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Vogelgrippe 2005 - Was betrifft Geflügelhalter in der Schweiz?

Stand: 20.10.05

20.10.05 15:33
Vogelgrippe: Bern erwägt Verbot der Freilandhaltung

Bern. AP/baz. Auch dem Schweizer Geflügel könnte der Freilauf bald gestrichen werden. Das BVET will noch am Donnerstagnachmittag entscheiden, ob wie in Deutschland und Österreich eine Stallpflicht verordnet werden soll. Zugvögel stellten offenbar eine grössere Gefahr dar als bisher angenommen, sagte BVET-Direktor Hans Wyss.

Der Massnahmenplan des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) sieht die Möglichkeit einer Einschränkung der Freiland- und Bio-Haltung von Geflügel für den Fall vor, dass die Vogelgrippe auf dem Gebiet der EU vorkommt. Dies sei mit dem Verdacht in Griechenland der Fall, sagte BVET-Sprecher Marcel Falk. Amtsdirektor Hans Wyss fügte in der Sendung «Rendez-vous» von Radio DRS an, die neuen Fälle auf dem Balkan, in der Ägäis und in Russland deuteten darauf hin, dass Zugvögel in der Verbreitung des Virus eine grössere Rolle spielten als bisher angenommen. Von den in der Schweiz auf Vogelgrippe getesteten Zugvögel werden in den kommenden Tagen die ersten Ergebnisse erwartet.

Aufgrund der verschärften Gefährdungslage will das BVET am Donnerstag um 15.30 Uhr mit Kantonstierärzten, Geflügelzüchtern und Wissenschaftern das weitere Vorgehen beraten. Sollte das BVET eine Stallpflicht befürworten, muss es einen entsprechenden Antrag an den Gesamtbundesrat stellen. Am (gestrigen) Mittwoch hatte Wyss ein Verbot der Freilandhaltung noch nicht für nötig befunden. Er bezeichnete eine solche Massnahme auch als Tierschutzgründen als schwierig. Viele Tiere müssten getötet werden, da die Ställe nicht genügend gross seien. Auch die Nutztierschutz-Organisation kagfreiland hatte schon letzte Woche gewarnt, an Freiland gewöhnte Hühner liessen sich nicht permanent in einen Stall sperren, ohne dass neue Probleme wie Unruhe, Aggressionen, gegenseitiges Bepicken und Tod in Kauf genommen werden müssten.

Die Geflügelzüchter spüren aber auch den zunehmenden Druck in der Öffentlichkeit, wie Peter Röthlisberger, Präsident der Schweizer Geflügelproduzenten, im «Rendez-vous» sagte. Allenfalls würden auch ohne eine entsprechende Empfehlung des BVET Massnahmen eingeleitet.

Quelle: Basler Zeitung Online

 

09.10.2005 13:40
Schweiz ergreift keine zusätzlichen Massnahmen gegen Vogelgrippe

BERN - Nach dem Auftreten der Vogelgrippe bei Geflügel in Rumänien und in der Türkei ergreift die Schweiz keine zusätzlichen Massnahmen. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) wartet die Ergebnisse der Untersuchung der dortigen Fälle ab.

Es sei derzeit in Rumänien und in der Türkei noch unklar, um welchen Virusstamm der Vogelgrippe es sich bei den erkrankten Tieren handelt, sagte BVET-Dirketor Hans Wyss gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Für eine Neubeurteilung der Situation bestehe bislang kein Anlass.

Seit Ende September werden zudem eingefangene Zugvögel auf Vogelgrippe untersucht. Wyss betonte aber, eine Übertragung auf hiesige Nutztiere sei wenig wahrscheinlich, weil diese kaum in Kontakt mit Zugvögeln kämen.

Quelle: Schweizer Fernsehen SF DRS

 

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