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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Artikel in den Kieler Nachrichten.



bettelhuhn
25.07.2007, 22:47
Die Kieler Nachrichten werden im Forum kaum bekannt sein, aber es handelt sich um die grösste Zeitung im nördlichsten Bundesland.

Ja, da gab es heute erstaunliches über die Vogelgrippe zu lesen. Im Wirschaftsteil merkwürdigerweise (aber dann beim durchlesen doch nicht mehr merkwürdig) ein Drittel einer Seite farblich unterlegt, verfasst von Rainer Langholz.

Denke mal ,ich darf den Text nicht vollständig wiedergeben, wegen Copyright. Nur soviel: Im Beitrag werden die Merkwürdigkeiten der Geschehnisse um die Vogelgrippe unter die Lupe genommen. Wirtschaftsteil deswegen, weil aufgebröselt wird, wer profitiert von der Vogelgrippe, warum gerade zu diesem Termin eine positive Gans gefunden werden konnte usw.. Das FLI sieht aus meiner Sicht ganz mies aus.

In einer konservativen Zeitung, einen derartigen Bericht zu lesen, das macht Mut weiterzumachen, gegen alle Widerstände. Vielleicht ist doch was möglich?

Schade, dass ich den Text nicht posten kann.

Thomas

Rumpelstilzchen
25.07.2007, 22:53
Ruf doch mal da an und frag nach. Vielleicht darfst Du ihn scannen und hochladen, oder er ist bereits im Internet ?

witte5
25.07.2007, 23:04
Beim shz habe ich ihn nicht gefunden. :(

Und bei mir in der Zeitung steht er auch nicht. Kieler Nachrichten sind doch sh:z oder?

Thomas kannst du mir den mal schicken? Bin ja nun doch neugierig ;)

Sefina
25.07.2007, 23:04
oh ja bitte

Sefina
25.07.2007, 23:05
ich hätte den Artikel auch gerne

chook
25.07.2007, 23:55
Hier isser:
http://www.kn-online.de/news/archiv/?id=2190570

witte5
26.07.2007, 00:08
Super! Danke Chook!

Tut ja richtig gut, das in der Presse auch mal so zu lesen :)

Redcap
26.07.2007, 01:30
Der Behauptung von Güthe steht diese Pressemiteilung entgegen

http://www.thueringen.de/de/tmsfg/aktuell/presse/27949/uindex.html

Was stimmt jetzt?

gaby
26.07.2007, 04:20
Nun, in den Kieler Nachrichten ist es eine Meinung und in dem Artikel vom 5.7. handelt es sich um eine Nachricht. Das eine bildet eine Grundlage für das Andere. Auch wenn die Zahlen nicht übereinstimmen, ist doch klar worum es geht.

Wesjohann war schon öfter Thema, auch das die Tauben nicht eingestallt werden mussten. Obwohl sie auch gekeult wurden als aktuell ein VG-Geschehen vorlag.

Jedenfalls finde ich es toll das die Kieler Nachrichten sowas veröffentlichen, für mich sind solche Artikel immer wieder eine Motivation "Tatsachen" zu hinterfragen.

Seit Erfurt ist es ruhig, wieso eigentlich? Und aus welcher Gemeinde die betreffende Gans kam würde ich auch gerne wissen, und ob da Tests gemacht wurden...

gg

Hamster
26.07.2007, 04:52
Original von Redcap
Der Behauptung von Güthe steht diese Pressemiteilung entgegen

http://www.thueringen.de/de/tmsfg/aktuell/presse/27949/uindex.html

Was stimmt jetzt?

...egal wie, hier geht es darum, daß mal wieder gesundes Geflügel gekeult wurde >:( Hast du das Bündnis gegen Keulung vergessen? Stehst du nicht mehr dazu ???

Klausemann
26.07.2007, 05:51
Wenn man den Artikel liest , bekommt man den Eindruck Paul Wesjohann ist der Landesvater von Schleswig Holstein.

Im Grunde genommen ist er es doch ;)

Sefina
26.07.2007, 07:50
Danke Chook,
es wird Zeit , das Politiker durch ihre Nebenjobs nicht in einen Interessenskonflickt geraten!
Die Vogelgrippe ist ein Milliardengeschäft. Über die BSE Fälle von diesem Jahr schreibt niemand mehr.
LG Sefina

Lexx
26.07.2007, 08:09
Leider bietet der Artikel der "Gegenseite" superviel Angriffsfläche, um provieh wegen übler Nachrede, wenn nicht gleich Verleumdnung dranzukriegen. Etwas saubererer Stil, etwas mehr Belege und weniger Mutmassung, das Ding wäre Gold wert. Die Grundaussage das das Keulen unrechtmässig war ist zum Glück deutlich, nur das drumherum... ne geht gar nicht. Alleine schon der Fehler, das alle Tiere in Wickersdorf neu gewesen wären, waren sie nicht, war nur diese eine Gans und die auch schon vier Wochen da. Sorry, verschwendeter Druckplatz, zwei Tage länger daran gearbeitet, sauber argumentiert und super wär´s gewesen.

Schade :(

liebe Grüsslis... Lexx

Sarcelle
26.07.2007, 09:54
Die Frage ist: Wo ist die Quelle für die Provieh Nachricht? Im net ist jedenfalls kein Beleg zu finden.

Vom FLI wird die Information jedenfalls dementiert. Und das ist eine Quelle.

sollte Provieh keinen nachvollziehbaren Beleg liefern, fördert das mit Sicherheit nicht die Glaubwürdigkeit. So etwas setzt man nicht in die Welt, ohne dafür geradezustehen.

chook
26.07.2007, 10:57
Original von Lexx
Alleine schon der Fehler, das alle Tiere in Wickersdorf neu gewesen wären, waren sie nicht, war nur diese eine Gans und die auch schon vier Wochen da.


Lexx, woher hast Du die Info?

@Redcap: Genau welche Behauptung von Güthe meinst Du?

Vielleicht hilft dieser Bericht der Landestierärztekammer Thüringen bei der Klärung
http://www.landestieraerztekammer-thueringen.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=335

LG
Ute

Lexx
26.07.2007, 11:44
Okay, das mit der Anschaffung ist journalistische Freiheit :D. Hab mich jetzt nochmal durch einige Artikel zum Thema gewurschtelt (Thüringen Thread), mal sind es alle Wasservögel, dann nur alle Gänse und dann diese Gans, die vier Wochen vorher angeschafft wurden. Bei mir hängengeblieben ist die eine Gans als neue.
Dann zieh ich das zurück, das es Falschaussage war, denn beweisbar ist da wohl nur noch etwas mit Aussage des Heimleiters und der hat sich ja bis jetzt noch zu gar nichts geäußert.

liebe Grüsslis... Lexx

Sarcelle
26.07.2007, 12:19
1.3. Gemeinde Wickersdorf (Landkreis Saalfeld- Rudolstadt)
Bei einer verendeten Gans in einer kleinen Geflügelhaltung (5 Gänse und 5 Enten) wurde nach ersten Untersuchungen im TLLV am 05.07.2007 aviäres Infuenzavirus H5 nachgewiesen. Die abschließenden weiterführenden Untersuchungen im FLI wurden unverzüglich eingeleitet.
Das FLI bestätigte am 06.07.2007 den Nachweis von HPAIV H5N1. Der Ausbruch der Geflügelpest im Bestand in Wickersdorf wurde damit festgestellt.

Wo ist der Beleg, dass die Untersuchungen bei der Hausgans negativ waren?

Ich denke, Provieh sollte die offenen Fragen ganz schnell aufklären.

chook
26.07.2007, 13:25
Original von Sarcelle
Wo ist der Beleg, dass die Untersuchungen bei der Hausgans negativ waren?

Ich denke, Provieh sollte die offenen Fragen ganz schnell aufklären.

Da hast Du Recht, Sarcelle.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Meldung Verwirrung gestiftet hat:

http://de.today.reuters.com/news/newsArt...&archived=False


"Berlin (Reuters) - Die Untersuchung einer Thüringer Hausgans auf das hochansteckende und auch Menschen gefährliche Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1 verzögert sich.

Alle bisherigen Tests müssten wiederholt werden, sagte der Sprecher des Thüringer Sozialministeriums, Thomas Schulz, am Freitag. Die Proben aus dem Hals und Organen des verendeten Tiers hätten nach Angaben der Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems nicht eindeutig bei den Tests reagiert. Die für den Vormittag angekündigten Untersuchungsergebnisse würden nun für den Abend erwartet. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre erstmals in diesem Jahr der Erreger in Nutzgeflügel nachgewiesen. "

Mir scheint es, als ob in Thüringen der Test positiv auf H5 war und dass es dann zwei Tests im FLI gebraucht hat, um den H5N1 Befund zu erbringen.
???

Pro Federvieh
26.07.2007, 22:07
KN-Artikel und weitere:

Sind wir uns zunächst einmal darüber einig, dass die Gegenseite des Tierschutzvereins Provieh nur mit bloßen populistischen Behauptungen agiert?

Wo kommt denn die allgemeine Bevölkerungsmeinung her, dass die Vogelgrippe von Wildvögeln übertragen wird und für den Menschen gefährlich ist, vermutlich die nächste spanische grippe auslöst usw.?. Sauber recherchiert? Wissenschaftlich fundiert? Nein!

Hat mal jemand das DGS-Magazin der Wirtschaftsgeflügelzüchter gelesen?

Wer kann denn ernsthaft von sich behaupten, die Todesursache von den bisherigen h5n1-Fällen ist auch tatsächlich auf h5n1 zurückzuführen. Hat man in der Presse über den Botulismus der Puten in Wermsdorf berichtet?

Auf die Gefahr hin, auch hier wieder angeprangert zu werden. Es wird in der Presse berichtet was eine Schlagzeile wert ist, also sensationell oder von einer politischen Macht gewollt ist oder aber eben von einer Geldmacht gewollt ist.

PROVIEH gibt es seit 1973, da war das auch schon so und jetzt viele viele Tierseuchen und skandale später nicht anders.

Der Verleumdungsklage sehe ich äußerst gelassen entgegen.Wir haben ausgezeichnete Wissenschaftler und ausgezeichnete Anwälte in unserem Verein die für Nutztierschutz kämpfen. Bisher hat aber nur ein Herr Maennle versucht, mich bei der Vorsitzenden des Vereins als Anhänger eines angeblichen Aids-Dissidenten zu verleumden.

Ich habe anderswo schon gesagtm, die Aussage aus Bad Langensalza stammt von einem Mitarbeiter dort. Nähere Auskünfte gibt es hier nicht.
Überhaupt Belege: Was irgendwo geschrieben steht ist also ein Beleg? Nee das hat irgendwer geschrieben.

Die PM von Provieh bei der KN in dieser Form unterzubringen war nicht einfach. Sie ist zwar in ca 70! Quellen im Internet zu finden. Sie wurde auch im Editoral zweier Ärzteblätter gebracht. Die KN ist aber (neben BILD Leipzig mit sehr kleinem Ausschnitt) das erste öffentliche Blatt.

Nutztierschutz ist eine Disziplin, die sich immer am Rande öffentlicher Meinung bewegt. Meine Kollegen in der Bank belächeln mich für den Einsatz dort. (Für die blöden Viecher). Wir haben aber keine Chance Gerichtsurteile zu gewinnen, wenn wir uns nicht in gewissem Rahmen populistisch verhalten! (Leider) Wieviel von den Gutachterarbeiten liest ein durchschnittlicher Richter? Das Schächturteil haben wir nachweislich verloren, weil der richter das Gutachten nicht gelesen hat. Die Urteilsbegründung war bereits einen Tag vorher geschrieben worden wesentliche Fakten des Folgetages fehlten. Weil man vergessen hat, dass Datum zu ändern, können wir jetzt erneut den Klageweg vorbereiten.

Wissenschaftliche Hintergrundarbeit ist natürlich auch wichtig aber nicht mein Job bei PROVIEH.Wissenschaft findet nicht in den Medien statt, sie kann dort nur zitiert werden.

Wir wissen jedenfalls, dass wir die öffentliche Meinung bewegen müssen und wir bewegen sie nur deshalb, weil wir mittlerweile eine gewisse Lobby, ein standing, einen Namen haben. Man weiß spätestens seit der gewonnenen BsE Klage und der gegen ALDI-NORD gewonnenen Massenmörderklage (deswegen haben die keine Käfigeier mehr im Sortiment) wer wir sind und deshalb erscheint auch was wir als PM veröffentlichen.

Wieso das hier teilweise Leute auf den Plan ruft, kann ich nicht verstehen.
Wir sind ihr und ihr seid wir. Wir haben doch kein persönliches Geltungsbedürfnis für uns als Selbstzweck wir haben eines als Kämpfer für die Nutztiere. Ich freute mich ebenso, wenn Vier Pfoten oder der deutsche Tierschutzbund ihr standing für Pressearbeit für die Nutztiere ausnutzen würden. Wo wir es geschafft haben arbeiten wir auch mit diesen Organisationen zusammen. Nutztiere sind der allgemeinen Öffentlichkeit aber wesentlich schwerer zu verkaufen als Bruno der Bär oder gequälte Hunde. Und so bleibt PROVIEH zunächst einmal die Lobby für das Nutztier (der BDRG für das Rassegeflügel) und in diesem Sinne bin ich stolz auf die Kolumne in der KN.

Habe fertig

P.S. entschuldigt, dass ich hier nicht immer sofort reagiere es gab heute und gestern wahnsinnig viel vorzubereiten.

bettelhuhn
26.07.2007, 23:08
Wir haben doch kein persönliches Geltungsbedürfnis für uns als Selbstzweck wir haben eines als Kämpfer für die Nutztiere.

Hermann Hesse hat sinngemäss gesagt, kein Gut wiegt schwerer, als das der Liebe. Ich liebe Hühner und Liebe macht bekanntlich dumm. Beweis dafür ist, sich für Nutztiere einzusetzen die man liebt, es springt nämlich nichts für einen dabei heraus! Nur Ärger! Unverständnis des sozialen Umfeldes!

Und so etwas

Der Verleumdungsklage sehe ich äußerst gelassen entgegen.Wir haben ausgezeichnete Wissenschaftler und ausgezeichnete Anwälte in unserem Verein die für Nutztierschutz kämpfen. Bisher hat aber nur ein Herr Maennle versucht, mich bei der Vorsitzenden des Vereins als Anhänger eines angeblichen Aids-Dissidenten zu verleumden.

Das brauche ich nicht zu kommentieren. Gehirn dürfte einem Leser vom Schöpfer beigeben sein.

Provieh ist ein Staubkorn im Getriebe der Profitinteressen von Tierausbeutung, mehr nicht.

Manches Mitglied bei Provieh dürfte verrückt sein, ehrenamtlich in einem Kampf mit weitaus mächtigeren Gegner zu gehen, aber was wirklich frustriert, ist der Kampf gegen Leute aus den eigenen Reihen der Hühnerhalter, die ihre Liebe zu den Tieren verdrängt zu haben scheinen. Verdrängt für was? Das frage ich mich immer mehr?

Thomas, der Liebestolle.

witte5
27.07.2007, 00:31
Tja "Pro Vieh" da sollte der Name eigentlich schon alles sagen.

Beim Lesen der Postings hier kam mir nur ein Gedanke in den Sinn:
Es gibt Leute, die in jeder Suppe ein Haar finden!

Nein man macht sich nicht Gedanken über das tägliche Treiben eines Herrn Wesjohann - man macht sich Sorgen, ob die Behauptung mit der einen infizierten oder nichtinfizierten Gans der Tatsache entspricht.

Hallo? Schon mal überlegt, wieviele Zeitungsberichte pro Vogelgrippehysterie gedruckt wurden? Und jetzt gibt es einen Artikel, der sich endlich mal für unsere Tiere ausspricht und das wiedergibt, was jeder denkt - auch Otto-Normal: Es ist die Industriehaltung, die der Freilandhaltung das Leben schwer macht - aber nein, da wird jetzt "dem Täter auf der Spur" gespielt. Wer hat die beste falscheste Aussage?

So langsam bekomme ich auch ernste Schwierigkeiten mit der Toleranz von anderen Meinungen in diesem Forum.

Ich sage: Es ist mir sch....egal, ob das stimmt, was in dem Artikel steht. Mir ist die Medienwirksamkeit wichtiger. Weil das ist das was bei den Bürgern der Republik ankommt, die ihre Eier bei Aldi & Co kaufen.
FLI wurde gefragt und hielt es nicht für nötig zu antworten. Dann eben nicht.
Wie bitte sollen jetzt diese Behauptungen dem Kampf gegen die Stallpflicht schaden?

Und wenn ich jetzt schreiben würde, dass in Thüringen nicht nur im 3 km Umkreis gekeult wurde sondern im Umkreis von 10 km? Habe ich läuten hören, kann es aber noch nicht belegen.
Wobei auch das egal wäre, die falschen Konsequenzen wären die Gleichen - Tiere tot!

Hier haben Behörden falsch entschieden und denen sollte der Kampf angesagt werden.
Irgendwie war ich bisher der Meinung dass alle Geflügelhalter sich in dieser Sache einig sind. Statt dessen wird jetzt KleinKlein-Krümelsucherei betrieben.

Neulich wurden hier die Aussagen eines Politikers als Presse-Falsch-Freiheitsmeldung abgetan. Jetzt krittelt man an den Presseaussagen der Leute rum, die sich für EURE Tiere einsetzen!
Nee da komm ich nicht mehr mit...

Witte, traurig was man hier lesen muss - im Sinne der Einigkeit

chook
27.07.2007, 02:02
Witte, ich fühle mich angesprochen und möchte folgendes klarstellen:
Ich will mit meiner Bitte um Klarstellung nicht provieh an den Karren fahren. Ich möchte nur die Fakten auf dem Tisch haben, um mir besser eine Meinung bilden zu können, ob hier was gut passte oder ob es passend gemacht wurde.

Siehe meinen früheren Beitrag (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?postid=181321#post181321) dazu.

LG
Ute

Lexx
27.07.2007, 07:48
Mal die beleidigte Leberwurst wieder rausnehmen Leute? Danke. Persönlich wollte und will ich niemand angreifen. Aber ich darf ja wohl nach wie vor Kritik üben, oder? Und wenn ich an dem Artikel Mängel sehe, dann seh ich welche.
@ Witte, ich setz mich auch für meine Tiere ein aber ich hab noch meinen Stolz. Und sowas
Ich sage: Es ist mir sch....egal, ob das stimmt, was in dem Artikel steht. Mir ist die Medienwirksamkeit wichtiger. hab ich NICHT nötig! Und auch meine Tiere nicht. Ein Artikel mit Wahrheiten die sich belegen lassen, wäre genauso medienwirksam gewesen. Man muß nur wollen. Und was Tolerranzen angeht, da hat bislang noch niemand hier, den großen Sprung gemacht. Der Streit ist immer noch da, siehe hier. Ich werde keine Halbwahrheiten hochjubeln, Mathias Einsatz sei dadurch nicht geschmälert, auch Provieh als Institution die was bewirkt nicht, ABER, der ARTIKEL ist nicht so gut wie er sein könnte.
Das ist alles worauf ich hinaus wollte. Wenn man Kritik nicht vertragen kann, dann muß man sowas bleiben lassen.
Und ob durch den Artikel was gewonnen wurde ist fraghlich, ich schätze nein :(.

liebe Grüsslis... Lexx

Sarcelle
27.07.2007, 07:54
KN-Artikel und weitere:

Sind wir uns zunächst einmal darüber einig, dass die Gegenseite des Tierschutzvereins Provieh nur mit bloßen populistischen Behauptungen agiert?

Wo kommt denn die allgemeine Bevölkerungsmeinung her, dass die Vogelgrippe von Wildvögeln übertragen wird und für den Menschen gefährlich ist, vermutlich die nächste spanische grippe auslöst usw.?. Sauber recherchiert? Wissenschaftlich fundiert? Nein!

Hat mal jemand das DGS-Magazin der Wirtschaftsgeflügelzüchter gelesen?

Wer kann denn ernsthaft von sich behaupten, die Todesursache von den bisherigen h5n1-Fällen ist auch tatsächlich auf h5n1 zurückzuführen. Hat man in der Presse über den Botulismus der Puten in Wermsdorf berichtet?

Auf die Gefahr hin, auch hier wieder angeprangert zu werden. Es wird in der Presse berichtet was eine Schlagzeile wert ist, also sensationell oder von einer politischen Macht gewollt ist oder aber eben von einer Geldmacht gewollt ist.

PROVIEH gibt es seit 1973, da war das auch schon so und jetzt viele viele Tierseuchen und skandale später nicht anders.

Der Verleumdungsklage sehe ich äußerst gelassen entgegen.Wir haben ausgezeichnete Wissenschaftler und ausgezeichnete Anwälte in unserem Verein die für Nutztierschutz kämpfen. Bisher hat aber nur ein Herr Maennle versucht, mich bei der Vorsitzenden des Vereins als Anhänger eines angeblichen Aids-Dissidenten zu verleumden.

Ich habe anderswo schon gesagtm, die Aussage aus Bad Langensalza stammt von einem Mitarbeiter dort. Nähere Auskünfte gibt es hier nicht.
Überhaupt Belege: Was irgendwo geschrieben steht ist also ein Beleg? Nee das hat irgendwer geschrieben.

Die PM von Provieh bei der KN in dieser Form unterzubringen war nicht einfach. Sie ist zwar in ca 70! Quellen im Internet zu finden. Sie wurde auch im Editoral zweier Ärzteblätter gebracht. Die KN ist aber (neben BILD Leipzig mit sehr kleinem Ausschnitt) das erste öffentliche Blatt.

…/…

Wissenschaftliche Hintergrundarbeit ist natürlich auch wichtig aber nicht mein Job bei PROVIEH.Wissenschaft findet nicht in den Medien statt, sie kann dort nur zitiert werden.


Ich hoffe, das ist keine Stellungnahme von Provieh, sondern nur Ausdruck Deiner eigenen Meinung.

So sieht das also aus. Weil eine Vielzahl von Veröffentlichen, die einer Gruppe von der (selbst herausgelesenen) Tendenz nicht in den Kram passen, werden sie kurzerhand als Propaganda abgetan, und als Rechtfertigung benutzt. Da die Nachprüfbarkeit für Dich (hoffentlich nicht für Provieh) keine Rolle zu spielen scheint, öffentlich zugängliche Fakten und öffentlich verbreitete Meinung sichtbar in einen Topf geworfen werden, spielt es auch keine Rolle mehr, wenn man selber nicht belegbare Nachrichten in die Welt setzt.

Der Beliebigkeit sind damit keine Grenzen gesetzt. Dass es einen himmelweiten Unterschied gibt zwischen einer Meinung oder Bewertung, die jedermann für richtig oder falsch halten kann und einer TatsacheFakt, die eben entweder wahr oder gelogen ist, scheint Dir in der obigen Exegese von Dichtung und Wahrheit gar nicht in den Sinn zu kommen.

In dem ganzen Text kommt kein einziger Hinweis darauf vor, dass es zumindest irgendjemanden bei Provieh gibt, der die Nachricht für wahr hält, dafür aber reichlich Argumente, warum Propaganda - und damit die Verfälschung von "Wahrheit" in diesem fall gerechtfertigt ist.

Im Klartext: Für den guten Zweck darf man schon mal glatt lügen, wenn man dies für erforderlich hält.

Bist Du Dir eigentlich dessen bewusst, was seit den Urzeiten der Menschheit mit dieser Einstellung angerichtet worden ist?

Offenbar nicht, sonst würdest du das Ansehen der Organisation nicht derart schädigen.


Wieso das hier teilweise Leute auf den Plan ruft, kann ich nicht verstehen.
Das kann ich dir schon sagen: Weil es Leute gibt, die nicht wollen, dass Provieh eine Organisation bleibt, die mit sauberen, nachvollziehbaren Argumenten langfristig ihre Glaubwürdigkeit sichert und damit ihre Überzeugungsarbeit macht. Lügen haben bekanntlich kurze Beine und wer glaubt, sich solcher Methoden bedienen zu müssen, landet über kurz oder lang publizistisch in der Schnuddelecke…. Ob damit der Sache gedient ist?

Ines
27.07.2007, 10:44
Weil es Leute gibt, die nicht wollen, dass Provieh eine Organisation bleibt, die mit sauberen, nachvollziehbaren Argumenten langfristig ihre Glaubwürdigkeit sichert und damit ihre Überzeugungsarbeit macht.

?
LG Ines