PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verdacht in Nürnberg



Enemy
22.06.2007, 21:24
Vogelgrippe-Verdacht in Nürnberg (http://www.donaukurier.de/nachrichten/bayern/art591,1700815.html?fCMS=89ba0aed7713f7322c702d532 5da9ab0)

gaby
22.06.2007, 21:27
Dann sollten wir jetzt anfangen zu beten...
Wenn das positiv ist sitzen unsere Hühner wieder hinter Gittern.

gg

Enemy
22.06.2007, 21:32
na, erst mal ganz ruhig...

Die toten Tiere wurde bereits Dienstag gefunden - da hat´s noch keinen Bayern geschert.
Gestern hieß es noch aus Bayern "Kein erhöhtes Risiko" - und heute werden die Schwäne hervorgezaubert?

gaby
22.06.2007, 21:34
Da fällt mir wieder mal eine ganze Menge an Interessen ein, aber ich lass es. :-X
gg

PaterZwieback
22.06.2007, 21:41
Erst so lange Ruhe und auf einmal geht es wieder los.
Kein Wunder,es sind ja auch so viele Zugvögel unterwegs.
Bald können wir wieder die Schotten dicht machen.

:o :o :o

witte5
22.06.2007, 21:58
Ach neeeeeee...
Bitte nicht :o :flehan

Wieso muss ich jetzt an Dresden und Zoo denken :roll :pfeif

Redcap
23.06.2007, 01:08
Was willst Du damit sagen?

Hattest Du gehofft, dass das Virus ausgerottet wird?

Schön wärs ja.

Man kann es doch immerhin harmlos reden.

Klausemann
23.06.2007, 05:28
Original von Enemy
Gestern hieß es noch aus Bayern "Kein erhöhtes Risiko" - und heute werden die Schwäne hervorgezaubert?


Du meinst Kadavertourismus ?

Noch sind sie nicht positiv getestet . Obwohl von Ostböhmen nach Nürnberg ist ja auch nicht die Welt .

Na ja, abwarten und Tee trinken.

(Bezug fehlt, weil editiert, deshalb auch hier editiert. gg)
Gruss Klaus

Enemy
23.06.2007, 06:22
H5N1-Vogelgrippeverdacht bei toten Schwänen in Nürnberg +++ Hunde anleinen (http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070622-00001/)

Barnevelder
23.06.2007, 08:07
Ich unterbreche meine Schreibpause für eine Wichtige Meldung


Tschechien läst Geflügel keulen
Auch in Tschechien hat sich der Verdacht erhärtet! In einem Putenmastbetrieb wurde das , auch für den Meschen gefährliche, h5n1 Virus bestätigt!!!!!




In Nürnberg werden heute Nachmittag die Untersuchungsergebnisse bekanntgegeben.........Meine Hühner dürfen heute nicht raus :(

Enemy
23.06.2007, 09:38
Hi Barni,
na, dann halt mal die Ohren offen, ob du via Lokalfunk schon was von den Ergebnissen hörst und sag uns Bescheid.

Wieso dürfen deine Tiere heute nicht raus? Sind das schon Anweisungen vom Vet Amt oder deine eigene Vorsorge?

Onkel
23.06.2007, 09:54
Doofe Frage,aber die Hühner dürfen doch raus,solang kein Kontakt mit Wildvögeln entsteht,oder?
Dass heißt, sie dürfen doch wohl hier rein,oder (da kommen keine Wildvögel rein):

Wontolla
23.06.2007, 10:55
Schwäne sicher nicht :-[

Barnevelder
23.06.2007, 11:22
Emmy ich will einfach vermeiden das die Nachtbarn stunk machen (leicht histerische Nachtbarn)
Ich ruf heut Nachmittag bein Vetamt an ;)

witte5
23.06.2007, 11:45
Ich glaube ja nicht, dass du beim Vet-Amt heute jemanden erreichen wirst, aber Versuch macht klug ;)

Wohnst du denn direkt da in der Nähe, wo die Schwäne gefunden wurden?

@Matze
....wenn das ganze auch noch ein schönes festes Dach hat.
Nur Draht ist immer noch zu wenig. >:(

Barnevelder
23.06.2007, 11:49
die fundstelle ist 26km entfernt und ich weiß nicht ob sie sogar gekeult werden:heul

Onkel
23.06.2007, 11:54
@witte5

Reicht ein Netz nicht? :o :o :o :o
Die Maschen sind so klein,da kommt keine Hornisse rein!

witte5
23.06.2007, 11:59
@Barni
Das glaube ich ja nun doch nicht, dass deine Tiere gekeult werden.
Selbst wenn sie Sperr- und Beobachtungszonen einrichten, ist die Beobachtungszone meist nur 10 km um die Fundstelle.

@Matze
Nein ein Netz reicht nicht! Aber das gilt ja nur da, wo Stallpflicht ist. ;)

Barnevelder
23.06.2007, 12:01
dann bin ich ja erleichtert

Onkel
23.06.2007, 12:12
Original von witte5
@Matze
Nein ein Netz reicht nicht! Aber das gilt ja nur da, wo Stallpflicht ist. ;)

;(
Oje...dann hoff ich mal,dass diese Pfeiffen nichts finden bei den Schwänen. Mich nervt der ganze Zirkus ziemlich.
Gruss,
Matze

nostress
23.06.2007, 12:26
Oh je, Barni und alle Betroffenen:

Ich bin in Gedanken ganz feste bei Euch und drück die Daumen, dass alles gut ausgeht!!

LG Inge

Onkel
23.06.2007, 12:43
Original von nostress
Oh je, Barni und alle Betroffenen:

Ich bin in Gedanken ganz feste bei Euch und drück die Daumen, dass alles gut ausgeht!!

LG Inge

Danke!

lolo
23.06.2007, 16:19
:o :o Ohje, ich bekomme grad das gruseln!

Den, betroffen sind wir davon alle, die wir Hühner halten, einfach etwas mehr oder eben weniger, aber am Ende :-[ :kein

nadine1204
23.06.2007, 18:42
Habe gerade gelesen, der Verdacht hat sich bestätigt im Tagesspiegel online.

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Vogelgrippe;art1117,2327183

gaby
23.06.2007, 18:46
Mist, Mist, Mist, :o

gg

Erich
23.06.2007, 19:06
:o :o :o

Onkel
23.06.2007, 19:12
Nein!
:heul :heul :heul :heul
Des Zeug soll sich ja nicht verbreiten!
Bitte nicht...bitte! :-X :-X :-X

Klausemann
23.06.2007, 19:16
Irgendwas haut doch nicht hin bei der Meldung.

Was ist denn noch gefährlicher als H5N1 ?

Haben sie es nun oder haben sie nicht ?

Enemy
23.06.2007, 20:34
Link bei Corinna im VHGW Forum geklaut:

Vogelgrippe in Franken
Neue Fälle in Nürnberg (http://www.n-tv.de/818236.html)

niquisa
23.06.2007, 20:38
Hallo,

ich bin Mittoch, Donnerstag und Freitag an diesem blöden, total verdreckten Wöhrdersee vorbeigegangen und hab mir noch gedacht wie in der Brühe auch nur ein Tier leben kann. Sogar ein Angler war zu sehen.
Mit wundert es nicht, das da tote Tiere gefunden werden. Aber mich ärgerts das irgendwelche blöden Leute die Tiere auch noch melden.

Ich bin zum Glück etwas außerhalb von Nürnberg, hab vor der Vogelgrippe nach wie vor keine Angst aber vor der Willkür der Behörden, der Nachbarn und der Wanderer die hier vorbei gehen.

So ein M...

Enemy
23.06.2007, 20:38
...und hier noch ein mehr:

Focus online:Vogelgrippe in Nürnberg (http://www.focus.de:80/gesundheit/news/tierseuche_aid_64300.html)
...Endgültige Ergebnisse seien frühestens Sonntagnachmittag zu erwarten...


Bayrischer Rundfunk:Vogelgrippe in Nürnberg (http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/artikel/0706/23-vogelgrippe/index.xml)

witte5
23.06.2007, 21:18
Bitte Thema löschen, ich will das nicht mehr lesen :o :heul :heul :heul

Was für ein Sch..... :bash

Artus001
23.06.2007, 21:25
ich mag`s auch nicht lesen ...

jetzt darf ich meine Hühnchen sicher nicht mitnehmen nach Ungarn ...

und dabei hab ich jetzt endlich alle Formulare zusammen ...

Lohmann Österreich war so nett und hat mir alle Unterlagen zur Verfügung gestellt ...

mein Vet-Amt konnte ich überzeugen ...

der Tier-Arzt spielt mit ...

die Mädels müssten nur Blut abgenommen bekommen und auf Salmonellen getestet werden ...

... und ich war so happy, dass jetzt alles klappt ...

Ich meld mich jetzt ab und besauf mich ...

:prost

Arne
23.06.2007, 21:28
Wann war eigentlich Horst S. das letzte Mal in Nürnberg? So langsam hab ich den Verdacht, daß DER den Virus verteilt! Die Symptome zeigt er ja schon länger! >:(

Enemy
23.06.2007, 21:39
H5N1 in Nürnberg +++ Weitere tote Wasservögel +++ Sperrbezirk (http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070623-00001/)

Wachtel
24.06.2007, 00:05
Super bei mir hängen schon überall "Beobachtungsgebiet" Schilder rum. Macht sich echt super.

Passt schon wieder alles gut zusammen, bekomme am Montag neue Hähnchenküken.

Naja,so ist das Leben

Gruß Wachtel

Klausemann
24.06.2007, 06:38
Kann mir jemand mal erklären was der unterschied ist zwischen :

bei weiteren tot aufgefundenen Wasservögeln eine Infektion mit dem H5N1-Virus festgestellt.

oder

ob es sich bei dem Erreger um das hoch pathogene H5N1-Virus handelt

Im ersten Satz stellt man eine Infektion mit den H5N1 Virus fest und im zweiten Satz wissen sie nicht genau ob es der H5N1 Virus ist .

Bin ich jetzt bescheuert oder was :grueb

Flöckchen
24.06.2007, 07:29
Klausemann, das dachte ich mir auch ! Aber jetzt mal ruhig bleiben und nicht die Nerven verlieren....

LG Micha

orpi
24.06.2007, 07:52
Aus einem Brief an eine liebe Freundin:

Hi ...,

hier nähere Infos zu dem Artikel im Donau Kurier. Guckst Du:

http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070622-00001/

Und hat es "Papa" nicht schon vor ein paar Tagen gesagt, daß es wahrscheinlich der Wöhrder See ist und/oder die ehemalige Baugrube Hitlers???!!
Wenn man liest, wieviele tote Vögel insgesamt von der Feuerwehr gefunden wurden, da wird sich das Friedrich-Löffler-Institut freuen. Die haben vor ca. 2 Jahren ein paar Millionen Finanzspritze vom Staat bekommen. Ich frag mich, ob in anderen Ländern auch so intensiv nachgesehen wird. Da hat man seinerzeit doch wenig gehört oder ist das an mir vorbeigerauscht??

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Vogelgrippe;art1117,2327183

Es wird immer doller. Der See ist dankenswerterweise ein ganzes Stück weg. Bestimmt 20-30km. Sind die Zugvögel schon wieder unterwechs. Das glaube ich ja eher weniger. Die sollen endlich mal nachdenken, woran es tatsächlich liegt und nicht immer einfach Einstallen zur Beruhigung der Bevölkerung.

Nur weil wir Geflügelhalter das mitmachen, wird dieses verordnet. Der Aufschrei der Hunde- und Katzenhalter wegen "Leinenpflicht" oder gar "Einstallgebot" war massiv und eindeutig. Davon hört man jetzt nur wenig. Und jetzt liest man, daß man die Hunde dort am Wöhrder See anleinen "SOLL" und die Wasservögel sowieso nicht füttern "SOLL". Ich hab selbst schon beobachtet, wie Omis mit den Enkeln noch das gerade im Supermarkt gekaufte, originalverpackte Toastbrot stangenwiese an Enten erfüttert haben, direkt neben dem Warn-/Verbotsschild, daß nicht gefüttert werden darf. Aber Fahrradfahrer im Stadtpark aufhalten, die lieben Ordnungshüter.

Nächste Meldung:
http://www.n-tv.de/818236.html

Ich glaub ich kauf mir eine Glaskugel. Hab ich nicht von einem See, der sich durch die Bauarbeiten von Hilter gebildet hat vor Tagen, erzählt?? Das ist der Silbersee.

Wenn ich kleines Lichtchen das schon vorher so genau sagen kann, warum schlafen dann die Spezialisten?? Deren Habachtstellung ist mir da rel. wurscht. Unternehmt an einem "versuechten" Gewässer in dem wohl offensichtlich eine Überpopulation von Wasservögeln lebt (hauptsächlich Stockenten) und sich deshalb meiner Ansicht nach Krankheiten besonders gut ausbreiten können, endlich mal was und schaut nicht jahrzehntelang zu, wie sich dieser Freilandversuch entwickelt.

Da könnt ich die Kriese kriegen und Amok laufen.

http://ticker-grosstiere.animal-health-online.de/20070623-00001/


"
Viel Glück an alle

orpi :-/

vogthahn
24.06.2007, 08:02
Moin!

@ Klausemann:

Meines Wissens nach gibt es H5N1- Erreger in mehreren Stämmen, wovon einer hochpathogen ist und auch auf Säugetiere übertragbar.
Es kann also auch H5N1 sein, aber eben ein ungefährlicherer Stamm.
Der Test auf den "allgemeinen" Erreger geht schneller; der Test auf den speziellen Stamm dauert länger, daher diese (nicht ganz korrekte) Ausdrucksweise.

MfG

Wontolla
24.06.2007, 08:24
Wär ja mal schön und auch ganz was Neues, wenn die auch die Todesursachen der verendeten Tiere klären würden. Nach der Sommerhitze der vergangenen zwei Wochen kann an solchen Gewässern Botulismus zu Massensterben unter den Wasservögeln führen. Gleiches gilt bei Überpopulation und unkontrollierter Fütterung für Salmonellen. Gerade bei Wasservögeln muss H5N1 nicht unbedingt tödlich sein. Wozu bräuchte man sonst Sentineltiere bei Freilandhaltung?

Klausemann
24.06.2007, 08:35
Danke Vogthahn !
Es ist wahrscheinlich auch gewollt von der Presse. :roll

Wenn man von H5N1 Viren schreibt , sollte man korrekter weise in "unserem" Fall ,vom noch nicht klassifizierten Subtypen schreiben, der sich in seiner Gefährlichkeit der Pathologität unterscheidet .

Gruss Klaus , der wieder ein bischen schlauer ist :)

vogthahn
24.06.2007, 08:55
genau so ist es >:(

schnelle und unkorrekte Berichterstattung -----> Panikmache

Finn Jensen
24.06.2007, 09:46
Als weitere Verfolgung zum Wontolla, hat 13% aller Wasservögel in Vietnam H5N1, in einige Gebiete über 20%. Sie sind nicht tot...

Link (http://news.xinhuanet.com/english/2007-06/13/content_6236311.htm)

Wir hoffen alle, das ist nicht hochpatogenes H5N1 ist.

Barnevelder
24.06.2007, 09:53
So ein Sche*** !!!! Ich habe gestern beim Vetamt angerufen und die Trottel sagen mir das alles in Ordnug wär und das meine Hühner rausdürfen.....
Das dumme ist nur das ich jetzt die alttiere schlachten muss , wenn Stallpflicht ist weil ich zuzeit keinen platz habe :o :o :o :o :o :o ;( ;( ;( ;( ;( :-/ :-/ :-/ :-/ :-X :-X

Ich weiß nicht was ich jetzt noch machen soll!

Sem
24.06.2007, 10:43
Kannst Du deine Hühner nicht bei einem Bekannten vorrübergehend unterbringen ?

Es wäre ja echt schade um die "Alttiere", da würde ich doch eher die jungen abgeben, denn Du weißt ja nicht wie diese sich entwickeln, bei den Alten weißt du es doch schon...
Gruß aus dem pfälzer Wald, Sem.

Barnevelder
24.06.2007, 10:59
leider hat mein Nachtbar auch keinen Platz mehr!!

Onkel
24.06.2007, 11:01
Original von Barnevelder
So ein Sche*** !!!! Ich habe gestern beim Vetamt angerufen und die Trottel sagen mir das alles in Ordnug wär und das meine Hühner rausdürfen.....
Das dumme ist nur das ich jetzt die alttiere schlachten muss , wenn Stallpflicht ist weil ich zuzeit keinen platz habe :o :o :o :o :o :o ;( ;( ;( ;( ;( :-/ :-/ :-/ :-/ :-X :-X

Ich weiß nicht was ich jetzt noch machen soll!

Das ist wirklich schlecht. Wenn ich näher bei dir wohnen würde,dann könnte ich solange,bis das vorbei ist,die Kleinen nehmen.
Hör dich mal um bei dir im Verein. Da wirds schon jemand geben,der ein paar Barnevelder nehmen kann!

SetsukoAi
24.06.2007, 11:18
Ich habe eher so das Gefühl das dieses Wassergeflügel was verendet ist, schon die ganze Zeit den Erreger in sich hat. Nur jetzt wo sie gestorben snd, warscheinlich noch nichtmal durch den erreger, fällt das auf.

Vielleicht hat ein Bürger zuviel Brot oder was schimmeliges Verfüttert und dadurch sind sie gestorben. Oder was ist im Wasser....


Auf jedenfall kotzt mich die ganze Sache Tierisch an...

Rumpelstilzchen
24.06.2007, 11:52
Nun, sie haben noch kein Testergebnis, aber die Diagnose scheint ja schon vorher festzustehen http://onnachrichten.t-online.de/c/11/38/37/70/11383770.html


Vogelgrippe tötete sieben Wildvögel

In Deutschland gibt es neue Vogelgrippe-Fälle:
Bei sieben im Stadtgebiet von Nürnberg gefundenen toten Wildvögeln wurde die gefährliche Seuche festgestellt. Daran gestorben seien fünf Schwäne, eine Wildente und eine Wildgans, bestätigte die Stadt.
Die verendeten Tiere wurden seit dem 19. Juni gefunden.

Erste Testergebnisse noch heute ( ??? )

Die Kadaver wurden den Angaben zufolge zum nationalen Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems gesandt. Dort sollte festgestellt werden, ob die Vögel mit dem auch für den Menschen gefährlichen H5N1-Virus infiziert waren. Die ersten Untersuchungsergebnisse werden für heute erwartet.


Ja wie oder was denn nun ? Die noch erwarteten Untersuchungsregebnisse verkündet man neuerdings schon einige Stunden im Voraus, ohne daß irgendetwas feststeht ?
Es soll ja auch mal vorkommen, daß sich bei Wärme und viel Feuchtigkeit im Brackwasser ( wo Wasservögel ja nun mal gern herumschmoddern) Bakterien und Parasiten und andere lästige Dinge explosionsartig vermehren und da sterben nun mal leider auch einige erwachsene Tiere dran.

witte5
24.06.2007, 12:35
Jetzt hab ich mir das bei Google Earth mal angesehen.

Der Wöhrdersee ist zwar schmal, aber doch ziemlich lang. Ich komme auf 2,8 km Luftlinie von einem Ende zum anderen.

Dienstag wurden dort 2 Schwäne gefunden - wann sind sie gestorben?
Am Samstag hat man dann noch 3 Schwäne und eine Ente gefunden. WO?

Dazwischen ist dann eine Wildgans zum 3 km entfernten Silbersee geflogen, um dort passender Weise auch am Samstag gefunden zu werden. Der ist im Vergleich zum Wöhrdersee ein Planschbecken.

Dazwischen liegt, wenn ich das richtig sehe, noch ein größeres Gewässer?

Hm...*kopfkratz* Müssten da jetzt nicht noch viiiiel mehr tote Vögel rumliegen?

gaby
24.06.2007, 13:52
Liegen wahrscheinlich auch noch. Sie sterben ja nicht unbedingt immer so das man sie gleich findet. Und, Gott sei Dank, bringt nicht jeder einen toten Vogel zur Polizei od. so.

gg

Redcap
24.06.2007, 14:48
Und was meinst Du, was man dadurch gewinnt?

Toffee
24.06.2007, 14:57
Hallo Redcap :)

Vielleicht meinte Gaby, daß dann nicht gleich jeder Virenträger als "verendet an Vogelgrippe" durch die Presse geht. Tatsächlich muß der Erreger in der Gesamtpopoulation doch sehr verbreitet sein.
Was diesen schrecklichen Aktionismus hervorruft sind doch immer die vergleichsweise wenigen Todesfälle die es unter immungeschwächten Tieren gibt.
Jedenfalls sehe ich das so...

LG
Toffee

gaby
24.06.2007, 14:58
:-* Besser hätte ich es nicht ausdrücken können! Danke Tanja.

gg

Redcap
24.06.2007, 15:07
Dann ist es Euch lieber, dass infizierte Vögel rumfliegen .. und womöglich Rassegeflügel anstecken, wie es bei den 15 RIR in Wales mit H7N2 passierte, und sich in der Folgezeit über 30 Menschen infizierten, wobei, man teilweise von einer Mensch zu Mensch-Übertragung ausgehen muss, weil viele keinen direkten Kontakt mit dem Geflügel hatten?
Wurde hier überhaupt darüber berichtet?

Na, schaut mal hier ...

http://www.vhgw.de/wbb/thread.php?threadid=1961&sid=&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=1
Upps, der entscheidene Link ist da ...
http://www.vhgw.de/wbb/thread.php?postid=4561

Nur so, als kleiner Exkurs ...


Zurück nach Nürnberg.

Klausemann
24.06.2007, 15:13
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Tiere-Vogelgrippe;art1117,2327468

Verdacht bestätigt :-/

SG-2
24.06.2007, 15:13
nummer 8
http://www.freenet.de/freenet/nachrichten/aktuell/index.html?frn034id=bf88f1fa94369eab60ee68402a4567 01&frn034akt=tickerdetail&id=bf88f1fa94369eab60ee68402a456701&sf_forum_title=Acht+Vogelgrippe-Verdachtsf%E4lle+in+N%FCrnberg&sf_forum_date=24.06.2007&sf_fe

SG-2
24.06.2007, 15:23
verdacht bestätigt
http://www.n-tv.de/818351.html

gaby
24.06.2007, 15:41
Original von Redcap
Dann ist es Euch lieber, dass infizierte Vögel rumfliegen .. und womöglich Rassegeflügel anstecken, wie es bei den 15 RIR in Wales mit H7N2 passierte, und sich in der Folgezeit über 30 Menschen infizierten, wobei, man teilweise von einer Mensch zu Mensch-Übertragung ausgehen muss, weil viele keinen direkten Kontakt mit dem Geflügel hatten?
Wurde hier überhaupt darüber berichtet?

Na, schaut mal hier ...

http://www.vhgw.de/wbb/thread.php?threadid=1961&sid=&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=1
Upps, der entscheidene Link ist da ...
http://www.vhgw.de/wbb/thread.php?postid=4561

Nur so, als kleiner Exkurs ...


Zurück nach Nürnberg.

Nein, wäre mir nicht lieber. Was ich in Frage stelle ist ja nicht die Gefährlichkeit des Virus´ sondern die Maßnahmen die getroffen werden/wurden.
Wir haben jetzt Ferienzeit, Bayern ist ein beliebter Zielort. Was wollen wir wetten dass diese positive Funde frühstens ab Oktober groß in der Presse erscheinen? Man wird doch jetzt nicht den Fremdenverkehr gefährden? Wie vergangnes Jahr in der Umgebung Cuxhafen: Hat kein Mensch reagiert od. berichtet.

Die Gegenmaßnahmen werden von HS und dem FLi festgelegt oder nicht? Und was die mit den Gegen-Strategien bezwecken ist m. E. nicht die Volksgesundheit oder gar der Schutz des Rassegeflügels.

gg

Dalmi
24.06.2007, 15:48
Soooo jetzt warte ich nur noch auf die Meldung:Wieder einstallen.....schxxxxxxxxxx
GrußGruß Dalmi
Eiogentlich wollte ich auf den nächsten Geflügelmarkt, daß verschieb ich dann wohl jetzt...... :-/ :-/

Finn Jensen
24.06.2007, 15:54
Original von Redcap
wie es bei den 15 RIR in Wales mit H7N2 passierte, und sich in der Folgezeit über 30 Menschen infizierten,

Bitte nicht panik machen. Die Number sind falsch. Nur 2 Leute sind für H7 positiv getestet. ALLE andere sind nicht mit H7.

Seventeen people were identified with the bird flu virus because they had conjunctivitis or a flu like illness. Two were tested positively with the H7 virus. All other test results were negative.
Wales link (http://www.wales.nhs.uk/sites3/news.cfm?orgid=719&contentid=6846)

Redcap
24.06.2007, 16:28
Na, dann ist doch gut, dass sich die Grippesymptome in Luft aufgelöst haben.

Enemy
24.06.2007, 16:30
Angst und Wut im Sperrbezirk - Erstmals seit über einem Jahr wieder Vogelgrippe-Fälle in Bayern - Besonders gefährliche H5N1-Variante (http://www.ad-hoc-news.de:80/Aktuelle-Nachrichten/de/12239480/(Feature)-Angst-und-Wut-im-Sperrbezirk-Erstmals-seit-ber)

...Dabei will er nicht mal an die Vogelgrippe als Todesursache der Vögel glauben. «Schauen Sie sich die Algen hier an, die hätte die Stadt schon längst entfernen müssen. Erst letztes Jahr sind hier Enten und Schwäne verendet, weil sie Blaualgen gefressen hatten.» ...

...Beim Silbersee kommt die Nachricht von verendeten Vögeln nicht überraschend. In der mit Wasser vollgelaufenen Baugrube, die während der NS-Zeit für Hitlers gigantisches «Deutsches Stadion» ausgehoben worden war, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Trümmer, Schutt, Kampfstoffe und anderer Sondermüll gesammelt. In dem nach faulen Eiern riechenden Gewässer ist Baden strengstens verboten...

Enemy
24.06.2007, 21:04
Experten: Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen (http://www.heute.de:80/ZDFheute/inhalt/13/0,3672,5558189,00.html)

Angst vor der Vogelgrippe weitgehend unberechtigt (http://www.net-tribune.de/article/240607-87.php)

Nürnbergs OB Maly überrascht vom Auftreten der Vogelgrippe (http://www.pr-inside.com:80/de/nuernbergs-ob-maly-ueberrascht-vom-auftreten-r160925.htm)

Vogelgrippe: Seehofer ruft Bürger zur Wachsamkeit auf (http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/de/12240214/Vogelgrippe-Seehofer-ruft-Brger-zur-Wachsamkeit-auf)

Gefährliches H5N1-Virus festgestellt (http://www.focus.de/gesundheit/news/nuernberg_aid_64355.html)

Rheinische Post: Wieder Vogelgrippe (http://www.presseportal.de/pm/30621/1006450/rheinische_post)

Vogelgrippe zurück in Deutschland (http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/765121.html)

Vogelgrippe kommt wieder! (http://www.tripple.net/contator/tiere/news.asp?nnr=26625)


(Timeline) - Die Vogelgrippe in Deutschland (http://www.net-tribune.de/article/240607-94.php )

Vogelgrippe – Geflügelpest – Hühnerinfluenza (http://www.westfaelische-nachrichten.de:80/wna/aktuelles/aus_aller_welt/aus_aller_welt/?em_cnt=70983)

bettelhuhn
24.06.2007, 22:58
Gehen wir hier nicht weiter auf mögliche Stealth - Mitarbeiter des FLI ein, sondern konzentrieren wir uns lieber auf Widersprüche, die diese Organisation uns bisher kostenfrei geliefert hat.

Bisher hiess es aus dieser Quelle, das Virus stürbe bei hohen Temperaturen schnell ab. Geringe Gefahr bei Wärme, einsperren der Tiere bei Kälte. Nun haben wir nichts über den Winter gehabt, obwohl Vögel über den Winter massenhaft "zwangsweise" untersucht wurden. "Leider" haben die Damen und Herren in dieser Zeit nichts gefunden, es wurde davon gesprochen das Virus verstecke sich in der Wildvogelpopulation.

Nun ist das Versteckspiel zu Ende. Bei höchsten sommerlichen Temperaturen kommt die Katze aus dem Sack.

"Man kann sich diesen Umstand nicht erklären", hörte ich heute in der Tagesschau.

"Ja, liebe Hüter der Tiergesundheit, wir uns auch nicht!"

Wollt ihr uns damit sagen, dass wir unsere Tiere das ganze Jahr präventiv einsperren sollen, weil ihr nichts wisst?

Einsperren damit es die Tiere unter grossem vorhergehenden Leid durch die Einknastung trotzdem erwischt, wie in England, Deutschland, Ungarn und Tschechien?

Bleib Dir selber immer treu

Genau das tue ich, denn das Denken lasse ich mir nicht abnehmen durch Überangebot an Links und Anzweiflungen, denn wer nicht Genaues weiss und Ratschläge und Anordnungen gibt, der ist unglaubwürdiger als ich, der auch nichts weiss, aber Tiere ohne guten Grund nicht in die Qual schickt.

Thomas

Redcap
24.06.2007, 23:03
Ja, was weißt Du denn?
Etwa mehr?
Dann her mit Lösungen!

witte5
24.06.2007, 23:09
Wieso? Was ist so schlimm an Thomas Beitrag ???

Ich dachte wir waren uns einig, dass Stallpflicht nicht DIE Lösung sein kann. ???

Redcap
24.06.2007, 23:15
Na, wo bleiben die glorreichen Erklärungen zum Verbreitungsmodell?

Das ist doch so einfach, dass es gewisse Leute besser wissen, als die Wissenschaftler, die es erst rausfinden müssen ...

witte5
24.06.2007, 23:21
Original von Redcap
Na, wo bleiben die glorreichen Erklärungen zum Verbreitungsmodell?


Hast du sie denn?

Ein wenig Skepsis, ob denn wirklich alles und in allen Richtungen untersucht wird, wird man uns doch wohl erlauben. ;)

Oder wie sicher ist es, dass die Tiere jetzt wirklich an H5N1 verstorben sind.
Soooo sauber ist das Wasser dort ja nicht, nach dem was ich hier lesen durfte.

Sarcelle
25.06.2007, 00:04
Ein wenig Skepsis, ob denn wirklich alles und in allen Richtungen untersucht wird, wird man uns doch wohl erlauben. Es wird sicher nicht in allen Richtungen untersucht. Es gibt einen ganzen Katalog von Fragen, die längst hätten geklärt werden können.

Hätte man auf Rügen Augenmaß bewahrt und nicht alles sofort kriitiklos gekeult, wüsste man heute entscheidend mehr. Z.B. wie pathogen der Erreger wirklich unter Feldbedingungen ist.

Zu diesem Aktionismus gehörte auch, dass z.B. kaum seziert wurde, jedenfalls wurde kein einziges Ergebnis veröffentlicht. Die Folge waren wilde Theorien, die alle auf eine Verharmlosung des Virus hinauslaufen.

Richtig ist, dass ein geschwächter Vogel letztlich an allen möglichen anderen Ursachen eingehen kann, auch wenn er mit AI infiziert ist. Das lässt aber nochlange nicht den Rückschluss zu, dass AI nicht hoch gefährlich, hoch ansteckend und unberechenbar ist.

Das Management bei der Sequenzanalyse liess auch zu wünschen übrig. Während Dänemark Sequenzen bereits nach knapp einer Woche im Internet hatte, und selbst Afrikanische Länder es fertig brachten, binnen zweier Wochen zu veröffentlichen, liess sich das FLI für die deutschen Sequenzen 1 Jahr Zeit. Gerade die deutschen Isolate sind aber wegen der geographischen Lage als epidemiologischer Drehscheibe von besonderem Interesse. Bei den LPAI Funden wurde in den letzten Jahren grösstenteils überhaupt nur ein Gen sequenziert, wohl aus Kostengründen. Ein grosser Fehler, wie sich jetzt heraustellt, da jetzt der Zusammenhang von Vorinfekten mit LPAI Stämmen und späterer Immunität gegen H5N1 nicht sicher nachvollzogen werden kann.

Man kann nur hoffen, dass endlich die Erkenntnis platz greift, dass eine erfolgreiche Bekämpfung der AI nicht zum Billigtarif zu haben ist.

http://www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/aktuelle_Krankheitsgeschehen/avi_Flu/070427_FLI_Risiko_Vogelgrippe.pdf spiricht für sich

Redcap
25.06.2007, 00:05
Dazu ist bspw. hier viel zu lesen, auch wenn die Verbreitung durch WV nicht ausgiebig beleuchtet wird.
http://birdflubook.com/g.php?id=5
Das Verbreitungsmodell ist jedenfalls multifaktoriell (Überbevölkerung der Menschen, industrielle Fleischproduktion - in Asien mit "gefährlichen" traditionellen Methoden, großflächige Zerstörung/Verdrängung der Lebensräume von Wildtieren - nicht nur Vögel - [Sars wurde nach der Abholzung von Wäldern evtl. von Fledermäusen nach Hongkong geschleppt], Wildvögel schmarotzen bei Fisch-Geflügelfarmen, Klimawandel verändert die Zugrouten einzelner Vogel-arten usw. usf.) und nicht linear (FLI - Rügen), das widerlegen auch die phylogentischen Stammbäume. Ich bin gespannt, wie sich die neuen Sequenzen einfügen,.
Ob z.B. ein Bezug zu Hausgeflügel oder Wildvögel in O-Europa herstellbar ist.
Lese doch gelegentlich in Vogelforen, da werden solche Aspekte beleuchtet.

Sarcelle
25.06.2007, 00:05
Bezüglich der Flugrouten kommen , man muss schon fast sagen wöchentlich völlig neue Erkenntnisse an die Öffentlichkeit . Auch hier wurde jahrelang an der falschen Stelle gespart.

Die Kenntnis der jetzt bekannten Flugrouten dürfte jedenfalls kaum ausreichen, um eine verlässliche Aussage über die Rolle der WV zu erlauben. Zumal der zeitliche Zusammenhang zwischen Migrationssaison und Ausbrüchen überhaupt nicht geklärt ist. Es gibt keinen Grund, auszuschliessen, dass die Rügen viren schon in der Herbstsaison oder noch früher eingetragen worden sind, und die Folgen erst mit dem einsetzen der extremen Witterung sichtbar wurden.

Wontolla
25.06.2007, 00:58
Die ganze Diskussion wirkt auf mich sowas von lächerlich und die Vorgehensweisen der Wissenschaftler stümperhaft und weltfremd. Sie erkennen offensichtliche Zusammenhänge nicht. Für mich gibt es längst keinen Zweifel, dass Wildvögel nur Leidtragende menschlicher Aktivitäten sind. Würden die Flugrouten von Zugvögeln mit Verbreitungswegen übereinstimmen, wäre das bestenfalls Zufall. Mit Einschätzungen, Bewertungen, Statistiken und Sequenzen wird man in 100 Jahren nicht weiter sein. Kriminalistische Methoden wären eher angebracht.

Sarcelle
25.06.2007, 01:13
Das mag schon sein. Aber leider halten sich AI Viren weder an das, woran Otto Normalverbraucher unter den Hühnerzüchtern keinen Zweifel" hat, noch sind die "Flugrouten", wie gerade eben festgestellt- so hinreichend bekannt, dass überhaupt eine vernünftige Aussage hierüber möglich ist.

Oder wie erklärt das "Denken in offensichtlichen Zusammenhängen" die jetzige Lage in Nürnberg?

Dass Wildvögel die Leidtragenden menschlicher Aktivitäten sind, ändert nichts an daran, dass sie in der Epidemiologie der AI eine Rolle spielen.

Wenn man über die Schuldfrage debattieren will, muss man ganz woanders ansetzen.

Klausemann
25.06.2007, 05:44
Original von Wontolla
Kriminalistische Methoden wären eher angebracht.

Wontolla,
du macht mich neugierig , hättest du auch ein Beisspiel ?

Gruss Klaus

Hamster
25.06.2007, 05:58
Original von Sarcelle
Otto Normalverbraucher unter den Hühnerzüchtern

ups, wer ist das ??? Wir sind hier ein bunt gemischter Haufen Rassegeflügelzüchter und Hobbyhalter, alle in total verschiedenen Berufen und Gesellschaftsschichten, und spätestens, wenn man bedenkt, daß hier auch Tierärzte und Biologen dazwischen sind, ist es doch ziemlich kurzsichtig, uns alle in "einen Topf schmeißen" zu wollen, oder ??? :-X


Oder wie erklärt das "Denken in offensichtlichen Zusammenhängen" die jetzige Lage in Nürnberg?

Damit, daß das Virus in der Wildvogelpopulation schon sehr lange vorhanden ist, ohne großen Schaden anzurichten, und immer dann zum Vorschein kommt, wenn ein anderer Auslöser (in diesem Fall die Algen ???) mehrere Opfer fordert...

Gruß,
Brigitta

Klausemann
25.06.2007, 06:12
Heute im Radio : Seehofer ruft auf Ruhe zu bewahren und man solle nicht in Panik verfallen .

Dann wollen wir uns das mal wohlwollend merken und ihn ggf. wieder daran erinnern ;)

Redcap
25.06.2007, 09:36
Jede andere Virusinfektion oder Bakterieninfektion kann harmlos sein, bis eine Immunschwächung durch verschiedene Stressfaktoren eintritt.
Denken an eine Coliinfektion, Mycoplasmose, Hepatitis B +C, HIV usw.

Natürlich nur wenn man an den wissenschaftlichen Erkentnissen vertraut.

Der kleine Unterschied zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorie ist, dass die Wissenschaft die Erkenntnisse erst nach und nach mit Studien erarbeitet. Verschwörungstheoretiker haben sofort Antworten parat, die aber schlussendlich leider keine Lösungsansätze liefern. Dazu gibt es ja genug traurige Beispiele.
Mit Verschwörungstheorien läßt sich auch gut Geld verdienen.

Klausemann
25.06.2007, 10:07
Redcap, das ist ja alles richtig was du sagt.

Für mich geht es aber nur um die Schlussfolgerung. Sicher ist das Virus gefährlich und tötlich für die Hühner. Nur wie soll der Brückenschlag zu unseren vital gehaltene Hühner passieren? Aus der Vergangenheit wissen wir, das etliche Hühnerhalter in den sogenannten Risikogebieten, nicht aufgestallt haben . Passiert ist aber trotzdem nüscht.

Und nur daran glaube ich .

Gruss Klaus

Redcap
25.06.2007, 10:14
Sind sie wirklich vitaler als die indogenen Hühner in Asien/Indonesien?

Dort werden Sie doch artgerechter gehalten als hierzulande. Wer bietet hier seinen Hühnern noch mehr als 10 m²?
Wo sterben denn wohl mehr Hühner an Leberverfettung und Sekundärinfektionen, wegen falscher Fütterung?
Wo ist der Inzuchtdruck wohl größer als im Ausstellungsland Nr. 1??

Klausemann
25.06.2007, 10:22
Original von Redcap
Wer bietet hier seinen Hühnern noch mehr als 10 m²?


Ich ;) Weniger Hühner ist manchmal mehr !

Auch hier kann ich noch nicht mal sagen, das du Unrecht hast, ......wenn ich an manche Haltungen denke .....

Nun red mal nicht alles miess. Biste nun für uns oder für Seehofer :D

War nur ein Scherz. Gruss Klaus

Redcap
25.06.2007, 11:10
Ich würde jedenfalls anders argumentieren und internationale Netzwerke mit nationalen Geflügelverbänden und Nutztierschutzverbänden aufbauen, und nicht mit Verschwörungstheorien daher kommen, die die Verhandlungsbasis für den BDRG usw. ganz und gar nicht verbessern.

Hamster
25.06.2007, 11:44
Original von Redcap
Der kleine Unterschied zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorie ist, dass die Wissenschaft die Erkenntnisse erst nach und nach mit Studien erarbeitet.

ich finde es nur ärgerlich, daß die Studien nur in eine einzige Richtung laufen, mir kommt das so vor, als ob jemand von einem Restaurant zum anderen geht, überall Suppe bestellt, und wenn er dann irgendwann in einer Suppe eine Fliege gefunden hat, ist das der Beweis, daß überall in den Restaurants in der Suppe Fliegen rumschwimmen :o ???

Offensichtlich gibt es in den offiziell forschenden Instituten nicht einen Wissenschaftler, den das interessieren würde, ob artgerecht gehaltene Hühner (meine mit Küken 27 Minis laufen auf 3500 m² frei rum) das Virus nicht doch überleben könnten ??? -und wenn irgend jemand auf die Idee käme, inoffiziell so etwas zu testen, würde das Ergebnis mit Sicherheit nicht verwendet werden dürfen, weil der Versuch illegal ist :o

Redcap
25.06.2007, 11:56
Jetzt dreh mal das Denkmodell um ...

in Bezug auf Wissenschaft z.B. Pharma. Auch wenn es best. Kritikpunkte gibt, ist etwa alles schlecht?

Wollt Ihr denn noch Impfungen, oder sollen wir uns das schenken?

Natürlich gibt es ansatzweise solche Studien, sogar hier im Forum. ;)

Auf dieser Basis sollen ja die Industrierassen per gene-silencing angepasst werden, das geht einfach schneller und zielsicherer als durch natürliche Verpaarung über Jahre. Gene-silencing ist auch in der Human-Medizin die Zukunft, z.B. bei Krebs. Es werden Medikamentenstudien überflüssig, es gibt keine Nebenwirkungen und vorallem wird Flora und Fauna vor Giften geschützt ...

Klausemann
25.06.2007, 12:05
Original von Redcap
das geht einfach schneller und zielsicherer als durch natürliche Verpaarung über Jahre. Gene-silencing ist auch in der Human-Medizin die Zukunft, z.B. bei Krebs. ...

Also kein Sex mehr :o

Nee lass mal , da nimm ich lieber den "Schnupfen" in kauf :pfeif

Gruss Klaus

Enemy
25.06.2007, 12:15
Zahl der Vogelgrippe-Verdachtsfälle auf 15 erhöht (http://www.net-tribune.de/article/250607-192.php)


Bundesagrarministerium schätzt Vogelgrippe-Risiko nicht höher ein (http://www.szon.de:80/news/politik/vermischtes/200706250938.html)

Vogelgrippe - Weiterhin Stallpflicht am Bodensee (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=2269554/jx09hl/)

Seehofer warnt vor Panikmache bei Vogelgrippe (http://www.netzeitung.de/deutschland/680874.html)

Dalmi
25.06.2007, 14:10
Was ich mal wieder sehr komisch finde ist, daß es letztes Jahr beim Fund der ersten VG Fällen alles caotisch und hektisch vonstatten ging. Spekulationen ohne Ende, Prognosen ohne Ahnung, Handlungen=Keulungen und Einstallung ohne Mass............
Und heute? Entweder weiß man jetzt mehr als vorher(was ich bezweifle) oder es ist eine sehr ungünstige Zeit für Panikmache, Tourismus usw.?
Da wirds auch gedreht wie man will und ich glaub nix mehr so richtig. Man bekommt eh nur das zu hören was Politik, Wissenschaft usw. rausgeben will und das auch noch sogedreht wies gerade passt.
GrußGruß Dalmi

Enemy
25.06.2007, 18:42
Keine allgemeine Stallpflicht für Geflügel wegen Vogelgrippe nötig (http://www.raiffeisen.com/news/artikel/30205152)

Kampf gegen Vogelgrippe - Uhlenberg für vorbeugende Impfung (http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/de/12251525/Kampf-gegen-Vogelgrippe-Uhlenberg-fr-vorbeugende-Impfung)

Ministerium: Stallpflicht in Vogelgrippe-Risikogebieten einhalten (http://www.ad-hoc-news.de:80/Aktuelle-Nachrichten/de/12249034/Ministerium-Stallpflicht-in-Vogelgrippe-Risikogebieten)

Ulinne
25.06.2007, 18:49
Ich grüß euch mal wieder alle ganz lieb und voll des Bedauerns.
Mann, bin ich froh, dass wir schon seit einer Weile kein Geflügel mehr haben. Das scheint ja wohl so schnell nicht mehr aufzuhören ... :-(

Ulrike

Quaki
25.06.2007, 20:19
Und heute? Entweder weiß man jetzt mehr als vorher(was ich bezweifle) oder es ist eine sehr ungünstige Zeit für Panikmache, Tourismus usw.?


Nürnberg liegt nun mal in Bayern und da ist ein Posten zu vergeben, den Seehofer gerne haben möchte, ferner soll der Urlauber die Ferien in Bayern nicht stornieren. :roll


Die Region zwischen Tisova und Nürnberg ist ebenfalls ein Gebiet,das sich auf Tourismus einstellt, da passt es doch nicht rein, daß die Vögel sich im Mist von Tisova anstecken und auf dem Weg nach Nürnberg die ganzen Seen verseuchen, oder? ???


Die Pharmaindustrie findet doch jetzt niemand der sich gegen Grippe impfen läßt, die haben gerade einfach zu wenig Impfstoff.
Geht ja bei den von Zecken übertragenden Krankheiten schon aus :-X


Das Futter darf nicht Schuld haben, schließlich wird die Mist-Fischnahrung von der EU bezuschußt, da kann doch nichts schlecht sein :engel


Also warum Panikmache, schadet doch denen, die daran hängen.


Und woran die Tiere gestorben sind, wird nicht erforscht oder nicht verraten, könnte DAS evt. dann echt Panik in der Bevölkerung geben ??? ??? ??? ???


Quaki

Sarcelle
25.06.2007, 21:23
Und woran die Tiere gestorben sind, wird nicht erforscht oder nicht verraten, könnte DAS evt. dann echt
Kaum. Über die "Wirkung" von H5N1 Klade 2.2. Viren gibt es kaum Zweifel.
http://www.vetpathology.org/cgi/content/abstract/44/2/137
http://www.cdc.gov/ncidod/EID/vol12no11/06-0652.htm

Redcap
25.06.2007, 21:43
Ja, weißt Du Sarcelle ... die glaubens erst, wenn Sie live irgendwelche Kreaturen verrecken sehen ... sterben wäre zu gelinde, für das was da passiert ...

Wontolla
25.06.2007, 22:12
Original von Redcap
Natürlich nur wenn man an den wissenschaftlichen Erkentnissen vertraut.

Der kleine Unterschied zwischen Wissenschaft und Verschwörungstheorie ist, dass die Wissenschaft die Erkenntnisse erst nach und nach mit Studien erarbeitet...

Und darum wissen wir, dass unsere Hühner nur durch Aufstallung vor den todbringenden Wild- und Zugvögeln gerettet werden können.
Dass das Tierquälerei ist, ist für mich Otto-Hühnerhalter offensichtlich, Wissenschaftler brauchen da weitere Studienaufträge um das zu erkennen. Dann müssen die Studienaufträge aber das Ergebnis schon vorgeben, sonst sind die wegen der Aufstallung verendeten Tiere nicht relevant.
Aber diese Tiere sind ja auch nicht verreckt, sondern nur gestorben.

Sarcelle
25.06.2007, 22:38
Und darum wissen wir, dass unsere Hühner nur durch Aufstallung vor den todbringenden Wild- und Zugvögeln gerettet werden können. Wer sagt das? Dass der H5N1 Klade 2.2 Erreger mittlerweile eine ökologische Nische gefunden hat ist die eine Seite. Dass heisst aber nicht, dass Aufstallungsmassnahmen effektiven Schutz bieten und angezeigt sind, jedenfalls in der in Deutschland praktizierten undifferenzierten Form.

Redcap
25.06.2007, 22:43
Tja, das ist nur durch Querulanten zu toppen ...

5.8 Auch nicht erkrankte oder tote Vögel in Ausbruchsgebieten sollten untersucht werden. Ggfs. sollten sie eingefangen und eine Zeitlang zur Beobachtung in Quarantäne gehalten werden.
Quelle: ihr wisst schon.
Wenn diese WV diese Quarantäne unbeschadet überleben, dann ...

Geht es jetzt um die Gefährlichkeit des Virus , oder nicht?
Die Berechtigung der Stallpflicht steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

Crissi
25.06.2007, 22:58
Hallo,

hier ist "ihr wisst schon".

Aus dem Zusammenhang gerissen ist es nicht die feine Art. Es geht um ein "Plädoyer für eine seriöse, umfassende, wissenschaftlich fundierte epidemiologische Untersuchung"

Vorbemerkung:

Es hat in der Vergangenheit zu Recht Kritik an der Durchführung der epidemiologischen Untersuchung zur Ausbreitung der H5N1-Asia-Vogelgrippe in Deutschland gegeben ( Yasué , M., Feare, C.J., Bennun, L., Fiedler , W. (2006): The Epidemiology of H5N1 Avian Influenza in Wild Birds: Why we need better ecological data.- BioScience 56(11): 923-929).

Angesichts der Tatsache, dass es sich bei der Vogelgrippe um eine Krankheit handelt, die in seltenen Fällen unter noch ungeklärten Bedingungen auch Menschen infizieren kann und dann meistens zum Tode führt, ist eine umfassende Aufklärung der Ausbreitungswege von höchstem öffentlichen Interesse. Die Untersuchungen zur Ausbruchswelle im Jahr 2006 wurden dem in keiner Weise gerecht, und hatten zur Folge, dass weiterhin wissenschaftlich unbewiesene Hypothesen über die Ausbreitungsmechanismen als Grundlage für die Maßnahmen zur Vorbeugung und Bekämpfung dieser Geflügelseuche herhalten müssen. Diese Hypothesen sind unter Experten aber stark umstritten.

Um sicherzustellen, dass beim aktuellen Auftreten der Vogelgrippe nicht erneut zu Versäumnissen kommt die eine Aufklärung der Ausbreitungswege be- oder verhindern, fordern wir die verantwortlichen Stellen auf, insbesondere das Friedrich-Löffler-Institut, eine wissenschaftlich fundierte, öffentliche und umfassende epidemiologische Untersuchung sicherzustellen.

Es ist klar, dass damit umfangreiche, teilweise kostenintensive Untersuchungen verbunden sind. Angesichts der Tatsachen

* dass weltweit nur in China mehr Wildvögel an der Vogelgrippe gestorben sind als in Deutschland, und
* dass bisher weltweit umfassende epidemiologische Studien praktisch völlig fehlen,


erscheint dieser Aufwand nicht nur mehr als gerechtfertigt.

Deutschland fällt aufgrund der Ereignisse schlicht die Verantwortung zu, die komplizierten, teilweise noch völlig rätselhaften Beziehungen zwischen Ausbrüchen in der Geflügelindustrie und unter wildlebenden Vögeln ideologiefrei zu entwirren.

Von einer seriösen wissenschaftlich-epidemiologischen Untersuchung erwarten wir insbesondere:

1. Öffentlichkeit. Alle Untersuchungsergebnisse sind umfassend und zeitnah zu veröffentlichen. Die Detailuntersuchungen können separat umgehend veröffentlicht werden um Verzögerungen zu vermeiden; ein detaillierter Abschlußbericht sollte aber zeitnah folgen.



2. Objektive, umfassende, ergebnisoffene Untersuchung. Bei den Untersuchungen sind alle theoretisch möglichen Ausbreitungswege zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere auch für Geflügelhaltung und -handel in und zwischen den von Ausbrüchen betroffenen Regionen (im aktuellen Fall also zwischen der Tschechischen Republik, Ungarn und Mittelfranken). Zu berücksichtigen sind ferner Einleitungen von Abwässern in betroffene Gewässer, mögliche Aussetzungen von Tieren (einschließlich Fischbesatz) oder Wasserpflanzen, usw.. Eine Untersuchung, die wie bisherige ausschließlich darauf abzielt, Wildvögel als Verursacher nachzuweisen, ist keinesfalls akzeptabel.



3. Beteiligung unabhängiger Experten. Bei den Untersuchungen sind unabhängige Fachleute mit fundierten Kenntnissen über Ökologie und Verhalten von Wild- und Parkvögeln sowie Limnologen kontinuierlich zu beteiligen (eine nur gelegentliche Konsultation ist nicht ausreichend).



4. Ggfs. Einschaltung der Staatsanwaltschaft. Sollten sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Aus*breitung durch menschliches Fehlverhalten oder vorsätzlich verursacht worden sein könnte ist umgehend die Staatsanwaltschaft einzuschalten, um auf umfassendere, unabhängige Ermittlungs*kompetenzen zurückgreifen zu können. [Kommentar: obwohl bei früheren Ausbrüchen die Ursachen nicht geklärt werden konnten - z.B. in Sachsen, aber auch zuletzt in Suffolk, GB - wurde auf diese zusätzliche Ermittlungschance aus unbekannten Gründen verzichtet.]



5. Mindestanforderungen an die Qualität der Daten. Die Epidemiologische Untersuchung sollte folgende Informationen über die infizierten Tiere enthalten [Kommentar: Diese Daten sind eigentlich in einer wissenschaftlichen Untersuchung selbstverständlich, wurden aber 2006, soweit bekannt, größtenteils gar nicht oder nicht angemessen erfaßt bzw. veröffentlicht]:

5.1 Identifizierung der betroffenen Tiere (Vögel) auf Art-, ggfs. Unterartniveau

5.2 Differenzierung in "Wildvögel", "wildlebende Parktiere", "Zoo- /Käfigtiere" sowie "nicht-kommerziell" oder "kommerziell gehaltenes Geflügel" [Kommentar: eine Unterscheidung von (kommerziell gehaltenem) "Geflügel", "Hinterhofgeflügel" und "Wildvögel (einschließlich Zoo-, Käfig-, Park- und eigentliche Wildvögel)", wie sie bisher vom FLI und anderen Stellen ausschließlich vorgenommen wird, ist weder wissenschaftlich noch epidemiologisch sinnvoll.]

5.3 Alter und Geschlecht der Tiere

5.4 Zustand der Tiere: Mauserzustand / Brutaktivität / Zugdisposition (Fettdepot) [Kommentar: aus diesen Informationen läßt sich u.a. ablesen, wie wahrscheinlich Ortsveränderungen vor der Erkrankung waren, und ob die Tiere eventuell besonders anfällig waren]

5.5 Mageninhalt (?) [Kommentar: es ist wahrscheinlich, dass bei tot gefundenen Vögeln kein Mageninhalt vorhanden ist; falls doch, bzw. bei Tieren in einem frühen Zustand der Erkrankung, wäre er für den möglichen Infektionsweg bedeutsam]

5.6 Wie lange waren die Tiere beim Fund bereits tot? [Kommentar: Schätzung der Infektionszeitpunkts ist eine wesentliche Voraussetzung zur Klärung der möglichen Virenquelle]

5.7 Beobachtungen zum Krankheitsverlauf und Todeszeitpunkt? [Kommentar: Wichtig (und bisher völlig vernachlässigt): Befragung von möglichen Zeugen vor Ort! z.B. von Anglern, Entenfütterern, Vogelbeobachtern, Bootsfahrern, usw.usw.]

5.8 Auch nicht erkrankte oder tote Vögel in Ausbruchsgebieten sollten untersucht werden. Ggfs. sollten sie eingefangen und eine Zeitlang zur Beobachtung in Quarantäne gehalten werden.



6. Vollständige Erfassung möglicher Virenquellen. Wurden in das Gewässer oder in der Nähe fremde Organismen eingesetzt? z.B. Fischbesatz? ausgesetzte Haustiere (z.B. Wasserschildkröten)? Bepflanzung? Ggfs. ergeben sich hieraus weitere Fragen.



7. Limnologische Untersuchungen. Zusätzlich sollte das Gewässer auf Viren, andere Krankheitserreger und den allgemeinen Gewässerzustand hin untersucht werden:

7.1 Untersuchung der Gewässerqualität (Belastung mit für Vögel gefährlichen Schadstoffen, Einleitungen von Abwässern, auch gereinigten? Gibt es Geflügelbetriebe im Einzugsbereich?)

7.2 Falls Viren im Wasser nachweisbar sind: wie verteilt sich ihre Konzentration im Gewässer? Lassen sich Viren in Zuflüssen nachweisen?

7.3 Lassen sich Viren in oder an Fischen nachweisen?

7.4 Auch hier werden sich ggfs. weitere Fragen ergeben, denen nachgegangen werden muß.



8. Pathologische Untersuchungen. Zumindest an einem Teil der Tiere sollte eine gründliche pathologische Untersuchung durchgeführt und veröffentlicht werden:

8.1 Todesursache der infizierten Vögel? Todesursache der gleichzeitig gefundenen, nicht infizierten Vögel?

8.2 Klinischer Befund? [Kommentar: es gibt bisher überraschend wenige Informationen über den Verlauf der Infektionen. Aus dem europäischen Raum sind mir bisher überhaupt keine Veröffentlichungen bekannt. Diese Chance, grundlegende Informationen über die Krankheit zu erlangen sollte nicht erneut vertan werden.]

8.3 Wie werden Viren ggfs. ausgeschieden? Lassen sich in Kotproben Viren nachweisen? [Kommentar: an nachweislich infizierten Tieren bzw. ihren Ausscheidungen könnte überprüft werden, ob die weltweit eingesetzten Probenahmethoden sinnvoll sind. Dies wurde in letzter Zeit wiederholt angezweifelt.]



9. Genetische Untersuchungen. Die Viren aus den verschiedenen rezenten Ausbrüchen in Europa sollten genetisch verglichen werden

9.1 Vergleiche zwischen den Viren aus den Ausbrüchen in Nürnberg, CZ, GB und Ungarn (2007)

9.2 Vergleiche zwischen den Viren 2007 und 2006, zunächst vor allem aus de lokalen Fällen in Bayern

9.3 Falls nötig, weitere Vergleiche mit Viren aus anderen Regionen, falls eine regionale Virenquelle nicht wahrscheinlich ist.

9.4 Berücksichtigt werden sollte dabei auch die Mutationsrate der Viren im Verlauf eines Ausbruchs. Dadurch könnten sich Hinweise darauf ergeben, wo sich das Virus in den langen Zeiten ohne bekannte Ausbrüche aufhält - zirkuliert es in Vogelbeständen (gleich, ob wildlebenden oder Geflügel), oder übersteht es die Zeit inaktiv (in der Umwelt, in Handelswaren wie Tierfutter, Dünger, Fleischkonserven oder Medikamenten, in Laborproben, usw.)?



10. Ggfs. flexible Ausweitung der Untersuchung. Aus den vorläufigen Ergebnissen werden sich erfahrungsgemäß weitere Fragen ergeben, die ebenso umgehend und öffentlich untersucht werden.



11. Unabhängige Kontrolle der Untersuchung. Unabhängige Experten, z.B. bei Umweltverbänden, sollten die Abarbeitung dieser Liste kritisch begleiten und ggfs. auf weiteren Untersuchungsbedarf hinweisen.


Wer unterzeichenen möchte kann sich mittels der Kommentarfunktion hier (http://www.symposium.federtiere.net/viewpage.php?page_id=4)vormerken lassen.

LG
Crissi
Ihr wisst schon

Enemy
26.06.2007, 06:30
Vogelgrippe zeigt die Grenzen auf (http://www.szon.de:80/news/leitartikel/200706260793.html)

Rätselhafte Vogelgrippe (http://www.sueddeutsche.de:80/bayern/artikel/471/120320/)

Scybalon
26.06.2007, 07:00
"Wir können ja nicht Hunderte Tiere vorsorglich töten", sagte Mägdefrau.
HA!
(okok, ist aus dem Zusammenhang gerissen, es geht um freilebende...Wildvögel)

Hamster
26.06.2007, 09:09
Original von Redcap
Fast alles was ihr fordert gibt es schon ...

...dann sollten die Ergebnisse veröffentlicht werden... >:(

Renommeé
26.06.2007, 09:13
....also eine gewisse Panikstimmung fängt anscheinend doch schon an. Heute morgen kam im Radio: "In Augsburg wurde eine Ente mit grippeähnlichen Sympthomen gefunden - die wird nun untersucht".
Lass die jetzt mal den Virus haben .....

Scybalon
26.06.2007, 15:27
Trotzdem würde ich die Beteiligten gerne dazu bitten, weiteres per Email oder PN klarzustellen.
Dieses Thema ist zu aktuell, um von solchen Dingen zugemüllt zu werden.

Danke.

Edit AnnTye: Die OffTopic-Beiträge wurden hierhin verschoben: OT aus "Verdacht in Nürnberg" (http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?threadid=16500)

ponyziegehuhn
27.06.2007, 23:38
sollte man nicht wieder zum Thema zurückkehren?

Seehofer will keine Panik? Aber übertriebende Vorsichtsmaßnahmen schon...

vor ein paar Tagen habe ich mit unserer Uni-Vogelklinik telefoniert, weil bei unserem Gockel der Sporn zu kürzen war, da dieser so lang geworden ist, daß er ihm ins Gelenk drückte.
Da habe ich erfahren, daß mein Gockel nur behandelt werden würde, wenn er sich zunächst einem Schnelltest (Kostenpunkt 50,-) unterziehen würde und bis zum Ergebnis in einen Isolationsstall begeben würde.
Ansonsten müssten sie "Hühnervögel" lt. Anweisung von oben leider derzeit abweisen.
Keine Panik, was? Weil in Nernberch (200km von uns weg) eine Ente oder ein Schwan umkippt...

Nur gut, daß meine Tierärztin vor Ort das Ganze für ebensolchen Humbug hält wie ich - sie hat am selben Abend noch in ihrer Praxis den Sporn gekürzt.

Der Kommentar eines älteren Bauern aus unserem Dorf zur Vogelgrippe (originalgetrau wiedergegeben):

"Ja mei, solchene Deppen. De Krankheit wia andere a hamma doch scho immer ghabt, aber do is ned a jeder Trottel umanandagrennt und hat dode Viecher glei zu de Ämter gschleppt. Is doch wia bei de Menschn, der oane geht an Altersschwäch ein, der ander halt an der Seuch. Und daß von de Leit oana de Vogelgrippe kriagt, is a solchener Schmarrn, dazu miassat ma scho recht im Dreck umanandakrain oder de Kadaver roh fressen.
Überhaupts kimmt des Ganze am ehesten no von dem Glump, was de Hühnerbarone de armen Viecher füttern in eanare Mastställe. Des was de derscheißen, land doch angeblich als wertvoller Dünger wieder auf de Felder, wo si's a jeder Wildvogel hoin ko. Wenn der dann krank wird, braucht's oan ned wundern.
Es geht doch ois bloß ums Geld von de Großkopfeten und dann wieder auf Kosten der Viecher."

Und was soll ich sagen: der Mann hat Recht!!!

Redcap
28.06.2007, 00:05
Na, das ist ja wirklich übertrieben, vorallem bei der Entfernung.

Ich glaub aber auch nicht an Anweisungen von oben (vielleicht die Klinkleitung), sondern weil auf die Unwissenheit und Hypervorsicht der Mehrheit der Vogelbesitzer Rücksicht genommen werden will.
Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie Du angegafft worden wärst ... das fällt mir ja schon auf, wenn ich ohne AI-Hype mit Huhn zum TA gehe ...

Ja, der "Alte" hat einen Teil des Verbreitungsmodells erfasst :)... solche Szenarien spielen bestimmt eine Rolle bei der Verbreitung - nicht nur bei der Vogelgrippe, sondern auch bei antibiotikaresistenten Erregern.

Finn Jensen
28.06.2007, 06:16
Es seien Handelsbeziehungen zwischen einem Betrieb in der Nähe des Ausbruchsorts in Tschechien zu einem Betrieb nahe Nürnberg festgestellt worden
LINK (http://www.owl-online.de/news/schlagzeilen/iptc-hfk-20070627-118-dpa_14967826.html)

Klausemann
28.06.2007, 06:24
Dem nach sollte doch eigentlich alles klar sein. Wenn sich das nürnberger Virus zu 99% mit den aus Tschechien deckt , müsste es wenn es nach der Zugvogelthese geht, eine Spur des Todes , quer durch beide Länder geben .

Passt doch wieder mal :roll

Hamster
28.06.2007, 07:41
@Finn: :danke


Original von Redcap
Ich kann mir bildhaft vorstellen, wie Du angegafft worden wärst ... das fällt mir ja schon auf, wenn ich ohne AI-Hype mit Huhn zum TA gehe ...


Auweia, Leute, wo wohnt ihr denn? Wenn ich mit einem meiner Minis zur Tierärztin muß und das Wartezimmer ist voll, muß ich immer ganz viele Fragen über Hühner (insbesondere Zwerge) beantworten. Letztens war da ein kleines Mädchen mit 2 Kaninchen, die fand das ganz toll, daß sie meine Kitty streicheln durfte :-*

Larasta
28.06.2007, 07:48
Vierter Schwan nicht infiziert (http://www.netzeitung.de/vermischtes/683030.html)
Zweiter Betrieb in Tschechien betroffen (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1182933895799.shtml)

chook
28.06.2007, 20:59
Die in Nürnberg gefundene Variante gleicht zu 99.2% der in dem tschechischen Putenbetrieb gefundenen und man nimmt an, dass beide gleichen Ursprungs sind.
http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/L28852930.htm

Ist nur die Frage: wo ist der Ursprung und wer hat wen angesteckt?

LG
Ute

Redcap
28.06.2007, 21:39
Da gibt es Kommentare zu dieser Homologie zu lesen ...
http://www.flutrackers.com/forum/showthread.php?t=27817&page=3

Wer Kreuzungtiere (Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe, Hühner z.B.) hat, weiß wie schwer man auf 99,9% kommt.
Nur so als Analogie ... d.h. zwischen 99,2% und 99,9% liegen ein paar Mutationen (Kreuzungen).

witte5
29.06.2007, 00:29
??? ??? ??? ???
Das bedeutet was? ???

Redcap
29.06.2007, 01:45
D.h. dass 99, 2% "nicht viel" Übereinstimmung bedeuten.

Das wird an diesem Zitat von Niman deutlich:


For the subclades last year, the identity between 2.2.2.1 and 2.2.2.2 was 99.0%, 2.2.2.1 and 2.2.2.3 was 99.3%, 2.2.2.2 and 2.2.2.3 was 99.4%.

Bei den aufgezählten Subkladen wird eine ähnliche Homologierate zur Unterscheidung der Kladen angegeben, d.h. bei 99,2% könnten die Isolate immer noch verschiedenen Kladen zuzurechnen sein. Ein Einfluss von Geflügelhandel ist demnach relativ unwahrscheinlich. Das wird sich aber zeigen müssen.

Die Sequenzen aus Norfolk/Ungarn hatten Niman zufolge eine Homologie (genetische Übereinstimmung) von 99,94%.


http://img516.imageshack.us/img516/4871/treeeuropexl4.jpg

Zwei Virensegmente der Gans aus Ungarn und der Pute aus England haben eine Übereinstimmung.

Sarcelle
29.06.2007, 08:34
Der Verwandtschaftsgrad berechnert sich auch nicht aus der Addition von identischen Basenpaaren, sondern nach einem Algorithmus, der immer einen bestimmten Grad an Plausibilität hat. Auch kommt es auf die verwendete Methode an. Schliesslich sollte ein solcher Baum statistisch auf Plausibilität gegengerechnet sein, was bei Nimans tree zumindest nicht angegeben ist (bootstrap values).

So ein Baum verkündte also nicht die absolute Wahrheit, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit. Aber natürlich sagt so etwas wesentlich mehr aus als irgendein Hokus Pokus über Sibirische Eisenbahn oder Geflügelhandel. Wobei ganz klar ist, dass der Geflügelhandel & Co ihren Beitag "leisten". Aber es hat keinen Sinn, sie für alles verantwortlich zu machen, ohne Daten in der Hand zu haben.

Denn auch für Geflügelhandel & Co gilt: Bisher hat auch hier das Monitoring versagt.

orpi
29.06.2007, 09:22
Hallo Forumsmitglieder,

hier ein Bericht von der Front aus Fürth (Nachbarstadt von Nürnberg).

In einem völlig überdüngten, verschlammten, veralgten, von Wasservögeln übervölkerten Gewässer, in dem seit Jahrzehnten Tiere massenhaft verenden, da diese dort Botulismus-Bakterien zu sich nehmen. Dort sind tatsächlich auch Tiere verendet, die den H5N1-Virus in sich tragen.
Ob der Visus dafür ursächlich ist?? :

Man soll es nicht glauben. Jetzt stellt man mit Erstaunen fest, daß es sich wegen der vielen, zwar verbotenen, aber trotzdem praktizierten Fütterung der Tiere das Gewässer als das brotreichste Gewässer Bayerns gilt.

Guckst Du: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=663568&kat=10

Und jetzt auf einmal, mitten im Sommer stellt man fest, daß da ja Algen sind, die z.T. auch schon seit dem letzten Sommer im Wasser herumdümpeln sollen und die auch noch, erstaunlicherweise gerade jetzt wachsen, mitten in der Vegetationsperiode.

Erstaunlich, wer hätte das gedacht

Wie wäre es mit einer Sanierung des Gewässers und einer Bestandsregulierung (peng)?? Sowie der Durchsetzung des Fütterungsverbots?

Der andere betroffene See ist eine aufgelassenen Baugrube aus den Zeiten des Nationalsozialismuß und sollte das größte Stadtion des dritten Reiches werden. Dort hat man zu Kriegsende alle möglichen Kampfstoffe, Munition, ... ... ... versenkt. Der See ist eher als offene, für die allgemeine Nutzung gesperrte Müllkippe zu bezeichnen, in dem schon 30-50cm unter dem Wasserspiegel die Schwefelkonzentration so hoch ist, daß man eher von schwefliger Säure sprechen kann, als von Waser. Darum ist jegliche Allgemeinnutzung verboten.

Wen wundert es, daß da ein Vogel, der das Warnschild offensichtlich nicht gelesen hat oder nicht lesen konnte, dort verendet ist.

Die Ursache ?? Natürlich die Vogelgrippe, bei uns seht auf den Warnschildern "Geflügelpest". Macht auch kein besseres Bauchgefühl für unbedarfte Spaziergänger, die Vögel/Hühner sehen.

Hoffentlich ist dieses Thema bald erledigt

orpi
______________________________________
Der Tradition verpflichtet, der Natur verbunden.
http://imkerei-binder.repage.de

PaterZwieback
29.06.2007, 13:06
Das FLI meint dazu folgendes:

Die in Nürnberg tot aufgefundenen Wildvögel wurden vom
Landesuntersuchungslabor untersucht. Hierzu gehörten auch Untersuchung
der inneren Organe und eine Probennahme von inneren Organen wie z.B. der Lunge für Tests auf Influenzaviren. Die Tiere zeigten die für eine
Infektion mit hochpathogenem Influenzavirus Typ H5N1 Asia typischen
Symptome (Veränderungen an Lunge, HIrn), was auf ein akutes
Infektiongeschehen mit Todesfolge hindeutet.

Im Rahmen des seit einigen Jahren durchgeführten europaweiten
Widvogelomonitorings untersuchte das Land Bayern auch im letzten Jahr
tot aufgefundene Tiere auf Influenzaviren.

Bei der Verbreitung von hochpathogenem H5N1 Virus beobachtet man seit
dem ersten Auftren in Südostasien vor nunmehr 10 Jahren eine langsame
Verbreitung Richtung Westen. Eine Beteiligung von Wildvögeln, darunter
auch klassische Zugvögel, ist hierbei wahrscheinlich. Die Ausbrüche in
den verschiedenen Ländern Asiens, Afrikas und Europas sind dabei je nach
Sachlage verschieden zu bewerten. So spielt in Südostasien sicher der
Handel bei der Verbreitung eine Rolle, ebnso ist der erste Ausbruch in
einem Nutzgeflügelbestand in Nigeria auf den Handel mit Gfelügel aus
Asien zurückzuführen. In Europa gibt es wahrscheinlich Verbindungen über
das Verbringen von Geflügelfleisch zwischen den Ausbrüchen in Ungarn und
England.

Bei anderen Seuchengeschehen, beispielsweise in der inneren Mongolei,
einem Naturschutzgebiet in Kroatien und auch dem in Deutschland im
Frühjahr 2006 liegen epidemiologsiche Hinweise für die Beteiligung von
Wildvögeln vor. Dabei gehen die Wissenschaftler nicht davon aus, dass
das Virus über Zugvögel direkt aus Asien "eingeflogen" wurde, sondern in
Etappen Richtung Westen gelangte. Neben klasssichen Zugvögeln, die
weitere Strecken zurücklegen, können hier auch Wildvögel beteiligt sein,
die sich in einem kleineren Radius bewegen und an Rastplätzen mit
infizierten Zugvögeln zusammentrafen.

AnnTye
29.06.2007, 13:23
D.h. dass 99, 2% "nicht viel" Übereinstimmung bedeuten.

Das wird an diesem Zitat von Niman deutlich:

Zitat:
For the subclades last year, the identity between 2.2.2.1 and 2.2.2.2 was 99.0%, 2.2.2.1 and 2.2.2.3 was 99.3%, 2.2.2.2 and 2.2.2.3 was 99.4%.


Bei den aufgezählten Subkladen wird eine ähnliche Homologierate zur Unterscheidung der Kladen angegeben, d.h. bei 99,2% könnten die Isolate immer noch verschiedenen Kladen zuzurechnen sein. Ein Einfluss von Geflügelhandel ist demnach relativ unwahrscheinlich. Das wird sich aber zeigen müssen.

Die Sequenzen aus Norfolk/Ungarn hatten Niman zufolge eine Homologie (genetische Übereinstimmung) von 99,94%.

Hallo,

ich verstehe das zwar nicht alles ganz genau, aber die Medien dann offensichtlich auch nicht, wenn man sich z.B. einige dieser dort verlinkten Seiten anschaut:
Google News (http://news.google.de/news?ned=de&q=vogelgrippe&ie=UTF-8)

Es taucht fast überall dieselbe Aussage auf (mit kleinen Varianten):

(...) genetisch zu mehr als 99 Prozent identisch. Man könne deshalb davon ausgehen, so die FLI-Sprecherin, dass es sich bei den Fällen in Tschechien und in Bayern um dasselbe Vogelgrippe-Virus handle.

Jedoch geht die Berichterstattung deutlich in eine andere Richtung als letztes Jahr, und das ist sicher positiv. Was auch auffällt, ist dass sich die Panikmache seitens der verantwortlichen Organe doch sehr in Grenzen hält. Das ist doch auch ganz gut so.

In Frankreich gibt es seit heute allerdings wieder Stallpflicht für verschiedene Regionen, kam vorhin im Radio :(

Viele Grüsse Antje

Redcap
29.06.2007, 14:06
Hier geht das FLI differenzierter darauf ein.

http://www.zeitung.org/zeitung/1033163-100,1,0.html

Ja, ganz offensichtlich geht man jetzt etwas differenzierter an die Epidemiologie ran. Immerhin untersucht das Agrarministerium die mögliche Rolle des Geflügelhandels, wenn auch unwahrscheinlich.


Die Qinghai Klade wurde für Isolate in Europa auf dem untersten Niveau in die 2.2.2.1, 2.2.2.2, 2.2.2.3 Subkladen unterteilt.
In dem Zitat oben wird die homologische Übereinstimmung dieser Subkladen dargestellt.

Zum Vergleich: Die Fujian Klade hatfür europäische Isolate z.B. 2.3 usw.

http://en.wikipedia.org/wiki/H5N1#Genetics

http://www.recombinomics.com/News/05220702/H5N1_Sunyani_Migration.html

witte5
29.06.2007, 14:07
ich verstehe das zwar nicht alles ganz genau
Danke Antje, ich wusste doch dass ich nicht die einzste bin, die immer noch nicht begriffen hat :-[ ;D


In Frankreich gibt es seit heute allerdings wieder Stallpflicht für verschiedene Regionen, kam vorhin im Radio

:o :o
Haben sie Gründe genannt? Im Zusammenhang mit Nürnberg?? Dann müssten die Regionen ja alle im Westen sein.

Klausemann
29.06.2007, 14:10
Hallo Antje,
worauf begründet sich die Stallpflicht ?

Auf Nürnberg oder habt ihr "eigene" Fälle ?

Gruss Klaus

AnnTye
29.06.2007, 14:18
Hallo,
das war ein 2-Minuten Bericht des Radiosenders www.france-info.com
Sie sprachen nicht von neuen Fällen in Frankreich, sondern nur von denen in Bayern. Die Produzenten von Bresse-Geflügel haben eine Ausnahmegenemigung für Freilauf bekommen.

Viele Grüsse Antje

Sarcelle
29.06.2007, 15:25
cofinement (http://www.influenzah5n1.fr/index.php?topic=6941.0)
Nachvollziehen kan man es nicht.


Wie die Grenzpolizei Waidhaus mitteilte, wird sie bei den normalen, stichprobenartigen Kontrollen an der Grenze ein Augenmerk auf Geflügel legen, das mitgebracht wird, um denn gegebenenfalls den Veterinärstellen Meldung zu machen. Besonderer Kontrollaufwand wegen der Vogelgrippe sei gegenwärtig jedoch nicht vorgesehen.
Tja, bricht mal wieder deutscher übereifer durch. Nach dem motto, Wir wissen zwar nicht was, aber wir suchen es.

Man fragt sich, welche Defizite durch so einen Blödsinn kompensiert werden sollen


ich verstehe das zwar nicht alles ganz genau, aber die Medien dann offensichtlich auch nicht, wenn man sich z.B. einige dieser dort verlinkten Seiten anschaut
siehe auch hier (http://www.vogelforen.de/showpost.php?p=1521253&postcount=170)

witte5
29.06.2007, 15:49
@Sarcelle
Der erste Link geht nicht.

So langsam glaube ich doch zu kapieren.
Das heißt doch aber - so lese ich das raus: Nichts genaues weiß man nicht?
Könnte Kuwait sein, könnte der Handel sein, das FLI geht davon aus...vermutlich Wildvögel, bewiesen werden kann gar nichts.

Dann sind ja wohl weitere Untersuchungen und Forschungen in ALLE Richtungen notwendig.

Einzig logisch erscheint mir, dass weitere Negativfaktoren (schmutziges Wasser, Umwelteinflüsse, Massentierhaltung) das Risiko einer Ansteckung erhöhen - im Umkehrschluss, dass eine Freilandhaltung bei geringer Besatzdichte "vermutlich" das Ansteckungsrisiko vermindert.

PS: Der erste Link geht jetzt - aber sorry mein Französisch ist noch schlechter als mein Englisch :roll

Sarcelle
29.06.2007, 16:11
So langsam glaube ich doch zu kapieren.
Das heißt doch aber - so lese ich das raus: Nichts genaues weiß man nicht?
Könnte Kuwait sein, könnte der Handel sein, das FLI geht davon aus...vermutlich Wildvögel, bewiesen werden kann gar nichts.
.
Beweisen im methematischen Sinn kann man in Biologie Medizin und Tiermedizin nichts.
Das fehlende Glied ist das Problem mit den Beprobungen. Das darf man aber nicht überschätzen, denn Beprobungen in der freien Natur sind problembehaftet. Man denke an den Salmonellen fall in fulda. Obwohl ein Krankenhaus ein unvergleichlich überschaubarerers Terrain ist als 500 000 qkm in Mitteleuropa, gab es Probleme, den Erreger zu finden. Trotzdem bleiben Zweifel.


Einzig logisch erscheint mir, dass weitere Negativfaktoren (schmutziges Wasser, Umwelteinflüsse, Massentierhaltung) das Risiko einer Ansteckung erhöhen - im Umkehrschluss, dass eine Freilandhaltung bei geringer Besatzdichte "vermutlich" das Ansteckungsrisiko vermindert.
Gute Lebens/Haltungsbedingungen sind immer wichtig. Ich glaube aber nicht, dass dies allein gegen die richige Dosis eines tödlichen Stamm von H5N1 hilft, wenn keine zusätzlichen Faktoren wie Vorimmunisierung, natürliche Spezies Resistenz oder individuelle gentische Faktoren hinzukommen..

Hochpathogene Influenzaviren sind nun einmal trickreich, setzen viele Abwehrmechanismen ihres wirts ausser Funktion, passen sich extrem rasch an, - und haben pro infektion ein ideales Experimentierfeld, in dem einige millionen varianten durchprobiert werden können, bis eines Tages die richtige auftaucht.

witte5
29.06.2007, 16:52
Gut - oder besser nicht gut. Dann mal weiter...

Wenn jetzt eine Übereinstimmung bei zwei Funden in geschlossenen Haltungen bei 99,9 % liegt und parallel dazu kiminalistische Untersuchungen einen Transfer von Tieren etc. nachweisen könnten - wäre das dann ein Beweis?

Und beim 2. Punkt ist mir noch nicht klar, wieso jetzt nur wenige Wildvögel gestorben sind, wenn das Virus doch so hinterlistig, intelligent und hochpathogen ist. Ich würde jetzt mal laienhaft vermuten, dass die jetzt betroffenen Tiere das schwächste Glied in der Kette sind, also bereits "vorbelastet" sind. Da die Schneise des Todes (klopf auf Holz) bis jetzt ja ausgeblieben ist, scheint eine Ansteckung für gesunde kräftige Tiere doch nicht die Gefahr darzustellen.


...in dem einige millionen varianten durchprobiert werden können, bis eines Tages die richtige auftaucht.
Du sagst damit irgendwann kommt es sowieso das lässt sich gar nicht verhindern? ???Mit anderen Worten, man kann sich gleich einen Strick nehmen oder alle Vögel dieser Welt erschießen ?????
Einen Mittelweg scheint es dort ja nicht zu geben oder?

Sarcelle
29.06.2007, 17:19
Gut - oder besser nicht gut. Dann mal weiter...

Wenn jetzt eine Übereinstimmung bei zwei Funden in geschlossenen Haltungen bei 99,9 % liegt und parallel dazu kiminalistische Untersuchungen einen Transfer von Tieren etc. nachweisen könnten - wäre das dann ein Beweis?

Zwischen den Isoaten von England und Ungarn bestand über 99,9 % Identität. Eine solche Identität ist bei Übertragung über WV unrealistisch und daher nicht zu erwarten.


Und beim 2. Punkt ist mir noch nicht klar, wieso jetzt nur wenige Wildvögel gestorben sind, wenn das Virus doch so hinterlistig, intelligent und hochpathogen ist. Ich würde jetzt mal laienhaft vermuten, dass die jetzt betroffenen Tiere das schwächste Glied in der Kette sind, also bereits "vorbelastet" sind. Da die Schneise des Todes (klopf auf Holz) bis jetzt ja ausgeblieben ist, scheint eine Ansteckung für gesunde kräftige Tiere doch nicht die Gefahr darzustellen.
Es ist völlig klar, dass schwache, vorgeschädigte Tiere immer ein höheres Erkrankungs und Sterberisiko haben. Es kann aber auch mit der Immunität zusammenhängen. Fehlende oder schwache Immunität bedeutet bei H5N1 Schwere Erkrankung oder Tod, wenn nicht spezisspezifische oder indivudelle genetische Faktoren eine rolle spielen. z.B. sind Tauben resistenter als die anere Arten.


Du sagst damit irgendwann kommt es sowieso das lässt sich gar nicht verhindern? Mit anderen Worten, man kann sich gleich einen Strick nehmen oder alle Vögel dieser Welt erschießen ?? Darüber zerbrechen sich genügend Leute den Kopf, und es wird entsprechend drüber schwadroniert. Niemand kann die weitere Virusevolution vorhersagen. Aber natürlich sind böse Überraschungen jederzeit möglich.

witte5
29.06.2007, 18:35
Dann jetzt noch eine Frage - ich geb mir ja Mühe, danke auch für deine. :)


Original von Sarcelle
Es kann aber auch mit der Immunität zusammenhängen. Fehlende oder schwache Immunität bedeutet bei H5N1 Schwere Erkrankung oder Tod, wenn nicht spezisspezifische oder indivudelle genetische Faktoren eine rolle spielen. z.B. sind Tauben resistenter als die anere Arten.


Die gestorbenen Tiere waren jetzt eventuell nicht immun. Das heißt doch, dass die anderen Tiere "möglicherweise" Immunität besitzen. Wenn man immun ist wird man doch nicht krank? Also braucht man sich doch gar nicht aufregen, wenn man diese Immunität nachweisen kann. Kann man das nachweisen?

Ich gehe mal davon aus, dass Tiere, die immun sind das Virus trotzdem weitergeben können. Dann wäre noch die Frage zu klären, wie man diese Immunität überhaupt und auch bei anderen Tierarten erreicht?

Ups - sind 3 Fragen ;D

niman
29.06.2007, 18:50
Original von Redcap
Da gibt es Kommentare zu dieser Homologie zu lesen ...
http://www.flutrackers.com/forum/showthread.php?t=27817&page=3

Wer Kreuzungtiere (Kühe, Pferde, Ziegen, Schafe, Hühner z.B.) hat, weiß wie schwer man auf 99,9% kommt.
Nur so als Analogie ... d.h. zwischen 99,2% und 99,9% liegen ein paar Mutationen (Kreuzungen).

Kommentar

http://www.recombinomics.com/News/06290701/H5N1_Czech_Kuwait_Germany_Intro.html

Redcap
29.06.2007, 21:43
Original von Sarcelle
Zwischen den Isolaten von England und Ungarn bestand über 99,9 % Identität. Eine solche Identität ist bei Übertragung über WV unrealistisch und daher nicht zu erwarten.

Ganz konkret sinds 99,96%, hab oben mit 99,94% falsche Daten von niman übernommen ... :-[

Sarcelle
29.06.2007, 23:51
Zwischen den Isolaten von England und Ungarn bestand über 99,9 % Identität. Eine solche Identität ist bei Übertragung über WV unrealistisch und daher nicht zu erwarten. Um exakt zu sein , im GB/H HA 1 Nucleotid differerenz auf 1693 (=0,999409333 %) :D
Differenz zu A/chicken/Moscow/2/2007 (hab ich per Zufall mit drin) 13 nt auf 1693 nt, (=0,9923 %) also ebenfalls sehr hohe ID. Letzteres ist aber nicht in der gleichen Klade


Die gestorbenen Tiere waren jetzt eventuell nicht immun. Das heißt doch, dass die anderen Tiere "möglicherweise" Immunität besitzen. Wenn man immun ist wird man doch nicht krank? Also braucht man sich doch gar nicht aufregen, wenn man diese Immunität nachweisen kann. Kann man das nachweisen?

Ich gehe mal davon aus, dass Tiere, die immun sind das Virus trotzdem weitergeben können. Dann wäre noch die Frage zu klären, wie man diese Immunität überhaupt und auch bei anderen Tierarten erreicht?
Speziell dazu gibt es nur wenig Untersuchungen, vielleicht, weil die meisten Fachleute an der Fiktion des tödlichen Virus festhalten wollen.

Es gibt prinzipiell zwei Wege, eine Immunität zu erzeugen, beide sind ausreichend durch Daten belegt. Dier erste basiert auf humoralen Antikörpern, also stimulation des Immunsystems durch einen "ähnlichen" Erreger, nachfolgende AK Bildung und Immunität oder Kreuzimmunität. Das ist auch das Prinzip der Impfung. Webster glaubt, dass die in Poyang gefundenen H5N1 positiven Enten durch LPAI Infektion in dieser Weise immunisiert worden sind.

Das zweite Weg ist komplizierter, spielt aber imho die grössere Rolle.
Ohne auf Details einzugehen: diese Art der Immunität richtet sich gegen Virusbestandteile, die kaum mutieren, bei vielen Viren verschiedenen Subtyps identisch sind und wird durch sog T -Zellen vermittelt. Auch bei Kontakt mit sehr unterschiedlichen virustypen baut sich eine Immunität auf, z.B Kontakt mit H9N2 ergibt Immunität gegen H5N1. Der Nachteil ist, dass die Immunität wesentlich schwächer ist, aber in der Regel eben ausreicht, um zu überleben. Die Virussausscheidung kann mit hohen Titern über einige Tage bis zweieinhalb wochen gehen. Ich gehe davon aus, dass diese Art der Immnunität unter Wildbedingungn eine sehr grosse Rolle spielt, aber in Gefangenschaft weitgehend fehlt. Die grossen Unterschiede im Krankheitsverlauf würden sich so erklären. Die Details der T zellvermittelten Immunität sind ziemlich komplex und setzen ein gewisses Vorwissen in Immunologie voraus, und würde den rahmen sprengen.

Die durch Antikörper vermittelte Immunität kann durch Darstellung der Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Verlässliche Ergebnisse setzen aber für jede Tierart eigens validierte Tests voraus, woran es allerdingsderzeit hapert (http://www.vetline.de/nachrichten/verschiedenes/vogelgrippe-projekt-constanze-liefert-erste-ergebnisse.htm?PHPSESSID=e377f9c279a8e68cbd57295af ba8b318). Genaue Zuordnung des exakten Virustyps ist durch AK Bestimmung nicht ohne weiteres möglich.

Der Nachweis von T-Zellimmunität ist äusserst aufwändig, erfordert Speziallabors und wird für Routineuntersuchungen nicht zur Verfügung stehen. Wer den "Tine Test" (TBC) noch kennt, das war ein einfacher T-Zell funktionstest. Ist aber für Influenza nicht möglich

witte5
30.06.2007, 00:13
Original von Sarcelle
Um exakt zu sein , im GB/H HA 1 Nucleotid differerenz auf 1693 (=0,999409333 %) :D
Differenz zu A/chicken/Moscow/2/2007 (hab ich per Zufall mit drin) 13 nt auf 1693 nt, (=0,9923 %) also ebenfalls sehr hohe ID. Letzteres ist aber nicht in der gleichen Klade
Wie schön, dass dieser Text nicht für mich gedacht war :laugh

O.K. das habe ich jetzt auch soweit verstanden. Ich lass das jetzt erst mal durchs Gehirn rieseln.
Denke das reicht an Unterricht für heute :D

Vielen Dank für deine Erklärungen!

Rumpelstilzchen
30.06.2007, 00:34
http://www.n-tv.de/821406.html

Und natürlich müssen es wieder einmal die Wildvögel gewesen sein. Ein paar kleine pflichtschuldige Tests, und der gesamte Geflügeltransportweg als Infektionsquelle ist vom Tisch. In England wurde das allerdings auch zunächst behauptet, daß da keine Zusammenhänge bestünden.

Redcap
30.06.2007, 02:36
Hui ... das ist ja noch besser ... Da sollte Niman seine Daten aktualisieren.
Von dem schreib ich nix mehr ab. :P

Zu GB/H: Aber auch da hätte spätestens die phylogenetische Untersuchung Licht ins Dunkel gebracht. Wie man unschwer jetzt nachvollziehen kann.

niman
30.06.2007, 03:28
Original von Sarcelle

Zwischen den Isolaten von England und Ungarn bestand über 99,9 % Identität. Eine solche Identität ist bei Übertragung über WV unrealistisch und daher nicht zu erwarten. Um exakt zu sein , im GB/H HA 1 Nucleotid differerenz auf 1693 (=0,999409333 %) :D
Differenz zu A/chicken/Moscow/2/2007 (hab ich per Zufall mit drin) 13 nt auf 1693 nt, (=0,9923 %) also ebenfalls sehr hohe ID. Letzteres ist aber nicht in der gleichen Klade



99.96% waren für alle acht Gensegmente

niman
30.06.2007, 03:35
Original von Sarcelle

Zwischen den Isolaten von England und Ungarn bestand über 99,9 % Identität. Eine solche Identität ist bei Übertragung über WV unrealistisch und daher nicht zu erwarten. Um exakt zu sein , im GB/H HA 1 Nucleotid differerenz auf 1693 (=0,999409333 %) :D
Differenz zu A/chicken/Moscow/2/2007 (hab ich per Zufall mit drin) 13 nt auf 1693 nt, (=0,9923 %) also ebenfalls sehr hohe ID. Letzteres ist aber nicht in der gleichen Klade



Die Grippebelastungen des Vogels H5N1 fanden in Ungarn und Großbritannien sind 99.96% genetisch identisch und, entsprechend einer abschließenden Analyse der Viren durch die EU Veterinärlaboragentur in Weybridge, Surrey fast zweifellos verbunden.

http://www.guardian.co.uk/birdflu/story/0,,2012523,00.html

Sarcelle
30.06.2007, 20:05
99.96% waren für alle acht Gensegmente
Die Nürnberg /Tschechien sind aber nicht vollständig sequenziert, sondern nur das HA Gen, und hier auch nur der "erste Abschnitt", also HA1.

Es macht also nicht unbedingt Sinn, HA:HA einerm full genom Vergleich gegenüberzustellen. Daher nur fas GB/U HA.

Der Rest des Genoms könnte noch überraschungen bergen.


Gemeinsame molekularbiologische
Analysen des EU-Referenzlabors (VLA Weybridge) und des Nationalen Referenzlabors für aviäre Influenza am FLI, Insel Riems, zeigen zudem eine hohe Verwandtschaft (99.2% für den ersten Abschnitt des H5-Gens) zwischen einem der Virusisolate aus Nürnberg und einem H5N1-Isolat aus dem aktuellen Geschehen in der Tschechischen Republik. Der hohe Grad an Übereinstimmung weist auf einen gemeinsamen, bisher nicht identifizierten Ursprung beider Viren hin. Quelle: FLI (http://www.fli.bund.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/News/aktuelle_Krankheitsgeschehen/avi_Flu/rb_influenza_070628.pdf)

Man achte übrigens auf den Wortlaut gemeinsamer Ursprung, das besagt nichts über den Grad der Verwandtschaft.

Quaki
30.06.2007, 20:50
Als ich diesen Link
http://www.n-tv.de/821406.html
gelesen hatte, fragte ich mich :hheiss
und :flehan: Herr schmeiß Hirn runter!!!!


Eine Erbgutanalyse der in Sachsen isolierten H5N1-Viren hat eine hohe Ähnlichkeit mit den Erregern in Nürnberg und Tschechien. Das teilte das Loeffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems mit. Damit stehe fest, dass alle drei Ausbrüche einen gemeinsamen Ursprung haben.

Wo kommen die Küken her, wo das Futter, wo der Einstreu?
Welche speziellen Tierrassen sind es? Wer ist der Besitzer dieser betoffenen Betriebe, steht er im geschäftlichen Kontakt mit den anderen betroffenen Betrieben...........


Fest steht ebenfalls, dass die Vogelgrippe nicht durch tschechische Geflügelexporte nach Deutschland eingeschleppt wurde. Nach der Auswertung von Lebensmittelproben gebe es keine Verbindung zwischen dem Fleisch aus tschechischen Geflügelfarmen und dem Ausbruch der Tierseuche in Nürnberg, sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann am Freitag in Berlin. Daher konzentriere man sich jetzt auf eine mögliche Übertragung durch Wildvögel. Der "Handelspfad" sei nach den neuesten Ergebnissen der unwahrscheinlichste Infektionsweg.

Ist Herr Lindemann wirklich der Meinung, die verseuchten, gestorbenen, vergasten Tiere tauchen auf dem Deutschen Lebensmittelmarkt in Nürnberg auf????


Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hatte sichergestelltes Importgeflügel aus Tschechien eingehend untersucht. Das H5N1-Virus sei dabei nicht gefunden worden, berichtete das Amt in Erlangen. "Sämtliche Proben sind negativ getestet", betonte Behördenchef Volker Hingst.

Wie soll ich das verstehen, glauben die wirklich ALLES Geflügel aus der Tschechei ist verseucht, nicht nur das aus diesen betroffenen Betrieben???? Klar kann aus den Betrieben nichts mehr kommen, da wurde gekeult!


Das Friedrich-Loeffler-Institut war schon zuvor davon ausgegangen, dass infizierte Wildvögel sowohl das tschechische Geflügel infiziert haben als auch andere Wildvögel, die dann in Nürnberg und in Sachsen verendeten. Deswegen will das Bayerische Landesamt künftig nicht nur verendete und gefangene Wildvögel auf den Vogelgrippeerreger H5N1 untersuchen, sondern auch frei lebende Wildvögel.

Wie können Wildvögel eine abgeschlossene Halle verseuchen, das ist wohl ein Witz! Es wäre an der Zeit, daß dieses Institut mal was Brauchbares liefert und nicht nur beschwörungsvoll immer dasselbe Märchen uns erzählt, damit wir es wohl irgendwann einmal glauben könnten.
Und wie wird der Mist der Geflügelagrarfabriken entsorgt????
Es ist schon seit hundert Jahren bekannt, daß Geflügelmist abgedeckt werden muß!

Mein altes Buch meint:
"Reinlichkeit ist für die Hühner oberstes Erfordernis"
DAS SOLLTEN SICH MAL DIE AGRARFABRIKEN INS LEHRBUCH SCHREIBEN und nicht nur viel Gewinn mit minimalem Einsatz!

Ebenso kann man dort lesen:
"Der Geflügeldünger darf wegen der Ansteckungsgefahr nicht oben auf die Miste zu liegen kommen, sondern muß sofort in den Kompost eingegraben werden"

Wird der Geflügelmist einfach auf die Felder verteilt, tritt genau diese dort beschriebene Ansteckungsgefahr ein, speziell auch und gerade für Wildvögel.
So können die Wildvögel durch die Agrarfabriken und deren offene Mistausbringung auch verseucht werden!
Wo sind die Behörden, die die Mistausbringung überwachen, es wird doch auch beim kleinen Landwirt kontrolliert.

Gruß Quaki

bettelhuhn
30.06.2007, 22:27
Mir fällt zu letztem Beitrag der Fall des berühmten Arztes Semmelweiss ein. Das einfache Volk erkannte damals, entgegen dem Doktorgeschwafel, woher der Tod im Falle des Kindbettfiebers kam. Nur gesetzliche Massnahmen konnten dem Volk den Widerstand austreiben.

Frage ist, wem die Theorie der Vogelübertragungsvariante hilft. Mehr als eine Vermutung ist es bisher schliesslich nicht. Was wäre wenn man vermuten würde, Mäuse verbreiteten das Virus?

Schliesslich ist jede Theorie zu Beginn genauso gut wie die andere.

Wem würde letztere Annahme "helfen"?

Ausstudierte oder Studierende können eventuell mehr wissen als der Durchschnittsmensch, aber der gesunde Menschenverstand der Durchschnittsmenschen ist einfach sicherer. Denn er besteht nicht aus sprachlich hochwissenschaftlichen Thesen. Er ist Überlebensinstinkt. Was ganz Unwissenschaftliches.

So bleibe ich ganz ruhig und warte die Jahre ab, ob ich durch Vogelgrippe zu Grunde gehe.

Gute Nacht Deutschland

Thomas

Hamster
01.07.2007, 07:32
das hier stand Donnerstag in der Schwäbischen Zeitung (ich hab's per Mail bekommen):


"Geflügelhandel

Vogelgrippe kommt aus Tschechien

Berlin (dpa)- Die Vogelgrippe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit über den Geflügelhandel mit Tschechien nach Deutschland eingeschleppt worden.
"Das in Nürnberg isolierte Virus ist zu mehr als 99% identisch mit dem in Tschechien aufgetretenen Virus",sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann gestern der deutschen Presseagentur dpa in Berlin. Es seien Handelsbeziehungen zwischen einem Betrieb in der Nähe des Ausbruchsorts in Tschechien zu einem Betrieb 50 km von Nürnberg festgestellt worden. In Nürnberg war die Vogelgrippe bisher bei 10 Wildvögeln enmtdeckt worden. Davon bestätigten sich nach Ministeriumsangaben acht Fälle, in Sachsen war das H5N1-Virus bei drei Schwänen
festgestellt worden. In Tschechien brach die vogelgrippe inzwischen bei einer weiteren Geflügelfarm aus."

Irgendetwas passt da nicht :o ???

hexe283
01.07.2007, 08:32
Hallo,
könnt Ihr mir vielleicht mitteilen wo ich die genauen Infos über die Maßnahmen bei Vogelgrippe finde. Habe jetzt schon 200Seiten durchstöbert und finde keine genauen Angaben.Bin neu in der Geflügelhaltung und hatte doch echt geglaubt, wenn noch einmal so etwas auftritt ,könnte ich meine paar Hühnchen einfach impfen ???War wohl falsch gedacht, jetzt fahre ich bald in den Urlaub und meine Mutter ist jetzt schon ganz aufgreregt, das genau dann die Stallpflicht (Brandenburg)kommt und ich habe ihr gesagt hier wird keiner eingesperrt :neee:Würde vielleicht vorher noch mein Gehege abdichten, wenn das überhaupt geht, deshalb brauch ich die Infos. :roll

Sarcelle
01.07.2007, 09:38
@ Bettelhuhn
Hasst du vor lauter Vogelgrippe auch noch das Genus gewechselt? :o

Es geht doch zunächst einmal nicht darum was wem wozu hilft, sondern welche Zusammenhänge richtig oder falsch sind.

Man kann doch nicht jede Information zunächst einmal danach bewerten, wer evtll profitiert. Was soll denn da für ein Weltbild herauskommen?

Deine Hymne an den (angeblich) gesunden Menschenverstand in Ehren.

Das würde aber auch bedeuten, dass die Erde eine Scheibe ist, Malaria durch schlechte Luft ausgelöst wird (Name!), die ganze Diskussion um Klimaerwärmung leeres Geschwafel ist, sich kein Mensch schneller als mit 30 km/h fortbewegen kann, ohne zu ersticken, und was der gesunde Menschenverstand noch so an "gesunden" Erkenntnissen hat.

Was das gesunde Volksempfinden von Psychologie halät, brauche ich wohl nicht eigens durchzubuchstabieren.

Wie man ein Psychologiestudium mit so einem - Verzeihung- abstrusen Nonsense in einklang bringen kann, ist mir ein Rätsel.

Wontolla
01.07.2007, 10:05
Ich finde, man sollte beides nicht überbewerten. Das "gesunde Volksempfinden" hat schon seine Berechtigung, ebenso wie hochgestochene Wissenschaft. Beides hat mich gelehrt, dass man abwägen muss.
Und was einer gegen Mitternacht schreibt, muss man am hellen Vormittag nicht so eng sehen.

Quaki
01.07.2007, 12:47
Hallo Hexe

Lies Dich mach hier durch:

http://www.bmelv.de/cln_044/nn_754176/DE/07-SchutzderTiere/Tierseuchen/Vogelgrippe/GefluegelpestVerordnungen.html

unten auf der Seite findest Du den Link zur Einstallung.

Gruß Quaki

PS: Schicke Dir noch PN

Klausemann
01.07.2007, 12:57
Original von Wontolla
Und was einer gegen Mitternacht schreibt, muss man am hellen Vormittag nicht so eng sehen.

Verstehe, sollte man vielleicht besser um Mitternacht lesen 8)

Ich finde solche Diskussionen aber trotzdem genial . Vielleicht hat man ja später mal das Vergnügen und liest eine Meldung von unseren Entscheidungsträgern "wir haben uns geirrt und ganze zwei Jahre verschenkt"

Wer weiss, vielleicht sind wir ja hier schon wieder zwei Jahre weiter wie das Bundesverbraucherschutzministerium ;)

Gruss Klaus

niman
01.07.2007, 14:40
Original von Hamster
das hier stand Donnerstag in der Schwäbischen Zeitung (ich hab's per Mail bekommen):


"Geflügelhandel

Vogelgrippe kommt aus Tschechien

Berlin (dpa)- Die Vogelgrippe ist mit hoher Wahrscheinlichkeit über den Geflügelhandel mit Tschechien nach Deutschland eingeschleppt worden.
"Das in Nürnberg isolierte Virus ist zu mehr als 99% identisch mit dem in Tschechien aufgetretenen Virus",sagte Agrarstaatssekretär Gert Lindemann gestern der deutschen Presseagentur dpa in Berlin. Es seien Handelsbeziehungen zwischen einem Betrieb in der Nähe des Ausbruchsorts in Tschechien zu einem Betrieb 50 km von Nürnberg festgestellt worden. In Nürnberg war die Vogelgrippe bisher bei 10 Wildvögeln enmtdeckt worden. Davon bestätigten sich nach Ministeriumsangaben acht Fälle, in Sachsen war das H5N1-Virus bei drei Schwänen
festgestellt worden. In Tschechien brach die vogelgrippe inzwischen bei einer weiteren Geflügelfarm aus."

Irgendetwas passt da nicht :o ???

Kommentar

http://www.recombinomics.com/News/06300701/H5N1_WB_Europe_Common.html

Wilde Vögel sind die Sourceschaltung

Hamster
02.07.2007, 05:28
Original von niman

Wilde Vögel sind die Sourceschaltung

glaub' doch, was du willst, ich bleibe auch bei meiner Meinung... 8)

Torsten
02.07.2007, 06:34
Hallöchen
Da ich den Wörder See kenne,werd ich halt mal ein paar Gedanken schreiben...
Dr Wörder See ist meiner Meinung nach ein sehr flaches Gewässer,langgezogen,mit sehr vielen Wasservögeln besiedeltes Gewässer.Die Pegnitz fließt in den Odersee und fließt unten wieder raus.Verbandsgewässer des Fischerreiverbandes Mfr ist es auch.Unter dem Wassergeflügel gibt es Schwäne,Enten Bleßhühner und auch ne Menge Möven.Tagsüber laufen die ratten reihenweise am See rum.Am We ist er die "Brottonne" vieler Bürger.
Was ist,wenn es einfach mehrer Wege gibt,die Krankheit zu verbreiten?
Angenommen,Ratten und Mäuse können dran erkranken..dann wäre auch klar,das Greifvögel dran sterben können? ???
Verbandsgewässer heißt,das alle,diedie Verbandskarte haben,an dem Gewässer angeln können.Keine Ahnung,wie viele Vereine im Verband zusammen geschlossen sind..aber die Gewässer der Vereine sind weit verstreut..schätz mal so 100-150 km um Nürnberg.Damit wären wir fast schon in der Tschechei...
Was wär,wenn man durch Kot an den Stiefeln... ???
hm...spinn ich mal weiter..Also die Enten scheißen in den See..da wo Fische drin sind..die Fische fressen alles..Können Fische auch erkranken??
Die Fische laichen..und der Laich wird gern gefressen..und die Fische auch..vom Kormoran,Storch und Co.
Es ist schon vorgekommen,das in einem Forellenteich schöne Hechte vorgefunden wurden..und keiner wußte,wie die Hechte da rein kamen...man vermutet aber über Enten,die den Laich mitbrachten..


Ich meine,das alles ist ne Spinnerei von mir..
Grüße Thorsten

Klausemann
02.07.2007, 08:45
Hallo Torsten,das ist ausgeschlossen.
Gucke mal unter Fische (http://de.wikipedia.org/wiki/Vogelgrippe#Fische)

Gruss Klaus

Sarcelle
02.07.2007, 12:52
glaub' doch, was du willst, ich bleibe auch bei meiner Meinung... Und die lautet wie?

Scybalon
02.07.2007, 18:21
Ich nehme mal an, er meint, dass Wildvögel nicht die Hauptverbretungsart der Viren sind.

Hamster
03.07.2007, 04:28
ich halte die Wildvögel nicht für Täter, sondern für Opfer.

Gruß,
Brigitta