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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist ein Hahn umbedingt notwendig?



Paultschi
03.08.2008, 16:46
Hallo, hätte mal eine Frage ! Ich besitze zur Zeit leider nur noch 2 Legewachteln ( Verluste durch Marder und falsche Fütterung durch eine Uralubsvertretung) Ich habe schlechte Erfahrungen mit den Hähnen gemacht, den letzten musste ich ausmerzen, da er die eine Wachtelhenne verletzt hat und der Hahn dvor hatte 5 Wachtelhennen und hat nur eine getreten. Nun ist meine Frage ob man unbedingt einen Hahn zu den Hennen halten muss ???

Wontolla
03.08.2008, 17:06
Nur wenn Du von Deinen Wachteln Nachwuchs haben willst. Eier legen die auch ohne Hahn.

Paultschi
03.08.2008, 17:16
Dankeschön :)

Benedikt
17.08.2008, 21:45
jaaa ich würde aber lieber einen mehmen weil sie dann besser legern laut ist auch nicht

Bachstelze
18.08.2008, 06:27
Mehr legen mit einem Hahn tun nur die Suppenhühner!! Legewachteln gehören nicht dazu.

Gruß Bachstelze

Benedikt
18.08.2008, 09:40
Würde aber trotzdem einen holen es ist besser ;) ;)

Paultschi
18.08.2008, 16:23
Mein erster Hahn, war irgendwie gestört hat eine zeitlang nur eine Henne , dann ist die gestorben , weil die Beiden ausgebrochen sind und eine Glucke sie übel zugerichtet hat. Dann hab ich ihm drei neue geholt davon hat er auch nur eine getreten ( die war auch wildfarbig wie seine Alte) . Dann hab ich mehr wildfarbige besorgt und er hatte immer noch seine Stammwachtel zum beglücken. Dann hat meine Urlaubsvertretung falsh gefüttert ( hat statt dem normalen Wild und Ziergeflügelfutter Legepellets für Hühner gegeben und fast mein ganzer Gestand ist eingegangen. Dann hatte ich einen neuen Hahn der hatte dann nur noch zwei hennen, die eine hat er getreten, die andere wollte ihn nicht lassen und er hat sie gehackt bis ihr ganzer Kopf geblutet hat.
Den Hahn hab ich dann umgelegt, weil ich meine Lieblingswachtel ( wattebauschen) nicht an diesen Scheißhahn verliern wollte. Desegen auch meine Frage.

miradea
19.08.2008, 19:50
Das hört sich ja gruselig an. Wusste gar nicht, dass man mit Wachteln so viele Probleme haben kann. Ich habe einfach 10 Wachteln (1.4 weiße + 1.4 wildfarbene) geholt und alles läuft prima. Die beiden Hähne "kümmern" sich kreuz und quer um alle Hennen. Hatte ich einfach nur Glück - oder ist das bei dir die Ausnahme :grueb

Malaie
19.08.2008, 20:16
Hallo zusammen,

das ist gar keine Ausnahme, Wachteln sind richtige kleine Bestien, so süß wie sie ausschauen, sie sind der Wolf im Schafspelz.

Ich hatte dieses Jahr auch solche üblen Probleme, mehrere Hennen mit heruntergerissener Kopfhaut (bis auf den Schädelknochen), das gibt es hin und wieder mal.
Vor allem wenn man neue Stämme zusammenstellt, und auch bei Beginn der Geschlechtsreife kann so etwas mal vorkommen.
Da hilft nur rechtzeitiges trennen, und frühzeitig die Stämme zusammenstellen.
Ganz schwierig ist es bestehende Zuchtstämme neu zusammenzustellen, das ist fast unmöglich. Entweder hacken sie sich nur kurzzeitig und es legt sich, oder sie schlitzen sich regelrecht auf.

Ich hab da mal vor längerer Zeit einen netten Beitrag dazu geschildert. (Hannibal-Wachtel!) Am besten ist es die Zuchtstämme so früh wie möglich zusammenzustellen, also schon im jungen Alter von 6-9 Wochen.
Jetzt gerade hab ich wieder solch einen Fall, bei einem Stamm der schon "lange" besteht habe ich gestern einen Hahn entfernen müssen, weil eine "Henne" in total übel zugerichtet hat.
Das Auge ist total zu und blutig, und eine große Wunde am Kopf hat er auch noch. Naja, jetzt ist er erst mal alleine um sich zu erholen, ihn wieder in den Stamm zu integrieren wird warscheinlich unmöglich sein, schau`n wir mal.

Schöne Grüße
Malaie ;)

kirsten v.
20.08.2008, 11:56
hallo
ich hatte auch so viel ärger mit den wachteln,hab rumprobiert bis wir folgende endlösung gefunden haben die funktioniert(bis jetzt)

1,2(hahn inzwischen leider tot)
0,2
0,1

alle in einem seperaten stall.

vorher gabs auch dauern verketzungen wie schon geschrieben.
ich wage auch nicht mir wieder einen neuen hahn dazu zu holen.


lg kirsten

Benedikt
20.08.2008, 12:46
also mein hahn will auch nicht mehr treten da ein anderer hahn im das auge ausgepickt hat und die kopfhaut abgezogen hat


ich will mir jetzt einen neuen hahn holen hoffentlich tretet der besser

Bachstelze
20.08.2008, 15:35
Hallo,

immer wieder tauchen hier Erfahrungen mit extrem zänkischen Wachteln auf, die andere skalpieren oder anderweitig verletzen.

Es mag wenige Ausnahmen geben, dass Wachteln wirklich extrem zänkisch veranlagt sind. In der Hauptsache halte ich das für ein Fütterungsproblem. Nicht umsonst bin ich ein Verfechter, der als Hauptfuttergrundlage ein Mischfutter in Form eines Legemehls bzw. Legepellets anbietet. Nur dort sind die Grundnährstoffe, die eine Legewachtel benötigt richtig zusammengestellt. Welches Futter das ist, lässt sich nicht allgemein sagen, dagür gibt es zu viele im Angebot. Wichtig ist aber ein Angebot von 17 bis 20 % Rohprotein. Da muss man etwas variiabel sein.

Grundsätzlich ist nichts gegen Zusatzfutter einzuwenden. In erster Linie Grünes in mannigfacher Form. Auch Bierhefe (1 g/Tier und Tag) mehrmals in der Woche mit Haferflocken und einigen Tropfen Rapsöl angemischt ist eine wertvolle Ergänzung. Problematisch ist die Tatsache, dass durch das Futterverbot von Fischmehl und Tierkörpermehl im Mischfutter kein tierisches Eiweiß mehr angeboten wird. Wachtelnm benörigen aber tierisches Eiweiß, bzw. die nur darin enthaltenen wichtigen Aminosäuren. Etwas kann das durch die Bierhefe ersetzt werden. Aber tierisches Eiweiß in Form von Magerquark, getr. Bachflohkrebsen und Garnelen, sehr vorsichtig Mehlwürmer, um nur einiges zu nennen, ist besonders dann angebracht, wenn eine Zucht beabsichtigt ist. Die erforderliche hohe Qualität von Bruteiern wird nur so erreicht.

Wenn man so vollwertig füttert, kommt es nach meinen Erfahrungen auch nicht zu diesen Zänkereien. Es muss aber immer beachtet werden, dass die zusätzlichen Futtermittel nicht einen zu großen Anteil bekommen, um die Ausgeglichenheit des Grundfutters, als der Mischfuttermittel, nicht zu stören.

Einen besonderen Ärger bereiten immer wieder die Junghähne, wenn sie geschlechtsreif werden. Das rechtzeitige Trennen von den Hennen hilft schon viel, außerdem ist hier eine Veränderung der Fütterung in der Form zu suchen, dass nur die Hälfte des Mischfutters, die andere Hälfte vorübergehend als Getreideschrot oder Körner gegeben wird. Das dämpft die Zänkigkeit. Es ist ja nur ein kurzer Zeitraum, danach werden sie geschlachtet oder zur Zucht eingesetzt.

Gruß Bachstelze

Paultschi
20.08.2008, 15:47
Danke Bachstelze !!! Es könnte bei mir auch ein Fütterungsproblem sein , da ich erst das Wild und Ziergeflügelfutter von Deuka gefüttert habe, dann hatte die das wo ich das immer gekauft habe nicht mehr und ich habe ein zeitlang kanarienfutter gefüttert, was sie auch nicht sehr gut gefressen haben, dann kam dazu das der hahn noch sehr jung war und dann im Frühjahr geschlechtsreif wurde. Wahrscheinlich haben all diese Faktoren zu diesem Fehlverhalten geführt.

Malaie
20.08.2008, 16:11
Hallo Bachstelze,

bei meinen liegt es unter 100%iger Garantie nicht am Futter, mein Futter hat 17% Rohprotein, und ist ein fertig gemischtes "Wachtelfutter", dieses Futter gibt es in drei Varianten.

Das Starterkorn (für Küken ab dem 1. Tag - 4. Lebenswoche) hat z.B. 24,5% Rohprotein.

Das Wachstumsfutter (für Jungtiere ab der 4. Woche - 8. Lebenswoche) hat 18,5% Rohprotein.

Das Zucht-und Legepelett (ab der 8. Lebenswoche) hat 17% Rohprotein

Dazu bekommen meine jeden 2. Tag reichlich Grünfutter, und 1-2 mal in der Woche Mehlwürmer in Rapsöl getränkt, daher kann es also nicht am Futter liegen. (Zumindest nicht bei meinen!) Wie schon erwähnt, passieren solche Geschichten hauptsächlich in der Zeit wo sie geschlechtsreif werden, oder eben bei solchen Situationen wie ich sie oben schon geschildert habe.

Schöne Grüße
Malaie ;)

Malaie
20.08.2008, 16:19
Hallo Paultschi,

bei Dir schaut das Ganze schon wieder ganz anderst aus, wie Du selber schon bemerkt hast, wird es bei Dir an dieser ganzen Umstellung und Situation dazu geführt haben.
Hin und wieder sind auch von Natur aus solch aggresiven Hähne dabei, aber da hilft dann nur noch schlachten.
Es sind aber nicht immer nur die Hähne, es sind oft genug auch solche üblen Hennen dabei.

Schöne Grüße
Malaie ;)

miradea
20.08.2008, 17:06
Puuuhhh - bin ich froh, dass meine 2.8 Wachteln alle so fröhlich zusammen leben! Meine Hähne benehmen sich glücklicherweise super.

Paultschi
20.08.2008, 17:24
http://img387.imageshack.us/img387/159/derwillitk5.th.jpg (http://img387.imageshack.us/my.php?image=derwillitk5.jpg)

Dabei war er so ein hübscher der Willi

Rina
22.08.2008, 07:48
Moin!
Auch ich bin unter die Wachtelhalter gekommen.
Fast wie die Jungfrau zum Kinde: Als Freunde von uns ihre Hühner abholten brachten sie als Dankeschön 1,2 Wachteln mit. Die erste Nacht verbrachten sie in einer Hühnertransportbox und da hatte der Hahn schon eine Henne skalpiert. Ich habe sie wieder hinbekommen, den Hahn natürlich sofort separiert und nur noch für 2 Std. tägl. mit zu den Hennen in den Auslauf gesetzt. Jedesmal wenn ich ihn hineinsetzte sprang er aus meiner Hand direkt auf eine Henne. Er trat sie dann unabläßig abwechselnd. Für mich war klar : der braucht mehr Weiber.
Gedacht, getan! Nun hat er 10 Weiber und ist ein gaaanz ruhiger, zahmer, ja - schon kuscheliger Hahn geworden.
Ich bin mitlerweile ein völlig verzückter Wachtelfan. Sie haben eine große schöne Innenvoliere und bekommen bald eine ca. 8 qm große Außenvoliere dazu. Von der oft beschriebenen Scheu dieser Vögel kann ich nichts berichten. Unsere Wachteln sind ganz cool und mögen gerne auf der Hand sitzen und gekrault werden. Und das obwohl die dazugekauften aus absolut erbärmlicher Haltung kommen ( Habe das dem Vet,-Amt gemeldet und die anderen Tiere sind beschlagnamt).
Vielleicht lag es gar nicht am Hennenmangel, sondern nur an der frischen Geschlechtsreife? Is jetzt auch egal, wir sind glücklich mit der Zwergentruppe.

grunzli,
Rina