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Thema: H5N8-Artikel

  1. #51

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    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/23/4/16-1866_article
    In May 2016, a highly pathogenic avian influenza A(H5N virus strain caused
    deaths among 3 species of wild migratory birds in Qinghai Lake, China.
    Genetic analysis showed that the novel reassortant virus belongs to
    group B H5N8 viruses and that the reassortment events likely occurred in early 2016.

    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/23/2/16-1252_article
    The emergence of novel avian influenza viruses in migratory birds is of concern
    because of the potential for virus dissemination during fall migration. We report
    the identification of novel highly pathogenic avian influenza viruses of subtype
    H5N8, clade 2.3.4.4, and their reassortment with other avian influenza viruses
    in waterfowl and shorebirds of Siberia.

    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/23/4/16-1886_article
    Highly pathogenic avian influenza (H5N viruses were detected in waterfowl
    at 2 zoos in India in October 2016. Both viruses were different 7:1 reassortants
    of H5N8 viruses isolated in May 2016 from wild birds in the Russian Federation
    and China, suggesting virus spread during southward winter migration of birds.

    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/23/4/16-1949_article
    In November 2016, an influenza A(H5N outbreak caused deaths of wild birds and
    domestic poultry in Germany. Clade 2.3.4.4 virus was closely related to viruses at
    the Russia–Mongolia border in 2016 but had new polymerase acidic and nucleoprotein
    segments. These new strains may be more efficiently transmitted to and shed by birds.


    weitere Artikel mit H5N8 aus 2017 : http://scholar.google.de/
    ------------------------------------------------------
    None of mandarin ducks with H5N8 and H5N1 viruses caused severe clinical signs
    and mortality and the gross lesions were only observed in a few tissues of mandarin
    ducks; viral replication and shedding were greater in H5N8-infected ducks than in
    H5N1-infected ducks.
    ------------------------------------------------
    Efficacy of clade 2.3. 2 H5 commercial vaccines in protecting chickens from
    clade 2.3. 4.4 H5N8 highly pathogenic avian influenza infection
    -------------------------------------------
    http://link.springer.com/article/10....705-017-3246-z
    In the spring of 2016, a loss of wild birds was observed during the monitoring of avian
    influenza virus activity in the Republic of Tyva. That outbreak was caused by influenza
    H5N8 virus of clade 2.3.4.4. In the fall, viruses of H5N8 clade 2.3.4.4 were propagated
    in European countries. This paper presents some results of analysis of the virus strains
    isolated during the spring and fall seasons in 2016 in the Russian Federation.
    The investigated strains were highly pathogenic for mice, and some of their antigenic
    and genetic features differed from those of an H5N8 strain that circulated in 2014 in Russia.
    ----------------------------------------
    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/23/2/pdfs/16-1963.pdf
    H5Nx Panzootic Bird Flu—Influenza’s Newest Worldwide Evolutionary Tour
    commentary by Jeffery K. Taubenberger, David M. Morens
    -----------------------------------------
    NO EVIDENCE OF INFECTION OR EXPOSURE TO HIGHLY PATHOGENIC
    AVIAN INFLUENZAS IN PERIDOMESTIC WILDLIFE ON AN AFFECTED POULTRY FACILITY
    ------------------------------------------
    Novel variants of clade 2.3. 2.1 H5N1 highly pathogenic avian influenza virus in migratory
    waterfowl of Hongze Lake
    -----------------------------------------
    Surveillance for Avian Influenza Virus in Wild Birds in Poland, 2008–2015
    ---------------------------------------------

  2. #52

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    @gsgs: ich versteh jetzt nicht so richtig, was du beweisen willst. Ich habe den Artikel gelesen, wo es um das Reassortment geht, und ja, den Verwandschaftsgrad kann man gut nachweisen. Aber das bedeutet doch noch lange nicht, dass 1. das Reassortment in Wildvögeln stattgefunden haben muss ( es gibt ja wohl überall auf der Welt Hühnerfarmen) oder dass diese es hertransportiert haben müssen. Nur weil es gefunden wird, kann man nicht automatisch auf einen kausalen Zusammenhang schließen. Und statistisch gesehen (und das ist nun mal die anerkannte wissenschaftliche Methode zur Beurteilung von Ursache und Wirkung oder Zusammenhängen) ist es viiiieeel wahrscheinlicher, dass das Reassortment in einer Massentierhaltung stattgefunden hat, einfach aufgrund der Besatzdichte. Das kann man doch nicht einfach so ignorieren! Aber das wird ja auch nicht getan, sonst wären die Artikel nicht so vorsichtig formuliert, wie b5irin schon so richtig anmerkte.
    Zweitens und das ist viel wichtiger, finde ich keine Artikel zur Pathogenität des Virus, zumindest außerhalb des Labors. Weißt du wie Labormäuse aussehen? Die sind genetisch fast IDENTISCH. Müssen sie sein, sonst kann man nämlich nicht die ganzen Knockout/Knockdown Experimente machen, nicht auf Verhaltensänderungen aufgrund von geänderten Umweltbedingungen schliessen etc. Wenn da also eine Maus den Scheiss kriegt, kriegen den klar alle. Unsere Hühner (wie übrigens auch wir) sind aber genetisch sehr unterschiedlich und können deswegen die Erkrankung auch unterschiedlich gut verkraften. Und da sind wir bei des Pudels Kern: ist doch egal, wie das Virus hergekommen ist, wichtig ist, dass nicht alle Tiere gleich tot umfallen, eben wegen ihrer unterschiedlichen genetischen Ausstattung. Und dass damit die Erkrankung nicht so tödlich ist, wie behauptet. Nur für die Lohmänner gilt das nicht, denn die sind ein Produkt allerfeinster Selektion und praktisch alle Geschwister. Müssen sie auch sein sonst könnte man ja nicht "passend für den Markt produzieren".
    Grad deine Genetik zeigt also, dass das Virus nicht für alle gleich gefährlich ist, und unter Umständen der Stress und die Dunkelheit zu einer Immunsuppression bei sonst gesunden Hobbygeflügel führt, die dies anfälliger für das Virus machen.
    Was wir alle tun sollten: Hühner bunt mischen, immer mal wieder was neues dazu, dann stehen die Chancen gut, dass die Hobbygeflügelhalter nie alle Tiere verlieren. Ich weiß das wollen jetzt die Züchter nicht gern hören, denn da kommt es ja auch auf die Reinrassigkeit an, und somit auf einen sehr engen genetischen Pool, aber gesünder wärs für die Hühnchen.

  3. #53

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    Dotti, nur in Wildvoegeln gibt es diese genetische Vielfalt und Reassortments mit verschiedenen Viren.
    Bei Huehnern gibt es (fast?) immer nur ein Virus auf einmal, das reassortiert dann zwar auch,
    aber man sieht es nicht oder kaum, weil das reassortierte Virus so aehnlich ist.
    Ausser jetzt mal vielleicht in China oder so auf Gefluegelmaerkten.
    Wildvogelsegmente sind auch erkennbar und unterscheidbar von Segmenten die schon lange
    in Huehnern oder Puten (oder Moeven,Wachteln,Gaensen?) zirkulieren.
    Man kann auch sehen, wo etwa die Segmente herkommen, in welchen Laendern und
    Vogelarten aehnliche Segmente auftraten.
    Nicht fuer alle gleich gefaehrlich, aber fuer Huehner glaub ich schon.
    Ich erinnere da die Berichte damals ueber H5N1 in Asien ...
    an einem Tag ein paar Huehner schwaechlich, 2 Tage spaeter _alle_ tot , zigtausend.
    Es gab etliche Tests mit verschiedenen Viren, Huehnern, Enten.
    Fuer die Huehner sah's schlecht aus.

  4. #54

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    Zitat Zitat von gsgs Beitrag anzeigen
    nur in Wildvoegeln gibt es diese genetische Vielfalt und Reassortments mit verschiedenen Viren.
    Ich glaube, Du verwechselst ganz prinzipiell Verwandtschaftsverhältnisse von HPAIV mit Verbreitungsfaktoren. Daten die ersteres belegen, lassen sich aber nicht dafür benutzen, letzteres abzuleiten. Eine solche „Beweisführung“ ist aufgrund der Verschiedenheit der Parameter wissenschaftlich nicht korrekt.

    Zu den genannten Punkten:

    Wenn Deine Überlegung stimmt, dass nur in Wildvögeln wegen der genetischen Vielfalt Reassortments stattfinden können, dürften in Geflügelhaltungen keine LPAIs vorhanden sein. Die katastrophalen Bedingungen asiatischer (Enten-)Geflügelmassenhaltungen habe ich vor Jahren selbst gesehen und kann mir das absolut nicht vorstellen. Hast Du Daten, die Deine Sicht unterstützen? Also zur Nicht-Präsenz von LPAI in domestic poultry in Asien?

    Und wenn Deine Vermutung stimmt, dann bräuchten wir keine Zugvögel aus Sibirien, dann müsste HPAI auch in unseren Wildvogelpopulationen entstehen. Warum kamen dann die letzten Jahrzehnte alle HPAIV aus Asien? Irgendwie scheint es dort ja doch begünstigende Faktoren zu geben, was nicht im Einklang mit Deiner Vermutung steht. Nach der ist die Entstehung von HPAI abhängig von der genetischen Vielfalt der Influenza-Viren, aber nicht vom Ort. Oder hast Du Daten, die zeigen, dass die genetische Vielfalt in asiatischen Wildvogel-Populationen größer ist als andernorts?

    Laut Tiergesundheitsbericht des FLI gibt es beispielsweise in niedersächsischen Putenhaltungen sehr viel H9N2, nicht aber in der Wildvogelpopulation. Reflektiert die Intensiv-Geflügelhaltung also wirklich nur das Geschehen in der Wildvogelpopulation?

    Und wenn die genetische Vielfalt in der Wildvogelpopulation ausschlaggebend ist, müssten dann hierzulande nicht viel mehr HPAIV-Varianten im Umlauf sein? Aktuell sieht es ja eher nach einem singulären Ereignis aus, das kann sehr gut im Stall stattgefunden haben, dort hat HPAI zumindest die Möglichkeit, den Wirtswechsel in der erforderlichen Zeit zu vollziehen. In den Wildvogel-Populationen am Bodensee ist die Dichte anscheinend nicht ausreichend hoch genug, es verenden keine Tiere mehr. Warum?

  5. #55

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    checke z.B. genbank, Influenza Viren in Nutz-Gefluegel und Wildvoegeln,
    alle 8 segmente , in Nutzgefluegel gibt es nur wenige Typen, einige davon
    endemisch. Die erkennt man an der Zahl der Amino-Mutationen in den
    inneren Segmenten (also 1,2,3,5,7,8 - ausser HA und NA) .
    In Wildvoegeln kommen hier kaum Amino Mutationen vor (wohl aber
    Nukleotid-Mutationen), erst bei Eintrag in Hausgefluegel oder Saeugetiere
    (oder Moeven ?) fangen die Amino-Mutationen an sich zu anzusammeln.

    Die Eintraege von LPAI kommen meist auch von Wildvoegeln.
    HPAI in Wildvoegeln ist sehr selten, bisher kenne ich nur dieses
    H5N1 --> H5N2-->H5N8 .
    In Asien ist die Flora und Fauna anders, dort kann das H5N1 sich offenbar
    besser halten, als in Europa. Die Vogelwanderungen und das Brutverhalten
    sind ja auch anders.

    Das Niedersaechsische H9N2 ist ziemlich jung, hat nur wenige Aminosaeure
    Mutationen, ist erst kuerzlich von Wildvoegeln eingetragen worden,
    hat nichts zu tun mit dem Asiatischen H9N2, das bereits seit >20 Jahren
    im Hausgefluegel zirkuliert (und nicht in Wildvoegeln).

    Das derzeitige H5N8 ist weit verbreitet und diversifiziert , frueh verzweigt in Europas
    und Russlands Wildvoegeln, nimmt man 2 zufaellig gefundene H5N8, so liegt deren
    gemainsamer Vorfahr meist 6Monate oder mehr zurueck.

  6. #56

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    Ich habe konkrete Punkte genannt, warum ich Deine Sicht für nicht schlüssig halte und hätte konkrete Antworten erwartet

    Zitat Zitat von gsgs Beitrag anzeigen
    HPAI in Wildvoegeln ist sehr selten, bisher kenne ich nur dieses
    H5N1 --> H5N2-->H5N8
    Ich dachte, die verbreiten munter und international das in ihren Populationen entstandene HPAI?

    Zitat Zitat von gsgs Beitrag anzeigen
    In Asien ist die Flora und Fauna anders, dort kann das H5N1 sich offenbar
    besser halten, als in Europa. Die Vogelwanderungen und das Brutverhalten
    sind ja auch anders
    Anders - die Dir zufolge vorhandenen schlüssigen Beweise ermöglichen offensichtlich umfassende Antworten. Trotz eigener internationaler Veröffentlichungen im medizinischen Bereich bin ich zugegebenermaßen mit der Detailtiefe Deiner Erklärung etwas überfordert.

    Zitat Zitat von gsgs Beitrag anzeigen
    Das Niedersaechsische H9N2 ist ziemlich jung, hat nur wenige Aminosaeure
    Mutationen, ist erst kuerzlich von Wildvoegeln eingetragen worden
    Das erklärt natürlich nachvollziehbar, dass es 2014 in 240 Putenhaltungen gefunden wurde, aber trotz sechstausend Proben nur in 4 Wildvögeln.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass Du über das, was man schreibt, wirklich nachdenken möchtest. Also lassen wir es einfach.

  7. #57

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    Ich schließe mich b5irin an, wieso sollte es nur in Wildvögeln die Reassortments geben? Genetische Vielfalt vom Wirt bedeutet nicht gleichzeitig genetische Vielfalt des Virus oder was meintest du? Reassortments kann es doch nur geben, wenn mehr als ein Virus gleichzeitig eine Zelle infiziert. Also muss es auch in Hühnern Reassortments geben, und wie gesagt, es gibt eine viel höhere Chance, dass zwei Viren die selbe Zelle infizieren, wenn die Bestandsdichte schön hoch ist, wie zum Beispiel in Asien.
    Ich würde es jetzt nicht so harsch formulieren wie b5irin, aber auch ich kann deiner Argumentation nicht folgen.

  8. #58
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    Das niedersächsische H9N2-es wurde bereits 1995 in Niedersachsen gegen H9N2 geimpft. Finde ich jetzt nicht soo taufrisch.

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