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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vogelgrippe



bettelhuhn
18.08.2005, 11:38
Mich würde interessieren wo die Vögel aus den betroffenen Gebieten über Deutschland ziehen? Ornithologen hier im Forum könnten Licht ins Dunkel bringen.

Ferner würde mich interessieren, ab wann mit der Inhaftierung der Hühner zu rechnen ist(durch den Vogelzug) und wie dieses Einsperren konkret aussehen "könnte"

Ist es wahrscheinlich, dass ein überdachter Auslauf mit seitlichen Vogelschutznetzen noch erlaubt bleibt, oder werden die Tiere im Stall komplett verbleiben müssen

Die angedrohte Massnahme wurde für September angekündigt und bei besseren Wissen, könnte man noch bauliche Massnahmen ausführen, Schutznetze kaufen etc.

Gruss Thomas

apfel7
18.08.2005, 12:26
grüss gott... ich vermute dass die zugvögel den südwestlichen weg einschlagen, sprich richtung schweiz-frankreich ! wär eigentlich auch etwas in unserer flugschneise. schutznetze wuerden zumind. das eindringen eines zugvogels verhindern, nur wenn die in der luft abkoten und dieser faellt durch die schutznetze ins gehege der hühner, könnte dieser bestimmt auch die grippe verbreiten ! einige vögelarten ziehen noch bis mitte oktober und länger in den süden, nur seine hühner deswegen wochenlang einsperren ist kein schöner anblick, aber wenns hilft vor schlachtung, dann nimmt man das in kauf. eine richtung isolieren mit kunststoffwänden/behang usw. wie in krankenhäusern, würde garantiert mehr sicherheit bieten, nur kaum luftdurchlassen, und es wird schweine warm unter dieser schutzdecke. dann lieber hühner in den stall, fenster kippen, und lueftung einschalten.
gruss andrea

bettelhuhn
18.08.2005, 22:47
Morgen um 12.00 will sich die Kynast zu den geplanten Massnahmen äussern. Ihre letze Chance vor den Wahlen, noch mal richtig präsent zu wirken. Bin gespannt. Kann aber nichts Positives herauskommen. Ausstellungen sollte man in das Frühjahr verlegen, da ist die Chance zur Absage durch diesen Krankheitenkram am Geringsten. Wird doch wieder nichts mit den Ausstellungen im Herbst.

Warum fliegen Vögel aus der Ukraine eigentlich über Bayern in den Süden? Wäre es über Osteuropa nicht kürzer?

Tb.c

Hühnerknecht
18.08.2005, 23:00
Das mit den Fluglinien würde mich auch mal interresieren!

Bei uns habe ich immer nur in sehr kalten Wintern Vögel aus diesen Regionen gesehen (Wespen- und Rauhfussbussard, Tannenhäher).
Haben wir zumindest angenommen, hatten kein Schild um den Hals, wo sie herkommen.

Was pasiert dann eigentlich mit der Kynast?
Die sieht ja eigentlich schon immer krank aus? Kommt die dann auch in den Stall?

Gruß

Hühnerknecht

bettelhuhn
18.08.2005, 23:17
Das wäre das "Aus" der Freilandeier.

Tb.c

Hühnerknecht
18.08.2005, 23:22
Du wirst lachen,

aber das habe ich mir heute Abend bei der Stellungsnahme von Frau Kynast in den Heute-Nachrichten auch gedacht!

Gruß

Hühnerknecht

Hühnerknecht
18.08.2005, 23:37
Habe mir gerade mal die Seite des Verbraucherministeriums angeschaut.
Der Chef vom Ganzen: Frau Künast

Stellungsnahme zu Hühnerpest betrifft nur Reisende,die die betreffenden Regionen bereisen wollen.

Massnahmen die uns betreffen, Fehlanzeige!

Link

http://www.verbraucherministerium.de/index-272804D294E247F1BEF4F4F9D9C2BC4C.html

Gruß

Hühnerknecht

Tyrael
19.08.2005, 07:21
Sagt mal... bringt das einsperren der Hühner überhaupt was? Wenn sich die Grippe auch über Kot verbreitet, kann die Ansteckung doch auch nach der Frist eintreten oder? Der Kot wäre ja damit nicht weg aus dem Auslauf und wer weiß wie viele Singvögel sich in der Gegend anstecken oder soll ich die gleich mit einsperren? Am besten wir sperren die Hühner in einen sterilen Raum und lassen sie garnicht mehr raus... :stupid

Rudelmaus
19.08.2005, 07:26
Hat denn jemand Ahnung wie lange sich der Erreger im Kot hält ?
Vogelschiss auf der Wiese mit Sonneneinstrahlung ... das kann sich ja nicht ewig halten ( hoff! ).
Rm

Ines
19.08.2005, 08:31
sicher schon ne Weile, Sonne stimmt schon, wird vernichten.
Evtl. Ausläufe umarbeiten, ackern, wieder Sonne und dann wieder raus...
Jetzt heißt es aber hier überall, Freilaufhaltung wird wegen Zugvögeln ab September verboten????!!!
Gestern beschlossen?
LG Ines

Rookie
19.08.2005, 08:58
So wie ich gestern abend in den Tagesthemen gehört habe sollen die "Maßnahmen greifen", wenn die Vogelgrippe westlich des Ural auftaucht. Das kann sehr bald, oder aber auch nie sein.
In Holland gilt die Einstallungspflicht ab 1. September auf jeden Fall.

Meine persönliche Meinung dazu: Die Politiker sehen mal wieder ein "gefundenes Fressen" um sich für den Wahlkampf zu profilieren.
Mal ehrlich: Was sind schon 60 Tote in 2 Jahren angesichts vieler Verkehrsstatistiken (über 6.000 in D jedes Jahr, mehr als 10.000 jährlich z.B. in Vietnam...) oder hochgerechnet auf eine Weltbevölkerung von mehr als 6 Milliarden?
Es gibt schlimmere Krankheiten! Allein an der Malaria sterben stündlich MEHR als 60 Kinder auf der Welt!

Versteht mich nicht falsch, auch ich hätte im Zweifelsfall Angst um mein Kind. Aber diese Pandemie-Horrorszenarien sind meiner Meinung nach Panikmache der Politik und der Medien.

Den wirtschaftlichen Schaden, sollten wieder tausende von gesunden Tieren prophylaktisch gekeult werden, lasse ich hier mal ausser Acht...

Scybalon
19.08.2005, 09:01
Hmm...
Der Erreger ist ein Virus. D.H., "er" lebt nicht. Folglich kann er sich recht lange halten in Erde und Kot.

apfel7
19.08.2005, 09:49
da bin ich mal gespannt wenn die alle freilandtiere einsperren wielang dann in den läden noch eierschachteln mit freilandhaltung zu sehen sind, das wär ja dann auch schmu und verbrauchertaeuschung ! wenn deutschland pech hat bleibt es sehr lange in diesem stadium dass die ehemals freien tiere künftig immer drin bleiben müssen, und die cdu hätte ihren willen umgesetzt, wieder verstaerkt richtung käfighaltung zu kommen, klasse nachrichten, wa !
andrea

*Hühnerjan
19.08.2005, 10:00
Ich vermute mal,wir Holsteiner könnten Glück haben,das hier kein Zugvogel vorbeikommt,oder seh ich das falsch?

Ich hab ab nächste Woche ein Netz überm Auslauf,von aussen kommt nix mehr rein.

Einzig der durchfallende Kot von Fremdvögeln könnte ein Prob werden......

apfel7
19.08.2005, 10:27
wenn die zugvögel wirklich nur "drübervorbei fliegen" könnte man eine art plexiglas ueber den auslauf anbringen, und seitlich kommt ja dann noch luft rein, aber ist alles nur theorie, wirklich wissenschaftlich belegt ist gar nix 100%ig. leider.
ein umleitungsschild in der luft für zugvögel deutschland gesperrt wär cool :) aber was die seit jahrhunderten- tausenden schon machen können wir nicht mehr verbiegen. und ob nord-DL verschont bleibt, gute frage. ob in littaun hats auch zugvögel und was ist mit dene die in skandinavien leben ? die werden wohl auch in den süden reisen, sprich alles drunter wird überfliogen, auch die nordlichter.
andrea

bettelhuhn
19.08.2005, 10:27
Nicht zu vergessen die Grünzeugfüfferung. Die kannste dann auch vergessen. Zweifle aber daran, dass sich die durchschnittliche Halter so weitreichende Gedanken machen.

Welche Vögel über Deutschland ziehen, haben wir immer noch nicht rausbekommen?

apfel7
19.08.2005, 10:46
hier ein paar zugvögelarten:
http://www.nabu.de/m05/m05_03/01520.html

http://www.vogelruf.de/index.php?option=com_content&task=view&id=102&Itemid=45
mauersegler haben deutschland bereits verlassen.


http://www.welt.de/data/2005/08/09/757432.html
gefährliche zugvögel.

http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/aktuell/:Seuche-Vogelgrippe/544186.html
vogelgrippe ist nicht zu stoppen.

http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20050802-00000/
massenschlachtung in russland bereits im gange.

Huehnerbasti
19.08.2005, 10:48
Rotkehlchen und Grugänse kommen im Winter aus dem Osten rüber.
Ich weiß aber nicht was es da noch so gibt.

*Hühnerjan
19.08.2005, 10:50
Naja,und dann gibbed da noch die bekloppten 2 Beiner,die irgendein seltenes Federvieh aus Asien einschmuggeln(papagei,Kanarienvogel,was weiss ich),und keiner bekommt das mit,schon ham wir den salat......

Andreas
19.08.2005, 10:56
Hallo,

hier sind noch n paar Infos zur Vogelgrippe:

http://www.n-tv.de/568913.html


Gruß

Andi

Rookie
19.08.2005, 11:27
Aha, demnach heisst es jetzt "15. September", egal ob sich das Virus westlich vom Ural befindet, oder nicht.
Habe heute schon mit meiner Vermieterin den "Notfallplan" besprochen :-(
Wenn die Hühner wirklich im Stall bleiben müssen, sollen die Schafe in einen anderen Stall und die Hühner dürfen wenigstens im Schafstall etwas scharren. Sie will mit ihrem Mann reden. Bin nur gespannt, was da der Opa wieder zu sagt... :-[

apfel7
19.08.2005, 11:38
na das ist doch ein angebot, schafe raus, hühner rein, den schafen macht das nix aus, die können auch im november noch auf der wiesen grasen, aber ich denk mal der schafstall ist etwas grösser als die der hühner ?! nur diese pauschaldatumsangabe finde ich zu oberflächlich. einige zugvögel haben teilweise schon begonnen mit ihrer rueckreise und anderen fangen in den nächsten tagen/wochen an. aber punkt genau am 15.9. startet gewiss kein grosser schwarm los. typisch politiker.
andrea

Absahner
19.08.2005, 12:37
Den Haag (aho) - Kommerzielle Geflügelhalter müssen in den
Niederlanden zum Schutz vor der Vogelgrippe ihre Federtiere ab Montag
den 22. August 2005 in den Ställen halten. Das teilte soeben das
niederländische Landwirtschaftsministerium mit. Freilandhalter können
auch Vorrichtungen installieren, die den Kontakt von Geflügel mit
Wildvögeln verhindern.

Im Jahre 2003 wurden die Niederlande von einem verheerenden
Vogelgrippeseuchenzug heimgesucht, in dessen Verlauf 30 Millionen
Federtiere getötet werden mussten. Das Virus wurde damals mit großer
Wahrscheinlichkeit über Wildenten eingeschleppt.

http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20050819-00004/

Absahner

Rookie
19.08.2005, 12:55
Das Wort "kommerziell" lässt mich hoffen. Allerdings redete Frau Künast von "allen Geflügelhaltern".
Es hört sich so an, als ob Netze u.ä. doch z.T. ausreichen...

Absahner
19.08.2005, 12:58
Hannover (aho) - Angesichts möglicher Gefahren durch das
Vogelgrippevirus aus Russland und Kasachstan haben Vertreter der
niedersächsischen Geflügelwirtschaft ein schnelleres Verbot der
Freilandhaltung gefordert. Das berichtet der NDR. Die Bundesregierung
plant Schutzmaßnahmen ab dem 15. September. Der Vorsitzende des
Landesverbandes Geflügelwirtschaft, Wilhelm Hoffrogge, nannte den
Termin laut NDR "deutlich zu spät". Wunschtermin sei der 1. September.
Der Präsident der Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Friedrich Scholten,
bezeichnet die Vogelgrippe als "Riesengefahr". Im Bezirk Weser-Ems
sind 40 Prozent der gesamten deutschen Puten- und Masthühnerproduktion
angesiedelt

http://www.animal-health-online.de/aktuell.htm


Alleine die Menge an Meldungen, in denen es um Geflügel geht, macht mich sehr nachdenklich. ??? :(

Landei
19.08.2005, 13:05
Gilt das jetzt für alle Federviehhalter, auch private, oder nur für solche, die offiziell Eier verkaufen tun????

nine1278
19.08.2005, 13:09
die labertaschen sollen da in bonn oder wo auch immer mal endlich in die puschen kommen und konkrete aussagen machen!!! heut ist schliesslich schon der 19.8. . netze und ähnliches werden wohl knapp auf dem markt, wenn das so kommt.
ich hasse leute, die dauernd nur um den heissen brei drumzu erzählen...
lg nine

jsieben
19.08.2005, 13:11
RKI-Chef Kurth: Impfung aller Gefügelbestände nicht sinnvoll
18.08.2005

In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hat der Präsident des Robert-Koch-Institut, Reinhard Kurth, darauf hingewiesen, dass eine Impfung aller europäischen Geflügelbestände gegen die Geflügelpest mit dem neuen Greifswalder Impfstoff momentan nicht sinnvoll wäre. Die Experten vertreten nach Aussage Kurths die Meinung, dass eine Impfung die Tiere zwar vor einer Erkrankung, nicht aber vor einer Infektion schützen würde. Damit würden die Tiere zu Virusträgern und könnten es auch auf andere Tiere übertragen. Behauptungen, die davon ausgehen, dass der Erreger noch in diesem Jahr in der Lage sein könne, Millionen von Menschen zu infizieren, hält Kurth für reinen Alarmismus. Im Moment wisse niemand, wann und wo der Erreger die entscheidenden Mutationen vollziehen könnte. Allerdings tritt er auch Behauptungen entgegen, dass die Angst eingesetzt wird, um Behörden und pharmazeutischer Industrie weitere Steuermittel zukommen zu lassen. Die Gefahr einer Pandemie sei absolut real.



Ich fürchte, daß die Sache mit den Netzen nicht reichen wird...
Mit "Kontakt vermeiden" ist sicher nicht nur das "gemeinsame Kuscheln" von Hühnern und Spatzen gemeint, sondern jede mögliche Infektionskette. Und da gehört der Kot mit Sicherheit dazu. Der fällt nämlich problemlos durch die Maschen. und wird dann berührt. Möglicherweise reichen aber Folienzelte. Dann ist aber das technische Problem der Schneelast oder die Last von "Wassersäcken" nach dem Regen zu lösen. Das (potentiell) kontaminierte Regenwasser darf natürlich nicht den Auslauf erreichen. Wird also vermutlich nicht ganz einfach/billig zu lösen sein, das Problem.
Durch die Virusbelastung im Garten wird die Haft mit Sicherheit nicht nur wenige Tage, Wochen oder Monate dauern.
Vermutlich ist für lange Zeit kein fröhlicher Hahn mehr auf dem Misthaufen zu sehen.
Im Prinzip hat die Politik ja nicht Angst vor der Vogelgrippe als solches. Da gab es ja bisher nur wenige Todesfälle, sondern daß es mutiert und auf den Menschen übertragbar wird. Dann sind all die Hühnerfans, die ihre Lieblinge heimlich weiter draußen rumlaufen lassen, ein hohes Risiko.
Das Huhn wird von einem Zugvogel infiziert. Der Hühnerhalter infiziert sich beim Huhn. Normaler Weise noch kein Problem, weil das Immunsystem damit klar kommt. Aber dann...
Das Virus verbrüdert sich mit der kleinen Wintergrippe und schon haben wir den Schlamassel...
Der Schnupfen verläuft dieses Jahr tödlich.

Klausemann
19.08.2005, 13:19
Die Wissen doch auch alle nicht was Sache ist. Es kommt alles nur Häppchen Weise raus. Also erst mal den Gewerblichen (?) die Freilandhaltung verbieten.
Wenn es dann noch konkrete Fälle gibt, dann wird weiter sortiert. Da habt mal keine Bange .

Wo kommt eigentlich der H5N1 Virus her ?
Wie ist denn seine Entstehungsgeschichte ?

KLaus

SetsukoAi
19.08.2005, 13:24
Ich frage mich ehrlich wie ich das machen soll wenn es soweit kommt.
Ich hab 27 Enten, ca. 80 Hühner und 5000 m² Land. Wie soll ich das alles Zugvögelsicher machen?
In den Ställen kann ich sie nicht lassen, die sind zu klein um sie auf dauer da drin zu lassen.

Klausemann
19.08.2005, 13:31
SetsukoAi,

wieviel 3x3m Pavillons passen wohl in 5000 m² rein ? ;)

Das wäre aber immer noch ne Möglichkeit, kurzfristig seine Hühnies vor herunter fliegende Exkremente zu schützen . (Stallvergrösserung)

Langsam glaub ich schon selber dran :stupid

nine1278
19.08.2005, 13:32
27 enten, 80 hühner und einen geier, oder nicht?? *gg*

nein , spass beiseite. wir haben "nur" 10 hühner, die allerdings im bauwagen schlafen, aber ich möchte auch nicht dass 10 hühner wochen bis monatelang im bauwagen sitzen. ich hoffe es kommt nicht soweit, aber bei uns ist schon gestern abend die entscheidung gefallen, dass im katastrophenfall 5 "gehen" müssen...

deshalb will ich, dass die sich da endlich auskeksen, was passieren muss/soll.
nine

jsieben
19.08.2005, 13:35
Tja, dann bring mal Deinen Lieblingen bei, daß die Hälfte reif für den Topf ist.
Was meinst Du, wie lieb die dann zu Dir sind...
(Nach dem Motto: Wer sich einschleimt, lebt länger)

nine1278
19.08.2005, 13:41
nur, wie soll man es sonst regeln??wir haben mit 5 angefangen, bis die chiccas kapiert hatten , dass sie nicht im stall bleiben müssen, hat es 4 tage gedauert, und in der zeit hatten sie schon begonnen sich für die federn der anderen zu interessieren!!! 10 geht doch nicht über wochen und monate, ganz ohne auslauf...
lg
nine

jsieben
19.08.2005, 13:42
... und wieviel Platz ist im Wohnzimmer?
Reicht der Bausparvertrag für einen Wintergarten?

SetsukoAi
19.08.2005, 13:43
Die Legehühner und Mischlinge könnte ich theoretisch schlachten (auch wenn ich nicht will), aber dann habe ich immernoch 2 Entenrassen und 3 Hühnerrassen die ich behalten möchte (habe sie erst dieses Jahr großgezogen) und dann will ich die gleich schlachten :(.

Landei
19.08.2005, 13:43
Das ist aber doch alles wahnsinnig undurchführbar, so wie Ihr das beschreibt. Fein heraus sind (offenbar wie immer) die Kommerz-Produzenten, die ihre Tiere eh nur als Fleisch- und Eiermaschinen eingesperrt halten.

Sogar ich werde heuer mal zur Grippeschutzimpfung dackeln, schätze ich. Sicher ist sicher. Damit das hier beschriebene Viren-Verbrüderungs-Szenario vielleicht nicht stattfindet???

Es geht ja irgendwie auch nicht um die Anzahl von Viechern und ob man sie kommerziell nutzt oder nur privat gern Eier sucht - es geht ums Prinzip! Alles keulen oder wegsperren was noch irgendwie naturnah lebt, kanns ja wohl nicht sein, im 21. Jahrhundert. >:(

nine1278
19.08.2005, 13:45
gute idee!!! bis ca mitte oktober haben wir noch das zweite kinderzimmer übrig....
jetzt aber mal im ernst: weiss hier wer was neues?? mein stand ist, dass um 12 uhr ne entscheidung gefallen sein sollte!!

nine1278
19.08.2005, 13:46
ich weiss, was du meinst... es wäre fürchterlich...

Freilandei
19.08.2005, 14:03
Hallo!

ich bin relativ neu hier auf diesem terain:
eigentlich wollte ich in diesen ferien noch eine Hühnerstall mit Voliere in unseren Garten bauen und mir dann 7 zwergseidenhühner kaufen!
Durch das Thema Vogelgrippe bin ich jetzt verunsichert und überlege mir ob ich das gesamt vorhaben auf nächstes Frühjahr verschieben soll!

Was sagt ihr dazu?
Freue mich auf eure antworten!
Freilandei

Landei
19.08.2005, 14:10
Habe grad gegoogelt, also es liegt eine Verordnung zur Einsperrungspflicht für alles Federvieh unterschriebsbereit in einer Schublade.
Nix von keulen. Ich hoffe dat stimmt so.
Wie wir z. B. das mit dem Einsperren machen sollen ist mir ein Rätsel, aber ok...

Freilandei, ich bin auch total deprimiert, habe erst heuer DAS HUHN für mich entdeckt, hatte einen Riesenspass bisher, prompt hat mein erstes Huhn auch noch gebrütet und führt jetzt 4 Pieberln, mein Junghühner legen jetzt allen Unkenrufen zum Trotze DOCH u.s.w.
Und nun DAS...

Und ich denk' auch an alle, die neben- oder hauptberuflich was mit Federvieh machen, hier im Forum u. woanders, und mit Tierliebe und Sachverstand und Idealismus das betreiben.
Hoffe wir überstehen das alle so einigermassen. *kerzeanzünd* *hoff* :please

Sabrina
19.08.2005, 14:10
also ich finde den gedanken meine huhnies einzusperren schrecklich!!!!
die werden ja schon unruhig, wenn sie mal ne halbe stunde später rauskommen als sonst!!!
wie wird´s dann erst wenn sie wochenlang und monatelang da drin bleiben sollen.......müssen!!!!!
und ne impfung........... wär die vielleicht nicht doch sinnvoll!!!!!!!!!!!!!!!!

Rookie
19.08.2005, 14:15
Hallo Freilandei!

Wenn ich Du wäre, würde ich warten.
Sie haben nämlich auch gesagt, dass, wenn die Grippe ausbricht, "keine Massnahmen ausgeschlossen" werden.
Das schließt auch das Keulen ein. Stell Dir vor, Du hast gerade deine Hühnchen neu und sie werden eins nach dem anderen "zur Vorbeugung" mit der Giftspritze getötet...

Wenn ICH das im Mai gewusst hätte, hätten wir jetzt auch noch keine Hühner, geschweige denn jetzt 2 Wochen lang bebrütete Eier...

Du kannst ja in der Zwischenzeit schon mal ruhig dein Hühnerhaus planen. Vielleicht haben ja alle Glück und es kommt nicht so arg...

nine1278
19.08.2005, 14:21
siehst du wohl, die bringen nix konkretes zu stande. leider schliesst für uns das "nur" einsperren das andere nicht aus...ich werd noch irre hier...

Landei
19.08.2005, 14:26
Haben unsere eben "gemeldet", wir Deppen.... gekeult werden die aber nur über MEINE Leiche! >:(

Die können doch nicht einfach... ok, ich weiss, sie können.... *hasskriegt*

Hühnerknecht
19.08.2005, 14:29
Hier ein interessanter Bericht, für alle die meinen, die nördlichen Länder der BRD würden u.U. nicht betroffen!

http://www.wendlinger-zeitung.de/index.php?action=shownews&id=571802

Gruß

Hühnerknecht

Rookie
19.08.2005, 14:29
Genau, Nine, das ist ja auch zum irre werden.

Bzgl. Impfung kann ich mich meiner Namensvetterin nur anschliessen. Ich denke auch, dass das sinnvoll ist. Die "Ausrede", dass die Tiere ja dann Virusträger sind, und andere anstecken ist doch unsinnig (wollte eigentlich einen anderen Begriff nehmen ;-)), wenn alle Bestände flächendeckend geimpft sind. Wer soll denn da noch angesteckt werden?
Mensch, wenn die bei den Pocken so gedacht hätten...

Wenn ihr mich fragt, wären das bloss horrende Kosten, die die Tierseuchenkassen evtl. zu tragen hätten und diese will man vermeiden. Einsperren und im "Notfall" totspritzen ist wohl billiger...

Freilandei
19.08.2005, 14:30
hallo ihr!

danke für die antworten! ich glaube wirklich, dass ich erst mal abwarte!

aber, dass muss man sich mal vorstellen:
wenn es am ungünstigsten kommt und die Vogelgrippe kommt auch nach europa/deutschland, dann sterben neben dem geflügel auch die einheimischen singvögel und die greifvögel! dass ist ein unheimlicher gedanke! aber dies ist, wie so viele ein von menschenhand produziertes problem und dann müssen millionen von unschuldigen tieren sterben!

hoffen wir, dass es nicht so weit kommt!

freilandei

Rookie
19.08.2005, 14:31
Genau, Landei, guter Punkt:
meine sind noch nicht gemeldet, weil wir noch nicht dazu gekommen sind. Bin im Zwiespalt, ob ich es überhaupt machen soll, aber ich will ja auch nix illegales tun... Hilfe!!!!

Landei
19.08.2005, 14:34
Melden: Irgendwo totaler Schwachsinn - alldieweil die Entchen, die weit herumstrawanzen!!!! und unsere Gänse sind NICHT meldepflichtig, aber die Hühnis die artig beim Hof bleiben und gesund leben, DIE keulen sie uns dann, die Gänse aber nicht? Wo ist da die Logik????

Rookie
19.08.2005, 14:35
Die Gänse würden dann auch gekeult werden. Alles Federvieh. Siehe Russland.
Die gehen die Höfe ab und suchen...

Landei
19.08.2005, 14:36
...also wurscht ob gemeldet od. nicht?

Und wenn wir alle wieder abmelden: Fuchs hattse geholt? Dann gehen die unseren Hof evt. gar nicht ab??? *hoffnungsschimmersieht*

Freilandei
19.08.2005, 14:38
aber, wenn ich gegen vogelgrippe geimpfte halte, sie sind sie vor der Grippe sicher, oder? dem entsprechen dürfte ja dann auch keine gefahr mehr bestehen-> sie dürfen nicht gekeult werden! ist dass so?
wie viel kostet denn eine impfung?

Freilandei

Rookie
19.08.2005, 14:40
Genau. Wurscht.
Und ob die das mit dem Fuchs glauben? Dann kommen sie bestimmt gerade gucken...
Ach, ich bin so frustriert. Ich hatte solch einen Spass an den Hinkeln. So ist das immer bei mir, immer wenn ich mir etwas anschaffe, kommt in den nächsten Jahren dazu immer ein Hammer, der einem den Spass verdirbt, oder Schlimmeres...(wo is der kotzende Smilie...?)

Rookie
19.08.2005, 14:41
Hallo Freilandei!
Die Impfung ist (noch) nicht zugelassen.

Arne
19.08.2005, 14:49
Original von apfel7...und die cdu hätte ihren willen umgesetzt, wieder verstaerkt richtung käfighaltung zu kommen, klasse nachrichten, wa !...

Dann wählt mal alle schööööööön "Christlich"! 8)

Landei
19.08.2005, 14:49
Rookie, bin auch so frustriert. :wall
Geht mir ganz genau so. Ist wie verhext.

Werde mal den alten TA interviewen, der meine Gans neulich behandelt hat, ob der Rat weiss. ???

Cröllwitzer
19.08.2005, 15:44
Moin alle miteinander,

ich weiß nicht, was ich von dieser Nachricht halten soll? Will da vielleicht die "Käfighaltungsmafia" neue Punkte sammeln?.Oder will man mit solch einer Nachricht die Bundesrepublikaner in Panik versetzen, um von wichtigen Dingen abzulenken? Fragen über Fragen.

60 bisherige Todesfälle sind eigendlich doch Peanuts, oder?
Da sterben an einer "normalen Grippe" mehr Menschen.
Einsuggestierte Nachrichten kann ohnehin niemand nachvollziehen und beweisen.
Ich nehme zwar die Sache ernst, lass mich jedoch nicht ins Bochshorn jagen.

Bei uns im Emsland sagt man: Watt kütt, datt kütt.

Liebe Grüße aus dem Emsland
Cröllwitzer

Redcap
19.08.2005, 15:46
Echt zum Heulen ...

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/64143/

Ergo ein sinnvoller Weg wäre nur die Behandlung

vielleicht damit ...

Pflanzenextrakt hemmt Influenza A Virus (H5N1) (http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-31803.html)

Aktuelles aus den letzten Tagen ...
http://www.prbpharmaceuticals.com/news/index.asp

Rudelmaus
19.08.2005, 15:47
Bei dem ganzen Drama mal was zum schmunzeln ...

War eben bei "Thomas Phillips" da die grade Gartenpavillions im Angebot haben. Wollte mir 2 zusätzliche für den "Ernstfall" bunkern. Da ich noch 2 Alte hier rumstehen habe ergibt das 36Qm Hühnerauslauf.

Was sehe ich dort ???

Wir standen nachher mit 8 Geflügelhaltern zum klönen zusammen ... ;D. Details über Pavillionverankerung, Wasserableitungsgraben, wasserdichte Verbindungsmöglichkeiten der Pavillions untereinander ... 8)

Gewebwplanen ( Seitenwände ) waren leider schon ausverkauft.
Morgen besorge ich mir noch die fehlende LKW-Plane und danach werde ich bei Bedarf ein großes Zelt errichten. Klar ist das nix für heiße Tage ...aber besser als Dauerknast !
Grüße Rm

jsieben
19.08.2005, 15:58
Also, so ich die Sache sehe, haben die Politiker die Hobbyhalter nicht auf der Rechnung. Wenn gekeult werden muß, dann gehen natürlich die "paar Tiere" mit weg. Die verursachen ja dabei auch nicht die großen Kosten. Wenn die Verordnung raus kommt, daß die Tiere "aufgestallt" werden müssen, dann natürlich alle. Man will ja schließlich die Verbreitung der Seuche verhindern. An die Rotkehlchen kommt man natürlich nicht ran. Aber eben alle "Haustiere".
Durch den direkten Menschenkontakt sind die aber auch für uns gefährlicher. Nur selten wirst Du einen Adler streicheln oder mit seinem Kot in Berührung kommen. (Was jetzt wohl die Taubenhalter sagen???)
Nur wenn Du mit einem infizierten Vogel in Berührung kommst, kann sich der Virus mit einem humanvirus (im Vogel oder im Menschen) mutieren und verbreiten.

Wer bisher noch denkt, daß "die" dass alles nicht bringen, sollte mal einige Jahre zurückdenken, was bei BSE möglich war. Ein BSE-Verdacht (oftmals sogar unbestätigt) und hunderte Rinder wurden gekeult...
Ganze Existenzen futsch. Erinnert Ihr noch die britischen Scheiterhaufen aus Eisenbahnschienen und Telefonmasten, weil die Verbrennungsöfen nicht reichten? Da wurde keine Rücksicht darauf genommen, ob wertvolles "Genmaterial" vernichtet wurde.
Ob die dann wirklich auf ein einzelnes Huhn von uns Rücksicht nehmen?

Ich will ja nicht schwarzmalen, obwohl ich das gerade tue, aber ich plane eine Stallvergrößerung, damit meine 9 Tiere einen einigermaßen schönen Winter verleben (Mit Tannenbaum???). Aber so richtig tierfreundlich wird es wohl nicht werden...

Redcap
19.08.2005, 16:05
Bei den Nachbarn stehen Kuhställe leer, aber ob die mich da rein lassen würden ... Hysterie um die Infektionsgefahr ... kann man nicht verdenken.

Betet zu Gott, dass sich der Virus selbst erledigt ... Wunder geschehen ... Hoffentlich.

Flöckchen
19.08.2005, 16:08
Hallo,
was macht ihr denn jetzt als Schutz ? Weiss jemand wie es mit der Ostalb ( nähe Stuttgart)aussieht ? Da wohnen wir nämlich ! Also ich weiss wirklich nicht was ich machen soll. Die Hühner einsperren ? Aber wie lange denn ? ??? :o

Redcap
19.08.2005, 16:11
Aber Leute ... eigentlich sehen wir das echt zu schwarz.

In China wurden doch auch nicht alle Hühner ausgerottet, oder?
Dann hoffe ich, dass das nicht noch zum Globalen Genozid kommt.

Rookie
19.08.2005, 16:52
Wenn ich das in diesem Bericht über die Impfung nur lese:
"nur das Töten der Tiere, blablabla...) wird mir schlecht!

Überlegt mal, was bei der - für Menschen völlig harmlosen! - Maul- und Klauenseuche los war! Da wurde gekeult und gekeult, und das aus rein WIRTSCHAFTLICHEN Gründen. (Böse Zungen behaupteten ja, nur weil die Amerikaner dann kein europäisches Fleisch mehr kaufen.)
Die MKS ist nämlich mit ein bisschen Mühe behandelbar und keinesfalls tödlich für die betroffenen Tiere. Trotzdem wurden - vielleicht auch wegen veralteter Vorschriften - lieber ganze Existenzen vernichtet, als auch nur einen Versuch in eine andere Richtung zu machen. Und ganze Schafherden gekillt, wegen Moderhenke...

Wie gesagt, mir wird schlecht...

Redcap
19.08.2005, 17:03
Ich frag mich warum nicht erst das Flustat und V38-AMF-1 angewendet werden ... Präventiv und Nachhaltig ungefährlich - im Gegensatz zur Impfung.

Hühnerknecht
19.08.2005, 17:15
Hallo Redcap,

ist das was zu essen?

Kannst du das mal so schreiben, das das auch Handwerker verstehen können! ;)

Ich weiss, "Die Baden-Würtemberger können alles, nur kein Hochdeutsch" ;)

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
19.08.2005, 17:45
Ich find den Inovation-Report verständlich, besser krieg ichs nicht hin, bin au Badenzer.

Pflanzenextrakt hemmt Influenza A Virus (H5N1) (http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-31803.html)

Hühnerknecht
19.08.2005, 17:53
Danke Redcap,

bringt doch schon ein bischen Licht ins dunkle!

Ein Badenzer bist, deshalb hat dein Hahn auch so gelbe Ständer! :D :D

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
19.08.2005, 18:11
Das Original zum Vergleich ...

http://www.prbpharmaceuticals.com/news/attachment/News_072804.pdf

jsieben
19.08.2005, 18:26
"...und wir werden im Herbst 2004 Flustat-Tests an Hühnerbeständen einleiten, damit wir im ersten Quartal 2005 mit der Belieferung von Hühnerfarmen beginnen können." (Zitat aus dem Innovationsreport)Also, ich weiß nicht...
Wenn die schon vor einem Jahr den Durchbruch hatten, warum haben wir dann jetzt das Problem?
Scheinbar ein Windei (oops!)

Redcap
19.08.2005, 18:30
http://www.prbpharmaceuticals.com/news/index.asp .... Hongkong ...

Wie lange dauert es mit Impfstoffen?? ;)

bettelhuhn
19.08.2005, 22:37
Versteht eigentlich irgendeiner hier, aus dem Wust der Informationen schlau zu werden? Ich habe mir jetzt sehr viel zum Thema durchgelesen und bin so schlau wie zuvor. Es ist nichts Konkretes dabei, teilweise widersprechen sich die "seriösen" Quellen sogar.

Es bleibt uns Hühnerhaltern, die ihre Tier behalten wollen, also nur übrig nach realistischen Möglichkeiten zu suchen, diesen Hysterieanfall mit praktischen Mitteln zu überwinden, bis sich der Sturm gelegt hat und nicht in durch einen medieninzenierten Tobsuchtsanfall den mühsam erkämpften Zuchtstamm zu verlieren. Erinnern wir uns an vergleichbare Ereignisse wie BSE und Aids. Es gilt also nur die Zeit zu überstehen.

Ein Übel ist, dass sich die Politiker nicht zu entsprechenden "Schutzmassnahmen" äussern. Tut es das Partyzelt zur Genugtuung der Einsperrverordnung?

Wir müssen aber trotzdem mit panischen Reaktionen der Nachbarn rechnen. Euch wird wahrscheinlich,bei entsprechender Medienagitation,niemand mehr in die Nähe kommen wollen, geschwiege denn die Hand reichen wollen. Die Hühner sehen die Nachbarn dann am besten schnellsten gekillt und diesmal nicht nur wegen des Hahnes.

Wir sollten sinnvollerweise also besser darüber diskutieren, wie wir unsere wertvollen gentechnischen Speicher, langjähriger Zuchtarbeit, über diesen temporär begrenzten Wahn retten.

Wie sehe es damit aus sie im Haus unterzubringen? Da bräuchten die Häscher immerhin einen Durchsuchungsbefehl und den gibt es nur bei begründeten Verdacht vom Richter. Auf dem Grundstück dürfen sie meines Wissens auch ohne besondere Verfügung rumschnüffeln.

Wie organisiere ich rechtzeitig einen schalldichten Raum, denn die Lüftung muss stimmen und das Krähen ist ein Problem.

Das sind die Fragen die ich mir stelle. Die Politiker werden vom Thema solange nicht ablassen, wie sie Panikstimmen kassieren können. Die CDU macht sogar noch mehr Stimmung in dieser Sache als die Künast. Wir haben Wahlkampf!

Lasst uns konstruktiv in dieser Sache zusammenstehen. Wir haben keine andere Wahl, denn auf dem Stimmzettel gibt es keine Hühnerpartei.

Tb.c

Berthold
19.08.2005, 22:48
cochinkiller schrieb in einem Beitrag unter Zusatzfutter:


"Nach lesen dieses Artikels http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20050819-00000/
braucht niemand über Kochsalz diskutieren".

Darüber sollte man nachdenken.

Gruß Berthold

Redcap
19.08.2005, 23:37
Betet ... dass das stimmt.

Ich dachte die haben den Virus identifiziert ...

Wär ja der Hammer einfach so ein Medienhype loszureißen ... ohne Diagnose ... >:(

Hoffe, dass diese Medienmeldung kein Fake ist.


Alles andere wäre zwecklos ... es wurden schon ganz andere denuziiert als Hühner ... es gibt liebe Nachbarn ... Leute. Hühner wären nirgends sicher ...

Cassandra
20.08.2005, 00:25
hallo all

also mal aktuell für uns ösis *felix austria*

http://www.oesterreich.at/portal/branded_frameset2?i=1065099223225

für alle anderen..viele tiere auf wenig platz..grosse gefahr..für alle

ansonsten könnt ihr eure ställe dicht machen wie nur was..jede maus....regenwurm oder schnecke ..die *einbricht * und gar noch gefressen wird..ist potientionell eine gefahr..das ist fakt..so wie der SATZT *DAS LEBEN IST LEBENSGEFÄHLICH UND ENDET immer MIT DEM TOT*

also was nu..alles dichtmachen..oder was???

übrigens einer der treffendens beiträge die ich dazu in den letzen tagen in diversen foren gelesen hab war*..komisch..trotz sars gibt es noch hühner in China*also doch ne frage der besatzdichte

Tina

*mal anreg das man flugzetteln oder schilder für zugvögel aufstellt*so alla bitte hier nicht überfliegen oder koten*

Tyrael
20.08.2005, 05:53
Dann dürfte man ja auch nix grünes von draußen mehr füttern oder? Kann der Virus eigentlich auch in Futtermittel die es zu kaufen gibt gelangen?

nine1278
20.08.2005, 08:15
jetzt mal ganz ehrlich: an eine sache hab ich noch gar nicht gedacht: an meine eigene familie. mein sohn wird 3 jahre im september( er bekommt die krise wenn seine heissgeliebte ´katharina`nicht mehr da wäre), das zweite hat entbindungstermin am 11 .oktober ( bei diesen ganzen sorgen hier befürchte ich schon vorzeitige wehentätigkeiten...).montag ruf ich den hausarzt an wegen impfungen für den bengel.
ich habe gestern nachmittag noch mit der tierärztin ,fachgebiet:alles was flügel hat; gesprochen. sie sagte auch was von den netzen. und sagte aber auch: ruhe bewahren. wenn es kommt, kommt es, dann helfen keine netze und kein einsperren. dann kommen die mit der mobilen gaskammer... horror...
montag morgen melde ich die hühner beim veterinäramt, wie gesagt wir haben kinder und somit vorbildfunktion. ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht wusste, dass auch kleine herden gemeldet sein müssen, hoffe ich bekomm nicht zu viel mecker vom amt...
was mich auch weiterhin total ärgert, ist die tatsache, dass nichts konktetes gesagt wird von den hohen herren und damen in... wo auch immer...somit sitzt man nun hier und verbringt ein weiteres we in ungewissheit. (bräuchte dann jetzt auch einen kot...... smilie).
ich werde mir meine infos montag beim amt holen, sollten die nicht zu sehr vor wut schäumen und mit den ärzten sprechen und die medien verfolgen. und natürlich sämtliche neuigkeiten hier von euch.
ich wünsche euch alles gute und ein trotz allem schönes we,
nine

apfel7
20.08.2005, 08:32
Holland-Hühner müssen bis Montag in den Stall


Niederländische Geflügelzüchter müssen ihre bislang frei laufenden Tiere zum Schutz vor der Vogelgrippe spätestens bis Montag in geschlossene Räume bringen. Das ordnete das Landwirtschaftsministerium in Den Haag am Freitag an.




HB DEN HAAG. Nach Angaben des Branchenverbandes ZLTO haben sich die meisten Züchter bereits von sich aus zu einem solchen Schritt entschieden. Einzelheiten der Schutzmaßnahmen bleiben den Züchtern überlassen. Sie können selbst entscheiden, ob sie die Tiere in Ställe sperren oder über freien Flächen Verschläge bauen und Schutzwände ziehen. Sie müssen aber sicher stellen, dass ihre Tiere nicht mit wilden Vögeln in Kontakt kommen können. Es wird befürchtet, dass Zugvögel aus Russland das Vogelgrippe-Virus einschleppen.

Die Anordnung gilt in den Niederlanden nur für Gewerbebetriebe, nicht für Hobbyzüchter. Der niederländische Landwirtschaftsminister Cees Veerman hatte am Montag nach Gesprächen mit der EU in Brüssel berichtet, nur vorübergehend eingeschlossene Vögel dürften weiterhin als frei laufend bezeichnet werden und deren Produkte den entsprechenden Vermerk enthalten.

Die deutsche Bundesregierung hatte am Donnerstag angekündigt, dass eine solche Verordnung für die Bundesrepublik spätestens ab dem 15. September gilt. Staatssekretär Alexander Müller sagte, wahrscheinlich müssten Hühner, Gänse und Enten für drei Monate in den Stall.


HANDELSBLATT, Freitag, 19. August 2005, 16:25 Uhr

apfel7
20.08.2005, 08:33
Künast sperrt die Hühner ein

Von Karl Doemens, Handelsblatt

Glückliche Legehennen, die über den Hof flattern und ihr Futter picken – jahrelang war dies das Ideal der Gegner der Käfigtierhaltung. Doch kurz vor der Bundestagswahl wird ausgerechnet die grüne Verbraucherministerin Renate Künast dieses Idyll beenden.





So breitet sich die Vogelgrippe aus.

HB BERLIN.„Spätestens ab dem 15. September müssen Hühner, Gänse und Enten wahrscheinlich für drei Monate in den Stall“, sagte ihr Staatssekretär Alexander Müller gestern dem Handelsblatt: „Jede Maßnahme, die das Risiko der Vogelgrippe minimiert, wird umgesetzt.“

Die Ausbreitung des tückischen Erregers H5N1 hat die Experten in Alarmbereitschaft versetzt. Seit Ende 2003 überzieht er die Länder Asiens und hat zu einem Massensterben auf dortigen Geflügelfarmen geführt. Am Dienstag bestätigten russische Behörden den Ausbruch des Virus in Tscheljabinsk im Ural, der wie eine natürliche Grenze zwischen Asien und Europa wirkt.

Ein Massentod von Vögeln in der westlich gelegenen Region Kalmykien wird zwar noch untersucht. Doch zeigten sich Ornithologen gestern bei einem Expertentreffen des Künast-Ministeriums überzeugt, dass das Virus westlich des Uralgebirges angekommen ist. Es sei „nur eine Frage der Zeit“, bis sich die Grippe auch bei uns ausbreitet, warnte Wolfgang Fiedler, der Leiter der Vogelschutzwarte Radolfzell. Die Lage, bestätigte Müller, sei „Besorgnis erregend“.

Anlass zur Panik besteht aber nicht. Die düsteren Einschätzungen beziehen sich nämlich zunächst nur auf die Gefährdung des Geflügels, nicht der Menschen. Zwar sind in Vietnam, Thailand und Kambodscha insgesamt 57 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Doch waren sie sämtlich eng mit infizierten Tieren in Kontakt und hatten das Virus wahrscheinlich über Staubpartikel von Kot eingeatmet. Zu einer Bedrohung für die Masse der Bevölkerung würde die Vogelgrippe erst dann, wenn das Virus mutiert und eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich wird. Niemand wisse, ob und wann dies passiere, sagte Reinhard Kurth, der Leiter des Robert-Koch-Instituts, der „Frankfurter Allgemeinen“. Horrorszenarien einer weltweiten Pandemie seien unangebracht, doch: „Die Gefahr ist real und das Risiko so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.“

Vor allem auf zwei Wegen könnte der Erreger nach Deutschland eingeschleppt werden: durch Wildvögel und den Import von infiziertem Gefieder. Offiziell ist die Einfuhr von Geflügel, Eiern und Federn aus den asiatischen Staaten und Russland bereits verboten. Doch der Fund infizierter Vögel in einem Koffer aus Asien auf dem Brüsseler Flughafen beweist, dass der Schmuggel keineswegs zum Erliegen gekommen ist.

Mindestens so gefährlich dürften die Wildvögel sein. Zwar fliegen viele Arten im Oktober und November erstmals in die südlichen Winterquartiere. Doch kommen umgekehrt vor allem Enten ab Mitte September aus dem kalten Sibirien nach Europa und könnten dabei das Virus einschleppen. Künast will deshalb Anfang der Woche die Verordnung für ein „Aufstallungsgebot“ vorlegen. Die Details sollen mit den Ländern vereinbart werden, doch wahrscheinlich müssen frei laufende Tiere auf Farmen mit mehr als 1 000 Legehennen im Herbst in den Stall. So soll das Risiko einer Übertragung vermindert werden.

Die Impfung des Federviehs ist in der EU verboten, da dadurch zwar die Tiere immun würden, sie den Erreger aber weiter übertragen könnten. Ein gentechnisch veränderter Impfstoff, der diesen Nachteil nicht hätte, befindet sich noch in der Erprobung und wäre zudem teuer. Für Menschen ist eine vorsorgliche Impfung gar nicht möglich. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten jedoch vereinbart, für den Notfall Grippeschutzmittel für 20 Prozent der Bevölkerung vorzuhalten, die den Verlauf der Krankheit abschwächen können. Bislang wurde aber nur für zehn Prozent vorgesorgt. „Die Gefahr wird unterschätzt“, warnte Kurth: Die Länder müssten dringend nachrüsten.


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Nord- und Osteuropa: „Kein erhöhtes Risiko“

Skandinavien: In Nordeuropa wird die drohende Verbreitung der Vogelgrippe zwar genauestens beobachtet. Doch im Gegensatz zu Deutschland sehen die Experten „kein erhöhtes Risiko“, wie ein Sprecher der zuständigen schwedischen Sozialbehörde erklärte. Das Auftreten der Vogelgrippe in Russland verändere nichts. Vorsorglich hat die Behörde dennoch für 10,7 Mill. Euro Medikamente gegen die Vogelgrippe eingekauft. Die reichen allerdings nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung, ein Problem, unter dem nahezu alle Länder leiden.

Baltische Staaten: Auch die baltischen Staaten und die meisten Länder Osteuropas schätzen trotz der geographischen Nähe zu Russland die Gefahren der Vogelgrippe und das Risiko einer Pandemie als relativ gering ein. hst


HANDELSBLATT, Freitag, 19. August 2005, 10:50 Uhr

apfel7
20.08.2005, 08:34
EU weitet Importverbot für Geflügel aus


Im Kampf gegen die Vogelgrippe ist der Importstopp der Europäischen Union für Geflügel und Vögel aus Russland und Kasachstan in Kraft. Das sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel.




HB BRÜSSEL. Die Seuche hatte sich auf beide Länder ausgeweitet. Die Sprecherin betonte, es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da aus Russland und Kasachstan bisher kein Geflügelfleisch in die EU eingeführt wird. Die Behörde beobachte die Lage weiter sehr genau und werde gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.

Der umfassende Einfuhrstopp gilt für Geflügel, Geflügelprodukte und Vögel. Ein solcher Importstopp der EU gilt schon für China, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nordkorea, Pakistan, Thailand und Vietnam. Darunter sind fast alle Länder, in denen das auch für Menschen gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt worden ist.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 18. August 2005, 13:25 Uhr

apfel7
20.08.2005, 08:35
Bundesländer bunkern zuwenig Vogelgrippe-Impfstoff


Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth, hat eine Grundgesetzänderung vorgeschlagen, um die Bevölkerung besser gegen die Folgen der Vogelgrippe zu schützen zu können.



HB BERLIN. Weil die Bundesländer nicht in ausreichendem Maße virushemmende Medikamente beschafft hätten, müsse der Bund mehr Verantwortung übernehmen, forderte Kurth am Donnerstag im ZDF. "Dazu müsste letztlich sogar das Grundgesetz geändert werden, da müssen die Länder mitspielen".

"Die Länder haben sich noch nicht ausreichend vorbereitet. Die Gefahr wird unterschätzt", sagte Kurth der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es müsse bedacht werden, dass einer Pandemie Zehntausende von Menschen in Deutschland zum Opfer fallen könnten und die gesamte Wirtschaft zum Stillstand kommen könnte.

Die Bundesländer hätten bislang nur für zehn Prozent der Bevölkerung virenhemmende Medikamente bestellt, so der Seuchenexperte. Sein Institut empfehle aber, Vorräte für mindestens 20 Prozent der Bevölkerung anzulegen. Das Robert-Koch-Institut ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt.

Die Gefahr einer Influenza-Epedemie bewertete Kurth als ernst. "Die Gefahr einer Pandemie ist real, und das Risiko derzeit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr." Unter Pandemie versteht man den länderübergreifenden oder sogar weltweiten Ausbruch einer Krankheit. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie weder zeitlich noch örtlich beschränkt.

In Asien sind an der Vogelgrippe bislang mehr als 50 Menschen gestorben. Die Vogelgrippe hatte sich in den vergangenen Tagen nach Westen ausgebreitet. Eine Expertenrunde unter Leitung des Verbraucherschutzministeriums sollte am Donnerstag über Vorsichtsmaßnahmen in Deutschland beraten.

Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) sagte im ZDF, die Regierung gehe vom schlimmsten Fall aus, "obwohl wir noch gar nicht den Beweis haben, dass das für den Menschen gefährliche Virus im Ural angekommen ist." Deshalb würden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Noch wisse man nicht, um welchen Virus es sich bei dem Massensterben von Vögeln im russischen Ural handele.

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch die Vorsichtsmaßnahmen erhöht. Der in Bundespolizei umbenannte Bundesgrenzschutz soll das Einschleppen der Vogelgrippe bei der Einreise nach Deutschland verhindern und bei Verdachtsmomenten Einreisende isolieren. Die in Asien grassierende Seuche hatte sich in den vergangenen Tagen weiter nach Westen ausgebreitet. Es wird befürchtet, dass das Virus inzwischen den Ural überwunden hat. Der russische Gebirgszug trennt Europa von Asien.


HANDELSBLATT, Donnerstag, 18. August 2005, 12:36 Uhr

apfel7
20.08.2005, 08:35
Russlands Behörden spielen Gefahr herunter

Von Mathias Brüggmann, Handelsblatt

Sie kommen im Morgengrauen. Ein Dutzend Männer mit weißen Schutzanzügen und gelben Atemmasken verteilt sich in Windeseile im sibirischen Dorf Bakluschi. Die Arbeiter öffnen die Zäune zu den Bauernholzhütten und erschlagen in den Höfen Hunderte Hühner und Gänse mit bloßen Holzstangen. Binnen einer Viertelstunde füllt sich der mitgebrachte Lastwagen mit Plastiksäcken voll toten Geflügels.




HB MOSKAU. 121 000 Hennen, Enten, Gänse und Puten sind so in Russland bereits gekeult worden in den sechs der 89 russischen Regionen, in denen die Vogelgrippe ausgebrochen ist. An dem Virus selbst sind mehr als 11 000 Stück Federvieh elendig verendet. Eine tödliche Bedrohung für die 233 Millionen Stück Geflügel, die in dem Land gehalten werden. Mit Todeslisten arbeiten deshalb die 703 Mitarbeiter des Katastrophenschutzes und Veterinärinspektoren alle 103 Ortschaften ab, in denen infizierte Vögel vermutet werden.

Die Männer kommen in der Morgendämmerung, um die Bauern zu überraschen. Denn angesichts von Prämien von nur 100 Rubeln pro totem Huhn und 150 Rubeln (umgerechnet 4,30 Euro) für eine notgeschlachtete Ente wehren sich die zumeist unter ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande lebenden Russen auf ihre Weise: Sie verstecken sich mitsamt ihrem Geflügel in der Taiga. Federvieh hält nahezu jeder auf dem Lande, und das deutlich billigere Hühnerfleisch steht auf dem Speiseplan fast aller Russen. Somit ist die Vogelgrippe nicht nur wegen der Ansteckungsgefahr für Menschen in den betroffenen Provinzen eine wahre Katastrophe.

Inzwischen hat die am 20. Juli bei Nowosibirsk ausgebrochene Seuche auch den europäischen Teil des Riesenreichs erreicht: Seit Dienstag ist Tscheljabinsk, westlich des Ural-Gebirges – der natürlichen Grenze zwischen Asien und Europa – betroffen. Und seitdem ist auch nachgewiesen, dass es sich beim in Russland grassierenden Vogelvirus um den auch für Menschen tödlichen aggressivsten H5N1-Erreger handelt. Eingeschleppt wurde er vermutlich von Zugvögeln, die von China aus in ihre Brutgebiete heimflogen.

Bisher hat es nach Angaben der russischen Behörden noch keinen Fall einer Übertragung des mutierenden Virus auf Menschen gegeben. In den vergangenen zwei Jahren waren 57 Menschen in Asien an der Infektion gestorben. Doch trotz der drohenden Gefahr gehen die örtlichen russischen Behörden sehr lax mit der Seuche um: Als „für Menschen nicht ansteckend“ gab der Nowosibirsker Gouverneur Wiktor Tolokonskij den Virus aus. Und fügte hinzu: „Es gibt auch keinen Grund, kein Hühnerfleisch und keine Eier mehr zu essen. Im Gegenteil.“

Inzwischen sind laut Behördenangaben 5 7000 Proben genommen und alle Mästereien und Legebatterien in den betroffenen Gebieten unter Quarantäne gestellt worden. Theoretisch zumindest. Denn in der Praxis glaubt kaum jemand, dass angesichts idealer Seelandschaften für die Vermischung von Wildenten und heimischem Geflügel sowie der wuchernden Korruption in Russland das Land der Epidemie Herr werden kann. So versuchen nicht nur Kleinbauern ihr Geflügel vor der Notschlachtung zu retten. Im sibirischen Altai-Gebirge hat der Besitzer einer Hühnerfarm trotz nachgewiesener Vogelgrippe seine 9 000 Hühner schlachten und verkaufen wollen. Inzwischen wurden alle Tiere getötet, und die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Chef der Kolchose. Experten bezweifeln, dass dies ein Einzelfall ist.

Angesichts der 1 000 Kilometer westwärts, die die infizierten Zugvögel in den vergangenen drei Wochen zurückgelegt haben, schwant Boris Bojew vom Tjumener Epidemie-Labor Schlimmes: „In Moskau kommt die Vogelgrippe in einem Monat an“, lautet seine Prognose.


HANDELSBLATT, Freitag, 19. August 2005, 11:02 Uhr

apfel7
20.08.2005, 08:38
soviel zum thema vogelgrippe :( warten wirs ab was der heutige tag in den nachrichten bringt. ich denke nicht das die hühner monatelang im stall eingesperrt werden müssen, aber mit einigen wochen muss man schon rechnen, aber lieber das, als töten !
andrea

Redcap
20.08.2005, 08:49
@ nine1278 Ich kann Deine Sorgen gut verstehen.
Lass Dich aber bitte gut beraten. Die Grippe-Impfung birgt auch Risiken.
Ich lass mal den Link sprechen ...
http://www.augusta.de/~efi/PDF/grippe.pdf

nine1278
20.08.2005, 09:08
das sind doch mal wenigstens aussagen!ich schau nachher noch mal vorbei, was ihr so neues wisst!! vielen dank!!
@redcap, danke für die infos, bislang hab ich das auch nie für nötig gehalten, aber ich hör mal, was der doc so meint...
lg
nine

dehöhner
20.08.2005, 10:01
Hallo Andrea,

wenn die Hühner "nur" paar Wochen in den Stall müßten ging das ja noch. Habe eben bei google "Vogelgrippe" eingegeben und man erhält sehr viele Informationen, alle aktuellen Beiträge aus den Zeitungen. Habe aber keine Info erhalten. Für wie lange die Hühner eingespeert sein sollen.

dehöhner

Gänseliesel
20.08.2005, 10:04
Du sprichst mir aus tiefster Seele !!!

HCS
20.08.2005, 11:17
Hallo miteinander,

Leute, macht mal halblang - noch ist gar nicht klar, ob die Masse von uns überhaupt von der Verordnung betroffen ist. In der Zeitung war heute davon die Rede, daß private (also nicht-gewerbliche) Halter "mit größeren Beständen" auch betroffen wären. Da selbst ein Ministerialer wahrscheinlich erkennt, daß 10 oder 15 Hühnchen noch kein größerer Bestand sind, werden vermutlich die meisten von uns weitermachen können wie bisher. Wenn die Grippe irgendwo in der Nähe dann ausbricht, nützt sowieso kein Stall und nichts - dann wird gekeult, egal was wir vorher an Schutzmaßnahmen ergriffen haben. Ich sehe die kommende Verordnung deshalb erst mal ganz entspannt und hoffe, daß kein Vollidiot in meiner Nähe wohnt, der die günstige Gelegenheit nutzt, billig an irgendwelche eingeschmuggelten Vögel zu kommen, die dann krank werden.

Gruß
Hans-Christoph

Redcap
20.08.2005, 11:48
In den Niederlanden sind Hobbyhalter auch von dem Verbot ausgenommen ...

Trotzdem sollte man sich für die Zukunft Gedanken machen, wie man die Verbreitung vernünftig verhindert ... ohne zu Keulen ...

Arne
20.08.2005, 13:12
Ehrlich gesagt habe ich auch von Anfang an damit gerechnet, daß Tierbestände unter 100 Tieren von der "Einsperrverordnung" ausgenommen bleiben und im Moment sieht es ja auch danach aus, als ob das auch so in Etwa "hinkommt".
Für die Zukunft, Redcape, gebe ich Dir Recht, da muß was anderes überlegt werden; aber ich gehe mal -ganz optimistisch, wie ich bin- davon aus, daß bis zum nächsten Frühjahr ein passender Impfstoff in entsprechender Menge vorhanden sein dürfte. Auch der für Menschen! 8)

Rookie
20.08.2005, 13:16
Ich frage mich jedoch, ob es sinnvoll ist, die Tiere freiwillig wegzusperren. Einfach, um zu vermeiden, dass "der erste Fall" bei der eigenen Herde auftritt...

Jetzt mache ich mir schon Gedanken, als wäre die Grippe schon hier. Ich glaube, die Hysterie hat mich mittlerweile auch im Griff :roll

Hühnerknecht
20.08.2005, 13:27
HR-Online vom 20.08.

Geflügelzüchter in Hessen auf Alarm vorbereitet
Die hessischen Geflügelhalter bereiten sich auf einen möglichen Vogelgrippe-Alarm vor.
Die Betriebe seien aufgefordert worden, keine Fremden in die Ställe zu lassen und die Hygiene zu verstärken, sagte Verbandsvorsitzender Strauß am Samstag in Frankfurt. Mit dem Land werde ein Notfall-Plan vorbereitet, falls sich Tiere trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit der Krankheit infizieren.

Strauß forderte die Politiker auf, möglichst schnell alle Geflügelhalter zu verpflichten, ihre Tiere vorsichtshalber im Stall zu halten.

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
20.08.2005, 13:54
Ich hab jetzt schon X-Mal in Beiträgen das Faktum weitergegen ...
jedesmal ne andere Quelle ... zuletzt von der Europäischen Kommision Animal Health and Welfare ...

Die Impfung (auch beim Menschen) ist nicht die alleinige Lösung ... und kann nur ergänzend wirken

Nachgewiesenermassen verändern sich die Grippeviren so schnell, dass ständig neue Viren-ketten entstehen (15 hoch 9 ~ 38,5 Mrd. Möglichkeiten), wobei der Impfstoff auch noch aktiv ist, also das Risiko der Verschmelzung der humanen und aviären Viren begünstigt.
Ich sehe nur in der antiviralen Therapie ne Lösung, z.B. nach dem Konzept von PRB Pharmaceuticals. Ansonsten wird ja sowieso nur in Befallsbetrieben gekeult und nicht flächendenkend (bis jetzt).

Flöckchen
20.08.2005, 14:14
Was ist jetzt fakt ? Sind Leute von der Verordnung nun betroffen , die weniger als 100 tiere haben oder nicht ?Und was macht es für einen unterschied ob es 5, 10, oder 80 Tiere sind ? Was ist das für ein Quatsch ? Stecken sich 5 Tiere nicht so schnell an wie über 100 Tiere ?
Und was macht Ihr denn wenn eine Verordnung kommt ? Ich bin am rätseln weil ich wo gelesen habe das es möglich ist das die größere gefahr erst im Frühjahr besteht.Man ließt immer was anderes und ich weiss nun nicht mehr wo mir der Kopf steht.Und was ist wenn die Tiere 3 Monate eingesperrt sind und wieder raus kommen,ist da nicht auch eine Gefahr wenn irgentwo Wildvogelkot auf der Wiese liegt ? Wie lange hält sich der erreger? Fragen über fragen ! ???

Redcap
20.08.2005, 14:25
Wenn man unserer Tageszeitung Glauben schenken darf, dann gilt die Verordnung ab 100 Tieren, auch die Einstallung über drei Monate. Gekeult wird nur in befallenen Betrieben und da dann auch Flächendeckend in einem bestimmten Umkreis.

Von 100 Tieren geht potentiell (mathematisch) eine höhere Ansteckungsgefahr aus als bei 5 Tieren ...

Hühnerknecht
20.08.2005, 14:26
Das BMVEL hat heute eine Liste mit Fragen un d Antworten zur Vogelgrippe ins Netz gestellt

http://www.verbraucherministerium.de/index-000574FDC73D1305AA3C6521C0A8D816.html

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
20.08.2005, 14:37
Siehe hier ... (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=3843)

Hühnerknecht
20.08.2005, 14:49
Hallo Redcap,

hatte es auch gerade gesehen!

Ist jetzt schon das 4. Thread zum Thema Vogelgrippe. Langsam wirds unübersichtlich!

Gruß

Hühnerknecht

Redcap
20.08.2005, 15:19
... den mit der Freilandhaltung hätte man auch bei den anderen dran hängen müssen.

Ansonsten finde ich den Fragekatalog sinnvoll, bis jetzt isses ja auch übersichtlich ...

Klicka
20.08.2005, 18:28
Habe gestern in den Nachrichten gehört, daß nur Freilandhaltung ab 1000 Tiere eingesperrt werden sollen, also Großbetriebe. Kleintierhalter sollten ihre Tiere weier frei laufen lassen, wie bisher. Alles aber erst wenn es soweit ist. Die Künast meinte in einer Stellungnahme, :man habe alles im Griff...." Ich denke, die ändern das sowieso noch zig mal um. Vielleicht machen wir uns nur verrückt.

apfel7
20.08.2005, 18:37
nabend..
habe vorhin endlich mal zeit gehabt die heutige tageszeitung zu lesen, da steht was von ab 100 tieren bereits ! und erst zum 15.9. ! ich denke aber die ziehen das noch vor und ändern garantiert auch noch die mindestanzahl ab. warten wir die heutigen und nächsten nachrichten ab.
andrea

gaby
20.08.2005, 19:46
Original von Hühnerknecht
Hallo Redcap,

hatte es auch gerade gesehen!

Ist jetzt schon das 4. Thread zum Thema Vogelgrippe. Langsam wirds unübersichtlich!

Gruß

Hühnerknecht

Mit diesem Thread wollte ich einfach nur erreichen das wichtige Links und Infos leicht zu finden sind. ohne sich Meinungen und Vermutungen zu kämpfen.
gg

apfel7
22.08.2005, 18:52
Erster Vogelgrippe-Verdacht in Geflügelfarm


In Russland gibt es einen ersten Verdachtsfall von Vogelgrippe
in einer Geflügelfarm. Betroffen sei ein Geflügelbetrieb mit
142 000 Vögeln im sibirischen Gebiet Omsk, teilte die
tiermedizinische Aufsichtsbehörde in Moskau mit.

HB MOSKAU. Der Betrieb sei unter Quarantäne gestellt. Falls
sich der Verdacht erhärte, würden alle Tiere notgeschlachtet.
Bisher war die Vogelgrippe in Russland nur bei Wildvögeln und
bei freilaufendem Geflügel in privater Haltung aufgetreten.
Die Fälle wurden aus den sibirischen Gebieten Nowosibirsk,
Omsk, Kurgan, Tscheljabinsk, Tjumen und Altai östlich des
Ural-Gebirges gemeldet.


Der Leiter des Influenza-Programms der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), Klaus Stöhr, hatte zuvor
erneut vor den Gefahren einer Grippe- Pandemie gewarnt. Dem
Sender NDR Info sagte er: "Wer jetzt noch nicht angefangen hat
mit Pandemie-Vorbereitung, für den sollte es jetzt das letzte
Signal sein." Glücklicherweise sei das derzeit grassierende
Vogelgrippevirus nur schwer auf den Menschen übertragbar. Das
müsse jedoch nicht so bleiben: "Richtig Angst haben wir davor,
dass dieses Virus sich so verändert, dass die Vögel für das
Virus gar nicht mehr wichtig sind, dass es sich von Mensch zu
Mensch ausbreitet und dann global eine Seuche verursacht, wie
wir sie vielleicht noch nicht gesehen haben", sagte Stöhr.


Das Virus werde sich in so einem Fall sehr schnell ausbreiten.
Es gebe Modelle, wonach es nur drei oder sechs Monate dauern
würde, bis der Erreger um den ganzen Globus verteilt sei.
Stöhr sagte: "Man muss davon ausgehen, dass zwischen einem
Drittel, vielleicht einem Viertel aller erkranken, die meisten
sehr mild, aber einige wohl doch sehr schwer. Und man kann
Todesfälle sicherlich nicht verhindern, selbst mit der besten
Vorbereitung."


Im Hinblick auf ein mögliches Übergreifen der Vogelgrippe auf
Deutschland warnte das Bundesverbraucherministerium allerdings
vor Panik. "Die öffentliche Aufregung ist derzeit etwas
übertrieben", sagte Staatssekretär Alexander Müller der
"Netzeitung". "Wir versuchen zu verhindern, dass eine
Tierseuche nach Europa kommt", betonte Müller und verwies
darauf, dass der Erreger derzeit ausschließlich Vögel
gefährde. "Er stellt derzeit keine Gefahr für andere Tiere
oder gar den Menschen dar." Deshalb sei auch kein Notfallplan
erforderlich, der über die bisherigen Maßnahmen hinausgehe.


HANDELSBLATT, Samstag, 20. August 2005, 14:21 Uhr

Hühnerknecht
22.08.2005, 19:09
Interessanter Link zum Robert Koch Institut

Einschätzung der aktuellen Situation der Geflügelpest vom 22.08.05

http://www.rki.de/cln_011/nn_513182/DE/Content/InfAZ/A/AviaereInfluenza/Aktuelle__Infos.html

Gruß

Hühnerknecht

Berthold
22.08.2005, 20:41
Ich habe hier was gefunden:

http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?line=1&ressort=11400&rubrik=11409&snr=21242

http://www.gesundheitpro.de/PGG/PGGA/pgga.htm?line=1&ht_line=line_1&ressort=10200&rubrik=10203&snr=21172

Gruß Berthold

Eve
22.08.2005, 20:52
Hallo!

Ich habe momentan eigentlich nur 3 Hennen und 14 kleine Küken, davon sind ca 6 Hähne dabei, die ich aber auf keinen Fall alle bahalten kann!!
Wenn nun alle Hühner aufgrund der Geflügelpest eingesperrt werden müssen, wird wohl kaum noch einer ein neues Huhn kaufen, da die Gefahr viel zu groß ist, ein infiziertes Huhn zu kaufen...
Wie soll das denn dann mit meinen Hähnen funktionieren??? :o
Die schreien mir ja die ganze Bude voll.... ???

Ausserdem ist es doch keine Lösung, die Hühner alle einzusperren!!
Gerade in einem Stall, mit zu vielen Hühnern, da er eigentlich nur als Schlafplatz gedacht ist, fängt es doch durch die Wärme total schnell an zu brüten und es treten viel schneller irgendwelche Krankheiten auf??!

Ich habe meine Tiere auch nicht gemeldet, da ich meistens nicht mehr als 6 Hühner halte. Wo ist der Vorteil seine Hühner anzumelden, ist es Pflicht, muss ich etwas bezahlen??

MFG und vielen Dank!
Eve

gaby
22.08.2005, 21:12
Es ist doch im Moment noch alles offen.
abwarten und Tee trinken... Wir wissen doch noch garnicht wie es sich weiterentwickelt.
gg

Redcap
22.08.2005, 21:24
Ja, das ist Pflicht

Ein Huhn kosten 1,20 Euro/Jahr

dafür kann man aber zweimal jährlich Kotproben machen lassen ... Sektionen .... ;)

Tyrael
22.08.2005, 21:30
Kommt drauf an wo du herkommst. Hier muss man sich bei der TSK erst ab 50 Tieren melden. Das variiert aber von Bundesland zu Bundesland.
Am besten hier nachschauen http://www.tierseuchenkasse.de/

Vorteile: z.B. Entschädigung bei Tötungsmaßnahmen
Nachteile: Kostet auch was (ist aber je nach Anzahl deiner Tiere, ein eher kleiner Betrag)

Über den Sinn und Unsinn des Einsperrens, mag ich mich nicht allzu ausschweifend äußern. Die Seuche kann, wenn's dumm kommt, auch übers Futter in den Stall kommen oder von den Dreck an deinen Schuhen, von einer Fliege die reinschwirrt... Allzu teure Maßnahmen werde ich nicht treffen, denn wenn die Seuche in der Umgebung ausbricht, dann war ja auch meine Vorsorge sinnlos.

Wie alt sind deine Kücken? Meine sind jetzt etwa 2 Monate alt, da sind auch 6 Hähne dabei und bis jetzt klappt das zusammenleben.

Angeblich sollen die Tiere ja "nur" 3 Monate eingesperrt bleiben.

Gruß,

Tyrael

Redcap
22.08.2005, 22:09
Du kommst aus Brandenburg, gelle?

Da hast Du was missverstanden Meldepflicht besteht ab dem ersten Tier, ab dem 51. Tier, zahlt man pro Tier, davor pro Bestand (4,00 Euro)

Tyrael
22.08.2005, 23:37
Nein aus Sachsen. Erstes bis Fünfzigtes Tier ist hier beitragsfrei, Rassegeflügel gilt aber wieder extra (5,20€ für bis zu 125 Tiere).

gaby
23.08.2005, 04:13
Hier bezahlt man 5€ (seit diesem Jahr, vorher war`s frei)für Bestände unter 100 Tieren an die Tierseuchenkasse.
Außerdem möchten versch. Veterinärämter ebenfalls eine Meldung bekommen, *damit im Seuchenfall schnell gehandelt werden kann*. Das hat nichts mit der Meldung bei der Tierseuchenkasse zu tun.
Aber es reicht ein Anruf beim Veterinäramt die sagen einem genau wie es für die jeweilige Stadt/Gemeinde geregelt wird.
gg

Hab dazu noch was gefunden: http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20050822-00005/

Anton
23.08.2005, 06:13
Hallo!

Im Bonner General-Anzeiger steht heute ein Artikel über die bevorstehende Künast Verordnung und wie NRW damit umgeht. Demnach ist eine Aufstallpflicht für ALLE Bestände vorgesehen, und zwar ab dem 15.09.2005. Geflügelschauen, die vor diesem Stichtag stattfinden, wie zum Beispiel die Kreistierschau in Lohmar, werden höchstwahrscheinlich aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt.

:( Gruß Stefan

Klausemann
23.08.2005, 06:18
Ah hach,

hat man sich doch noch schlau gemacht. Vielleicht sogar hier im Hüfo ;D

KLaus,
der sich auch schon innerlich auf eine Aufstallung einrichtet :(

anja66
23.08.2005, 08:22
Die Tierbesitzer von Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Bienenvölkern und Geflügel haben der Tierseuchenkasse unter Verwendung der amtlichen Erhebungsbogen (Meldebogen) innerhalb von zwei Wochen nach dem Stichtag schriftlich ihren Namen sowie die Anschrift mitzuteilen und die Art und die Zahl der bei ihnen am Stichtag vorhandenen Tiere und Bienenvölker anzugeben. Tierbesitzer mit bis zu 49 Stück Geflügel, die nur diese und keine anderen beitragspflichtigen Tiere halten, sind weder melde- noch beitragspflichtig.

also muss ich in Baden-Württemberg nicht melden. oder, wie ?

ich werde hier noch ganz kirre, blick bald garnichts mehr.

Gruss von einer verwirrten Anja

anja66
23.08.2005, 08:38
so nu habe ich mich schlau gemacht, für den Kreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Meldung beim Veterinäramt, ja.
Dann habe ich mich erkundigt wegen Einstallung.
In unserem Gebiet, nein. Die Gefahr wird als sehr gering eingestuft.

Puuuuuuuuuh, erstmal Glück gehabt.

Cröllwitzer
23.08.2005, 09:16
Moin alle miteindander,

hier mal ein Link zur Lage in Russland:
http://www.welt.de/data/2005/08/23/764105.html
Es ist schon seltsam, wie unterschiedlich Nachrichten doch sein können.

Liebe Grüße aus dem Emsland
Cröllwitzer, der sich nicht in Panik versetzen lässt

nine1278
23.08.2005, 10:25
juchuuuuu!!!!! unser lieber nachbar hat uns gestern angeboten , oder vielmehr befohlen, unsere chiccas in seinen alten leer stehenden schweinestall, von sage und schreibe 35 qm zu tun, wenn wir tatsächlich einstallen müssten!!! " hier wird nicht einem huhn aus platzgründen die rübe runter gemacht!!!" , so drückte er sich aus!!!
ich hätte den bald geknutscht vor freude!!!
jetzt hab ich grad beim vet.amt angerufen, und die waren wirklich megafreundlich und hat mir gleich per email ein antragsformular geschickt. und damit sitz ich jetzt hier und versteh nur bahnhof... mal wieder : behördendeutsch.... hoffentlich melde ich hier nicht einen betrieb an... hab immer hobbyhaltung angekreuzt... mal sehen. kommen aus niedersachsen, und hier kosten unsere 10 chiccas 5 euro im jahr. was von der seuchenkasse noch kommt, wusste die dame nicht, aber das könnte auch nicht so viel sein!
ich warte das alles hier auf jeden fall jetzt etwas gelassener ab, obwohl ich langsam auch an die hühnerknastmafia denken muss... wenn dieses ganze drama mal nicht wieder ne abgekaterte geschichte ist...
hab grad irgendwo anders ein erdachtes "horrorszenario" gelesen, da wurde mir ganz schlecht.
toll, dass hier immer wieder alles berichtet wird, was es neues gibt, danke an euch alle
nine

yossy
23.08.2005, 12:54
Erste Reaktionen

http://img372.imageshack.us/img372/9421/pict17157mb.th.jpg (http://img372.imageshack.us/my.php?image=pict17157mb.jpg)

Landei
23.08.2005, 13:31
Wenn man das jetzt noch lesen könnte, wärs genial...

yossy
23.08.2005, 13:48
gerne.

Gehe auf google, dann Heilbronner Stimme dann Nachrichten aus der Region dann Vogelgrippe und dann auf weiter... dann ist der Artikel einwandfrei zu lesen.

FUXX
23.08.2005, 14:14
in der waz war heute auch ein sehr krasser artikel über die vogelgrippe drin.

da hieß es das die sich schon anstecken können sobald nur eine feder oder etwas kot zu den Hühner oder anderem geflügel gelangt.

das ist echt schlimm..

aber ja man kann ja leider gar nicht soviel machen.von einsperren mal abgesehn.

es müsste mal nen impfstoff entwickelt werden.

Landei
23.08.2005, 14:51
Habe gestern gehört dass die das noch garnicht wissen wie sich dat überhaupt überträgt - ob durch jeden Windhauch - oder nur durch Körper-Flüssigkeiten /Kontakt direkt? Das wäre noch gar nicht 'raus.
Tztztzt.

Flöckchen
23.08.2005, 17:04
Schaut mal unter :www.Verbraucherschutzministerium.de nach finde ich gar nicht schlecht die Antworten.Nur das mit den Eierkartons finde ich übertrieben. Oder was sagt ihr dazu ?

apfel7
23.08.2005, 17:10
tach peter :-)
befinde mich auch fast in deinem landkreis, nur leider kann man den zeitungsartikel ned lesen. bei uns in den zeitungen raum backnang steht noch gar nix drin. :(
andrea

apfel7
23.08.2005, 17:11
http://www.stimme.de/nachrichten/heilbronn/art1925,605369.html
nu hab ichs au gefunden :) braucht mer gar koi zeitung abonnieren :-)
danke
andrea

Anton
23.08.2005, 22:11
Versucht doch bitte hier beim wesenlichen zu bleiben, um allen Mitgliedern und Besuchern des Forums möglichst viele Info's, mit größtmöglicher Transparenz zu liefern. Die letzten Beiträge habe ich nach Kontrovers verschoben unter einem neuen Thema!

Gruß Stefan :)

Cröllwitzer
23.08.2005, 22:20
Meine liebe Antonia,

es gehört auch dazu, daruf hinzuweisen, dass die derzeitige Situationskrise Vogelgrippe eigentlich zum Wahlthema unserer Politiker missbraucht werden.
Und einen Schmunzeltext darf ich doch wohl mal schreiben. Oder ist schmunzeln nicht mehr erlaubt?

Cröllwitzer

Hühnerknecht
23.08.2005, 22:37
Hallo Cröölwitzer,

das das Thema Vogelgrippe in allen Medien hoch gehandelt wird, ist mir aufgefallen!

Aber das eine Partei das Thema in den Wahlkampf hineinzieht???

Trotzdem hätte man die Beiträge hier belassen können, da geb ich dir recht!

Spass muss sein, sonst kommt doch keiner mehr zur Beerdigung! ;D

Gruß

Hühnerknecht

yossy
24.08.2005, 09:48
Hoher Besuch -
Renate Künast bei uns in Heilbronn zum Thema Vogelgrippe.

http://img393.imageshack.us/img393/3172/pict17166lo.th.jpg (http://img393.imageshack.us/my.php?image=pict17166lo.jpg)

Gehe auf google, dann Heilbronner Stimme dann Nachrichten aus der Region dann Vogelgrippe und dann auf weiter... dann ist der Artikel einwandfrei zu lesen.

Landei
24.08.2005, 10:03
Statt Deiner dekorativen Screenshots könntest Du auch einfach dat Link hier 'reinkopieren, yossi. ;D

Absahner
24.08.2005, 10:07
Nur ein ganz kleiner Teil der Stimme ist online frei verfügbar.
Für den Rest braucht man ein Abo !

Absahner

yossy
24.08.2005, 10:11
und darum geht´s u.a. auch, auch von heute.

http://img375.imageshack.us/img375/8020/pict17209sh.th.jpg (http://img375.imageshack.us/my.php?image=pict17209sh.jpg)

Redcap
24.08.2005, 10:38
Wenigstens kann man bei dieser Ablichtung der Printversion den Text ganz lesen, schade dass Du keinen Scanner hast ... mit der DigiCam isses echt blöd bei "mehr" Text ...

conny
25.08.2005, 10:43
Guten Morgen,

heute Morgen las ich folgendes für Brandenburg/Berlin in der Zeitung:

Brandenburgs Landwirtschaftsminister fordert alle Hobby-Geflügelhalter auf, ihren Bestand registrieren zu lassen. Wer sich nicht daran hält, zahlt bis zu 25.000 Euro Bußgeld. Tierseuchenkasse lässt grüßen und demnächst dann auch die Berufsgenossenschaft, da Kontrollmeldungen abgegeben werden. Dabei ist es in Brandenburg/Berlin unabhängig von der Größe der zu bewirtschafteten Fläche.

Verbraucherschutzministerin Kühnast fordert Einstallungszwang auch für Halter von kleinen Beständen.

Beschlossen sind Massentötungen! Wird in Brandenburger Betrieben die Seuche nachgewiesen, folgt die unverzügliche Tötung der Tiere.

Es gilt Einfuhrverbot von Geflügel, Federn, Hühnererzeugnissen aus den Risikoländern.

LG
Conny

__________________
Wer die Menschen kennt, lernt Tiere lieben.
Sir Peter Ustinov

gaby
25.08.2005, 11:07
Die Massentötungen sind doch nicht neu. Das wird überall gleich gehandhabt.
gg

Huehnerbasti
25.08.2005, 14:31
bei mir tötet keiner was >:(

eher hol ich die Sense raus und dann gehts rund (egal ob ich dann ins Gefängnis komme) :mukkies :box :teuf1

Redcap
25.08.2005, 14:39
Das ist durch diese VO der Europäischen Kommission geregelt.
http://europa.eu.int/comm/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/directive_avian_de.pdf
(Die griff z.B. auch 2003 bei grenznahen Fällen (3 km) in der Niederlande, damals wurden im Bezirk Heinsberg als Seuchenschutzmassnahme 3600 Tiere gekeult.
http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20030414-00000/
Grundsätzlich ist die Verfahrensweise nach der VO, dass erst in einem Betrieb innerhalb der Schutzzone von 3 km nur in Betrieben gekeult wird, in denen die AI nachgewiesen wird. Bei den meisten fällen ordnet aber der Ausschuss der EU-Kommission zwecks humanen Gesundheitsschutz die grundsätzliche Tötung innerhalb der Schutzzone (auch ohne positivem Befund des Bestandes).

Flöckchen
25.08.2005, 14:39
So in etwa denke ich auch,meine Schwiegermutter ( 78 Jahre alt ) fängt heut Morgen an : Vieleicht ist es besser alle deine Hühner zu Schlachten, kannst Dir ja wenns vorbei ist neue kaufen. Da wurde ich mal richtig böse !!! Bei mir wird kein Tier geschlachtet oder umgebracht und schon gar nicht vorsorglich !

Redcap
25.08.2005, 14:46
Da kannste Dich ja gleich aufhängen *präventiv* als Schutz vor Aids, Vogelgrippe, Krebs ...

Soweit kommts noch ... drehen die Leute jetzt schon ganz durch.

Die AI hat mich 1999 und 2003 gar nicht gejuckt, die war mindestens 600 km weit weg. Diese Medien ... auch das Forum hier macht schlichtweg neurotisch ... ;)

gaby
25.08.2005, 14:57
Es gibt einen Züchter in Waldfeucht der sich damals gegen die Keulung gewehrt hat. Er hat den Leuten erst "nach langem guten Zureden" den Zutritt zum Hof gewährt. Polizei und wer-weiss-was ist wohl dagewesen (alles aus 2. Hand). Seine ganzen Erfolge mit seinem Hobby waren innerhalb 1 Std. Vergangenheit. Hat ihn schwer getroffen.
Hinterher haben viele Züchter und Halter sich zusammengetan und ihm für 0, Bruteier und Tiere zukommen lassen. Wenn man überlegt dass das noch garnicht solange her ist und er jetzt schon wieder (bescheidener) Erfolge auf Ausstellungen hat!
Außerdem verkauft er wieder Marans-Bruteier und hat (wieder!) wirklich fabelhaft gefärbte Bruteier.

Ich bin gegen Keulung, ohne vorherigen Krankheitsnachweis. Auch liebe ich meine Tiere (einige sogar sehr), trotzdem würde ich mich nicht wehren oder sogar Straftaten begehen um das zu verhindern. so oder so wird gekeult werden.

gg

Landei
25.08.2005, 15:02
Ehrlich gesagt, mich deprimiert es auch ganz gewaltig... hab Angst um meine Hühnis.
Naja, die anderen am Hof lachen... die essen ab u. an mal ein Ei und findens lustig, ernst nehmen tu' bloss ich das. Die Gänse sind auch meine. Und nerven wg. grüner Würstchen u. weil sie sich immer mal so lautstark aufregen (jaaaaa und wie war das letztes Jahr mit dem Stalker der einen Mitbewohnerin? UNHEIMLICH war das! Schreit nur, meine Gänschen! Immer schön melden, wenn wer rumschleicht! Im Zeitalter von Psychopathen und Pferdestechern ist das weiss Gott eine effiziente und kostengünstige Alarmanlage)
Der Bauer würde nur die Achseln zucken wenn seine 4 Hybriden futsch wären. (seine UND unsere Eier kassiert er dagegen begierig :()
Bin halt so - böse Leute würden sagen, mangels Kindern? Dass ich meine Tiere tierisch ernst und wichtig nehme. Kann da auch nix für. Sie erfreuen mich und ich hänge dran. Mag' gar nicht dran denken wenn die vorsorglich "erlöst" werden. Ich glaub' ich spuck die Kerle an wenn die kommen... :(

Redcap
25.08.2005, 15:07
Hab auch schon an ihn gedacht, der hat auch Bresse Gauloise usw..

Ich hab die EU- VO vorwärts und rückwärts lesen und finde keine eindeutige Vorschrift über das generelle Keulen innerhalb der Schutzzone (3 km).
Nach Artikel 7 und 11 "dürfen" nur die Bestände gekeult werden, die positiv getestet wurden.
Das kann also nur im Ausnahmezustand angeordnet werden ... (glaube in Artikel 65)
Dieser Ausnahmezustand ist/wird aber meist die Regel ...

gaby
25.08.2005, 15:11
:-/ Ich glaub spucken kannst Du dann garnicht mehr. Wenn die wirklich kämen, bliebe einem mit Sicherheit die Spucke weg.

Das ist doch Blödsinn. Die Leute machen ihre Arbeit und ich bin sicher das ist der unangenehme Teil. Die kriegen was ab was sie sicher nicht verdient haben.

gg

yossy
25.08.2005, 15:12
Hallo,
vielleicht ist die Auskunft des BDRG informativ für einige von Euch...

Meine Anfrage lautete:
Hallo,
aufgrund der demnächst verordneten Aufstallpflicht für unser Geflügel
stellt sich uns die Frage ob wir überhaupt noch unsere Lokal und Kreisschauen durchführen können/dürfen. Wenn man schon sein Geflügel nur noch im Stall halten darf, dann wäre es doch geradezu paradox und wohl auch verboten sein Geflügel auf Ausstellungen zu präsentieren. Ihr müßtet doch auch wissen/planen ob die großen Ausstellungen Landesschauen/Nationale stattfinden???
Danke und viele Grüße yossy

und die Antwort:
Hallo Herr A.,
woher wissen Sie denn, dass die Aufstallpflicht demnächst verordnet wird?
Wie sich die Lage für uns momentan darstellt, ist hierüber noch nicht
entschieden worden und hängt davon ab, wie sich die Situation in Russland entwickelt.
Die Großschauen führen ihre übliche Planung weiter fort und gehen davon aus, dass es zu keinerlei Einschränkungen kommen wird.
Mit freundlichen Grüssen
E. B.

gaby
25.08.2005, 15:14
Ja, danke.
Gaby

Landei
25.08.2005, 15:16
Als sie wg. BSE abertausende von Rindern gekeult haben, habe ich mich auch gefragt, hey, hallo, GEHTS noch?
Irgendwelche blöden EG-Heinis unterschreiben ein Papier und die Killertruppe zieht los. Und fährt blindwütig über Land.
Klar hatten alle Angst und man wusste so gut wie nix über die Ansteckungsgefahr/Verbreitung u.s.w. der Krankheit, Lebend-Test gabs auch nicht. ABer wenn ich mir vorstelle, die hätten gnadenlos auch abertausende von Öko-Rindviechern von irgendwelchen Weiden gemurkst, egal ob die jemals auch nur in der Nähe von einem Fall waren????
Jetzt wäre das alles noch etwas anders - man könnte einen Bestand ja untersuchen, auch die lebenden Tiere, und wenn nix ist dann ist da erstmal nix. (bei uns sind die nächsten Hühner und sonstiges Nutzgeflügel ca. 2 km weg, der Aktionsradius eines Huhns u. einer Hausgans reicht nicht so weit, da könnte man sich auf den Kopf stellen!) Wenn allerdings was gefunden würde, ok, dann ist da Gefahr im Busch und jeder würde es einsehen.
Dieses blinde Paragraphenreiten macht mich ganz krank.

Landei
25.08.2005, 15:18
Schon klar, Gaby, wir sind ja alles brave Staatsbürger... *augenrollt*