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Thema: Wer hat mein Huhn getötet - Vorsicht Bilder!

  1. #81
    Moderator Avatar von sil
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    Zu diesem Federkreis:
    Ich war mal vom Balkon herunter Zeuge, wie ein Habicht sich auf eine meiner grade legereif gewordenen Schweizer Hennen hat fallen lassen. Das Huhn hat einen Schreckruf abgegeben und ist dann erstarrt. Sofort waren zwei Hähne zur Stelle, die den Habicht bedrohten, ich habe gesehen, dass er die Flügel gebreitet und damit geschlagen hat, außerdem hat er wohl den Griff gelockert, das Huhn rannte jedenfalls los, kam aber nur wenige Meter weit, dann hat der Habicht es nochmal angegriffen, wieder waren die Hähne zur Stelle, disesmal schon zu viert, und mittlerweile auch unser Hund, daraufhin hat der Habicht es doch vorgezogen, auf das Huhn zu verzichten. Das ganze dauerte bestimmt keine zwei Minuten. Ich habe dann da, wo das Huhn zuerst angegriffen wurde, einen dichten Kreis aus Federn gefunden, ebenso an der Stelle, wo es das zweite Mal gepackt wurde. Dann eine Spur kleiner Federn bis zum Stall, wohin sich das geschockte Huhn (und alle anderen auch, die auf den Warnruf der Hähne reagiert hatten) gerettet hatte. Ich habe das Huhn so genau es ging untersucht, fand aber keine Wunden. Nach der Masse an verlorenen Federn (oder besser gesagt: abgestoßenen), erwartete ich ein fast kahles Opfer vorzufinden, aber das betreffende Huhn war optisch praktisch nicht von den anderen zu unterscheiden. (Ich habe auch das Huhn nicht verwechselt - ich hatte damals nur 2 Schweizer Hennen...). Ich habe mehrmals ähnliche Angriffe beobachten können, immer war da ein Federkreis, wo Habicht und Opfer zusammengetroffen sind.
    Ein Habicht zielt auf den Rücken seiner Beute, kleine Tiere werden oft davon schon so stark verletzt, dass sie sich nicht mehr wehren und dann auch gleich fortgetragen und irgendwo anders getötet werden können.
    Große Hühner mit dichtem Federkleid werden vom ersten Angriff nicht mal unbedingt verletzt, sie fallen aber in eine Art Schockstarre, was dem Habicht Zeit gibt, sich anders zu positionieren um sie dann auch töten zu können. Der Federkreis enteht, wenn das Huhn in der ersten Schrecksekunde als allerestes Verteidigungsmittel Federn abstößt bei praktisch gleichzeitigem Eintritt der Schockstarre. Bei einem Angreifer, der zubeißt, kann das Federn lassen durchaus hilfreich sein, denn wenn er Pech hat, bleibt ihm nur ein Maul voller Federn. Beim Habicht hilft das halt nix.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  2. #82
    Avatar von Stefanie
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    Das ist interessant, Sil ................ ähnliches habe ich auch schon erlebt, als der Habicht meine Barnevelderin Babette gepackt hatte. Er wurde sehr von den Krähen gestört, dann kam auch noch ich aus dem Haus ............ er ließ wohl los, und Babette kam angerannt. Dort, wo er sie gepackt hatte, fand ich einen Riesenhaufen Federn ............ und man sah ihr NICHTS an.

    Das heißt, ein Federkreis ist nicht unbedingt eine "Rupfung" - also auf das aktive Rupfen des Habichts zurückzuführen - sondern eine Federabwurfstelle, wo das gepackte Huhn sich in Schockmauser "entkleidet" hat. Es muss also dann noch nicht tot sein - und es muss auch nicht der Habicht gewesen sein, wenn man so einen Federkreis findet. Wobei so ein geschlossener Kreis sicher nur entstehen kann, wenn der Jäger auf der Beute sitzt - was bei Fuchs oder Katze nicht der Fall wäre.
    Herzlichst, Stefanie
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    Es gibt kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern. Astrid Lindgren

  3. #83
    Moderator Avatar von zfranky
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    jetzt wo ihr es sagt..
    Bei meiner ersten Habichtattacke hier hatte ich auch einen Federkreis am anderen Ende des Grundstückes, dass getötete Huhn war 20 m weit davon entfernt..
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 3,22 New Hampshire und 1,6 Araucana.
    Dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  4. #84
    Avatar von melachi
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    ich hoffe, Melli ist mir nicht böse, wenn ich meine Bilder von gestern hier anhänge.

    Opfer ist mein dreijähriger Chabo-Hahn, ca. 600 g Lebendgewicht. Er war an Rücken/Oberschenkel angefressen, beide Brusthälften sowie Herz und Leber fehlten. Der Darm lag daneben, die Hoden waren noch drin, einer beschädigt.

    Der Hahn lag auf dem Rücken, etwa 2 m von der Schlagstelle entfernt. Nur an der Schlagstelle (beliebtes Sonnenbadeplätzchen) lagen viel Federn, am Fundort dagegen nur sehr wenige. Auch bei mir gabs einzelne abgerupfte Hautfetzchen mit Federn dran neben dem toten Hahn.

    Der Hahn ist zwar sehr klein, aber selbst für ein Sperberweib wohl deutlich zu groß. Sperber gibts bei mir öfters, der hat auch schonmal ein halbwüchsiges Küken geholt (inflagranti erwischt). Aber ich schätze, das es diesmal ein Habicht war. Leider. Der erste Fall in meiner Hühnerkarriere...

    Rückenansicht, Vorderansicht, Brustkorb Detail
    IMG_7994.JPG IMG_7993.JPG IMG_7993 (2).JPG

    Schlagstelle und Detail, leider schwer erkennbar, gold-porzellan auf Buchenlaub ist kaum zu erkennen...
    IMG_7991.JPG IMG_7991 (2).JPG

  5. #85
    Tiramisu Avatar von schlumpfine
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    Ob dein Hahn mit dem Angreifer gekämpft hat, da er am Rücken lag?
    Schade um das hübsche Tier.

    Leben und leben lassen

  6. #86

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    Melachi, ich bin tief getroffen, ja, ja, eben weil du Bilder gezeigt hast.
    Auch mir tut es leid um deinen Hahn. Ein Tier, dass man drei Jahre hat...da ist es besonders arg wenn man das verliert.
    Aber bei mir waren, wie schon geschrieben, alle Organe noch vorhanden.

    Ich habe heute eine neue gute Nachricht bekommen. Auch ein Marder ist hier unterwegs. Und es kommt noch schlimmer. Tagsüber!!!

  7. #87
    Modeberater Avatar von fradyc
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    Vielleicht hast da Glück, mein Marder klaut nur die Eier (auch unter einer brütenden Ente) weg.
    „Vögel, die am Morgen singen, holt mittags die Katz.“
    (Der frühe Vogel fängt den frühen Wurm, der Späte fängt den Fetten!)

  8. #88

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    Glück? Was ist das
    Außerdem, ich habe gar keine Enten aber dafür schon wieder ne neue Glucke und die andere Glucke hat alle Eier geschrottet.
    Ne, ne, bei meinem Glück klaut der Eier und Huhn.

  9. #89
    Avatar von melachi
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    Zitat Zitat von schlumpfine Beitrag anzeigen
    Ob dein Hahn mit dem Angreifer gekämpft hat, da er am Rücken lag?
    Schade um das hübsche Tier.
    ich vermute, das er zuerst auf dem Bauch lag, denn die Rückenpartie ist ja angefressen, und diese Wunden sind voller Dreck. Er wird den Hahn dann die zwei Meter verschleppt und dabei umgedreht haben, um besser in Deckung und an die Brust zu kommen. Die Schenkel von so einem alten Chabohahn sind schon von ordentlich sehnigen Silberhäuten überzogen, da ist die Brust leichter zu fressen.

    Ja schade ist es um ihn, er war ein von allen respektierter Haudegen, der immer vor der Deckung Wache schob, um seine Truppe rechtzeitig vor Gefahr zu warnen. Das wird ihm nun zum Verhängnis geworden sein, aber immerhin ist er als Held in die ewigen Krähgründe eingegangen.

  10. #90
    Darwinist Avatar von Okina75
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    Hast Du denn einen würdigen Nachfolger unter seinen Söhnen?
    Er ist halt den "üblichen" Tod der alten Hühnerrecken gestorben, die mit 3 Jahren ja leider doch schon hie und da anfangen zu schwächeln und abzubauen, auch Konkurrenten/ starken Junghähnen weniger entgegenzusetzen haben, und das hat wohl auch das Habichtstier gemerkt, die ja dann auch nicht lange fackeln...
    Halte ihn in gebührendem Andenken und toi toi toi für seinen Nachfolger!


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