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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seltsames Sterben von Wachtelküken



oki77
22.02.2008, 08:39
Hallo zusammen,

ich bin echt verzweifelt und sehr traurig....
Meine selbstausgebrüteten Wachtelküken (mittlerweile 3 Wochen alt) sind eigentlich putzmunter, ABER vor etwas mehr als einer Woche fing eines der Küken an zu humpeln, danach konnte es oder wollte es nicht mehr richtig laufen, lag nur rum und zwei Tage später war es tot :-(
Einen Tag später bekam ein weiteres Küken die gleichen Symptome und verstarb ebenfalls... alle anderen waren fit und munter!

Vorgestern bemerkte ich bei einem meiner Isabellfarbenen Küken dass es humpelte, seit gestern läuft es kaum oder gar nicht... also wieder das gleiche!
Jetzt ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis es auch stirbt!

Bin echt verzweifelt und habe Angst dass es andere auch noch "erwischen" kann. Ich weiß echt nicht was das sein kann... ich achte IMMER auf Sauberkeit und frisches Wasser und Futter (Kükenaufzuchtfutter)!

Kennt jemand diesen Krankheitsverlauf? Kann ich was tun? Mache ich etwas falsch?

BITTE um Hilfe!!! Hat das irgendjemand vielleicht auch schon "erlebt"???

Danke und (traurige) Grüße
oki77

Mary
22.02.2008, 09:24
Oh man, das ist ja Mist.

Ich hatte das noch nicht.
Meine Großen sind 4 1/2 Wochen alt und die Kleinen jetzt eine Woche alt.

Eine Frage:
Hast Du noch Rotlicht an?
Ist es vielleicht zu eng in Deiner Box?
Welchen Untergrund hast Du?

Soll doch wohl möglich sein heraus zu bekommen, was sein könnte, oder?


LG
Mary

oki77
22.02.2008, 10:16
Hi Mary,

Rotlicht habe ich nicht mehr an, denn mit Rotlicht war es den kleinen zu warm...
Ich glaube nicht daß die Box zu klein ist, die ist 1,50 m lang, 60cm hoch und 60cm tief.
Als Untergrund habe ich einen Mix aus Hobelspäne und Stroh/Heu.

Ich habe mittlerweile auch mal den Verkäufer (wachtel-landhof.de) meiner Bruteier angeschrieben, vielleicht hat er ja eine Idee...

Das ist echt traurig mit anzusehen wie die kleinen so langsam verenden!

Grüße
oki77

Mary
22.02.2008, 11:53
Hallo Oki,

hmmm, ich habe eine 2,00 x 0,6 Box. Über einen drittel habe ich immernoch die Rotlichtlampe an. 2/3 sind nicht erwärmt, sodass die Kücken sich aussuchen können, wohin sie wollen.

Ich halte Rotlicht noch für sehr wichtig in diesem Alter. Nicht umsonst bekommen Menschen bei Gelenkschmerzen Rotlichttherapien.

Siehe Hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Rotlichtbehandlung).

Das wäre für mich das erste, den Kücken wieder eine Rotlichtlampe in die Box zu hängen.


LG
Mary

oki77
22.02.2008, 12:26
Hi,

kann ich wieder machen... aber ich glaube nicht daß es hilft!

Mich fragte gerade jemand in einem anderen Forum, ob ich etwas stark Eiweißhaltiges in letzter Zeit gefüttert hätte... und damit hatte er vollkommen Recht! Ich hatte Mehlwürmer gefüttert.

Ich glaube es hat was mit den Mehlwürmern zu tun... denn ein, zwei Tage bevor die ersten zwei Küken erkrankten, hatte ich auch mal Mehlwürmer zugefüttert...


Mal schauen was er mir nachher (hoffentlich) zurück schreibt!


Danke Dir trotzdem für Deine Hilfe... werde die Rotlichtlampe wieder an machen, aber ich glaube wirklich dass es mit den Mehlwürmern zu tun hat!

Grüße
Oki

UdoE
22.02.2008, 12:33
Hallo,

also die letzten Wachtel die wir 2006 gebrütet haben,
hatten ähnliche symptome...
Haben Vitamin B gegeben und die Lage hatte sich wieder beruhigt.
Könnte auch sein, dass deine Tiere unter
Calcium-Mangel leiden.

mfg UdoE

Moni V.
22.02.2008, 12:34
Hallo,

wir haben keine Rotlichtlampe sondern eine Wärmplatte.
Darunter sind viele Wachtel- und Hühnerküken herangewachsen.
Unsere Wachtelküken frassen die feineren Bestandteile ihrer Einstreu (Hobelspäne). Deshalb nehme ich nur Rapsstreu.
Vielleicht sind einige Küken dabei, die die Einstreu fressen??
Ich täte also die Einstreu wechseln.

Versuch macht klug :)

LG,
Moni

oki77
22.02.2008, 12:41
Danke Euch...


Habe schon neues Einstreu bestellt (Buchenholzgranulat)...
Vitamin B werde ich mal probieren, aber ich glaube aber nicht daß es mit irgendwelchen Mangelerscheinungen zu tun hat, denn in dem Kükenaufzuchtfutter ist wirklich alles drin, was die kleinen zum gross werden brauchen!

Ich glaube wirklich, dass das mit den Mehlwürmern zu tun hat... das würde auch zeitlich gesehen hinkommen!


Danke Euch nochmals für die Tpps...

Grüße
Oki

conny
22.02.2008, 12:47
Hallo,

Wachtelküken benötigen bis zur Einfiederung einen hohen Eiweissanteil im Futter, der mit normalen Kükenaufzuchtsfutter für Hühner, nicht erreicht werden kann.

Am besten verwendet man ein Aufzuchtsfutter für Ziervögel, z.B. Eifutter oder Futter mit getrockneten Kerbtieren, anfangs mit etwas Mohn versetzt. Ansonsten gekochtes und gut zerkleinertes Ei dem Futter hinzufügen.

Auch Fasanen- bzw. Putenaufzuchtsfutter ist gut geeignet, da auch diese einen erhöhten Eiweissbedarf haben. Mehlwürmer nur alle paar Tage in geringer Menge füttern.

Was für Kükenfutter verwendest du? Ist in diesem evt. ein Kokzidiostatika beinhaltet, dieses ist für Wachtelküken unverträglich.

Wontolla
22.02.2008, 13:16
Original von oki77
... ich achte IMMER auf Sauberkeit und frisches Wasser und Futter (Kükenaufzuchtfutter)!

(Hühner-)Kükenaufzuchtfutter ist für Wachteln in jedem Fall ungeeignet. Nicht nur falls es Kokzidingsbums enthält.
Etwas Grün, z. B. frische Kresse, tut ihnen auch ganz gut und natürlich brauchen auch Wachteln kleine Steinchen für ihren Muskelmagen.

Mary
22.02.2008, 13:34
Ich füttere Kückenmehl und Sojamehl im Verhältnis 2:1
(Natürlich ohne Kokzi)

Allein das Sojamehl hat 42% Rohproteine.

Ich kann mir auf keinen Fall vorstellen, dass die Mehlwürmer schuld sind.

Vitamin B ist ein Leistungsvitamin und hat mit "kaputten" Gelenken nichts zu tun. Denn die Kücken haben ja erst gehumpelt und sind dann eingegangen.

Es muss nicht eine Rotlichtlampe sein, eine Wärmeplatte (Moni V.) reicht auch.

Aber mit 3 Wochen benötigen Wachteln noch sehr viel Wärme. Auf jeden Fall eine Möglichkeit sich unter einer Wärmequelle verziehen zu können.


Hoffnungsvolle Grüße
Mary

oki77
22.02.2008, 13:35
Hi,

also wie gesagt ist es das Wachtelküken Aufzuchtfutter von wachtel-landhof.de

Orginalauszug der Zusammensetzung:
Wachtelkükenauzuchtfutter 3-6 Woche

"1 Beutel a 2,5 kg Kükenaufzuchtfutter. Auszug zu den Inhaltsstoffen je Kg Futter: 24% Rohprotein, 1,9% Leuzin, 1,2% Lysin, 1,4% Methionin/Cystin, 1,2% Calcium, 1,2% Thereonin, 0,18% Natrium, 5% Rofett, 4% Rohfaer, 6,8% Rohasche, 0,7% Phosphor. Vitamin A (IE) 5000, Vitamin D³ (IE) 700, Vitamin E (mg) 40, Vitamin K (mg) 5. Futterbestandteile sind u.a.: Kükenaufzuchtfutter, Verschiedene Sämereien (Mohn, Brennessel, Hirse, Buchweizen), Sojaextraktionsschrot, Weizen, Haferkerne, Mais, getrocknete Kräuter"

Ist das nicht ok?

Gruß
Oki77

Mary
22.02.2008, 13:37
Finde ich vollkommen in Ordnung. Auch wenn Du ein paar Mehlwürmer dazu fütterst.

Das Kückenfutter, welches ich von J.Dees bekommen habe hatte 36% Rohproteine.

LG
Mary


PS: Am Futter liegt es mit Sicherheit nicht......

oki77
22.02.2008, 13:52
...dann bin ich soweit schon mal beruhigt!


Hoffentlich packts der oder die kleine noch...!


Grüßle
Oki77

Bachstelze
22.02.2008, 14:00
Hallo,

zum Wachtelsterben kann ich auch nichts Neues beitragen. Wenn es nicht massenweise Mehlwürmer waren, können auch die nicht schaden.

Aber über das Futter wird hier etwas sonderbar diskuttiert. Wachtelküken benötigen in den ersten 3 Wochen ein Futter mit etwa 26 % Roprotein. Das Wildgeflügelfutter mit 36 % schadet auch nicht, ebenso Putenstarterfutter mit etwa 25 %. Ende der dritten Lebenswoche sollte in mehreren Tagen auf verringertes Eiweißangebot umgestellt werden. Da reicht ein Futter mit 17 % völlig aus. Da ist ein Kükenaufzuchtfutter oder auch Legemehl in dieser Klasse geeignet. In der Regel fängt so die erste Wachtel am 38. Tag an zu legen. Früher sollte man wohl das den Wachteln auch nicht abverlangen. - Allerdings leben bei mir die Wachteln in den ersten 2 Wochen unter gedimmtem Rotlichtstrahler mit 24 Stunden Licht, danach in der Legehennenanlage mit 16 Stunden Beleuchtung. Deshalb können Hennen mit geringerer Beleuchtung einige Tage später anfangen.

Gruß Bachstelze

oki77
22.02.2008, 20:28
Hallo,

kann man irgendwas gegen den Eiweißschock tun?

Vielleicht irgendein Präparat oder etwas bestimmtes zu Essen geben?


Grüße
oki77

lurchi
26.02.2008, 12:48
Hallo oki77,
habe gerade deinen Beitrag gelesen, tut mir echt leid für dich.
Ich denke auch am Futter/Einstreu kann es nicht liegen, max. zu viel Mehlwürmer.

Unsere Küken sind nun 5 Wochen alt und wir haben täglich die Temperatur/Rotlicht runter reguliert. Derzeitige Temperatur 19,0 C.
Leider kann ich dir keinen Tipp geben, wie du sie schnellstmöglichst wieder aufpeppeln kannst.
Hast du es mal über einen Tierarzt versucht, zwecks Medikamente/Aufbaupräparat?
Wurden deine Küken schon geimpft?


Gruß lurchi:blume
von voigtis-wachtelfarm (www.voigtis-wachtelfarm.de)

oki77
26.02.2008, 19:04
Hi lurchi,


also geimpft wurden die kleinen noch nicht...

Mein Sorgenkind lebt zwar noch, aber laufen kann es leider nicht mehr :(

Ich habe Vitaminpräparate usw bekommen, aber daß scheint dem kleinen nicht wirklich zu helfen! Morgen soll ich meinen TA nochmal anrufen um Bescheid zu geben wie es aussieht! ...ich glaube das Küken wird nicht wieder gesund, vielleicht müssen wir es demnächst "erlösen" !

Oh mann... ich habe zum ersten mal ausgebrütet, und werde auch glaube nicht mehr ausbrüten, da das mir einfach viel zu nah geht so etwas mit ansehen zu müssen!

Grüßle
Oki77

lurchi
27.02.2008, 06:40
Hallo oki77,
lass nicht gleich den Kopf hängen, kann mir gut vorstellen wie es dir im Moment geht.
Bei mir sind am ersten Tag auch Küken gestorben und das ging mir auch echt nah.
Es gibt immer eine positive und negative Seite. Du wirst bei der nächsten Brut sicherlich mehr Glück haben, denn aus Fehlern lernt man ja auch.
Ich bin so froh meinen Wachteln beim Wachsen zu zu sehen und jetzt fangen die Hähne im Alter von 5 Wochen an zu krähen, echt der Hammer :neee:
Ich werde im März gleich die nächsten Wachteln ausbrüten.

lurchi

Bachstelze
27.02.2008, 08:34
Hallo,

die Aufzuchtverlusten bei Wachteln in den ersten Tagen und auch später haben vielfach als Ursache das ungenügende Abtrocknen der Küken im Brutapparat.

Geschlüpfte Küken sollten mindestens 24 Stunden im Brüter verbleiben, wennn möglich bei gesenkter Luftfeuchtiglkeit unter 70 %. Ist das nicht der Fall, erkälten sich die Küken vielfach beim Umsetzen. Deshalb sollte auch die Anfangstemperatur unter dem Strahler oder der Heizplatte bei 38 °C liegen, damit die Wachtelchen schnell völlig trocknen können.

Gruß Bachstelze

lurchi
27.02.2008, 09:34
Hallo,
da kann ich Bachstelze nur Recht geben.
Wir lassen unsere Küken auch immer noch ca.24h nach dem Schlupf im Brüter.
Wir hatten bloß bei unserem 1. Wachtelschlupf das Problem, das ein Küken sehr früh kam.
Als das Küken 24h alt war fing es plötzlich zu schreien/schiepen an und beruhigte sich nicht mehr. Die anderen Küken waren nun erst ca. 8h-10h alt. Wir haben uns entschlossen die Küken raus zu nehmen, da sie zum größten Teil trocken waren. Aber es ist immer sehr schwer diese Entscheidungen zu fällen und man hofft das Richtige getan zu haben.