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Thema: Nicht nur für Bayern: offener Brief ans Umweltministerium

  1. #41
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    Wird wohl Abend...

    Oder Freiwillige vor!
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  2. #42
    Moderator Avatar von sil
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    Markus, wenn du dich auf das da beziehst:
    "....bei den verbleibenden 27 % liegen die Infektionswege mit knapp 66 % innerhalb der Geflügelwirtschaft selbst.(Kontakt zu Nachbarbetrieben, Zukauf von Tieren, Übertragung durch Gerätschaften)...." Wenn ich dich jetzt richtig verstehe, sind die restlichen 33% (von den 27 % der "aufgeklärten" Fälle) also auf Kontakte mit Wildvögeln zurückzuführen. Mit Wildvögeln können ja aber keine Tauben oder Singvögel gemeint sein, es müßte sich also um Gänse, Enten oder Hühnervögel handeln, oder sehe ich das falsch? Solche dürften aber wohl nur in einen Bruchteil der gewerblichen Bestände überhaupt reinkommen, also eigentlich nur in die, die Freilandhaltung betreiben?? Wieviele sind das prozentual gesehen??

    Alternativformulierung als Denkhilfe: " ....wie wahrscheinlich ist ein Eintrag über Kleinhalter oder infizierte Wildvögel?
    Oder einfach weglassen?

    Geändert von sil (20.03.2017 um 13:25 Uhr)
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  3. #43
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    Zum Schreiben brauche ich Ruhe, unnd die habe ich gerade nicht.

    Wäre das hier eine Möglichkeit?

    Schon im eigenen Interesse sollten dort Biosicherheitsmaßnahmen Standard sein, betriebsfremde Personen haben grundsätzlich Betretungsverbot. Und trotzdem sind regelmäßig solche Haltungen befallen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach ist bei 73% der seit 2006 in Westeuropa aufgetretenen Fälle der Eintragsweg als "unbekannt" angegeben, und bei den verbleibenden 27 % liegen die Infektionswege mit knapp 66 % innerhalb der Geflügelwirtschaft selbst.(Kontakt zu Nachbarbetrieben, Zukauf von Tieren, Übertragung durch Gerätschaften).

    LG, Markus
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  4. #44
    Moderator Avatar von sil
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    Wir lassen das mal sacken, ich komm grad auch nicht in Ruhe zum Denken. Ist aber schon mal nicht schlecht.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  5. #45
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    Zitat Zitat von sil Beitrag anzeigen
    ...Solche dürften aber wohl nur in einen Bruchteil der gewerblichen Bestände überhaupt reinkommen, also eigentlich nur in die, die Freilandhaltung betreiben?? Wieviele sind das prozentual gesehen??
    Wieder zwischen Tür und Angel:

    Hab gerade grippebedingt echt nur Matsch im Kopf und den Einwand gerade erst realisiert. In den von Dir beschriebenen Ställen ist der Kontakt mit Wildtieren naturlich kein denkbarer Eintragsweg.
    Vielmehr, und das hat ja auch Prof. Dr. Dr. h.c Mettenleiter gestern im NDR gesagt, deutet Vieles, besonders gerade in Garrell, auf den Menschen als Verbreitungsweg hin. Also eigentlich fahrlässiges Verschleppen, vom Steuerzahler subventioniert.

    Muss jetzt schon wieder los, tut mir leid...

    EDIT: Das mit der fahrlässigen Verschleppung hat Mettenleiter nicht gesagt, das war ich
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  6. #46
    Moderator Avatar von sil
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    So, nachden ich heute den ganzen Tag nicht zum Nachdenken gekommen bin und morgen hier auch wieder volles Programm angesagt ist, werde ich Markus Version übernehman und selber noch einen Nachsatz formulieren:
    "Schon im eigenen Interesse sollten dort Biosicherheitsmaßnahmen Standard sein, betriebsfremde Personen haben grundsätzlich Betretungsverbot. Und trotzdem sind regelmäßig solche Haltungen befallen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach ist bei 73% der seit 2006 in Westeuropa aufgetretenen Fälle der Eintragsweg als "unbekannt" angegeben, und bei den verbleibenden 27 % liegen die Infektionswege mit knapp 66 % innerhalb der Geflügelwirtschaft selbst.(Kontakt zu Nachbarbetrieben, Zukauf von Tieren, Übertragung durch Gerätschaften). Will man da nichts dazulernen?"
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  7. #47
    Avatar von Nicolina
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    Passt @Silvia
    Wenn der Brief auf die HP soll- einfach Bescheid geben.
    Liebe Grüße- Nic und die bunte Truppe

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  8. #48
    Moderator Avatar von ***altsteirer***
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    Ja, passt!

    Falls Du noch magst: "Zuchtfokussierung" mit Doppel S, "samt sogenannter Ausfälle" würde die und-und Wiederholung vermeiden.

    Ansonsten denke ich ist der Breif jetzt wirklich rundum abgeklopft, ein weiteres Feilen würde ihn nur noch zerreden.

    Vielen Dank und raus damit!
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  9. #49
    Moderator Avatar von sil
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    Vielen Dank euch allen für die Mithilfe.
    Ich hab jetzt den letzen Absatz doch nochmal geändert, aber jetzt geht es raus.
    Ich hätte noch eine Menge, die ich gerne reinschreiben würde, aber er soll ja doch auch von dem einen oder anderne gelesen werden, und zuviel Inhalt schreckt die Leute womöglich noch ab....
    Grad will mien Emailprogramm keine Anhänge hochladen, dann also morgen früh. Einmal ans Ministerium mit den Namen, für die ich hier die Erlaubnis bekommen habe (Wenn jemand doch nicht drunter stehen will, bitte kurze Nachricht!) - da natürlich mit dem
    Hinweis, dass er an Zeitungsredaktionen geschickt wurde und im Internet veröffentlicht wird. Einmal an die Passauer Neue Presse und die Süddeutsche als Leserbrief. Außerdem wird meine Tochter ihn (ohne Unterschriften, nur mit meiner und dem Verweis auf AVF) auf ihre facebookseite stellen.
    Wie gesagt, wer will, darf ihn gerne verwenden. Wenn er fürs AVF oder für Tanny brauchbar ist, nur zu, immerhin hat sich Markus viel Mühe gegeben, dass alles passt...

    "Sehr geehrte Frau Scharf,


    endlich hat auch Bayern die Stallpflicht aufgehoben.
    Deren Sinnhaftigkeit wird von sehr vielen Fachleuten, Wissenschaftlern und Geflügelhaltern in Frage gestellt.
    Sie können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wie sehr ich mich für mein Federvieh gefreut habe, als es nach so vielen Monaten unter Dach endlich wieder hinaus durfte.
    Allerdings wurde praktisch im gleichen Atemzug mit der Aufhebung der Stallpflicht schon vor dem Kommen der nächsten gewarnt und uns Hobbygeflügelhaltern wurde angeraten, vorsorglich schon mal unsere Ställe anzupassen.
    Einmal abgesehen davon, dass die Umsetzung dieser Empfehlung Geld kostet, das nicht jeder mal so eben locker zur Verfügung hat und auch baurechtliche Belange vielen Stallbauvorhaben im Wege stehen dürften, bitte ich Sie, die Notwendigkeit einer sich womöglich jährlich wiederholenden, flächendeckenden Stallpflicht sorgfältig zu prüfen und fordere Sie auf, im künftigen Umgang mit der Vogelgrippe die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu wahren, so wie dies Gesetzgeber und Rechtssprechung vorschreiben.


    Die Behauptung, dass der Erreger mit dem Vogelzug von Asien nach Mitteleuropa gelangt, ist wissenschaftlich nach wie vor nicht belegt.
    Die Zahlen, auf denen die Risikoeinschätzung des FLI basiert, sind nicht nachvollziehbar, die Methoden, wie diese erhoben werden, äußerst umstritten. Überdies bleibt das FLI nach wie vor jede ernstzunehmende Antwort auf die Frage schuldig, wie das Virus nach Monaten beinahe bundesweiter Stallpflicht immer noch in einem Putenmaststall nach dem anderen festgestellt werden kann, und das mittlerweile auch in frisch eingestallten Beständen.


    Hier handelt es sich um Anlagen, die ihre Tiere sowieso vom Schlupf bis zur Schlachtung unter Dach halten. Die Betreiber wissen, wie wehrlos die darin gehaltenen Tiere aufgrund von Zuchtfokussierung allein auf Leistungsparameter, Dauerstress durch Enge, Keimbelastung durch die stetig wachsende Schicht aus Mist samt sogenannten „Ausfällen“ (das sind die Tiere, die während der Mast sterben. In Putenbeständen rechnet man mit bis zu 30%) und fehlender Möglichkeit zum Aufbau von Abwehrkräften jedem Erreger ausgeliefert sind. Schon im eigenen Interesse sollten dort Biosicherheitsmaßnahmen Standard sein. Betriebsfremde Personen haben grundsätzlich Betretungsverbot. Und trotzdem sind regelmäßig solche Haltungen befallen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen. Demnach ist bei 73% der seit 2006 in Westeuropa aufgetretenen Fälle der Eintragsweg als "unbekannt" angegeben, und bei den verbleibenden 27 % liegen die Infektionswege mit knapp 66 % innerhalb der Geflügelwirtschaft selbst.(Kontakt zu Nachbarbetrieben, Zukauf von Tieren, Übertragung durch Gerätschaften). Will man da nichts dazulernen?


    Die Vogelgrippe ist eine ernstzunehmende Krankheit, darüber muß nicht diskutiert werden, ihre Gefährlichkeit liegt aber nach heutigem Kenntnisstand vorrangig in der Bedrohung der wirtschaftlichen Interessen der Geflügelindustrie.
    Fakt ist jedoch, die Stallpflicht kann die Massentierhaltungen nicht vor sich selber schützen.


    Bitte halten Sie Ämter und Behörden zu einem bedachtsamen Vorgehen im Sinne bestehender Gesetze an. Nicht dass sie beim nächsten Feststellen einiger Verdachtsfälle wieder in Hysterie und Panik verfallen, allein aufgrund des Nachweises eines niedrigpathogenen Erregers bei einem einzigen Tier ganze Bestände mit teils streng geschützten Arten hinmetzeln und sogar die Tötung von in Volieren gehaltenen Singvögeln vor der Öffentlichkeit als notwendige Seuchenbekämpfung rechtfertigen. Das Töten gesunder Tiere ohne vernünftigen Grund ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, das Töten ganzer Bestände rein auf Verdacht ohne Beweis eines tatsächlichen akuten Infektionsgeschehens ist durch Nichts zu rechtfertigen und ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.
    Übrigens: Alle 35, bis zum Verhängen der landesweiten Stallpflicht am 18.11., im TSIS gemeldeten Fälle sind mittlerweile aufgehoben!


    Nach Aussage des FLI tragen Hühner HPAIV H5N8 nicht verdeckt/symptomlos, sondern zeigen massive Symptome und versterben meist binnen 48 Std. Sie sind zudem standorttreu und können kaum an der Verbreitung eines Virus beteiligt sein, der seit Monaten laut FLI endemisch in der Wildvogelpopulation kursiert und von ebendieser ja angeblich über tausende von Kilometern getragen wird.
    Gesundes, fittes Hausgeflügel, das die Möglichkeit hat, unter artgerechten Bedingungen mit Auslauf unter freiem Himmel zu leben, kann sich gegen die natürlich in der Umwelt vorkommenden Influenzaviren wehren, sie bekämpfen und gesund bleiben. Das sollte doch eigentlich das Ziel jeder Seuchenvorsorge sein. Das Einsperren im Stall, mit zu wenig Tageslicht, zu wenig Bewegung, erhöhtem Stress der Tiere durch zu wenig Platz schafft dagegen für jeden Erreger ideale Bedingungen, sich festzusetzen, von Tier zu Tier auszubreiten und nicht zuletzt auch zu mutieren. Damit erschaffen wir uns unsere Seuchen selber.


    Es ist dringend nötig, umzudenken.
    Die Stallhaltung von Geflügel als flächendeckende Maßnahme über Monate ist kein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Vogelgrippe. Sie ist nicht nur nutzlos und tierschutzwidrig, sondern im schlimmsten Fall sogar Krankheitsfördernd.


    Mit freundlichen Grüßen


    .....für das Aktionsbündnis Vogelfrei"
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  10. #50

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    Nachdem jetzt ein ganzer Monat vergangen ist: Kam eine Antwort auf den Offenen Brief?
    Wissenschaft kann die letzten Rätsel der Natur nicht lösen. Sie kann es deswegen nicht, weil wir selbst ein Teil der Natur und damit auch ein Teil des Rätsels sind, das wir lösen wollen. (Max Planck)

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