollten beobachtet werden, da erste Symptome einer H5N1-Infektion der einer normalen Grippe ähnelten. «Falscher Alarm ist wahrscheinlich.» Die Warnstufe der WHO für eine Pandemie bleibe unverändert. Reisende sollten Kontakt mit lebenden Vögeln vermeiden.

gaby
14.10.2005, 17:20
LIVE-TICKER
14.10.2005, 18:10 Uhr
Länder sollen Geflügel in Risiko-Zonen einsperren
Berlin (dpa) - Wegen der Vogelgrippe-Gefahr sollen die Bundesländer Geflügel in Risikozonen einsperren. In entsprechenden Gebieten mit einer Übertragungsgefahr durch Zugvögel sollten sie Maßnahmen zu Freilaufverboten für Geflügel vorbereiten. Das teilte das Bundesverbraucherschutzministerium mit. Das Ziel sei es, direkten und indirekten Kontakt von Haus- und Wildgeflügel zu vermeiden. Unterdessen haben rumänische Behörden einen neuen Vogelgrippe-Herd bestätigt. Über das Donaudelta-Dorf Maliuc wurde Quarantäne verhängt.

gaby
15.10.2005, 08:52
WHO: Asien verliert Kampf gegen Vogelgrippe
- 14.10.2005


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Manila (aho) - Asien ist nach Einschätzung der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) dabei, den Kampf gegen die
Geflügelpest (Vogelgrippe) zu verlieren. "Alle Versuche, sie in
Südostasien auszumerzen und unter Kontrolle zu bringen, sind
fehlgeschlagen", sagte der WHO-Direktor für die Region West-Pazifik,
Shigeru Omi, in der philippinischen Hauptstadt Manila. "Ihre
Ausbreitung ist nun gewaltig und reicht von Südostasien bis hin an die
Türschwelle Europas." Man habe viel mehr Schlachten gegen die
Viruskrankheit verloren als gewonnen. Seit Ausbruch der Geflügelpest
Ende 2003 wurden in Asien mehrere zehn Mio. Federtiere vorsorglich
getötet oder verendeten. In Ländern, in denen Menschen sehr eng mit
Geflügel zusammenleben, sind laut WHO seit Ende 2003 rund 120 Menschen
erkrankt und mehr als 60 davon gestorben. Indonesien war im Sommer das
vierte Land Asiens, in dem Menschen dem Virus H5N1 zum Opfer fielen.
Zuvor hatte es bereits in Vietnam, Thailand und Kambodscha Tote
gegeben.

Insbesondere in Südostasien leben Enten, Hühner, Schweine und Menschen
oft auf engstem Raum. Die FAO (United Nations Food and Agriculture
Organization) hatte vor dem Hintergrund des verheerenden
Geflügelpestausbruches in Asien mehrfach gemahnt, für Geflügel feste
Ställe zu errichten. Da die Geflügelpest häufig durch Wildvögel in
Wirtschaftsgeflügelbestände eingeschleppt werde, müsse eine strikte
Trennung von Wildvögeln und Wirtschaftsgeflügel gewährleistet werden.
Dies gelte auch für kleine "Hinterhofhaltungen". Die FAO empfiehlt
weiter:

Geflügel - und Vogelhalter sollen dafür Sorge tragen, dass das
Tränkewasser ihrer Tiere nicht durch Wildvögel verschmutzt werde.
Nötigenfalls müsse das Wasser desinfiziert werden.

Privat oder kommerziell gehaltenes Wassergeflügel (Enten, Gänse)
sollte keinen Kontakt zu anderem Geflügel haben, wenn das
Wassergeflügel Zugang zu Wasserflächen hat, wo auch Wildvögel Zutritt
haben.

Vogel - und Geflügelhalter sollen sich unbedingt mit den möglichen
Symptomen der Geflügelpest vertraut machen, um verdächtige
Krankheitserscheinungen den Veterinärbehörden unverzüglich melden zu
können. Kranke oder verendete Tiere sollten unverzüglich von einem
erfahrenen Tierarzt untersucht werden. Nötigenfalls sollen Proben im
Labor untersucht werden.

Geflügel in der Nähe von Feuchtgebieten oder Sammelplätzen von wild
lebenden Wasservögeln müssen nach der Mahnung der FAO besonders
intensiv beobachtet werden.

Ein Positionspapier der FAO zur Geflügelpestbekämpfung in Asien
mit vielen Empfehlungen zur Tierhaltung, Biosecurity und
Geflügelhandel kann von der AHO-Hauptseite geladen werden. Sie
finden das Dokument auf der rechten Navigationsleiste.

gaby
15.10.2005, 11:27
THEMA DES TAGES
14. Oktober 2005, 18:14

Vogelgrippe an der Schwelle Europas



Brüssel (dpa) - In Rumänien gibt es einen zweiten Vogelgrippe-Herd. Wie im ersten Fall war auch im nun betroffenen Donaudelta-Ort Maliuc jedoch noch unklar, ob es sich um den hochgefährlichen Subtyp H5N1 handelt. Die Europäische Union erwartete Testergebnisse des ersten Ausbruchs in Rumänien für Samstag.

Die EU-Kommission plante zunächst kein generelles Freilaufverbot von Geflügel zur Abwehr der Vogelgrippe. Die Mitgliedstaaten sollen relativ viel Entscheidungsspielraum bekommen, sagte ein EU-Kommissionssprecher in Brüssel. Die Bundesregierung forderte die Bundesländer auf, anhand der EU-Kriterien Freilaufverbote für Geflügel vorzubereiten. Das Ziel sei es, direkten und indirekten Kontakt von Haus- und Wildgeflügel zu vermeiden.

In Rumänien wurde das Dorf Maliuc und ein drei Kilometer großes Gebiet völlig von der Außenwelt abgeschottet, wie das das rumänische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Das gesamte Geflügel soll notgeschlachtet werden. In Proben von einem dort verendeten Huhn und einem Schwan habe ein Labor in Bukarest das Grippevirus H5 isoliert. Die Proben seien den verendeten Vögeln am vergangenen Sonntag und Montag entnommen worden. In Rumänien war bereits vor einigen Tagen im Dorf Ceamurlia de Jos im Süden des Donaudeltas ein H5-Virus entdeckt worden.

Türkische Behörden gaben für das Dorf Kiziksa im asiatischen Teil des Landes unterdessen Entwarnung. Der Geflügelbestand von rund 8500 Tieren sei vernichtet worden, nachdem dort das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen worden war.

In Berlin will der Agrarausschuss des Bundestags am Montag in einer Sondersitzung über den Schutz vor der Vogelgrippe diskutieren. In Deutschland müsse selbst für den Fall, dass die Vogelgrippe-Viren aus Rumänien dem für Menschen gefährlichen Subtyp H5N1 angehören, die Krisenvorbeugung aber nicht verstärkt werden, sagte ein Sprecher von Bundesverbraucherminister Jürgen Trittin (Grüne) in Berlin. Die Bundesregierung sei bereits von einem möglichen «worst case» ausgegangen.
Der nationale Krisenstab von Bund und Ländern hatte sich am Mittwoch auf bessere Kontrollen an Flughäfen, an den Autobahnen und an den Grenzen verständigt. Kiloweise waren illegale Fleischeinfuhren festgestellt worden. An einigen Flughäfen Deutschlands wurden am Freitag die Einfuhrkontrollen deutlich verschärft.

Die 25 Mitgliedsländer der EU sollen beim Bemühen, Zuchtgeflügel nicht mit Zugvögeln in Berührung kommen zu lassen, relativ viel Entscheidungsspielraum erhalten, sagte ein EU-Kommissionssprecher. Zwar werde es gemeinsame Kriterien für die Definition von «Gefahrengebieten» geben, in denen Maßnahmen zur Verhinderung einer Virus-Übertragung ergriffen werden müssten. Die einzelnen Regierungen müssten jedoch selbst entscheiden, welche Rastgebiete der Zugvögel unter diese Kriterien fielen.

Diese Entscheidung will die Bundesregierung den Ländern überlassen. Sie sollten rasch Risikozonen für eine Übertragungsgefahr der Vogelgrippe durch Zugvögel bestimmen, sagte der Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium, Alexander Müller. Dort sollten sie Maßnahmen zu Freilaufverboten für Geflügel vorbereiten. Alle, die solche Verbote fordern, könnten jetzt in ihren Bundesländern handeln, «ja, sie haben die Pflicht zu Handeln.» Die von der EU aufgestellten Bewertungsmaßstäbe bezögen die Flugrouten von Zugvögeln, das Vorkommen von Gewässern und die Art und Dichte der Geflügelhaltung ein, sagte Müller. Außerdem sollten in Risikogebieten Gänse und Enten einerseits sowie Hühner andererseits möglichst getrennt gehalten werden.
Je nach Lage sei es auch ausreichend, beispielsweise freilaufendes Geflügel durch Netze vor einfliegenden Zugvögeln zu schützen, hieß es von der EU. In anderen Fällen genüge es wohl, die Fütterung in geschlossene Räume zu verlegen. Die EU-Kommission hat bereits ein Importverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus Rumänien und der Türkei erlassen. Frankreich will 600 Millionen Schutzmasken kaufen, um der Seuchengefahr durch Krankheiten wie der Vogelgrippe zu begegnen.
In Asien sieht die WHO den Kampf gegen das Vogelgrippevirus H5N1 weitgehend verloren. «Alle Versuche, sie in Südostasien auszumerzen und unter Kontrolle zu bringen, sind fehlgeschlagen», sagte der WHO- Direktor für die Region West-Pazifik, Shigeru Omi, in der philippinischen Hauptstadt Manila. «Ihre Ausbreitung ist nun gewaltig und reicht von Südostasien bis hin an die Türschwelle Europas.» Das Virus könne auch nach Deutschland kommen. Die Wahrscheinlichkeit spreche dagegen, dass das Virus vor den Grenzen Halt mache, sagte Klaus Stöhr, Leiter des WHO-Influenza-Programms, dem Deutschlandfunk. Ob Geflügel generell eingesperrt werden solle, sagte Stöhr nicht.

Einen (fiktiven) Ausblick auf einen möglichen Vogelgrippe-Ausbruch in Europa könnte der zweiteilige französische Thriller «Virus im Paradies» aus dem Jahr 2003 geben. Er wird erstmals vom WDR-Fernsehen an diesem Dienstag (22.10 Uhr) und Freitag (22.00 Uhr) ausgestrahlt.

Ich denke ernsthaft das dieser Film nur zur Panikverstärkung beitragen wird!

gg

gaby
15.10.2005, 21:32
Vogelgrippe: Polen erlässt Freilandverbot
- 15.10.2005


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Warschau (aho) - Das polnische Landwirtschaftsministerium hat nach
einer Krisensitzung am Samstag zum Schutz vor der Vogelgrippe ein
Freilandverbot für Geflügel erlassen, um eine Ansteckung durch
infizierte Wildvögel zu verhindern. Ebenso dürfen Geflügelschauen und
Veranstaltungen mit Brieftauben bis auf weiteres nicht stattfinden.
Der Handel mit lebendem Geflügel auf Märkten ist ab sofort untersagt.
Landwirtschaftsminister Jerzy Pilarczyk kündigte landesweite
Kontrollen an, um die Einhaltung der Verbote zu überwachen.






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© Copyright

AHO Aktuell ist ein Service von ANIMAL-HEALTH-ONLINE und @grar.de

gaby
15.10.2005, 21:34
Kosovo: 80 Federtiere auf Farm verendet +++ Untersuchungen sind eingeleitet
- 15.10.2005


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Sofia / Pristina (aho) - Im Kosovo sind auf einer Farm im Dorf Vustria
80 Stück Geflügel verendet. Das meldet die bulgarische
Nachrichtenagentur "Focus News Agency" unter Berufung auf den
mazedonische Fernsehsender A1. Die Behörden wurden demnach umgehend
informiert. Laut Nachrichtenagentur haben Behördenvertreter im Kosovo
den Vorfall bestätigt. Zusätzlich wurde von den Behördenvertretern
mitgeteilt, dass Untersuchungen auf Vogelgrippe eingeleitet wurden.


mist, et kütt

gaby
16.10.2005, 11:00
Hier nochmal aus gegebnen Anlass:

In ganz NRW gibt es ab gestern auch eine Aufstallpflicht für Geflügel über 100 Stück und für gewerbsmäßige Züchter.

Hobbyhalter mit weniger Geflügel brauchen nicht einsperren dürfen aber generell nicht draussen füttern. Futterstellen und Wasser müssen in den Stall!

In den ornithologisch besonders wichtigen Zugvogel-Rastgebieten "Unterer Niederrhein" und "Gemeinde Petershagen" gilt ein zeitlichg befristestes, regionales Aufstallungsgebot für die Zeit vom 15 September bis 30. November.

Hier kann es nochmal nachgelesen werden: http://www.murl.nrw.de/

gg

gaby
16.10.2005, 14:50
aus Bild online:

Die tödliche Vogelgrippe
bedroht jetzt Deutschland

Von ILKA ROXIN



Es war 12.24 Uhr, als die Nachrichtenagentur REUTERS die dringende Eilmeldung über den Ticker schickte: „EU-Kommission – Türkischer Vogelgrippe-Virus ist der für Menschen gefährliche H5N1-Typ.“
Damit war es amtlich. Der tödliche Vogelgrippe-Virus ist Deutschland bedrohlich nahe!

Mindestens 60 Menschen sind in Asien bereits daran gestorben, Millionen Vögel elendig verendet. Jetzt auch Fälle in Rumänien, der Türkei. Wann bei uns?

Bundesminister Jürgen Trittin (51, Grüne) berief eilig eine Pressekonferenz ein, warnte: „Wir müssen den illegalen Handel mit Geflügel unterbinden. Er ist zur Zeit die größte Schwachstelle im Kampf gegen das Eindringen des Virus nach Deutschland.“



Tausende Menschen deckten sich mit dem Grippe-Mittel „Tamiflu“ ein. In einigen großen Städten, darunter Berlin, waren die Tabletten gestern bereits ausverkauft.

Die EU verhängte sofort Notmaßnahmen: Verschärfte Kontrollen an Flughäfen, z. B. in Frankfurt/Main, an Autobahnen und Grenzen. Die Importverbote von Geflügel und Federn für die Türkei wurden auf Rumänien ausgeweitet.

Droht uns jetzt eine Killer-Grippe?

Der Chef des Hamburger Tropeninstituts, Prof. Dr. Bernhard Fleischer (54): „Nein, bisher wird die Seuche nur von Tier zu Tier übertragen – durch direkten Kontakt über Kot und Speichel. Allerdings können auch Menschen erkranken, die viel mit Hühnern zu tun haben. Die Hälfte der Infizierten stirbt. Die meisten an Lungenentzündung.“

1918 starben 50 Millionen Menschen an der „Spanischen Grippe“. Sie wurde durch einen ähnlichen Vogelgrippe-Virus ausgelöst!

Prof. Fleischer: „Richtig. Dieser Virus mutierte. Er veränderte sich so, daß er auch von Mensch zu Mensch übertragen wurde.“

Kann das jetzt wieder geschehen?

Prof. Fleischer: „Das ist nicht abzusehen. Aber je mehr Vögel weltweit mit dem Virus infiziert sind, desto größer die Gefahr, daß er irgendwann mutiert. Dann kann es eine Grippe-Epidemie mit Millionen Toten weltweit geben.“


Frage & Antwort




Gibt es schon Impfstoffe?

Prof. Fleischer: „Nein. Ein wirksamer Impfstoff kann erst entwickelt werden, wenn der mutierte Virus da ist. Dann wird es einige Monate dauern, bis er in großen Mengen auf dem Markt ist.“

Was hilft bisher?

Prof. Fleischer: „,Tamiflu‘. Für Deutschland wurden jetzt mehrere Millionen Dosen geordert. Oder das Spray ,Relenza‘.“

Soll jetzt jeder vorsichtshalber „Tamiflu“ nehmen?

Prof. Fleischer: „Nein. Das ist teuer und unnötig. Treten erste Symptome wie Fieber, Husten auf, ist es rechtzeitig genug, sich vom Arzt das rezeptpflichtige ,Tamiflu‘ verschreiben zu lassen. Dann zahlt auch die Kasse.“

Dürfen wir noch in die Türkei oder nach Asien reisen?

Prof. Fleischer: „Ja. Aber Reisende sollten Geflügelmärkte und Kontakt mit Geflügel oder Kot vermeiden.“

Dürfen wir noch Geflügel-Döner aus der Türkei essen?

Prof. Fleischer: „Davon droht keine Gefahr. Der Virus wird durch Hitze zerstört.“

Sind rohe Eier gefährlich?

Prof. Fleischer: „Nein.“

Droht Gefahr von Zugvögeln?

Prof. Fleischer: „Kaum. Die Vögel ziehen erst wieder im Frühjahr zu uns. Und sie sind auch nicht unmittelbar ansteckend. Illegale Tierimporte sind viel gefährlicher.“

Darf man noch Vögel im Garten anfassen?

Prof. Fleischer: „Ja, aber Kontakt mit kranken Vögeln sollte man meiden.“


In Bild online haben sie die Vogelgrippe zum Thema gemacht. Es kann sich lohnen da zu lesen, aber bitte achtet auf den Unterschied zwischen Info und Panikmache!

http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html

gaby
16.10.2005, 15:54
Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/051016/286/4q6uy.html


Sonntag 16. Oktober 2005, 16:02 Uhr
Gefährliches Vogelgrippe-Virus erreicht Europa


Brüssel (AFP) - Angesichts des ersten Nachweises des für den Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Erregers H5N1 in Europa rüsten sich die EU-Staaten gegen eine mögliche Pandemie. Die EU sei bereit, "radikalere Maßnahmen" als bisher zu treffen, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Das Verbraucherschutzministerium in Berlin erklärte, falls das Virus auch die EU erreiche, müsse die Reaktion "sehr drastisch" ausfallen. Am Samstag hatte sich nach der Türkei auch in Rumänien der Verdacht auf das gefährliche Vogelgrippe-Virus bestätigt. In Deutschland stieg die Nachfrage nach Grippe-Impfungen.

Das vermutlich aus Asien eingeschleppte Virus wurde in Gewebeproben von drei im Donau-Delta verendeten Enten gefunden, wie das zuständige britische Labor und die rumänische Regierung am Samstag bestätigten. Die Tiere stammten aus dem Dorf Ceamurlia de Jos und waren Anfang Oktober verendet. Ein zweiter Vogelgrippeherd entwickelte sich im rund 60 Kilometer entfernten Maliuc. Die Regierung in Bukarest verbot landesweit alle Tiermärkte. Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou ist der in Rumänien entdeckte H5N1-Erreger vom gleichen Stamm wie die Vogelgrippe-Viren in der Türkei und in Asien.

Die Testergebnisse für Rumänien wurden international mit Sorge aufgenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußerte sich "beunruhigt" über das Auftauchen des Virus' in Europa. Der Leiter der britischen Gesundheitsbehörde, Liam Donaldson, warnte, eine Vogelgrippe-Pandemie sei "unausweichlich" und könne allein in Großbritannien 50.000 Menschen töten. Es sei jedoch eher unwahrscheinlich, dass dies bereits diesen Winter geschehen werde. Polen ordnete Stallpflicht für alle Geflügelbestände sowie ein Verkaufsverbot von Geflügel unter freiem Himmel an.

In Deutschland stieg die Nachfrage nach Grippe-Schutzimpfungen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) empfahl den Ärzten daher, selektiver zu impfen. Die höchstens verfügbaren 22 Millionen Impfeinheiten sollten vor allem älteren oder immungeschwächten Menschen sowie Einsatzkräften zu Gute kommen, sagte Michael Pfleiderer von der PEI-Zulassungsstelle in Langen dem "Focus".

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) betonte, dass bisher nur Menschen an der Vogelgrippe erkrankt seien, die sehr engen Kontakt zu infizierten Tieren hatten. Das Virus übertrage sich derzeit nicht von Mensch zu Mensch. Auch Hühnerfleisch sei ungefährlich, wenn es vor dem Verzehr gut durchgegart werde. An dem Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1 starben in Asien bislang etwa sechzig Menschen.

gaby
16.10.2005, 16:59
Auf Anregung von Redcap hier nochmal:

http://www.vhgw.de/vogelgrippe/Vogelgrippe_Europa.jpg

hier nochmal der Link
http://www.vhgw.de/vogelgrippe/Vogelgrippe_Europa.jpg

Danke! :-[ :)

Anton
17.10.2005, 13:19
KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (AVIÄRE INFLUENZA) NEUE SITUATION IN BAYERN

Ab Montag den 17. Oktober 2005 herrscht im Bundesland Bayern ein
Verbot für Geflügelmärkte, Geflügelausstellungen und Vogelbörsen.

Achtung - Neue Info 17. Oktober 2005 – 12:10 Uhr
“……… Daher ist ab dem 17. Oktober 2005 die Durchführung von Märkten, Schauen, Ausstellungen und Veranstaltungen ähnlicher Art für Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Enten und/oder Gänsen verboten.
Ausgenommen vom Verbot sind Veranstaltungen, die ausschließlich mit Tauben beschickt werden. Nach einer Studie des FLI führen auch sehr hohe Dosen von Geflügelpesterreger nicht zur Erkrankung, dennoch kommt es bei den meisten Tieren zur Antikörperbildung. Die Virusausscheidung ist so gering, dass sich gemeinsam mit den Tauben in einer Voliere gehaltene Hühner nicht infizierten. Demzufolge wird die Wahrscheinlichkeit der Verbreitung des Geflügelpesterregers durch Tauben äußerst gering eingeschätzt. ……..“
Dr. Rehm – Ministerialrat
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Fazit:
Alle reinen Taubenschauen in Bayern können statt finden, bzw. es besteht die Möglichkeit bei Lokal-, Kreis-, Bezirks- und Landesschauen nur Tauben auszustellen. Diese Entscheidung liegt allerdings in den Händen der Ausstellungsleitungen.
Der Landesverband Bayern und der BDRG haben dem bayerischen Verbraucherminister Schnappauf dagegen folgende Einwände vorgebracht:

- Natürlich ist uns sehr daran gelegen alle Vorsichtsmaßnahmen zu unterstützen, sodass auch unsere oftmals vom Aussterben bedrohten Geflügelrassen geschützt werden.
- Zum gegenwärtigen Zeitpunkt halten wir allerdings die geplanten Maßnahmen, bezüglich eines generellen Ausstellungsverbotes des Bundeslandes Bayern für absolut überzogen. Wir hätten kein Problem damit, wenn für die nächsten Wochen Geflügelmärkte, bei denen ein Handel stattfindet der nicht immer vollständig kontrollierbar ist verboten werden, nicht aber unsere vorbildlich durchgeführten Rassegeflügelausstellungen.

- Bei diesen Zuchttierschauen für das neue Jahr werden nur Tiere gezeigt, die zum einen den Impfschutz gegen die atypische Geflügelpest haben und zum anderen über den geschlossenen Fußring einen lückenlosen Herkunftsnachweis gewährleisten.

- Die Tiere werden in geschlossenen Behältern zur Schau verbracht und dann in geschlossenen Hallen (im Gegensatz zu einigen Geflügelmärkten die im Freien stattfinden) ausgestellt. Somit ist garantiert, dass die Tiere weder beim Transport, noch während der Schautage mit wildlebenden Vögeln in Verbindung kommen.

- Weiterhin unterliegen alle ausgestellten Tiere bei unseren Rassegeflügelschauen der ständigen Aufsicht der örtlichen Veterinärbehörde.

- Ebenso bitten wir zu beachten, dass die Ausstellungsleitungen von Vereinen und ehrenamtlichen Mitgliedern im BDRG für diese Schauen bereits enorme Vorleistungen, auch in finanzieller Hinsicht auf sich genommen haben und mit einem Verbot um die Existenz bangen müssen.

- Gerade deshalb ist für uns der Alleingang Bayerns sehr befremdlich und wir bitte Sie nochmals eindringlich, dieses Ausstellungsverbot zu überdenken und schnellst möglich wieder aufzuheben.
Dies wäre unter folgenden Auflagen sicher möglich: -Zeitlich unbefristetes Verbot von Geflügelmärkten und Ausstellungsverbot für ausländische Tiere (erkennbar am geschlossenen Fußring) in Bayern.

- Weiterhin fragte der LV Vorsitzende Manfred Kull beim Minister an, wie sich die bayerischen Züchter verhalten sollten, die Ausstellungen außerhalb Bayerns besuchen und verlangte eine umgehende Antwort, da Hannover direkt vor der Tür steht. (Über diese Antwort werden wir hier berichten.)

Der Stand in allen anderen Bundesländern ist: In Baden Württemberg wurde ein Aufstallungsgebot verhängt, leider wirbt der bayerische Minister Schnappauf für eine bundesweite Umsetzung der bayerischen Beschlüsse. Im Moment sind uns allerdings keine weiteren länderspezifischen Ausstellungsverbote bekannt.
Wilhelm Riebniger Thomas Zöller
Präsident Geschäftsführer

gaby
17.10.2005, 15:07
von Frankengans gefunden:

Hallo,

eben im Spiegel gefunden:

Bayerns Geflügel muss drinnen bleiben

Bayern probt den Alleingang im Kampf gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe. Als erstes Bundesland verfügt der Freistaat eine Stallpflicht für Geflügel. Experten warnen unterdessen davor, Grippe-Schutzimpfungen als sinnlos abzutun.

München/Berlin - Als erstes Bundesland verbietet Bayern flächendeckend die Freilandhaltung von Haus- und Zuchtgeflügel. Ab Mittwoch müssen Hühner, Puten oder auch Rebhühner "aufgestallt" werden, das heißt in Ställen oder Zelten gehalten werden, wie der Sprecher des bayerischen Verbraucherschutzministers ankündigte. Seit Tagen hatte der Freistaat von der Bundesregierung vehement die bundesweite Anordnung der Stallpflicht gefordert. Nun macht der Freistaat ernst mit der Ankündigung eines Alleingangs.



DPA
Notschlachtung in Rumänien: Bayern verfügt Stallpflicht für Geflügel
Die von der EU seit Freitag verlangte Risikoanalyse habe für Bayern ergeben, dass die 16 so genannten Hot Spots von Zugvogel-Rastgebieten so verteilt seien, dass unter Einbeziehung eines Umkreises von jeweils 50 Kilometern der Freistaat bis auf drei oder vier Landkreise "quasi flächendeckend" betroffen sei, sagte Ministeriumssprecher Roland Eichhorn.

Das Freilandverbot werde ab Mittwoch auch kontrolliert werden. "Wir werden aber vom ersten Tag an beratend kontrollieren", betonte Eichhorn. Die Menschen brauchten Zeit, sich auf die neue Regelung vorzubereiten. Betroffen von der Stallpflicht ist jede Art von essbarem Haus- und Zuchtgeflügel. Nicht betroffen sind Sporttauben oder Ziervögel. Seit Montag gilt in Bayern bereits ein Verbot aller Geflügelmärkte und Vogelschauen.

Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) warnte vor den Konsequenzen einer Einschleppung des in der Türkei und Rumänien entdeckten H5N1-Virus. Viele Tiere müssten notgeschlachtet werden, die Preise würden steigen. Das größere Problem sei aber die Gefahr, dass sich ein Supervirus entwickelt. "Dagegen ist nun überhaupt kein Kraut gewachsen, da gibt es keinen Impfstoff bisher, so dass ich auf dem Standpunkt stehe: Vorbeugen ist angesagt."

"Schutzimpfung sicher sinnvoll"

Unterdessen warnen Experten vor Missverständnissen im Zusammenhang mit Schutzimpfungen. So hatte etwa die "Süddeutsche Zeitung" eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts mit der Aussage zitiert, Grippe-Schutzimpfungen seien gegen die Vogelgrippe ohne Wirkung und deshalb grundsätzlich zwecklos. Andere Fachleute sehen das jedoch anders.



Hier der Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...,380178,00.html

__________________
Thomas

Frankengans, Warzenente, verschiedene Hühner

gaby
17.10.2005, 16:46
Mist

LIVE-TICKER
17.10.2005, 17:32 Uhr
Erster Verdacht für Vogelgrippe in Griechenland bestätigt
Athen (dpa) - Das auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 ist möglicherweise in Griechenland aufgetaucht. An der Universität Athen wurden entsprechende Antikörper bei einem Truthahn festgestellt. Das berichtete das griechische Fernsehen. Die Proben stammen aus der kleinen Ostägäisinsel Oinousses. Damit wäre erstmals ein EU-Land betroffen. Zum Schutz vor der Vogelgrippe gilt in Bayern von übermorgen an Stallpflicht für Geflügel. Als erstes Bundesland verbietet der Freistaat seit heute alle Geflügelmärkte.

gaby
18.10.2005, 09:55
18.10.2005, 10:16 Uhr
Neue Verdachtsfälle auf Vogelgrippe im rumänischen Donaudelta
Bukarest (dpa) - In Rumänien sind neue Verdachtsfälle auf Vogelgrippe bekannt geworden. Bluttests hätten Antikörper gegen das Virus H5 bei mehreren Wildvögeln im Donaudelta ergeben, sagte der Landwirtschaftsminister Rumäniens. Ob es sich um den für den Menschen gefährlichen Typ handelt, wird erst in einigen Tagen feststehen. Auch die Ergebnisse über den Vogelgrippeverdacht in Griechenland liegen erst nächste Woche vor. Die EU berät über das weitere Vorgehen. In Deutschland wirbt Bayern für eine bundesweite Geflügel-Stallpflicht.

gaby
18.10.2005, 10:31
Verdacht auf Vogelgrippe in Griechenland bestätigt
- 17.10.2005


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Athen (aho) - Experten der Universität Athen haben Antikörper gegen
einen H5-Vogelgripppevirus bei einem Truthahn von kleinen
Ostägäisinsel Oinousses festgestellt. Das berichtete das staatliche
griechische Fernsehen (NET) am Montag. Die Insel liegt nur rund zwei
Kilometer vor der türkischen Küste entfernt. Endgültige Erkenntnisse
werde es in den nächsten Tagen geben, da Griechenland Proben zum
Speziallabor der EU geschickt habe, hieß es. Auf der Insel Oinousses
habe man bereits mit der Tötung allen Hausgeflügels begonnen. Ebenso
wurde die Ortschaft unter Quarantäne gestellt.

Auch in Mazedonien besteht ein Anfangsverdacht auf
Vogelgrippe. Dort sind nach einem Zeitungsbericht in zwei Dörfern
mehr als 1.000 Federtiere verendet.

gaby
18.10.2005, 10:33
Importe von Hausgeflügel kommen hauptsächlich aus der EU
- 18.10.2005


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Wiesbaden (aho) - Anlässlich des ausgeweiteten Importstopps der EU für
Geflügel aufgrund der Vogelgrippe teilt das Statistische Bundesamt
heute der Presse mit, dass fast 70 Millionen lebende Hühner, Enten,
Gänse, Truthühner und Perlhühner von Januar bis Juli 2005 nach
Deutschland importiert wurden. Dieses Hausgeflügel kam fast
ausschließlich aus den EU- Mitgliedstaaten (99,8%). Lieferländer von
Geflügel außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten (66.000
Stück), die Schweiz (49.000 Stück) und Kanada (45.000 Stück). Aus den
von der Vogelgrippe zur Zeit betroffenen Ländern Griechenland, Türkei,
Rumänien und den asiatischen Staaten wurden in den letzten fünf Jahren
keine lebenden Hühner, Enten, Gänse, Truthühner und Perlhühner nach
Deutschland eingeführt.

gaby
18.10.2005, 10:34
Vorläufig keine bundesweite Stallpflicht für Geflügel geplant
- 17.10.2005


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Berlin (aho) - Die Bundesregierung plant gegenwärtig keine
bundesweite Stallpflicht für Geflügel als Reaktion auf zwei bestätigte
Fälle von Vogelgrippe in der Türkei und Rumänien. Ein
Regierungsvertreter unterstrich laut einem Bericht des Pressedienstes
des Deutschen Bundestages dazu in einer gemeinsamen Sondersitzung von
Verbraucherschutz- und Gesundheitsausschuss am Montagmittag, dass ein
entsprechendes Aufstallungsgebot keine "ideologische Frage" sei,
sondern sich die Regierung dabei an der Risikobewertung der Experten
orientiere. Sie begrüßte in diesem Zusammenhang die Ankündigung der
Europäischen Union, Risikogebiete für Vogelgrippe europaweit
auszuweisen, die sich an den Gebieten von Zugvögeln, an deren
Rastplätzen sowie an Gebieten mit einem erhöhten Bestand an
Hausgeflügel orientieren. Aus Regierungssicht geht es hierzulande um
eine abgestimmte Reaktion auf die in der Türkei und Rumänien
bestätigten Fälle des gefährlichen Virustyps H5N1, die
"differenziertere und aufwändigere Maßnahmen" erforderten. Dazu
zählten etwa verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen, Häfen und
Kontrollen in Reisebussen. So hätten bereits Stichprobenkontrollen des
Waren- und Reiseverkehrs durch die Bundesländer ergeben, dass zurzeit
auf illegalem Wege Lebensmittel, Geflügel oder lebende Tieren in
großer Zahl von Asien nach Deutschland importiert würden. Die
Ablehnung einer bundesweiten Stallpflicht für Geflügel begründete der
Regierungsvertreter damit, dass auch bei dem vor zwei Jahren
aufgetretenen Fall von Vogelpest in Belgien und einem Fund in einem
deutschen Geflügelbetrieb in Viersen nicht mit einem
länderübergreifenden, sondern nur mit einem regionalen
Aufstallungsgebot reagiert worden war. Dies habe ausgereicht, die
Geflügelpest einzudämmen.

Als ungeklärt gilt gegenwärtig noch die Art und Weise der Ausbreitung
des für die Menschen gefährlichen Virus H5N1, das 2003 erstmals in
Südostasien aufgetreten war. Nach den Worten von Professor Thomas
Mettenleiter vom Friedrich-Löffler-Institut besteht im illegalen
Import die größte Gefahr für seine Ausbreitung hierzulande. Als
weniger wahrscheinlich gelten nach gegenwärtigem Wissensstand die
Flugrouten von Zugvögeln aus dem südlichen Schwarzmeerraum für
Deutschland.

Mit Blick auf die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung hierzulande
erklärte der ebenfalls vor die Ausschüsse geladene Sachverständige
Professor Reinhard Kurth vom Robert-Koch-Institut: "Wir tun uns bei
der Umsetzung gewisser Pflichten auf Länder- und kommunaler Ebene
schon sehr schwer." An die künftige Bundesregierung gewandt
formulierte er die Bitte bei Wiedereinsetzen der
Föderalismus-Kommission dem Bund mehr Verantwortung bei Dingen zu
übertragen, die im Zusammenhang mit der Vogelgrippe für die nationale
Ebene von Bedeutung sind.

Im Hinblick auf die gängigen Impfstoffe, die die Bevölkerung gegen das
hochpathogene Virus schützen könnten, lehnte der Experte eine
individuelle Bevorratung von Präparaten ab. Professor Johannes Löwer,
Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, beschrieb die Strategie seines
Instituts damit, eine Versorgung mit Impfstoffen sicherzustellen,
damit die Bevölkerung innerhalb von sechs Wochen "durchgeimpft" werden
könne. Er schätzte die Kosten für eine Mehrfachimpfung der Bevölkerung
auf rund 1,6 Milliarden Euro, lege man den aktuellen Preis dafür
zugrunde.

gaby
18.10.2005, 17:26
Landkreis Waldshut: Allgemeinverfügung über Schutzmaßnahmen gegen Geflügelpest
- 18.10.2005


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Waldshut-Tiengen (aho) - Das Landratsamt des Landkreises Waldshut hat
in den Zeitungsausgaben vom 18.10.2005 landkreisweit eine
Allgemeinverfügung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum
Baden-Württemberg vom 05.10.2005 bekannt gemacht. Damit gelten ab
Mittwoch, den 19.10.2005 für Geflügelhalter folgende Schutzmaßnahmen:

Wer Geflügel (Hühner, Perlhühner, Puten, Enten, Gänse, Fasane,
Rebhühner, Laufvögel (Nandu, Strauß)) hält, muss dies beim
Veterinäramt anzeigen. Diese Anzeigepflicht gilt auch für Hobbyhalter
und Kleinhalter, d.h. selbst die Haltung nur eines der oben genannten
Tiere muss gemeldet werden. Damit soll das Veterinäramt im Seuchenfall
einen Überblick über die vorhandenen Geflügelbestände erhalten.

Um ein Übertragungsrisiko der Geflügelpest von bei uns überwinterndem
wildlebendem Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse) auf Hausgeflügel zu
vermeiden, wurde in der gestern veröffentlichten Allgemeinverfügung
verfügt, dass Hausgeflügel nicht mehr im Freien gefüttert werden darf
und nicht mehr an Oberflächengewässern (See, Bachläufen) gehalten
werden darf, an dem sich auch wildlebende Wassergeflügel aufhalten
können. Des weiteren sind die Ausläufe für Hausgeflügel ausbruchsicher
einzuzäunen. Sollte sich die Seuchenlage weiter verschärfen, kann eine
Stallhaltung für das Hausgeflügel angeordnet werden. Die
Geflügelhalter werden in der Allgemeinverfügung darauf hingewiesen,
dass sie bereits jetzt im Vorfeld entsprechend Sorge dafür tragen
müssen, dass eine Aufstallung jederzeit möglich ist.

Halter von großen Beständen, die über 100 Geflügel im Auslauf oder in
Freilandhaltung halten, müssen im Zeitraum vom 15. Oktober bis 15.
Dezember Blutuntersuchungen auf Geflügelpest durchführen lassen. Pro
Hühnerbestand sind 10 Blutproben erforderlich. Diese können bei der
Schlachtung oder Tötung vom Haustierarzt, Geflügelgesundheitsdienst
oder Veterinäramt entnommen werden und sind für die Geflügelhalter
kostenfrei. Derzeit sind dem Landratsamt ca. 650 Geflügelhalter
bekannt. Davon sind 12 Auslauf- bzw. Freilandhaltungen mit über 100
Tieren. Nur für Auslauf- bzw. Freilandhaltungen mit über 100 Tieren
gilt derzeit die Untersuchungspflicht.

Das Landratsamt - Veterinäramt und Gesundheitsamt - wird die jeweils
erforderlichen Maßnahmen unverzüglich treffen.






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gaby
19.10.2005, 17:08
Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/051019/286/4qcib.html


Mittwoch 19. Oktober 2005, 16:28 Uhr
Bundesländer verschärfen Maßnahmen gegen Vogelgrippe


München/Moskau (AFP) - Im Kampf gegen die Vogelgrippe haben die Bundesländer ihre Schutzmaßnahmen verschärft. In Bayern gilt ab sofort eine Stallpflicht für Geflügel. Neue Krankheitsausbrüche bei Vögeln meldeten derweil Russland und China. In Russland erreichte die Vogelgrippe nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Moskau die Region Tula rund 300 Kilometer südlich der Hauptstadt und drang damit weiter Richtung Westen vor. In China wurde ein neuer Vogelgrippe-Herd mit dem auch für Menschen gefährlichen H5N1-Virus auf einer Geflügelfarm im Nordosten des Landes entdeckt.

Aus Vorsorgegründen sei es "sinnvoll und notwendig", das heimische Geflügel so lange in den Ställen zu lassen, bis der Wildvogelzug abgeschlossen sei, begründete der bayerische Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) die Stallpflicht.

In mehreren anderen Bundesländern gilt in bestimmten Risikogebieten eine Stallpflicht für Geflügel. Tierseuchenexperten von Bund und Ländern hatten sich am Dienstag darauf verständigt, solche Gebiete festzulegen. Es handelt sich dabei um Regionen mit Vogelrastplätzen und Feuchtgebieten, in denen der Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel kaum zu vermeiden ist. Einzelne Gebiete mit Stallpflicht gibt es schon in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Nach dem Treffen ordneten auch Rheinland-Pfalz und Hessen an, dass in bestimmten Regionen Geflügel in Ställen untergebracht werden soll.

In Russland wurde das Vogelgrippe-Virus im Dorf Jandowka in der Region Efremowski auf sieben Bauernhöfen identifiziert. Der Verdacht auf die gefährliche Virus-Variante H5N1 wurde durch ein Labor bestätigt.

Auch im rumänischen Donau-Delta wurde der Verdacht auf das gefährliche Vogelgrippevirus in einem zweiten Ort bestätigt. Untersuchungen in britischen Labors hätten den auch für Menschen gefährlichen Erreger bei einem Schwan und einem Huhn aus der Gegend um Maliuc nachgewiesen, teilte der rumänische Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur mit.

In China wurde das Virus nach Behördenangaben auf einer Geflügelfarm in der Inneren Mongolei entdeckt. Nahe der Provinzhauptstadt Hohhot seien 2600 Vögel an der Tierseuche gestorben, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Eigentlich hatte die Regierung in Peking gehofft, das Vogelgrippe-Virus ausgerottet zu haben.

gaby
19.10.2005, 17:13
19. Oktober 2005


Bundesweite Stallpflicht für Geflügel ab Samstag
Vom Samstag an muss Geflügel bundesweit in Ställen gehalten werden. Dies teilten am Mittwochnachmittag Bundesverbraucherschutzminister Jürgen Trittin und eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums von Sachsen-Anhalt in Magdeburg mit.

Die Maßnahme sei zuvor in einer Telefonkonferenz von Bund und Löndern festgelegt worden, nachdem ein Fall von Vogelgrippe des Typs H5N1 südlich von Moskau bestätigt worden sei. Der Grünen-Politiker begründete die bundesweite Stallpflicht vor der Presse in Berlin mit einer veränderten Risikolage.

(N24.de, AP)

gaby
19.10.2005, 19:43
Jetzt doch bundesweites Freilandverbot +++ Bund erlässt Eilverordnung
- 19.10.2005


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Berlin (aho) - Zur Abwehr der Vogelgrippe gilt in ganz Deutschland ab
sofort eine weitestgehende Stallpflicht für Geflügel. Eine
entsprechende Eilverordnung ist am 19. Oktober nach einer
Telefonkonferenz mit den Landesministerien erlassen worden, wie das
Verbraucherschutzministerium am Abend mitteilte. Das
"Aufstallungsgebot" gilt demnach sowohl für gewerbliche als auch für
Hobby-Tierhalter. Bis zu 25.000 Euro Bußgeld droht bei Zuwiderhandeln.

Die Vogelgrippe hat inzwischen die Region rund 300 Kilometer südlich
von Moskau erreicht hat - sie ist also weiter Richtung Westen
vorgedrungen. Von dort findet auch regulärer Vogelzug nach Deutschland
statt, so dass die Gefahr einer Einschleppung durch Vogelzug gestiegen
ist. Bundesverbraucherminister Jürgen Trittin appellierte bei der
Pressekonferenz am 19. Oktober an die Länder, die Beobachtung von
Wildvögeln zu verstärken.

Wie die EU-Kommission bestätigte, handelt es sich in Russland um den
auch für den Menschen gefährlichen Virus H5N1. Rund 3.000 Stück
Geflügel wurden in einem russischen Dorf getötet. Ein Importverbot für
russisches Geflügel besteht bereits seit Sommer 2005.


Die Tierseuchenexperten des Bundes und aller Bundesländer hatten
sich am 18. Oktober in Bonn darauf geeinigt, diejenigen Gebiete
auszuweisen, in denen risikoorientiert die Aufstallung des Geflügels
angeordnet werden soll. Die jetzt in Kraft getretene Eilverordnung
geht über diese Maßnahmen hinaus, weil sich das Risiko einer
Verbreitung in Deutschland verstärkt hat.






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gaby
19.10.2005, 20:00
19.10.2005, 20:48 Uhr
Vogelgrippe-Gruppe führt zu Stallpflicht in ganz Deutschland
Berlin (dpa) - Deutschland hat wegen der Vogelgrippe ein bundesweites Freilaufverbot für Geflügel verhängt. Auslöser war der erste Nachweis des gefährlichen Erregers im europäischen Teil Russlands. Aus dem Gebiet gibt es Zugvogelrouten nach Deutschland. Bundesverbraucherminister Jürgen Trittin erließ eine Eilverordnung. Die Stallpflicht soll möglichst schon ab morgen, spätestens aber am Samstag gelten. Danach müssen Geflügelzüchter und Hobbytierhalter freilaufende Vögel bis zum 15. Dezember einsperren.

gaby
19.10.2005, 20:59
von Dominik_Timm gefunden:
Berlin (Reuters) - Als Reaktion auf den Vormarsch des auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 hat die Bundesregierung eine deutschlandweite Stallpflicht für Geflügel erlassen.

Das Virus sei rund 200 Kilometer südlich von Moskau nachgewiesen worden, sagte Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) am Mittwoch in Berlin. "Mit dem Auftreten des Virus haben wir die Risiko-Einschätzung auf mäßig bis hoch heraufgestuft." Trittin wies darauf hin, dass infizierte Zugvögel nach Deutschland fliegen könnten. So würden beispielsweise Wildenten aus den Gebieten südlich von Moskau auch nach Deutschland ziehen. Die Eilverordnung gelte ab sofort und gehe bis zum 15. Dezember, erklärte Trittin, der das Verbraucherschutzministerium kommissarisch leitet. Nach Angaben des Ressorts ist die Stallpflicht spätestens kommenden Samstag verbindlich, da dann die Verordnung im Amtsblatt veröffentlicht wird. Nach Expertenangaben geht der Vogelzug Mitte Dezember zu Ende.

"Zum heutigen Zeitpunkt haben wir keine Erkenntnisse, dass Vögel in Deutschland erkrankt sind", sagte Trittin. Er riet dazu, Kontakte mit Wildvögeln zu vermeiden. Geflügelfleisch solle nur gut gegart verzehrt werden. "Es ist wichtig, alles zu tun, um nach Kräften eine Übertragung des Virus auf Tiere in Deutschland zu unterbinden." Laut Trittin kann das Nichtbeachten der Stallpflicht mit einer Strafe von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Nötig sei außerdem eine sehr genaue Wildbeobachtung. Der Minister erinnerte daran, dass bereits seit vergangener Woche die Einfuhr von lebenden und totem Geflügel, Geflügelprodukten und Geflügelteilen wie Federn verschärft kontrolliert werde.

gaby
20.10.2005, 05:18
Was Besseres als das hab ich bisher nicht gefunden. Bitte achtet besonders auf §1 Dort steht wie die Einsperrung sein soll. Lest besonders das was über den Schutz von oben da steht!

http://www.ac-bueroservice.de/gefluegel/eilverordnung.htm

dieser Link ist wirklich informativ. Lesen!

gg

gaby
20.10.2005, 05:19
noch einer selbe Seite anderer Artikel:
http://www.ac-bueroservice.de/gefluegel/vogelgrippe.htm
gg

gaby
20.10.2005, 05:35
http://www.verbraucherministerium.de/data/0009F22F81A21356BF1E6521C0A8D816.0.pdf

Text der Verordnung

gaby
20.10.2005, 10:22
LIVE-TICKER
20.10.2005, 11:15 Uhr
Österreich erlässt Verbot für Freilandhaltung von Geflügel
Wien (dpa) - Auch in Österreich muss nun alles Geflügel in den Stall. Die österreichische Regierung hat zur Abwehr gegen die Vogelgrippe ein Verbot für die Freilandhaltung von Geflügel erlassen. Es gelte von morgen an und sei zunächst bis zum 15. Dezember befristet. Das teilte das Gesundheitsministerium in Wien mit. Unterdessen hat Thailand das 13. Todesopfer durch die Vogelgrippe gemeldet. Bei einem Mann aus dem Westen des Landes sei das aggressive Virus H5N1 nachgewiesen worden, hieß es in Bangkok.

gaby
20.10.2005, 14:34
bei Arcor:
THEMA DES TAGES
20. Oktober 2005, 14:16

EU macht wegen Vogelgrippe dicht



Quarantäne kommt vom französischen Wort für 40, weil die Schiffe früher 40 Tage isoliert auf Reede liegen mussten. Heute könnte der Flugverkehr den Menschen zum Verhängnis werden.








Brüssel/London (dpa) - Nach der Ausweitung der Vogelgrippe auf den europäischen Teil Russlands hat die EU das Importverbot von Geflügel verschärft. Wildvögel und unbehandelte Federn aus Russland dürfen nun auch nicht mehr in die EU gelangen, wie eine Sprecherin der Kommission am Donnerstag sagte.

Ausgenommen seien die Städte Königsberg, Murmansk, St. Petersburg sowie Karelien. Bisher sind schon Einfuhren von lebendem Geflügel verboten. Bislang gibt es schon umfassende Importverbote für Geflügel aus anderen betroffenen Ländern.

In Tula südlich von Moskau hatten russische Veterinäre am Mittwoch einen ersten Fall des auch für den Menschen gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 nachgewiesen. Zugvögel aus diesem Gebiet können auch nach Europa gelangen.

Deutschland und Österreich haben daher eine landesweite Stallpflicht für alles Federvieh verhängt. Sie soll spätestens von diesem Samstag an gelten. Spanien schloss nicht aus, diesem Beispiel zu folgen. Frankreich plant kein Freilaufverbot für Geflügel.

Erste Tests von Proben aus Griechenland haben unterdessen keinen Hinweis auf das Virus H5N1 ergeben. Die griechische Regierung wurde jedoch aufgefordert, für eine endgültige Klärung weitere Untersuchungen anzustellen. Die Probe des Vogels war im EU- Referenzlabor im britischen Weybridge getestet worden. Die Exportbeschränkungen für Griechenland bleiben nach Angaben der EU- Kommission bis zur endgültigen Klärung in Kraft. Griechenland darf kein Geflügel und Vögel von den Inseln der Chios-Region exportieren.

Die EU spielt unterdessen den Ausbruch einer gefährlichen Grippe- Epidemie in einer groß angelegten Computersimulation durch. Sie will die möglichen richtigen wie mangelhaften Reaktionen in den Mitgliedsländern erkennen. Für die Koordinierung der Notfallübung «Common Ground» ist die britische Behörde für Gesundheitsschutz zuständig, wie die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag berichtete. Großbritannien hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne.

Bei der PC-Simulation geht es vor allem darum, die Fähigkeit nationaler und regionaler Dienststellen zur Krisenreaktion zu stärken. Den Teilnehmern sollen simulierte Katastrophenwarnungen nicht zuvor angekündigt werden, damit Lücken und Fehler bei den Reaktionen auf die Alarmauslösung möglichst realistisch erfasst werden können, hieß es bei der britischen Health Protection Agency.

Derweil sind Gesundheitsminister und Seuchenexperten der EU- Staaten am Donnerstag zu einem informellen Treffen in Chandler's Cross unweit von London eingetroffen. Die zweitägigen Gespräche waren lange vor den jüngsten Vogelgrippe-Fällen im Rahmen der routinemäßigen EU-Konsultationen vereinbart worden. Die Minister und Experten sollten sich nun aber vor allem mit der Gefahr einer Grippe- Katastrophe beschäftigen. Die britische Gesundheitsministerin Patricia Hewitt kündigte für den späten Donnerstagabend eine Pressekonferenz zur Vogelgrippe mit ihren EU-Kollegen und EU- Gesundheitskommissar Markos Kyprianou an.

gaby
20.10.2005, 16:06
Die Gefahren der Vogelgrippe gefunden bei yahoo

Hamburg (dpa) - Die Vogelgrippe hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nie so weite Kreise gezogen wie derzeit. Sie breite sich schnell, weiträumig und in vielen Ländern gleichzeitig aus, stellte die WHO bereits Anfang 2005 fest.

Zwei Jahre nach dem jüngsten Ausbruch Ende 2003 in Südostasien hat ein besonders gefährliches Vogelgrippevirus, der Subtyp H5N1, inzwischen Europa erreicht. In Deutschland war jedoch bis Donnerstag noch kein Fall bekannt.

GEFAHR FÜR TIERE: Das Vogelgrippe-Virus wird vor allem bei Hühnern, Zugvögeln und Enten gefunden. Es wird über Kot und Körpersekrete weitergegeben. Dabei zeigen infizierte Enten häufig keine Symptome. Wildvögel tragen auch in Deutschland Vogelgrippe- Erreger in sich, das besonders gefährliche Virus H5N1 wurde allerdings noch nicht nachgewiesen. Von Tauben, die viele Städte bevölkern, geht nach Einschätzung der Behörden keine große Gefahr aus. Sie gelten als wenig empfänglich für das Virus. In den vergangenen zwei Jahren verendeten in Asien mehrere zehn Millionen Vögel oder wurden getötet wegen der Vogelgrippe.

Auch bei Schweinen sowie toten Tigern und Leoparden in Thailand wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts Viren nachgewiesen. Rein theoretisch lässt sich auch eine Übertragung auf Hunde, Katzen, Rehe und Füchse nicht ausschließen, wie Experten erläutern. Eine Übertragung des Virus von diesen Tieren auf den Menschen ist bislang nicht nachgewiesen.

GEFAHR FÜR MENSCHEN: Auch der Mensch kann an Vogelgrippe erkranken, allerdings wird die Gefahr derzeit noch als gering eingestuft. Wie bei der Ansteckung unter Tieren gilt auch für den Menschen: Ein Kontakt mit dem Kot infizierter Tiere, aber auch etwa mit Speichel sollte unbedingt vermieden werden. Obwohl Menschen und Hühner in Asien oft auf engem Raum zusammenleben, haben sich dort relativ wenige Menschen infiziert. Vom Auftreten des Virus Ende 2003 bis 10. Oktober 2005 bestätigte die WHO 117 Erkrankungsfälle in vier asiatischen Ländern, 60 Menschen davon starben. Am stärksten betroffen ist Vietnam. Eine Ansteckung durch Essen gilt als unwahrscheinlich, das Virus wird beim Erhitzen zerstört.

Die WHO empfiehlt, beim Garen von Geflügelfleisch darauf zu achten, dass eine Brattemperatur von 70 Grad erreicht wird. In Ländern mit Vogelgrippefällen sollten Eier weder roh noch weich gekocht verzehrt werden, sondern nur hart gekocht. In Deutschland wurde das Virus noch in keinem Vogel gefunden. Die EU hat weit reichende Importverbote für Geflügel und dessen Produkte aus den betroffenen Ländern verhängt.

SUPERVIRUS UND PANDEMIE: Fachleute befürchten, dass sich der Erreger der Vogelgrippe mit dem der menschlichen Grippe mischt und dann eine Art «Supervirus» entsteht. Dieses wäre leicht von Mensch zu Mensch übertragbar, es drohte eine weltweite, extrem gefährliche Grippe-Pandemie. Ein solches Virus wurde aber noch nicht entdeckt. Dennoch warnen Experten seit langem vor einer Epidemie über Länder oder Kontinente hinweg. Im 20. Jahrhundert gab es drei weltweite Grippe-Epidemien, von denen die Spanische Grippe im Jahr 1918 mit mehr als 20 Millionen Toten die bekannteste ist. Eine gefährliche Grippe-Epidemie könnte nach Ansicht aller Experten aber auch von einem völlig anderen Erreger als dem Vogelgrippe-Virus ausgelöst werden. Im Extremfall gäbe es nach WHO-Einschätzung rund um den Globus massive Engpässe bei geeigneten Impfstoffen und wirksamen Medikamenten.

gaby
20.10.2005, 16:07
EU-Gesundheitsminister beraten über Vogelgrippe gefunden bei yahoo



Hertfordshire (AFP) - Die Ausbreitung des auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Erregers H5N1 steht ab heute im Mittelpunkt des informellen Treffens der EU-Gesundheitsminister. Bei dem zweitägigen Treffen in Hertfordshire nordwestlich von London will die britische Ratspräsidentschaft auch über die nationalen Notfallpläne sprechen, mit denen sich die Mitgliedstaaten auf die Möglichkeit von Grippe-Epidemien vorbereiten. In Thailand starb erneut ein Mann an der Vogelgrippe.

Analysen hätten bestätigt, dass das Opfer Träger des Virus H5N1 gewesen sei, sagte der thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra in Bangkok. Der Mann habe sich bei kranken Hühnern angesteckt. In Thailand sind bislang 13 Menschen an der Vogelgrippe gestorben, in ganz Südostasien sind es mehr als 60 Opfer.

In Indonesien wurden unterdessen ein Mann und sein Sohn mit Verdacht auf Vogelgrippe in ein Krankenhaus von Jakarta eingeliefert. Gesundheitsminister Siti Fadila Supari warnte vor der Möglichkeit, dass die beiden sich gegenseitig angesteckt haben. Bislang wurde das gefährliche Virus nur durch engen Kontakt mit erkrankten Tieren auf Menschen übertragen. Experten fürchten jedoch, das Virus könnte mutieren und dann auch für Menschen ansteckend sein; in diesem Fall droht eine weltweite Epidemie mit möglicherweise Millionen von Toten

gaby
20.10.2005, 16:09
Donnerstag 20. Oktober 2005, 12:58 Uhr gefunden bei yahoo


EU: Erster Test zu mutmaßlicher Vogelgrippe in Griechenland negativ


Brüssel/Komotini (AFP) - Eine erste Überprüfung von Geflügelproben aus Griechenland auf den gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 ist nach Angaben der EU-Kommission negativ ausgefallen. Das Referenzlabor in Großbritannien habe bislang kein Virus vom Typ H5 entdeckt, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Bei Tests in der griechischen Region Chios waren Antikörper gegen den Vogelgrippe-Erreger entdeckt worden. Die EU-Kommission wartet nun auf eine Bestätigung, ob das Virus selbst in dem griechischen Geflügel isoliert werden konnte.

gaby
20.10.2005, 17:43
Geflügel muss in den Stall
- 20.10.2005


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Warendorf (aho) - Nach dem Auftreten der Klassischen Geflügelpest
(Vogelgrippe) südlich von Moskau hat das Bundesministerium das Risiko
einer Einschleppung der Geflügelpest durch Zugvögel neu bewertet und
zum Schutz vor einer Übertragung der Seuche durch Zugvögel die
ursprüngliche Eilverordnung wie folgt geändert. Der Tenor heißt nun:
"Das Geflügel muss in den Stall". Nunmehr gilt für alle
Geflügelhaltungen (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane,
Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse) unabhängig von der Größe des
Bestandes das Gebot zur Haltung der Tiere in geschlossenen Ställen.
Als geschlossen gilt ein Stall, wenn er über vier Wände und ein Dach
verfügt.

Außerhalb eines Stalles ist die Haltung nur unter strengen Bedingungen
erlaubt. Es muss sichergestellt sein, dass von oben kein Kot von
Zugvögeln in den Auslauf fallen kann. Die Seiten sind durch
Maschendraht oder Netze so zu sichern, dass ein Kontakt zu Wildvögeln
nicht möglich ist. Jeder der sein Geflügel nicht im Stall halten kann,
hat dies unverzüglich dem Kreisveterinäramt mit Angabe des Standortes
und der getroffenen Vorkehrungen anzuzeigen. Außerdem müssen die Tiere
mindestens einmal im Monat durch den Hoftierarzt klinisch auf Merkmale
der Geflügelpest untersucht werden. Das Ergebnis der Untersuchung ist
zu dokumentieren (z.B. durch Eintrag im Bestandsbuch). Auch
Blutuntersuchungen werden für diese Geflügelhaltungen fällig.
Dr. Antonius Kleickmann, Amtstierarzt des Kreises Warendorf, weist
darauf hin, dass die Bestimmungen spätestens ab Samstag, dem
22.10.2005 gelten und bis zum 15.12.2005 befristet sind. Unter dem
drohenden Risiko einer Ansteckung des Hausgeflügels durch Zugvögel
wirbt er mit Nachdruck darum, dass möglichst viele Halter ihr Geflügel
aufstallen. Sollte freilaufendes Geflügel durch Zugvögel mit dem Virus
der Geflügelpest angesteckt werden, müsste mit viel stärkeren
Beeinträchtigungen für Tier und Mensch gerechnet werden. Sollte ein
Geflügelhalter trotz aller Bemühungen sein Geflügel nicht aufstallen
und nicht wie oben beschrieben unter einem Dach mit Seitenschutz
halten können, hat er unverzüglich einen formlosen Antrag auf
Ausnahmegenehmigung mit Begründung und Angabe der getroffenen
Vorkehrungen zu stellen. In diesem Fall muss aber mit noch strikteren
Auflagen gerechnet werden.

Wer gegen die Bestimmungen der Verordnung verstößt begeht eine
Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbuße bis zu 25.000,-- Euro geahndet
werden kann. In der kommenden Woche werden die Tierärzte des
Veterinäramtes verstärkt auf die Einhaltung der Verordnung achten.






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gaby
20.10.2005, 17:45
Mazedonien: Es ist die Newcastle Krankheit
- 20.10.2005


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Skopje / Paris (aho) - Das Massensterben bei Geflügel im mazedonischen
Dorf Mogila wurde nach Informationen des Internationalen
Tierseuchenamtes durch das Virus der Atypischen Geflügelpest
(Newcastle Krankheit) hervorgerufen. Vom Krankheitsausbruch sind
15.000 Federtiere in Extensivhaltung (Freilandhaltung)
betroffen. Bisher sind 450 Tiere verendet. Weitere 5.500 Tiere wurden
vorsorglich getötet. In den kommenden Tagen sollte weitere Tiere
getötet werden. Das Krankheitsbild der Atypischen Geflügelpest kann
leicht mit der Geflügelpest verwechselt werden.

gaby
20.10.2005, 17:46
;)Für die Össis:

Freilandverbot: Österreich folgt deutschem Vorbild
- 20.10.2005


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Wien (aho) - Einen Tag nach Deutschland ist nun auch Österreich mit
einem ganzen Maßnahmenpaket gegen die Vogelgrippe nachgezogen. Weil
seit Anfang der Woche weitere Fälle der Geflügelpest in Rumänien und
in der Umgebung von Moskau bekannt wurden und die Routen von Zugvögeln
auch über Österreich führen, wird es ab Samstag für ganz Österreich
ein Verbot der Freilandhaltung von Geflügel geben. Das gab die
österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) am
Donnerstag nach einem Expertengespräch in ihrem Ministerium bekannt.
Das Verbot ist zunächst bis 15. Dezember befristet. Das Verbot ist
Kernpunkt eines ganzen Maßnahmenpakets:

· Alle Betriebe, die Geflügel halten, müssen bei den
Bezirkshauptmannschaften bis 11. November dieses Jahres registriert
werden.

· Alles als Haustiere gehaltene Geflügel ist dauerhaft in
geschlossenen Räumen zu halten, um den Kontakt zu Wildgeflügel zu
verhindern. Das gilt auch für private Vogelbesitzer.

· Alle Verkaufsmärkte, Ausstellungen und Vorführungen, bei denen
Geflügel lebend gehandelt, ausgestellt oder getauscht wird, sind
untersagt.

· In der Geflügelhaltung ist eine Trennung von Enten und Gänsen von
anderem Geflügel sicherzustellen.

· Das Auffinden toter Wildvögel muss von jedem Österreicher der
zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt werden.







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gaby
21.10.2005, 05:00
Von Redcap gefunden:

Fragen und Antworten zur
Impfung bei Geflügelpest

(Friedrich-Loeffler-Institut, Stand 14.10.2005)


1. Ist eine Impfung des Haus- und Nutzgeflügels gegen Vogelgrippe sinnvoll?

Die Impfung gegen Geflügelpest kann eine Infektion des geimpften Tieres nicht verhindern, führt aber zu einer weitgehenden Verhinderung der Krankheitssymptome und zu einer Reduktion der Virusausscheidung nach einer Infektion. Geimpfte Tiere sind aber weiterhin durch aviäres Influenzavirus infizierbar, wenn auch die für eine erfolgreiche Infektion notwendigen Virusmengen deutlich erhöht sind. Generell kann durch eine Impfung eine Infektion aber nicht verhindert werden und es ist auch nicht möglich, allein durch Impfung ein laufendes Seuchengeschehen zu eliminieren. Impfung kann daher nur in Kombination mit Keulung (stamping out) zur Tierseuchenbekämpfung eingesetzt werden. Anzumerken ist, dass die Impfung bei Puten generell deutlich weniger wirksam ist als bei Hühnervögeln.


2. Wie ist der Erfolg einer Impfung einzuschätzen?
Der Erfolg einer Impfung in einem laufenden Seuchengeschehen ist kritisch zu betrachten. In Norditalien wird nach umfangreichen Seuchenzügen mit Billigung der EU seit fünf Jahren gegen gering pathogenes Influenzavirus vom Subtyp H5 und H7 geimpft, wobei derzeit ein bivalenter Impfstoff aus den Viren H5N9 und H7N1 verwendet wird. Dennoch hat Italien immer wieder Ausbrüche von aviärer Influenza im Impfgebiet. Auch in Indonesien ist es durch Einsatz der Impfung nicht gelungen, die Seuche einzudämmen. Es müssen immer begleitende Maßnahmen wie die Tötung infektionsverdächtiger Tiere hinzukommen.


3. Welche Impfstoffe stehen derzeit zur Verfügung?

Zur Impfung stehen inaktivierte Vollvirusimpfstoffe verschiedener Subtypen zur Verfügung. Innerhalb der Gruppe der H5-Viren scheint es (noch) eine belastbare Kreuzimmunität zu geben, so dass z.B. in Asien mit Impfstoffen des Typs H5N2 gegen die H5N1-Epidemie geimpft wird. Diese Impfstoffe werden in Europa von den Firmen Intervet (Boxmeer, Niederlande) und Merial (Lyon, Frankreich) hergestellt und derzeit auch in Asien in beträchtlichem Umfang eingesetzt. Daneben gibt es einen Vektorimpfstoff auf der Basis eines rekombinanten Geflügelpocken (Fowlpox) Virus, der in China und in Mexiko in geringerem Umfang eingesetzt wird. Alle Impfstoffe müssen individuell jedem Tier verabreicht werden.


4. Warum wird nicht europaweit geimpft?
Gegenwärtig ist in der EU kein Impfstoff gegen Geflügelpest zugelassen. Die in anderen Ländern zugelassenen Impfstoffe sind nicht für exotische Rassen (Zoovögel) validiert, so dass über deren Wirksamkeit bei anderen Spezies als Nutzgeflügel nur bruchstückhaft Informationen vorliegen. Nach Einsatz des Impfstoffes in Zoos in den Niederlanden während der Epidemie 2003 wurde festgestellt, dass die Impfung nicht in allen Vogelarten zu einem als schützend zu bewertenden Antikörpertiter geführt hat. Damit ergibt sich die epidemiologisch höchst ungünstige Situation einer Population aus geschützten Tieren (die aber trotzdem infiziert sein können) und nicht geschützten Tieren. Dies ist die ideale Ausgangssituation für eine Persistenz des Feldvirus in dieser Population über längere Zeit. Bevor Restriktionen aufgehoben werden können. ist es daher notwendig, die Abwesenheit von Feldvirus in diesen Populationen nachzuweisen.

Gleiches gilt auch für Geflügel: jedes geimpfte Tier ist als potentieller Feldvirusträger anzusehen, worauf auch die Notimpfungsstrategie der EU, d.h. Impfung, um die Seuchenausbreitung zu hemmen, aber danach Keulung, um das Virus zu eliminieren, abzielt. Generell ist anzumerken, dass der beste Schutz der Bevölkerung vor dem Geflügelpestvirus in einer Geflügelpestvirus-freien Geflügelpopulation besteht.

Diesem Ziel dienen die festgelegten Tierseuchenbekämpfungs-Maßnahmen. In einer ungeimpften Population wird der Eintrag gerade eines hochpathogenen Virus schnell bemerkt (die Tiere sterben im Regelfall in 24-48h) und es können die notwendigen Sanierungsmassnahmen kurzfristig eingeleitet werden. Im Falle einer geimpften Population kann ein Viruseintrag nur mit großem diagnostischen Aufwand bemerkt werden. Es müssten dazu ungeimpfte 'Sentinel-Tiere' in jeden Bestand gestellt werden und diese dann regelmäßig untersucht werden. Dieses Verfahren wird in Italien angewendet, hat aber bisher nicht zur Virusfreiheit Italiens geführt. Daher kann es zu einer schleichenden Weiterverbreitung des hochpathogenen Virus in geimpften Populationen kommen und das Virus sich damit festsetzen. Hier bleibt neben dem fraglichen Erfolg in der Tierseuchenbekämpfung auf längere Zeit eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung bestehen, sofern es sich um potentiell humanpathogene Geflügelpestviren (H5N1, H7N7) handelt.


5. In Asien wird geimpft - wie sind die dortigen Erfahrungen?

Auch die Erfahrungen aus Südostasien zeigen, dass eine prophylaktische Impfung, die nicht durch weitere veterinärhygienische Maßnahmen begleitet ist, keinen Erfolg zeigt. So hat Indonesien voll auf die Impfstrategie gesetzt. Nach den in der letzten Zeit gerade in Indonesien zunehmenden Infektions- und Todesfällen bei Menschen ist die Regierung nun dazu übergegangen, flankierende Keulungsmaßnahmen in großem Umfang durchzuführen. In China und Vietnam werden neben einer intensiven Impfkampagne in großem Umfang begleitende Tötungsmaßnahmen durchgeführt. Dies ist in der dort vorhandenen endemischen Situation die beste Möglichkeit, die Seuche zunächst einmal zum Stehen zu bringen.


6. Wie sollte man in Ländern vorgehen, in denen das Virus bis jetzt nicht aufgetreten ist?

Für eine seuchenfreie Region wie Deutschland gilt es nach wie vor, das Virus aus den Geflügelbeständen herauszuhalten. Dies gelingt am effektivsten durch eine erhöhte Wachsamkeit, wie der Fall Viersen vor zwei Jahren gezeigt hat. Die Geflügelpestverordnung schreibt vor, dass bei erhöhter Sterblichkeit in Geflügelhaltungen zwingend auf das Vorhandensein von aviärer Influenza zu untersuchen ist. Eine solche erhöhte Sterblichkeit merkt der Geflügelhalter als Erster und an ihm liegt es dann auch, die Behörden zu alarmieren.


7. Könnten Impfungen zu einer Veränderung des Virus führen?

Unter Experten wird noch kontrovers diskutiert, inwieweit die Impfung letztlich auch zu einer Verschlimmerung der Situation führen kann, weil sich das Virus in einer geimpften Population sehr schnell verändert. Dies reflektiert z.B. die jedes Jahr anzupassende Grippeschutzimpfung des Menschen. Bisher ist eine solche antigene Drift bei Geflügelpestviren der Subtypen H5 und H7 nur in geringem Maße aufgetreten.


8. Wann sollten in Europa Impfungen erfolgen?

Vorstellbar und sinnvoll ist ein Impfstoffeinsatz beim Geflügel unter europäischen Bedingungen, falls ein bereits erfolgter Seucheneintrag nicht schnell genug erkannt und eliminiert werden kann und die Seuche daher droht, außer Kontrolle zu geraten. Hier können, ebenso wie z.B. bei MKS, Suppressions-, Ring- und Notimpfungen durchgeführt werden, um die Seuchenbekämpfung zu unterstützen. In jedem Fall ist danach aber das geimpfte Geflügel als potentiell infiziert anzusehen, solange es keine praktisch durchführbare Markerdifferenzierung gibt. An Impfstoffen, die eine Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren erlauben und schnell und einfach auch an große Tierzahlen in Geflügelhaltungen appliziert werden können, wird am FLI intensiv geforscht.

Text des ...
http://www.verbraucherministerium.de/ind...&print=yes.html
Friedrich-Loeffler-Institut Riems

gaby
22.10.2005, 06:06
Die Ereignisse überschlagen sich:


Erster Fall von Vogelgrippe in Kroatien bestätigt
- 21.10.2005


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Zagreb (aho) - Das kroatische Landwirtschaftsministerium in Zagreb
hat am Freitag den ersten Fall von Vogelgrippe in Kroatien bestätigt.
Sechs Schwäne seien positiv auf den H5-Typus des Virus getestet
worden, hieß es in einer Presseinformation des Ministeriums. Am
Donnerstag waren im Zdenci-Nationalpark im Osten des Landes zwölf
Schwäne tot aufgefunden worden. Bei sechs von ihnen sei ein H5 - Virus
nachgewiesen worden, erklärte das Ministerium.



von Dominik Timm veröffentlicht worden

Papagei in Großbritannien stirbt an Vogelgrippe
Eingeführtes Tier stand unter Quarantäne



In Großbritannien ist ein unter Quarantäne stehender Papagei an der Vogelgrippe gestorben. Der Grippeerreger sei bei einem eingeführten Vogel nachgewiesen worden, teilte das britische Landwirtschaftsministerium mit. (Archivfoto)


Foto: Dewira
In Großbritannien ist ein unter Quarantäne stehender Papagei an der Vogelgrippe gestorben. Der Grippeerreger sei bei einem eingeführten Vogel nachgewiesen worden, teilte das britische Landwirtschaftsministerium mit.

Durch den Fall ändere sich aber nichts am offiziell grippefreien Status des Vereinten Königreichs, sagte eine leitende Mitarbeiterin des Ministeriums, Debby Reynolds. Denn das Virus sei bei einem Vogel festgestellt worden, der nach Großbritannien importiert und dort sogleich unter Quarantäne gestellt worden sei. Ob es sich bei dem Erreger um das besonders gefährliche Virus H5N1 handelte, ließ Reynolds offen. In Südostasien starben bislang etwa sechzig Menschen an dem H5N1-Virus.


Habe ich von der seite

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TH...GES/364445.html

gaby
22.10.2005, 06:07
Vogelgrippe: Neuer Fall in Rumänien +++ Jetzt auch außerhalb des Donaudeltas
- 21.10.2005


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Bukarest (aho) - In Rumänien wurde bei einem verendeten Fischreiher,
der in der Nähe der Ortschaft Bogdanesti, Kreis Vaslui, am Ufer des
Flusses Prut an der Grenze zu Moldawien gefunden wurde, ein
Vogelgrippevirus vom Typ H5 nachgewiesen. Das teilte
Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur mit. Es sei das erste Mal,
dass die Vogelgrippe in Rumänien auch außerhalb des Donaudeltas
nachgewiesen wurde.






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gaby
22.10.2005, 06:09
Das Landratsamt Waldshut informiert zur Geflügelpestschutzverordnung
- 21.10.2005


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Waldshut (aho) - Das Landratsamt Waldshut veröffentlicht in den
Zeitungen vom 22.10.2005 die Neufassung der
Geflügelpestschutzverordnung des Bundesministeriums für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Aus diesem Grund
weist das Landratsamt auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen
eindringlich hin:

1. Geflügel (Hühner, Puten, Enten, Gänse, Perlhühner, Rebhühner,
Fasane, Wachteln, Laufvögel (Strauß, Nandu)) sind ab sofort und
unabhängig von der Zahl der Tiere grundsätzlich bis zum 15. Dezember
2005 in geschlossenen Ställen zu halten.

2. Eine Auslaufhaltung des Geflügels ist ausnahmsweise unter engen
Bedingungen möglich. Das Geflügel darf in Ausläufen gehalten werden,
die über eine undurchlässige Dachabdeckung verfügen. Die Seiten des
Auslaufs müssen eine vogelsichere Umzäunung aufweisen, d.h. selbst
Spatzen dürfen nicht in den Auslauf gelangen. Die Auslaufhaltung muss
ferner mindestens einmal im Monat von einem Tierarzt auf
Krankheitsanzeichen der Geflügelpest untersucht werden. Das Ergebnis
der Untersuchung muss tierärztlich dokumentiert werden und ist dem
Veterinäramt auf Verlangen vorzuzeigen. Geflügelhalter, die ihre Tiere
unter diesen Voraussetzungen halten wollen, müssen diese
Auslaufhaltung dem Veterinäramt melden und müssen von dem Geflügel bis
zum 15. Dezember 2005 mindestens ein Mal Blutproben entnehmen lassen,
die auf Geflügelpest zu untersuchen sind. Diese Untersuchungspflicht
für Auslaufhaltungen gilt nun unabhängig von der Bestandsgröße, selbst
für kleinste Hühnerhaltungen. Geflügelhalter, die ihre Tiere in
Ställen halten, brauchen keine tierärztlichen Bestandsuntersuchungen
und Blutuntersuchungen durchführen zu lassen.

3. Sollte sich die Seuchenlage verschlechtern, z.B. bei einem
Geflügelpestausbruch in Deutschland, kann angeordnet werden, dass die
Tiere ausnahmslos in geschlossenen Ställen zu halten sind. Tritt
dieser Fall ein, wird das Landratsamt darüber informieren.

4. Abweichend von den Vorgaben des Bundes hat das
Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg verfügt, dass
Geflügelmärkte, Geflügelausstellungen und ähnliche Veranstaltungen bis
auf weiteres nicht durchgeführt werden dürfen.

5. Jäger können aufgefordert werden, Proben von erlegten Enten und
Gänsen auf Geflügelpest untersuchen zu lassen. Das gehäufte Auftreten
von krankem oder verendetem Wildgeflügel müssen sie dem Veterinäramt
melden.

6. Das Veterinäramt weist nochmals darauf hin, dass selbst Hobbyhalter
und Kleinhalter ihre Geflügelhaltung dem Veterinäramt unabhängig von
der Bestandsgröße melden müssen.






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gaby
22.10.2005, 06:10
Geflügelpest: Die Stadt Leverkusen informiert zur Aufstallungspflicht für Geflügel
- 21.10.2005


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Leverkusen (aho) - Bezüglich der Geflügelpest hat sich eine neue Lage
dadurch ergeben, dass in der Nähe von Moskau ein erster Verdachtsfall
auf Vogelgrippe Virus H5N1 bei Geflügel im europäischen Teil Russlands
aufgetreten ist. In Folge dessen hat das Friedrich - Löffler -
Institut das Einschleppungsrisiko des hochpathogenen Virustyp durch
Zugvögel jetzt als "mäßig bis hoch" eingestuft. Damit ergibt sich ein
neuer Handlungsbedarf im Hinblick auf Zugvögel. Zudem gibt es weitere
Verdachtsfälle im rumänischen Donaudelta.

Aufgrund dieser neuen Lage wird am 22. Oktober eine geänderte
Eilverordnung in Kraft treten, die eine bundesweite Aufstallung aller
Geflügel beinhaltet. Nach dieser Geflügelpestschutzverordnung besteht
die Aufstallungspflicht auch für Hobby- und Rassegeflügel. Alle
Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel,
Wachteln, Enten und Gänse dürfen ab dem 22. Okotber bis einschließlich
15. Dezember nur noch in geschlossenen Ställen gehalten werden.

In Ausnahmefällen unter bestimmten Voraussetzungen besteht die
Möglichkeit außerhalb geschlossener Ställe Geflügel zu halten, wenn
die Tiere unter einer überstehenden, nach oben gegen Einträge
gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von
Vögeln gesicherten Seitenbegrenzung gehalten werden. Es ist dann
allerdings eine mindestens monatliche klinische tierärztliche
Untersuchung des Geflügels incl. Dokumentation und die Untersuchung
des Geflügels durch Entnahme von Blutproben erforderlich. Zuvor ist
eine Anmeldung dieser von der Unterbringung in geschlossenen Ställen
abweichenden Haltung beim Veterinäramt erforderlich.

Sinn dieses strikten Einsperrens in geschlossenen Ställen ist die
Verhinderung einer Infektion des Hausgeflügels durch direkten Kontakt
mit Wildvögeln oder durch indirekte Übertragung durch Ausscheidungen,
Federn oder Staub von evtl. das Grippevirus tragenden Wildvögeln.

Grundsätzlich besteht nach Meinung der Stadt Leverkusen nach wie vor
kein Anlass zur Panik und nach wie vor ist es dringend erforderlich,
dass jeder Geflügelhalter, der dies bisher noch nicht getan hat, beim
Veterinäramt sein Geflügel umgehend meldet.







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gaby
22.10.2005, 09:04
London: Papagei an H5 - Vogelgrippevirus verendet
- 21.10.2005


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London (aho) - Bei einem in Großbritannien in der Quarantäne
verendeten Papagei aus Surinam (Südamerika) wurde ein hochpathogenes
H5 - Influenzavirus nachgewiesen. Das teilte heute der britische
Chefveterinär Debby Reynolds der Presse mit. Da der Papagei zusammen
mit 148 Papageien aus Taiwan gehalten wurde, seien auch diese Tiere
getötet wurden. Wie das britische Agrarministerium mitteilt, handele
es sich mit großer Sicherheit nicht um das in Asien und Osteuropa
grassierende hochpathogene H5N1 - Virus.

gaby
22.10.2005, 12:16
Geflügelpest: Schleswig-Holstein informiert zum Freilandverbot
- 22.10.2005


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Kiel (aho) - Zur Abwehr der Vogelgrippe hat Landwirtschaftsminister
Christian von Boetticher am vergangenen Mittwoch (19. Oktober) mit
sofortiger Wirkung für das ganze Land vorbeugend die so genannte
Aufstallung sämtlicher Geflügelbestände angeordnet. Am Sonnabend (22.
Oktober, 0:00 Uhr) ist nun eine Eilverordnung des Bundes in Kraft, die
dann ebenfalls in Schleswig-Holstein gilt und die bisherigen
Regelungen ablöst und teilweise auch ändert. Ab morgen gilt:

· Bis zum 15. Dezember 2005 sind Hühner, Truthühner, Perlhühner,
Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse in
geschlossenen Ställen zu halten.


· Von der Unterbringung in geschlossenen Ställen kann nur abgewichen
werden, wenn die Tiere unter einer überstehenden, nach oben gegen
Einträge gesicherten dichten Abdeckung (lediglich eine Übernetzung
o.ä. ist damit nicht mehr möglich!) und mit einer gegen das Eindringen
von Vögeln gesicherten Seitenbegrenzung gehalten werden sowie eine
mindestens monatliche klinische tierärztliche Untersuchung des
Geflügels durchgeführt und dokumentiert wird.


· Der Geflügelhalter hat der zuständigen Behörde das Halten seines
Geflügels außerhalb eines geschlossenen Stalles unverzüglich unter
Angabe des Standortes anzuzeigen. Außerdem ist sicherzustellen, dass
die Tiere nur an Stellen gefüttert werden, die für wildlebende
Zugvögel nicht zugänglich sind.


· Sofern Geflügel weder in geschlossenen Ställen noch in abgedeckten
Volieren gehalten wird, hat der Geflügelhalter die Tiere des Bestandes
bis zum 15. Dezember 2005 nach näherer Anweisung eines Veterinäramtes
mindestens ein Mal auf das Vogelgrippevirus der Subtypen H 5 und H 7
untersuchen zu lassen. Die zuständige Behörde kann anordnen, soweit
dies aus Gründen der Seuchenbekämpfung erforderlich ist, dass
Geflügelhalter Untersuchungen in kürzeren Abständen durchführen lassen
müssen und das Geflügel in geschlossenen Ställen zu halten ist.


· Überregionale Geflügelmärkte, Geflügelschauen, Geflügelausstellungen
oder Veranstaltungen ähnlicher Art dürfen nur durchgeführt werden,
soweit sichergestellt ist, dass das dort aufgestellte Geflügel in den
14 Tagen unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung in geschlossenen
Ställen gehalten und längstens zwei Tage vor der Veranstaltung
klinisch tierärztlich untersucht worden ist.

Der komplette Text der Verordnung kann ständig auch auf der
Internetseite des Bundesverbraucherschutzministeriums und im
Bundesanzeiger eingesehen werden.

Zuständig für die Umsetzung der Verordnung bleiben die Kreise bzw. die
kreisfreien Städte; ihre Verwaltungen sind die Ansprechpartner für
Geflügelhalter im Falle von Fragen.






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gaby
22.10.2005, 17:23
ein toller Link von Godfather:
http://www.denis.bund.de/themenspecial/05244/
gg

gaby
22.10.2005, 17:53
Erneut Fälle von Vogelgrippe in Russland
- 22.10.2005


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Moskau (aho) - Die Vogelgrippe breitet sich in Russland weiter in
Richtung Westen aus. Die jüngsten Fälle traten den russischen Behörden
zufolge in der Region Tscheljabinsk in dem Dorf Sunalj auf. Ein
Verdacht auf einen Ausbruch der Krankheit bestehe auch im Dorf
Pokrowka in der benachbarten Altai-Region. Dort wurden vorsorglich
alles Geflügel getötet Am Montag wird sich herausstellen, ob es sich
um Vogelgrippe gehandelt hat, und dann werden wir auch die notwendigen
Maßnahmen beschließen", sagte ein Mitarbeiter des
Katastrophenschutzministeriums.

gaby
23.10.2005, 06:51
Vogelsterben in Russland - keine Gefahr für die Bevölkerung
- 22.10.2005


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(lid) - Im Gebiet Rostow am Don sind in den vergangenen Tagen 150
Nutzvögel, die meisten von ihnen Enten, verendet. Nach ersten
Einschätzungen soll es sich nicht um ein Vogelgrippe-Virus, sondern um
eine Infektionskrankheit handeln, die die Leber schädigt, zitiert die
Nachrichtenagentur SDA eine Meldung der Agentur Interfax.

Das Dorf Kolundajewski im Gebiet Rostow liegt etwa 600 Kilometer
südlich der Ortschaft Jandowka. Dort war am Mittwoch das auch für den
Menschen gefährliche Virus H5N1 festgestellt worden. Mitarbeiter des
Katastrophenschutzes hatten bis zum Donnerstagabend sämtliche Vögel in
Jandowka, 300 Kilometer südlich von Moskau, getötet, um ein Ausbreiten
der Krankheit zu verhindern. In dem betroffenen Gebiet Tula sei bisher
kein Mensch infolge der Vogelgrippe erkrankt, teilte die
Konsumentenschutzbehörde mit.

Die Informationen über die jüngsten Seuchenfälle in Rumänien, der
Türkei und in Russland lassen nach Ansicht des EU-Fachausschusses den
Schluss zu, dass die Krankheit bisher auf Geflügel und Wildvögel
begrenzt ist. Daher stelle die Vogelgrippe derzeit kein Risiko für die
Öffentlichkeit dar. Die Wahrscheinlichkeit für die Menschen in Europa,
dem Erreger ausgesetzt zu sein, sei weit geringer als in Zentralasien
und dem Fernen Osten, weil Menschen in Europa allgemein stärker
getrennt von der gewerblichen Geflügelhaltung lebten.

In Thailand ist unterdessen ein neuer Fall von Vogelgrippe beim
Menschen aufgetreten. Es handelt sich um ein siebenjähriges Kind,
dessen Vater an der Krankheit gestorben ist. Gemäss Angaben der
Behörden ist das Kind nicht in Lebensgefahr. Es soll sich auch nicht
beim Vater angesteckt haben. Es wird davon ausgegangen, dass der Knabe
sich beim Kontakt mit Geflügel mit dem Virus infiziert hat.







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gaby
23.10.2005, 09:20
23.10.2005, 09:59 Uhr
Internationales Gipfeltreffen zur Vogelgrippe in Kanada
Washington (dpa) - Auf einem internationalen Gipfel zur Vogelgrippe wollen Gesundheitsorganisationen und die zuständigen Minister über eine globale Strategie gegen die Tierseuche beraten. Das Treffen findet morgen in der kanadischen Hauptstadt Ottawa statt. Hochrangige Vertreter aus über 30 Ländern wollen darüber diskutieren, wie auf eine mögliche Epidemie der tödlichen Vogelkrankheit reagiert werden soll. Experten fürchten, dass das Vogelgrippe-Virus mutieren und auch für Menschen höchst ansteckend werden könnte.

gaby
23.10.2005, 10:02
Noch kein Link zu gefunden, nur in den Nachrichten: Kein H5N1!
gg

Schweden: Erster Fall von Vogelgrippe
- 23.10.2005


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Stockholm (aho) - In Schweden sei bei einer verendeten Ente ein
Influenzavirus nachgewiesen. Ob es sich um das gefürchtete H5N1-Virus
handele, sei jedoch noch unklar, teilte Gunilla Hallgren, Sprecherin
des nationales Veterinärinstituts am Samstag in Stockholm mit. Dies
solle durch weitere Tests abgeklärt werden. Experten des Instituts
hatten vier von sieben tote Enten untersucht, die am Freitag in der
Region Eskilstuna westlich der Hauptstadt auf einem Teich entdeckt
worden waren. Bei einer Ente wurde ein Influenzavirus nachgewiesen. Am
Freitag wurden die Geflügelhalter in Svealand und Gotaland
aufgefordert, ihre Tier aufzustallen und sie nicht im Freien zu
füttern.

gaby
23.10.2005, 16:39
Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/051023/286/4qhcx.html


Sonntag 23. Oktober 2005, 15:38 Uhr
Schweden bestätigt Vogelgrippe-Fall


Stockholm (AFP) - In Schweden hat sich der Verdacht auf die Vogelgrippe bestätigt. Das Virus wurde bei einer toten Ente festgestellt, die in Eskilstuna westlich von Stockholm verendet war. Sie starb allerdings nicht an dem für Menschen gefährlichen Virus H5N1. Großbritannien forderte unterdessen ein EU-weites Verbot von Wildvogelimporten. Auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sprach sich für Handelsbeschränkungen bei Wildvogelimporten in die EU aus.

Die britische Regierung habe bei der Europäischen Kommission einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte der Staatssekretär des britischen Amtes für Umweltschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Ben Bradshaw. Er rechne mit der "beträchtlichen Unterstützung" der anderen EU-Mitgliedstaaten. Trittin erklärte, der internationale Handel mit Wildvögeln verlaufe zum Teil auf unübersichtlichen Wegen. Deshalb könnten diese Importe ein potenzielles Einfallstor für Vogelgrippeviren sein.

Die EU-Kommission berate derzeit noch über den britischen Antrag, sagte ein Kommissionssprecher. Bei einem EU-weiten Einfuhrverbot bestehe nach Ansicht der Kommission allerdings die Gefahr, dass ein Schwarzmarkt entstehe, was systematische Gesundheitskontrollen bei den Tieren unmöglich machen würde. Legal importierte Wildvögel unterliegen in der EU strengen Quarantänebestimmungen.

Die britischen Behörden hatten am Freitag bestätigt, dass ein im September aus Surinam importierter Papagei in einer Quarantänestation an der Vogelgrippe gestorben war. Ob das Tier dem Virus-Typ H5N1 erlag, stand noch nicht fest.

Slowenien ordnete in zwei Grenzregionen zu Kroatien eine Stallpflicht für Geflügel an. Die Anordnung gelte für die Gebiete im Osten und Südwesten des Landes und trete ab sofort in Kraft, teilte das slowenische Veterinäramt in der Hauptstadt Ljubljana mit. Hühnermärkte würden im ganzen Land verboten. Die beiden betroffenen Gebiete machen etwa ein Fünftel der gesamten Landesfläche aus. Am Freitag waren in Kroatien zwölf tote Schwäne aufgefunden worden, von denen mindestens sechs mit dem Vogelgrippe-Erreger infiziert waren.

In Kroatien begann Notschlachtungen, um die Ausbreitung des Vogelgrippevirus' zu verhindern. In drei Kilometern Umkreis um den Zdenci-See, an dem die verendeten Schwäne gefunden wurden, werde alles Geflügel getötet, teilte das Veterinärsamt mit. Agrarminister Petar Cobankovic kündigte eine verstärkte Überwachung der Gewässer im ganzen Lande an. Die Niederlande wollten zudem Experten und moderne Laborausrüstung nach Kroatien schicken, um rasch Vogelgrippe-Tests machen zu können.

gaby
24.10.2005, 07:51
Großbritannien: Papagei war mit H5N1 - Influenzavirus infiziert
- 23.10.2005


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London (aho) - der kürzlich in einer Quarantäneeinrichtung in Essex
verendete Papagei aus Surinam (Südamerika), war mit dem gefürchteten
H5N1 - Virus infiziert. Das teilte heute das britische
Agrarministerium mit. Wie das Ministerium weiter mitteilt, zeigt das
Virus große Ähnlichkeit zu einem H5N1 - Virus, welches im Frühjahr
diesen Jahres bei Enten in China isoliert wurde. Jetzt soll geklärt
werden, wie sich ein Papagei aus Südamerika mit einem Virus aus Asien
infizieren konnte. Chefveterinärin Debby Reynolds äußerte die
Vermutung, dass sich der Papagei in der Quarantänestation
möglicherweise bei Vögeln aus Taiwan infiziert hätte. Einige dieser
Vögel seien vor dem 16. Oktober verendet.

Aus Angst vor einer weiteren Ausbreitung forderte London ein EU-weites
Importverbot für Wildvögel. Die britische Regierung habe einen Antrag
auf entsprechende Notmaßnahmen eingereicht, sagte Tierschutzminister
Ben Bradshaw dem Rundfunksender BBC. Die EU-Kommission will bis
Dienstag entscheiden, ob sie zum Schutz vor der Vogelgrippe die
Einfuhr von Wildvögeln verbietet.








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gaby
24.10.2005, 07:56
von Fire-man veröffentlicht:
http://www.nzz.ch/2005/10/23/il/articleD955V.html
gg

gaby
24.10.2005, 11:40
von RenRind veröffentlicht: http://www.weilheim-schongau.de/data/Stichworte_A_Z/Abt.7/Faltblatt_Gefluegelpest_FLI_29082005_01.pdf#Geflüg elpest

ein sehr lesenswerter Link!

gaby
24.10.2005, 14:06
Rhein-Sieg-Kreis: Kreisveterinäramt setzt Geflügelpest-Eilverordnung um
- 24.10.2005


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Siegburg (aho) - Die Telefone im Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises
in Siegburg stehen nicht still. "Mehr als hundert Anrufe von besorgten
Geflügelhaltern erreichen uns täglich", sagt der Leiter des Siegburger
Kreisveterinäramtes, Dr. Hanns von den Driesch. Die meist gestellte
Frage: Müssen auch meine drei Hühner in den Stall? Klare Antwort: Ja.
Die Eilverordnung des Bundes zur Vogelgrippe, die am vergangenen
Samstag in Kraft getreten ist, gilt auch für das Federvieh von
Hobbyhaltern.

In der Verordnung heißt es: Wer Hühner, Truthühner, Perlhühner,
Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse hält, hat
diese bis einschließlich des 15. Dezember 2005 in geschlossen Ställen
zu halten.

Außerhalb von geschlossenen Ställen dürfen die Tiere nur gehalten
werden, wenn sicher gestellt ist, dass die Tiere gegen den Eintrag von
Wildvögelkot geschützt sind. "Die Überdachungen müssen dicht sein,
Netze reichen nicht aus", erläutert der Kreisveterinär. Zudem müssten
auch seitliche Begrenzungen errichtet werden, damit wilde Vögel nicht
in diese Volieren eindringen können und Kontakt zum heimischen
Federvieh bekommen. Tiere, die außerhalb von Ställen untergebracht
sind, müssen auch - so will es die Verordnung - mindestens einmal im
Monat durch den Tierarzt klinisch untersucht werden. Der
Geflügelhalter hat darüber hinaus das Halten seines Geflügels
außerhalb eines geschlossenen Stalls dem Kreisveterinäramt in Siegburg
anzuzeigen. Darüber hinaus müsse Geflügel, das trotz der Verordnung
nicht ausschließlich in Ställen gehalten werden könne, bis zum 15.
Dezember 2005 mindestens einmal auf das gefährliche Vogelgrippevirus
H5N1 untersucht werden.

Überregionale Geflügelmärkte, Geflügelschauen und
Geflügelausstellungen können stattfinden, wenn dass Geflügel in den 14
Tagen vor der Veranstaltung in geschlossenen Ställen gehalten und zwei
Tage vor der Veranstaltung für Vogelgrippefrei erklärt wurde.

Das Kreisveterinäramt prüft ab sofort die Einhaltung der Verordnung
im Rhein-Sieg-Kreis und wird bei Zuwiderhandlungen Ordnungsgelder von
bis zu 25.000 EURO verhängen.






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gaby
24.10.2005, 17:13
von grünschnabel: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/geflpestv/index.html
informatives
gg

gaby
24.10.2005, 20:52
Redcap hat das hier veröffentlicht.
http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf

nicht verkehrt zu sehen wie das in der Eu angegangen wird.
gg

gaby
25.10.2005, 04:24
Erster Fall in Deutschland?

Verendete Zugvögel in Neuwied +++ Ursache derzeit unbekannt
- 25.10.2005

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Neuwied (aho) - Am Nachmittag des 24.10.05 (Montag) wurden der
Polizeiinspektion Neuwied (Rheinland-Pfalz) ca. 25 tote Enten auf
einem Weiher bei Heimbach-Weiß gemeldet. Bei dem Gewässer handelt es
sich um einen kleinen See, der Zugvögeln als Ruheplatz dient. Bei den
Tieren handelt es sich nach Angaben der Polizei Neuwied
augenscheinlich um Zugvögel. Die verendeten auf dem Weiher treibenden
Tiere, Graugänse und Stockenten, mussten durch die Feuerwehr Neuwied
geborgen werden und wurden vom zuständigen Veterinär der
Kreisverwaltung Neuwied sichergestellt. Einige Tiere verendeten unter
den Augen der eingesetzten Kräfte unter starken Krämpfen. Auf dem
Gewässer befanden sich neben den verendeten Tieren noch Schwäne und
Blesshühner, denen aber keine Krankheitssymptome anzumerken waren.
Neben der Untersuchung der verendeten Tiere wird auch das Wasser des
Sees einer Untersuchung unterzogen. Die Todesursache konnte bislang
nicht festgestellt werden. Die Tiere werden deshalb am Dienstag der
Landesuntersuchungsstelle in Koblenz zugeführt, heißt es im
Polizeibericht






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gaby
25.10.2005, 11:44
Hat Absahner gefunden:
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=20693

Von Carsten veröffentlicht
Vogeklgrippe in Deutschland bereits angekommen?!

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25 tote Gänse und Enten in Deutschland entdeckt

(Eben bei t-online gefunden

Die Angst vor einem Ausbrechen der Vogelgrippe in Deutschland wächst: In einem See in der Nähe von Neuwied in Rheinland-Pfalz wurden am Montag 25 tote Gänse und Enten entdeckt. Bei den Tieren handele es sich vermutlich um Zugvögel - Graugänse und Stockenten -, die der Veterinär der Kreisverwaltung Neuwied sichergestellt habe, teilte die Polizei in Neuwied mit. Ob die Vögel an der Vogelgrippe verendet seien, soll am Dienstag im Landesuntersuchungsamt in Koblenz untersucht werden.

Einfuhrstopp von Zier- und Wildvögel
Die Europäische Union will wegen der Vogelgrippe den Import von Zier- und Wildvögeln komplett verbieten. Das Verbot soll schon von diesem Dienstag an gelten, teilte Bundeslandwirtschaftsminister Jürgen Trittin am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen am Montagabend in Luxemburg mit. Neben Deutschland hatte sich auch Großbritannien für ein Importverbot stark gemacht. Dort hatten Mediziner am Wochenende das Vogelgrippevirus H5N1 - das auch für Menschen gefährlich ist - bei einem verendeten Papagei in einer Quarantänestation festgestellt.

"Das macht sicherlich Sinn"
Der Präsident des Bundesinstituts für Tiergesundheit, Thomas Mettenleiter, begrüßte das geplante Importverbot für Ziervögel. "Das macht sicherlich Sinn", sagte er dem Sender NDR-Info. "Wir müssen versuchen, alle möglichen Einfuhrwege für dieses Virus in die EU zu stopfen." Der Fall des in britischer Quarantäne verendeten Papageis zeige, dass es eine prinzipielle Gefährdung durch importierte Ziervögel geben könne, warne Mettenleiter.

Pandemie kann "jederzeit" auftreten
Fachleute aus mehr als 30 Ländern hatten in der kanadischen Hauptstadt Ottawa über eine globale Strategie gegen die Vogelgrippe beraten. Die nächste globale Grippe-Pandemie unter Menschen könne "jederzeit" auftreten, warnte der Generaldirektor der WHO, Jong-Wook Lee. Die wirtschaftlichen und sozialen Kosten einer solchen Pandemie wären "riesig". Darum müssten Milliarden von Impfdosen produziert werden, appellierte Lee.

Roche will keine Generika von Tamiflu
Der kanadische Gesundheitsminister Ujjal Dosanjh kritisierte den Schweizer Roche-Konzern: Die internationale Gemeinschaft sei besorgt, dass das Pharmaunternehmen keine generische Versionen seines Medikaments Tamiflu zulassen wolle. Millionen Menschen könnten durch Generika geschützt werden, betonte Dosanjh. Roche hält das Patent für Tamiflu, das die Krankheitssymptome lindern kann, noch bis 2016.

Menschen in Europa derzeit nicht betroffen
Bei einem Treffen der Weltorganisation in Kopenhagen erklärte WHO-Sprecher Fernand Sauer, es bestehe derzeit "kein ernsthaftes Problem mit Blick auf die Ansteckung von Menschen". In der Debatte werde zu oft die reale Ausbreitung einer Tierseuche mit den potenziellen Gefahren für Menschen in einen Topf geworfen, die in Europa gegenwärtig nicht betroffen seien, kritisierte der WHO-Sprecher. "Derzeit haben es unsere Kollegen in der Tiermedizin mit einer akuten Notsituation zu tun. Im Bereich der Humanmedizin ist das aber absolut nicht der Fall."

Indonesischer Mann stirbt an der Vogelgrippe
Das sieht in Asien anders aus: Es habe einen vierten Toten aufgrund der Vogelgrippe in dem südostasiatischen Inselstaat gegeben, teilte das indonesische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Ein Labor der WHO in Hongkong habe die Todesursache des 23-jährigen Mannes aus West-Java bestätigt. Der Patient war Ende September im Krankenhaus gestorben.

gaby
25.10.2005, 12:44
nochmal von Absahner:
Ausland
11:04, ergänzt 13:35 -- Tages-Anzeiger Online
Tote Zugvögel in Deutschland und Portugal

Nach der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland und Polen schränkt auch Frankreich die Freilandhaltung ein. In Deutschland und Portugal wurden tote Zugvögel entdeckt. Sie werden derzeit untersucht.

In der rheinland-pfälzischen Stadt Neuwied sind mehr als 20 tote Zugvögel auf einem Weiher entdeckt worden. Die Kadaver sollten noch heute in Koblenz untersucht werden, wie die Behörden mitteilten. Demnach handelt es sich um 22 Graugänse. An einem benachbarten See wurde nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes ein weiteres verendetes Tier gefunden. Zu den ersten Untersuchungsergebnissen sollte am Abend eine Pressekonferenz stattfinden.
Von der Feuerwehr geborgen
Ein Polizeisprecher hatte bereits in der Nacht erklärt, dass es Spekulation sei, ob es sich um die Vogelgrippe handele. Die toten Vögel wurden demnach auf dem Wasser des Weihers im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weiss entdeckt und von der Feuerwehr geborgen. Einige Tiere seien vor den Augen der Einsatzkräfte unter starken Krämpfen gestorben, teilte die Polizei weiter mit. Die Schwäne und Blesshühner des Weihers zeigten dagegen keine Krankheitsmerkmale.
Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums sollte frühestens am Dienstagabend feststehen, ob es sich um ein Virus handelt, und erst in ein paar Tagen, ob der Erreger gefährlich ist. «Es ist nichts bewiesen», sagte eine Sprecherin. Tote Vögel seien keine Seltenheit. Es gebe keinen Grund zur Hysterie.

Weitere tote Tiere wurden aus dem Landkreis Göttingen gemeldet. Wie das Veterinäramt auf Anfrage mitteilte, wurden an einem Baggersee in Rosdorf drei tote Graugänse gefunden. Dabei handle es sich wahrscheinlich um Tiere, die für den Vogelzug zu schwach gewesen sein. «In dem Bereich gibt es jedes Jahr tote Vögel», sagte Amtsleiter Jürgen Gremmel der AP. Zur Sicherheit sei ein Vogel ins Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nach Oldenburg geschickt worden.

Die Vogelgrippe kommt zwar häufig in Deutschland vor. Derzeit gibt es aber in ganz Europa Sorge, dass sich der aggressive Virusstrang H5N1 auf dem Kontinent ausbreiten könnte. In Schweden waren am Freitag nahe der Stadt Eskilstuna tote Enten gefunden worden, die das Virus vom Typ H5 in sich trugen. Es handelte sich aber nicht um H5N1.

Jahrelange Vorsichtsmassnahmen erwartet
Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen rechnet noch mit jahrelangen Vorsichtsmassnahmen gegen die Vogelgrippe. Auch im Frühjahr werde bei Rückkehr der Zugvögel die Stallpflicht für Geflügel notwendig sein, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandradio Kultur. Er verwies auf Erfahrungen mit dem letzten Ausbruch der Geflügelpest: «Da haben wir sie nicht bekommen, und da haben wir auch ein Aufstallungsgebot gehabt.»
Falls die Krankheit doch ausbricht, rechnet Ehlen nach eigenen Angaben mit einem grossen volkswirtschaftlichen Schaden. «Es würde kein Geflügel aus Deutschland irgendwo anders hin verkauft werden können.» Allein in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Holland sei fast die Hälfte des europäischen Geflügels konzentriert. Grossflächigen Tötungen könnten Hunderte Millionen Euro kosten.

Auch in Portugal tote Vögel entdeckt
Auch in Portugal verunsichern verendete Vögel die Bevölkerung. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden 17 tote Gänse und Möwen am Strand der Hafenstadt Peniche gefunden. Derzeit werde untersucht, ob die Tiere an Vogelgrippe erkrankt waren, hiess es.
Im Norden des Landes wurde ein Mann mit dem Grippemedikament Tamiflu im Spital behandelt. Der Bauer war gestern Abend in Santa Maria da Feira in die Klinik eingeliefert worden. Er hatte Grippesymptome und berichtete zugleich, er habe tote Hühner auf seinem Hof gefunden.

Klinikdirektor Hugo Meireles betonte aber im Fernsehen, bei der Behandlung mit Tamiflu handle es sich um eine ganz normale Vorsichtsmassnahme. Es gebe keinen Grund für einen Alarm.

Frankreich verbietet Freilandhaltung in Landesteilen
Wegen der Vogelgrippe hat auch Frankreich die Freilandhaltung von Geflügel in weiten Teilen des Landes verboten. Eine Stallpflicht gilt in zunächst 21 der 95 Départements.
Der französische Landwirtschaftsminister Dominique Bussereau sagte heute in Paris, in diesen Verwaltungsbezirken sei das Risiko von Kontakten mit Zugvögeln besonders hoch. Betroffen sind Départements von der Atlantikküste im Westen und Norden bis zum Mittelmeer im Süden und dem Elsass im Osten.

An der Grenze zur Schweiz sind nur die Provinzen Ain und Haut-Rhin betroffen. In ganz Frankreich werden zudem Geflügelmärkte und Vogelschauen verboten.

EU-Imporststopp für Zier- und Wildvögel
Die Europäische Union will wegen der Vogelgrippe den Import von Zier- und Wildvögeln komplett verbieten. Das Verbot soll schon von heute an gelten, wie der deutsche Landwirtschaftsminister Jürgen Trittin gestern am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg berichtete. Ausser Deutschland hatte sich unter anderem Grossbritannien für ein Importverbot stark gemacht.

gaby
25.10.2005, 12:48
Weihnachtsmann hatte Infos von vor Ort:
Vogelgrippe ??? in Neuwied. Neues vom Weihnachtsmann vor Ort.

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Hallo liebe Leute!
Da ich mit meinen Viechern im Kreis Neuwied lebe, hier aus gegebenem Anlaß die aktuelle Berichterstattung von vor Ort. Die beiden großen Zeitungen sind der Generalanzeiger Bonn und die Rheinzeitung. Inhaltlich tut sich da nicht viel. Neuwied liegt rechtsrheinisch unten am Rhein, da wo die Wied in den Rhein mündet und ist nicht weit weg von Koblenz und dem „Deutschen Eck“

Die Links:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/inde...ne_brennpunkte/
http://www.rheinzeitung.de/a/tt2/t/

Hier der Homepagetext aus dem Generalanzeiger Bonn
25. Okt. 2005 12.33 Uhr:

Landesuntersuchungsamt: Tod verendeter Graugänse völlig unklar
Koblenz/Mainz. (dpa) Die Ursache für den mysteriösen Tod von 22 Graugänsen bei Neuwied liegt weiter im Dunkeln. Es sei noch immer völlig unklar, ob die Tiere an Vogelgrippe erkrankt waren, sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamtes, Stefan Bent, in Koblenz.
Dort arbeiteten unterdessen 20 Wissenschaftler unter Hochdruck daran, die Todesursache herauszufinden. Feuerwehrleute hatten am Montagabend in speziellen Schutzanzügen die toten Vögel an einem Kiessee südlich des Neuwieder Stadtteils Heimbach-Weiß in Kisten geborgen und in das Landesuntersuchungsamt gebracht. Mit einem Zwischenergebnis wird heute Abend gerechnet. «Kein Labor der Welt kann diese Untersuchung schneller machen als wir», sagte Bent. Trotzdem benötige man dafür eine gewisse Zeit. Derzeit werde untersucht, ob die Graugänse überhaupt an einer Form der Vogelgrippe verendeten. Erst wenn dies klar sei, könnten gezieltere Untersuchungen beginnen und herausgefunden werden, ob die Tiere möglicherweise den auch für Menschen gefährlichen Virustyp H5N1 in sich trugen.
Bent warnte vor Panikmache: «Im Moment besteht überhaupt keine Gefahr für die Menschen.» Eine Sprecherin seiner Behörde sagte zum Verdacht einer Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus: «Es gab keine äußeren Anzeichen, dass die Tiere daran verendet wären.»

Bislang sei nicht einmal klar, ob es sich bei den toten Gänsen überhaupt um Zugvögel handelt oder um einheimische Tiere, sagte Bent weiter. Zunächst war die Rede auch von verendeten Stockenten gewesen. Dies bestätigte sich aber nicht.

Eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums mahnte ebenfalls zur Ruhe. Im Laufe des Tages sei allenfalls mit einer «Tendenz» zu rechnen, ob die Tiere tatsächlich an der Vogelgrippe starben. Gebe es bei den Untersuchungen in Koblenz tatsächlich Hinweise auf das gefährliche Virus, müssten diese in den kommenden Tagen überprüft werden.

Es seien alle Schutzmaßnahmen getroffen worden, die möglich seien, sagte der Bürgermeister von Neuwied, Reiner Kilgen (CDU). Bei Untersuchungen weiterer Seen um den Fundort bei Heimbach-Weiß seien keinen weiteren toten Vögel gefunden worden.

Auch wenn die Tiere an dem Virus gestorben seien, bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, sagte Kilgen. Geflügelzüchter befolgten die Anordnung, ihre Tiere in Ställen unterzubringen. Auch im Neuwieder Zoo sei das gesamte Federvieh eingesperrt. Vor Wochen schon habe die Stadt klären lassen, ob an Vogelgrippe verendete Vögel in Neuwieder Seen die Trinkwasserversorgung gefährden könnten.

Ein Junge hatte die verendeten Graugänse am Vortag entdeckt und die Polizei informiert. «Die toten Gänse trieben auf dem Weiher», hatte ein Polizeisprecher in Koblenz am Montagabend gesagt.

«Einige Tiere verendeten unter den Augen der eingesetzten Kräfte unter starken Krämpfen.» Auf dem Gewässer befanden sich nach den Angaben neben den verendeten Tieren noch Schwäne und Blesshühner, denen aber keine Krankheitssymptome anzumerken waren. Auch das Wasser des Sees sollte untersucht werden.

Die Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe standen in Mainz auch auf der Tagesordnung einer gemeinsamen Sitzung der Landtagsausschüsse für Umwelt und Forsten sowie für Landwirtschaft und Weinbau.

Sobald ich mehr erfahre, melde ich mich.
Tschö, Udo & seine traurigen Viecher

Anton
25.10.2005, 19:00
Original von gaby
Erster Fall in Deutschland?

Verendete Zugvögel in Neuwied +++ Ursache derzeit unbekannt
- 25.10.2005

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Neuwied (aho) - Am Nachmittag des 24.10.05 (Montag) wurden der
Polizeiinspektion Neuwied (Rheinland-Pfalz) ca. 25 tote Enten auf
einem Weiher bei Heimbach-Weiß gemeldet. Bei dem Gewässer handelt es
sich um einen kleinen See, der Zugvögeln als Ruheplatz dient. Bei den
Tieren handelt es sich nach Angaben der Polizei Neuwied
augenscheinlich um Zugvögel. Die verendeten auf dem Weiher treibenden
Tiere, Graugänse und Stockenten, mussten durch die Feuerwehr Neuwied
geborgen werden und wurden vom zuständigen Veterinär der
Kreisverwaltung Neuwied sichergestellt. Einige Tiere verendeten unter
den Augen der eingesetzten Kräfte unter starken Krämpfen. Auf dem
Gewässer befanden sich neben den verendeten Tieren noch Schwäne und
Blesshühner, denen aber keine Krankheitssymptome anzumerken waren.
Neben der Untersuchung der verendeten Tiere wird auch das Wasser des
Sees einer Untersuchung unterzogen. Die Todesursache konnte bislang
nicht festgestellt werden. Die Tiere werden deshalb am Dienstag der
Landesuntersuchungsstelle in Koblenz zugeführt, heißt es im
Polizeibericht
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Die verendeten Tiere sind laut Pressekonferenz am heutigen Abend an "Nagergift" eingegangen. Weitere Ergebnisse werden Morgen bekannt gegeben.

Anton

gaby
25.10.2005, 19:29
LIVE-TICKER
25.10.2005, 20:13 Uhr
Vergiftung Ursache für Tod der Gänse in Neuwied
Koblenz (dpa) - Erste Entwarnung nach dem Fund der toten Graugänse in Neuwied: Die Tiere scheinen nicht an der Vogelgrippe verendet zu sein. Die Todesursache sei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Vergiftung zurückführen, heißt es vom Landesuntersuchungsamt Koblenz. Dabei handele es sich um ein Ratten- und Mäusegift, das in den Mägen von 12 der 22 Gänse festgestellt worden sei. Bei zwei Tieren gibt es Hinweise auf einen Influenza-A-Virus. Das sei nichts Ungewöhnliches. Es laufen weitere Untersuchungen.

gaby
25.10.2005, 19:31
von Stefan S.
Gift Ursache für Tod von Graugänsen

25. Okt 19:34

Vorläufige Entwarnung in Sachen Vogelgrippe: Die in Rheinland-Pfalz aufgefundenen toten Graugänse sind an Gift verendet. Über eine mögliche Influenza-A-Infektion herrscht noch Unklarheit.

Die in Rheinland-Pfalz tot aufgefundenen Graugänse sind vermutlich an vergifteten Getreidekörnern gestorben. Zudem waren einige der Vögel möglichweise Influenza-A-infiziert. Das teilten am Abend Experten des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz mit. Sensiblere Untersuchungsverfahren sollen bis Mittwoch Mittag weitere Gewissheit bringen.

Influenza A sei bei Wildgeflügel nichts Ungewöhnliches, hieß es. Rund fünf Prozent aller Vögel trügen diese Viren in sich. Die Graugänse waren am Montag auf dem Wasser eines Baggerweihers im Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis entdeckt worden. In der Nähe wurde laut Landesuntersuchungsamt am Dienstag zudem ein verendeter Eichelhäher gefunden. Das Tier sollte ebenfalls in Koblenz untersucht werden. (nz)

Quelle: Netzeitung.de

gaby
25.10.2005, 19:34
von Dominik Timm gefunden:

Berlin (Reuters) - Bei den verendeten Wildvögeln im rheinland-pfälzischen Neuwied haben erste Tests keinen direkten Verdacht auf den gefährlichen Vogelgrippe-Erreger ergeben, genauere Ergebnisse sollten aber erst am Abend vorgelegt werden.

"Wir haben die Obduktionen durchgeführt und haben keine konkreten Anhaltspunkte dafür finden können, dass es sich um die Vogelgrippe handelt", sagte der Präsident des Landesuntersuchungsamtes in Koblenz, Stefan Bent, am Dienstag dem Sender N24. Der Leiter des Instituts für Tierseuchendiagnostik, Karl Zimmer, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, nach der Sezierung der am Montagabend auf einem Weiher entdeckten Kadaver seien bei zwölf Tieren keine charakteristischen Anzeichen für die Geflügelpest gefunden worden, bei anderen gebe es aber durchaus Organveränderungen - etwa Blutungen - wie sie auch bei der Vogelgrippe vorkommen könnten. "Allerdings sind Grad und Ausprägung nicht so stark, dass man den konkreten Verdacht äußern müsste", sagte er. Bent und eine Sprecherin verwiesen aber darauf, dass noch weitere mikrobiologische Tests folgen sollten. Laut Bent sind an den betroffenen Seen auch in der Vergangenheit des öfteren tote Vögel gefunden worden.

ERGEBNISSE AM ABEND - AUCH VERGIFTUNG NICHT AUSGESCHLOSSEN

Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums handelt es sich um insgesamt 22 Graugänse und einen weiteren Vogel. Die Tiere seien am Montag und am Dienstag tot an zwei Weihern in der Nähe von Heimbach-Weis im Kreis Neuwied aufgefunden und in das Landesuntersuchungsamt gebracht worden. Zuvor war von 25 toten Tieren berichtet worden. Angaben von Institutsleiter Bent, wonach am Dienstag zehn weitere Tiere aufgefunden worden seien, bestätigten sich den Behördenangaben zufolge nicht.

Laut dem Ministerium wird auch das Wasser des Weihers untersucht. Die örtliche Polizei beschlagnahmte am Nachmittag zudem einen Laib Brot. Es soll nun untersucht werden, ob die Tiere möglicher Weise vergiftet wurden.

Das Landesuntersuchungsamt hatte am Vormittag mit der Untersuchung der Tiere begonnen. Am Abend könne eine Aussage getroffen werden, ob die Graugänse an einem Influenza-A-Virus gestorben seien oder ob eine andere Todesursache vorliege. Handele es sich um einen Grippeerreger, müsse dann weiter geklärt werden, ob es der auch für den Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 sei, sagte Sprecherin Kerstin Stiefel. Gewissheit darüber würde es aber erst in einigen Tagen geben. Die möglichen weiteren Tests würden dann im nationalen Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts vorgenommen. Laut dem zuständigen Ministerium in Mainz würde bei einem Nachweis von H5N1 unverzüglich der nationale Krisenstab zusammentreten.

Die Europäische Kommission wollte noch am Dienstag ein zeitlich befristetes Importverbot für lebende Wildvögel verhängen. Dies war vor allem von Deutschland und Großbritannien gefordert worden. Frankreich verhängte eine Stallpflicht in Risikogebieten. In Deutschland gilt bereits seit Samstag eine Stallpflicht für Geflügel. Damit soll verhindert werden, dass Zuchtgeflügel sich bei Zugvögeln anstecken. Im europäischen Teil Russlands ist bereits der auch für Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus-Typ nachgewiesen worden. Vögel aus diesen Regionen ziehen in der kalten Jahreszeit auch nach Deutschland. In Asien grassiert die Vogelgrippe seit 2003. Mehr als 60 Menschen fielen ihr dort bislang zum Opfer. In Indonesien starb daran erneut ein Mann.

Auch an einem Baggersee bei Göttingen wurden drei verendete Graugänse entdeckt, die nun auf Vogelgrippe untersucht werden. "Wir erwarten aber kaum einen positiven Befund", sagte der Leiter des Kreisveterinäramtes Göttingen, Jürgen Gremmel. Die Jungvögel seien in einem schlechten körperlichen Zustand gewesen und vermutlich an Erschöpfung gestorben.

gaby
25.10.2005, 20:35
hier klingt die Entwarnung anders (Dominik Timm):

Tote Vögel starben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an einer Vergiftung

Vorläufige Entwarnung im Vogelgrippe-Verdacht


Die in zwei Seen in der Nähe der rheinland-pfälzischen Stadt Neuwied entdeckten 35 toten Wildvögel sind mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Gift gestorben. Damit bleibt Deutschland vorerst weiterhin von der Vogelgrippe verschont - ganz ausgeräumt ist der Verdacht jedoch noch nicht.

aus dem Handelsblatt.

gaby
25.10.2005, 21:06
EU verbietet Einfuhr von Zier - und Wildvögel
- 25.10.2005

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Brüssel (aho) - Die EU-Kommission hat am Dienstag ein Importverbot
für Zier - und Wildvögel beschlossen. Die EU reagiert damit auf einen
Fall von Vogelgrippe in einer britischen Quarantäne-Station in der
vergangenen Woche. Das Importverbot gilt zunächst bis Ende November,
hieß es in der Erklärung der EU-Kommission.

gaby
26.10.2005, 15:17
informativer Artikel von Dominik Timm gefunden:
Dekontamination an einem See bei Orahovica, Kroatien
Tierseuche
Vogelgrippe-Verdacht in Kroatien bestätigt


26. Oktober 2005 Das in Kroatien aufgetauchte Vogelgrippe-Virus gehört zu dem Subtyp H5N1, an dem unter besonderen Umständen auch Menschen erkranken können. Dies teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit.


Das Virus war bei sechs toten Schwänen in einem Teich 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Zagreb entdeckt wurden. Schon am Freitag war nach Tests an sechs in dem Balkanland verendeten Schwänen die Vogelgrippe diagnostiziert worden, nicht aber der genaue Typ. „Die Kommission ist von dem Referenzlabor der Europäischen Union in Weybridge informiert worden, daß das bei wilden Vögeln in Kroatien isolierte Virus tatsächlich das H5N1-Virus ist”, sagte Kommissionssprecher Philip Tod. H5N1 ist das einzige Vogelgrippe-Virus, an dem bisher auch Menschen erkrankt sind. Dabei handelte es sich ausnahmslos um Personen, der sehr engen Kontakt mit infizierten Tieren hatten.

Keine neuen Erkenntnisse in Griechenland

Nach der Türkei, Rumänien, Rußland und Großbritannien ist Kroatien das fünfte europäische Land, in dem das Virus H5N1 bestätigt wurde. Im Fall Großbritanniens wurde der Erreger allerdings nicht an einem frei lebenden Tier festgestellt, sondern bei einem importierten Papagei, der nach Behördenangaben direkt nach der Einfuhr in der Quarantäne verendete.

Dagegen liegen den Angaben der EU-Kommission zufolge aus Griechenland noch keine endgültigen Erkenntnisse über den Typ des dort gefundenen Vogelgrippe-Virus vor. Athen habe ergänzende Untersuchungen angekündigt. Erste Tests hatten keinen Hinweis auf einen Fall von Vogelgrippe in Griechenland ergeben.


Text: FAZ.NET mit Material von AP, dpa
Bildmaterial: dpa/dpaweb

gaby
26.10.2005, 15:20
noch mal von Dominik Timm:

Nur Leitungswasser für Enten und Gänse

26. Okt 13:48

Tiere sollen nicht mehr aus Flüssen und Seen trinken
Geflügelhalter in Deutschland dürfen ihre Tiere nur noch mit Leitungswasser tränken. Das ordnete das Verbraucherministerium an.


Die Bundesregierung hat die Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe weiter verschärft. Enten und Gänse dürften nur noch mit Leitungswasser getränkt werden, teilte am Mittwoch das Verbraucherministerium mit.
Zudem werden alle Geflügelschauen sowie der Einsatz von Lockvögeln bei der Jagd verboten. Dazu werde die Eilverordnung zur Stallpflicht für Vögel geändert, hieß es. Die neuen Bestimmungen sollen noch in dieser Woche in Kraft treten.

Das Ministerium bestätigte damit einen Bericht der «Sächsischen Zeitung», wonach Geflügelhalter ihre Tiere kein Wasser aus Flüssen, Seen oder Sammelbecken im Freien trinken lassen dürfen. So soll gewährleistet werden, dass der Erreger der Vogelgrippe nicht von Zugvögeln über das Wasser an die Tiere im Stall übertragen wird. (nz)


Aus der http://www.netzeitung.de/vermischtes/364667.html

gaby
26.10.2005, 18:27
von grünschnabel:
26. Oktober 2005 Auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion im Indischen Ozean gibt es einen Verdachtsfall von Vogelgrippe bei einem Menschen. Die dortige Präfektur teilte am Mittwoch mit, ein 43 Jahre alter Mann sei nach seiner Rückkehr aus Thailand positiv auf das Virus H5N1 getestet worden. Endgültige Ergebnisse sollen bis Ende der Woche vorliegen. Derweil ist das aggressive Virus H5N1 auch auf dem Balkan im Vormarsch. Sechs in Kroatien verendete Schwäne wurden positiv getestet, wie die EU-Kommission und die Regierung in Zagreb am Mittwoch mitteilten.

Dem 43jährigen seien zwei Proben entnommen worden, teilte die Präfektur auf Réunion weiter mit. Der erste vorläufige Test sei nicht eindeutig gewesen, der zweite positiv. Klarheit sollen nun Untersuchungen des Nationalen Grippezentrums bringen. Von 19 Mitreisenden des Mannes wiesen zwei ebenfalls Grippesymptome auf, so die Präfektur. Ihnen seien ebenfalls Proben entnommen worden.

Quarantäne-Maßnahmen in Tianchang, China
Der Mann hielt sich vom 12. bis 19. Oktober in Thailand auf, wo bereits 13 Menschen an der Vogelgrippe gestorben sind. Er wird jetzt im Krankenhaus von Saint-Denis auf der Insel La Réunion behandelt, die östlich von Madagaskar liegt.

http://www.faz.net/s/RubED0C6D94EC584DE8...n~Scontent.html

gaby
26.10.2005, 19:34
von Dominik Timm gefunden:

Auf der französischen Insel La Réunion ist bei drei Männern der
gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 festgestellt worden. Auch bei dem in Kroatien aufgetauchten Virus handelt es sich um den für Menschen gefährlichen Subtyp.

Drei Männer auf der französischen Insel La Réunion sind positiv auf den Vogelgrippe-Erreger H5N1 getestet worden. Wie die Behörden mitteilten, seien am Montag zwei Tests gemacht worden. "Der erste war nicht eindeutig, der zweite war positiv", hieß es in einer Erklärung der Gesundheitsbehörden von La Réunion.

Die Männer waren von einer Reise aus Thailand zurückgekommen, bei der sie auch einen Vogelpark besucht hatten. Zuerst war das Virus nur bei einem der Männer festgestellt worden. Er hatte über Schwächegefühl und Kopfschmerzen geklagt und stark gehustet. Die Betroffenen würden mit Medikamenten gegen Viren behandelt.

Die Proben seien für weitere Untersuchungen von dem französischen Übersee-Département im Indischen Ozean nach Paris gebracht worden. Bisher spreche man von Verdachtsfällen und nicht von bestätigten Infektionen.

Aus http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_...rte/548385.html

gaby
27.10.2005, 06:05
Link von Doninik Timm:

Entgültige Entwarnung für Neuwied:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index_frameset.html?/news/artikel.php?id=101420

gg

gaby
27.10.2005, 07:46
von Redcap gefunden:

Darf ich jetzt noch Tiramisu essen?
Vogelgrippe –
EU warnt vor rohen Eiern
Von I. ROXIN und R. VOGT



Berlin – Die Angst vor der Vogelgrippe. Gestern
vormittag warnte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sogar vorsorglich davor, rohe Eier zu essen.

Können wir jetzt noch Tiramisu, Mayonnaise oder Eier-Cocktails genießen? JA, sagen alle Experten. Die Gründe:

• Bislang gibt es keinen einzigen Fall von Vogelgrippe in Deutschland. Ein Verdachtsfall in Neuwied (Rheinland-Pfalz) mit 22 toten Graugänsen bestätigte sich gestern nicht.

• Der Präsident des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz Stefan Bent (47) zu BILD: „Keine der Gänse ist mit Influenza-A-Viren infiziert gewesen, zu denen auch Vogelgrippe-Viren gehören. Alle verendeten eindeutig an mit Rattengift verseuchtem Weizen.“

• Bisher ist unklar, ob das Vogelgrippe-Virus überhaupt durch den Verzehr von Lebensmitteln auf den Menschen übertragen werden kann.

Hintergründe
• Wann fällt die Vogelgrippe bei uns vom Himmel?

• Vogelgrippe – was kann ich jetzt eigentlich noch essen?

• Vögel wegsperren – sonst 25 000 Euro Strafe

• Vogelgrippe: Deutsche Forscher entwickeln Super-Impfstoff


• Vogelgrippe-Hühner legen gar keine Eier mehr. Sie sterben nach Stunden.

• Selbst wenn ein infiziertes Huhn ein Ei legen würde, wäre das Virus mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in diesem Ei. Denn im Eiweiß ist ein Stoff (Lysozym), der Viren und Bakterien abtötet.

• In Asien sind schon Tausende Eier auf das H5N1 untersucht worden. In keinem wurde je das Virus gefunden. Obwohl dort 150 Millionen Hühner an Vogelgrippe starben.

Entwarnung in Deutschland. Alarm bei unseren Nachbarn in Europa!

In Kroatien wurde bei sechs toten Schwänen das tödliche Virus H5N1 nachgewiesen.

Französische Behörden meldeten auf der Insel Réunion (Indischer Ozean) drei Vogelgrippe-Fälle bei Menschen. Die Urlauber hatten in Thailand einen Vogelpark besucht. Da das Virus aber nicht von Mensch zu Mensch übertragbar sei, seien keine Sicherheitsmaßnahmen nötig.

Das Gesundheitsamt in Kairo (Ägypten) schickte 25000 deutsche Küken in Quarantäne. Sie werden von Veterinären untersucht.

Bild ... http://www.bild.t-online.de/BTO/news/200...rohe__eier.html

gaby
27.10.2005, 09:24
Ein Text von Weihnachtsmann veröffentlicht:

Dominik hat in der Nacht schon einen Hinweis gegeben. Hier der komplette Text:

Neuwied. (dpa) Das Landesuntersuchungsamt in Koblenz hat im Neuwieder Vogelgrippe-Verdachtsfall endgültig Entwarnung gegeben. «Die 22 tot aufgefundenen Graugänse waren nicht mit dem Influenza-A-Virus infiziert» sagte eine Behördensprecherin am Nachmittag.
Der am Dienstag in zwei Fällen festgestellte Hinweis auf Vogelgrippeviren habe sich bei einer weitergehenden Untersuchung am Mittwoch nicht bestätigt. Die am Montag in einem Baggersee bei Neuwied entdeckten Gänse seien «definitiv» an einer Vergiftung mit Rattengift gestorben.
Die Vergiftung mit dem Nagergift Phosphid war schon bei den Untersuchungen am Dienstag als Todesursache ermittelt worden, jedoch bei mindestens zwei Tieren auch Grippeviren. Es sei durchaus üblich, dass ein solcher Virenbefund in einem weiteren Testverfahren nicht bestätigt werde, sagte die Sprecherin der Koblenzer Behörde.

Wildvögel sind häufig mit gering krankmachenden Vogelgrippe-Viren infiziert. Der Neuwieder Fall hatte allerdings für Aufregung gesorgt, weil schon in mehreren Ländern - nicht aber in Deutschland - der gefährlich Virensubtyp H5N1 nachgewiesen wurde, der von Tier auf Mensch übertragbar ist.

Es sei «nur mäßig wahrscheinlich», dass H5N1 von Zugvögeln eingeschleppt werde, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad (SPD) am Mittwoch. Dennoch gelte weiterhin hohe Aufmerksamkeit: «Zur Stallpflicht für Hausgeflügel gibt es keine Alternative und die Überwachung von Wildvögeln wird fortgesetzt.»

(27.10.2005) 10.20 Uhr
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news...01420&bid=61260

Grüße, Udo and the Prison-Chicks

gaby
27.10.2005, 20:08
Hier nochmal ein Link mit Richtlinien ( dank Redcap und Antje):
http://www.huehner-info.de/docs/pdf/richtlinie_bek_geflpest_auszug.pdf

Das Original findet Ihr hier: http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf

gg

gaby
27.10.2005, 22:06
Fortschritt im Kampf gegen die Vogelgrippe
- 27.10.2005


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Berlin/Brüssel (aho) - Forscher haben den ersten für Menschen
verwendbaren Impfstoff gegen den Vogelgrippevirus H7N1 entwickelt. Der
neue Impfstoff "RD-3" soll ab Frühjahr 2006 für klinische Versuche zur
Verfügung stehen. Das teilte heute die EU-Kommission mit. Der
Durchbruch, der der Expertengruppe FLUPAN aus dem Vereinigten
Königreich, Italien und Norwegen in Zusammenarbeit mit dem Sanofi
Pasteur Institut in Frankreich gelang, wurde über das Europäische
Forschungsrahmenprogramm finanziert, heißt es in einer
Presseinformation. Bislang konzentrierten sich die Forschungen auf
H5N1, den gefährlichsten Virus der Vogelgrippe. Im Bericht des
FLUPAN-Projektes wird jedoch festgestellt, dass auch der H7 Virus von
Geflügel auf den Menschen übertragen werden kann. Das
Forschungsprojekt wird von der EU finanziell unterstützt und stellt
die Fähigkeit Europas unter Beweis, einen sicheren und effektiven
Impfstoff gegen den Vogelgrippevirus zu entwickeln.

Da das H7N1-Virus für den unmittelbaren Gebrauch in der herkömmlichen
Grippeimpfstoffherstellung zu gefährlich war, wurde es mittels der
reversen Gentechnologie modifiziert und "sicher" gemacht. Der
"maßgeschneiderte" RD-3-Virus absolvierte die internationalen
Sicherheitstests erfolgreich und wird nun von Sanofi Pasteur zur
Herstellung eines Impfstoffs eingesetzt.

Bei dem Virus H7 wird das Risiko, sich als pandemieauslösender
Influenzastamm zu erweisen, als geringer eingestuft als bei dem
H5N1-Virus. Die FLUPAN-Forschung zum H7-Virus wird sich jedoch
sicherlich als wertvoll für die künftige Entwicklung von
Pandemieimpfstoffen erweisen.







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gaby
28.10.2005, 08:12
Landkreis Demmin: Kontrolle zur Vogelgrippe wird schärfer
- 28.10.2005


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Demmin (aho) - Der Großteil der etwa 1300 Tierhalter im Landkreis
Demmin hält sich an die Bundesverordnung zur Prophylaxe und Bekämpfung
der Vogelgrippe. Das teilte der Leiter des Veterinäramtes, Rolf
Pietschke, gestern in einem Pressegespräch mit. Nur sechs "schwarze
Schafe", also weniger als ein Prozent, sind den Mitarbeitern des
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes bisher aufgefallen. Doch
die Vogelgrippe beschert den Veterinären viele Überstunden. Auch
melden sich immer "neue" Tierhalter, die zuvor nicht registriert
waren.

Der Aufwand ist um so viele Stunden größer, dass nun je zehn ABM-
beziehungsweise Ein-Euro-Jobber aus den drei Altkreisen Demmin,
Malchin und Altentreptow "für Begehungen dringend gebraucht werden",
sagte Pietschke. "Es fehlt nur noch der letzte Stempel darunter",
erklärte der Amtsleiter, der sich im Gespräch mit der Arge befinde,
weiter. Diese Begehungen würden sich dann nicht nur auf Haus- und
Stallbesuche beschränken, auch in der freien Natur könnten
beispielsweise verendete Vögel gefunden werden.

Nach anfänglicher Unkenntnis der Bevölkerung akzeptierten die
Veterinäre die vergangenen Tage noch Ausreden. Doch nun sei das
Stallgebot ohne Ausnahme durchzusetzen. Federvieh in der Voliere muss
monatlich vom Tierarzt auf das Virus hin untersucht werden. "Jetzt ist
der Zeitpunkt erreicht, jeder, der die Verordnungen nicht einhält,
muss mit einem Bußgeld rechnen", unterstrich Pietschke. Und das ist
nicht ohne. "Es soll wehtun", betont der Amtsleiter. Die Geldstrafen
liegen jenseits von 100 Euro. Rein rechtlich dürfen die Beamten bei
besonders schweren Fällen sogar ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro
verlangen.






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gaby
28.10.2005, 11:21
28.10.2005, 11:40 Uhr
Weiterer Vogelgrippe-Fall in Rumänien bestätigt
Bukarest (dpa) - Rumänien hat einen weiteren Fall der Vogelgrippe bestätigt. Der auch für Menschen gefährliche Virustyp H5N1 wurde bei einem Fischreiher im Osten des Landes nachgewiesen. Betroffen ist der Verwaltungskreis Vaslui an der Grenze zu Moldawien. Der Nachweis stamme aus dem europäischen Referenzlabor im britischen Weybridge, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium in Bukarest. Damit ist die Vogelgrippe in Rumänien zum ersten Mal auch außerhalb des Donaudeltas aufgetaucht.
gg

gaby
28.10.2005, 11:31
gefunden bei Freenet von Vektor cp1:

Vogelgrippevirus H5N1 bei Fischreiher in Ostrumänien bestätigt
28. Oktober 2005 10:05 Uhr

Bukarest (dpa) - Rumänien hat einen weiteren Fall der Vogelgrippe bestätigt. Der auch für Menschen gefährliche Virustyp H5N1 ist bei einem Fischreiher in Ostrumänien nachgewiesen worden, so das Landwirtschaftsministerium in Bukarest. Damit ist zum ersten Mal die Vogelgrippe in Rumänien auch außerhalb des Donaudeltas aufgetaucht. Die Vereinten Nationen warnen indes davor, als Reaktion auf die Tierseuche Geflügelimporte generell zu verbieten. Nötig sei eine Unterscheidung zwischen betroffenen und nicht betroffenen Ländern.

gaby
28.10.2005, 11:46
Vogelgrippe: Vogelkadaver nicht anfassen +++ Behörden informieren +++ Hunde anleinen
- 28.10.2005


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Kreuzlingen / Koblenz (aho) - Die Umweltbehörden der Städte
Kreuzlingen und Konstanz haben Weisungen zum Umgang mit toten
Wasservögeln erlassen. Es gibt allerdings keinerlei Anzeichen, dass
Zugvögel im Konstanzer Trichter vom Vogelgrippe-Virus befallen sein
könnten. Die Städte Kreuzlingen und Konstanz verfolgen die Entwicklung
der Ereignisse im Zusammenhang mit der Vogelgrippe genau und halten
engen Kontakt mit dem Veterinäramt des Landratsamtes Konstanz. Im
Konstanzer-Trichter befinden sich zur Zeit etwa 4.000 Wasservögel.
Darunter sind viele aus dem Norden und Osten zugezogene Zugvögel,
welche hier den Winter verbringen. Mit dem bereits angelaufenen
Wildvogelmonitoring-Programm soll ausgeschlossen werden, dass sich das
Virus der Geflügelgrippe in der Wildvogelpopulation ausgebreitet hat
und Hausgeflügelbestände sich über diesen Weg anstecken können. Es
kommt immer wieder vor, dass am Seeufer tote Wasservögel angeschwemmt
werden. Die Todesursache ist meistens Erschöpfung oder die Folge
anderer Krankheiten. In Abstimmung mit den zuständigen Veterinärämtern
werden folgende Hinweise herausgegeben: Falls tote Wasservögel
gefunden werden, sollten diese nicht angefasst, sondern unter Angabe
der genauen Fundstelle und der Anschrift des Finders der
Stadtverwaltung gemeldet werden. Diese Stellen werden unverzüglich das
korrekte Einsammeln der Vogelkadaver veranlassen. Die toten Vögel
werden unmittelbar den zuständigen Stellen zur genauen Abklärung
weitergeleitet, heißt es in einer Presseinformation.

Im Rahmen allgemeiner vorbeugender Vorsichtsmaßnahmen werden
Tierfreunde gebeten, Wasservögel nicht zu füttern und Hunde im
Uferbereich an der Leine zu führen.






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gaby
28.10.2005, 16:03
Die Info stammt von Redcap:

Die neuesten FAQ's des FLI

http://www.fli.bund.de/fileadmin/user_up...egel_051020.pdf

gaby
28.10.2005, 20:34
Ergänzung zur Geflügelpest-Schutzverordnung tritt Sonntag in Kraft
- 28.10.2005


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Berlin (aho) - Das Agrarministerium in Berlin ergreift weitere
Maßnahmen zu Schutz vor der Geflügelpest. Hierzu wird am Samstag eine
Änderungsverordnung zur Geflügelpestschutzverordnung im Bundesanzeiger
veröffentlicht. Die Verordnung tritt am Sonntag, 30. Oktober 2005, in
Kraft und dient zudem der Umsetzung von Entscheidungen der
Europäischen Kommission. Damit gelten ab dem 30. Oktober folgende
Ergänzungen zur Geflügelpest-Schutzverordnung:

· Bestimmte Vögel (z. B. Enten, Gänse, Möwen, Schnepfen, Seeschwalben,
Austernfischer, Alken) dürfen nicht als Lockvögel zur Jagd auf
Wildgeflügel benutzt werden. Ausnahmegenehmigungen durch die
zuständige Behörde sind möglich, wenn die Vögel genutzt werden, um
Wildgeflügel zum Zwecke der Probengewinnung im Rahmen der bundesweiten
Wildvogeluntersuchung ("Wildvogelmonitoring") anzulocken.

· Wer Geflügel nicht ausschließlich in Ställen hält, muss
sicherstellen, dass die Tiere nur an Stellen gefüttert werden, die für
wildlebende Zugvögel nicht zugänglich sind, dass die Tiere nicht mit
Oberflächenwasser, zu dem wildlebende Zugvögel Zugang haben, getränkt
werden und dass Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen
Geflügel in Berührung kommen kann, für wildlebende Zugvögel
unzugänglich aufbewahrt werden.

· Die Durchführung von Geflügelmärkten, Geflügelschauen,
Geflügelausstellungen oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten
(Geflügel = Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane,
Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse). Die zuständige Behörde kann
Ausnahmen genehmigen, wenn sichergestellt ist, dass das Geflügel in
den 14 Tagen unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung in geschlossenen
Ställen gehalten und längstens zwei Tage vor der Veranstaltung im
Bestand klinisch tierärztlich untersucht worden ist.

· Die zuständige oberste Landesbehörde kann im Einzelfall im Benehmen
mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und
Landwirtschaft auf der Grundlage einer Risikobewertung des nationalen
Referenzlabors für Geflügelpest am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
die Impfung der für Geflügelpest empfänglichen Vogelarten in
Zoologischen Gärten oder ähnlichen Einrichtungen genehmigen.






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gaby
01.11.2005, 10:40
H5-Influenzavirus bei Wildenten in Kanada
- 01.11.2005


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Ottawa (aho) - In Kanada wurde bei einem landesweiten Wildvogelmonitoring
bei 28 Wildenten in der Provinz Quebec und fünf in der Provinz Manitoba ein
H5-Influenzavirus festgestellt. Das teilte die Canadian Food Inspection
Agency am Montag der Presse mit. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob es
sich um das gefürchtete H5N1 - Influenzavirus handelt, welches seit 2003 für
verheerende Verluste in der Geflügelwirtschaft Asiens verantwortlich ist.
Insgesamt wurden in sieben kanadischen Provinzen 4.800 Wildvögel untersucht.

Kanada wurde im Jahr 2004 von einem H7-Virus heimgesucht. In British
Columbia mussten 17 Millionen Federtiere zur Seuchenbekämpfung getötet
werden.





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gaby
01.11.2005, 10:40
Japan: Geflügelpestverdacht auf Entenfarm
- 01.11.2005


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Osaka / Taipei (aho) - Auf einer Entenfarm in Osaka im Westen Japans haben
vorläufige Tests einen Verdacht auf Geflügelpest (Vogelgrippe) ergeben. Das
berichtet die Zeitung "The China Post" in Taipeh. Bei zehn Enten sei ein
Influenzavirus vom Typ A festgestellt worden. In weiteren Untersuchungen
müsse nun das Virus exakt bestimmt werden, wird Tadayoshi Nakai von der
örtlichen Landwirtschaftsbehörde zitiert.





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gaby
01.11.2005, 15:20
Arne hat einen Artikel gefunden in dem ganz offen über eine evtl. Aufstallung im Frühjahr gesprochen wird.
Ich denke nicht das es dazu kommt, aber wir wollen ja vorgewarnt sein.

http://www.ftd.de/pw/in/28643.html

gg

gaby
01.11.2005, 19:21
Flocke hat da was gefunden:
http://www.zeit.de/wissen/medizin/sars/index
Bitte kritisch lesen, manches ist nur mit Vorsicht zu genießen, im Großen und Ganzen aber recht informativ.
gg

gaby
04.11.2005, 07:04
04.11.2005, 07:31 Uhr
Neue Vogelgrippe-Fälle in Asien
Erneute Ausbrüche der Vogelgrippe: Zum vierten Mal in knapp drei Wochen meldeten Chinas Behörden einen neuen Fall. Laut Landwirtschaftsministerium in Peking sind sechs Kreise in der nordostchinesischen Provinz Liaoning betroffen. 370.000 Tiere wurden notgeschlachtet.
Experten vermuteten, dass Zugvögel das Virus verbreitet haben könnten. Auch im Norden Vietnams gibt es drei neue Ausbrüche. Eine schwangere Frau wurde mit Symptomen der Vogelgrippe in einem Krankenhaus isoliert.

gaby
04.11.2005, 11:27
Vietnam: 4.000 Federtiere an Geflügelpest verendet
- 04.11.2005


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Hanoi (aho) - In der im Norden Vietnams gelegenen Provinz Bac Giang sind
nach Angaben aus der Veterinärverwaltung der Provinz 4.000 Hühner, Enten und
Gänse an Geflügelpest verendet. Die betroffenen Gemeinden Yen Lu, Van Trung
und Tang Tien liegen etwa 70 Kilometer nördlich von Hanoi.

Dida Connor, Sprecherin der WHO (World Health Organisation) in Hanoi
bezeichnete die Ausbrüche gegenüber Medienvertretern als beunruhigend. Man
rechne im Zeitraum von Dezember bis Januar wegen der fallenden Temperaturen
mit weiteren Fällen von Geflügelpest (Vogelgrippe).





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gaby
05.11.2005, 20:26
Intervet-Infoseiten zur Aviären Influenza
- 05.11.2005


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(aho) - Die Gefährdung der einheimischen Geflügelbestände durch eine
Einschleppung der Aviären Influenza (Klassische Geflügelpest /
"Vogelgrippe") über Wildvögel aus Asien nimmt von Woche zu
Woche zu, da der Erreger derzeit schon bis in den westlichen Teil
Russlands, zum Donaudelta und nach Kroatien vorgedrungen ist.
Gleichzeitig ist der Wildvogelzug in Richtung Westeuropa in vollem
Gange.
Aktuelle Informationen zur Verbreitung, den Ursachen und möglichen
Bekämpfungsmaßnahmen der Aviären Influenza finden sich auf der
englischsprachigen Website des bekannten Tierarzneimittel - und
Impfstoffherstellers Intervet unter www.avian-influenza.com.

Auf der deutschsprachigen Seite www.intervet.de gibt es
unter "News - Fokusthemen - Aviäre Influenza" einen umfassenden
Beitrag zum Themenkomplex "Geflügelpest" und neue Meldungen zum
aktuellen Stand der Tierseuche.





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gaby
05.11.2005, 20:28
Wildvögel als Frühwarnsystem für Aviäre Influenza
- 05.11.2005


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(idw) - Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) testet wöchentlich rund 100
Tupfer- und Organproben von Wildvögeln auf Influenzaviren. Die Proben,
die u.a. aus dem derzeit bundesweit durchgeführten Wildvogelmonitoring
stammen, waren in der Erstuntersuchung in den Untersuchungsämtern der
Länder auffällig und werden nun im nationalen Referenzlabor für die
aviäre Influenza am FLI nachuntersucht. Im Rahmen der Maßnahmen gegen
die Geflügelpest gibt das Wildvogelmonitoring wertvolle Informationen
über die bei Wildvögeln derzeit bei uns vorkommenden Influenzaviren.
Es dient gleichzeitig als Frühwarnsystem für eine etwaige
Einschleppung der asiatischen Geflügelpest. Obwohl wie erwartet eine
Vielzahl von aviären Influenzaviren in Wildvögeln nachgewiesen wurden,
wurde bis jetzt kein Virus vom Typ H5N1 gefunden.

Wildvögel, insbesondere wilde Wasservögel wie Enten und Gänse, sind
das natürliche Reservoir für gering pathogene Influenzaviren. Diese
Viren rufen beim Hausgeflügel keine oder nur milde Erkrankungen
hervor. Die Wildvögel stellen aufgrund der Reservoirfunktion ein
Frühwarnsystem für die Einschleppung potentiell gefährlicher
Influenza-A-Viren dar.

Um einheimisches Geflügel vor einer möglichen Übertragung durch
Wildvögel zu schützen, wird neben dem geltenden Aufstallungsgebot ein
erweitertes Monitoring von Wildvögeln durchgeführt. Zu den
untersuchten Arten gehören vorrangig im Zug befindliche Enten- und
Gänsearten. Das Beprobungsprogramm stützt sich auf
Beringungsstationen, Naturschutzbehörden und Jäger. Sie entnehmen nach
Anweisung der zuständigen Veterinärbehörde oder des FLI Proben wie
Rachen- und Kloakentupfer oder Kot. Die Proben werden in einem
speziellen Transportgefäß an die zuständige Untersuchungseinrichtung
geschickt und dort auf Influenzaviren getestet. Auffällige Proben
werden dann am nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems
nachuntersucht und genauer charakterisiert.

Das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza des FLI testet
bereits seit 2001 verstärkt Proben aus dem Wildvogelmonitoring in den
deutschen Zugvogelrastgebieten. In enger Zusammenarbeit mit
Beringungszentralen, ehrenamtlichen Vogelberingern, Jägern und
freiwilligen Helfern wurden seitdem rund 4000 Rachen- und
Kloakentupferproben von über 75 Wildvogelarten gesammelt und
untersucht. Die Wissenschaftler fanden bis jetzt 44 Influenzaviren von
insgesamt 8 verschiedenen Subtypen.

Mit zwölf Proben traten am häufigsten Viren des Subtyp H10 auf, neun
Proben enthielten Subtyp H2, je sieben Proben H3 und H4. Auch vier
Virenstämme des Subtypen H5 wurden festgestellt, darunter einmal H5N2
und dreimal H5N3. Außerdem kamen noch je zweimal die Subtypen H7 und
H13 sowie einmal H11 vor.

Alle Virusisolate sind gering pathogen und für Geflügel und Menschen
ungefährlich. Der hoch pathogene Erreger der Geflügelpest H5N1, die
derzeit Asien grassiert, wurde in Deutschland bis heute nicht
nachgewiesen.




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gaby
05.11.2005, 20:31
Thailand weiterhin von Geflügelpest heimgesucht
- 05.11.2005


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Bangkok / Paris (aho) - In Thailand sind weitere Fälle von Geflügelpest
(Vogelgrippe) aufgetreten. Wie das Internationale Tierseuchenamt in seiner
Wochenmeldung berichtet, wurden Fälle in den Provinzen Ang Thong, Kalasin
und Suphan Bur gemeldet. In den Provinzen Ang Thong und Kalasin betraf es
heimisches Geflügel in kleinen Hinterhofhaltungen. In der Provinz Suphan
Buri waren Legehennen, Kampfhähne und Enten betroffen





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Ich halte auch andere Info-Quellen im Auge, aber Aho ist wirklich die Beste! 8) Hier nochmal der Link: http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm

gaby
07.11.2005, 06:43
07.11.2005, 06:53 Uhr
Staatssekretär fordert Bekämpfung der Vogelgrippe vor Ort
Berlin (dpa) - Eine konsequente Bekämpfung der Vogelgrippe in den Ausbruchsländern fordert Verbraucherstaatssekretär Alexander Müller. Nur mit einer effektiven und konsequenten Tierseuchenbekämpfung vor Ort könne man das Problem an der Wurzel zu packen, sagte Müller im Vorfeld einer internationalen Expertenkonferenz in Genf. Fast 700 Vertreter internationaler Organisationen und Regierungen beraten ab heute über die Vogelgrippe. Im Mittelpunkt steht ein Aktionsplan, wie der Bedrohung durch den aggressiven Virus H5N1 begegnet werden kann.

gaby
08.11.2005, 16:45
Internationale Konferenz zur Vogelgrippe in Genf
- 07.11.2005


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(lid) - Über 500 Vertreter von internationalen Organisationen, Regierungen
und Pharmaunternehmen erarbeiten seit Montag, 7. November in Genf eine
weltweite Strategie zur Bekämpfung der Vogelgrippe. Die dreitägige Konferenz
wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der UNO-Organisation für
Ernährung und Landwirtschaft (FAO), der Weltorganisation für Tiergesundheit
(OIE) und der Weltbank organisiert, berichtet die Nachrichtenagentur SDA.
Diese Grippe komme, auch beim Menschen, sagte WHO-Direktor Lee Jong-wook bei
der Eröffnung der Konferenz. Man wisse nicht, wann das Virus H5N1 von Mensch
zu Mensch übertragbar sein werde. Man wisse aber, dass es passieren wird.
"Dafür sind wir nicht bereit", mahnte der WHO-Verantwortliche.

Ziel des Treffens ist für die WHO die Erarbeitung eines Aktionsplans zur
Bekämpfung der Krankheit bei Tieren und zur Vermeidung einer Pandemie bei
Menschen. Die Konferenz soll die dazu nötigen finanziellen Mittel
bestimmten. Diskutiert wird unter anderem die Schaffung eines globalen Fonds
nach dem Modell des Fonds gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Nach Angaben
der Weltbank soll der Fonds 300 bis 500 Millionen Dollar (392 bis 654 Mio.
Franken) sammeln. Damit sollen vor allem die Geflügelzüchter entschädigt
werden und ein Anreiz geschaffen werden, um die sanitären und veterinären
Dienstleistungen zahlreicher Länder zu verbessern.

Die Schweizer Delegation wird laut SDA von Gaudenz Silberschmidt,
Vizedirektor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) geleitet. Hans Wyss,
Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET), sowie Vertreter des
Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) und der Direktion für Entwicklung und
Zusammenarbeit (DEZA) nehmen ebenfalls teil.




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gaby
09.11.2005, 18:22
09.11.2005, 18:48 Uhr
Vogelgrippe kostet rund eine Milliarde Dollar
Genf (dpa) - Die Vogelgrippe wird die Welt in den kommenden drei Jahren rund eine Milliarde Dollar kosten. Dazu zählen unter anderem die Tötung von Geflügel und der Aufbau eines weltweiten Alarmsystems. Nicht darin enthalten sind die Mittel für die Entwicklung von Impfstoffen oder die Entschädigungen für betroffene Landwirte. Das teilte die Weltbank zum Ende einer internationalen Konferenz in Genf zur Vogelgrippe mit. Mit einem Aktionsplan soll die Seuche eingedämmt und die Mutation des tödlichen Viris H5N1 verhindert werden.

gaby
09.11.2005, 18:55
China: Geflügelpestausbruch außer Kontrolle
- 09.11.2005


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Peking (aho) - Obwohl in der chinesischen Provinz Liaoning jetzt schon 6
Millionen Hühner, Enten und Gänse zur Seuchenbekämpfung getötet wurden, ist
der Ausbruch der Geflügelpest noch nicht unter Kontrolle. Wie die amtliche
chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, nähert sich die Situation
einem "Desaster", da angeblich gefälschte und qualitative minderwertige
Impfstoffe eingesetzt wurden.

gaby
10.11.2005, 06:37
10.11.2005, 07:04 Uhr
China gibt neue Fälle von Vogelgrippe bekannt
Peking (dpa) - Die chinesische Regierung hat weitere Fälle des gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 in zwei Regionen bestätigt. Rund 1100 Hühner seien an der Krankheit verendet, teilte das Agrarministerium mit. 500 000 Vögel seien vorsorglich getötet worden. Die Weltgesundheitsorganisation will Experten in die chinesische Hunan-Provinz entsenden, wo nach offiziellen Angaben drei Menschen an Lungenentzündung erkrankt sind. Alle drei Patienten sollen Umgang mit Hühnern gehabt haben, die am H5N1-Virus starben.

gaby
10.11.2005, 15:39
Geflügelpest in Kuwait entdeckt
- 10.11.2005


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Kuwait (aho) - Die Geflügelpest (Vogelgrippe) hat den Persischen Golf
erreicht. Als erster Staat der Region meldete Kuwait am Donnerstag
zwei Fälle. Ein verendeter Wildvogel sei am Strand entdeckt worden,
sagte Landwirtschafts- und Fischereiminister Scheich Fahd Salem Al Ali
Al Sabah. Zudem sei ein importierter infizierter Vogel am Flughafen
entdeckt worden.

Ersten Tests zufolge trugen beide Tiere einen H5 - Influenzavirus,
noch sei allerdings unklar, ob es sich auch um das gefürchtete H5N1 -
Virus handele. Experten von WHO und FAO hatten mehrfach die
Befürchtung geäußert, dass das H5N1 - Virus über den Persischen Golf
nach Afrika gelangen können.





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gaby
10.11.2005, 21:00
Von Hühnerknecht:

Geflügelvirus in Italien ist harmlos

Entwarnung in Italien: Das Vogelgrippevirus H5N1, das bei einer Wildente entdeckt wurde, gehört zu einem ungefährlicher Stamm. "Auch wenn der Name H5N1 der gleiche ist, handelt es sich hierbei doch um ein isoliertes und völlig anderes Virus", hieß es aus Kreisen des Gesundheitsministeriums. Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen einer hoch pathogenen, das heißt stark krankmachenden, und einer niedrig pathogenen Form. Die zweite Variante des Erregers ist bei europäischen Wasservögeln keine Seltenheit.

http://onnachrichten.t-online.de/c/60/45/65/6045654.html

gaby
11.11.2005, 19:32
von Dominik


Vogelgrippe erreicht Nahen Osten
[Von ftd.de, 15:53, 11.11.05]
Der auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus-Typ H5N1 ist in Kuwait festgestellt worden. Damit hat das Virus nach Asien und Osteuropa auch den Nahen Osten erreicht. In Vietnam und China breitet sich die Krankheit aus.


Kuwaitische Behörden teilten am Freitag mit, Tests hätten das Virus bei einem Flamingo nachgewiesen, der als Zugvogel an der Südküste des Golfstaats gelandet sei. Bei einem zweiten wegen Infektionsverdachts getöteten einheimischen Vogel sei der weniger gefährliche Strang H5N2 festgestellt worden. Mit dem Typ H5N1 können sich auch Menschen infizieren. In Asien sind daran bislang mehr als 60 Patienten gestorben. Experten befürchten, dass das Virus durch Veränderungen auch die Fähigkeit erlangt, so leicht wie eine Grippe von Mensch zu Mensch überzuspringen. In diesem Fall rechnen sie mit einer Pandemie und Millionen Toten weltweit. Kuwait hatte die Vogelgrippe bereits vor einigen Wochen bei einem Tier entdeckt, das mit einer Sendung exotischer Vögel aus Asien am Flughafen Kuwait angekommen war. Es ließ damals alle Vögel aus dem Transport töten.

aus http://www.capital.de/ftd/artikel.html?artikel_id=805926

gaby
13.11.2005, 20:17
Geflügelpest: Neue Fälle bei Geflügel in China
- 13.11.2005


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Hongkong / Peking (aho) - In Jingshan in der zentralchinesischen
Provinz Hubei ist nach einer amtlichen Meldung der Regierung von
Hongkong die Geflügelpest (Vogelgrippe) ausgebrochen. Hongkong hat
darauf hin alle Importe von Geflügelfleisch und lebendem aus der
Provinz Hubei Geflügel verboten. Wie das chinesische Agrarministerium
am Samstag in Peking mitteilte, wurden auf einer Geflügelfarm in
Jingshan 31.000 Federtiere zur Bekämpfung der Geflügelpest vorsorglich
getötet. Zuvor waren auf dieser Farm 2.500 Tiere an Geflügelpest
verendet.

China ist derzeit bemüht, die Ausbreitung des H5N1 - Virus in sieben
Krankheitsherden zu bekämpfen, die seit Anfang Oktober entdeckt
wurden.





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Geflügelpest in zwei nordvietnamesischen Provinzen
- 13.11.2005


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Hanoi (aho) - In den im Norden Vietnam liegenden Provinzen Hung Yen
und Ninh Binh ist in mehreren Dörfern die Geflügelpest ausgebrochen.
Wie vietnamesische Medien berichten, wurden auf behördliche Anordnung
etwa 10.000 Federtieren getötet.

gaby
15.11.2005, 18:56
von Corina gefunden:


china will milliarden Hühner impfen

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VOGELGRIPPE

China will Milliarden Hühner impfen

In mehreren Ländern Südostasiens ist man fieberhaft mit Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe beschäftigt. In China sollen gigantische Massenimpfungen stattfinden, in Vietnam sollen Geflügelbestände ganzer Städte geschlachtet werden. Indonesien bittet die Weltgemeinschaft um Hilfe.

In China sei man dabei, "das gesamte Geflügel im Land zu impfen", sagte ein Sprecher der Behörde für Tiergesundheit. Von der Kampagne sind 14 Milliarden Tiere betroffen, das sind 21 Prozent allen Geflügels auf der Welt.



AP
Vietnamesischer Premierminister Phan Van Khai auf Hühnerfarm: "Gefahr minimieren"
Die Food and Agriculture Organisation der Uno (FAO) hat betroffene Länder zu solchen Massenimpfungen ermuntert, gleichzeitig aber auch andere Kontrollmethoden wie Massenschlachtungen oder kontrollierte Umsiedlung von Geflügelbeständen angeregt. Im Verlauf des letzten Monats waren in China zwei erneute Ausbrüche der Vogelgrippe in Zuchtbetrieben bekannt geworden.

Mit drastischen Maßnahmen will auch die Regierung von Vietnam gegen die Ausbreitung der Vogelgrippe vorgehen. In Ho-Tschi-Minh-Stadt und der Hauptstadt Hanoi sollen bis zum kommenden Montag alle Hühner getötet werden, die in bestimmten Stadtteilen gehalten werden. Die Regierung will den Eigentümern etwa die Hälfte des aktuellen Marktwertes ersetzen, wenn sie jetzt schlachten. Wer sich aber nicht an die Frist hält, soll keinerlei Kompensation für die dann zwangsweise getöteten Tiere erhalten.


VOGELGRIPPE
Infografik:
Die Ausbreitung der Vogelgrippe




"Wir hoffen, dass die Entfernung lebendigen Geflügels aus der Stadt dabei helfen wird, die Gefahr zu minimieren, dass sich Menschen mit der Vogelgrippe anstecken", sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde von Ho-Tschi-Minh-Stadt. Eine Pandemie könne jederzeit ausbrechen.

Den Behörden machen offenbar vor allem inoffizielle Hühnerfarmen auf Hinterhöfen sorgen. In Hanoi sollen Farmer, die in den Außenbezirken Hühner züchten, von der Schlachtorder ausgenommen werden. China schickte nach Angaben der Agentur Xinhua 45 Tonnen Impfstoff für Geflügel nach Vietnam.

EU-Kommissar Markos Kyprianou mahnte bei einem Besuch in Indonesien unterdessen, die internationale Gemeinschaft müsse dem Land bei der Bekämpfung der Seuche helfen. Das indonesische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass zur Bekämpfung der gefährlichen Virusvariante H5N1 bis zum Jahr 2008 130 Millionen Dollar benötigt werden. Agrarminister Anton Apriyantono sagte, man würde lieber Ausrüstung, Experten und Forschungshilfen annehmen als Geld.

Im Augenblick bereiten sich in dem Land Tausende Soldaten darauf vor, einzelne Häuser auf erkrankte Vögel zu durchsuchen. Kyprianou sagte, Indonesien habe "einen Plan und den politischen Willen, sein Vogelgrippe-Problem in den Griff zu bekommen", das Land brauche aber "internationale Unterstützung".

www.spiegel.de

gaby
15.11.2005, 18:59
nochmal aus anderer Quelle:

China will 5 Milliarden Federtiere gegen Geflügelpest impfen
- 15.11.2005


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Peking (aho) - Um die in China grassierende Geflügelpest (Vogelgrippe)
endgültig einzudämmen, beabsichtigt die chinesische Regierung, alle 5
Milliarden Stück Geflügel des Landes zu impfen. Das meldet die
staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den
chinesischen Chef-Veterinär Jia Youling. Die Kosten sollen von der
Regierung getragen werden. In China werden aktuell 5,2 Milliarden
Federtiere gehalten. Die Jahresproduktion wird auf 14 Milliarden Tiere
geschätzt, was etwa 21 Prozent der Weltgeflügelproduktion entspricht.

Wie das chinesische Agrarministerium heute mitteilte, würden in
verschiedenen Produktionsanlagen täglich etwa 100 Millionen Dosen
Geflügelpestimpfstoff produziert.





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gaby
17.11.2005, 04:03
Erste Chinesen an Vogelgrippe erkrankt
Peking meldet der Weltgesundheitsbehörde drei Fälle - Die Betroffenen hatten Kontakt zu infizierten Hühnern
von Johnny Erling



Peking - China hat erstmals der Weltgesundheitsorganisation (WHO) menschliche Erkrankungen an der Vogelgrippe gemeldet. Die Infektion mit dem H5N1-Virus sei festgestellt worden, berichtete das chinesische Gesundheitsministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua.


Das Ministerium nannte zwei Fälle in der zentralchinesischen Provinz Hunan und einen Fall in Ostchinas Provinz Anhui. Die Erkrankung traf eine Zwölfjährige aus Hunan, die inzwischen gestorben ist und ihren neunjährigen, inzwischen wieder gesunden Bruder und eine ebenfalls gestorbene 24jährige Farmarbeiterin aus Anhui. Alle drei hatten Kontakt mit infizierten Hühnern. Bei allen drei hatten Chinas Behörden anfangs die Infektion abgestritten und von Lungenentzündungen gesprochen.


Die genaue Erkrankung der Zwölfjährigen ist allerdings nach Ansicht der WHO noch ungesichert, da sie nach ihrem Tod sofort eingeäschert wurde.


Auch das Gesundheitsministerium wollte gestern nur zwei Fälle, die des Jungen und der 24jährigen Farmarbeiterin, als medizinisch nachgewiesene Infektionen bestätigen.


Beide Provinzen Hunan und Anhui wurden in den vergangenen Wochen von Zugvögeln überflogen und meldeten mehrere Ausbrüche der Infektion. Insgesamt sind seit dem 19. Oktober neuinfizierte Vogelbestände aus acht der 31 Provinzen Chinas gemeldet worden. Alle befallenen Tiere wurden getötet, alles Geflügel im Umkreis von drei Kilometern notgeschlachtet. China hat bereits Dutzende Millionen Hühner, Enten und Gänse getötet, ohne die Ausbreitung der Vogelinfektion stoppen zu können. Extreme Sicherheitsmaßnamen sind in allen Großstädten angeordnet worden, wo kein lebendes Geflügel mehr gehandelt oder transportiert werden darf. Am Dienstag und Mittwoch wurden erstmals auch Ausbrüche der Vogelseuche aus dem Umkreis von Urumqi in Nordwestchina gemeldet.


Der Pekinger Staatsrat trat gestern zu einer Krisensitzung zusammen, um die neue Lage zu analysieren. Nach wie vor gibt es aber keinen Hinweis auf eine Ansteckung zwischen Menschen. Die Lage der Tierzucht habe sich seit Herbst aber immer dramatischer entwickelt. Damit wird die Vogelgrippe zu einer Bedrohung der Tier- und Landwirtschaft, von der immer noch zwei Drittel der Menschen Chinas abhängig sind.


Das Thema Vogelgrippe und die gemeinsame Abwehr einer möglichen Weltepidemie wird auch eines der wichtigsten Themen auf der heute beginnenden Apec-Sitzung in Südkorea sein. Washington und Peking wollen zudem die Epidemievorsorge in ihren Sicherheitsdialog aufnehmen.


Chinesische und internationale Tier- und Seuchenexperten sind über die Lage in China besonders beunruhigt, weil 60 Prozent des Geflügels von Einzelhaushalten im Land verstreut gehalten wird und damit unkontrollierbar ist. Das Land züchtet über das Jahr 14,2 Milliarden Stück Geflügel, ein Fünftel des Federviehs in der gesamten Welt. Darunter sind 3,7 Milliarden Wasservögel wie Enten oder Gänse. Deren Zahl macht sogar 76 Prozent unter den Wasservögeln in der Welt aus. Die Möglichkeiten für Ansteckungen seien daher sehr hoch. Pekings Staatsrat hatte am Montag die Impfung für mehr als vier Milliarden Stück Geflügel angeordnet.


China steht derzeit auch deshalb unter erhöhter Alarmbereitschaft, weil drei der acht weltweiten Vogelflugrouten durch sein weites Gebiet führen. Von November bis Januar fliegen Asiens Vögel zur Überwinterung von Norden nach Süden. Die Wintermonate sind in China zugleich auch die Zeit für normale Grippe-Erkrankungen. Damit sind alle Bedingungen für eine mögliche Mutation des Virus vorhanden.


Artikel erschienen am Do, 17. November 2005



Quelle: yahoo

gaby
17.11.2005, 08:59
17.11.2005, 09:10 Uhr
Zwei Tote durch Vogelgrippe in Indonesien
Jakarta (dpa)- In Indonesien sind erneut zwei Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Das hat die Weltgesundheitsorganisation bestätigt. Insgesamt starben in dem Land damit sieben Menschen an dem Virus H5N1. Bei den beiden neuen Opfern handelte es sich um zwei Frauen. Sie waren von einem Hongkonger Laboratorium positiv auf die Vogelgrippe getestet worden.

gaby
19.11.2005, 10:29
Kanada: H5 - Influenzavirus bei Ente im Fraser Valley
- 19.11.2005


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Victoria (aho) - In der kanadischen Provinz British Columbia wurde bei
einer Ente auf einer Entenfarm im Fraser Valley ein H5 -
Influenzavirus nachgewiesen. Wie die Provinzverwaltung mitteilt, sei
die Farm isoliert worden. Weitere Untersuchungen sollen den Virustyp
näher bestimmen. Die Region wurde im Jahre 2004 von einen verheerenden
Geflügelpestausbruch durch ein hochpathogenes H7N3-Influenzavirus
heimgesucht.





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gaby
19.11.2005, 19:32
Das ist jetzt mal richtig interessant (gefunden von Ulinne):

DUISBURGER UNTERNEHMEN
Erster Vogelgrippe-Schnelltest entwickeltveröffentlicht: 19.11.05 - 14:56

Duisburg (rpo). Ein Unternehmen aus Duisburg hat nach eigenen Angaben den weltweit ersten Vogelgrippe-Schnelltest entwickelt. Innerhalb von sieben Stunden könne sowohl bei Tieren als auch bei Menschen das Virus nachgewiesen werden.
Es handele sich um einen DNA-Test für den Vogelgrippe-Erreger H5N1, teilte die Firma Genekam am Samstag in Duisburg mit. Das Verfahren könne weltweit auch in kleineren Labors günstig angewendet werden.

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/medizin/116326

gg

gaby
19.11.2005, 19:33
Weitere Fälle von Geflügelpest in Thailand
- 19.11.2005


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Bangkok/Paris (aho) - Auch aus Thailand werden wieder Fälle von
Geflügelpest (Vogelgrippe) gemeldet. Nach einer Meldung des
Internationalen Tierseuchenamtes in Paris wurde die Seuche in den
Provinzen Nontha Bur und Samut Prakan bestellt. In der Provinz Nontha
Bur betraf es laut Tierseuchenamt eine Hinterhofhaltung mit 86
Hühnern. In der Provinz Samut Prakan waren es eine landestypische
Entenfreilandhaltung mit 1.800 Tieren und eine Hinterhofhaltung mit 45
Hühnern.




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gaby
19.11.2005, 19:33
Japan: H5N2 - Influenzavirus bei Hühnern
- 19.11.2005


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Tokio/Paris (aho) - In der japanischen Präfektur Ibaraki wurde auf
einem Geflügelbestand in der Stadt Ogawa ein H5N2 - Influenzavirus
festegestellt. Nach Informationen des Internationalen Tierseuchenamtes
in Paris zeigten die 950.000 Hühner zeigten keine
Krankheitserscheinungen. Die Ställe wurden isoliert. Die Tiere sollen
getötet werden.





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gaby
20.11.2005, 09:36
Kanada: H5N1 - Influenzavirus bei Wildenten
- 20.11.2005


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Winnipeg (aho) - Bei einer Untersuchung von Zugvögeln wurden in der
kanadischen Provinz Manitoba zwei Wildenten entdeckt, die mit einem
H5N1 - Influenzavirus infiziert waren. Das teilte die
Provinzverwaltung von Manitoba am Samstag mit. Es handelt sich demnach
aber nicht um das H5N1 - Virus, welches zur Zeit in Asien und
Osteuropa verheerende Schäden in der Geflügelhaltung verursacht. Die
Provinzverwaltung versichert, dass von dem Virus weder eine Gefahr für
Tiere als auch für Menschen ausgeht. Gleichzeitig werden die
Geflügelhalter aufgefordert, ihre Bestände weiterhin vor dem direkten
und indirekten Kontakt mit Wildvögeln zu schützen.

In Manitoba wurden in 2005 im Rahmen eines nationalen
Überwachungsprogramms bei 548 beprobten Zugvögeln in 92 Proben ein
Influenzavirus nachgewiesen. Hiervon handelte es sich bei fünf
Isolaten um ein H5 - Influenzavirus, heißt es in einer
Pressemitteilung.




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gaby
22.11.2005, 04:15
Ab 1. Dezember können wieder Geflügelausstellungen genehmigt werden
- 21.11.2005

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Stuttgart (aho) - "Vor dem Hintergrund der bislang negativen
Untersuchungsergebnisse, dem bundesweiten Ablauf der
Aufstallungspflicht zum 15. Dezember 2005 und den positiven
Erfahrungen der Bundesländer mit der Genehmigungspraxis, ist es
vertretbar, Geflügelausstellungen in Baden-Württemberg unter
Einhaltung der besonderen Sicherheitsbestimmungen der
Geflügelpestüberwachungsverordnung zum 1. Dezember 2005 auf Antrag
wieder zu genehmigen", erklärte der baden-württembergische Minister
für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Montag (21.
November) bei einem Informationsbesuch des Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamts in Fellbach bei Stuttgart. Die Zulassung
von Rassegeflügel zu einer Ausstellung, so Hauk , könne dann erteilt
werden, wenn die Tiere mindestens 14 Tage vor der Ausstellung im
geschlossenen Stall gehalten wurden und längstens zwei Tage vor der
Ausstellung eine tierärztliche Untersuchung stattgefunden habe, wie
dies in der bisherigen Fassung der Geflügelpestüberwachungsverordnung
vorgesehen ist.

Die Bundes-Eilverordnung verfügt eine Aufstallungspflicht bis zum 15.
Dezember. "Es sieht so aus, als könne dies auch wie vorgesehen dann am
15. Dezember aufgehoben werden", sagte Hauk . Nach Einschätzung des
nationalen Referenzlabors, dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der
Insel Riems , sei eine Verlängerung der Aufstallungspflicht über den
15. Dezember hinaus derzeit nicht erforderlich. Die Gefährdungslage
könnte sich aber mit dem Rückzug der Zugvögel wieder verschärfen.
"Spätestens im Frühjahr ist eine erneute Risikoeinschätzung unter
Bewertung der Seuchenlage in den betroffenen Ländern, der Flugrouten
des Vogelzuges sowie unter Einbeziehung der Monitoringergebnisse vor
Ort erforderlich", betonte Minister Hauk .
Minister Hauk informierte sich bei seinem Besuch des Chemischen und
Veterinäruntersuchungsamts über Ablauf und Erfahrungen der
Wissenschaftler mit den Untersuchungen und Beobachtungen des Wild- und
Hausgeflügelmonitorings in Baden-Württemberg. Als sogenanntes
Frühwarnsystem werden seit September 2005 bundesweit Untersuchungen
des Wildvogelbestandes durchgeführt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf
der Untersuchung von freilebendem Wassergeflügel, insbesondere
Wildenten, die als wichtigstes Reservoir des Erregers gelten, jedoch
nur selten erkranken. In Baden-Württemberg werden die Wildenten anhand
der Jagdstrecke in drei Schwerpunktregionen am Bodensee, Oberrhein und
an der Donau verstärkt beprobt. Diese Gebiete spielen nach
Einschätzung der Vogelwarte Radolfzell auch als Rast- bzw.
Überwinterungsgebiet von Zugvögeln aus den von der Geflügelpest
betroffenen westlichen Gebieten Russlands eine Rolle. Die
Probenentnahme erfolgt mittels Kloakentupfer, einer einfachen Methode.
Bei positiven oder fraglichen Testergebnissen der
Screeninguntersuchungen erfolgen Abklärungsuntersuchungen,
insbesondere die Typisierung der Influenzaviren, am nationalen
Referenzlabor, dem Friedrich-Löffler-Institut ( FLI ) auf der Insel
Riems . Bislang wurden neun Wildvogelproben aus Baden-Württemberg am
FLI abgeklärt. Es wurde jedoch noch kein Influenzavirus vom
gefährlichen Typ H5N1-Asia festgestellt.

Diese Untersuchungsergebnisse sind notwendig, um einen Überblick über
den Gesundheitsstatus der Wildvogelpopulation zu erhalten und um eine
mögliche Infektion durch Zugvögel frühzeitig zu erkennen. "Für die
Beschaffung und Entnahme des Probenmaterials zählen wir auf die
bewährte Unterstützung durch die Jagdausübungsberechtigten und die
Mitglieder der Vogelschutzverbände", betonte Minister Hauk und
forderte gleichzeitig nochmals dazu auf, die Probeneinsendung während
der laufenden Jagdsaison bis Mitte Januar 2006 noch zu intensivieren.

"Beim Wildvogelmonitoring wurden in Baden-Württemberg aus den
ausgewiesenen Kontrollgebieten 171 Enten untersucht, landesweit liegt
die Probenzahl unter Einbeziehung weiterer Wildvogelarten bereits bei
derzeit 284 Tieren", informierte Hauk . So wurden beispielweise auch
Schwäne, Blesshühner, Gänse, verschiedene Singvögel, andere
Wasservogelarten und einzelne Greifvögel untersucht.

"Nach Einschätzung der Vogelwarte Radolfzell ist am Bodensee das
Maximum des Zuzuges von Wasservögeln für diese Herbstsaison bereits
abgeschlossen. Am Oberrhein ist der Vogelzug derzeit noch im Gange",
erläuterte Hauk . So seien relevante Arten wie Gänse und Enten am
Oberrhein teilweise erst in den nächsten Wochen in größerer Zahl zu
erwarten: Die hier überwinternden Saatgänse aus der Tundra Russlands
kommen vor allem im Dezember an den Oberrhein oder auf die Baar und
verbleiben bis Anfang März.

Im Rahmen der bundesweiten Aufstallungspflicht für Nutzgeflügel in
Auslaufhaltung wurden in Baden-Württemberg nur 50
Ausnahmegenehmigungen erteilt. Diese Betriebe unterliegen einer
weitergehenden Untersuchungspflicht mittels Blutproben, der sich
jedoch auch weitere Geflügelhaltungen auf freiwilliger Basis
angeschlossen haben. Bisher wurden bereits 1520 Proben von
Nutzgeflügel mit negativem Ergebnis untersucht.





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gaby
22.11.2005, 22:03
Vogelgrippe: Zweifel an Chinas Informationen
- 22.11.2005


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(lid) - Bisher sind an der Vogelgrippe in Südostasien 71 Menschen
gestorben. Die meisten kamen aus Thailand, Indonesien und Vietnam.
Zwei Todesfälle wurden nach offiziellen Angaben in China registriert.
Jetzt gebe es Hinweise darauf, dass in Wirklichkeit China der
Spitzenreiter ist. Die Welt würde systematisch belogen, beschreibt der
japanische Influenza-Spezialist Masato Tashiro die Situation. Der
Virologe, der kürzlich im Auftrag der WHO in China unterwegs war,
hatte an der Uni Marburg einen Vortrag über Vogelgrippe gehalten.
Dabei hatte Tashiro einen Bericht gezeigt, der ihm in China
inoffiziell zugespielt wurde. Dies berichtet der deutsche
"Tagesspiegel". Tashiro habe von hunderten von nachgewiesenen
Todesfällen gesprochen und davon, dass Tausende auf Isolierstationen
gelandet seien, heißt es. Bei der WHO in Genf konnte man diese
inoffiziellen Zahlen am Montag, 21. November nicht bestätigen. Die
Weltgesundheitsinformation will aber der Sache nachgehen. Gemäss den
von Tashiro zitierten Unterlagen sei in mindestens sieben Fällen eine
Übertragung von Mensch zu Mensch wahrscheinlich.





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gaby
23.11.2005, 04:06
http://www.dieneueepoche.com/articles/2005/11/22/6608.html

von Redcap gefunden.

gaby
25.11.2005, 10:18
Kreis Borken zieht Zwischenbilanz in Sachen Vogelgrippe
- 24.11.2005


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Borken (aho) - Zunächst bis zum 15. Dezember 2005 müssen bekanntlich
die Geflügelhalter dafür sorgen, dass ihre Hühner, Truthühner,
Perlhühner, Rebhühner, Fasanen, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse
im Stall bleiben. Auf diese Weise soll in Deutschland das
Ansteckungsrisiko für heimisches Geflügel durch Zugvögel minimiert und
ein Ausbrechen der Vogelgrippe verhindert werden. Dr. Manfred Ulrich,
Veterinärmediziner im Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises
Borken, zieht nun für seinen Zuständigkeitsbereich eine erste
Zwischenbilanz: "Über 100 Geflügelhalter haben wir bisher
stichprobenweise überprüft und konnten dabei feststellen, das das
Aufstallgebot weitestgehend befolgt wird." Lediglich in vier Fällen
musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Zehn geflügelhaltende
Betriebe erhielten unter strengen Auflagen die Genehmigung, von der
Stallpflicht abzuweichen. Dort haben die Betriebsinhaber in Absprache
mit den Kreisveterinären besondere Schutzvorkehrungen zum Beispiel mit
Hilfe von Netzen getroffen, um einen Kontakt mit Wildvögeln zu
verhindern. Bisher liegen dem Kreis Borken die Ergebnisse von 120
Blutproben vor, die bei Hausgeflügel gezogen wurden, außerdem sechs
Probenergebnisse von Wildvögeln. In keinem Fall ergab sich ein Hinweis
auf Geflügelpest.




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gaby
26.11.2005, 16:08
Vogelgrippeverdacht bei einem Patienten in Israel
- 25.11.2005


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Tel Aviv (aho) - Das Israelische Gesundheitsministerium prüft nach
einem Bericht der Zeitung "Haaretz" den Verdacht auf "Vogelgrippe" bei
einem Mann (57) aus Galiläa. Der Man hatte nach Informationen der
Zeitung im "Lake Hula Naturreservat" Wildvögel gefüttert. Blutproben
und Rachenabstriche werden zur Zeit im Sheba Medical Center, Tel
Hashomer, und in England untersucht.





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gaby
27.11.2005, 09:06
Wieder Geflügelpest in Rumänien
- 26.11.2005


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Bukarest (aho) - Im südostrumänischen Bezirk Buzau (Region Walachei)
wurde im Dorf Scarlatesti bei einem verendeten Truthahn ein H5 -
Geflügelpestvirus nachgewiesen. Das melden gleichlautend verschiedene
Quellen unter Berufung auf die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.
Ob es sich um das gefürchtete H5N1 - Geflügelpestvirus handelt, sollen
weitere Untersuchungen klären. Wie Landwirtschaftsminister Gheorghe
Flutur am späten Samstagnachmittag in Bukarest mitteilte, ist das etwa
400 Haushalte zählende Dorf sofort unter Quarantäne gestellt worden.
Die Dorfbewohner sollen gegen Influenza geimpft werden.

Am Sonntag wollen die Behörden mit der Tötung von rund 15.000
Federtieren beginnen, meldete Mediafax. In Rumänien hat es seit Anfang
Oktober drei bestätigte H5N1- Infektionsherde in den im Donaudelta
gelegenen Dörfern Ceamurlia, Maliuc und Caraorman gegeben. Es ist das
erste Mal, dass das H5-Virus in Rumänien bei Nutzgeflügel außerhalb
des Donaudeltas festgestellt wurde. Es wird vermutet, dass das Virus
von Zugvögeln eingeschleppt wurde. In der Nähe von Scarlatesti liegen
mehrere größere Seen.





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gaby
30.11.2005, 16:05
Erneut H5 - Influenzavirus im Donaudelta gefunden
- 30.11.2005


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Paris / Bukarest (aho) - Im Donaudelta wurden wieder Wildvögel
gefunden, die mit einem H5 - Influenzavirus infiziert waren. Wie das
Internationale Tierseuchenamt in Paris mitteilt, soll es sich bei den
infizierten Tieren um wilde Schwäne und eine Ralle handeln.





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Astrachan : 380 Schwäne an Vogelgrippe verendet
- 30.11.2005


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Moskau (aho) - Im südrussischen Gebiet Astrachan (Astrachanskaia
Oblast) an der Wolga sind bis jetzt 380 wilde Schwäne an der
Vogelgrippe verendet. Allein am vergangenen Tag wurden nach Meldungen
russischer Medien 92 Kadaver entdeckt, die unverzüglich verbrannt
wurden. Die ersten 200 toten Schwäne waren in Astrachan im Zeitraum
vom 17. bis 21. November im Wolgadelta (Kaspisches Meer) gefunden
worden, bei denen das gefürchtete H5N1 - Virus entdeckt wurde.





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achtet aber drauf: Es ist noch nicht klar ob es sich um den H5N1 handelt!

gaby
02.12.2005, 19:26
Von Diminik_Timm gefunden:

Erste Vogelgrippe-Verdachtsfälle in Afrika
Tauben werden auf Virus untersucht

Erstmals tritt die Vogelgrippe möglicherweise auch in Afrika auf. In Äthiopien tragen möglicherweise Tauben das gefährliche Virus auf sich. Die Fälle werden derzeit untersucht.


(ap) Untersucht wird die Todesursache von acht Tauben, die an Wasserstellen in der Hauptstadt Addis Abeba und im Osten Äthiopiens gefunden wurden, wie das Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Mit Ergebnissen sei erst in der kommenden Woche zu rechnen.

Die Zugvögel, die das zuerst in Asien aufgetretene Vogelgrippe-Virus H5N1 vermutlich nach Osteuropa brachten, befanden sich auf dem Weg nach Afrika. Experten befürchten, dass die auch für Menschen gefährliche Krankheit in Afrika verheerenden Schaden anrichten könnte, weil Infrastruktur und Präventionsmöglichkeiten dort sehr schwach sind

2. Dezember 2005, 10:28, NZZ Online

gaby
02.12.2005, 19:27
Vogelgrippe-Verdachtsfälle in Äthiopien
- 02.12.2005


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Addis Abeba (aho) - Das äthiopische Agrarministerium untersucht nach
Angaben vom Freitag die Todesursache von acht Tauben, die in der
Landeshauptstadt Addis Abeba und im Osten Äthiopiens an Wasserstellen
gefunden wurden. Ob die Tiere an der Vogelgrippe (Geflügelpest)
verendet sind, soll Anfang nächster Woche feststehen.

Ein Vordringen der Geflügelpest nach Afrika hätte für den Kontinent
verheerende Folgen. Dies verdeutlichen afrikanische Veterinärmediziner
kürzlich anlässlich einer Konferenz in Kigali (Ruanda), die sich mit
infektiösen Tierkrankheiten beschäftigte. In vielen afrikanischen
Ländern sei eine Bekämpfung der Geflügelpest auf Grund fehlender
Laboreinrichtungen faktisch unmöglich. Zudem lebten in Afrika viele
Menschen in ländlichen Regionen in engem Kontakt mit Geflügel. Die
Veterinärmediziner forderten, mit Tests die momentane Situation in
Afrika festzustellen.





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gaby
03.12.2005, 21:12
gefunden von Redcap:
http://morgenpost.berlin1.de/desk/812985.html

gaby
04.12.2005, 12:07
Vogelgrippe-Verdachtsfälle in Äthiopien
- 02.12.2005


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Addis Abeba (aho) - Das äthiopische Agrarministerium untersucht nach
Angaben vom Freitag die Todesursache von acht Tauben, die in der
Landeshauptstadt Addis Abeba und im Osten Äthiopiens an Wasserstellen
gefunden wurden. Ob die Tiere an der Vogelgrippe (Geflügelpest)
verendet sind, soll Anfang nächster Woche feststehen.

Ein Vordringen der Geflügelpest nach Afrika hätte für den Kontinent
verheerende Folgen. Dies verdeutlichen afrikanische Veterinärmediziner
kürzlich anlässlich einer Konferenz in Kigali (Ruanda), die sich mit
infektiösen Tierkrankheiten beschäftigte. In vielen afrikanischen
Ländern sei eine Bekämpfung der Geflügelpest auf Grund fehlender
Laboreinrichtungen faktisch unmöglich. Zudem lebten in Afrika viele
Menschen in ländlichen Regionen in engem Kontakt mit Geflügel. Die
Veterinärmediziner forderten, mit Tests die momentane Situation in
Afrika festzustellen.





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Zimbabwe: Vogelgrippeverdacht bei Schlachtstraussen
- 02.12.2005


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Paris / Harare (aho) - In der Provinz Nord-Matebeleland wurde auf zwei
Staussenfarmen ein H5 - Influenzavirus festgestellt. Das hat das
Landwirtschaftsministerium von Zimbabwe dem Internationalen
Tierseuchenamt (OIE) in Paris mitgeteilt. Betroffen sind zwei Farmen
mit 6.000 bzw. 10.000 Straussen. Die Bestände wurden umgehend
isoliert. In der Region wurde eine Quarantänezone eingerichtet.

gaby
08.12.2005, 17:11
Hier ein Posting von corinna, aufschlussreich, sollte man mit viel Zeit lesen.

Die neue , alte Risikobewertung

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Hier der Link zur Risikobewertung von heute, und sie sieht nicht besser aus, als die alte,
Besondere Beachtung schenkt bitte:

4. Handlungsweise

http://www.fli.bund.de/fileadmin/user_up...fluneza.pdf.pdf

daraus schließe ich, daß es in Deutschland wohl nicht unproblematisch weiter gehen wird. Aufstallung im Umkreis von 3 km von Wasserstellen, Getreide abzukochen... wer weiß, was mann sich in den nächsten Tagen einfallen lassen wird.

traurige Grüße Corinna

gaby
08.12.2005, 17:13
das hier stammt von Lexx:

News aus Berlin

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Leider ändert sich am 16 nur die Tatsache, das die Hühner wieder leben dürfen wie eh und je, für Wassergeflügel kommen harte Zeiten .

http://www.zel-eu.de/?Links_%2B_Dokumente unter "Amtliches (D)", das letzte pdf.

traurige quak-Grüße... Lexx

gaby
09.12.2005, 04:14
Hab ich von Cassandra:
Der Text der vierten Änderung der Geflügelpestschutzverordnung liegt vor, siehe ZEL-Seite "Links+Dokumente", Amtliches (D).

www.zel-eu.de/?download=Vierte_AenderungsVO.pdf

gg

gaby
09.12.2005, 22:00
Vogelgrippe: Aufstallungsgebot für Geflügel läuft am 15. Dezember 2005 aus
- 09.12.2005


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Düsseldorf (aho) - Ab Freitag, den 16. Dezember 2005 kann das zum
Schutz vor der Geflügelpest aufgestallte Geflügel wieder aus den
Ställen gelassen werden. Das kündigte der Landwirtschaftsminister von
Nordrhein - Westfalen Eckhard Uhlenberg heute bei einer Veranstaltung
des Bundes deutscher Rassegeflügelzüchter in Dortmund an. Während der
Aufstallpflicht, die einschließlich bis zum 15. Dezember gilt, wurden
bundesweit systematische Untersuchungen an Zugvögeln und Hausgeflügel
durchgeführt. Allein in NRW wurden mehr als 3.600 Proben entnommen.
Alle Untersuchungsergebnisse sind negativ ausgefallen. Damit kann mit
hoher Sicherheit davon ausgegangen werden, dass das Geflügelpest-Virus
in diesem Herbst nicht über Zugvögel nach Deutschland eingeschleppt
worden ist.

Dennoch bleibt die Genehmigungspflicht für Geflügelschauen, -märkte
und -ausstellungen bestehen, denn immer dann, wenn eine große Zahl von
Tieren aus verschiedenen Herkunftsbeständen aufeinander trifft, ist
die Gefahr einer unkontrollierten Erregerverbreitung besonders groß.
Deshalb müssen auch alle Tiere, die auf einer solchen Veranstaltung
präsentiert werden sollen, weiterhin vorher klinisch untersucht
werden.

Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg: "Die in den vergangenen
Monaten ergriffenen Schutzmaßnahmen lassen uns mit hoher Sicherheit
davon ausgehen, dass das Virus bisher Deutschland nicht erreicht hat.
Deshalb kann ich die Aufhebung des Aufstallungsgebots ab der nächsten
Woche guten Gewissens vertreten. Wir werden die Situation jedoch
weiter beobachten, denn im Frühjahr ziehen die Vögel aus ihren
Winterquartieren nach Westeuropa. Ein erneutes Aufstallungsgebot im
kommenden Frühjahr halte ich deshalb nicht für unwahrscheinlich. Dabei
werden wir eng mit dem nationalen Referenzlabor zusammenarbeiten, das
entsprechende Empfehlungen gibt."

Endgültige Entwarnung für das Auftreten des Virus in den
Geflügelbeständen kann noch nicht gegeben werden: Aufgrund der
Geflügelpestfälle bei Wildvögeln aus dem asiatischen Raum auf ihrem
Weg vor allem in die afrikanischen und südosteuropäischen Rastgebiete,
muss davon ausgegangen werden, dass diese Vögel das Virus mit sich
tragen. Diese Virusträger können dort nun auch die Zugvögel
infizieren, die im Frühjahr nach Westeuropa zurückkehren werden.





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gaby
11.12.2005, 18:36
von corinna gepostet:

AHO
http://www.animal-health-online.de/news/...20051211-00004/




Aktuelle Meldungen Nachrichten suchen kostenloses Abo - Meldung weiterempfehlen
Vogelgrippevirus wird auch über Spatzen verbreitet
- 11.12.2005


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Peking / Xian (aho) - Das H5N1 - Virus kann auch über Feldsperlinge
(Passer montanus, syn. Spatz, Feldspatz) verbreitet werden. Das
berichten chinesische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Journal
of Virology". Sie hatten während eines Geflügelpestausbruches
(Vogelgrippe) im Jahre 2004, der in der chinesischen Geflügelhaltung
massive Tierverluste verursacht hatte, Spatzen in den betroffenen
Regionen auf Vogelgrippe untersucht und waren fündig geworden. Somit
muss angenommen werden, dass nicht nur Zugvögel bei der Verbreitung
des H5N1 - Virus eine Rolle spielen. Spatzen könnten nach einem
Kontakt zu Zugvögeln das Virus auch in Regionen verbreiten, die nicht
direkt von Zugvögeln angeflogen werden.




Z. Kou, F. M. Lei, J. Yu, Z. J. Fan, Z. H. Yin, C. X. Jia, K. J.
Xiong, Y. H. Sun, X. W. Zhang, X. M. Wu, X. B. Gao, and T. X. Li
New Genotype of Avian Influenza H5N1 Viruses Isolated from Tree
Sparrows in China
J. Virol. 2005; 79 S. 15460-15466

gaby
12.12.2005, 17:38
Vogelgrippe: Freilandverbot wird aufgehoben +++ andere Regelungen gelten weiter
- 12.12.2005


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Bonn (aho) - Das generelle Aufstallgebot für Geflügel gilt ab Freitag,
16. Dezember 2005, nicht mehr. Andere Regelungen und Vorschriften
müssen aber weiter beachtet werden. Darauf weist das Amt für Umwelt,
Verbraucherschutz und Lokale Agenda der Stadt Bonn hin. So muss
Geflügel auch weiterhin an Stellen gefüttert werden, die für
wildlebende Zugvögel unzugänglich sind. Futter, Einstreu und sonstige
Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommt sind ebenfalls
für Wildvögel nicht erreichbar aufzubewahren. Die Tiere dürfen nicht
mit Oberflächenwasser, zu dem wildlebende Zugvögel Zugang haben
getränkt werden. Geflügelausstellungen sind weiterhin verboten, können
jedoch unter bestimmten Auflagen von der Behörde genehmigt werden. Die
neue Verordnung zur Änderung Geflügelpestschutzverordnung gilt
zunächst bis zum 28. Februar 2006. Die bereits mehrfach
veröffentlichte Meldepflicht für Geflügelhaltungen besteht
grundsätzlich weiter. Das Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale
Agenda der Stadt Bonn weist nochmals darauf hin, dass der Verstoß
gegen die Meldepflicht eine Ordnungswidrigkeit darstellt.





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gaby
13.12.2005, 12:10
von Lexx per PN, ist aber auch im Laufentenforum gepostet:

Mainpost Würzburg (online)13.12.2005 Titelseite:

Enten dürfen schwimmen


Berlin/Würzburg (geha) Geflügelhalter können aufatmen: Auch Gänse und Enten dürfen ab 16. Dezember wieder ins Freiland und in Teichen, Bächen oder Flüssen schwimmen. Die "Vierte Verordnung zur Änderung der Geflügelpestverordnung" (wir berichteten) sei wohl ein wenig missverständlich, räumte die Pressesprecherin des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Gabriele Martin, am Montag auf Nachfrage ein. Darin heißt es momentan noch, dass die Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden dürfen. Obwohl Enten und Gänse beim Schwimmen trinken, beinhalte die Verordnung deswegen aber kein Schwimmverbot für Wassergeflügel, stellte die Sprecherin klar. Dort, wo sich den Tieren die Möglichkeit dazu biete, dürften sie auch ins Wasser. Man werde die Verordnung möglicherweise nachbessern müssen, um alle Unklarheiten zu beseitigen, so Martin

gaby
13.12.2005, 18:20
Vogelgrippe: Neue Fälle auf der Krim und in Japan
- 13.12.2005


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(lid) - Auf der ukrainischen Halbinsel Krim ist ein neuer Fall von
Vogelgrippe bei Geflügel bestätigt worden. Damit erhöhte sich die Zahl
der von der Seuche befallenen Orte auf 13, wie die Gesundheitsbehörden
am 13. Dezember mitteilten. In zehn weiteren Gegenden, in denen ein
Massensterben von Vögeln verzeichnet wurde, ging die Untersuchung der
Ursachen unterdessen weiter, berichtet BaZ online. Bis zum 13.
Dezember wurden bereits mehr als 50'000 Vögel getötet. Auf der Krim
war Anfang Dezember erstmals der auch für Menschen gefährliche Erreger
H5N1 nachgewiesen worden.

In Japan wurde inzwischen die Tötung von 90'000 weiteren Hühnern
angekündigt, nachdem auf einem Bauernhof nördlich von Tokio ein Virus
der H5-Gruppe identifiziert worden war. Der dortige Erreger H5N2 ist
nach Angaben der japanischen Gesundheitsbehörden allerdings noch nicht
beim Menschen aufgetreten. Gleichwohl habe man Vorsichtsmassnahmen
ergriffen, um eine Ausbreitung der Seuche auf jeden Fall zu
verhindern, heißt es weiter.





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gaby
18.12.2005, 09:12
Vogelgrippeverdacht: Mysteriöses Vogelsterben in Malawi
- 17.12.2005


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Lilongwe (aho) - In dem 200 Kilometer östlich der Hauptstadt vom
Malawi Lilongwe gelegenen Distrikt Ntchisi sind Tausende von Vögeln
(Drongos) verendet. Das berichtet die Zeitung "The Nation". Demnach
wurden Gewebeproben nach Südafrika geschickt, um diese auf Vogelgrippe
untersuchen zu lassen. Einer der verendeten Vögel sei mit einem
Fußring mit einer Nummer und dem Schriftzug "Israel" gekennzeichnet
gewesen, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Diese Beobachtung
nährt Befürchtungen, dass die Tiere aus dem nördlich Afrika
eingewandet sind. Erst kürzlich wurde das H5N1 - Vogelgrippevirus in
Äthiopien nachgewiesen.

Die Distriktverwaltung von Ntchisi hat die Bevölkerung davor gewarnt,
die verendeten Vögel zu essen.





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gaby
19.12.2005, 15:54
Indonesien: Junge an Vogelgrippe gestorben
Montag, 19. Dezember 2005, 10.47 UhrIn Indonesien ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein achtjähriger Junge an Vogelgrippe gestorben. Ein Ministeriumssprecher in Jakarta teilte mit, eine Bestätigung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehe noch aus. Das Kind sei in der vergangenen Woche in einem dicht besiedelten Wohngebiet der Hauptstadt gestorben. Unbekannt sei, ob der Junge Kontakt mit Vögeln gehabt habe. Ein WHO-Labor in Hongkong hat bisher neun Todesfälle durch das Vogelgrippe-Virus H5N1 in Indonesien bestätigt.

News-Ticker Bild-online

gaby
21.12.2005, 15:41
Per PN:

afrika

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http://212.87.35.103/focus/pages/FNews2....ow=8967&farbe=a

Geflügelpestverdacht in Äthiopien erweist sich als Newcastle Disease 21.12.2005

Der Verdacht auf die Aviäre Influenza (AI) vom Typ H5N1 in Äthiopien hat sich nicht bestätigt. Alle durchgeführten Tests waren negativ. Stattdessen wurde die Newcastle Disease (ND) nachgewiesen. Die Tests wurden an Proben von toten Tieren aus verschiedenen Regionen des afrikanischen Landes durchgeführt. Außerdem wurden erkrankte Tiere untersucht. Da Äthiopien selbst nicht die Kapazitäten zur Durchführung der Untersuchungen vorhalten kann, wurden Spezialisten aus Ägypten eingeflogen. Bei den betroffenen Vögeln handelt es sich nicht um Zugvögel, sondern um lokal ansässige Tauben. Äthiopien hat zur Abwehr der Geflüegelpest Importverbote für alle Geflügelprodukte erlassen. Zudem wurde eine Task Force "Geflügelpest" eingerichtet. Neben den nationalen Anstrengungen ist auch die UN aktiv geworden und hat ein Krisenmanagementteam gebildet, das Pläne erarbeitet, um auf einen Geflügelpestausbruch möglichst schnell zu reagieren.

bleibt zu hoffen, daß unsere Herrn Politiker diese Meldung bekommen, sowie die risikobewertenden Verantwortlichen, Nicht , daß sie gerade so kurz vor Weihnachten ihre Brille vergessen haben.
liebe grüße corinna

gaby
21.12.2005, 15:42
von Corinna gepostet:
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http://finanzen.tiscali.de/tiscali2/...=0&id=24154376

20.12.2005 18:14:18
EU aktualisiert Richtlinie im Kampf gegen Vogelgrippe
BRÜSSEL (Dow Jones)--Die EU-Länder haben am Dienstag eine Aktualisierung der Vorkehrungen zur Bekämpfung der Vogelgrippe beschlossen. Ein wesentlicher Aspekt der neuen EU-Richtlinie ist die Einführung weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung von Viren mit geringer Pathogenität, teilte die EU-Kommission mit. Dadurch soll deren Mutation zu hoch pathogenen Formen - wie beispielsweise dem auch für den Menschen gefährlichen H5N1-Virus - verhindert werden. Die Richtlinie muss bis zum 1. Juli 2007 von allen Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.

Allerdings kann die EU-Kommission bereits Anfang 2006 entsprechende Übergangsregelungen erlassen, die für die EU-Länder bindend wären. Die alte Richtlinie enthielt lediglich Maßnahmen zur Bekämpfung hoch pathogener Vogelgrippen. Da es aber Anzeichen gebe, dass diese gefährlichen Viren oftmals aus Mutationen weniger pathogener Formen entstünden, sei die Aktualisierung der Richtlinie notwendig gewesen, erklärte EU-Verbraucherschutzkommissar Markos Kyprianou nach dem Beschluss der Agrarminister.

So müssen die EU-Länder künftig bei einem Ausbruch der Vogelgrippe sicherstellen, dass bis zur Virustilgung kein Geflügel in infizierte Betriebe oder aus diesen verlegt wird. Alle Vögel des betroffenen Bestands müssen dann geschlachtet werden. Bisher habe sich die Bekämpfung von Vogelgrippeseuchen in der EU als sehr kostspielig erwiesen, erklärte Kyprianou. "Diese Richtlinie wird dazu beitragen, unsere Kräfte zur Abwehr der Vogelgrippe zu stärken, Ausbrüche umgehend zu bekämpfen und deren negative Folgen so gering wie möglich zu halten", sagte der EU-Kommissar abschließend.

-Von Ali Ulucay, Dow Jones Newswires; +32 2 7411490, europa.de@dowjones.com

DJG/aul/hab
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gaby
23.12.2005, 16:34
wieder von Corinna, recht herzlichen Dank für die Unterstützung!

impfung

Vogelgrippe - Maßnahmen zeigen Wirkung
China meldet Erfolge im Kampf gegen die Vogelgrippe. Ein umfassendes Impfprogramm bei Vögeln und Quarantäne-Vorschriften zeigten Wirkung, berichteten staatliche Medien am Freitag.
Seit drei Wochen habe es keine neuen Fälle gegeben, zitierte die Zeitung „China Daily“ Chefveterinär Jia Youling.
In diesem Jahr hätten 31 Bezirke das Auftreten der besonders gefährlichen Variante H5N1 gemeldet, inzwischen gelte jedoch nur noch für einen Bezirk Quarantäne. In der westlichen Region Xinjiang sei H5N1 ganz ausgerottet worden.

Seit Oktober hat China mehr als fünf Milliarden Vögel geimpft. Sechs der bekannten 141 Fälle von H5N1 beim Menschen und zwei der 73 Todesfälle traten dort auf. Die Vogelgrippe wird nur von Tier zu Tier oder Tier zu Mensch übertragen. Wissenschafter befürchten eine weltweite Epidemie, sollte das Virus so mutieren, dass es von Mensch zu Menschen verbreitet werden kann.




www.vol.at
von Germania auf
http://www.naanoo.com/freeboard/board/index.php?userid=10871
gefunden

gaby
30.12.2005, 17:18
Erbneut Vogekgrippe in der Türkei
- 28.12.2005


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Ankara (aho) - In der Türkei ist bei Geflügel in der im Osten des
Landes gelegenen Provinz Igdir die Vogelgrippe (Geflügelpest)
aufgetreten. Wie das Agrarministerium in Ankara der Presse mitteilte,
wurde ein H5-Influenzavirus nachgewiesen. Weitere Tests sollen klären,
ob es sich um das gefürchtete H5N1 - Virus handelt.

Anfang Oktober 2005 war das H5N1 - Virus in der in der Nordwesttürkei
gelegenen Provinz Balikesir aufgetreten.





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gaby
05.01.2006, 16:10
Zwei Vogelgrippe-Tote in der Türkei
- 05.01.2006


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Ankara (aho) - Das türkische Gesundheitsministerium hat am Mittwoch
zwei Fälle von Vogelgrippe beim Menschen bestätigt. Wie
Gesundheitsministers Recep Akdag mitteilte, erlag ein bereits am
Sonntag gestorbener 14-jähriger Junge der Tierseuche. Seine Schwester
verstarb am Mittwoch. Zeitungsberichten zufolge soll das Mädchen 15
Jahre alt gewesen sein. Die Patienten wohnten in Dogubeyazit an der
türkisch-iranischen Grenze. Sie waren zusammen mit zwei jüngeren
Geschwistern in die Universitätsklinik der osttürkischen Van gebracht
worden. Zunächst war eine "Lungenentzündung" diagnostiziert worden.
Auch bei einem dritten Geschwisterteil besteht nach Angaben des
Ministeriums der Verdacht auf Vogelgrippe. Weitere Tersts in
europäischen Laboren sollen abklären, ob es sich tatsächlich um den
H5N1-Stamm handelt.

"Wir sind ziemlich sicher, dass es sich unglücklicherweise um einen
menschlichen Fall von H5N1 handelt", erklärte dagegen Guenael Rodier,
Experte für übertragbare Krankheiten im Genfer WHO-Büro, einer
Nachrichtenagentur. In Asien wurden seit 2003 mehr als 70 Todesfälle
bei Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 durch exakte
Laboruntersuchungen in Verbindung gebracht.





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gaby
06.01.2006, 19:34
Türkei: Drittes Kind an Vogelgrippe gestorben
- 06.01.2006


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Ankara (aho) - In der Türkei ist ein drittes Kind an der Vogelgrippe
gestorben. Das meldet die staatlichen Nachrichtenagentur Anatolien. Es
handle sich dabei um eine jüngere Schwester der beiden zuvor
verstorbenen Kinder, heißt es in der Agenturmeldung weiter. Das
Mädchen sei elf Jahre alt gewesen. Ihr 14-Jähriger Bruder erlag der
Virusinfektion am Wochenende. Die 15-jährige Schwester starb am
Donnerstag. Die Kinder lebten im Ort Dogubeyazit in einer ländlichen
Gegend in der Osttürkei unweit der Grenze zum Iran. Auch ein
sechsjähriger Bruder der Kinder werde noch in der Klinik behandelt.
Nach Angaben der Behörden haben sich die Kinder über den Kontakt mit
erkrankten bzw. verendeten Hühnern mit Vogelgrippe infiziert. Der
türkische Landwirtschaftsminister Mehdi Eker, der am Donnerstag zu
einem Besuch der Region aufbrach, sprach von einem "ernsten Problem".
In Ostanatolien hielten viele Bewohner Geflügel für den Eigenbedarf.
Die Hühner, Enten und Puten liefen tagsüber im Freien umher und würden
abends ins Haus genommen. Es wird angenommen, dass das Virus der
Vogelgrippe durch Zugvögel eingeschleppt wurde. Über die Region führt
eine der Routen, auf der Zugvögel aus dem Norden in den warmen Süden
fliegen.

In einer weiteren türkischen Provinz sind einem TV-Bericht zufolge am
Donnerstag Verdachtsfälle von Vogelgrippe aufgetreten. Sechs Menschen
seien mit Symptomen der Krankheit in ein Krankenhaus eingeliefert
worden, berichtete der Sender.





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gaby
07.01.2006, 07:27
Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/06012006/286/who-warnt-vogelgrippe-faellen-tuerkei-panik.html


Freitag 06. Januar 2006, 21:09 Uhr
WHO warnt nach Vogelgrippe-Fällen in Türkei vor Panik

Dogubeyazit/Genf (AFP) - Nach den jüngsten Todesfällen in der Türkei ist der gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 bei zwei Opfern nachgewiesen worden. Ein Londoner Labor habe das Virus bei zwei von drei toten Kindern aus dem Osten der Türkei entdeckt, teilte das Gesundheitsministeriums in Ankara mit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte jedoch vor Panikmache: Bislang sei die Krankheit "auf eine Provinz" im Osten der Türkei begrenzt, sagte eine Sprecherin. An dem H5N1-Virus sind in Südostasien und China seit Ende 2003 mehr als siebzig Menschen gestorben.Das Labor habe den Erreger vom Typ H5N1 nur bei zwei der drei Toten nachgewiesen, sagte Necdet Ünüvar vom türkischen Gesundheitsministerium. Woran das dritte Kind gestorben war, sagte er nicht. Das britische Labor habe jedoch die Vogelgrippe in einem dritten Fall festgestellt. Der Patient werde im Krankenhaus von Van behandelt. Zuvor hatte der Chefarzt vom Krankenhaus in Van mitgeteilt, dass ein elfjähriges Mädchen an der Vogelgrippe gestorben sei. Es handelte sich demnach um die Schwester der beiden ersten verdächtigen Toten, zwei Kinder im Alter von 14 und 15 Jahren. Ein weiterer Grippekranker in Van schwebe in Lebensgefahr, sagte der Arzt. Ein viertes Kind der Familie aus dem Landkreis Dogubeyazit werde wegen des Verdachts auf Vogelgrippe behandelt. Insgesamt würden in Van 20 Menschen wegen verdächtiger Symptome behandelt, sagte der Regierungsbeamte in Ankara. Ihre Testergebnisse stünden noch aus.Fünf Fachleute der WHO seien in der türkischen Hauptstadt eingetroffen und auf dem Weg nach Van, sagte die WHO-Sprecherin. Zunächst sei davon auszugehen, dass die betroffenen Kinder im Osten des Landes mit kranken Hühnern gespielt und sich dabei mit der Vogelgrippe angesteckt hätten. Die Experten wollten aber auch versuchen zu klären, ob die Krankheit sich erstmals von Mensch zu Mensch verbreitet habe - was der Beginn einer massenhaften Ausbreitung sein könnte.

gaby
07.01.2006, 19:36
07.01.2006, 20:10 Uhr
WHO bestätigt Vogelgrippevirus H5N1 in der Türkei
Genf (dpa) - Bei dem Vogelgrippevirus, das zwei Kinder in der Türkei getötet hat, handelt es sich um den aggressiven Typ H5N1. Das erklärte die Weltgesundheitsorganisation in Genf. Das von der WHO beauftragte Labor in Großbritannien habe das bestätigt. Proben eines verstorbenen dritten Geschwisterkindes sowie eines erkrankten sechsjährigen Bruders würden noch auf den Virustyp untersucht, hieß es. Die Vogelgrippe in der Türkei breitet sich nach den ersten Todesfällen im Osten des Landes weiter nach Westen aus.

gaby
08.01.2006, 17:35
Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/08012006/3/vogelgrippe-virus-h5n1-kranken-ankara-nachgewiesen.html


Sonntag 08. Januar 2006, 19:16 Uhr
Vogelgrippe-Virus H5N1 bei Kranken in Ankara nachgewiesen
Istanbul (dpa) - Eine Woche nach dem ersten Todesopfer durch den aggressiven Vogelgrippevirus H5N1 in der Türkei ist die Zahl der Krankheits- und Verdachtsfälle stark gestiegen. Erstmals wurde das lebensgefährliche Virus bei drei Menschen aus der Region der Hauptstadt Ankara nachgewiesen, wie die Gesundheitsbehörden bekannt gaben. Damit haben sich die Krankheitsfälle gut 1000 Kilometer nach Westen ausgedehnt. Die beiden anderen infizierten Patienten stammten aus der Provinz, wo es die ersten drei Todesopfer gegeben hatte.


Artikel URL: http://de.news.yahoo.com/08012006/286/vogelgrippe-breitet-tuerkei-westen.html


Sonntag 08. Januar 2006, 18:28 Uhr
Vogelgrippe breitet sich in Türkei nach Westen aus

Ankara (AFP) - In der Türkei breitet sich die Vogelgrippe jetzt auch in westlicher Richtung aus. Mindestens fünf weitere Menschen wurden nach Behördenangaben positiv auf den lebensgefährlichen Virusstamm H5N1 getestet. Die Gesamtzahl der Menschen mit diesem Befund stieg demnach auf neun, zwei von ihnen starben. Von den neuen Fällen wurden drei in einem Krankenhaus der Hauptstadt Ankara festgestellt. Betroffen sind ein Erwachsener und zwei Kinder aus dem Ort Beypazari rund einhundert Kilometer nordwestlich von Ankara. Turan Buzgan, Leiter der Basisgesundheitsdienste im Gesundheitsministerium, sagte der Nachrichtenagentur Anadolu, von 28 in einem Regierungslabor in Ankara getesteten Proben seien fünf positiv ausgefallen. Die beiden anderen Patienten, die sich mit dem lebensgefährlichen Erreger infizierten, ein Junge und ein Mädchen, wurden im Krankenhaus der Stadt Van in Ostanatolien behandelt. Sie stammen aus der an der iranischen Grenze gelegenen Ortschaft Dogubeyazit.Die beiden Kinder aus Beypazari, die in Ankara behandelt wurden, sollen sich möglicherweise infiziert haben, als sie die Handschuhe ihres Vaters berührten, der damit zwei an Vogelgrippe verendete Wildenten den Behörden übergab. Nach Angaben des behandelnden Arztes ging es den beiden Jungen im Alter von zwei und fünf Jahren den Umständen entsprechend gut. Gleiches galt für den dritten Patienten in Ankara. Der 60-jährige Mann infizierte sich bei von ihm gezüchteten Hühnern, wie sein Arzt mitteilte.Auch in der nordwestlichen Provinz Bursa wurde das Virus bei toten Hühnern nachgewiesen. In dem Dorf Karahidir sei mit der Notschlachtung des Geflügels begonnen worden, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Behördenvertreter.Der Leiter des Krankenhauses in Van sagte, der Zustand der beiden dort behandelten Kinder habe sich in ermutigender Weise gebessert. Am Freitag hatten die Behörden mitgeteilt, das H5N1-Virus sei in drei Fällen nachgewiesen worden: Bei zwei von drei gestorbenen Geschwistern im Alter von elf bis 15 Jahren aus Dogubyazit sowie bei einem weiteren Patienten im Krankenhaus von Van. Unklar ist bislang weiterhin, woran das dritte Geschwisterkind aus Dogubyazit gestorben ist. Tests auf das Virus seien negativ ausgefallen, hieß es.In der rund 240 Kilometer östlich von Ankara gelegenen Provinz Corum wurde ein fünfjähriger Junge nach Angaben eines Behördenvertreters ebenfalls positiv auf die Krankheit getestet. Der Chefarzt im Krankenhaus von Cankiri, in dem der Junge behandelt wurde, bestritt dies jedoch später und verwies auf noch ausstehende Testergebnisse.

gaby
09.01.2006, 15:07
An der Schwelle zu Europa: H5N1 überspringt Bosporus
- 09.01.2006


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Istanbul (aho) - Das Türkische Landwirtschaftsministerium meldete
jetzt einen Fall von Vogelgrippe (Geflügelpest) in Kücükcekmece, einem
westlichen Außenbezirk der Zehn-Millionen-Stadt Istanbul. Fälle von
Vogelgrippe seien Laborergebnissen zufolge mittlerweile in 10 der 81
Provinzen der Türkei nachgewiesen worden, darunter in Bursa und
Ankara. Insgesamt handele es sich um 15 Infektionsherde. Experten der
WHO gehen davon aus, das das Virus schon seit längerer Zeit in der
Türkei grassiere. Man habe aber erst jetzt mittels exakter Labortests
genauer hingesehen.





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gaby
09.01.2006, 15:07
Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer plant Freilandverbot ab März
- 09.01.2006


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Berlin (aho) - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat
angesichts der tödlichen Vogelgrippe-Fälle in der Türkei eine erneute
Stallpflicht für Federvieh in Deutschland in Aussicht gestellt. "Wir
gehen bisher davon aus, dass man wohl ab Anfang März wieder mit einer
Aufstallung rechnen müsste", sagte Seehofer der Zeitung "Die Welt" am
Wochenende in Berlin. Das werde aber erst mit Experten und Ländern
geprüft, auch ob eine Stallpflicht bei einem zeitigeren Vogelzug auch
früher umgesetzt werden könne, heißt es in der Zeitung.

Niedersachsens Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) hatte wegen der
Todesfälle in der Türkei in der "Neuen Presse" eine erneute
bundesweite Stallpflicht für Geflügel gefordert. Auch die
Bundesärztekammer verlangte laut der Zeitung schärfere Schutzmaßnahmen
besonders an Flughäfen.





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gaby
09.01.2006, 16:57
09.01.2006, 17:02 Uhr
Bundesländer verschärfen Kontrollen wegen Vogelgrippe
Hamburg (dpa) - Die in der Türkei grassierende Vogelgrippe hält auch die Behörden in Deutschland in Atem. Zahlreiche Bundesländer verschärften die Kontrollen für Reisende aus Osteuropa und der Türkei. In Hessen wurden in Reisebussen 200 Kilo Risiko- Lebensmittel wie Geflügelfleisch oder Eiersichergestellt. Auch an Flughäfen soll stärker kontrolliert werden. Die Zahl der Vogelgrippefälle bei Menschen in der Türkei hat sich inzwischen auf 15 erhöht. Drei Kinder sind bisher an der Krankheit gestorben.

gaby
09.01.2006, 19:48
Türkei: Dauerhaftes Verbot der Freilandhaltung angedacht
- 09.01.2006


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Ankara (aho) - Als Reaktion auf die rasche Verbreitung der Vogelgrippe
in der Türkei und mehrere bestätigter Todesfälle und Erkrankungen bei
Menschen durch das H5N1 - Virus, stellt das türkische Agrarministerium
Überlegungen an, die Freilandhaltung von Geflügel grundsätzlich zu
verbieten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Anatolia unter
Berufung auf offizielle Quellen. Das Problem sei der intensive Kontakt
der Menschen zu Geflügel in den unterentwickelten Regionen der Türkei.
Hier würden Hühner für den eigenen Konsum in den Häusern aufgezogen.
Derartige Haltungsbedingungen würden die Übertragung von Viren und
anderen Krankheitserregern von Hühnern auf Menschen begünstigen.
Kenner der Situation bezweifeln aber, dass die verarmte
Landbevölkerung feste Ställe bezahlen kann.





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gaby
09.01.2006, 19:49
Bayern: Zusätzliche Vorsorgemaßnahmen wegen Vogelgrippe
- 09.01.2006


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München (aho) - Angesichts der sich in der Türkei, aber auch in
Rumänien und der Ukraine weiter nach Westen ausbreitenden Geflügelpest
werden die seit Oktober 2005 ergriffenen Vorsorgemaßnahmen nochmals
intensiviert. Bayern startet hierzu eine Informationsoffensive für
türkische Mitbürger; darüber hinaus fordert Bayerns
Verbraucherminister Werner Schnappauf vom Bund die raschest mögliche
Erstellung einer neuen Risikoanalyse zur Abschätzung einer erneuten
Stallpflicht. Schnappauf: "Bis Ende Januar sollte eine erste
Risikoeinschätzung vorliegen, ob durch die aus den afrikanischen
Winterquartieren zurückkehrenden Zugvögel eine Einschleppung der
Tierseuche zu befürchten ist. Da Bayern als südlichstes deutsches
Bundesland vom Vogelzug zuerst erreicht wird, ist Eile geboten. Denn
die Zugvögel kommen angesichts der Klimaerwärmung immer eher aus den
Winterquartieren und die Geflügelhalter sollen genügend Vorlaufzeit
für eine eventuelle neue Stallpflicht erhalten." Um sich ein Bild zu
machen, hat Schnappauf eine eigene Arbeitsgruppe aus Experten der
Vogelschutzwarte Garmisch-Partenkirchen und des Landesamtes für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit eingesetzt, die von den
ehrenamtlichen Vogelschutzexperten unterstützt werden.

Das größte Risiko geht nach Einschätzung der Experten von illegalen
Geflügel-Importen aus. Schnappauf hat daher veranlasst, die in Bayern
lebenden türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger noch früher vor
Reiseantritt über die Gefahren zu informieren. "Während bisher
mehrsprachige Informations-Flugblätter am Flughafen, im Bus oder im
Zugabteil erhältlich waren, werden diese in Kürze auch in türkischen
Einrichtungen wie Teehäusern, Sportvereinen und Moscheen aufliegen",
so der Minister. Damit soll schon bei der Reiseplanung Vorsorge
getroffen werden können, um Ansteckungs- und Weiterverbreitungsrisiken
zu minimieren.

Die bereits seit Mitte Oktober letzten Jahres praktizierten strengen
Einfuhrkontrollen an den bayerischen Flughäfen bleiben unvermindert
aufrecht erhalten. Reisende, die gegen das Einfuhrverbot aus von der
Vogelgrippe betroffenen Ländern verstoßen, müssen nach den Worten
Schnappaufs mit mindestens 100 Euro Geldbuße rechnen. Bei den am
Flughafen verschärften Kontrollen des Reiseverkehrs wurden bisher über
2,5 Tonnen Lebensmittel tierischen Ursprung beschlagnahmt. Darüber
hinaus sind auch schon seit Oktober zwölf mobile Kontrollgruppen der
Zollverwaltung im Einsatz, die verstärkt Reisebusse aus der Türkei,
Rumänien, Russland und der Ukraine kontrollieren. Das Einfuhrverbot
umfasst Geflügel und andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere
Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen aus
asiatischen Ländern (China einschließlich Hongkong, Indonesien,
Kroatien, Kambodscha, Kasachstan, Laos, Malaysia, Nordkorea, Pakistan,
Russland, Thailand, Vietnam), der Türkei und Rumänien.

Schnappauf wies in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass
Infektionen des Menschen mit Vogelgrippeviren selten sind. Eine Gefahr
der Ansteckung besteht nur bei sehr nahem Kontakt zu kranken Tieren;
eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht bestätigt.
Der Erreger wird vor allem durch Kot und Sekrete übertragen. Der
Verzehr von ausreichend erhitztem bzw. gekochtem Geflügelfleisch oder
-produkten ist unbedenklich.





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gaby
09.01.2006, 19:50
Vogelgrippe: Weitere Kontrollen im Reiseverkehr
- 09.01.2006


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Stuttgart (aho) - Angesichts der neuesten Fälle von Vogelgrippe, auch
mit tödlicher Ansteckung von Menschen in der Türkei, fordert der
baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum,
Peter Hauk MdL, bei den konsequenten Vorbeugemaßnahmen nicht
nachzulassen. "Die Haupteintragsgefahr besteht derzeit über den
Reiseverkehr. Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, dass Geflügel im
Reisegepäck nichts zu suchen hat. Mitgebrachte Lebensmittel dürfen
nicht an Tiere verfüttert werden", sagte Minister Hauk am Montag (9.
Januar) in Stuttgart. Hauk kündigte eine weitere Intensivierung der
Kontrollen des Reiseverkehrs in Baden-Württemberg an.

Durch die Ausbrüche in der Türkei bleibe die derzeitige
Risikoeinschätzung bestehen. Die erfolgreichen Maßnahmen zur
Verhinderung der Einschleppung der Seuche nach Baden-Württemberg
werden fortgeführt. Hauk hob hervor, dass derzeit das größte Risiko
von illegalen Importen von lebendem Geflügel, Geflügelteilen und -
produkten ausgehe. Deshalb werde das EU-weite Verbot der Einfuhr von
lebendem Geflügel, Geflügelteilen und Geflügelprodukten aus der Türkei
weiter bestehen bleiben. "Wir setzen das baden-württembergische
Wildgeflügel-Monitoring fort, die stichprobenartige Überprüfung des
Reiseverkehrs auf den Flughäfen und auf den Straßen wird
intensiviert", sagte Hauk .

Minister Hauk appellierte an alle Reisenden, die Verbote zu beachten.
Die Geflügelbesitzer werden darauf hingewiesen, dass eine gemeinsame
Fütterung von Haus- und Wildgeflügel nicht statthaft ist und dass
geringste Anzeichen der Seuche dem zuständigen Veterinäramt gemeldet
werden müssen.

Über eine erneute Aufstallung müsse nach einer Risikobewertung durch
den Bund entschieden werden. Hauk forderte ein gemeinsam abgestimmtes
Vorgehen. "Wir müssen spätestens zum Rückzug der Zugvögel ab März eine
Entscheidung treffen", sagte Hauk .





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gaby
09.01.2006, 20:07
gefunden von grünschnabel:

Stallpflicht für Hühner nicht ausgeschlossen
Das gefährliche Vogelgrippe- Virus H5N1 hat bereits die Nordwesttürkei erreicht. "Da die Zugvögel aus dem Süden kommen und sich dort jetzt das Virus ausbreitet, hat sich das Risiko gegenüber dem vergangenen Herbst für uns erhöht", stellt Landwirtschaftslandesrat Hans Berger fest. Ein erneuter Stallarrest für das hiesige Geflügel ab März ist laut Berger deshaklb nicht auszuschließen.

Auch Deutschlands Landwirtschaftsminister Horst Seehofer hat angesichts der tödlichen Vogelgrippe-Fälle in der Türkei eine erneute Stallpflicht für das deutsche Federvieh in Aussicht gestellt. Ganz nach den Witterungsbedingungen werden die ersten Zugvögel aus dem Mittelmeerraum für Ende Februar, Anfang März in Mitteleuropa erwartet.

"Natürlich bedeutet eine erneute Stallhaltung des Geflügels ein erschwertes Arbeiten, aber sollten die Umstände es erfordern, dann kommen wir um die reine Stallhaltung nicht umhin", meint Landwirtschaftslandesrat Hans Berger.

Er verweist auch darauf, dass bei der Rückkehr der Zugvögel aus dem warmen Süden das Risiko, die Vogelgrippe einzufliegen, mittlerweile viel höher sei als im vergangenen Herbst. "Da sind die meisten Zugvögel aus nicht infizierten nördlichen Gebieten gekommen. Mit der Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus in der Türkei steigt auch das Risiko für die Zugvögel, sich zu infizieren", meint Hans Berger. Man werde die Entwicklung der Situation in der Türkei genau beobachten. "Wir werden sicher nicht hysterisch handeln, aber sollte es die Lage erfordern, dann müssen wir Maßnahmen setzen, damit die Gesundheit der Menschen nicht in Gefahr gebracht wird", so Berger.

Laut Agenturberichten rechnen Mikrobiologen damit, dass der für Menschen gefährliche Virusstamm H5N1 spätestens bis Herbst 2006 Mitteleuropa erreichen werde. Was passiert, wenn hierzulande ein Fall von Vogelgrippe auftritt? "Für diesen Fall gibt es Notfall-Interventionspläne wie bei der Rinderkrankheit BSE. Dann wird es Notschlachtungen geben", erklärt Landesrat Berger.

Montag, 9. Januar 2006

gaby
10.01.2006, 08:17
10.01.2006, 08:46 Uhr
Vogelgrippe erstmals auch an türkischer Ägäis
Istanbul (dpa) - Die Vogelgrippe in der Türkei ist erstmals auch in einem Urlaubsort an der Ägäis aufgetaucht. Das Virus sei in der Stadt Kusadasi festgestellt worden, nachdem dort Tauben und Amseln verendeten. Das berichtet die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu. In der Osttürkei waren Anfangs des Jahres drei Kinder einer Familie an der Vogelgrippe gestorben. Ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation WHO fand in der Türkei unterdessen keine Beweise für die Übertragung der Seuche von Mensch zu Mensch.


Waren Tauben nicht ungefährdet?

gaby
10.01.2006, 12:57
10.01.2006, 13:12 Uhr
Vogelgrippe in Türkei weiter auf Vormarsch
Istanbul (dpa) - In der Türkei ist die Vogelgrippe weiter auf dem Vormarsch. In der östlichen Provinz Sivas bestätigten die Behörden einen weiteren Ansteckungsfall. Damit werden derzeit 13 Menschen in türkischen Krankenhäusern behandelt; drei Kinder kamen bislang ums Leben. Inzwischen wurden auch im Westen des Landes vier Verdachtsfälle auf Vogelgrippe bekannt. Betroffen ist auch der ägäische Urlaubsort Kusadasi. Dort steht ein erkrankter kleiner Junge unter Beobachtung, der mit toten Hühnern gespielt haben soll.

gaby
10.01.2006, 19:46
gefunden von Redcap:
Vogelgrippe nun auch in Urlaubsort
ISTANBUL. Die Vogelgrippe ist in der Türkei erstmals auch in einem Urlaubsort an der ägäischen Küste aufgetaucht. Das Virus sei bei Vögeln in der Stadt Kusadasi (deutsch:
Vogelinsel) festgestellt worden, nachdem dort Tauben, Amseln und Ringeltauben verendet sind.


Vier Menschen in dem Gebiet wurden mit Verdacht auf eine Infektion ins Krankenhaus gebracht. Bei den vier neuen türkischen Verdachtsfällen handelt sich um eine Mutter und ihren zweijährigen Sohn sowie einen 15-Jährigen. Alle drei stammen aus der Provinzhauptstadt Aydin. In Kusadasi sei ein dreijähriger Bub erkrankt, der mit einem kranken Huhn gespielt haben soll. Ergebnisse der Proben, die in ein Labor nach Istanbul geschickt wurden, seien in drei Tagen zu erwarten.

13 Menschen an Vogelgrippe erkrankt
Bestätigt wurde ein weiterer Fall im Osten der Türkei. Es handle sich um einen Patienten aus der Provinz Sivas, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Ankara mit. Bei 60 weiteren Menschen, die auf den gefährlichen Erreger H5N1 getestet wurden, sei dagegen keine Infektion festgestellt worden. Die Zahl der Vogelgrippe-Patienten, die derzeit in türkischen Krankenhäusern behandelt werden, ist damit auf 13 gestiegen. Drei Kinder waren in der vergangenen Woche in der Universitätsklinik der osttürkischen Stadt Van gestorben.

Vogelgrippe seit "Wochen oder Monaten" in Türkei
Das deutsche Robert©Koch-Institut (RKI) kritisierte die türkische Informationspolitik. Die Vogelgrippeausbrüche seien in der Türkei „so massiv und so weit verbreitet, dass das Virus schon lange im Land sein muss, nämlich wahrscheinlich Wochen bis Monate“, sagte RKI-Präsident Reinhard Kurth im „ARD-Morgenmagazin“.

Griechen verschärften Grenzkontrollen
Angesichts der neuen Fälle in der Türkei haben die griechischen Behörden die Kontrollen in den östlichen Grenzregionen des Landes verschärft. Wie das staatliche griechische Fernsehen (NET) am Dienstag berichtete, werden alle aus der Türkei kommenden Fahrzeuge an den Übergängen des Grenzflusses Evros (türkisch: Meric) desinfiziert. Auf Bauernhöfen und Schutzgebieten im Osten des Landes finden intensive Gesundheitskontrollen bei Vögeln und Geflügel statt.

Vogelgrippe auch auf der Krim
Die Behörden in der Ukraine berichten, auf drei weiteren Bauernhöfen auf der Krim-Halbinsel sei das H5N1-Virus nachgewiesen worden. Die Höfe seien desinfiziert und mehr als 172.000 Tiere vorsorglich getötet worden. Das Virus war zuvor bereits in 14 Dörfern auf der Krim aufgetaucht. Menschen sind offiziellen Angaben zufolge in der Ukraine nicht erkrankt.

Stärkere Lebensmittel-Kontrollen auch in Russland
Zum Schutz vor einer möglichen Ausbreitung der Seuche in Russland hat Präsident Wladimir Putin Maßnahmen im ganzen Land angeordnet. So sollen Lebensmittelmärkte und -transporte streng kontrolliert werden. An den Grenzen zur Türkei, nach Armenien und Georgien sowie in den Schwarzmeer-Häfen sollen Einreisende untersucht werden, wie die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti meldete.

Österreich: Liste von Risikogemeinden
In Österreich gibt es eine behördliche Liste von Risikogemeinden, in denen unter anderem die Fütterung der Tiere nur in Ställen erlaubt ist. Betroffen sind alle Bundesländer, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die Listen der Gemeinden wurden von den Ländern selbst erstellt, sie umfassen in erster Linie Kommunen, die an Flüssen, Seen oder Zugvögelrouten liegen. Aufrecht geblieben ist die Meldepflicht für Geflügelhalter, sie gilt in ganz Österreich. Davon ausgenommen sind lediglich Ziervögel, die nie ins Freie dürfen.

@ apa/nachrichten.at




vom 10.01.2006

gaby
10.01.2006, 19:49
Rheinland - Pfalz: Zoll verstärkt Kontrollen wegen Ausbreitung der Vogelgrippe
- 10.01.2006


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Neustadt/Mainz (aho) - Wegen der Ausbreitung der Vogelgrippe bis in
die Türkei kontrollieren die rheinland-pfälzischen Behörden verstärkt
Lastwagen, Busse und Flugzeuge aus Osteuropa und Asien.

"Wir werden die Kontrollen ausweiten", sagte eine Sprecherin der
Zollabteilung der Oberfinanzdirektion Koblenz in Neustadt an der
Weinstraße am Montag. Zoll- und Polizeibeamte sowie Veterinäre suchten
aber bereits seit dem Herbst verstärkt nach illegalen Fleisch- und
Milchprodukten, die die Erreger übertragen könnten.

Am Hunsrück-Flughafen Hahn sei nur der Frachtbereich von den
Kontrollen betroffen, sagte die Sprecherin. Derzeit landeten in Hahn
keine Passagiermaschinen aus der Türkei. Das rheinland-pfälzische
Umweltministerium in Mainz kündigte an, im kommenden Frühjahr die
Situation erneut "zu bewerten", weil dann die Zugvögel wieder
zurückkehrten.

Am Montag hatte sich die Zahl der Vogelgrippefälle bei Menschen in
der Türkei nach Behördenangaben um 5 auf 15 erhöht.





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gaby
11.01.2006, 07:04
11.01.2006, 06:55 Uhr
Seehofer berät mit Länderkollegen über Maßnahmen gegen Vogelgrippe
Berlin (dpa) - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer trifft sich heute Nachmittag mit seinen Länderkollegen. Es geht um Maßnahmen angesichts der Ausbreitung der Vogelgrippe in der Türkei. Die Seuche war gestern erstmals in einem Urlaubsort an der ägäischen Küste aufgetaucht und bedroht damit auch die Tourismuswirtschaft des Landes. Unterdessen sind in China zwei weitere Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Damit stieg die Zahl der offiziell bestätigten Todesfälle auf fünf, teilte die Weltgesundheitsorganisation mit.

gaby
11.01.2006, 11:44
11.01.2006, 12:22 Uhr
Möglicherweise neue Stallpflicht wegen Vogelgrippe
Berlin (dpa) - Wegen der Vogelgrippe in der Türkei könnte es in Deutschland eine neue Stallpflicht für Geflügel geben. Agrarminister Horst Seehofer hält das für «höchstwahrscheinlich». Er spricht heute mit den Ländern über das Vorgehen. Die Weltgesundheitsorganisation WTO sieht nach den Vogelgrippefällen in der Türkei zwar keinen Grund zur Panik, pocht zugleich aber auf stärkere Kontrollen bei der Grünen Woche in Berlin an. Die internationale Agrarmesse beginnt übermorgen. Nach Angaben der Messe Berlin gibt es in zwei Hallen Geflügel.

gaby
11.01.2006, 13:09
THEMA DES TAGES
11. Januar 2006, 12:19

Seehofer berät über Vogelgrippe-Maßnahmen



Horst Seehofer will Maßnahmen gegen die Vogelgrippe abstimmen.


Berlin (dpa) - Nach der weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe in der Türkei und erneut zwei gemeldeten Toten in China will Bundesagrarminister Horst Seehofer (CSU) mit den Verbraucherministern der Länder schärfere Schutzmaßnahmen gegen die Tierseuche ausloten.

Bund und Länder wollen sich in Berlin abstimmen, wie die Kapazitäten für Kontrollen besser gebündelt werden können. Seehofer hält eine erneute Stallpflicht für deutsches Geflügel für «höchstwahrscheinlich» und prüft derzeit schärfere Kontrollen und eine Neuauflage des Freilaufverbots. Letzteres werde aber erst akut, wenn Zugvögel fliegen.

Die Vogelgrippe war in der Türkei erstmals in einem Urlaubsort an der ägäischen Küste aufgetaucht und bedroht damit auch die Tourismuswirtschaft des Landes. Das Virus sei nun auch bei Vögeln in der Stadt Kusadasi (deutsch: Vogelinsel) festgestellt worden, nachdem dort Tauben, Amseln und Ringeltauben verendet seien, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Vier Menschen wurden mit Infektionsverdacht ins Krankenhaus gebracht.

In China ist die Zahl der offiziell bestätigten Todesfälle durch die Geflügelseuche in der Volksrepublik auf fünf gestiegen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Peking berichtete. Chinas Landwirtschaftsministerium berichtete ferner einen neuen Ausbruch der Seuche unter Rebhühnern in der südchinesischen Region Guizhou. In Wudang nahe der Stadt Guiyang seien 16000 Rebhühner eines Bauern gestorben. Das auch für den Menschen gefährliche Virus H5N1 sei als Ursache bestätigt worden. 42000 Tiere seien notgeschlachtet worden.

Ein WHO-Sprecher berichtete, ein zehnjähriges Mädchen in der Region Guangxi in Südchina und ein 35-jähriger Mann in der Provinz Jiangxi in Ostchina seien im Dezember an den Folgen der Vogelgrippe gestorben. Warum die Behörden ihren Tod so spät mitgeteilt haben, blieb unklar. Ihre Erkrankungen waren der WHO bekannt. Weltweit sind damit nach WHO-Angaben 80 Menschen nachweislich an der Vogelgrippe ums Leben gekommen. Am Vortag hatte Chinas Gesundheitsministerium den achten Fall einer Erkrankung eines Menschen offiziell eingeräumt.

Experten gehen allerdings davon aus, dass es in China wesentlich mehr Infektionen gibt, die aber bislang nicht aufgedeckt worden sind. Auch wird noch lange nicht jeder Ausbruch der Vogelgrippe unter Geflügel entdeckt, wurde geschildert. Erst am Vortag hatte das Gesundheitsministerium gefordert, die medizinischen Einrichtungen auf dem Land müssten besser in die Lage versetzt werden, einen Ausbruch festzustellen oder Infektionen richtig zu diagnostizieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte umfangreiche Anstrengungen mit den Bundesländern im Kampf gegen die Vogelgrippe zugesagt. Die Länderminister sollen bei dem Treffen in Berlin über die Ergebnisse von Kontrollen bei der Einreise aus betroffenen Staaten berichten. Einige Bundesländer hatten bereits begonnen, Reisende aus der Türkei und aus Südosteuropa schärfer zu kontrollieren. Das akute Vogelgrippe-Risiko für Deutschland ist laut Seehofer trotz der Ausbreitung in der Türkei nicht gestiegen.

Die Vorsitzende des Bundestags-Agrarausschusses, Bärbel Höhn (Grüne), geht von einem größeren Risiko der Ausbreitung der Tierseuche nach Deutschland aus. «Die Gefahr, dass wir in diesem oder im nächsten Jahr die Vogelgrippe auch bei uns haben werden, ist massiv gestiegen», sagte Höhn.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) regte im Vorfeld des Treffens in Berlin gezielte Kontrollen auf Straßen und Flughäfen an. Diese müssten sich besonders auf Reisende aus der Türkei und anderen Risikogebieten konzentrieren, sagte er der «Berliner Zeitung». Ferner sprach er sich für einen bundesweiten Stallzwang aus, sobald die Zugvögel im Frühjahr Deutschland überfliegen. Dies könnte bereits im Februar sein.

In der osttürkischen Provinz Sivas steckte sich indes ein weiterer Mensch mit der Vogelgrippe an: Laut Medienberichten handelt es sich um eine 37-jährige Frau aus einem Dorf nahe der Kleinstadt Kangal. Sie habe verendete Hühner mit bloßen Händen in den Abfall geworfen. Damit werden zurzeit 13 Vogelgrippepatienten in der Türkei behandelt. In der vergangenen Woche waren drei Kinder in der Universitätsklinik der osttürkischen Stadt Van gestorben.

gaby
11.01.2006, 14:52
11.01.2006, 14:58 Uhr
Bauernpräsident Sonnleitner will mehr Kontrollen wegen Vogelgrippe
Berlin (dpa) - Bauernpräsident Gerd Sonnleitner verlangt wegen der näher rückenden Vogelgrippe schärfere Kontrollen. Vor allem an den Flughäfen müsse mehr getan werden, sagte er kurz vor der übermorgen in Berlin beginnenden Grünen Woche. «Es ist unglaublich, was Reisende an Fleisch und Geflügel mitschleppen», warnt Sonnleitner. Deutschland hat der Türkei bereits Unterstützung beim Kampf gegen die Tierseuche angeboten. Agrarminister Horst Seehofer trifft heute Nachmittag seine Länderkollegen. Er plant eine erneute Stallpflicht für Geflügel.

gaby
11.01.2006, 14:55
EU-Staaten sollen verstärkt auf Vogelgrippe testen


Brüssel (AFP) - Die EU-Mitgliedstaaten müssen zur Bekämpfung der Vogelgrippe innerhalb der nächsten vier Wochen in Brüssel nationale Pläne zur Überwachung der Seuchenlage vorlegen. Im Mittelpunkt stehen dabei Tests an Geflügel und Wildvögeln, wie die EU-Kommission am Mittwoch berichtete. Die Behörde hatte zuvor von den Seuchenexperten der Mitgliedstaaten grünes Licht für die verstärkte Überwachung bekommen. Aus der Gemeinschaftskasse sollen zwei Millionen Euro zu den Kosten für die Tests zwischen Februar und Dezember zugeschossen werden. Über die darüber hinausgehenden Finanzierung soll erst im Februar entschieden werden.

gaby
11.01.2006, 15:04
gepostet von Rudelmaus:

Heute in FAZ :

Aktuell Natur und Wissenschaft Medizin
Vogelgrippe-Virus H5N1 unter dem Mikroskop
Vogelgrippe

Vogelgrippe-Infekte häufiger, aber h a r m l o s e r

11. Januar 2006 Menschen stecken sich mit dem Vogelgrippevirus H5N1 offenbar öfter an, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen, die meisten Infektionen verlaufen aber auch milder als vielfach angenommen. Das ergibt sich zumindest aus den Ergebnissen einer neuen Studie, die Wissenschaftler des Karolinska-Instituts in Stockholm vor anderthalb Jahren in Vietnam vorgenommen haben.

Zu der Zeit galt Vietnam, das die Tierseuche inzwischen als "unter Kontrolle" führt, als einer der größten Seuchenherde für H5N1 in Südostasien. Bis Ende 2005 infizierten sich offiziell 93 Vietnamesen mit dem Virus, 42 sollen daran gestorben sein. Glaubt man den Erhebungen der schwedischen Forscher, die sie in knapp 12.000 Haushalten mit rund 45.000 Bewohnern im ländlichen Fila-Bavi in der Ha-Tay-Provinz vorgenommen haben, geben beide Zahlen nur die Spitze eines Eisberges wider.

Hautkontakt mit dem Geflügel

Die Vietnamesen wurden ausführlich nach totem und krankem Geflügel auf ihrem Hof, nach dem Kontakt zu Tieren und nach Grippesymptomen bei sich selbst befragt. Obwohl die mikrobiologischen Belege für Infektionen fehlen, glauben die Forscher aus den Angaben der Menschen herauslesen zu können, daß es einen direkten Zusammenhang zwischen Hautkontakt mit krankem oder totem Geflügel und Grippeinfekten gab. Sie schätzen die Zahl der Infektionen unter den Befragten auf mindestens 650 bis 750.

Offiziell war aber trotz einer starken Epidemie unter den Tieren nur ein Fall einer Vogelgrippeinfektion beim Menschen registriert worden. Die Forscher schließen daraus, daß es offenbar häufiger zu Infektionen beim Menschen kommt, die in den meisten Fällen mehr oder weniger unbemerkt ausheilen. Ein direkter Kontakt mit den Tieren oder infiziertem Material sei auf jeden Fall nötig. Das Ergebnis bedeutet freilich auch, daß die Tödlichkeit des Virus wesentlich geringer ist, als die Zahlen vermuten lassen, was viele Virologen lange schon vermutet hatten.


Text: F.A.Z., 11.1.2006
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Zum Thema
FAZ.NET-Sonderseite Vogelgrippe

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gaby
11.01.2006, 22:04
THEMA DES TAGES
11. Januar 2006, 18:22

Erneute Stallpflicht für Geflügel rückt näher

Horst Seehofer will Maßnahmen gegen die Vogelgrippe abstimmen.


Berlin/Ankara/Peking (dpa) - Angesichts der Vogelgrippe-Epidemie in der Türkei will die Bundesregierung Geflügel in Deutschland wieder in die Ställe sperren. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hält ein neues Freilaufverbot für «höchstwahrscheinlich».

Er plane auch schärfere Kontrollen an den Grenzen, kündigte Seehofer am Mittwoch in Berlin an. Mehr Deutsche haben laut einer forsa-Umfrage für den Sender n-tv Angst vor der Vogelgrippe: Nach 16 Prozent im Oktober gaben nun 25 Prozent an, dass sie das Virus fürchten; drei Viertel äußerten sich aber weiter unbeeindruckt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betonte: «Es gibt keinen Grund zur Panik».

In China wurde der Tod zweier weiterer Menschen an dem Vogelgrippe-Virus H5N1 bestätigt. Weltweit erhöhte sich damit die Zahl der Opfer nach WHO-Angaben auf 80. Die Tierseuche in der Türkei dürfe nicht überdramatisiert werden, sagte der Leiter des WHO- Regionalbüros Europa, Marc Danzon, in Ankara. Die Bundesregierung bot der Türkei an, Experten des Robert Koch-Instituts ins Land zu schicken. Sie könnten bei der Suche nach Eindämmungsmöglichkeiten für die Tierseuche helfen.

Auch das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit rechnet mit einer erneuten Stallpflicht. «Wir werden das aber erst Ende Januar, etwas zeitnaher, empfehlen, wenn wir mehr Informationen haben», sagte Institutspräsident Thomas Mettenleiter dem Radiosender Antenne Mecklenburg-Vorpommern. Der thüringische Verbraucherminister Klaus Zeh (CDU) sagte der dpa, er halte eine Stallpflicht von «irgendwann im Februar» an für wahrscheinlich. Er betonte: «Eine Gefährdung für den Menschen ist zurzeit noch nicht gegeben. Es bleibt eine Krankheit unter Vögeln.» Seehofer sprach am Nachmittag in der Hauptstadt mit den seinen Kollegen aus den Bundesländern über Vorsichtsmaßnahmen.

Nach dpa-Informationen prüfen Bund und Länder neben verstärkten Kontrollen eine Deklarationspflicht. Der Einreisende müsste dann erklären, dass er keine verbotenen Produkte einführt. Seehofer plant außerdem, Reisende verstärkt zu informieren, etwa durch Fluggesellschaften. Eine erneute Stallpflicht werde aber erst in Kraft treten, wenn ein Risiko durch Zugvögel bestehe. Der bayerische Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) forderte schärfere Maßnahmen an den Außengrenzen der Europäischen Union. «Neben der Stallpflicht müssen die EU-Außengrenzen dicht gemacht werden», verlangte er in Berlin.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner sagte: «Es ist unglaublich, was Reisende an Fleisch und Geflügel alles mitschleppen.» Er erwarte weiterhin scharfe Kontrollen an Flughäfen und Grenzen. Im Fernsehsender n-tv sagte Sonnleitner, es sei mit einem wirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe zu rechnen, wenn die Vogelgrippe auf Deutschland übergreift.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium appellierte an Touristen, direkte Tierkontakte zu vermeiden, keine Geflügelmärkte zu besuchen und nur gekochtes oder gebratenes Geflügelfleisch zu essen. Aus Deutschland reisten im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Touristen in die Türkei. Nach WHO-Angaben können Urlauber auch weiter problemlos in die Türkei fahren. Dort sei keine «Mutation» des für Menschen gefährlichen Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt worden, die zu einer weltweiten Epidemie führen könnte.

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) warnte vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe in der Türkei. Es handele sich «um eine ernsthafte Gefahr» für die Nachbarländer. Die Tierseuche ist mittlerweile in mehr als 20 der 81 Provinzen aufgetreten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in der Türkei bisher 15 Vogelgrippefälle beim Menschen nachgewiesen.

Die Europäische Union stellt für einen Langzeittest von Wildvögeln auf das Vogelgrippevirus weitere zwei Millionen Euro bereit. Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, wurden bisher Proben von rund 25 000 Wildvögel getestet, ohne dass das aggressive H5N1-Virus gefunden wurde.

Obwohl Seehofer appelliert hatte, bei der Grünen Woche in Berlin kein Geflügel zu zeigen, gibt es auf der Agrarmesse auch Federvieh. Der Leiter des WHO-Influenzaprogramms, Klaus Stöhr, forderte strenge Personen- und Tierkontrollen während der Messe, die an diesem Freitag beginnt. Nach Angaben der Messe Berlin wurden alle Vögel geimpft.

gaby
11.01.2006, 22:11
Bayern für Vogelgrippeausbruchs gerüstet
- 11.01.2006


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München (aho) - Für den Fall eines Vogelgrippeausbruchs in den
bayerischen Geflügelbeständen hält Bayern geschultes Personal,
eingespielte Organisationsabläufe und vor allem effektive, mobile
Tötungsanlagen bereit, was ein äußerst schnelles Eindämmen des
primären Infektionsherdes garantieren soll. Denn aus epidemiologischer
Sicht ist bei Ausbruch einer Seuche ''Schnelligkeit Trumpf''. Dafür
hat nach Auskunft des Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz der Freistaat im Jahre 2005 zum Preis von 60.000
Euro eine mobile Elektrotötungsanlage angeschafft, die pro Stunde bis
zu 4000 Tiere rasch und schmerzfrei tötet. Außerdem stehen seit
längerem drei weitere mobile CO2-Einschläferungsanlagen mit einer
Kapazität von rund 500 Tieren pro Stunde bereit. Mit den landesweit
verteilten Tierkörperbeseitigungsanstalten ist Bayern außerdem dafür
gerüstet, die Kadaver rasch zu entsorgen.





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gaby
12.01.2006, 13:50
Backhaus: Abgestimmtes Handeln von Bund und Ländern bei Vogelgrippe notwendig
- 12.01.2006


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Schwerin (aho) - Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) setzt
sich für eine stärkere Kontrolle des Reiseverkehrs aus den von der
Vogelgrippe betroffenen Gebieten ein. "Das betrifft die Überwachung
der Flughäfen ebenso wie den Auto- und Busreiseverkehr sowie der Bahn
und in Häfen", sagte Minister Backhaus heute in Schwerin. Am Flughafen
Rostock-Laage wurden die Kontrollen der Reisenden verschärft. Die
zuständigen Behörden der Polizei und beim Zoll wurden ebenfalls
aufgefordert, verstärkt auf Reiseverkehr aus den betroffenen Ländern
zu achten. Eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern sei
dabei unabdingbar. "Nur durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln ist
es möglich, das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe nach
Deutschland so gering wie möglich zu halten", betonte Minister
Backhaus.

Minister Backhaus geht davon aus, dass es im Frühjahr wieder zu einem
Freilandverbot für Geflügel kommen wird, wenn die Risikobewertung
durch das Friedrich-Löffler-Institut dies nötig macht. Auch kann es
wieder zu einem Verbot von Geflügelschauen kommen. "Ich würde mir
wünschen, wenn wir hier zu einer bundesweit einheitlichen Regelung
finden könnten", sagte Minister Backhaus. In Mecklenburg-Vorpommern
sind derzeit Geflügelschauen wieder möglich, allerdings mit Auflagen.

Das Wildvogelmonitoring wird in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin
durchgeführt. Bis Ende Dezember 2005 waren insgesamt mehr als 800
Proben untersucht worden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden sieben
Gebiete als Beprobungsgebiete für Wildenten und Wildgänse ausgewiesen.

Minister Backhaus appelliert an die Bürger, weiterhin aufmerksam zu
sein und Vorkommnisse von toten Vögeln oder auffälliges Verhalten von
Geflügel zu melden. "Um eine mögliche Gefahr abzuwenden sind Bürger -
insbesondere Geflügelhalter - und Behörden gleichermaßen gefordert",
sagte der Minister.





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gaby
12.01.2006, 19:19
Backhaus: Abgestimmtes Handeln von Bund und Ländern bei Vogelgrippe notwendig
- 12.01.2006


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Schwerin (aho) - Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) setzt
sich für eine stärkere Kontrolle des Reiseverkehrs aus den von der
Vogelgrippe betroffenen Gebieten ein. "Das betrifft die Überwachung
der Flughäfen ebenso wie den Auto- und Busreiseverkehr sowie der Bahn
und in Häfen", sagte Minister Backhaus heute in Schwerin. Am Flughafen
Rostock-Laage wurden die Kontrollen der Reisenden verschärft. Die
zuständigen Behörden der Polizei und beim Zoll wurden ebenfalls
aufgefordert, verstärkt auf Reiseverkehr aus den betroffenen Ländern
zu achten. Eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Bundesländern sei
dabei unabdingbar. "Nur durch gemeinsames und abgestimmtes Handeln ist
es möglich, das Risiko der Einschleppung der Vogelgrippe nach
Deutschland so gering wie möglich zu halten", betonte Minister
Backhaus.

Minister Backhaus geht davon aus, dass es im Frühjahr wieder zu einem
Freilandverbot für Geflügel kommen wird, wenn die Risikobewertung
durch das Friedrich-Löffler-Institut dies nötig macht. Auch kann es
wieder zu einem Verbot von Geflügelschauen kommen. "Ich würde mir
wünschen, wenn wir hier zu einer bundesweit einheitlichen Regelung
finden könnten", sagte Minister Backhaus. In Mecklenburg-Vorpommern
sind derzeit Geflügelschauen wieder möglich, allerdings mit Auflagen.

Das Wildvogelmonitoring wird in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin
durchgeführt. Bis Ende Dezember 2005 waren insgesamt mehr als 800
Proben untersucht worden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden sieben
Gebiete als Beprobungsgebiete für Wildenten und Wildgänse ausgewiesen.

Minister Backhaus appelliert an die Bürger, weiterhin aufmerksam zu
sein und Vorkommnisse von toten Vögeln oder auffälliges Verhalten von
Geflügel zu melden. "Um eine mögliche Gefahr abzuwenden sind Bürger -
insbesondere Geflügelhalter - und Behörden gleichermaßen gefordert",
sagte der Minister.





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Vogelgrippe: Bayern rüstet sich für Seuchenfall +++ 30.000 Legehennenbetriebe im Land
- 12.01.2006


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Obererding / München (aho) - Bayern begrüßt die von
Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer und den Ländern
vorgenommene Koordination der Vogelgrippe-Vorsorgemaßnahmen; auch dass
den Forderungen Bayerns Rechnung getragen wurde, bereits bis Ende
Januar die Aufstall-Risikoanalyse vorzunehmen. Dies betonte Bayerns
Verbraucherminister Werner Schnappauf heute in Oberding (Lkr. Erding).
Bayern, so Schnappauf weiter, behält sich aber ausdrücklich vor,
gegebenenfalls schon vor dem 1. März eine Stallpflicht anzuordnen,
sollten die wissenschaftlichen Vogelzug-Experten dies befürworten.
Denn wegen der Klimaerwärmung setzt der Hauptvogelzug möglicherweise
schon Mitte Februar ein.

Nach Ansicht Schnappaufs müssen nicht nur die Vorsorgemaßnahmen
ausgeweitet, sondern auch die Vorbereitungen für mögliche
Bekämpfungsmaßnahmen bei Seuchenausbruch intensiviert werden, betonte
der Minister bei der Vorstellung der vier im bayerischen Oberding
stationierten mobilen Anlagen zur Tötung von infiziertem Geflügel.
Zusätzlich zu den innerbayerischen Bekämpfungsmaßnahmen erklärt sich
Bayern im Interesse der bundesweiten Solidarität bereit, den Aufbau
eines mobilen Tierseuchen-Bekämpfungszentrums mit Sitz in
Niedersachsen mitzufinanzieren: Denn vor allem finanziell weniger
leistungsstarke Bundesländer, die sich eine eigene Tierseuchen-''task
force'' nicht leisten können, profitieren von dem mobilen
Bekämpfungszentrum. Ziel ist es, dass das ca. 3 Millionen Euro teure
mobile Containerdorf bis zum Jahresende in Niedersachsen einsatzbereit
ist. Bei Ausbruch einer Tierseuche kann es dann zügig über Lkws an den
Ort des Geschehens verlagert werden und fungiert dort als Krisen- und
Einsatzzentrum. Das Containerdorf ist vollständig eingerichtet und
arbeitet autonom; es kann auch für Übungs- und Trainingszwecke
verwendet werden.

Der Freistaat rüstet sich für den Fall eines Vogelgrippeausbruchs in
den bayerischen Geflügelbeständen: Geschultes Personal, eingespielte
Organisationsabläufe und vor allem effektive, mobile Tötungsanlagen
garantieren ein äußerst schnelles Eindämmen des primären
Infektionsherdes. Denn aus epidemiologischer Sicht ist bei Ausbruch
einer Seuche ''Schnelligkeit Trumpf''. Bei Seuchenausbruch muss mit
hohen Infektionszahlen gerechnet werden: Bayern hat rund 30.000
Legehennenhaltungen mit insgesamt 4,3 Millionen Legehennen, 650
Masthühnerhaltungen mit 31 Millionen Masthühnern, 150 Putenhaltungen,
über 1000 Entenhaltungen und rund 500 Gänsehaltungen.

Die von Bayern für 60.000 Euro hierfür angeschaffte
Elektro-Tötungsanlage ist zwischenzeitlich in der
Tierkörperbeseitigungsanlage in Oberding eingetroffen. Die mobile
Anlage kann innerhalb von Stunden an jedem Ort in Bayern verbracht und
einsatzbereit sein. Sie ist in der Lage, in Übereinstimmung mit den
Tierschutzschlachtverordnung schnell und schmerzfrei bis zu 4000
Hühner in der Stunde zu töten. Drei weitere mobile
CO2-Einschläferungsanlagen stehen ebenfalls in Oberding zur Verfügung,
die eine Kapazität von 500 Hühnern in der Stunde haben.

Darüber hinaus hat der mobilen Veterinärdienst Bayern bereits eine
bayernweit einheitliche Vorgehensweise festgelegt. Diese
Handlungsanleitung im Seuchenfall ist für alle Veterinärämter
verpflichtend. Tritt der Verdacht auf Vogelgrippe in einem Betrieb
auf, läuft folgendes ab:

· Der Geflügelhalter und der Tierarzt melden den Verdacht dem
Amtstierarzt beim Landkreis.

· Bejaht der Amtstierarzt einen begründeten Verdacht, wird der Hof
gesperrt.

· Proben der Tiere werden beim Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit (LGL) analysiert und parallel an das Nationale
Referenzlabor, das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems
versandt, an dem die Influenza-Stämme festgestellt werden. 2007 soll
diese Abklärung auch am LGL möglich sein.

· Um den betroffenen Geflügelhof wird ein Sperrbezirk mit einem Radius
von drei Kilometern gezogen. Für alle Geflügelhalter in diesem Umkreis
gilt eine so genannte Verdachtssperre: Kein Tier darf rein, keines
darf raus. Gleichzeitig werden alle Kontaktbetriebe mit dem
betroffenen Geflügelhof ermittelt, um eine schnelle Aussage über den
möglichen Ausbreitungsweg des Erregers zu erhalten.

· Spätestens wenn sich der Vogelgrippe-Verdacht durch eine
Untersuchung beim FLI (Insel Riems) und dem EU-Referenzlabor in
Weybridge (Großbritannien) bestätigt, werden alle Tiere des
betroffenen Bestandes getötet. Bei eindeutigen Anzeichen sind Tötungen
bereits in allen früheren Phasen möglich. Gleiches gilt für Geflügel,
das mit dem betroffenen Bestand unmittelbaren Kontakt hatte
(Ansteckungsverdacht).

· In einem Umkreis von 10 Kilometern wird ein Beobachtungsgebiet
eingerichtet, in dem alle Bewegungen von Geflügel ''eingefroren''
werden (sog. stand still).





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gaby
13.01.2006, 10:06
13.01.2006, 09:40 Uhr
Bauernpräsident will erneut bundesweite Stallpflicht
Berlin (dpa) - Auch Bauernpräsident Gerd Sonnleitner kann sich eine neue bundesweite Stallpflicht für Geflügel vorstellen. Jedoch erst dann, wenn die Gefahr der Vogelgrippe-Übertragung durch Zugvögel wieder größer werden sollte. Agrarminister Horst Seehofer will das aber erst Ende des Monats entscheiden. Derweil haben Forscher eine Veränderung des Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt. Es kann leichter auf den Menschen übertragen werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte allerdings noch einmal vor Panikmache.

gaby
13.01.2006, 14:13
Heute per PN von yossy:

Hallo gaby, bei ntv oder N24 habe ich heute nacht ein lLaufband gesehen, nach dem der Vogelgrippeerreger scheinbar bereits mutiert ist. Dieser Typ soll nun leichter an eine menschliche Zelle andocken kölnnen als wie an eine Vogelzelle. Grüße Peter

gaby
13.01.2006, 15:12
von Tyrael;
Nachrichten aus dem Ressort Panorama aus Ihrer Zeitung

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"Da spielen sich regelrechte Dramen ab"
Vogelgrippe erreicht türkischen Badeort an Ägäis/Zoll will am Frankfurter Flughafen Kontrollen ausweiten

Vom 11.01.2006


RHEIN-MAIN Die Gefahr einer Vogelgrippe rückt näher an die Rhein-Main-Region heran. Im Zentrum steht der Frankfurter Flughafen. Der Zoll kündigte gestern an, die Kontrollen bei Passagieren, die aus der Türkei kommen, zu erhöhen.


Von

Markus Lachmann

Die Vogelgrippe erreicht die Ägäis: Im türkischen Urlaubsort Kusadasi werden verendete Tauben und Amseln gefunden. Vier Menschen mit Verdacht auf eine Infektion müssen ins Krankenhaus. Mittlerweile sind 13 Vogelgrippe-Patienten in der Türkei aktenkundig, und auch in Deutschland steigt die Nervosität. Alleine am Frankfurter Flughafen landen jeden Tag zehn Maschinen mit hunderten Passagieren aus der Türkei. Der Zoll in Frankfurt will nun die Kontrollen der Türkeiflieger verstärken. Derzeit werden zehn Flugzeuge am Tag durchsucht. Darunter Maschinen aus der Türkei, China, Rumänien, Indonesien, Kasachstan, Kroatien oder Kambodscha. Für die Passagiere, die ihr Gepäck in einem Abfertigungsraum des Terminals 1 untersuchen lassen müssen, wird dies oft zur Nervenprobe: Bis zu drei Stunden kann die Prozedur bei einem voll ausgebuchten Flieger dauern. Flucht unmöglich.

"Da spielen sich Dramen ab", weiß Zoll-Sprecher Andreas Urbaniak. So sei es bereits zu Schlägereien zwischen chinesischen Passagieren oder zu Übergriffen auf Beamte gekommen. Vor allem bei Maschinen aus der Türkei wird der Zoll immer wieder fündig: Geflügelfleisch, Federn, selbst Entenzungen finden sich in den Koffern. Ministerien und untergeordnete Behörden im Rhein-Main-Gebiet sind gewarnt. Ein Vogelgrippe-Fall hierzulande "gewinnt an Wahrscheinlichkeit", erklärt Horst Harald Weirich, Chef des Veterinär- und Gesundheitsamtes des Kreises Mainz-Bingen. Sollte tatsächlich ein Patient Symptome des gefährlichen H5N1-Virus zeigen, werde dies vom Arzt an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet, die wiederum die Ministerien informieren müssen. Auch das Robert-Koch-Institut werde eingeschaltet. Eine Quarantäne wäre nach bisherigem Erkenntnisstand nicht nötig, meint Weirich: Es sei nicht nachgewiesen, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen wird. Ein infizierter Patient müsste mit normalen Grippemitteln wie etwa Tamiflu oder Relenza behandelt werden. Das Kreisveterinäramt müsste mögliche Grippe-Vögel aufspüren und töten. Weirich rechnet damit, dass im März, wenn Zugvogel-Zeit ist, die Stallpflicht für Hühner erneut angeordnet wird. Reisen etwa in die Türkei, nach Thailand, Vietnam und China sind aus seiner Sicht unbedenklich. "Man sollte aber nicht gerade eine Geflügelfarm besuchen oder in Bussen mit herumflatternden Hühner mitfahren."

gaby
13.01.2006, 15:54
Türke offenbar an mutiertem H5N1-Virus gestorben



London/Berlin (AFP) - Eines der Vogelgrippe-Opfer in der Türkei ist nach Erkenntnissen britischer Wissenschaftler an einer mutierten Form des Virus H5N1 gestorben. Dabei handele es sich um eine Form, die für den Menschen besonders gefährlich sei, teilten die Forscher in London mit. Die Bundesregierung befürchtet, dass die Maßnahmen der Türkei im Kampf gegen die Vogelgrippe unzureichend seien. Bayern forderte die schnelle Entwicklung eines Impfstoffs für den Fall einer gefährlichen Pandemie.

Die entdeckte Virusform sei bereits 2003 in Hongkong und 2005 in Vietnam festgestellt worden, sagten die britischen Forscher. Die in Hongkong gefundene H5N1-Form fixiert sich eher an menschlichen Zellen als an Zellen von Geflügel. Es sei anzunehmen, dass "der türkische Virus die gleichen Eigenschaften" habe, erklärten die Weltgesundheitsbehörde (WHO) und der Leiter des britischen Forschungsrats, John Shekel.

Die Gesundheitsexperten fürchten vor allem, dass das Vogelgrippe-Virus so mutiert, dass die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. In diesem Fall droht eine weltweite Pandemie mit möglicherweise Millionen Opfern. In der Türkei erkrankten bislang 18 Menschen an der Vogelgrippe; drei Menschen starben.

"Ich sehe die große Gefahr, dass die türkischen Behörden die Ausbreitung der Seuche nicht in den Griff bekommen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gerd Müller (CSU), dem "Münchner Merkur". In Ostanatolien seien die Strukturen "vollkommen unübersichtlich". Die Bundesregierung und deutsche Institute hätten ihre Unterstützung angeboten. Leider habe die türkische Regierung den Ernst der Lage über Wochen nicht erkannt und sei "bislang auf Hilfsangebote nicht eingegangen".

"Wir müssen in der Lage sein, die Bevölkerung wirksam schützen zu können. Die bisher vom Bund angekündigten 20 Millionen Euro für die Impfstoffentwicklung reichen nicht aus", sagte Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU) der "Passauer Neuen Presse". Die Bundesregierung hatte im Oktober angekündigt, die Forschungsarbeiten mit 20 Millionen Euro zu fördern. Hessens Verbraucherschutzminister Wilhelm Dietzel (CDU) sprach sich für ein hessisches Vogelgrippe-Sonderprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro aus.

Die EU will nach den Worten von Außenkommissarin Benita Ferreo-Waldner 80 Millionen Euro bereitstellen. "Eine globale Bedrohung braucht eine globale Antwort", sagte sie.

gaby
13.01.2006, 15:58
Seuchenexperte: Die Lage bei der Vogelgrippe ist ernst
- 13.01.2006


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Zürich (aho) - In einem Gespräch mit der NZZ (Neue Zürcher Zeitung)
weist der Veterinärmediziner Christian Griot, Direktor des Instituts
für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe in Mittelhäusern im Kanton
Bern (Schweiz) auf Versäumnisse bei der Bekämpfung der Vogelgrippe in
der Türkei hin. Die Aussichten für eine rasche Eindämmung beurteilt er
skeptisch. Entscheidend sei nun die Information der Tierhalter.

Sie können den Beitrag aus der NZZ (12.01.06 Nr. 9 S. 2) als
PDF - Dokument von der AHO - Hauptseite unter dem Menüpunkt
"Vogelgrippe" laden.



EU-Kommission sagt 80 Mio. EUR für die Bekämpfung der Vogelgrippe in Drittländern zu
- 13.01.2006


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Brüssel (aho) - Auf der Internationalen Geberkonferenz zur Vogelgrippe
und Humangrippe-Pandemie, die am 17. und 18. Januar in Peking
stattfindet, wird die Europäische Kommission als Beitrag zur
Bekämpfung der Vogelgrippe u.a. einen Zuschuss von bis zu 80 Mio. EUR
zusagen, um die Verbreitung des Virus in den Entwicklungsländern,
insbesondere auf dem asiatischen Kontinent zu unterbinden. Das Ziel
der Konferenz ist die Mobilisierung und Koordinierung der Gebermittel,
um auf nationaler, regionaler und globaler Ebene möglichst effizient
gegen die Vogelgrippe und eine etwaige Grippepandemie vorgehen zu
können. Die bereitgestellten Gelder werden vorrangig zur Unterstützung
von integrierten nationalen Gegenstrategien in Drittländern eingesetzt
und ergänzen die erheblichen Anstrengungen dieser Länder. Der für
Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos
Kyprianou wird den von der Kommission beschlossenen Beitrag bekannt
geben. Die Finanzierung erfolgt aus den für Außenbeziehungen
eingesetzten Haushaltsmitteln und aus dem EEF. Gemeinsam mit der von
den EU-Mitgliedstaaten bereitgestellten Unterstützung werden diese
Gelder in einer Gesamtfinanzierungszusage aller Konferenzteilnehmer
gebündelt. An der Konferenz nehmen über 90 Staaten und 25
Organisationen teil, u.a. die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das
Internationale Tierseuchenamt (OIE) und die Organisation für Ernährung
und Landwirtschaft (FAO).

Benita Ferrero-Waldner, die für Außenbeziehungen und
Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissarin, begrüßte die
vereinten internationalen Anstrengungen: "Diese Konferenz ist ein
entscheidender Schritt für die weltweite Bekämpfung der Vogelgrippe.
Ich bin überzeugt, dass durch die von der Kommission bereit gestellten
umfangreichen Mittel die am stärksten hilfebedürftigen Länder in
Asien, Afrika und die Nachbarländer in Europa, im Mittleren Osten und
Nordafrika maßgeblich unterstützt und ihre Strategien zur Bekämpfung
der Vogelgrippe und zur Abwendung einer drohenden Pandemie
entscheidend gestärkt werden."

Der EU-Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Louis Michel,
erklärte: "Unsere Maßnahmen zur Verhinderung einer Pandemie müssen
sich auf ein globales Konzept stützen, bei dem wir vorausschauend
handeln und nicht nur reagieren. Die Europäische Kommission ist
bereit, alle Entwicklungsländer bei ihrem Kampf gegen diese Bedrohung
zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt ist für uns dabei die
Eindämmung der Seuchengefahr in Afrika, unter besonderer
Berücksichtigung der möglichen Schwächen des dortigen
Tiergesundheitssystems. "

Kommissar Kyprianou kommentierte: "Die EU leistet Hilfe wo sie am
nötigsten ist. Die Kommission wird daher zusätzlich zu den
Mittelzusagen der einzelnen Mitgliedstaaten finanzielle Unterstützung
in beträchtlicher Höhe bereitstellen. Wir müssen jedoch auch mit den
am stärksten von der Vogelgrippe betroffenen Ländern zusammenarbeiten,
um die Kontrollmaßnahmen und die Kohärenz von veterinärmedizinischen
Maßnahmen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu stärken, die
Notfallplanung zu verbessern und Koordinierung und
Informationsaustausch in ausreichendem Maße zu gewährleisten. So kann
es uns gelingen, die Vogelgrippe zu besiegen und zu verhindern, dass
sie sich zu einer von Mensch zu Mensch übertragbaren Grippepandemie
von möglicherweise katastrophalem Ausmaß entwickelt."

Die Internationale Geberkonferenz wird von der Regierung der
Volksrepublik China, der Europäischen Kommission und der Weltbank
kofinanziert. Gestützt auf die Ergebnisse der Konferenz in Genf vom
November 2005, bei der der Bedarf der am stärksten von der Vogelgrippe
betroffenen Länder ermittelt wurde, und um besser auf eine mögliche
Übertragung auf den Menschen vorbereitet zu sein, werden auf der
Konferenz konkrete finanzielle Vereinbarungen für das Vorgehen gegen
die sozioökonomischen sowie tier- und humangesundheitlichen
Bedrohungen durch die Vogelgrippe getroffen.

Die Teilnehmer werden auf der Konferenz klar finanzielle Zusagen für
die betroffenen oder gefährdeten Länder machen und eine "Erklärung von
Peking" verabschieden, in der die wesentlichen Grundsätze einer
langfristigen internationalen Partnerschaft zur Bekämpfung der
Vogelgrippe festgelegt sind.

Der von der Kommission zugesagte Beitrag in Höhe von 80 Mio. EUR wird
aus dem Haushalt für Außenbeziehungen (50 Mio. EUR) und aus
EEF-Mitteln (30 Mio. EUR) finanziert. Dieser aus dem EEF finanzierte
Betrag bedarf der Genehmigung durch die AKP-Staaten, die für April
2006 erwartet wird.