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Thema: Septemberbrut

  1. #121
    Selber-machen-lasser Avatar von Vinny
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    Andreas, ich muss zugeben, dass ich deine Selektion auch schon etwas verfolge, seit Mitte letzten Jahres hattest du es Ja hin und wieder erwähnt. Ich hatte damals auch einen extrem schweren schnupfen in der Gruppe. Mykos ließen sich trotz zwei Tests nicht nachweisen. Ich traue dem Frieden trotzdem nicht.
    Es war und ist trotz Geflügelkundigem TA nicht möglich, an tylosin zu kommen. Zu groß seien die Gebinde, zu klein die Nachfrage / der bedarf.

    Ich schöpfe aus deinen Berichten aber mut und werde ebenso dauerkränkelnde Tiere aussortieren. Während sich meine eigenen mixe gut gefangen haben und selbst nach diesem wetter kein quietschen von sich geben, sind besonders zwei Bielefelder von einem züchter extrem anfällig. Die haben das niesen nie ganz aufgegeben und laufen immer etwas "angeschossen" herum.
    Lässt du solche Tiere - vorausgesetzt sie sind noch sehr jung - trotzdem auswachsen und führst die dann der Küche zu?
    oder wird beim kleinsten Anzeichen von mattigkeit rigoros aus dem Bestand entfernt, unabhängig der Verwertbarkeit, aufgrund der Größe?
    ********************NGZV Klecken************************

    3,7 Schwedische Blumenhühner, 1,2 Australorps, 1,8 Brahmybridingtons

  2. #122
    Darwinist Avatar von Okina75
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    Hm, wenn sie nur chronisch am zB Niesen sind, die anderen aber nicht anstecken, dann warte ich bis sie ca. 4 Monate alt sind und immerhin für Frikassee taugen.

    Meine "Gnadenfrist" beträgt zwei Wochen.
    Wer sich nach maximal der Zeit nicht selber wieder gefangen hat, steht unter verschärfter Beobachtung und ist je nach sonstigen Werten beim nächsten Mal dran.

    Besondere Tiere hingegen lasse ich schon mal, solange es geht. So hatte ich eine Buschhenne, die chronisch am Blubbern war, aber als einzige ihrer 12 Geschwister die Mykos vollkommen gesund überlebt hatte. Von der habe ich keine Jungtiere erhalten, weil sie relativ mies und winzig legte und eben chronisch blubberte, aber sie war immerhin eine gute Glucke.
    So ließ ich sie, bis sie aus dem Blubbern gar nicht mehr raus kam. Wäre sie ansteckend gewesen, wäre sie früher dran gewesen.

    Eine Maranshenne erkrankte jung mal völlig unklärbar, fraß nicht mehr, stand nur noch rum, magerte immer weiter ab. Als sie von 1770 g auf nur 780 g runter war, versuchte ich es noch ein letztes Mal mit Futter, hatte den Knüppel aber schon dabei. Da nahm sie zaghaft wieder was, und von da an ging es wieder bergauf. Sie war auch eine besondere Henne, daher der Versuch, und von ihr zog ich dann auch nach, sie erbrachte eine Tochter, die lebenslang kerngesund war, und das auch an ihre Tochter weiter gab.

    So Tiere "aus dem breiten Volk" aber wie gesagt: Was da nicht nach zwei Wochen mit moderater Hilfe wieder auf dem Dampfer ist, ist dran.
    Optimalerweise werden sie gar nicht krank oder sind nur ein/ zwei/ drei Tage etwas angeschlagen.

    Bei Küken/ Jungtieren fackele ich nicht mehr lange.
    Wer da zwei/ drei Tage auffällt und dabei schlimmer oder zumindest nicht besser wird, wandert sofort in die Schlange. Das reicht von allgemeiner Schwäche/ mangelnder Vitalität bis hin zu Myko- Vorzeichen- das aufgeplusterte Rumschleichen.
    Das ist zwar ein recht allgemeines Symptom und geht vielem voraus, aber nach den 24 Küken anno 2014 mache ich da keine Kompromisse mehr, das war eine doch zu erschütternde Erfahrung, zumal ich 21 der 24 Küken selber tötete, bevor die elend ersticken etc. ...

    Den Schlangen macht das nichts, weil die Erreger vogel- bzw. relativ wirtsspezifisch sind und Schlangen mit ihren scharfen Verdauungssäften bis auf Haare alles verdauen können, auch Knochen und Zähne (was Eulen nicht schaffen). Und die sowieso geschwächten Küken haben sie auch in Sekundenschnelle erdrosselt.

    Das ist zwar ein recht rigoroses Vorgehen, und oft erwischt es eigentlich lang ersehnte oder besonders hübsche Treffer, aber da muss man dann einfach die Gesundheit und Fitness der Truppe im Auge haben. Ich gefährde jedenfalls keine wertvollen anderen Küken mehr, weil ich ein paar für mich besondere, aber angeschlagene nicht töten mag/ kann, oder es einfach aussitzen will...

    Und da ist es dann, falls es mal unbeabsichtigterweise passiert wie bei mir jetzt, vielleicht gar nicht so übel, auch mal so späte Küken aufzuziehen- die Kleinsten sind halt die schwächsten Glieder der Kette, und wenn da alles gut geht (oder eben auch nicht), kann man sich ein gutes Bild machen, wie es aktuell um die Truppe steht, und ob Maßnahmen zur künftigen Vermeidung von Erkrankungen etc. Frucht tragen.
    Dabei würde ich alles, was im Oktober schlüpfen würde, ganz definitiv entglucken, und Septemberschlupf ausschließlich dann erlauben, wenn wirklich was ganz besonderes noch mal eine Chance erhalten soll!
    Alle reden vom körperlichen Übergewicht.
    Das geistige Untergewicht wird totgeschwiegen!
    Ernst Ferstl

  3. #123
    Avatar von Bohus-Dal
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Den Schlangen macht das nichts, weil die Erreger vogel- bzw. relativ wirtsspezifisch sind und Schlangen mit ihren scharfen Verdauungssäften bis auf Haare alles verdauen können, auch Knochen und Zähne
    g.gif Wenn Deine Küken Zähne haben, machst Du irgendwas falsch.
    Grünlegemixe 1,11; Dals-Pärlhöna 0,3; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Hedemora 0,1; Marans 0,1; Plymouth Rock Zwerg 0,1; Ramelsloher 0,1; Warzenente 1,2; Katze 2,0

  4. #124
    Darwinist Avatar von Okina75
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    Nee, richtig, will ja Raptoren züchten ...
    Im Ernst: Das diente nur der Veranschaulichung, dass die wirklich scharfe Verdauungssäfte haben und auch irgendwelche Erreger zu Tode verdauen können, die nicht schlangenspezifisch sind. Nicht, dass einer auf die Idee kommt zu sagen, dass ich die Schlängler sonstwelchen Keimen aussetzen würde, wenn ich denen kränkliche Küken gebe...
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    Ernst Ferstl

  5. #125
    Darwinist Avatar von Okina75
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    Es war definitiv das allerletzte Mal, dass ich so eine späte Brut zugelassen habe!

    Von den acht Eiern waren schon beim ersten Schieren zwei taub. Beim zweiten Schieren flog ein faules raus (habe ich früher im Jahr nie, so faule, dass sie schon stinken!). Letzten Endes schlüpften drei Küken, und ein weiteres Ei war faul- stinkend, und das übrige abgestorben.

    Von den drei Küken war eins immer am Jammern, immer am Frieren, hatte von Anfang an Durchfall und kam mit knapp zwei Wochen in die Schlange, weil's nur noch zitternd da saß. Und heute vormittag hat eine Elster Nummero 2 erledigt.

    Waren gerade (erneut) eine knappe Woche in Berlin, Freunde besuchen. Als wir fuhren, war schönes Wetter, alles fit. Zwischendrin regnete es wohl häufig, und als ich dann heute wieder alles übernahm, kam das schwach und mit hängenden Flügeln aus dem Stall. Ein klassisches Herbstwetteropfer, das ich erstmal laufen ließ, weil fitte Küken sich auch wieder schnell berappeln. Wenig später sah eine Elster das aber anders, und war schon am toten Jungtier am Fressen- natürliche Auslese am direkten Beispiel!

    Damit ist denn deren Glucke rehabilitiert, deren drittes Gelege das dies Jahr war, und die sich um keines so lausig gekümmert hatte. Wollte sie darum schon auf die Abschussliste setzen, denn im Herbst lässt man an und für sich keine dreieinhalb Wochen alten Küken allein, aber nun wissen wir ja, warum sie die Sache nur halbherzig sah- quasi zu 66,6 % Schrott, dieses letzte Gelege, allein das wildfarbige Küki ist vital und wächst den Umständen entsprechend gut und setzt sich durch.

    Also: Alle Naturbruten bzw. Schlüpfe nach maximal Mitte August sind strikt anzulehnen, oder mit anderen Worten völliger Blödsinn!
    Wenn man nicht maximalen Aufwand betreiben will, um die Aufzucht zu der mehr als ungünstigen Zeit zu einem relativ akzeptablen Ende zu bringen!
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    Ernst Ferstl

  6. #126
    Avatar von Dylan
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    Von meinen sieben Blumenhühnern, die Anfang September geschlüpft sind, leben noch sechs. Die Glucke, die ebenfalls das dritte Mal führte, verließ ihre Küken mit 5 Wochen. Seitdem müssen sie alleine zurecht kommen und es ist echt zu kalt dafür. Ich musste jetzt noch eine Wärmelampe besorgen, damit sie nachts nicht so frieren - sie sitzen sehr gerne darunter. Zwei Küken habe ich bereits abgegeben, denen gehts im neuen Stall recht gut.

    Tagsüber sind sie hier allein auf weiter Flur unterwegs. Bin gespannt, ob sie das überleben, da wir am Dorfrand wohnen.
    Eines der Küken wurde krank und starb vorgestern. Die anderen scheinen mir alle fit zu sein.

    Ich werde auch nicht mehr so spät brüten lassen. Der Aufwand und das Risiko ist mir zu hoch.

  7. #127
    Avatar von Dylan
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    Update von der Septemberbrut:
    Vor ein paar Wochen wurden sie alle kränklich. Dass eines starb, hatte ich oben schon geschrieben. Der Rest wurde gepäppelt, bis ich die Nase voll hatte und beschloss, dass nur die Harten in den Garten kommen. Also war von da an Schluss mit Wärmelampe und Sonderbehandlung. Sie erholten sich ohne mein Zutun prima.

    Inzwischen sind sie in der bestehenden Hühnertruppe integriert, der größere Hahn hat heute das Krähen angefangen. Der kleinere wird wohl etwas kümmerlich bleiben, aber ich warte jetzt ab.
    Anbei ein paar Bilder zum Größenvergleich:
    Das sind die Kleinen neben einer porzellanfarbingen Zwergsussex. Sie haben also jetzt mit 4 Monaten die Größe eines Zwerghuhns erreicht.
    Weihnachten 2017 Hühner (4).JPGWeihnachten 2017 Hühner (8).JPG

    Der Hahn hat schon die Größe einer ausgewachsenen Henne erreicht
    Weihnachten 2017 Hühner (10).JPG

    Da sieht man sie nochmal im Vergleich zu den anderen Hühnern
    Weihnachten 2017 Hühner (21).JPG

    Und hier im Stall. Sie bleiben immer unter sich.
    Hühner Dez (9).JPG

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