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Thema: Beratung Hahn zur Herde

  1. #1

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    Beratung Hahn zur Herde

    Guten Tag zusammen,

    ich denke nach dem ersten Querlesen, bin ich in diesem Unterforum doch richtig.
    @Darwin herzlichen Dank für deinen Eingangsthread, der aber auch wieder neue Fragen aufwirft....

    Seit letztem Jahr haben wir eine Schar (0,5,0) ZwergHennen. Mit einigen Zu- und Abgängen (Fuchs, Greif, Legenot, ...). Dennoch ist die gesamte Familie (1,1,3) immer noch gegeistert und auch die Kinder haben die Abgänge ganz gut verkraftet.

    Die Überlegung ist, die Schar/ Herde um einen Hahn zu komplettieren, um ggf. Verluste natürlich einzuschränken.

    Was müssen wir beim Kauf beachten?
    • .... Junghahn/ Althahn? oder in der Hennenschar groß werden lassen?
      nach @ Darwin Prolog
      wie Kinderkompatibel bleibt die Herde
      vertragen sich Hahn und Kinder
      Füttern, Streicheln, ... noch möglich (wir schätzen gerade den unkomplizierten Umgang der Kinder mit den Hennen!!!)


    Über eure Erfahrungen, Einschätzungen und Empfehlungen freue ich mich.

    Besten Dank
    Peter

  2. #2

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    Eine konkrete Einschätzung nach dem Motto: wenn du deinen Hahn so und so hältst, dann bleibt der brav und macht nix ist nicht machbar.

    Ein Junghahn hat den Vorteil dass ihr den von klein auf kennt und sich der in die Herde integrieren wird (keine Angst, der ist am Anfang zwar unten in der Hackordnung, arbeitet sich aber rasch hoch). Ich habe meinen aktullen Hahn aus der vorjährigen Brut behalten und das hat super geklappt. Auch kannte ich dessen "Vater" weil der unser bisheriger Hahn war - und der war ausgesprochen ausgeglichen und ruhig. Bei einem alten Hahn kannst du den bisherigen Besitzer fragen wie sich der Hahn verhält - wobei das keine Garantie ist, dass der sein verhalten bei euch auf Grund anderer Umstände nicht ändert.

    Mein Junghahn war auch brav - bis im Frühjahr, da überkamen ihn plötzlich die Frühlingsgefühle und er meinte meine Kinder anfliegen zu müssen - und auch mich. Mit dem Nachwuchs war das einfach, die durften einfach nicht ins Gehege (und ich lass die auch jetzt nicht mehr rein - sicher ist sicher). Ich habe mich an die Hahnendressur vom Hahnenflüsterer hier im Forum gehalten und das Problem war für mich rasch erledigt. Ich glaube zwei Tag war es ein kleiner Kampf wo er meinte mich jedesmal anfliegen zu müssen, sobald ich den Hahn dann aber mehrfach am Boden fixiert und beruhigt hatte, war das Thema erledigt. Seit dem macht er keine Anstalten mehr mich anzufliegen, geht mir aus dem Weg und akzeptiert das so.

    Zusammenfassung: es kann klappen mit einem Hahn, aber ich würde gerade im Frühjahr bei einem Junghahn der geschlechtsreif wird, die Kinder vorwarnen und den entsprechenden Umgang beibringen. Der Kampf zwischen Hahn, dir oder einem anderen für den Hahn als Eindringling betrachteten Menschen muss jeder Mensch selber ausfechten - deshalb müssen deinen Kindern entweder dem Hahn die Stirn bieten wenn Sie die Hühner weiter streicheln wollen und der Hahn auch dableiben soll - oder Sie müssen sich damit abfinden dass der Hahn im Falle, das er angriffslustig wird, in Sibirien landet (oder wieder wegkommt).

    Aber wichtig: ein Hahn ist kein Löwe oder Kampfhund - da braucht man sich also nicht zu Tode fürchten ;-)
    1,0,3 New Jersey Giants / 1,6,0 Hybrid-Mix / 30 Eier im Brüter

  3. #3
    Modeberater Avatar von fradyc
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    Ich würde empfehlen einen ausgewachsenen, nicht allzu aktiven Hahn anzuschaffen. 5 Hennen sind für die meisten Hähne auf Dauer zu wenig oder genauer, den Hennen wird das auf Dauer zu viel. Seidi- und Zwergseidihähne haben den Ruf, mit wenig Hennen gut zurecht zu kommen. Es gibt aber auch immer wieder Einzeltiere sämtlicher Rassen und Mixe, die nicht zu aktiv werden.
    „Vögel, die am Morgen singen, holt mittags die Katz.“
    (Der frühe Vogel fängt den frühen Wurm, der Späte fängt den Fetten!)

  4. #4
    Avatar von elja
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    ein älterer und gefestigter Hahn ändert sein Verhalten in der Regel nicht mehr. Wenn er 3-jährig und älter immer noch nett zum Menschen ist, wird er das, halbwegs korrekte Behandlung vorausgesetzt, auch nicht mehr ändern.
    Aus meiner Erfahrung heraus sind Z-Brahmas und Z-Orpis meist durchaus Anfänger- und Kindertauglich. Genauso wie viele (Z-)Kämpfer. Bei Z-Hennen würde ich da auch bei den Z-Kämpfern mal schauen. Sehr unkompliziert sind moderne englische Zwergkämpfer und auch die altenglischen. Die Z-Asil sind auch dem Menschen gegenüber sehr nett und zahm. Die Hähne dieser Rassen kommen meist auch mit wenigen Hennen aus. Seidis sind auch oft eine gute Wahl. Das hängt vom persönlichen Geschmack ab und was Du bei Dir in der Gegend bekommst.
    Nicht empfehlenswert sind Seramas und viele Bartzwerge. Da gibt es recht häufig Hähne die keinen Spaß verstehen.
    Ich habe zur Zeit einen 3-jährigen Z-Orpington oder einen ebenfalls 3-jährigen Mix aus Z-Welsumer x Z-Brahma abzugeben. Beides bewährte Hähne, die Menschen stets respektiert haben. Beide haben ebenfalls schon bewiesen, dass sie mit wenigen Hennen problemlos klar kommen. Großraum Nürnberg.
    Sei Wachsam von Reinhard Mey
    ... Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    „Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!“ ...

  5. #5

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    Themenstarter
    Danke für die ersten umfangreichen Einschätzungen.

    @elja auch für die sehr konkreten Rasseeingrenzungen. Da hat man doch mal konkrete Anhaltspunkte.
    Und Du hast Recht, was man mag und was man kriegt, sind ebenfalls limitierende Faktoren.
    Wäre ich im Raum Nürnberg, hätten wir nen Deal. ZWelsum x ZBrahma klänge gut.

    Seidis fallen für mich raus, das sind ja eher Pudel mit Federn. LoL
    Geändert von mischkep (23.05.2017 um 15:34 Uhr)

  6. #6
    Babbischer Babbsagg Avatar von Gallo Blanco
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    Zitat Zitat von mischkep Beitrag anzeigen
    Seidis fallen für mich raus, das sind ja eher Pudel mit Federn. LoL

    Das könnte einigen hier sauer aufstossen!


    LG Haba
    Je älter der Bock, umso härter das Horn!

  7. #7
    Avatar von Santana
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    Tja, das kann man nicht voraussagen.
    Mein erster Hahn war ein 6 Monate alter Brahma, den ich vom Züchter gekauft habe. Er hat so gut auf die Hennen aufgepasst, dass man keine mehr hochnehmen konnte, ohne ihn am Bein hängen zu haben. Die Hennen hat er auch fast platt gemacht.
    Ich hatte schon einen lieben ostfr. Möwenhahn und jetzt 2 Appenzeller Spitzhauben, die gut aufpassen und meine Hennen gut behandeln. Diese 3 habe ich selbst gezogen und bin gut zufrieden. Auch sollte der Hahn von einer tendenziell kleineren Rasse sein. Zb eher Amrocks Hennen mit Appenzeller Hahn als umgekehrt.

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